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am 11. April 2005
Nachdem die Stummfilme Hitchcocks (bis auf "The Lodger") eher in Richtung Gesellschaftsstudie tendiert hatten (falls man die Chance bekommt - unbedingt ansehen!!), war der 1929 entstandene "Blackmail", der Hitchcocks Übergang von Stumm- auf Tonfilm markiert, zweifellos ein echter Thriller. Über den innovativen Gebrauch der neuen Möglichkeiten (etwa bei der legendären Frühstücksszene, als aus dem Wortschwall der tratschenden Nachbarin nur noch das Wort "Messer" hervorsticht) sollte man nicht vergessen, daß man selbst in der Tonfilmfassung das "Stumme" noch immer spürt: Der gesamte Prolog, der Verhaftung, Verhör und Inhaftierung eines Mannes zeigt, ist ohne Ton geblieben, ein toller Kontrast zum Rest des Films. Bemerkenswert sind auch die Szenen mit dem Erpresser, als dieser eher durch schmierige Gesten als durch Worte seine Absichten zeigt, sich im Haus der unfreiwilligen Mörderin einnistet wie die Made im Speck. Am schönsten an "Blackmail" ist jedoch - wie so oft in Hitchcocks Filmen - die Mordszene: Aus einem harmlosen Flirt wird mehr, die Spannung wird knisternd, zugleich erotisierend, und der Zuschauer, der längst die bösen Absichten des Malers ahnt, wird minutenlang auf die Folter gespannt - und zugleich unendlich betört.
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am 4. Oktober 2003
Alice provoziert einen Streit mit ihrem Freund, dem Polizisten Frank, um sich mit einem Maler zu treffen. Als dieser jedoch versucht sie in seinem Atelier zu vergewaltigen, ersticht Alice ihn. Frank wird mit den Ermittlungen beauftragt und findet am Tatort einen Handschuh seiner Freundin. Er hält das Beweisstück zurück. Ein kleiner krimineller Streuner wird Zeuge und beginnt das Pärchen zu erpressen...
Zugegeben, beim ersten Sehen hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Obwohl die Geschichte vielversprechend ist, vermisste ich oft die für Hitchcock so typische Suspense. Erst auf dem zweiten Blick fielen mir einige interessante Details und Symbole auf, welche Hitchcocks Genie gerecht werden. So faszinierte mich beispielsweise das eben erst fertiggestellte Gemälde des Malers, das einen schadenfroh lachenden Harlekin darstellt, der mit seinen Finger auf den Betrachter zeigt; ein Motiv, welches sich durch den gesamten Film ziehen und Alice regelrecht verfolgen soll.
Ich kann jeden Cinephilen außerdem nur empfehlen sich auch die Stummfilmversion anzusehen. Für den Tonfilm hatte Hitchcock nämlich einige Szenen aus anderen Perspektiven gedreht. So empfinde ich den Maler in der stummen Fassung bedrohlicher und widerwärtiger, während im Tonfilm die Frühstücksszene reizvoller ist. An dieser Stelle setzt Hitchcock auch erstmals den Ton als Spannungselement ein. Als Alice mit einem der Tatwaffe ähnlichen Messer Brot schneiden soll, erzählt eine Nachbarin über den Mord. Ihre Erzählung wird schließlich zum einzigen Gemurmel, aus dem nur noch „knife" zu verstehen ist. Parallel dazu sieht der Zuschauer Alice regelrecht bei jedem „knife" zusammenzucken, bis ihr schließlich das Messer aus der Hand fällt. Dem Zuschauer bietet sich dadurch die seltene Gelegenheit, die unterschiedliche Wirkung von visuellen und auditiven Spannungselementen zu erleben.
Natürlich darf auch in diesem frühen Werk das kurze Gastspiel Hitchcocks nicht fehlen. Amüsanterweise wird er beim Zeitungslesen von einem kleinen Jungen geärgert.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Juni 2016
In Sachen Tonfilm waren die Amerikaner Ende der 20er Jahre schon viel weiter als die Europäer. Seit 1927 wurden in den USA immer mehr Tonfilme produziert, aber Europa begann erst 1929 mit ernsthaften Versuchen sich an den neuen gesprochenen Film heranzuwagen. Auch "Blackmail" (Deutscher Titel: Erpessung) von Alfred Hitchock wurde zu seiner Zeit sowohl in einer stummen als auch in einer Tonfilm Version hergestellt. In einer Zeit, in der erst wenige Kinos über eine Abspielmöglichkeit für die Tonspur verfügten, war die Stummfilmversion beim Kinoeinsatz auch die wesentlich populärere Version.

