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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Klassiker als gute BluRay
Da ich die BluRay von Chinatown in einem Elektronik-Markt in Köln schon mitnehmen konnte, ein kurzes Statement für alle, die überlegen, die blaue Scheibe anzuschaffen.
Die Bildqualität ist eine Wucht. Schon die Neuauflage der alten DVD sah sehr gut aus, doch die BluRay ist noch einmal um längen besser. Sehr scharf, tolle Farben, kaum...
Veröffentlicht am 1. April 2012 von Amazon Customer

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66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutsche Blu-Ray völlig ohne Extras der US-Version!!
Während auf der US Blu-Ray (auch von Paramount) zahlreiche Extras (siehe unten) enthalten sind, sind auf der deutschen Blu-Ray überhaupt keine (!) Extras!!

Ich finde diese neue Veröffentlichungspolitik von Paramount (siehe z.B. auch "Über den Dächern von Nizza" Blu-Ray) gehört abgestraft! Eine Special Edition folgt ohnehin mit...
Veröffentlicht am 24. April 2012 von M. F. Mueller


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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Klassiker als gute BluRay, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Chinatown [Blu-ray] (Blu-ray)
Da ich die BluRay von Chinatown in einem Elektronik-Markt in Köln schon mitnehmen konnte, ein kurzes Statement für alle, die überlegen, die blaue Scheibe anzuschaffen.
Die Bildqualität ist eine Wucht. Schon die Neuauflage der alten DVD sah sehr gut aus, doch die BluRay ist noch einmal um längen besser. Sehr scharf, tolle Farben, kaum wahrnehmbares Filmkorn, ohne, dass das Bild künstlich geglättet wirkt, kurzum: der Film sieht umwerfend aus.
Einen Stern Abzug gibt es, da auf der BluRay nicht ein einziges Extra zu finden ist. Für einen solch brillanten Klassiker ist das wirklich eine Schande, zumal die auf DVD erhältliche Collectors Edition immerhin etwa eine Stunde an Bonus-Material bieten konnte. Warum wurde nicht wenigstens dieses mit auf die BluRay gepresst?
Zum Film an sich haben andere bereits alles gesagt: ein perfekter Film, zeitlos und zurecht als Meisterwerk der Filmgeschichte gehandelt.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New Hollywood in Höchstform, 29. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Chinatown (DVD)
Als Jake Gittes, Privatdetektiv im L.A. der 30er Jahre, einen scheinbar untreuen Ehemann beschattet, kann er nicht ahnen, dass der Routinefall zu einem labyrinthischen Alptraum mutiert. Meisterhaft entwickelt "Chinatown" das Porträt einer fundamental korrupten und amoralischen Welt, in der es keine Gewissheiten mehr gibt. Hinter jeder mühsam erworbenen Erkenntnis verbirgt sich eine weiteres, noch abgründigeres Geheimnis.
Polanskis "Chinatown" ist ein Film von bestechender Qualität. Als brillant inszeniertes Sittenpanorama mit exzellenten Dialogen besticht er auf jeder Ebene - Darstellung, Ausstattung, Musik - durch Spitzenleistungen. In der Gittes-Rolle liefert Jack Nicholson (bevor er zur selbstverliebten Grinsefresse mutierte) seine stärkste und glaubwürdigste Darstellung ab.
Einer der ganz großen Filme nicht nur der 70er Jahre und ein Musterbeispiel für perfektes Filmemachen. Hier noch ein paar andere interessante Paranoia-Thriller der Nixon-Ära: "Der Marathon-Mann", "Zeuge einer Verschwörung", "Die 3 Tage des Condor", "Die Unbestechlichen", "Die heiße Spur", "Der Dialog".
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen -----___-----Polanskis zeitloser Klassiker-----___-----, 25. Dezember 2007
Chinatown ist aus heutiger Sicht der Filmklassiker schlechthin und zeigt Jack Nicholson in einer seiner besten Rollen. Kaum ein anderer Schauspieler unserer Epoche würde es schaffen so glaubwürdig den zynischen, charismatischen und wortgewandten Privatdetektiv Jake Gittes zu spielen und rüber zu bringen. Dieser ist ein Mann den keine Situation mehr überraschen kann und sich von niemanden etwas vormachen lässt, schon gar nicht von seinen Widersachern. Jedoch hat er auch eine andere Seite die man ihm auf den ersten Blick nicht ansehen mag. Er besitzt einen hohen Gerechtigkeitssinn und würde niemals andere betrügen oder ungerecht behandeln da er seine Prinzipien hat. Der Film wurde vom Roman Polanski gedreht und gehört für mich zu den besten Filmen aller Zeiten die heute kaum noch vorzufinden sind, jedoch hatte er bei der Oscarverleihung gegen den eben Falls genialen zweiten Teil des Paten keine Chance. Gleichzeitig war es für den Regisseur damals eine enorme Überwindung zurück in die Staaten zu fliegen da seine hochschwangere Frau Sharon Tate dort einige Jahre zuvor von der Manson Family auf bestialische Weise ermordet wurde.

