Kundenrezensionen


66 Rezensionen
5 Sterne:
 (33)
4 Sterne:
 (14)
3 Sterne:
 (6)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (7)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ambitioniert und spannend
und einer von Steven Soderbergh's besten Filme. Es geht um Drogenhandel, Korruption und die verschwimmende Grenze zwischen gut und böse. Toll gespielt von Michael Douglas un dem restlichen Team, setzte dieser Film damals einen Markstein in Realismus. Dazu gehört auch die Farbgebung, die einen großen Teil zu der tollen Atmosphäre beiträgt...
Veröffentlicht am 15. Juli 2008 von G.G.

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Traffic ist im Grunde ein zähbreiiges Drama, das allzulange und fade ein spannendes Thema behandelt, welches in kürzerer Zeit packender und interessanter gewesen wäre. Zu verfolgen, wie sich die jugendliche Tochter vom Drogen-Bekämpfer Michael Douglas zudröhnt samt der ganzen idiotischen Atmosphäre, ist letztlich kontraproduktiv, statt...
Veröffentlicht am 22. März 2012 von Mladen Kosar


‹ Zurück | 1 27 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ambitioniert und spannend, 15. Juli 2008
und einer von Steven Soderbergh's besten Filme. Es geht um Drogenhandel, Korruption und die verschwimmende Grenze zwischen gut und böse. Toll gespielt von Michael Douglas un dem restlichen Team, setzte dieser Film damals einen Markstein in Realismus. Dazu gehört auch die Farbgebung, die einen großen Teil zu der tollen Atmosphäre beiträgt. Grelles, blendendes Licht in den mexikanischen Szenen, lässt einen die unerträgliche Hitze richtig spüren und das von meinem Vorschreiber bemängelte Korn und "Überstrahlen" war auch im Kino so. Das mag einem nun gefallen oder nicht, jedoch ist es eine Augenweide zu sehen wie gut die Kompression der BR (im Gegensatz zur DVD) damit umgehen kann. BR hat auf gutem Equipment das Zeug wie Film auszusehen und das macht die Sache für den Puristen (meistens) wirklich attraktiv...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 9. Januar 2009
Mich hat dieser Film stark beeindruckt. Von der Story möchte ich hier nichts verraten, aber die geäußerte Kritik an der technischen Umsetzung ist nicht zu halten. Die Art und Weise, wie dieser Film aufgenommen wurde, entspricht der künstlerischen Freiheit des Regisseurs und ist keine Schwäche, sondern Expression. Dadurch gewinnt der Film an beeindruckender Präsenz und einer Spur Realismus, die durch perfekt ausgeleuchtete Bühnenbilder nie entstanden wäre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grossartig, 3. September 2006
Ich weiss nicht, welchen Film die Ein-Stern-Rezensenten gesehen haben, aber der, den ich (bereits mehrfach) gesehen habe, gehört zum besten, was mir je untergekommen ist. Zweifellos Soderberghs bester Film.

Der häufige Einsatz der Handkamera und die Verwendung von reportageartigen "einseitigen" Kameraeinstellungen gibt dem Ganzen eine Art semidokumentarischen Charakter, der auch dadurch verstärkt wird, dass die Rollen von einigen der offiziellen Funktionsträger durch "reale" Persönlichkeiten der Politik verkörpert werden.

Der Film beleuchtet seinen Gegenstand aus den Blickwinkeln von vier verschiedenen und sehr gegensätzlichen Personengruppen mit entsprechenden Handlungsfäden, die unabhängig voneinander ablaufen und sich nur hin und wieder und wie zufällig berühren.

Das fantastische Drehbuch (das eigentliche Meisterstück des Films) und die brilliante Schnitttechnik sorgen dafür, dass die (für ein Filmkunstwerk) relativ komplexe Erzählung in klaren und psychologisch überzeugenden Linien abläuft. Gleichzeitig ist die Dichte der Handlung so gross, dass man den Film immer wieder mit atemloser Spannung sehen kann.

