Amazon.de: Kundenrezensionen: Ein Mann zu jeder Jahreszeit

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Willkür statt Gesetz, 10. Juni 2005
Henry VIII von England entwickelte sich von einem ehrgeizigen Jüngling zu einem unbarherzigen Despot. Viele Menschen haben unter seiner Herrschaft das Leben lassen müssen, egal ob schuldig oder unschuldig.
Wer sich unbeliebt bei dem König machte, musste damit rechnen, dass er bald seinen Kopf verliert.
Der König nannte einst Thomas More als seinen besten Freund und schätzte seine Ehrlichkeit. Thomas More machte sich später unbeliebt indem er nicht einverstanden war mit dem Königs Wunsch, eine neue Frau zu heiraten.
Dennoch war das nur die Oberfläche von More's Widerstand. Als Richter und gläubiger Katholik erkannte More die Gefahr, die England drohte und zwar von der Willkür des Königs. Niemand steht über das Gesetz, denn ohne Gesetze sind die Menschen wehrlos, sie können als Volk nicht mehr bestehen.
Während alle Untertanen des Königs das Verhalten Heinrichs ohne weiteres als normal akzeptiert hatten, sogar die Kirchenoberhäupter hatten ihn als Oberhaupt der neuen anglikanischen Kirche akzeptiert, damit sie weiter überleben konnten, landete Thomas More im Gefägnis. Einzig seine Familie hielt zu ihm.
Mit viel Eifer haben alle zuständigen Beamten im Gericht Sir Thomas zum Tode verurteilt. Ein lächerlicher Prozess geführt von lächerlichen Männern. Sir Thomas blieb bis zu seiner Hinrichtung würdevoll, nämlich ein Mann zu jeder Jahreszeit, im guten wie im schlechten, ein Hiob oder Luther, der nicht anders konnte.
Die Menschen aber die auf dem König gesetzt hatten, wurden früher oder später auch vom König zum Tode verurteilt.
Das ist nämlich Willkür: man weiss nie was der Morgen bringt.
Dieser Film hat zurecht die sechs Oscar verdient. Im original, auf englisch, ist er noch besser.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Not quite Utopia, 8. März 2006
Diese Rezension stammt von: A Man For All Seasons [UK Import] (DVD)
Films such as this are rare today; 'A Man for All Seasons' turns not on action sequences of battles past or present, nor on love affairs, or indeed political issues that have a burning relevance for today. It is not a comedy, nor a tragedy in the classic sense. In a word, it would seem to have little to recommend it -- however, it is one of the best film ever produced. Turning largely on the issue of personal integrity and the conflict of competing calls to faithfulness, this is a drama of the interior struggle of Sir Thomas More, Lord Chancellor of England, writ large across the political/religious landscape of Henry VIII's England.

The whole tone of the film is excellent. From the opening scenes of couriers dashing from Wolsey to More, backdrops of pre-Renaissance England fill the screen, from the magnificent but appropriate un-ornate manor houses and parliamentary scenes (the set of Westminster Hall, a building in which I once worked) to the costuming and music, period in style and instrumentation. The director Fred Zimmermann resisted the urge to provide orchestral music as a background; indeed, through much of the film, there is no music at all, as the drama itself carries the weight of the narrative and atmosphere. The cinematographer, Ted Moore, as well as the director received Academy Awards for their work.

This is an actor's film, the force of the drama being driven by their performances. Exceptional acting by John Hurt, Leo McKern, Nigel Davenport and Robert Shaw enhance lead actor Paul Scofield's Oscar-winning portrayal. Scofield presents the intellectual More as a character of supreme integrity (following Bolt's play perfectly), an integrity hard to maintain in the shifting sands of Henry VIII's drive to break with Rome to secure a divorce. More, as chancellor of England after Wolsey (portrayed in a slightly-more-than-cameo appearance by an effective but declining Orson Welles), was charged with maintaining both peace with the King and his faithfulness to the church, of which he was an acknowledged intellectual leader throughout Europe. In the end, the church won out -- as More said at his execution, 'I remain the King's good subject, but God's first.'

Hurt and McKern portray Richard Rich and Thomas Cromwell, schemers and social climbers of which royal courts are always full. Nigel Davenport as the friend who becomes an enemy, himself turned by the political tides, is also effective, but the best role beyond Scofield's is that Robert Shaw, who portrays the 'lion of England', Henry VIII, capricious and volatile, far too taken with his own sense of purpose and without many courageous enough to stand against him.