Der Privatdetektiv Jake Gittes erhält den Auftrag einen vermeidlich treulosen Ehemann, den bei den Stadtwerken arbeitenden Chefingenieur Hollis Mulwray, nachzuspüren. Seine angebliche Gattin vermutet das ihr Mann ein Verhältnis mit einer anderen Frau habe. Was sich zunächst nach einem langweiligen Routinejob für Gittes anhört stellt sich mit der Zeit als wesentlich komplizierter raus. Mulwray begibt sich in die Nähe von beinahe ausgetrockneten Flussbetten am Rande der Stadt und zu den riesigen Abflussrohren der Wasserwerke die sich an einsamen Orten irgendwo zwischen Los Angeles und dem Meer befinden. Dieser Herr scheint zunächst alles andere im Schilde zu führen als seine Ehefrau zu betrügen. Als Jake ihn letztendlich doch noch mit einer fremden jungen Frau beobachtet schießt er seine Beweisfotos welche er seiner Klientin besorgen sollte. Am nächsten Tag erscheint eine der Aufnahmen überraschender Weise in der Zeitung was nicht spurlos an dem Ruf von Jake Gittes vorbeigeht und plötzlich erscheint eine weitere, sehr elegante Dame, in seinem Büro die sich als die wahre Ehefrau von Hollis Mulwray vorstellt.

Der Film Chinatown spielt in den späten 30er Jahren während in Kalifornien eine Dürreperiode herrschte. Nur wenige Filme schaffen es jedoch den Zuschauer in die frühere Zeit zu versetzen da sich viele Filmemacher nicht ausreichend die Mühe machen genau zu recherchieren und die jeweilige Epoche glaubwürdig wiederauferstehen zu lassen. Bei Chinatown ist das jedoch anders und die ruhige Erzählweise sowie der unverwechselbare Soundtrack von Jerry Goldsmith der zu seinen besten gehört, lassen die damalige Zeit lebendig werden.

Mulwrays Frau die über den Skandal empört ist, möchte Jake Gittes zunächst verklagen da nicht sie sondern eine unbekannte Person ihn beauftragt hat ihren Mann nachzuspionieren. Doch kurz darauf wird Mulwray tot aufgefunden, er ist offenbar gestürzt und dabei ertrunken da seine Leiche in einem Abflusskanal entdeckt wurde. Kurz darauf wird ein Obdachloser im Leichenschauhaus angeliefert der in einem großen, angeblich unbenutzten Abflussrohr Quartier bezogen hat und trotz der unerträglichen Hitze und Wasserknappheit ebenfalls ertrunken ist. Sollten die Wasserwerke die dem schwer reichen Noah Cross gehören in dieser schlimmen Dürrezeit einfach so viel von diesem kostbaren Gut heimlich ableiten das ein Mensch darin ertrinken kann? Jake beginnt nun zu verstehen das er reingelegt worden ist, vielleicht um den Ingenieur ermorden zu können. Zuvor hatte der Mann sich auf einer öffentlichen Anhörung gegen den Bau von einem Staudamm ausgesprochen und sich damit womöglich Feinde gemacht.

