Amazon.de: Kundenrezensionen: Stalingrad [UK Import]

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wäre der ganze Film so wie die letzte Szene. . ., 16. November 2003
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
1942. Die erste Szene zeigt badende Landser an der italienischen Küste, unbeschwert und mit den Strandschönheiten schäkernd - ein gewollter, starker Kontrast zu den Bildern, die folgen werden. Aber legitim. Die Männer haben die Kämpfe in Afrika mitgemacht und jetzt Erholungsurlaub - bald werden sie an die Ostfront geworfen: nach Stalingrad. . .
Der erbarmungslose Häuserkampf dort wird schonungslos dargestellt, die Anonymität des Gegners wird in einer bewegenden Szene durchbrochen, als in einer Feuerpause beide Seiten ihre Versehrten bergen und ein russischer Junge einen schwerverwundeten Kameraden bittet, nicht zu sterben . . .
Das Wirrwarr bei der Einkesselung aber geht in der Geschichte der Männer des Leutnants v.Witzland unter, ganz fehlt aber die Atmosphäre der fiebrigen Erwartung auf einen Ausbruchsversuch der 6.Armee, dann auf einen Entsatz durch die Panzergruppe Hoth, die jeden einzelnen Soldaten vom einfachen Rekruten bis zur Armeeführung um General Paulus ergriff. Erst durch die panischen Szenen auf dem Flughafen Pitomnik, wo schließlich die einzige schwache Möglichkeit bestand, durch Ausfliegen dem sicheren Tode zu entkommen, spiegelt sich etwas von dem wider, was „Stalingrad" für die 6.Armee und für das deutsche Volk bedeuteten.
Mehrere Fernsehdokumentationen machen durch Gespräche mit Überlebenden diese Stimmung, das Hoffen und Verzweifeln einer eingeschlossenen, durch Hunger und barbarische Kälte leidenden Armee deutlicher als dieser Film, der erst in den letzten Szenen die Katastrophe ahnbar macht.

Warum aber wurde sie überhaupt eingekesselt, warum durfte sie nicht ausbrechen, warum nicht kapitulieren ? Die Schuldfrage - hier geradezu exemplarisch für den ganzen Krieg zu beantworten - wird nicht gestellt. Hitler und sein wahnsinniger Durchhaltebefehl wider alle Vernunft, Göring und seine prahlerische Lüge von der möglichen Luftversorgung, aber auch die hohe Generalität, vor allem verkörpert durch Generalfeldmarschall v.Manstein, der durch Verschleierung von Informationen Paulus und somit die ganze ihm unterstellte Truppe im Unklaren ließ, sind direkt verantwortlich für den erbärmlichen Tod von letztlich Hunderttausenden.

Das Leiden der Eingeschlossenen, die nicht kapitulieren durften, wird erst in den letzten Bildern gezeigt - die schweren Erfrierungen, Ausschläge, Hunger.
Das stille Sterben der beiden letzten Überlebenden der Kompanie in der Eiswüste ist wohl tatsächlich das eindringlichste Bild des Films. Man muß sich verdeutlichen, daß dies sich zigtausendfach abgespielt hat - und nicht erst nach der Kapitulation der letzten Verbände, von denen nur 5000 überlebten - von einst 270 000. Verhungert, erfroren, Seuchen erlegen und gefallen - und durch die verlogene Goebbels-Propaganda noch weiter mißbraucht.

Die schauspielerische Leistung der Protagonisten ist gut, am besten von Dominique Horwitz, dessen Rolle als Obergefreiter Fritz Reiser aber wohl auch am meisten hergibt.
Schade ist, daß das Medium DVD nicht ausgereizt wurde - neben dem Film hätte ich mir am ehesten eine Dokumentation der Ereignisse gewünscht, die die fehlende Gesamtschau liefert. Mittlerweile gibt es eine solche Ausgabe mit zusätzlicher Dokumentations-DVD .
Viele Bücher und Dokumentationen haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt - ich empfehle die Erinnerungen des ehemaligen Adjudanten der 6.Armee Wilhelm Adam :"Der schwere Entschluß", meines Wissens nur noch antiquarisch aufzutreiben, und die - wegen der vielen eindrücklichen Gespräche mit Überlebenden wirklich gelungene - Fernsehdokumentation von Guido Knopp.

