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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Western auf eine sehr guten Blu Ray
Ein Rechtsanwalt mit Idealen kommt in eine Gegend, wo das Gesetzbuch der Colt ist. James Steward, John Wayne und Lee Marvin in einem sehr guten Western von John Ford.

Zum Inhalt: Senator Ransom Stoddart (James Steward "Winchester 77") kommt in den Ort Shinbone, um Tom Donaphan beim Begräbnis die letzte Ehre zu erweisen. In der Stadt ist er vor Jahrzehnten...
Vor 22 Monaten von S. Ewald veröffentlicht

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Westernklassiker mit John Wayne und James Stewart.
Durch eine etwas andere Ansichtsweise des Wilden Westen wird der Film interessant und absolut kein 08/15 Westernschinken.
Hier stimmt einfach alles. Liebesgeschichte, Revolverduelle und ein Thema, das man genauso gut auf die heutige Zeit übertragen kann. Leider ist mir die ganze Szenerie etwas zu stilisiert und geschönt. Deswegen nur gute 3 Sterne.
Vor 8 Monaten von Katharina veröffentlicht


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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Western auf eine sehr guten Blu Ray, 16. Juni 2012
Ein Rechtsanwalt mit Idealen kommt in eine Gegend, wo das Gesetzbuch der Colt ist. James Steward, John Wayne und Lee Marvin in einem sehr guten Western von John Ford.

Zum Inhalt: Senator Ransom Stoddart (James Steward "Winchester 77") kommt in den Ort Shinbone, um Tom Donaphan beim Begräbnis die letzte Ehre zu erweisen. In der Stadt ist er vor Jahrzehnten ein Held geworden, weil er den berüchtigten Verbrecher Liberty Valance erschoss. Weil die Journalisten neugierig sind, steht er der Presse üper den Grund seines Besuches Rede und Antwort. Er erzählt die Geschichte, wie er als frischer Anwalt mit Gesetzbüchern im Koffer und Idealen von Recht und Ordnung in die Stadt kam, wie er den berüchtigten Verbrecher Liberty Valance (Lee Marvin "Das dreckige Dutzend") kennenlernte und die Bekanntschaft mit dem rauhbeinigen Farmer Tom Donaphan (John Wayne " Alamo", "Der schwarze Falke") und miterleben musste, das Gewalt und der Colt die einzige Lösung für viele Probleme war. Die Konfrontation mit der Furcht und der Angst der Bevölkerung, die ihn damals erschütterte. Bei seiner Schilderung der damaligen Ereignisse bringt Stoddart auch eine Wahrheit hervor, die besser im verborgenen geblieben wäre.

Zur Kritik: "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" gehört zu den Klassikern des Westerngenres, und ist sehr gut besetzt: John Wayne, James Stewart, Lee Marvin, Woody Strode, Vera Miles, Strother Martin spielen ihre Rollen sehr gut und glaubwürdig.

Die Blu Ray bietet eine ausgezeichnete Bildqualität. Von Anfang an wird eine sehr scharfes, klares Bild geboten. Und die Schärfe hält sich den gesamten Film über. Die Detailzeichnung ist ebenfalls den ganzen Film hindurch sehr gut gegeben. Der Bild erscheint manchmal richtig plastisch. Einfach toll. Wieder mal ein Beispiel, wie gut Full-HD bei einem alten Film aussehen kann.

Von mir jedenfalls eine klare Kaufempfehlung.
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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch heute noch absolut empfehlenswert, 24. Juli 2005
Von 
realkenai & family (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Liberty Valance erschoss (DVD)
Handlung:
Der alt gewordene Politiker Ramson Stoddard kommt gemeinsam mit seiner Frau Hallie in den kleinen Ort Shinbone, um dort Abschied von ihrem verstorbenen Freund Tom Doniphon zu nehmen. Die örtlichen Pressegeier, erstaunt über den Besuch, sind neugierig und wollen unbedingt erfahren, warum der für sie vollkommen unwichtige Allerweltskerl für den erfahrenen Politiker so wichtig ist, bzw. war.
Stoddard ziert sich ein wenig, dann beginnt er zu erzählen...
Seine Geschichte handelt von einem jungen idealistischen Rechtsanwalt - einem stets besoffenen, aber mutigem Pressemann - einem verfressenen, eher nicht mutigen Marshal - einem verliebten Kleinrancher, der fast immer "Nägel mit Köpfen" macht, einer schwedischen Einwandererfamilie, die fleißig, hilfsbereit und Stolz ist - und einem gewissenlosen Gesetzlosen, der sich durch äußerste Brutalität auszeichnet.
Die Geschichte handelt aber auch von Zielstrebigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehre, (verschmähter) Liebe, Integrität, Freundschaft, Wissensdurst, Verzicht und - nicht zuletzt - Stoddard erzählt, wie aus einem gesetzlosen Territorium ein Bundesstaat wurde.
Eine wirklich interessante Story - nur - das Ende passt den Presseleuten nicht.
State:
Wer bei diesem Klassiker aus dem Jahre 1962 eine Menge Ballerei und sonstige Action erwartet - der wird enttäuscht werden. Denn Regisseur John Ford erzählt hier tatsächlich gefühlvoll am Beispiel der handelnden Personen die Geschichte der Zivilisierung des Wilden Westens. Hierzu nur ein konkretes Beispiel: Ein Rechtsanwalt kann Lesen und Schreiben - also wird er, wenn er gerade nichts Besseres zu tun hat, als Lehrer - auch für Erwachsene - eingesetzt.
Die agierenden Charaktere sind zwar Stereotyp, bzw. - je nach Sichtweise - absichtlich überzeichnet worden, aber das tut dem Filmgenuss alles andere als einen Abbruch.
Wie bereits in ("Der schwarze Falke" 1956) versucht Ford - für seine Zeit untypisch (und leider auch heute noch unüblich) - in seinem Film ein möglichst reales Bild des WW zu zeichnen. Natürlich konnte er dabei nicht so weit gehen wie 36 Jahre später ein gewisser Herr Eastwood in "Erbarmungslos".
Doch so sehr ich auch den ganzen Film empfehlen kann - am schönsten ist und bleibt die Anfangsszene (bei der ich regelmäßig ein Korn ins Auge kriege). Es geht schon an die Nieren, wenn zumindest einige der auf Alt geschminkten Hauptpersonen wieder aufeinander treffen. Richtig würdigen kann man die Szenen aber erst nach Genuss der ganzen Story. Wer den Film also das erste Mal sieht, sollte sich ggfs. nach dem Ende die ersten Minuten nochmals anschauen.
Der Film wurde übrigens - obwohl es schon Farbfilme gab - in schwarz/weiß gedreht. Das gab Regisseur und Kameramann die Gelegenheit in etlichen Szenen in hervorragender Weise mit Licht und Schatten zu spielen - eine Meisterleistung.