Anfangs war "Blackmail" ja auch als Stummfilm geplant und die ersten Szenen kommen sogar auch in der Tonfilmfassung weitestgehend ohne Sprache aus. Hitchock selbst ging also sparsam mit dem Ton um, aber er setzte diese neue Möglichkeit als dramaturgisches Mittel sehr effektiv um. So gibt es eine geniale wie typische Szene, wo ein Schrei zwei Szenen mit einander geschickt verbindet und sehr bekannt ist auch die Szene mit einer geschwätzigen Nachbarin der Famlie White, die unentwegt quasselt und wo Alice White aus dem Gerede immer nur das Wort "Messer" heraushört. Zweifelsohne die Tatwaffe in diesem raffiniiert komponierten Kriminalfilm. Berühmt auch die Verfolgungsjagd im Britischen Museum, in der Hitchcock auch Trickaufnahmen verwendete. Nicht zu vergessen der geniale Cameo-Auftritt des Meisterregisseurs in einem Zug. Er wird dabei von einem rotzfrechen Jungen, der mit seiner Familie auf der Bank nebenan sitzt, geärgert, indem der Junge dem Fahrgast gegenüber den Hut ins Gesicht presst. Hitch guckt böse, der Junge wendet sich wieder seiner Familie zu, die nichts bemerkt hat und kommt in der nächsten Sekunden wieder dem Fremden sehr nahe, man denkt, der Junge wiederholt seinen Spass.

In "Blackmail" hat jeder der Hauptfiguren irgendwie etwas auf dem Kerbholz. Alice Walker (Anny Ondra) beispielsweise - eine hübsche junge Frau, die mit dem aufstrebenden Inspektor Frank Webber (John Longden) so gut wie verlobt ist. Ihre Eltern (Sara Allgood/Charles Patton) haben ein Tabak- und Zeitungsgeschäft im Londoner Stadtteil Chelsea. Die jungen Verliebten haben immer mal wieder Meinungsverschiedenheiten, weil Frank sich beruflich so engagiert zeigt und Alice das Gefühl hat, vernachlässigt zu werden. So flirtet sie auch mal gerne mit anderen Männern und verabredet sich mit dem Maler Crewe (Cyril Richard), der sie am späten Abend noch in seine wohnung einlädt. Doch der will mehr als nur ein Flirt und als er zudringlich wird und sie versucht zu vergewaltigen, ersticht sie ihn aus Notwehr und flieht aus der Wohnung. Ausgerechnet Frank mit dem Mordfall betraut und dann gibt es noch einen Zeugen. Dieser Mr. Tracy (Donald Calthrop), ein kleiner mieser Schurke, sah wie Alice aus der Wohnung kam. Grund genug für ihn aus seinem Wissen Kapital zu schlagen. Doch Frank hat auch kriminelle Energien, wenn es darum geht, seine zukünftige Verlobte zu schützen....

Ich finde ja Hitchcocks frühe englische Filme sehr gut. Allen voran natürlich die beiden Meisterwerke "Die 39 Stufen" und "Eine Dame verschwindet". Aber auch seine anderen Filme dieser Zeit haben den berühmten Hitchcock Touch - eine virtuose Variaton von Spannungselementen, meistens dreht sich die düstere Geschichte um mehr oder weniger unschuldige Verdächtige. Auch Alice kommt ja in diese Bredouille, als sie plötzlich merkt, dass aus einem Flirt ihr Gegenüber plötzlich sexuell aggressiv reagiert. Die Story kennt keinen absoluten Bösewicht - doch ambivalente Figuren, weil keiner völlig schuldlos bleibt. Dies macht "Blackmail" sehr interessant und durchgehend spannend.
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am 22. April 2015
Alice ist eigentlich mit dem Polizisten Frank liiert. Nach einem Streit trifft sie sich eines Abends aber mit dem Maler Crew, der jedoch schon beim ersten Treffen zudringlich wird und versucht, Alice zu vergewaltigen. Alice verteidigt sich und ersticht Crew aus Notwehr mit einem herumliegenden Brotmesser. Frank findet am Tatort einen Handschuh von Alice und ahnt schon bald, dass sie die Täterin ist. Aus Liebe zu ihr verheimlicht er seinen Fund. Doch dann taucht ein Mann auf, der behauptet, den Mord beobachtet zu haben, und Alice und Frank nun mit seinem Wissen erpresst.