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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen eines der besten antikriegsfilmen, 6. Mai 2002
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
für mich gehört dieser film in die selbe sparte wie "das boot".
der film braucht sich nicht hinter den filmen aus hollywood zu verstecken (der soldat james ryan, der schmale grat etc.).
sehr entäuschend sind die extras auf der dvd (es gibt keine) und
auch der ton ist nicht berauschend (weder dolby digital noch 5.1).
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Irgendwo in Stalingrad, 28. Mai 2001
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
Dieser Film hätte lieber den Titel "Irgenwo in Stalingrad" tragen sollen, denn anders als bei "Hunde wollt ihr ewig leben?" zeigt uns dieser Film nur einen kleinen Auschnitt aus den Tagen im Winter 42/43, der zum Teil zu klein ist, um alles, was sich abspielte, zu begreifen, aber was er zeigt, ist gut umgesetzt, und die Effekte sind brauchbar! Ein guter deutscher Film über ein schlechtes Kapitel deutscher Geschichte?
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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber nicht Vilsmaiers Genre, 7. Juli 2003
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
Der Film ist sehr gut besetzt, auch die Kamera beschwört sehr eindringliche Bilder., Aber insgesamt ist der Streifen nur streckenweise brauchbar inszeniert. Man merkt sehr deutlich, daß sich Vilsmaier auf fremdem Terrain befindet. Anti-Kriegsfilme sind eindeutig nicht sein Genre. Manchmal drückt er einem die Klischees dieser Gattung wie in einen Wattebausch getränkt ins Gesicht, allen voran den ultrabösen Nazi-Offizier, der in keiner Abhandlung über den 2. Weltkrieg fehlen darf. Außerdem werden hier die damals verratenen Werte wie "Kameradschaft", "Opfermut" und "Tapferkeit" nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Positiv: der russische Gegner wird als Mensch wahrgenommen und behandelt.
Auch die Charaktere innerhalb der deutschen Truppe sind sehr differenziert dargestellt. Insgesamt aber überwiegt doch der Eindruck, Vilsmaier habe UM JEDEN PREIS ein Antikriegs-Drama drehen wollen. So gerieten manche Sequenzen einfach zu vordergründig laut und zu gewollt brutal, als daß sie nachhaltig beeindrucken könnten. Die beste und ergreifendste Szene ist jene am Schluß, als die beiden entkräfteten Soldaten in öden weißen Weite zusammenbrechen und miteinander erfrieren. Mehr solcher leisen Zwischentöne (Erfrieren, Hunger, Seuchen usw.) hätten wahrscheinlich eine Fünf-Sterne-Wertung bewirkt. So bleibt es nur bei vier.
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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ES GEHT AUCH ANDERS, 18. Mai 2003
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
ENTGEGEN ALLER GEWÖHNLICHEN KRIEGS/ANTIKRIEGSFILME GEHT ES HIER
NICHT UM BLINDES GEMETZEL WIE IN DEN MEISTEN HOLLYWOODSTREIFEN.
JEDER, DER DIESEN FILM GESEHEN HAT, WIRD HOFFENTLICH VERSTEHEN
WAS KRIEG HEIST. HIER WIRD KEIN PATRIARCHISCHES BILD ERSTELLT,
SONDERN DIE HÄRTE DES KRIEGES IN FORM VON WAHNSINNIGEN BEFEHLEN
UND UNGESCHÖNIGTEM VORGEHEN GEZEIGT. WAS Z.B. BEIM "SOLDATEN
JAMES RYAN" DAHERKOMMT (AM ANFANG KNALLT ES JEDE MENGE UND
DANCH KOMMT EINE GESCHICHTE, DIE ZUM HIMMEL SCHREIT)WIRD HIER
VÖLLICH ANDERS DARGESTELLT. DIE ÄNGSTE, DAS MENSCHLICHE GEFÜHL
DER EINZELNEN WIRD HIER IN DEN VORDERGRUND GESTELLT. HIER GEHT
ES NICHT UM BLUT, SIEG UND HELDENTUM.
LEIDER IST DER SOUND NUR IN DOLBY STEREO. DIES SOLLTE HIER
ALS MAKEL FESTGEHALTEN WERDEN. ANSONSTEN DER BESTEN FILM
DIESES GENRES DEN ICH JE GESEHEN HABE. SELBST PLATOON KOMMT
HIER NICHT MIT. 5 STERNE FÜR DEN FILM UND SEINE GESCHICHTE.
LEIDER MUSS ICH EINEN ABZEIEHEN FÜR DEN BEREITS ERWÄHNTEN SOUND.
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0 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Film ist sehr realitätsnah, 1. August 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Stalingrad (DVD)
Der Film schildert die vertweiffelung der Soldaten der 9. Armee und ihren werdegang.
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Stalingrad [UK Import]
Stalingrad [UK Import] von Dominique Horwitz (DVD - 2001)
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