Zur DVD: Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage von dem Film die in diesem nun ausklingenden Jahr erschienen ist. Der wichtigste Unterschied ist hierbei die wesentlich bessere Bildqualität auch wenn die alte Version auf keinen Fall schlecht war. Jedoch befindet sich der Ton in der deutschen Sprache hier weiterhin nur im Mono Format. Ich bin zwar nicht unbedingt dafür wenn alte Filme wie etwa Spartacus oder Kleopatra in 5.1 oder gar DTS neu abgemischt werden, jedoch wäre bei dem Chinatown zumindest Stereo durchaus zu vertreten gewesen. Dafür wurden hier noch einige Interviews und kurze Dokumentationen als kleines Extra beigelegt. Die erste ist: Chinatown - Der Anfang und das Ende mit ca. 19 min das die Hintergründe der Geschichte und den Entstehungsprozess beschreibt sowie einige Interviews enthält, anschließend folgen noch Filmaufnahmen mit 25 min die sich als aufschlussreicher Beitrag entlarven und außerdem der Kurzfilm -Chinatown: Das Vermächtnis- mit fast 10 min Länge was noch mal deutlich macht welchen Einfluss dieser Film auf zukünftige Produktionen hatte. Jedoch wurde das kurze Making of der alten Auflage welches etwa 12 min dauerte nicht auf die neue Scheibe mitübernommen was ich an dieser Stelle schade finde! Zusammen mit den Kinotrailern hätten diese auf eine Bonus DVD ausgelagert werden können was den Anreiz zum kauf zumindest für mich noch größer gemacht hätte. Für Besitzer der alten DVD ist diese Auflage daher kein Grund für einen Neukauf zumal die Ausgabe noch vergleichsweise teurer ist. Wer auf das Geld nicht achten muss und noch unentschlossen ist sollte jedoch lieber die neue Version vorziehen. Abschließend möchte ich noch den Hinweis geben das die britische Auflage ebenfalls deutschen Ton enthält da die Disks absolut identisch sind! Wer also die Gelegenheit hätte die englische DVD billiger zu bekommen da die Preise zwischen den Ländern schon mal gravierend schwanken können sollte die Möglichkeit in diesem Fall ruhig nutzen.
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66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Deutsche Blu-Ray völlig ohne Extras der US-Version!!, 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Chinatown [Blu-ray] (Blu-ray)
Während auf der US Blu-Ray (auch von Paramount) zahlreiche Extras (siehe unten) enthalten sind, sind auf der deutschen Blu-Ray überhaupt keine (!) Extras!!

Ich finde diese neue Veröffentlichungspolitik von Paramount (siehe z.B. auch "Über den Dächern von Nizza" Blu-Ray) gehört abgestraft! Eine Special Edition folgt ohnehin mit Sicherheit...
Wenn diese Blu-Ray trotzdem gekauft wird, macht dieses Beispiel wohl bald Schule und wir bekommen nur noch abgespeckte minderwertige Veröffentlichungen hier in Deutschland/Österreich/Schweiz...
Was uns hier alles entgeht:

- Audio commentary track with the film's screenwriter Robert Towne and modern-day auteur David Fincher
- Water and Power (1:17:50) - This three-part featurette provides a historical perspective on the McGuffin of the story - the 1937 drought and the efforts to combat it.
- Chinatown: An Appreciation (26:15) - A brief look at the disparate and profound ways that this classic picture has influenced modern filmmakers, with interviews with the likes of Stephen Soderbergh and James Newton Howard.
- Chinatown: The Beginning and the End (19:28) - Polanski, Nicholson, and others look back at the life of the film, from conception to classic.
- Chinatown: Filming (25:45) - Tales and insight about the comings and goings of the movie's production.
Chinatown: The Legacy (9:38) - A retrospective on the movie's reception, both immediate and eternal.
- Theatrical Trailer (3:20)

Sehr befremdlich übrigens, dass meine gestern erstellte fast gleichlautende Kritik sofort wieder gelöscht (!) wurde...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Neo-Noir schlechthin! 100%ige KAUFEMPFEHLUNG!, 16. Januar 2008
Chinatown ist ganz im Stile von Raymond Chandlers Detektiv-Geschichten gemacht: subjektive Perspektive des Privat-Detektivs, extrem komplizierte Handlung, Korruption und Verstickung bis in höchste Ebenen, Action, ruhige Stellen, eine Femme Fatale und ein bitteres Ende. Der Film ist eine wunderbare Hommage an die Zeit des Film Noir (1930er- bis 1950er-Jahre), ein so genannter Neo-Noir.

Die Bildqualität ist super, sehr scharf und klar, kaum Flimmern bei einfarbigen Flächen wie Himmel oder Wände. Verschmutzungen oder andere Bildfehler sind mir nicht aufgefallen.

Der Ton liegt auf englisch in DD 5.1 vor, auf deutsch in DD 1.0, also mono. Im Englischen Ton habe ich kein Rauschen oder Knistern gehört, obwohl das Material über 30 Jahre alt ist! Die englischen Dialoge sind sehr gut verständlich, sowohl akustisch wie auch von der Aussprache her.

Die Menüs sind leider nur statisch und ohne Musik. Da hätte der Trompeten-Sound (Soundtrack) hingehört, vielleicht mit ein paar animierten Filmsequenzen.

Als Bonus gibt es drei im Jahr 2007 erstellte "Making of"-Filme, die aus Interviews mit Polanski, Nicholson, dem Drehbuchautor und dem Produzenten bestehen. Dazwischen gibt es als Schnittbilder Fotografien vom Dreh, aber keine "live action" vom Dreh, wie man sie heute bei aktuellen Filmen findet. War 1974 halt noch nicht üblich. Interessant ist aber, wie es zu dem Film kam, was so alles vorgefallen ist, wie sie die Nase-aufschlitz-Szene gemacht haben etc. 20 + 25 + 9 Minuten sind die Extras lang. Naja, die Film-Trailer gibt's auch noch, wem's gefällt.