Cast (bis auf eine Ausnahme optimal ausgewählt und eingesetzt):
Anwalt der Rechte/Senator Ramson Stoddard - James Stewart ("Bandoleros", "Der Flug des Phönix") spielt wieder einmal genial einen naiven, linkischen, aber dafür aufrechten und zielstrebigen Charakter. Wenn ER sich über Unrecht empört - mehr als nur sehenswert.
Outlaw/Regulator Liberty Valance - Lee Marvin ist und bleibt als Rauhbein eine selten erreichte Nummer für sich.
Pferdezüchter Tom Doniphon - John Wayne agiert als - na ja - John Wayne. Und da liegt das einzige Problem im Cast. So gut er im Restfilm auch spielt, so gerne ich ihn als Westerndarsteller auch mag - für die "verschmähte Liebe" Reaktionsszenen ist er einfach nicht geeignet. OK, ich weiß - mit dieser Meinung stehe ich relativ allein da.
Ansonsten sehen wir noch viele bekannte und gute Haupt- und Nebendarsteller dieser Zeit - Vera Miles als Hattie, Edmond O'Brien als Zeitungsmann, Andy Devine als Marshal, Jeanette Nolan und John Qualen als Eltern Hatties, Woody Strode als Pompey, den Quotenschwarzen, äh - Freund Doniphons, Strother Martin und Lee van Cleef als weitere Gesetzlose, außerdem Denver Pyle, John Carradine und Ken Murray. Auch wenn einem die Namen teils im Moment wenig sagen - wenn man sie sieht - „Ach der isses"
Die DVD:
Das schwarz/weiß Bild liegt in anamorphen Widescreen im Verh. 1.85:1 vor, wurde sehr sorgfältig überarbeitet und weist trotz des Alters kaum noch Mängel auf. Selbst ohne Altersbonus toppt es noch so manche lieblos erstellte DVD zu neueren Filmen. (4-5 Sterne)
Entsprechendes gilt für den Ton, allerdings können nur englischsprachige Filmfans des Klassikers die optimale und mit Liebe bearbeitete DD 5.1 Fassung genießen. (5 Sterne) Ansonsten stehen eher schwache Mono-Tonspuren in Englisch (restaurierter O-Ton), Deutsch, Spanisch, Italienisch und Französisch zur Verfügung. (2 Sterne)
Untertitel gibt's in 24 Sprachen, darunter Deutsch - sowie Englisch für HG
An Extras finden wir leider - abgesehen vom Trailer - genau gar nix.
Fazit: Film 5 Sterne, DVD 3 schwache Sternchen
Solange er auf ActionamStück und F/X verzichten kann ist dieser Klassiker uneingeschränkt jedem Cineasten zu empfehlen - auch wenn Western ansonsten nicht zu seinen Lieblingsgenres gehören.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Der gefährlichste Mann südlich des Picketwire“, 17. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Liberty Valance erschoss (DVD)
Der betagte Senator Ransom Stoddard (James Stewart) reist mit seiner Frau Hallie (Vera Miles) in die kleine Stadt Shinbone um an der Beerdigung eines alten Freundes teilzunehmen. Bei seiner Ankunft stürzt sich die örtliche Presse auf ihn und verlangt beharrlich Aufklärung über den Zweck seiner Reise und jenen ominösen Tom Doniphon (John Wayne) dem diese gilt. Nach kurzem Zögern erklärt sich Stoddard bereit ihnen die Geschichte zu erzählen, die seine eigene ist und die des amerikanischen Westens. Er war als junger Mann nach Shinbone gekommen um in dem abgelegenen Kaff eine Anwaltskanzlei zu eröffnen und Recht und Gesetz in den Westen zu tragen. Doch bereits kurz vor seiner Ankunft war seine Postkutsche von Liberty Valance (Lee Marvin) und seinen Kumpanen (u.a. Lee Van Cleef) überfallen und er selbst, unbeugsamer Idealist und weichlicher Stutzer der er war, zusammengeschlagen worden. Tom Doniphon war es der ihn aufgelesen und in die Stadt gebracht hatte, wo ihn Hallie gesund pflegte. Und der Sturkopf Stoddard hatte, kaum genesen, den Gesetzlosen den Kampf angesagt. Mit rechtsstaatlichen Mitteln, die hier im fernen Westen noch kaum greifbar waren. Das wiederum konnte Valance, dessen Existenzgrundlage die Angst war die er verbreitete, nicht auf sich sitzen lassen. Und so war es zum ungleichen Duell zwischen Stoddard und Valance gekommen, aus dem Stoddard unerwartet als Sieger hervor ging. Die Geburt einer Legende...

John Ford, der Übervater des amerikanischen Western, schuf mit "The Man Who Shot Liberty Valance" (1962) eine Parabel darüber wie Recht und Gesetz, Bildung und Demokratie Einzug in den wilden Westen Nordamerikas hielten. Und diese zivilisatorischen Werte verdichten sich in der Figur des Ransom Stoddard, "Anwalt der Rechte", der die Bewohner von Shinbone ebenso mit dem Wert von Gesetz und Ordnung vertraut macht wie er sie alphabetisiert ("Education is the basic of law and order" ist auf der Tafel im Hintergrund in einer Szene zu lesen) und schließlich von ihnen zu ihrem ersten Gouverneur gewählt wird. Typisch für Ford zieht auch dieser Film spielerisch alle Register und ist ebenso spannendes Abenteuer wie beziehungsreiches Drama, gut gelaunte und anspielungsreiche Komödie wie nachdenkliche Tragödie. Als Vorlage diente übrigens die gleichnamige Erzählung von Dorothy M. Johnson ("Der Mann, der Liberty Valance erschoss" von Dorothy M. Johnson).

Der Film schildert amerikanische Geschichte auf sinnbildliche Weise. Der Ort der Handlung ist imaginär und auch der Zeitpunkt des Geschehens ist nicht klar zu definieren. Die Story ist doppelbödig wie kaum eine zweite. Stoddards politische Karriere wie die Wandlung der Region am Picketwire zum Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika fußen auf dem Glauben der Bevölkerung Ransom Stoddard sei der starke Mann der Liberty Valance erschossen habe. Gerade diese Politik der Gewalt aber ist es die Stoddard von Anfang an bekämpft und die durch ihn schließlich ins Reich der Geschichte verbannt wird. Eine immanente Publikumsbeschimpfung und ein sehr feinsinniger Geniestreich Fords. Grundsätzlich lohnt es sich hier auf Details und feine Zwischentöne zu achten. So lässt Stoddard in einer Szene, in der er die Bewohner von Shinbone unterrichtet, Pompey (Woody Strode), den schwarzen Diener Tom Doniphons, erklären was die Unabhängigkeitserklärung sei. Und als dieser den Passus vergisst, dass es selbstverständlich sei, dass alle Menschen gleich erschaffen worden seien, antwortet er: "A lot of people forget that part of it. You did just fine, Pompey." Diese Szene wurde übrigens, wie ein paar andere, in der alten deutschen Fassung geschnitten und für diese in einer neuen Synchronisation wieder eingefügt. Natürlich mit anderen Stimmen, da die alten Sprecher sicher überwiegend nicht mehr leben oder inzwischen sehr alt sein müssen. Ein kleiner Wermutstropfen, denn die Unterschiede sind schon recht deutlich.

Bemerkenswert ist, dass John Wayne in diesem Film die Hauptrolle James Stewart überließ. Beide machen ihre Sache ausgezeichnet. Stewart spielt den Helden von der traurigen Gestalt sogar überragend. Vera Miles, Lee Marvin als asozialer, soziopathischer Outlaw Liberty Valance, Edmund O'Brien als versoffene Galionsfigur der freien Presse Dutton Peabody; Andy Devine als fettleibiger, feiger Marshall Link Appleyard, Woody Strode als Doniphons treuer Diener Pompey und all die anderen runden den Cast vollendet ab.

