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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen David gegen Goliath
Jan Schlichtman ist ein erfolgreicher Anwalt und leitet eine mittelständige Kanzlei.
Sein Fachgebiet sind Schadensersatzklagen und seine Erfolgsbilanz beeindruckend.
Eines Tages wird er gebeten sich die Vorgänge in der Stadt Woburn in Massachusetts zu beleuchten.
Dort stiegen die Fälle von Leukämie bei Kindern unnatürlich rapide...
Vor 18 Monaten von Frank Linden veröffentlicht

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend - wenn man sich darauf einläßt
"Ein packender Film" [New York Times] - wenn man sich darauf einläßt schon. "Der beste Film des Jahres" [CNN] - sicher nicht. Die sehr detaillierte Darstellung einer wahren Begebenheit und der Risiken des US-amerikanischen Rechtssystems läßt den Film etwas hölzern erscheinen. Sicher wurde das enorme Potential der Vorlage...
Am 15. Oktober 2001 veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen David gegen Goliath, 6. Januar 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Jan Schlichtman ist ein erfolgreicher Anwalt und leitet eine mittelständige Kanzlei.
Sein Fachgebiet sind Schadensersatzklagen und seine Erfolgsbilanz beeindruckend.
Eines Tages wird er gebeten sich die Vorgänge in der Stadt Woburn in Massachusetts zu beleuchten.
Dort stiegen die Fälle von Leukämie bei Kindern unnatürlich rapide an....Todesfälle waren die Folge.
Der Schuldige scheint schnell ausgemacht.
Eine Gerberei die in der nähe des Flusses beheimatet ist.
Zuerst lehnt Jan den Fall ab, weil die Gerberei wohl nicht Finanzkräftig genug sei um eventuelle Entschädigungen zu bezahlen, dann entdeckt er aber das 2 potente Unternehmen hinter jener Gerberei stehen.
Er und seine Partner nehmen den Kampf gegen die Unternehmen auf und ziehen vor Gericht.
Dabei muss sich Jan mit dem Topanwalt Jerome Facher auseinandersetzen der eines der Unternehmen vertritt.
Der charismatische Haudegen arebitet mit allen Tricks um die Klage ad absurdum zu führen aber Jan und Partner kontern elegant sämtliche Attacken.
Bis zu dem Zeitpunkt als Jan die Sache persönlich nimmt und ihm Fehler unterlaufen.
Nun steht nicht nur der Prozess auf dem Spiel sondern auch das Privatvermögen von Jan und seinen Partnern.
Kann er das Blatt nochmal wenden oder ist es dafür schon zu spät?

Zivilprozess aus dem Jahr 1998 basiert lose auf wahren Begebenheiten.
Erstaunlich das sogar der richtige Name der Firma genannt wird die damals beteiligt war.
Das ganze wirkt sehr Authentisch und fesselt durch Recherche-Szenen, stimmige Dialoge und Spannung.
Auch der Cast kann sich mehr als sehen lassen.
Es wirken u.a. mit: John Travolta, Robert Duvall, William H. Macy, John Lithgow, Kathleen Quinlan, Tony Shalhoub, James Gandolfini, Dan Hedaya, Sidney Pollack, Zeljko Ivanek und Daniel von Bargen.
In meinen Augen einer der Besten Gerichtsfilme der neueren Zeit der trotz Dialog-Lastigkeit nicht langweilig wird und ein interessantes Thema behandelt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Gerichtsfilm, 19. Juni 2009
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
"Zivilprozess" (1998) von Steven Zaillian, der immerhin das Drehbuch von so bekannten Filmen wie "Schindlers Liste" und "American Gangster" geschrieben hat, ist ein Gerichtsfilm der besonderen Art, denn ein richtiges Happy End, das dem Zuschauer nicht nur das fromme Bewusstsein wiederhergestellter Gerechtigkeit, sondern auch die Gewissheit des "And they lived happily ever after" beschert, bleibt uns am Ende versagt.

Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, was schon keine Zuckererbsen für jedermann verheißt: Der Staranwalt Jan Schlichtman (John Travolta), eigentlich auf Körperverletzung spezialisiert und mehr an Profit als an der Ahndung von Unrecht interessiert, wittert seine große Chance darin, mehrere namhafte Firmen der Umweltverschmutzung zu verklagen, als acht Familien einer amerikanischen Kleinstadt sich an ihn wenden, damit er die Verantwortlichen für den Leukämietod ihrer Kinder der Gerechtigkeit überantworte. Im Verlaufe des Prozesses geht jedoch eine moralische Wandlung in ihm vor, die ihn dazu bewegt, rentable Vergleichsangebote der Gegenseite abzuschlagen und seine Kanzlei bis an den Rand des Ruins zu treiben.