Alles in allem und bei dem Preis gibt es von mir eine absolute Kaufempfehlung!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Genial !, 15. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Chinatown (DVD)
Dieser Film ist, meiner Meinung nach, einer von Jack Nicholsons besten Filmen.
Der Film bleibt, bis zu letzt, spannend und atemberaubend.
Elegant, Spannend und, hin und da mal, etwas zu lachen, wie z.B der kultige "Chinesen"-Witz.
Zu diesem Preis sollte man sich solch einen Kult-Film nicht entgehen lassen. Unbedingt kaufen !
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer von drei Filmen für eine einsame Insel..., 29. August 2002
Von 
Der Kritiker (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Chinatown (DVD)
Je öfter man diesen Film sieht, desto klarer wird einem, wie umwerfend gut „Chinatown" eigentlich ist - und das ist schließlich ein triftiger Grund, diese DVD zu besitzen. Die Basis dafür stellt das einzigartige Drehbuch von Robert Towne dar, ein Meister der Exposition von Figuren und Handlung. Der Film ist kunstvoll und präzise konstruiert, Ebene für Ebene entwickelt sich die Story mit visueller Dynamik intelligent weiter. Wir erleben hier wahrhaftiges Verhalten ohne verlogenen offensichtlichen Dialog, so dass das Publikum nicht um das Vergnügen der Einsicht gebracht wird. „Chinatown", im Stile des „Film noir" erzählt, erhielt seinen Schliff durch die exzellente Regiearbeit von Roman Polanski, die fantastische Kamera, die hervorragende Filmmusik von Jerry Goldsmith und die tollen Darsteller. Für optimale Unterhaltung ist also gesorgt, die aber nicht billig ist und Konzentration verlangt ohne anstrengend zu sein.
Der Film hat ein elegantes Design. Er handelt von einem Privatdetektiv (Jake Gittes = Jack Nicholson), der von der Witwe eines prominenten Mannes angeheuert wird, um herauszufinden, mit welcher Frau er eine Affäre hat. Im Verlauf der Ermittlungen wird der Detektiv in mehrere Morde verwickelt, deckt Skandale und Verschwörungen auf - die Story dehnt sich wie ein Ölteppich in einem immer weiteren Kreis aus. Aber nicht nur in die Weite, sondern auch in die Tiefe geht das Meisterwerk: Persönliche Schwierigkeiten machen dem Protagonisten zu schaffen (aufgeschlitzte Nase, Mordanschläge) und Enthüllungen aus der Vergangenheit der Hauptfiguren schaffen großartige Wendepunkte. Zur selben Zeit wie Gittes erleben wir den spannenden Weg zum Ziel, die Auflösung der Geschichte, die natürlich nicht verraten wird.
Die DVD-Ausstattung kann sich sehen lassen, obwohl wir uns im Deutschen mit Monoton begnügen müssen. Dafür ist die Synchronisation aber erstklassig, das Bild sehr ordentlich. Die Interviews mit Regisseur Roman Polanski, Produzent Robert Evans und Drehbuchautor Robert Towne sind äußerst aufschlussreich und im Prinzip ein hier unverzichtbares „Making of".
„Chinatown" ist ein Meilenstein seines Genres und ein echter Leinwand-Klassiker. Wer etwas über gute Drehbücher lernen will, muss diesen Film gesehen haben. Robert Towne bekam dafür völlig zu recht einen Oscar. Nominierungen gab's unter anderem für Nicholson, für Faye Dunaway, Goldsmith und Regisseur Polanski, der auch als mieser „Nasenschlitzer" zu bewundern ist. Dieser Film wäre neben „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", „Zwei Banditen - Butch Cassidy and the Sundance Kid" auf alle Fälle dabei, wenn man mich mit einem DVD-Player ein paar Jahre auf eine einsame Insel sperren würde. Und welche Filme würdet ihr mitnehmen?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schreckliche Geheimnis der Evelyn Mulwray...., 6. Juli 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Polanskis "Chinatown" ist für mich einer der besten 10 Filme aller Zeiten. Dabei gelang dem polnischen Meisterregisseur eine Hommage an den Film Noir und bietet gleichzeitig einen Blick ins Los Angeles der 30er Jahre mit den Augen eines Europäers. Also ähnlich wie Leone dem amerikanischen Westen einen sehnsüchtigen Blick des Europäers verpasst, gelang dies auch Polanski. Dieser Kunstgriff gestaltete der Drehbuchautor Robert Towne mit, gerechterweise mit dem Oscar für seine fabelhafte Leistung ausgezeichnet wurde.