*

Ursprünglich nicht als Tonfilm vorgesehen, ist “Erpressung” dann letztendlich aber der erste britische Tonfilm geworden. Alleine aus diesem Grund ist der Film auf jeden Fall sehenswert. Denn anfangs wird auch in der Tonfilm-Fassung in bester Stummfilm-Manier erzählt. Erst wenig später kommen dann die “sprechenden Bilder”.

Hitchcock zeigt hier zum ersten Mal (von “Der Mieter” vielleicht einmal abgesehen), was er als Regisseur so drauf hat. Da wird gespielt und experimentiert, die Kamerafahrten machen einfach nur Spaß und das Ausprobieren mit dem Ton hat es ebenfalls in sich. Vor allem die Szene, in der eine keifende Kundin von dem geschehenen Mord erzählt und immer wieder das Wort “Knife” (Messer) erwähnt, ist für mich genial. Während Hitchcock die Kamera auf die Mörderin richtet, die ein ähnliches Messer in der Hand hält, mit dem sie auch den Notwehr-Mord begangen hat, quasselt die Kundin unentwegt. Wir als Zuhörer verstehen das Gerede teilweise gar nicht, nur das Wort “Knife” wird laut in Szene gesetzt, bis es schier unerträglich wird. Wie Hitchcock hier die Nerven des Zusehers in gleicher Weise strapaziert wie die seiner Protagonistin ist einfach toll gemacht.

Sicherlich fehlt dem Kriminalfilm noch die gewisse Raffinesse, die Hitchcocks spätere Inszenierungen auszeichnetet, aber Wegbereiter zu diesem Ziel war “Erpressung” allemal.
Man sucht vergebens nach einer Unsicherheit der Schauspieler, die, ebenfalls wie die gesamte Filmcrew, dem Novum “Tonfilm” gegenüberstanden. Alles in allem ein gelungener Krimi mit unübersehbaren Hitchcock-Touch.

Ach ja, und der Cameo-Auftritt des in einer U-Bahn sitzenden Alfred Hitchcock , der von einem Jungen geärgert wird, ist höchst amüsant.

*

Fazit: Im ersten britischen Tonfilm experimentiert Hitchcock nicht nur optisch sondern auch akkustisch. Sehenswerter Kriminalfilm mit unübersehbarem Hitchcock-Touch.

© 2015 Wolfgang Brunner
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am 23. August 2014
Wer denkt, ein früher Tonfilm, gar in Schwarz-Weiß, sei noch nichts für verwöhnte Augen, der irrt!
Hitchcock ist auch hier schon Hitchcock, wie man ihn spätestens seit dem "Unsichtbaren 3." oder "Vertigo" kennt.
Spannung bis zum allerletzten Schluß, unerwartete Wendungen und Schauspielerleistungen vom Feinsten, dieser Film hat alles!
Warum lernte ich ihn erst jetzt kennen??
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am 11. November 2013
Es ist garnicht so leicht Zugang zu Hitchcocks 'Blackmail' zu bekommen, da der Anfang des Films noch ganz in Stummfilmmanier ohne Dialog vorliegt. Das
Thema ist bekannt: Ein junges Mädchen, das sich seiner Reize durchaus bewusst ist, steht einem Maler Modell und tötet ihn in Panik, als er zudringlich wird. Der mit ihr liierte Polizist beseitigt Spuren am Tatort, sie wird jedoch von einem anderen erpresst. Der Erpresser kommt bei seiner Flucht im Britischen Museum zu Tode. Alice, das Mädchen, wird daran gehindert, ein Geständnis abzulegen und kommt ungeschoren davon. Ein ähnliches Element fin-
den wir auch am Ende des später entstandenen Films 'Sabotage'.
An Bild und Ton darf man dem Alter entsprechend (Entstehung 1929) keine hohen Ansprüche stellen, der Film ist wirklich spannend und voller überraschen-
der Wendungen. Die Hauptdarstellerin Anny Ondra war übrigens die Ehefrau des deutschen Boxers Max Schmeling.
Auf der DVD finden wir als Hauptfilm die vertonte Fassung, als Extra aber auch die Stummfilmfassung und einen Test mit Anny Ondra.
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