Der Film wurde überraschenderweise in Schwarz/Weiß und überwiegend im Studio gedreht und entbehrt somit weitestgehend der opulenten Landschaftsaufnahmen, wie sie etwa in "The Searchers" zu sehen waren. Das hatte der Überlieferung zufolge vor allem finanzielle Gründe, denn Paramount konnte seinerzeit für diesen Film kein großes Budget zur Verfügung stellen. Ford entschied sich daraufhin in Schwarz/Weiß zu drehen, um sichtbare Mängel in der Ausstattung zu kaschieren. Was allerdings dem ebenso hintersinnigen wie warmherzigen, spannenden wie humorigen Film in keinster Weise schadete. "The Man Who Shot Liberty Valance" ist eines der Meisterwerke von John Ford, einer der ganz großen Klassiker des Western-Genres und der Filmgeschichte insgesamt.

Ach übrigens; für jene, die den Film noch nicht kennen und sich fragen wer wohl "Der gefährlichste Mann südlich des Picketwire" ist. Nun, laut Tom Doniphon ist es Liberty Valance. Er fügt allerdings hinzu: "Nach mir." In Wahrheit aber besteht kein Zweifel daran dass, zumindest für die Rancher nördlich des Picketwire, Ransom Stoddard der gefährlichste Mann ist.

Die Filmmusik von Cyril J. Mockridge ist auf sparsame und wunderbar zurückhaltende Art stimmungsvoll und kommt nicht selten als Saloon-Musik daher. Sie ist nicht auf Tonträger erhältlich.

Die Bildqualität der DVD ist, angesichts des Alters des Films, sehr gut, kontrastreich, scharf und plastisch. Der Ton wird in Englisch in Dolby 5.1 Surround, sowie in restauriertem Mono, in Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch hingegen nur in Mono angeboten. Der englische Surround-Sound ist sehr transparent und klar. Auch der englische Mono-Ton überzeugt. Die anderen Tonfassungen sind etwas dumpfer aber durchaus akzeptabel und verständlich. Untertitel gibt es in vierundzwanzig verschiedenen Sprachen. Vermutlich auch in Ihrer. Als Extra gibt es lediglich den Kino-Trailer.
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Film. Magere DVD-Ausstattung., 26. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Liberty Valance erschoss (DVD)
Um es vorwegzunehmen: Die DVD bietet außer dem Trailer und Sprachoptionen keine Extras. Der Film ist s/w, daran läßt sich nichts ändern. Aber das Bild ist ansonsten auch nur als recht mäßig einzustufen.
So gesehen muß man diese DVD nicht haben, wenn man nicht an der Originalsprache interessiert ist. Für die DVD gibt es somit nur ein Urteil: schwach!
Zum Film selbst: Er gehört zu meinen Lieblingsfilmen überhaupt: Neben dem feinen Advokaten aus dem Osten, der sich im Wilden Westen bewähren muß (James Stewart) gibt es da den psychopathischen Bösewicht (diabolisch gut: Lee Marvin) und den einzigen Mann, der ihm gewachsen ist: John Wayne.
Diese drei Personen und eine ganze Reihe guter Nebendarsteller liefern ein spannendes Schauspiel um Tragik und Triumph,
um Liebe und Treue, um Moral und Verantwortung.
(Diese Liste könnte man um ein paar weitere Punkte erweitern.)
Fazit: Nicht nur ein großartiger Western, sondern einer der besten
Filme überhaupt. Ein sehr anspruchsvoller Film!
Punktabzug gibt es für die schlechte DVD-Ausstatung.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Film besitzt Klasse!, 12. Juni 2012
Der Film hat demnächst 50 Jahre auf dem Buckel und er hat nichts von seiner Aktualität einbüßen müssen, im Gegenteil, die Geschichte, die er erzählt ist zeitlos, denn hier ist nicht alles Schwarz und Weiß, sondern es gibt auch noch Grautöne. Es wird die Geschichte von einem jungen Anwalt erzählt, der in einer Stadt mit dem Gesetzbuch in der Hand gegen Banditen vorgehen will. Allzu viel sei nicht verraten, doch eines steht sicher fest: Es ist ein zeitlos guter Western, der für jeden etwas zu bieten hat. Egal ob Mann oder frau, jung oder alt.

Übrigens John Wayne liefert hier eine seiner besten Leistungen ab!

Die BluRay bietet die beste Abtastung, in der der Film bis jetzt je zu sehen war. Hier hat Paramount sich mal wieder selbst übertroffen! Das Schwarz/Weiß -Bild auf der Blu-ray entfaltet eine räumliche Tiefe und die perfekte Kontrasttarierung sorgt für einen tollen Ausgleich zwischen hellen und tiefen Tönen und eben eine wunderbare Plastizität, die im Weitwinkel und in den beeindruckenden Szenen die detailgenau wiedergeben werden, zu sehen sind. Auch der häufig auftretende Fehler von Weißüberstrahlungen bei restaurierten Filmen tritt nicht auf. In Allem ein Bild was sich sehen lassen kann!

Auch der absolut saubere Ton kommt keinesfalls steril daher. Im Gegenteil, dieser wirkt frisch und lebendig. Rauschen oder ähnliches ist mir zu keinem Zeitpunkt aufgefallen. Die Dialoge kommen einwandfrei daher und geben eine große Bandbreite an Geräuschen wieder. Also auch hier absolute Punktzahl.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass kaum einer von der jüngeren Generation den Film gesehen hat. Das sollte sich jetzt allerdings ändern, denn "Liberty Valance" ist ein Klassiker, den man mindestens einmal gesehen haben sollte und der ganz sicher die wenigsten enttäuschen würde. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt. Dieser Film besitzt einfach Klasse!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der definitive Spätwestern, 11. Juni 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Liberty Valance erschoss (DVD)
Das ist ein ganz besonderer (Spät-)Western, der den Mythos des wilden Westens selbst zum Thema hat. Angesiedelt ist seine Handlung an der Zeitenwende von der Ära des Faustrechts (verkörpert durch den "guten" Revolverhelden John Wayne und seinen "bösen" Widerpart Lee Marvin) zum Zeitalter des Gesetzes und der Bildung (personifiziert durch James Stewart als Rechtsanwalt Ransom Stoddard). Stewart/Stoddard, der Vertreter der neuen Zeit, gewinnt das Spiel auf der ganzen Linie, heiratet die Frau, um die auch Tom Doniphon (Wayne) geworben hatte, und wird berühmt als der "Mann, der Liberty Valance erschoss". In Wirklichkeit aber hat Doniphon den Banditen getötet - freilich nicht, weil er den Anwalt besonders mag oder selbst die neue Zeit herbeisehnt. Im Gegenteil: er weiß, dass er mit Liberty Valance seine eigene Epoche und damit auch sich selbst vernichtet. Wenn Valance nicht mehr existiert, hat auch Doniphon keine Existenzberechtigung mehr. Ihm bleibt nur ein elendes, vergessenes Dasein als Trinker. All dies weiß Doniphon wohl im voraus. Trotzdem tötet er Valance und lässt Stoddard den Ruhm der Tat, denn er weiß, dass die neue Zeit notwendig kommen muss, und dass das letztendlich auch gut so ist, wenn auch nicht für ihn selbst.