Die Story führt den Zuschauer in das Jahr 1937, die große Depression ist endlich überwunden. Aber die Bürge von Los Angeles haben ganz andere Sorgen. denn das Umland scheint systematisch auszutrocknen, weil Wasser fehlt. Die Landbesitzer sind verzweifelt, da in vielen Fällen als einzige Konsequenz der Verlauf unter Wert bleibt.
Von all diesen Problemen bekommt der Privatdetektiv J.J.Gittes (Jack Nicholson) aber vorerst nicht viel mit. Seine Detektei läuft sehr gut, er hat inzwischen mehrere Mitarbeiter eingestellt. Vorbei die harte Zeit als Bulle im Problembezirk Chinatown. Das ändert sich aber ab dem Zeitpunkt, als er von einer gewissen Mrs. Mulwray (Diane Ladd) engagiert wird ihren Ehemann Hollis (Darrell Zwerling) zu beobachten, da sie eine Geliebte vermutet. Dieser Hollis Mulwray ist der Chefingenier der Wasserwerke. Gittes betreibt Nachforschungen, merkt aber sehr schnell, dass dieser Mann sich nur für Wasser, Kanäle und Flüsse interessiert. Doch die Hartnäckigkeit lohnt sich, der Buchhaltertyp wird überraschend beobachtet wie er sich mit einer jungen Frau trifft. Er macht Fotos, übergibt sie der Auftraggeberin und am anderen Tag sind die Zeitungen voll von dieser Affäre. Er wird dann auch noch von der wahren Evelyn Mulwray (Faye Dunaway), die den Anwalt einschalten will. Ganz schön verworren und irritierend - aber genau das ist ja auch das Spezialgebiet von J.J.Gittes, der der Sache jetzt auf den Grund gehen möchte. Doch die Ereignisse dieses Sommers überschlagen sich, es wird eine Leiche ans Ufer gespült. Nun ermittelt auch Lieutenant Lou Escobar (Perry Lopez). Gittes ahnt nicht wohin in diese Geschichte führt. Jedenfalls ist Femme Fatale Evelyn äusserst attraktiv und interessant. Doch die Frau hat viele Geheimnisse und einen einflussreichen Vater. Den mächtigen und reichen Noah Cross (John Huston)...
Dieser moderne Film Noir wurde 1974 zu einem Welterfolg und natürlich ein absoluter Klassiker des amerikanischen Kinos. Besonders erschütternd bleibt das düstere und gemeine Ende, das Polanski durchsetzen konnte, weil er von dem HappyEnd nicht überzeugt war. Er sollte Recht behalten, denn dies verhalf den Figuren des Films, Gittes, der geheimnisvollen Mrs. Mulwray und dem Bösewicht Noah Cross, unvergesslich zu werden.
"Vergiss es, JJ, wir sind in Chinatown" so endet dieser überragende Thriller, der sowohl düster als auch farbenprächtig in Szene gesetzt wurde. Der Score von Jerry Goldsmith passt perfekt zur tragischen Dramaturgie des Films und unterstreicht perfekt diesen sowohl spannenden, melancholische und auch sinnlichen Ausflug in das Amerika der 30er Jahre.
Ein perfekter Film, der in dieser DVD Ausgabe optimalen Genuss in Ton und Bild bietet.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlafende Hunde sollte man nicht wecken..., 7. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Chinatown [Blu-ray] (Blu-ray)
Roman Polanskis Meisterwerk "Chinatown" gehört ohne Zweifel zu den Highlights des "New Hollywood". In den 1970er Jahren brachte die Traumfabrik ihre besten Filme hervor, ihre Schöpfer wie Coppola, Scorsese oder eben Polanski haben sich mit ihren Werken dieser Ära, die eigentlich 1967/68 mit Arthur Penns "Bonnie and Clyde" begann, für immer in der Ruhmeshalle der Filmschaffenden verewigt.

