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4.0 von 5 Sternen Der frühe Norrington, 22. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Mozart - Symphonies Nos. 38-41 (MP3-Download)
Der Titel hört sich so an, als seien dies Aufnahmen aus seiner frühen Zeit. das stimmt nicht, sie sind aus der Zeit, die Norrington mit den london classical players hatte.

Diese Sinfonien hat Norrington 2005 nochmals mit seinem Stuttgarter Orchester aufgenommen.

Er muss sich mit sich selbst vergleichen. Der Zyklus in Stuttgart wurde begeistert aufgenommen. Eine Stmme."Zu wirklicher Größe läuft das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart in der von hohem dramatischem Impetus durchdrungenen g-Moll-Sinfonie KV 550 auf. Fern aller dröhnenden Klobigkeit entfalten Norrington und sein Orchester hier eine Klangwelt, die dem Ausdrucksspektrum dieses grandiosen Werkes ganz neue Facetten zu verleihen vermag. Durch die Verdopplung der Holzbläser erhalten diese ein Gewicht, das zuweilen ganze Satzverläufe in ihrer Atmosphäre kippen lassen. Was sonst von den melodischen Figuren der Streicher beherrscht scheint, bekommt durch präsentes Holz und klanglich vorgezogene Hörner hier eine dunkle Färbung, dabei fast frühromantische Stimmungswelten evozierend. Auch manch Gegeneinander von weit gezogener Streichermelodie und kleingliedriger Bläserfiguration erhält durch die Stärkung der Letzteren eine neue Tönung. Neben diesen aufregenden Schattierungen ist es auch das Alternieren von Tutti und zurückgenommener Besetzung in den Piano-Passagen, die hier für hohe Kontraste einstehen; eine Idee des Dirigenten, die durchaus wirkungsvolle Ergebnisse zeitigt. Norrington muss hier nicht den Sinfoniesatz als im Tempo stark divergierende Opernszene auffassen, um in der g-Moll-Sinfonie neue dramatische Tiefen auszuloten."

In der Tat hat sich Norrington in den zwanzig Jahren deutlich weiterentwickelt. Seine Stuttgarter Versionen sind noch differenzierter, reicher als die früheren Aufnahmen mit den london classical players. Auch wenn sie nicht im Originalklang erklingen, sind doch viele Prinzipien der historischen Spielweise verwirklicht ( kein Vibrato).

Das Bessere ist des guten Feind. Zumindest bei Mozart und Haydn würde ich heute eher zu den Stuttgarter Versionen greifen, bei Beethoven finde ich, sollten beide nebeneinanderstehen, allerdings, wenn ich nur eine besitzen dürfte, wäre es auch die aus Stuttgart.

Es ist fascinierend, zu hören, wie sich dieser wunderbare Dirigent entwickelt, was an Entwicklung möglich ist.

Die frühe Aufname ist beileibe nicht schlecht, die neueren sind aber noch spannender.
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Sinfonien 38-41
Sinfonien 38-41 von Roger Norrington (Audio CD - 2002)
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