Soweit das Geschehen, in nostalgischem Schwarzweiß und als Rückblende von Stoddard erzählt. Stoddard will nach vielen Jahren die Wahrheit ans Licht bringen und erzählt sie den Redakteuren einer Zeitung - doch die wollen sie nicht verbreiten, weil die Legende längst mächtiger und "wahrer" geworden ist als die Wahrheit: "This is the west, Sir. If the legend becomes fact, print the legend."

Die Besetzung der drei Hauptpartien ist grandios, obwohl Stewart und Wayne, beide in den Fünfzigern, zu alt für die Ereignisse der Binnenhandlung sind. Trotzdem sind beide für ihre Rollen die beste, weil einzig mögliche Besetzung. Ihre Unterschiedlichkeit, gerade auch ihr unterschiedlicher Darstellungsstil, bringt den Konflikt perfekt auf den Punkt. Gleiches gilt für den Schurken: wer Marvin mit seiner animalischen Präsenz als Liberty Valance sieht, kann sich wohl kaum einen anderen Schauspieler in dieser Partie vorstellen. Die übrigen Darsteller - größtenteils alte Bekannte, Mitglieder von John Fords "family" - sind durchweg gut bis hervorragend.

Je mehr Western man kennt, desto mehr hat man von diesem Film, der sozusagen ein Meta-Western ist, ein Western über den Mythos des Westens.

Den muss man haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legenden, 19. Juni 2013
"The Man, Who Shot Liberty Valance" gilt als letzter wirklich großer Film von John Ford. Er gehört zu einer Reihe kritischer Western Fords, gilt heute vollkommen zu Recht als Klassiker und Meisterwerk und wurde, dem Thema angemessen, in schwarzweiß gedreht. Dieser Western entstand 1962 für Paramount Pictures nach einer Vorlage von Dorothy M. Johnson. Hauptverantwortlich für das Drehbuch war diesmal James Warner Bellah, der John Ford bereits die Vorlagen für seine berühmte Trilogie über die US-Kavallerie (1948-1950) geliefert hatte.

Hier haben sich passenderweise drei schon zu Lebzeiten echte Legenden zusammengetan: Regisseur John Ford und seine beiden Stars John Wayne und James Stewart. Es ist der letzte Western, den Ford und Wayne zusammen gedreht haben. Der Kreis zu "Stagecoach" (1939), ihrer ersten bedeutenden Zusammenarbeit, schließt sich in vielerlei Hinsicht und wir sehen einmal mehr, dass Fords Western der 50er und 60er Jahre viel pessimistischer, oder soll man besser sagen ambivalenter gestaltet sind als seine Frühwerke aus den 30er und 40er Jahren. Das einst so simple Schema von Gut und Böse entwickelt sich weiter und räumt einer realistischen Tragik Platz ein.

Ringo Kid, der von John Wayne gespielte junge Held aus "Stagecoach", war, obwohl mit dem Gesetz in Konflikt, ein eigentlich grundanständiger Kerl, der sich seinen Todfeinden in einem aufrechten Duell stellt und am Ende mit der Dame seines Herzens in den Sonnenuntergang reitet. In diesem Film nun, fast ein Vierteljahrhundert nach "Stagecoach", wird der von John Wayne gespielten Figur, ebenfalls ein Ehrenmann, ein gänzlich anderes Schicksal beschieden sein...

Ford spickt diesen Abgesang mit weiteren Anspielungen auf sein wegweisendes Frühwerk. Hier wie damals übermittelt die von Andy Devine gespielte Figur dem Schurken die Nachricht, dass sein Kontrahent auf ihn wartet und der Doktor des kleinen Städtchens (Ken Murray) gilt wie einst Doc Boone als dem Alkohol sehr zugetan.

In "The Man, Who Shot Liberty Valance" finden sich aber noch zahlreiche weitere Anspielungen und Verweise auf frühere Ford-Filme. Dass Ford Themen und Motive immer wieder aufgreift, variiert und ausbaut, die er schon einmal oder mehrfach in anderen Filmen, nicht nur in anderen Western, behandelt hat, ist eines seiner Markenzeichen. Sein Gesamtwerk hat eine nicht nur im amerikanischen Kino einmalige innere Geschlossenheit.

Auch diesmal kehren neben John Wayne wieder einige Veteranen zurück, die bereits mehrfach mit Ford gearbeitet hatten. Andy Devine spielte unter anderem in "Stagecoach" den schrulligen Kutscher Buck. John Carradine den Spieler Hatfield. Woody Strode war neben James Stewart in "Zwei ritten zusammen" (Two Rode Together, 1961) zu sehen und spielte in "Der schwarze Sergeant" (Sergeant Rutledge, 1960) sogar die Titelrolle. Vera Miles war in "Der Schwarze Falke" (The Searchers, 1956) dabei, in dem John Qualen ebenfalls ihren Vater spielte. Daneben gibt es noch einige kleinere Cameo-Auftritte aus Fords regulärem Team von regelmäßig wiederkehrenden Nebendarstellern.

John Ford nutzt die Riege an Schauspielern, die er im Laufe der Jahrzehnte abwechselnd immer wieder in Haupt-und Nebenrollen eingesetzt hat, nicht aus purer Bequemlichkeit. Es geht ihm vielmehr darum, der Entwicklung Ausdruck zu verleihen, die er selbst durchgemacht hat, und seine sich verändernde Wahrnehmung über den Zustand Amerikas aufzuzeigen. Das Genre des Westerns war für ihn in dieser Hinsicht immer die ideale Ausdrucksform. Durch die vertraut gewordenen Gesichter wird die filmische und erzählerische Vision der Welt, die er porträtiert, dem Publikum zugänglich und begreifbar.

"The Man, Who Shot Liberty Valance" gehört zu den besten Western, die je gedreht wurden und zu meinen absoluten Favoriten im Gesamtwerk John Fords, auch wenn er vielleicht nicht sein bekanntester Film ist und eher selten in einem Atemzug mit anderen Klassikern wie "The Searchers"(1956), "The Grapes Of Wrath"(1940), "How Green Was My Valley"(1941), "The Quiet Man" (1952), der Kavallerie-Trilogie (1948-1950), "My Darling Clementine" (1946) oder eben "Stagecoach" (1939) genannt wird.

Die Inszenierung ist insgesamt viel mehr in Innenräumen angesiedelt als in anderen Ford-Western, besonders "The Searchers" (1956). Die zum Markenzeichen gewordenen Landschaftsaufnahmen aus Fords Lieblings-Drehort Monument Valley sucht man hier vergebens. Nur ganz wenige Szenen spielen unter freiem Himmel. Angeblich war Ford dazu gezwungen, fast ausschließlich im Studio zu drehen, weil Paramount ihm kein größeres Budget genehmigen wollte. Und doch ist der Stil der Inszenierung in seiner Ökonomie typisch für Ford. Expositionen reduziert er auf das Wesentliche, indem er die Figuren in nur wenigen, kurzen Szenen und Kameraeinstellungen vorstellt. Ebenso präzise wie die Visualisierung sind bei Fords Filmen die Dialoge, die nötigenfalls auf ein Minimum reduziert werden. Das Bild vermittelt dem Zuschauer die nötigen Informationen. Die Dramaturgie ist bei John Ford, auch gerade wegen dieser Ökonomie, gewohnt straff. Seine Filme deshalb aber für simpel gestrickt zu halten, wäre ein schlimmer Fehler. Fords Werke zeichnen sich durch eine thematische Vielfalt und unglaubliche Komplexität aus, die sich oft nicht auf den ersten Blick erschließt. Die Verwendung von Schwarzweiß ermöglicht es Ford außerdem, kongenial den Effekt von Licht und Schatten einzusetzen, speziell in der Rückblende, die das Duell auflöst.