Dadurch gelingt dem Film unaufdringlich die Darstellung der ausweglosen Verstrickung aller Handelnden in weltumspannende Machenschaften der Drogenkartelle, die weder von ihren Urhebern noch von deren Antipoden wirklich durchschaut werden können.

Michael Douglas gibt hier in einer seiner wenigen ernstzunehmenden Rollen den Staatsanwalt, der dazu berufen wird, den amerikanischen "war on drugs" zu organisieren, während gleichzeitig auf einem Nebenschauplatz seine eigene Tochter langsam aber unausweichlich ins Drogenmilieu abgleitet. Auf der anderen Seite der amerikanisch-mexikanischen Grenze tut der vom grossartigen Benicio del Toro gespielte mexikanische Cop seinen Dienst, der sich hier und da einen kleinen Amtsmissbrauch genehmigt, um sich über Wasser zu halten und sich unversehens in den blutigen Verdrängungskrieg konkurrierender Kartelle verstrickt, ohne dass ihm das zunächst klar wird.

Ohne überdrehte Actionsequenzen und vor allem ohne moralisierendes Pathos entwickelt der Film das Panorama eines Wirtschaftszweigs, dessen Undurchdringlichkeit schliesslich darin gipfelt, dass der von Miguel Ferrer gespielte Mittelsmann den ihn bewachenden Cops schlüssig erklärt, dass sie im Grunde auch für die Kartelle arbeiten.

Der Film ist unbedingt sehenswert, auch wenn (oder gerade deshalb, weil) es ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit erfordert, der verwickelten Handlung zu folgen. Einen vergleichbar tiefen und vielschichtigen Einblick in die in den Schattenzonen der Gesellschaft ablaufenden Phänomene findet man sonst nur in der überragenden US-Serie "The Wire".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannendes Drogendrama aus mehreren Perspektiven, 12. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells (DVD)
In seinem mehrfach preisgekrönten Drama "Traffic- Die Macht des Kartells" aus dem Jahr 2000 erzählt der amerikanische Regisseur Steven Soderbergh in drei parallel verlaufenden Handlungssträngen den Kampf der Regierung, der Polizei und des Militärs in den USA und in Mexiko gegen die Drogen(mafia).

Handlung:
In Cincinnati möchte ein konservativer amerikanischer Richter (Michael Douglas) als zukünftiger Chef der nationalen Drogenbekämpfungsbehörde die Zusammenarbeit Mexikos mit den USA vorantreiben. Dass seine eigene Tochter ein ernstzunehmendes Drogenproblem hat, begreift er erst, als sie ihre Sucht nicht mehr unter Kontrolle hat und diese sich ernsthaft auf seine Karriere auszuwirken zu droht.

In San Diego verhaften zwei Polizisten (u. a. Don Cheadle) den Drogenhändler und Mittelsmann Ruiz. Dieser ist bereit, als Kronzeuge gegen den Drogenmillionär Ayala auszusagen. Daraufhin gelingt es der Polizei, Ayala festzunehmen. Dessen ahnungslose Ehefrau (Catherine Zeta Jones) erfährt schließlich von den Geschäften ihres Mannes und sucht in Mexiko den Kontakt zu dem Drogenboss Obregón (Benjamin Brett), um das Geschäft zur Rettung der Familie und Wahrung des Besitzstandes weiter zu führen. Ferner engagiert sie den Auftragsmörder Flores, um Ruiz zu töten und damit dessen Aussage vor Gericht zu verhindern, doch das Attentat scheitert zunächst.

In einem weiteren Erzählstrang beabsichtigt der mexikanische General Salazar in Tijuana die Zerschlagung von Obregóns Kartell. Dafür engagiert er u. a. den mexikanischen Polizeibeamten Rodríguez (Benicio Del Toro). Dieser fasst den Attentäter Flores und liefert ihn an Salazar aus. Nachdem Flores von Salazars Männers gefoltert worden ist, nennt er Salazar eine Reihe wichtiger Drogenlieferanten. Als Rodríguez allerdings bewusst wird, dass der General seine eigenen Ziele verfolgt und nicht so ehrenhaft wie gedacht handelt, beginnt er, für die Regierung zu arbeiten.