The roles of More's wife Alice (Wendy Hiller) and daughter Meg (Susannah York) are admirably played. Alice as the illiterate yet intelligent wife of More is concerned for the family's well-being; Meg as the educated daughter (More's experimental school practiced, generations ahead of its time, gender equality in education) almost steals the scene from Shaw at one point. Hiller's performance as More's companion up to the scene in the Tower is strongly portrayed, and she does not lose her character in the face of so many other powerful figures.

Rare in film-making today, the full force of the plot develops upon the device of Qui tacet consentit - silence implies consent. More relied on the legal idea that, so long as he did not speak out against the king, his silence implied consent and he was safe. However, as Cromwell (correctly) argued, More's silence was not meaningless, nor was it taken as consent by any who knew him. On this one point, More's integrity falters, for he was intelligent enough to know that the truth was different from the legal fiction; however, this was also the position he maintained regarding Henry's marriage to Anne Boleyn.

This is not a feel-good movie; indeed, the final narration makes one wonder rather at the idea of justice in the world. Yet it is a meaningful and stunning film, and one deserving of viewing by all.

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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Historisch wertvoller Film!, 25. März 2003
Ein Mann zu jeder Jahreszeit spielt aus dem Leben des Thomas Morus, einst unter König Heinrich VIII Lordkanzler von England. Da der Papst der Forderung des Königs einer zweiten kirchlichen Ehe nicht nachkommen kann, erklärt sich Heinrich VIII kurzerhand selbst zum Oberhaupt der Kirche von England und beseitigt alle seine Widersacher. Thomas Morus folgt seinem Gewissen und bleibt seinem Glauben treu, wofür er einen hohen Preis zahlen muss.
Das Faktum, dass Heinrich VIII nacheinander insgesamt sechs Frauen und gleich mehrere unter ihnen umgebracht hatte, geben der Haltung des Papstes und damit Sir Thomas Recht. Thomas Morus wird denn auch als Gewissensmärtyrer verehrt.
Paul Scofield beeindruckt in seiner Rolle des charakterstarken Mannes. Der Film wurde mit 6 Oscars (!) ausgezeichnet.
Ein Mann zu jeder Jahreszeit ist ein wertvolles Dokument zur englischen Geschichte des 16. Jahrhunderts und zur Tragödie der Kirchenspaltung. - Ein Muss für jeden England- und Geschichtsbegeisterten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Passiver Widerstand aus Gewissensgründen glaubwürdig dargestellt, 22. Juli 2008
Von Thorwald Franke (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Film schildert eindrucksvoll, wie Thomas Morus versucht, den Anforderungen der Obrigkeit einfach aus dem Weg zu gehen und sie nicht zu reizen. Thomas Morus ist kein Held vom billigen Format, der die Gefahr sucht. Aber die Obrigkeit wird gerade durch dieses Verhalten dazu gereizt, ihn herauszufordern, von ihm Bestätigung zu verlangen, ihn Schritt um Schritt in die Enge zu drängen, um ihn zu unterwerfen. Ähnliches hörte man schon von DDR-Dissidenten: Wenn der Staat sie einfach in Ruhe gelassen hätte, wären sie gar keine Dissidenten geworden. Es ist auch treffend dargestellt, wie Morus sich bewusst von seinen Freunden distanziert, um sie nicht ins Schlamassel mit hineinzuziehen. Es ist gut zu sehen, wie die Menschen um Morus von ihm Abstand nehmen, ihn sogar verraten oder persönliche Rache nehmen. Man sieht, wie schwer es ist, einen Standpunkt gegen die herrschende Meinung einzunehmen, welche sozialen Mechanismen plötzlich greifen und zu wirken beginnen, um den Dissidenten zu isolieren und zu zerstören. Und es ist gut zu sehen, wie die Macht unter dem Deckmantel der Galanterie plump und brutal ist, im Gegensatz zur Tochter von Morus, die gebildet und feinsinnig ist. Das alles ist kein Historienfilm, der eine historische Begebenheit dröge ableiert. Das ist ein Menschheitsdrama.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen VHS, 21. März 2008
Film über Thomas Morus. Ein Teil der englischen Reformationszeit wird hier vermittelt. Mir fehlen die Ereignisse um William Tyndale und die Auseinandersetzungen mit Luther usw. Dennoch der Film ist empfehlenswert. Man lernt eine Menge. Die DVD sollte man kaufen.
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