"Chinatown" ist Roman Polanskis geniale Hommage an den Film Noir, den Detektivfilm der 1940er Jahre, ein Genre, das John Huston einst mit "The Maltese Falcon"(1941) begründete.

Dieses Werk ist eine Klasse für sich. In Farbe gedreht von dem 2001 verstorbenen Kameramann John A. Alonzo, einem begnadeten Lichtkünstler, der später auch mit Brian de Palma das Gangster-Epos "Scarface"(1983) drehte, arbeitet der Film visuell weit weniger mit asymetrischen Bildkompositionen als seine Schwarz-Weiß-Vorbilder und spielt genial mit den Figuren-Stereotypen und Klischees des Genres. Er wird von Film-Experten daher oft als Neo-Noir-Krimi bezeichnet.

Obwohl der Film in den 1930er Jahren spielt und 1974 gedreht wurde, werden Themen behandelt, die heute so aktuell sind wie seinerzeit: Wasser und Energieversorgung, Macht und Korruption.

Meisterhaft reflektiert der Film damit auch das politische und vor allem gesellschaftliche Klima seiner Entstehungszeit. Im Zuge des Watergate-Skandals kamen nach und nach immer mehr schockierende Details über die Machenschaften der Nixon-Regierung ans Licht, was 1974 zum Rücktritt des Präsidenten führte. Nach dem militärischen Desaster in Vietnam war der Glaube der Bevölkerung an eine volksnahe, saubere Politik damit um so nachhaltiger erschüttert. Die Mächtigen hatten das in sie gesetzte Vertrauen verspielt.

Immer wieder bemerkenswert ist die Ruhe, mit der Polanski hier inszeniert. Der Regisseur nimmt sich die Zeit, die Geschichte angemessen zu entwickeln. Das damalige Kino verzichtet wohltuend auf die heute gängigen Spielereien mit wackeliger Kamera oder schnellen Schnitten.

"Chinatown" verzichtet nicht nur auf übertriebene stilistische Mittel, sondern auch auf das in diesem Genre zum Klischee gewordene Voiceover, die Erzählstimme des Detektivs in der ersten Person.

Um die Geschichte trotzdem stets mit dem höchstmöglichen Grad an Subjektivität zu erzählen, zeigt Polanski die Ereignisse stets aus der Sicht des Detektivs, der in jeder Szene des Filmes auftritt. So nimmt die Kamera die Ich-Perspektive ein und wird damit zum erzählerischen Instrument in bester Raymond-Chandler-Tradition.

Robert Townes Drehbuch gehört zu den besten, die jemals geschrieben wurden. Wie Towne, der seinem langjährigen Kumpel Jack Nicholson die Hauptrolle praktisch auf den Leib schrieb, die Handlungselemente bis zum konsequent pessimistischen Ende Stück für Stück zur griechischen Tragödie verdichtet, hat eine Qualität, die dem Zuschauer den Atem raubt.

Ein wirklich gutes Drehbuch muss in jedem Moment die Handlung, den Plot vorantreiben und dazu relevante Informationen bieten, so dass keine einzige Szene überflüssig ist. Idealerweise verschmelzen die Plot-Elemente dabei stets mit der Charakterisierung der involvierten Figuren.

J.J.Gittes (Jack Nicholson) betreibt im Los Angeles der Vorkriegsjahre mit zwei Assistenten eine gut gehende Privatdetektei. Bevor er Privatdetektiv wurde, arbeitete er für die Polizei in Chinatown.

Auf die Frage, was er denn jahrelang in Chinatown als Polizist getan habe, antwortet Gittes: "So wenig wie möglich". Aufgrund der dortigen Kultur und der zahllosen unterschiedlichen Sprachen und Dialekte wisse man als Polizist sonst irgendwann nicht mehr, ob man gerade dabei ist, ein Verbrechen zu verhindern oder selber an einem beteiligt ist.

Was genau ihn dazu brachte, den Dienst zu quittieren, bleibt absichtlich nebulös, so dass der titelgebende Stadtteil von Los Angeles, in dem auch das tragische Finale des Filmes spielt, als Metapher verstanden werden muss.

Als er wieder einmal für eine Klientin, eine gewisse Mrs. Mulwray, (Diane Ladd), ihren angeblich untreuen Gatten beschattet, ahnt er nicht, dass er hereingelegt wurde. Bald geht es bei dem scheinbaren Routinefall um Mord. Der Tote ist eben jener Hollis Mulwray, Chef der Wasserwerke von Los Angeles County, auf den Gittes angesetzt war.

Seine Witwe, die echte Evelyn Mulwray, (Faye Dunaway), beauftragt Gittes nun offiziell mit den Ermittlungen zum Tode ihres Mannes. Gittes willigt ein, da in diesem Fall auch sein guter Ruf auf dem Spiel steht.

In dem gigantischen Komplott, das der Detektiv nun Zug um Zug aufdeckt, spielen Evelyn und ihr Vater Noah Cross (John Huston) eine Schlüsselrolle...

Wie einst für Humphrey Bogart in "Die Spur des Falken" bedeutete die Rolle des Detektivs für Nicholson den endgültigen Durchbruch. Dieser verkörpert den stets elegant gekleideten, stilbewussten Schnüffler mit der ihm eigenen entwaffnenden Lässigkeit, sein berühmtes Haifisch-Grinsen deutet er auch nur sporadisch an.