Kritik:
Regisseur Soderbergh verknüpft auf intelligente und Art und Weise in dem ca. zweieinhalb Stunden dauernden Drama die einzelnen Ebenen. Er widmet sich dabei verschiedenen Erzählperspektiven und zeigt die damit verbundenen menschlichen Schicksale. Herausgekommen ist ein spannendes und kurzweiliges Drama der Extraklasse.

Wie in vielen seiner Filme (u. a. "Sex, Lügen und Video", "Ocean's Eleven", "The Good German") gelingt es Soderbergh, bekannte Darsteller wie Michael Douglas, dessen Ehefrau im realen Leben Catherine Zeta-Jones, Benicio Del Toro, Dennis Quaid und Don Cheadle gekonnt in Szene zu setzen, ohne dass es der Handlung oder Qualität des Films schadet.

Steven Soderbergh und Benicio Del Toro erhielten für "Traffic" im Jahr 2011 zu Recht den Academy Award für die Beste Regie und den Besten Nebendarsteller, ferner gab es den begehrten Preis für den Besten Schnitt und das Beste adaptierte Drehbuch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Macht der Drogen, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells (DVD)
Das geniale an diesem Film ist nicht nur die äußerst komplexe, prall gefüllte Handlungsstruktur, sondern die wirklich allumfassende Vielfalt aller beteiligten Personengruppen des Drogengeschäfts: Dealer, Konsumenten, und Fahnder, korrupte und gesetzestreue Cops, Angehörige, Ehefrauen, Liebhaber etc. Was aber noch hinzukommt, sind die an sich von Haus aus gegensätzlichen Ausgangspositionen durch persönliche Verbindungen. (Damit meine ich nicht das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones, das hier an gegnerischen Fronten kämpft!) Hier ragt besonders das Vater-Tochter Verhältnis heraus. Michael Douglas als oberster Drogenfahnder und seine Tochter Erika Christensen als Junkie. Die Handlung geht bis zum Strafprozess mit Kronzeugen, Spionen und Attentaten. Freundschaften werden negiert, Ehegrenzen überschritten. Die Regierung verbündet sich mit den Falschen, ein Drogenkartell zerschlägt ein anderes.
Die Bemühungen und Rechtfertigungen der Eltern kommen überzeugend rüber. Daneben beeindruckt ein Dialog unter Drogeneinfluss. Abgebrochene Sätze und Wortfetzen lassen ein sinnvolles Gespräch nicht mehr zu. Aber auch das fatale Ende wird nicht verheimlicht. Nur zum Schluss übertreibt es Soderbergh mit dem pädagogischen Impetus etwas. Wer hätte schon nach Stuhlkreis und öffentlicher Distanzierung etwas anderes erwartet als ‘Schöne Heile Welt‘? Aber sonst, außerordentliche Spitzenklasse! Nicht zuletzt auch wegen dem unvergleichlichen Benicio Del Toro.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Drogenkrieg ist ein verlorener, 25. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells (DVD)
"Traffic - Macht des Kartells" ist bis jetzt die wohl beste Regiearbeit von Steven Soderbergh, weshalb er zurecht 2001 mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet wurde.
Soderbergh nähert sich der Drogenthematik gleich von vier Seiten, in vier Erzählsträngen. Zum einen gibt es da den unvoreingenommen Richter Wakefield (sehr gut: Michael Douglas), der zum Chef der Bundesdrogenbehörde ernannt wird. Schnell muss dieser doch erkennen: Er muss den Kampf gegen das Drogenproblem noch nicht mal beginnen, um ihn zu verlieren. Wakefield ist in seiner Machtlosigkeit tief erschüttert, als der "Feind" schon längst in seine Familie vorgerückt ist. Tochter Caroline bedient sich der ganzen Palette illegaler Substanzen.