Ich hatte zum ersten Mal eine positive Meinung von John Travolta, als ich ihn sah, wie er sich in der Tanzszene von "Pulp Fiction" als schmieriger Vincent Vega in fadenscheinigen Socken selbst karikierte, und auch hier zeigt er, dass er sein Handwerk sehr gut beherrscht. Am Anfang des Films hören wir Schlichtman, wie er eine zynische Kalkulation über den finanziellen Wert verschiedener Fälle von Körperverletzung aufstellt und zu dem Ergebnis gelangt, dass ein totes Kind für den Anwalt eigentlich am wenigsten wert sei. Während seines kleinen Vortrages sehen wir ihn, wie er sich publikumswirksam um einen querschnittsgelähmten Klienten bemüht, während der Anwalt der Gegenseite verzweifelt Vergleichsangebote auf einen Post-it-Zettel kritzelt. Ganz großes Kino! Am Ende des Films erleben wir dann einen völlig gewandelten Schlichtman, der sich und seine Partner vollständig ruiniert hat und ein Anwalt der armen Leute geworden ist. Bei einer Steuerprüfung wird er dann von einer ehrlich besorgten Richterin gefragt, wo denn all die Besitztümer seien, die anzeigen, wozu man es im Leben gebracht habe. Gerade als er den Mund zu einer Antwort öffnen will, bricht der Film ab.

Trotz seiner Wandlung - man fragt sich immerzu, ob die Motivation hierzu wirklich im Mitgefühl für die Eltern der toten Kinder oder aber in menschlicher Eitelkeit liege - lädt uns der Film nicht zu einer schlichten Identifikation mit Schlichtman ein, der doch immerhin recht unbekümmert auch die Existenz seiner Partner aufs Spiel setzt, ohne diese nach ihrer Meinung zu fragen. Auch tritt er nicht als strahlender Rächer der Eltern auf, denn es gelingt ihm letztlich nicht, seine übermächtigen Gegner in die Knie zu zwingen.

Schlichtmans Gegenspieler Jerome Facher wird meisterhaft verkörpert von Robert Duvall; Facher ist ein zynischer, undurchschaubarer alter Mann, der stets mit einer Mischung von Schäbigkeit und Grandeur auftritt und dabei an Dickens' Mr. Tulkinghorn aus "Bleak House" erinnert. Gleich bei seinem ersten Auftritt lernen wir ihn von seiner besten Seite kennen, wie er versteckt an einem kleinen Tisch in einem Firmenarchiv im Keller hockt, Brote ißt und einem Baseball-Spiel in einem Transistorradio zuhört. Den Bürodiener, der ihn mit der Mitteilung von der Klage während seiner Pause stört, schüchtert er auf süffisant-hintergründige Art und Weise ein. Später versucht er immer wieder, an Schlichtmans Habgier und Eitelkeit zu appellieren, um ihn zu einem Vergleich zu bewegen, wobei er mit dem metaphorischen Hinweis, sie beide seien wie Könige, die andere Menschen als Schachfiguren hin und her bewegen, das wahre Gesicht des menschenverachtenden Kapitalisten zeigt.

Es ist ein packendes Psychoduell, das da zwischen den beiden Charakteren Schlichtman und Facher ausgefochten wird und das den Film mit großer Spannung erfüllt. Den Eindruck von Langerweile kann hierbei nur jemand gewinnen, der auf schablonenhafte Grisham-Dramen konditioniert wurde.

Besonders beeindruckend sind die Kommentare Schlichtmans, in denen er den merkantilen Charakter des amerikanischen Rechtssystems demaskiert, und die entsprechenden Ratschläge des Juristen Facher an seine Studenten, wie z.B. den Hinweis, stets Einspruch einzulegen, um der Gegenseite den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Film ist nicht nur ungemein spannend, sondern eigentlich auch deprimierend, doch gelingt es Zaillian, unter anderem mit den skurrilen Eskapaden Fachers und dem bemitleidenswerten Anwalt Cheeseman, dessen Name sich niemandem recht einprägen will, wohldosierte Portionen von Comic Relief einzustreuen.