Senator Ransom Stoddard (James Stewart), hochgeachtet und in Ehren ergraut, kehrt nach vielen Jahrzehnten zurück in das Städtchen Shinbone. Er und seine Frau Hallie, die er dort einst kennen-und lieben lernte, sind gekommen, um an der Beisetzung ihres alten Freundes Tom Doniphon teilzunehmen. Kaum sind die beiden aus dem Zug gestiegen, wird der prominente Politiker von der örtlichen Presse zu einem Interview genötigt. An der Beerdigung hat die schreibende Zunft kein Interesse. Tom Doniphon starb einsam, verarmt und vergessen. Aber wenn ein Mann wie Ransom Stoddard nach Shinbone kommt: Das sind Neuigkeiten! Es geht um die Legende, die den Senator umgibt. Er, der aus dem Osten der USA in den Wilden Westen kam, um sich als Jurist niederzulassen, gilt als Held, seit er damals den berüchtigten Banditen Liberty Valance erschoss...

Das Gespräch mit der Presse führt Stoddard in einem Raum, in dem, völlig verstaubt und ausrangiert, jene Kutsche steht, mit der er damals nach Shinbone gekommen war. Hier sieht man wieder einmal John Fords einmaligen Instinkt für Symbolik und die richtige Bildsprache. Die Kutsche ist das visuelle Bindeglied, zwischen dem Hier und Jetzt und den Jahrzehnte zurückliegenden Ereignissen, von denen der Senator nun erzählen wird. Während Stoddard dem Chefredakteur des Shinbone Star Rede und Antwort steht, besucht seine Frau Hallie die zerstörte Ranch des Verstorbenen. Tom Doniphon hatte den Bau des Haupthauses nie vollendet. Neben der Ruine- warum das Haus abgebrannt ist, wird erst gegen Ende des Filmes klar- blühen nun mehrere Kaktusrosen...

Hier schlägt John Ford bereits einen Bogen zurück zu einem seiner frühen Meisterwerke. In "Young Mister Lincoln" (1939) trauert Abraham Lincoln (Henry Fonda) um seine erste große Liebe. Das musikalische Thema für Anne Rutledge kehrt nun wieder zurück. Sicherlich ist dies kein Zufall. Überhaupt findet man das Motiv der Trauer um einen zutiefst geliebten Menschen, einen Seelenverwandten, in vielen Filmen John Fords wieder. Ebenfalls findet sich in dieser Szene ein Verweis zurück auf "Stagecoach". Ringo besitzt ebenfalls eine Ranch und baut an einem Wohnhaus, das noch nicht ganz fertig ist. Doch er wird es beenden, hat er doch endlich die Frau getroffen, die seine Gefühle erwidert und mit ihm kommen wird. Die Parallelen zwischen Ransom Stoddard und Abraham Lincoln sind ebenfalls auffällig. Beide begannen als blutjunge Juristen, und wurden später hoch angesehene Politiker.

Das Interview Stoddards, das einer Lebensbeichte gleichkommt, bildet die Rahmenhandlung des Films, dessen Geschichte nun in einer einzigen großen Rückblende erzählt wird. Es ist eine Parabel auf den Aufstieg einer von strahlenden Heldenmythen umwehten Nation, ein Aufstieg, dessen Wurzeln in Wahrheit in Gewalt und Blutvergießen liegen.

Der junge Anwalt der Rechte Ransom Stoddard befindet sich auf der Durchreise, als seine Kutsche nachts von Liberty Valance (Lee Marvin) und seinen Kumpanen (Lee van Cleef, Strother Martin) überfallen und ausgeraubt wird. Stoddard, der versucht, die anderen Fahrgäste vor den brutalen Übergriffen zu schützen, wird selbst übel zusammengeschlagen. Als Valance in Stoddards Reisegepäck dessen Gesetzesbücher erblickt, gerät der Bandit so in Rage, dass er zu seiner Peitsche greift: "I`ll teach you law, dude. Western Law!"

Der Überfall und seine Folgen sind gewissermaßen der Katalysator für alles, was im weiteren Handlungsverlauf geschehen wird. Stoddard wird in dem nahe gelegenen Städtchen Shinbone von der reizenden Hallie Ericsson (Vera Miles) wieder aufgepäppelt. Die Ericssons sind einfache, hart arbeitende, rechtschaffene Leute, also typische Ford-Figuren, die der Meister mit gewohnt viel Wärme und Sympathie zeichnet. Hallie und ihre Mutter sind, wie die meisten Einwohner des kleinen Städtchens, Analphabeten. Hier begegnet er auch erstmals Tom Doniphon (John Wayne), einem in Shinbone und Umgebung hoch angesehenen Mann, der sein Geld mit der Zucht und dem Handel von Pferden verdient. Tom übergab den verletzten Stoddard vertrauensvoll in Hallies Obhut. Tom ist ein herzensgutes Rauhbein, das mit dem Bücherwurm aus dem Osten nicht viel anfangen kann. Tom und Stoddard sind sich zwar sympathisch, doch hält der kernige Rancher den Anwalt in seiner Art, die Dinge anzugehen, für etwas naiv und weltfremd. Konflikte sollten gelöst werden, wie Männer nun mal Konflikte lösen. Und mit einem Colt sollte man sich ebenfalls zu verteidigen wissen. Stoddard wiederum hat eine Abneigung gegen solcherlei. Er will auf seine Weise für Gerechtigkeit streiten und verbittet sich, dass ein anderer seine Schlachten für ihn schlägt...

Das Aufeinanderprallen zweier Welten. Osten trifft Westen. Bandit und Rechtsanwalt. Ein junger, fortschrittlich denkender Jurist und ein pragmatischer Rancher von altem Schrot und Korn. Und der Neuankömmling von der Ostküste wird zunehmend zur treibenden Kraft für die Ereignisse, die noch kommen werden.

Tom Doniphon und Ransom Stoddard stehen auf ihre Art beide für uramerikanische Werte wie Freiheit und Unabhängigkeit, jedoch sind ihrer beider Weltanschauungen im Grunde nur schwer oder gar nicht miteinander vereinbar. Tom schenkt seiner Angebeteten schon mal gerne eine Kaktusrose, die schönste weit und breit, wie er Hallie aus voller Überzeugung sagt, während Stoddard in einem unbeobachteten Moment unbefangen fragt, ob Hallie schon einmal eine echte Rose gesehen habe. Tom ist in Hallie verliebt und gedenkt, ihr einen Antrag zu machen, sobald er mit dem Bau seines Hauses fertig ist. Doch die Dinge werden einen anderen Verlauf nehmen...