Ein zweiter Strang des Films, ist die Geschichte des mexikanischen Cops Javier (Benicio Del Toro, zurecht mit dem Oscar 2001 für den Besten Nebendarsteller ausgezeichnet). In Mexiko bewegt er sich auf einem dünnen Pfad zwischen Leben und Tod. Denn Millitär und Kartell sind hier synonym. Doch Javier kämpft den aussichtslosen Kampf für eine besser Zukunft!
Der DEA-Cop Monte (Don Cheadle) kämpft den Kampf auf der anderen Seite der Grenze. Ein Job für Idealisten: Der Markt ist überschwemmt, die Fandungserfolge ernüchternd. Im Verfahren gegen den amerikanischen Großabnehmer von Kokain Carl, gerät er und sein Kollege Ray unter die Räder der mexikanischen Kartelle. Sein Freund Ray kommt bei einem missglückten Anschlag auf den Kronzeugen des Verfahrens ums Leben, der Kronzeuge stirbt später an einem Giftcocktail und "Unternehmer" Carl wird freigesprochen. Das Spiel beginnt für Monte von vorne.
Im vierten Strang geht es um Carls Ehefrau Helena (Catherine Zeta-Jones). Auf die Festnahme ihres Mannes folgt die gesellschaftliche Ernüchterung: Auf sich selbst gestellt, rücken ihr die mexikanischen Liefranten gefährlich nahe. Schnell erkennt sie die Unumgänglichkeit der Dinge. Der Kronzeuge im Prozess ihres Mannes muss sterben, der Handel mit Mexiko muss wieder aufleben.
"Traffic - Macht des Kartells" besticht durch seine kompromissloes Darstellung der Fakten. Soderberghs Intensität der Bilder und die langsame Aneinanderführung der vier Handlungsschienen lässt auch über die Dauer von 140 Minuten nie Langeweile aufkommen. Nach "Apocalypse Now", befand DIE ZEIT, dürfte es keine Kriegsfilme mehr geben. Nach "Traffic" dürfte es keine Filme mehr über den Drogenkrieg geben.
Michael Douglas als Richter Wakefield bringt es auf den Punkt:"Wie sollen wir einen Krieg gegen die Drogen führen, wenn er in unserer Familie stattfindet?"
DVD: Beim Bild ist kein schnelles Urteil angebracht, denn Soderbergh setzt absichtlich und äußerst gekonnt auf halb-scharfe und kontrast-schwierige Bilder. In seiner künstlerischen Form, also ein gutes Widesreen-Bild. Die 5.1 Abmischung ist gut: Bei dieser Art von Film kann man auch keine kraftvollere Abmischung erwarten, da kein Actionfilm.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Bilder eines fast aussichtslosen Kampfes, 26. Oktober 2002
"Traffic-Macht des Kartells" zeigt den Kampf gegen Drogen von seiner dreckigen Seite.Wie beider Seiten der Grenze zwischen USA und Mexico gekämpft,gerungen wird um den fast aussichtslosen Versuch die Vorherschaft der Kartelle zu beenden.Hier der Polizist,der es mit dem Gesetz auch nicht so genau nimmt,um dei Drogenbosse zur Strecke zu bringen.Dort der knallharte Richter,der aber selber eine drogenabhängige Tochter hat.Die Frau,deren Mann selber im Drogengeschäft ist,und dem sie nach seiner Verhaftung bei seinem schmutzigen Geschäft hilft.All diese Geschichten stehen für sich und sind trotzdem miteinander verwoben.All das wird meisterlich dargestellt mit einer Fülle von Stars und Sternchen.
Zum Überlegen regt der Film aber auch an.Wie kann man den Drogen und ihren Verteilern Herr werden?Das man darüber nachdenkt,wäre eine freie Minute wert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk eines lange unterschätzten Regisseurs, 12. Juni 2001
Von 
S. Rogall (Frechen-Königsdorf, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Traffic [DVD] (DVD)