Insgesamt kann ich diesen Film als ein vollendetes Gerichtsdrama bezeichnen, das auf derselben Stufe wie "Twelve Angry Men" steht, aber ungleich pessimistischer ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend - wenn man sich darauf einläßt, 15. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
"Ein packender Film" [New York Times] - wenn man sich darauf einläßt schon. "Der beste Film des Jahres" [CNN] - sicher nicht. Die sehr detaillierte Darstellung einer wahren Begebenheit und der Risiken des US-amerikanischen Rechtssystems läßt den Film etwas hölzern erscheinen. Sicher wurde das enorme Potential der Vorlage nicht voll ausgeschöpft. So werden zu viele Teilaspekte nur unzureichend und zu kurz dargestellt. Zwar erscheint der Protagonist nicht als so skrupellos und habgierig wie man es für die Darstellung seiner Wandelung wünschen würde, doch die Bereitschaft seinen Lebensstandard für eine Sache der Gerechtigkeit zu riskieren ist beeindruckend dargestellt. Wenn man diesen Film zum Anlaß nimmt über Recht und Gerechtigkeit nachzudenken hat man mehr erreicht als nur einen ganz netten Filmabend. Meine Empfehlung - nach dem Abspann noch einmal zurückspringen und sich den Film ein zweites Mal anschauen, dann verliert er auch die störende Zusammenhanglosigkeit, die den Erzählschwall doch sehr bremst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überzeugender Thriller, hoher Unterhaltungswert, 12. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Wer einen richtig guten Justiz-Thriller sucht, den eine dramatische Handlung, glaubwürdige Inszenierung und gute Schauspieler, die ihr Handwerk beherrschen, auszeichnen, sollte zu diesem Film mit John Travolta greifen. Der Streifen spiegelt in überzeugender Weise das Auf und Ab der kleinen Anwaltskanzlei Schlichtermann aus Bosten wieder - ganz wie es in wahrer Begebenheit wohl gewesen ist. Ganz leichte Punktabzüge, weil dem Film eine Prise Aktion fehlt und die Musik noch etwas besser hätte sein können. Aber nichtsdestotrotz: Ein gelungener Film, den man gesehen haben sollte.
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5.0 von 5 Sternen Spannendere Justizthriller als John Grisham schreibt nur die Realität. Bester Beweis ist Jonathan Harrs aufrüttelnder Tatsachenr, 28. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Spannendere Justizthriller als John Grisham schreibt nur die Realität. Bester Beweis ist Jonathan Harrs aufrüttelnder Tatsachenroman "A Civil Action": Minutiös folgt er den Versuchen von acht Familien aus Massachusetts, zwei Konzernen in einem aufwendigen, Jahre überspannenden Prozeß nachzuweisen, daß ihre rücksichtslose Umweltverschmutzung zum Leukämietod ihrer Kinder führte. "Schindlers Liste"-Drehbuchautor Steve Zaillian zeichnet die amerikanische Justiz in seiner lakonischen Bestsellerverfilmung, ähnlich wie Francis Ford Coppola in "Der Regenmacher", als undurchschaubares, zynisches Gestrüpp ohne gesteigertes Interesse an Wahrheitsfindung. Daß der Film trotz seiner Komplexität, seines pessimistischen Tones und ohne klare Trennung zwischen Helden und Bösewichtern über großes kommerzielles Potential verfügt, ist John Travolta zu verdanken, der die Wandlung des anfänglich oberflächlichen Anwalts Schlichtman zum aufrechten Wahrheitssucher prall mit Leben füllt.