Da Stoddard nach dem Überfall praktisch mittellos ist, bleibt er zunächst vor Ort und versucht einen Weg zu finden, Valance und seine Bande zur Rechenschaft zu ziehen, ohne dafür Gewalt anwenden zu müssen. Außerdem gründet er eine Schule und einen Kindergarten. Er bringt den Bewohnern von Shinbone Lesen und Schreiben bei und macht sie nebenbei mit der Verfassung vertraut: "Education is the basis of law and order!" Auch Toms schwarzer Diener Pompey (Woody Strode) gehört zu seinen Schülern. Mit dieser Figur behandelt John Ford ein weiteres wichtiges Thema: Die Behandlung von Schwarzen als Menschen zweiter Klasse. Bei der Wahl der Delegierten für den Konvent muss Pompey draußen vor dem Wahllokal bleiben. Es ist ihm ferner nicht gestattet, in der Taverne zu trinken. Als ausgerechnet Pompey in der Schulstunde den Passus aus der Verfassung zitieren soll, dass alle Menschen gleichgestellt sind und vor Nervosität nicht weiterweiß, sagt Stoddard sinnigerweise, diesen Teil vergessen die meisten Leute...

Ford webt die vielen verschiedenen Themen so in die Handlung ein, dass er den Zuschauer niemals mit der Nase darauf stößt. Er stellt durch die Balance der Szenen im Gesamt-Konstrukt aber sicher, dass man der Problematik im Kontext gewahr wird und versteht, worum es geht.

Ransom Stoddard arbeitet für freie Kost und Logie in dem gut gehenden Lokal, das Hallies Eltern Peter (John Qualen) und Nora (Jeanette Nolan) betreiben. Dass es mit dem Gesetz nicht allzu weit her ist und im Westen rauhe Sitten herrschen, merkt er auch hier schnell. Liberty und seine Bande machen weiter die Gegend unsicher, kommen auch nach Shinbone und schüchtern die Leute ein. Selbst die Vertreter von Recht und Gesetz, die vermeintlichen Autoritäten von Shinbone, leisten aus Angst praktisch keine Gegenwehr. Marshall Link Appleyard (Andy Devine) ist ein verfressener Weichling. Und auch Dutton Peabody (Edmund O. Brien), Gründer und Herausgeber der örtlichen Zeitung, kuscht vor der Gewalt und trinkt sich die Lage lieber schön. Angesichts der Situation entschließt sich Ransom Stoddard bald, mit Schießübungen zu beginnen, was er Hallie, die sich zunehmend um ihn sorgt, aber verschweigt. Als sie herausfindet, weshalb Stoddard die Stadt immer wieder heimlich verlässt, bittet sie Tom, ihm ins Gewissen zu reden...

Die nördlich des Picketwire River ansässigen großen Rinder-Barone setzen die Gemeinde von Shinbone zusätzlich unter Druck. Die Viehzüchter beanspruchen das Land südlich des Picketwire River als Weideland für ihre Herden. Die Barone selbst bekommt man im Film praktisch nie zu sehen. Später im Konvent, als es um die Nominierung der Kongress-Mitglieder geht, führt Major Cassius Starbuckle (John Carradine) für sie das Wort.

Anspruch auf den Titel, der gefährlichste Mann südlich des Picketwire zu sein, erheben sowohl der Bandit Valance als auch Tom Doniphon, doch in Wirklichkeit gilt diese Bezeichnung wohl eher für Ransom Stoddard, der den Viehbaronen aus dem Norden mit seinen politischen Bestrebungen in die Parade fährt.

Stoddard mobilisiert mit Hilfe der Zeitung die Bevölkerung südlich des Picketwire und lässt demokratische Wahlen durchführen. Er selbst wird, nachdem Tom die Offerte abgelehnt hat, zusammen mit Peabody als Delegierter nominiert, der die Interessen der Gemeinde im Konvent der Territorien vertreten soll. Die Barone aber haben längst Männer wie Liberty Valance angeheuert, um südlich des Flusses notfalls mit Gewalt für Ordnung zu sorgen. Liberty Valance und seine Kumpane verwüsten die Redaktion der Zeitung. Der wehrlose Peabody wird fast tot geprügelt. Nun ist für den so friedliebenden Anwalt von der Ostküste das Maß voll. Ausgerechnet der zuvor für Gewaltlosigkeit plädierende Stoddard greift selbst zur Waffe und stellt sich Liberty Valance zum Duell...

Vor dem Showdown spielt Liberty Valance im Saloon Poker. Er gewinnt das Spiel mit Achten und Assen. Dieses Blatt nennt man seit Wild Bill Hickock "Dead Man`s Hand" , ein Vorverweis darauf, dass Valance die Konfrontation nicht überleben wird. Als in "Stagecoach" schließlich die Kutsche am Ziel in Lordsburg eintrifft, pokert Ringos Todfeind Luke Plummer gerade im Saloon und gewinnt mit demselben Blatt wie Liberty Valance...

Das örtliche Käseblatt stürzt sich lieber auf das nun zu erwartende Duell zwischen Ringo und den Plummer-Brüdern, anstatt, wie eigentlich geplant, über einen republikanischen Konvent zu berichten. Ford betrachtet die Rolle der Medien also schon in "Stagecoach" kritisch. Die schreibende Zunft drechselt nämlich bereits an einem Artikel, bevor überhaupt ein einziger Schuss gefallen ist. Ringo werde die Konfrontation nicht überleben, so die vorgefasste Meinung. Guter, ehrlicher Journalismus sieht anders aus. Die Gier nach Sensationen erstickt jede Objektivität und kann so der Bildung falscher Mythen Vorschub leisten, die sich dann im Bewusstsein der Gesellschaft manifestieren.

Recht und Gesetz gegen Gewalt und Anarchie. Dieses Thema prägte bereits Fords Klassiker "Faustrecht der Prärie" (My Darling Clementine, 1946). Gegenüber stehen sich die beiden Antipoden, das Beste und das Schlimmste, was der American Frontier hervorbringen kann. Hier der edle Wyatt Earp (Henry Fonda) und seine Brüder, dort das personifizierte Böse, der seine Peitsche schwingende alte Clanton (Walter Brennan) und seine Söhne. Dies findet sich nun als Variation wieder in der Konfrontation zwischen Ransom Stoddard und Liberty Valance. Der Bandit repräsentiert die rohe Gewalt, das Unzivilisierte, das Recht des Stärkeren. Stoddard kämpft zunächst mit der Macht des Wortes. Dass die Trennlinie zwischen einem aufrechten Mann und einem Mörder mitunter hauchdünn sein kann, zeigt Tom Doniphon, der sich letztlich als die Schlüsselfigur dieser ambivalenten Geschichte erweist.

Schon der Moment im Lokal, als Tom und Liberty Valance sich gegenüber stehen, nachdem der Bandit erneut den arglosen Stoddard erniedrigt hat, der Tom gerade sein Abendessen servieren wollte, lässt ahnen, dass diese beiden noch nicht miteinander fertig sind. Stoddard wirkt in seiner Kellner-Schürze im Vergleich zu Valance und Doniphon wie ein Weichei. John Ford nutzt diesen optischen Kontrast an dieser Stelle ganz bewusst im Hinblick auf die noch zu erwartenden Ereignisse. Zum ersten Mal befindet sich das Trio Liberty Valance- Tom Doniphon- Ransom Stoddard im selben Raum. Dies wird nur noch ein weiteres Mal der Fall sein, nämlich am Tag der Wahl für den territorialen Konvent. Der Bandit kommt mit seinen Kumpanen zu der Versammlung und will sich ebenfalls nominieren lassen. Diese Szenen zeigen besonders gut, welche Philosophien hier aufeinander treffen.

