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am 5. August 2006
Der Name Pablo Casals wird stets mit seiner Einspielung der sechs Sonaten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach verbunden bleiben; diese wurden in den Jahren zwischen 1936 und 1939 für His Master's Voice aufgenommen und sind in einer vielseits gelobten Edition bei Naxos wieder veröffentlicht worden. Wen wundert's, dass weitere Casals-Aufnahmen da nicht ganz mithalten können, auch wenn sie, wie hier, sehr schön eingespielt und liebevoll restauriert wurden? Casals und seine Plattenfirma His Master's Voice ließen sich für die Einspielung der fünf Beethoven Sonaten neun Jahre Zeit, vermutlich auch deshalb, weil sie ursprünglich gar nicht vorhatten, alle Sonaten aufzunehmen. Als erstes erschienen die Sonate Nr. 3 in A-Dur, Op. 69, und das G-Dur-Minuet auf drei Schellackplatten (sechs Seiten); die Aufnahme entstand im März 1930 in London, Pianist war der Wiener Otto Schulhof. Die Aufnahmetechnik stellt Casals sehr in den Vordergrund, und Schulhof darf, so gut er kann, dezent im Hintergrund begleiten. Mark Obert-Thorn griff für diese Aufnahme auf amerikanische Pressungen des Victor-Labels zurück, und der Klang, wiewohl nicht vom typischen Rauschen frei, ist erstaunlich gut geraten.

Im November 1936 wurde dann Beethovens Sonate Nr. 4 in C-Dur, Op. 102,1, in EMIs Abbey Road-Studio aufgenommen, und ein Tag später folgte die zweite Cellosonate von Johannes Brahms in F-Dur, Op. 99. Am Klavier war ab jetzt Casals' langjähriger Freund Mieczyslaw Horszowski, und es liegt sicher nicht nur an der Aufnahmetechnik, wenn man jetzt das Gefühl hat, dass von nun an zwei gleichwertige Partner auftreten. Beim Brahms, eine von der Kritik gefeierte Aufnahme, konnte Obert-Thorn wie zuvor auf Victor-Pressungen zurückgreifen, die verhältnismäßig "leise" waren; beim Beethoven war er jedoch auf britische HMV-Pressungen angewiesen, deren Qualität der der amerikanischen Platten nicht ganz entsprach und die deshalb mit moderner Computer-Technik bearbeitet wurden, um einen einigermaßen sauberen Klang zu produzieren.

Erst im Juni 1939 wurden schließlich die restlichen Stücke aufgenommen: Beethovens Cellosonaten Nr. 1 und 2 in F-Dur bzw. g-moll, Op. 5, 1+2, sowie die Sonate Nr. 5 in D-Dur, Op. 102,2. Die Aufnahmen entstanden in Paris, sind jedoch qualitativ denen aus London mindestens ebenbürtig. Dazu kommt, dass Casals und Horszowski anscheinend in Topform waren; Tully Potter meint in seinen nur englisch verfassten Notizen: "Die beiden frühen Sonaten klingen so, als würden sie von Heranwachsenden gespielt, so unwiderstehlich ist stellenweise ihr rhythmischer Elan, wie beispielsweise im Finale der F-Dur-Sonate, doch kommt die ganze Erfahrung des Duos in der großen D-Dur-Sonate zum Tragen ..."
Diese zu Kriegszeiten erschienenen Schellackplatten wurden ebenfalls digital mit neuester Computertechnik bearbeitet; dennoch gibt es auch hier ein nicht zu überhörendes Grundrauschen.

Insgesamt zwei CDs, die Pablo Casals' Schaffen bestens dokumentieren, ohne, wie gesagt, an seine Bach-Aufnahmen heranreichen zu können.
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