Klug stellt Zaillian den ganz privaten Kreuzzug Schlichtmans in den Mittelpunkt des Films: Mit Travolta als Leitfigur folgt man nur zu gerne einem Fall, dessen zahllose Details und deprimierender Verlauf ansonsten womöglich zu viel für die Geduld selbst eines aufgeschlossenen Publikums gewesen wäre. Weil es einen weiten Weg zu bewältigen gilt, halten sich die Filmemacher auch nicht mit langen Einführungen auf. Grob und witzig skizziert, werden Schlichtman und seine nicht allzu ethischen Arbeitsmethoden vorgestellt, um danach kopfüber in den eigentlichen Fall in der Arbeitergemeinde Woburn einzutauchen: Aufgrund erheblicher Grundwasserverschmutzungen sind die Kinder von acht Familien an Leukämie erkrankt. Schuld haben offensichtlich zwei ansässige Firmen, die chemische Giftstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern auf dem Firmengelände ausgekippt haben. Schlichtman winkt angesichts der Komplexität des Prozesses zunächst ab; als er jedoch feststellt, daß beide Firmen großen nationalen Konzernen gehören, wittert er das große Geld. Ohne Kosten und Mühen zu scheuen, stellt er Experten an, die Beweise liefern sollen, daß das verschmutzte Wasser Leukämie auslösen kann, und überhaupt herausfinden müssen, daß die Verschmutzung von den beiden Firmen begangen wurde. Der Fall entpuppt sich als Faß ohne Boden, der Schlichtmans Kanzlei schließlich weit über den Rand des Bankrotts hinaustreibt.

Je weiter Zaillian den Konflikt in seinem gänzlich unromantisierten und von Conrad R. Hall entsprechend in tristen monochromen Farben getauchten Film vorantreibt, desto deutlicher wird, daß es sich nicht einfach um eine David-gegen-Goliath-Geschichte handelt: Resigniert deckt "A Civil Action" die strenge Hierarchie inmitten der amerikanischen Justiz auf, die ein überdeutlicher Spiegel für die gesamte Gesellschaft ist, die die Reichen auf Kosten der Armen stützt. Zwangsweise wird in diesem Klima des moralischen Bankrotts die Geschichte einer Niederlage erzählt, in dem Maße, in dem auch am Ende von Robert Redfords durchaus vergleichbaren "Quiz Show" kein Triumph stehen konnte. Immerhin kann "A Civil Action" auf die Läuterung eines Menschen verweisen, der von John Travolta mit Charisma und Witz an der Spitze eines durch die Bank blendenden Ensembles dargestellt wird. Ähnlich stark sind Robert Duvall als Travoltas schrulliger Gegenspieler, Tony Shalhoub und William H. Macy als Travoltas Partner, John Lithgow als stahlharter Richter und, in einer Cameorolle, die an Martin Scorseses Auftritt in "Quiz Show" erinnert, Sydney Pollack als snobistischer Manager. Auch wenn sich Zaillian manche Freiheiten mit der Buchvorlage nahm, ist die Essenz von Harrs Text doch immer gewahrt: Wer in den USA Recht will, der habe besser die nötigen materiellen Ressourcen, um den Marsch durch die Instanzen durchzustehen. Erfreulich, daß der Film trotz seiner harten Wahrheiten und eines antiklimatischen Endes dennoch an den Kinokassen reüssiert. ts.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Darstellung, 25. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Jan Schlichtman (John Travolta) ist ein erfolgreicher ambulance chaser" (Ambulanz Jäger"), ein im amerikanischen Recht typischer Vertreter einer Anwaltsgattung, die ihr Geld nur mit Schadensersatzverfahren verdient. Er beurteilt neu angebotene Fälle kalt berechnend danach, ob sie genug einbringen.

Einige Familien aus dem kleinen Ort Woborn vermuten, dass ihre Kinder aufgrund von verschmutztem Wasser an Leukämie gestorben sind. Sie bitten Jan ihren Fall zu übernehmen. Er aber ist fest entschlossen den Fall abzulehnen, weil er die hohen Vorlaufkosten für Untersuchungen und Gutachten scheut. Als er jedoch durch Zufall entdeckt, dass hinter den potentiellen Schädigern zwei sehr finanzstarke US-Unternehmen stecken, ist sein Jagdinstinkt geweckt. Er erhebt Klage.

Aber auf der Gegenseite steht ihm James Facher (Robert Duvall) gegenüber. Einer der erfahrensten und versiertesten Prozessanwälte, der mit allen Wassern gewaschen ist.

Von den Gesprächen mit den betroffenen Familien ist Jan bald tief berührt und ändert seine bewährte Prozesstaktik, die nur auf einen schnellen profitablen Vergleich aus war.

Als ihm attraktive Vergleichsangebote gemacht werden, schlägt er sie zum Entsetzen seiner Partner leichtsinnig in den Wind und stellt selber astronomische und unrealistische Forderungen. Jan überschätzt die finanziellen Möglichkeiten seiner Kanzlei einen langen Prozess durchzustehen.