Gegen Ende des Filmes, nach dem "Duell", wird Tom sich in der Taverne vor Kummer und Selbstverachtung betrinken. Sein Verhalten, erinnert hier durchaus an Doc Holiday (Victor Mature) in "Faustrecht der Prärie" und seinen Selbsthass, den er mit Alkohol zu betäuben pflegt. Holiday ist zwar kein Verbrecher, wirkt aber wie ein Ausgestoßener und ist es aufgrund seiner persönlichen Situation auch. Im Falle von Tom Doniphon erfahren wir als Zuschauer erst später, wie und warum es zu seinem Zusammenbruch kam...

Tom und Liberty sind, obwohl sie im Grunde derselben Welt, nämlich dem Old West angehören, Gegenspieler hinsichtlich der Werte, für die beide repräsentativ stehen. Tom ist der ehrliche, aufrechte Rancher, der sesshaft sein, heiraten und eine Familie gründen will. Liberty ist der gewalttätige Outlaw, ein Soziopath, der überall dort lebt, wo er seinen Hut aufhängen kann und sich einfach nimmt, was er will. Dies ist seine Definition von Freiheit und ihrer Wertigkeit, die der Bandit bereits in seinem Namen trägt. Wenn es also nach dem Duell heißt: "Liberty is dead!", ist dies im Kontext der Ereignisse durchaus mit einer ironischen Doppeldeutigkeit behaftet.

Freiheit der Presse, Demokratie, das Recht auf Selbstbestimmung und das Streben nach staatlicher Souveränität: Was mit dem fiktiven Städtchen Shinbone passiert, steht exemplarisch für die Pionierzeit der Vereinigten Staaten. Hier wird der Aufbruch einer ganzen Nation in eine neue Ära gezeigt. Das Städtchen, in das Bildung, Recht und Gesetz in der Figur des jungen Anwalts aus dem Osten Einzug gehalten haben, blüht weiter auf und profitiert später auch von der Eisenbahn, für die das Gebiet erschlossen wurde. Der junge Stoddard war noch gezwungen, mit der Kutsche auf unsicheren Pfaden zu reisen, der alte Mann genießt mit seiner Frau die Annehmlichkeiten des Schienenweges. Der technische Fortschritt bricht sich seine Bahn. Das Eiserne Pferd, dem John Ford bereits in seiner Stummfilmzeit filmisch Referenz erwiesen hatte, (The Iron Horse, dt. Das Feuerroß, 1924) ersetzt immer mehr das Pferd aus Fleisch und Blut. Nachrichten werden in bemerkenswert kurzer Zeit per Telegrafie übermittelt. Und die kleine Lokalzeitung ist zu einem Massenmedium geworden, das landesweit berichtet.

Wie so oft erzählt John Ford eine ganz auf die Figuren zugeschnittene, vielschichtige, sehr intime Geschichte, die vor dem Hintergrund wichtiger Ereignisse der US-Geschichte spielt, wobei das genaue Jahr in diesem Film wohl absichtlich ungenannt bleibt. Er kann sich dabei wieder auf ein starkes Drehbuch und bis in die Nebenrollen hervorragende Schauspieler verlassen. Dass James Stewart und John Wayne bei den Dreharbeiten eigentlich schon zu alt für ihre Rollen waren, fällt bei der packenden Inszenierung gar nicht auf. Dank einiger kauziger Nebenfiguren bleibt auch der typische Ford- Humor nicht auf der Strecke. Die Kabbeleien zwischen dem Ehepaar Ericsson sorgen ebenso für amüsante Momente wie Hallies resoluter Umgang mit der Männerwelt. All diese mit Humor gewürzten Szenen bieten aber immer auch ein Kompendium der Schlüsselthemen, um die es in diesem Film geht. Besonders die Schulstunde, die von Tom Doniphon abrupt beendet wird, ist ein subtiler Geniestreich. John Ford in Bestform!

Eine Überzeichnung von Charakteren wie dem Mann des Gesetzes Link Appleyard oder dem Mann der Presse Dutton Peabody nimmt Ford jedoch nicht einfach nur vor, um beim Publikum für Lacher zu sorgen. Indem er solche vermeintlich einflussreichen Charaktere absichtlich deutlich karikiert und John Waynes Figur dazu die passenden Kommentare abgeben lässt, verleiht der Regisseur seinem eigenen, im Laufe der Jahrzehnte immer tiefer gewordenen Pessimismus Ausdruck. Denn die Ernsthaftigkeit seines Anliegens verliert John Ford zu keiner Sekunde aus den Augen. Der Entwicklung der Figuren, vor allem dem Aufstieg Ransom Stoddards und dem gleichzeitigen Niedergang Tom Doniphons, gilt sein ganzes Interesse. Für Männer vom alten Schlag wie Tom Doniphon wird in diesem Westen, betrachtet man den unaufhaltsam fortschreitenden Lauf der Geschichte, kein Platz mehr sein. Die Bitternis, die in all dem liegt, was Ford dem Publikum hier vorsetzt, ist unübersehbar.

Stoddard macht Karriere in der Politik. Er wird auf dem Konvent als Vertreter im Kongress in Washington nominiert. Er wird Hallie heiraten, die eigentlich Toms große Liebe war, und fortan als Legende gelten. Doch wie das mit Legenden so ist: Sie haben eine ganz eigene Wahrheit...

Der alte Senator erzählt der Presse, was wirklich geschah in jener Nacht, als es zum Duell kam. Doch diese Version wird nie jemand lesen, so entscheidet der Journalist, nachdem er die ganze Geschichte gehört hat. Denn das ist der Westen, und die Legenden sollen um jeden Preis bewahrt werden: "If the legend becomes fact, print the legend!"

Mit dem Thema der typischen Legendenbildung im amerikanischen Westen hat sich John Ford, zumindest ansatzweise, bereits in "Bis zum letzten Mann" (Fort Apache, 1948) kritisch auseinandergesetzt. Am Ende erzählt Captain Kirby Yorke (John Wayne) eine geschönte Version der "Verdienste" von Colonel Thursday (Henry Fonda). Dieser bleibt auch nach seinem Tod als Held in Erinnerung, obwohl er in seiner Arroganz und Verbohrtheit seine Männer in ein Massaker führte. Wir, die Zuschauer, haben aber im Bild gesehen, wie es wirklich war. Dadurch dass Ford dem Publikum die Wahrheit zeigt, macht er deutlich, dass Geschichte letztlich von Menschen zu Papier gebracht und überliefert wird, und demzufolge nicht unbedingt korrekt sein muss. Nun schließt sich in "The Man, Who Shot Liberty Valance" auch dieser Kreis. Den tödlichen Schuß auf den Outlaw gab nicht der Senator ab...

"Get out of that shadow, dude", sagt der Bandit zu seinem Kontrahenten, als die beiden sich zum Duell gegenüberstehen. Und Ransom Stoddard tritt ins Licht. Er ist nicht der Todesschütze. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Der Mann im Schatten hat geschossen. Tom Doniphon!

Da Valance in Wahrheit weder in einem Duell noch in einwandfreier Notwehr erschossen wurde, handelt es sich gewiss nicht um eine Heldentat. Auch wenn Tom seinem Rivalen Stoddard letztlich aus Liebe zu Hallie das Leben rettete: Es war Mord! Und alles, was danach geschah war im Grunde eine einzige große Lüge! Zurück blieben ein als Held verehrter Stoddard und ein für immer gezeichneter Tom Doniphon.