Sein Jake Gittes ist ein Zyniker, erzählt gerne mal einen schmutzigen Witz und neigt zu Wutausbrüchen, jedoch ist er stets absolut integer und vertrauenswürdig, man ist während des gesamten Filmes auf seiner Seite.

Dass J.J. Gittes den Zuschauer so für sich einzunehmen vermag, liegt natürlich auch an dem Schauspieler, der ihn darstellt. Vielen Kritikern gilt Jack Nicholsons Darstellung als seine beste.

Gittes steht allerdings bei weitem nicht so über den Dingen wie Bogarts viel zwielichtigerer Sam Spade, der kein Problem damit hat, zu lügen und zu stehlen, wenn es ihm nützt, und sogar mit der Ehefrau seines Partners ein Verhältnis hat.

Gittes holt sich bei seinen Ermittlungen mehr als nur eine blutige Nase und seine Widersacher, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, sind ihm im Grunde stets einen Schritt voraus. So sehr Gittes sich auch müht, das Geflecht aus Lügen, Missbrauch und Korruption zu entwirren, seinen eigenen guten Ruf wieder herzustellen und für Gerechtigkeit zu sorgen, letztlich hat er keine Chance. Das Böse scheint allgegenwärtig, Korruption ist alles. Das Sagen haben letztlich diejenigen, die das nötige Geld haben, denn Geld bedeutet Macht.

Am Ende sieht Gittes sich von seiten der Polizei sogar mit dem Vorwurf konfrontiert, an der ganzen Sache beteiligt gewesen zu sein und ihm droht die Verhaftung durch seinen alten Weggefährten Lou Escobar (Perry Lopez), doch dieser läßt ihn gehen, damit er zumindest seine Lizenz behalten kann.

Bezeichnend für Gittes Situation steht der letzte Satz des Filmes, der zu den berühmtesten Filmzitaten überhaupt gehört: "Forget it, Jake, its Chinatown."

Faye Dunaways Evelyn Mulwray ist viel mehr als nur eine herkömmliche Femme Fatale. Sie erscheint mysteriös und weiß mehr, als sie zugibt, aber was sie tut, tut sie aus letztlich klar nachvollziebaren, guten Motiven heraus. Evelyn ist seelisch zutiefst deformiert, will eigentlich auspacken, steht allerdings Todesängste aus.

Ihre Figur erweist sich am Ende als die wahre, wenn auch komplett tragische, Heldin der Geschichte, und Huston brilliert als ihr teuflischer Über-Vater, ein Mann, der zu allem fähig ist.

Die Szene, in der Gittes Evelyn eine Ohrfeige nach der anderen verpasst und sie damit endlich zum Reden bringt, ist einer der ganz großen Momente des amerikanischen Kinos. Dunaway etabliert Hollywoods klassische Leading Lady hier endgültig als große Tragödin von Shakespeare-Format.

In die Filmgeschichte ist natürlich auch jener Moment eingegangen, als Nicholsons Nase aufgeschlitzt wird. Der schmierige Messerstecher wird von Regisseur Roman Polanski höchstpersönlich gespielt.

Fast noch legendärer als die Schlitzer-Szene selbst ist das Nasenpflaster geworden, das den Schnüffler Gittes fast über den gesamten Rest des Filmes ziert. Als man den Verband zum ersten Mal sieht, sitzt Gittes mit dem Rücken zur Kamera in seinem Büro. Daraufhin schneidet Polanski direkt zu einer Großaufnahme von Jack Nicholsons Gesicht...

Vielfach imitiert -und auch parodiert- wurde außerdem die Szene im Katasteramt von Los Angeles.

Vor allem wegen seines tiefen Pessimismus, der komplizierten Handlung und der damit einhergehenden langsamen, bedächtigen Inszenierung könnte Polanski den Film heute so wohl nicht mehr drehen, zu sehr sind die Studios heute auf leicht verdauliche Wohlfühlstoffe fixiert.

An "Chinatown" stimmt einfach alles. Schauspieler, Regie, Story, Kamera und Ausstattung, bis hin zu Jerry Goldsmiths zum Markenzeichen gewordenen, von melancholischen Trompetenklängen getragenen Musik.

Die Bluray bietet noch einmal eine deutliche Verbesserung zur bereits hervorragenden DVD-Neuauflage in der Bild-und Tonqualität. Die Extras dieser DVD fehlen leider komplett, genau wie die weiteren Sonder-Features der US-Bluray, darunter ein eigenes Featurette zum Motiv "Water and Power" im Film, sowie der eigens für die HD-Disc zusammengestellte Audio-Kommentar.