Am Ende treiben die hohen Kosten des Verfahrens die kleine Anwaltsfirma an den Rand des Ruins. Sein Gegenspieler Facher verschleppt den Fall durch unzählige Einsprüche. Durch einen raffinierten Winkelzug verhindert er schließlich noch, dass die geschädigten Familien überhaupt vor Gericht aussagen dürfen. Um eine ruinöse Niederlage zu vermeiden, müssen Jan und seine Kollegen schließlich einen unbefriedigenden Vergleich annehmen.

Jan muss wieder ganz von vorn anfangen. Die Menschen in Woborn sind ihm mittlerweile an Herz gewachsen und er strengt erneut eine Klage an. Schließlich müssen die großen Unternehmen doch klein beigeben und sämtliche Schäden beseitigen.

Ein spannender und gut gemachter Film. John Travolta stellt den Anwalt, der erst nur aufs Geld aus ist, sich aber schließlich doch von dem Leid der Betroffenen anrühren lässt glaubhaft dar, ohne die Darstellung zu übertreiben. So ist er am Anfang trotz seiner Schmierigkeit nicht unsympathisch, nach seiner Wandlung am Ende aber auch kein abgehobener Heiliger.

Robert Duvall, als sein schrulliger und ausgekochter Gegenspieler liefert eine Oskar nominierte Darstellung ab. William H. Macy, John Lithgow und James Gandolfini runden den gut gespielten Gerichtsthriller zu einem sehenswerten Film ab, der nebenbei einen interessanten Einblick in das amerikanische Gerichtswesen gibt.

Das Bonusmaterial ist für einen neuzeitlichen Film etwas spärlich. Die Qualität und Ausstattung sind in Ordnung.

Empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Zynische Abrechnung mit dem US-Justizsystem, 25. Mai 2011
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Wenn Anwalt Schlichtman (Travolta) seine Einleitung über die Staffelung von Schmerzensgeld aufführt und mit den Worten schließt: "... nun in der Arithmetik des Rechtsgebietes Körperverletzung ist ein totes Kind am allerwenigsten wert," merkt man direkt, dass man es hier mit einem 100%igen Zyniker zu tun hat.
Und genau diese Haltung nimmt Schlichtman auch lange Zeit im Film ein. Doch Travolta glänzt hier in einer sehr facettenreichen Rolle, was wohl daran liegt, dass der Film auf wahren Ereignissen basiert, wenn Schlichtman eine Firma verklagt, die Giftstoffe ins Trinkwasser einer Kleinstadt kippt.
Mehr als bei jedem anderen Gerichtsfilm bekommt man hier auch einen Crashkurs in Punkto US-Rechtssystem und das kommt einem dabei vor, wie ein Pokerspiel, wenn man den Film fertig gesehen hat.
"Zivilprozess" lebt garnicht so sehr von einer spannenden Inszenierung, sondern mehr von den Winkelzügen zwischen den Rechtsparteien und dem Werdegang Schlichtmans vom Zyniker zu einem Idealisten.
Neben Travolta sorgen darstellerisch auch Schauspieler wie Rober Duvall ("Open Range"), Tony Shalhoub ("Monk"), William H. Macy ("Born to be wild") und James Gandolfini ("Die Sopranos") für hochkarätige Leistungen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastischer Film!, 18. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Ich bin über 30, und ich verstehe ihn... John Travolta war selten besser, er vollzieht die Wandlung vom Winner zum Looser absolut glaubhaft und fesselnd. Auch das "Drumherum" stimmt. Man sollte allerdings nicht mit der Erwartung, einen Gerichtsthriller präsentiert zu bekommen, an den Film herangehen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Thriller mit John Travolta, 14. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Diesen Film muss man einfach gesehen haben. John Travolta spielt die Rolle des zynischen Anwalts extrem gut. Auch Robert Duvall weiss zu überzeugen.
Neben "Das Urteil" und "Die 12 Geschworenen" ist dies wohl einer der besten Gerichtsthriller aller Zeiten!
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4.0 von 5 Sternen Sehenswert, 25. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zivilprozess (DVD)
Interessanter Film!
Vor allem, wenn man für Grace arbeitet! Ansonßten ist es zwar kein Überfilm, aber doch sehr interessant und bei dem Preis kann man eh nichts falsch machen.
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Zivilprozess
Zivilprozess von Jonathan Harr (DVD - 2003)
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