Ford nimmt hier natürlich auch den verlogenen, theatralischen (amerikanischen) Polit-Zirkus aufs Korn. Auch wenn einer wie Stoddard eigentlich ein anständiger Kerl ist und gute Ansichten vertritt: Sobald man in die Mühlen eines solchen Zirkus gerät, ist das meiste letztlich doch nur eine Show.

Für Stoddard, und auch für seine Frau, gibt es aus dem Kreislauf der Lüge letztlich kein Entkommen mehr, was am Ende des Filmes, als die beiden im Zug zurück nach Washington sitzen, noch einmal deutlich wird. Die Legende, so zeigt es der letzte Satz aus dem Munde eines eifrigen, hilfsbereiten Zugbegleiters, wird weiterleben, auch und gerade im Bewusstsein des kleinen Mannes, der repräsentativ für die amerikanische Bevölkerung steht. Zudem offenbart die Kaktusrose auf Tom Doniphons Sarg,-passend dazu erklingt wieder das musikalische Motiv vom Anfang- wie tief Hallie, die sich all die Jahre danach sehnte, Washington zu verlassen und wieder in Shinbone zu leben, für diesen Mann gefühlt haben muss: "My roots are here. I guess my heart is here..."

Die Bluray bietet zum 50. Jahrestag dieses Klassikers einen hervorragenden Transfer. Der Kauf lohnt wirklich, auch wenn die Scheibe leider ohne Extras daherkommt. In puncto Bild-und Tonqualität toppt diese HD-Disc die alte DVD, die ebenfalls schon sehr gut war.

Das Bildformat liegt im anamorphen Widescreen-Format in 1.1:78 vor. Auf einem entsprechend kompatiblen Fernseher erscheint der Film praktisch ohne Balken. Das Bild wurde spitzenmäßig restauriert, weist praktisch keine Verschmutzungen oder Defekte mehr auf. Schärfe und Kontrast sind für einen Film dieses Alters beispielhaft.

Es gibt mehrere Ton-und Untertitelspuren. Der aufbereitete englische Ton liegt in Dolby Digital True HD 5.1 vor und klingt phantastisch. Die anderen Tonspuren erklingen lediglich in "normalem" Dolby Digital 1.0 Mono, sind aber ebenfalls sehr gut verständlich. Obwohl es sich meiner Meinung nach um eine durchaus gelungene deutsche Synchronisation handelt, ziehe ich das amerikanische Original vor, da die Dialoge in der Original-Version einfach noch tiefgründiger sind.

James Stewart wird von seinem Standard-Sprecher Siegmar Schneider synchronisiert und John Wayne von dem unvergleichlichen Arnold Marquis. Auch die Sprecher der anderen Charaktere passen und machen ihre Sache sehr gut.

Wie schon bei der alten DVD handelt es sich um die ungekürzte Original-Version mit den wieder eingefügten Szenen. Diese Szenen mussten mit anderen Stimmen synchronisiert werden, da die Original-Sprecher bereits verstorben waren. Diese Version lief in den 1990er Jahren erstmals im ZDF.

Ein zeitloser Klassiker über Amerika, das Ende des Old West, die Medien und die Macht des Mythos. Komplex, packend, tragisch, ironisch bitter und mit dazu passender Schlusspointe: Für den Mann, der Liberty Valance erschossen hat, ist das Beste gerade gut genug.

Für mich persönlich ist "The Man, Who Shot Liberty Valance" neben "The Searchers" und "My Darling Clementine" einer der drei besten Western von John Ford. Ein Film, den man gesehen haben sollte auch weil er wie die beiden anderen Filme so viel mehr ist als einfach nur ein Western!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der ersten Spätwestern!, 22. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Mann, der Liberty Valance erschoss (DVD)
John Ford hat noch einmal ein Meisterwerk und einen Meilenstein des Western Genres abgeliefert. Alle seine Filme die nacher kamen waren leider nur mehr schwach und passen so gar nicht zu den sonst glänzenden Filmen von Ford. Aufnahmen von Landschaften und reitenden Helden sind nicht mehr wichtig. Die Darsteller allen voran das Duo James Stewart und John Wayne machen den Film aus. Einer der ersten Spätwestern der den Wilden Westen nicht mehr romantisch oder als Heldenepos darstellt. James Stewart spielt einen Anwalt der Recht in ein Westernstädtchen bringen will. Dort herrscht aber ein anderer Ton, Liberty Vallance kongenial von Lee Marvin dargestellt, terrorisiert die Stadt. Auch John Wayne spielt so etwas wie eine typische Western Figur, doch sein Charakter sieht ein dass die alten Zeiten ohne Recht und Gesetz nun ein Ende haben. Langsam kommt die Zivilistation in den Wilden Westen. Doch so scheint es kann so ein Übergang nicht ohne Gewalt passieren. Nicht zu vergessen, dass auch wiederum eine Frau (Vera Miles) im Mittelpunkt steht.

Klasse Western von Altmeister John Ford der noch einmal sein ganzen Können zeigt. Für Western Fans ein Muss, vor allem auch wenn die anderen Ford Western kennt. Toller Western mit einem gehörigen Schuss Tiefgang und Melancholie.

Bild und Ton sind in Ordnung. Leider keine Extras ausser einem Trailer. Das Plakat entschädigt etwas dafür. Klasse Film daher volle Punkte.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen super Film aber BluRay muss nicht sein, 4. August 2012
Von 
Thomas Fuerst (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Über den Film müssen keine Worte verlorn werden. Für mich einer der besten Western überhaupt. Tiefgründig, politisch, hervorragend gefilmt und gespielt. Für den Film ***** 5 Sterne.

Die BluRay ist gut umgesetzt. Tatsächlich ist das Bild besser, als auf DVD. Allerdings nicht soviel besser, dass ein Neukauf aus meiner Sicht wirklich erforderlich ist. Tatsächlich wirkt das S/W-Bild plastisch und auch in dunklen Bereichen sehr scharf und kontrastreich. Ausgestattet ist die BluRay unterirdisch. Extras? Warum sollte man den Kunden unnötig mit Schnick-Schnack belasten? Für die BD daher *** 3 Sterne

Im Ergebnis somit **** 4 Sterne
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter HD Transfer, 15. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zum 50 Geburtstag von John Fords grossartigem Abgesang auf sein Genre spendiert Paramount dem Film einen aufwändigen HD-Transfer.
Die Bildqualität ist hervorragend. Gegenüber der bisher besten Version(Paramount Centennial Collection, NTSC-Region1)gibt es einen deutlichen Zuwachs an Schärfe, Auflösung und Kontrast. Auch die Grauwerte sind schön leiden aber, wie der gesamte Film, etwas unter der übertriebenen Kornreduzierung. Ein wenig mehr Filmkorn würde aus dieser Paramount Blu-Ray einen perfekten HD-Transfer machen.

Bonus Material gibt es leider gar keins, mal wieder der typisch deutsche Dünkel gegenüber diesem Genre. Evtl. bringt die US-Version da mehr. Ansonsten die schon erwähnte DVD zukaufen. Die hat eine eigene Bonus-DVD mit sehr gutem Material.
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Der Mann, der Liberty Valance erschoss
Der Mann, der Liberty Valance erschoss von John Ford (DVD - 2003)
EUR 11,49
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