So eine Veröffentlichungs-Politik gerade des Mediums Bluray und insbesondere bei einem solchen Ausnahme-Film ist ausgesprochen ärgerlich! Aufgrund der Qualität des Filmes und des wirklich exzellenten HD-Transfers in Bild und Ton vergebe ich trotzdem die vollen fünf Sterne

Das Bild liegt im korrekten anamorphen Widescreen-Format vor. Der Ton ist mehrsprachig in Dolby Digital 5.1. verfügbar. Dazu gibt es entsprechende Untertitel.

Mein Tipp: Den Film mit seinen genialen Dialogen unbedingt im englischen Original genießen. Vor allem Nicholsons Sprüche sind der Knaller! Meine persönliche Lieblingsszene spielt im Gebäude der Wasserwerksverwaltung. Gittes trifft dort vor dem Fahrstuhl auf Claude Mulvehill (Roy Jenson), einen alten Rivalen aus seiner Zeit bei der Polizei, dem wie so vielen Bürgern wegen der Hitze aus Gründen der Rationierung das Wasser abgedreht wurde.

Auf Gittes Frage, ob er Mulvehill kenne, antwortet Resort-Chef Ross Yelburton (John Hillerman), dieser arbeite für das Depatment und helfe dabei, die Wasser-Reserven zu bewachen. Darauf antwortet Gittes: "Well, you are in luck, Mr. Yellburton. When Mulvehill was Sherriff of Ventura County, the rumrunners landed hundreds of tons of booze on the beach, and never lost a drop."

Bei den Oscars 1975 war "Chinatown" in elf Kategorien nominiert, unterlag aber letztlich Coppolas meisterlichem Mafia-Epos "Der Pate II", der vielleicht besten Fortsetzung der Filmgeschichte. Lediglich Robert Towne konnte den Goldjungen für sein Originaldrehbuch mit nach Hause nehmen.

Auf der deutschen Tonspur sind Hansjörg Felmy (Gittes) und Judy Winter (Evelyn Mulwray) zu hören. Und Synchron-Legende Arnold Marquis, (John Wayne, Kirk Douglas, Robert Mitchum etc.) leiht John Huston sein unverwechselbares Reibeisen-Organ. Die Synchronisation ist gut gelungen, vor allem Judy Winter leistet am Mikrofon wieder einmal herausragende Arbeit.

Ein genialer Film von bestechender Komplexität und Eleganz, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat, der so frisch wirkt, als sei er gerade erst gedreht worden, und der in keiner Sammlung fehlen darf!

"Chinatown" ist der Beweis, dass man auch ohne Action-Getöse und die sonst üblichen Hollywood-Mätzchen großes, unsterbliches Kino hervorbringen kann. Für mich der beste Detektivfilm überhaupt. Gab es je einen besseren Krimi? Ein wahrer Klassiker!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polanski und der Sex, 26. November 2009
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chinatown (DVD)
Bei seinem Erscheinen war dieser Film ein Ereigniss. Er belebte ein Genre wieder, dass dreißig Jahre zuvor die Kinoleinwände beherrscht hat. Denn obwohl "Chinatown" natürlich ein Film in wunderbaren Farben ist, gelingt es hier dem Regisseur trotzdem die düstere Atmosphäre des Film Noir wieder auferstehen zu lassen. Es stinkt zum Himmel, was passiert in diesem Film, möge der Himmel noch so blau sein. Korruption und Machtgier sind die Grundlagen des Wachstums von L.A., inmitten der Wüste. Doch der Dreh, der dann kommt, schlägt das alles noch einmal um Längen. Denn das mit dem Geld ist nur die Oberfläche. Die wirklich schlimmen Ereignisse lauern tiefer.

Angesichts der jüngsten Ereignisse und Diskussionen um den Regisseur Polanski mag ausgerechnet dieser Film verwundern. Denn hier wird genau das in einem Film gezeigt, was dem Regisseur selbst wenige Jahre nach dem Dreh dieses Films vorgeworfen wurde. Ein Leben eines jungen Mädchens wird durch die Sexualität eines älteren Mannes zerstört. Sieht man diesen Film und sein Ende, steht man fassungslos vor dem Rätsel, wie so etwas sein kann. Liest man über die Ereignisse in der Realität, steht man ebenfalls fassungslos vor dem Rätsel, wie das alles sein kann.

Ein großartiger Film bleibt das trotz allem. Musik, Kamera, Schauspieler, Kostüme, Story, alles passt hier zusammen. Ein Film für alle, die auf Details achten und dabei großes Handwerk zu schätzen wissen.
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Chinatown
Chinatown von Jack Nicholson (DVD - 2003)
EUR 9,49
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