Steven Soderbergh erhielt zurecht den Regie-Oscar für dieses Meisterwerk: Mühelos verzahnt er eine Reihe von Geschichten und Charakteren, die in Drogenhandel und -konsum verstrickt werden und die lebensgefährlichen Konsequenzen zu tragen haben. "Traffic" verzichtet dabei auf jede Moralpredigt und zeigt lieber die vielschichtigen Zusammenhänge, die keine klare Schuldzuweisung ermöglichen. Das hervorragende Schauspielerensemble (Michael Douglas, Don Cheadle, Dennis Quaid, Catherine Zeta-Jones u.v.a.) bindet den Zuschauer zu jeder Zeit ans Geschehen, die Kameraarbeit (ebenfalls Soderbergh unter Pseudonym) fängt die Atmosphäre auf unglamouröse, quasi-dokumentarische Weise perfekt ein. Einer der besten Filme des Jahres. Nur schade, daß die DVD keinen Regie-Kommentar bietet und die restlichen Extras recht durchschnittlich ausfallen. Trotzdem - "Traffic" ist für jeden Filmfan ein absolutes Muß!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr interessanter Film, 5. September 2001
Nach meinen Erfahrungen, ist es so, dass man Traffic entweder hasst (was ich persönlich nicht nachvollziehen kann) oder aber den Film liebt. Um es gleich zu sagen; Traffic ist keine leichte Unterhaltung, es ist ein anspruchsvoller Film, der den Zuseher zum denken anregen soll, der ihn wachrütteln soll. Zurücklehnen und einfach geniessen funktioniert bei diesem Film auf keinen Fall, wer sowas sucht, sollte sich Traffic besser nicht ansehen. Traffic behandelt das Thema der Drogenproblematik aus verschiedenen Perspektiven. Da ist zum einen der mexikanische Polizist Javier Rodriguez Rodriguez (gespielt vom exzellenten Benicio Del Toro, der dafür den Oscar, als bester männlicher Nebendarsteller bekam), der sich dem Kampf gegen die Drogen verschrieben hat, und dessen Partner Manolo, für den später das Geld wichtiger wird, als seine Ideale. Doch durch die aussichtslose Situation in der sich die beiden Cops befinden, geraten sie selbst immer mehr in den Sumpf von Korruption und verbrechen.
Dann ist da Bob Wakefield (Michael Douglas), oberster Drogenabgeordneter der USA, der soeben in sein Amt gewählt wurde. Wakefield, der selbst ein Alkoholproblem hat, merkt nicht, dass seine Tochter schon selbst längst Drogenabhängig ist. Seine Rolle zeigt auch, dass die guten Politiker oft selbst keine Ahnung haben wie die Realität aussieht und worum es sich genau handelt, wogegen sie kämpfen.
Dann ist da noch Helen Ayala, Frau des erfolgreichen Geschäftsmannes Carl Ayala, der auf einen Tipp des Drogendealers Ruiz hin, vom FBI verhaftet wird. Seine Frau hat keine Ahnung, dass Ayalas Geschäfte darin bestehen, Drogen von Mexico in die USA einzuführen. Als der Anwalt der Familie (Dennis Quaid) ihr dies offenbart, scheint sie zunächst schockiert, doch schnell wird klar, dass ihr Problem nicht ist, dass ihr Mann mit Drogen handelt, sondern sie nur um ihr Ansehen, dass durch seine Verhaftung schwer angekratzt ist, fürchtet. Da ihr Geld und Wohlstand wichtiger sind als moralische und idealistische Werte, steigt sie kurzerhand selbst ins Drogengeschäft ein.
Ruiz, der Drogendealer, der für Ayala arbeitete wurde durch zwei californische Polizisten hochgenommen und ist nun Kronzeuge im Prozess gegen Ayala.
All diese Stories laufen vorerst unabhängig voneinander ab, verknüpfen sich aber mit der Zeit immer mehr zu einer Einheit.
Durch die verschiedenen Stories, wird dem Zuseher klar wie komplex die ganze Thematik ist, wieviele Faktoren zusammenspielen, die den Drogenhandel so erfolgreich und den Kampf dagegen so erfolglos machen.
Ein wenig schade ist der Schluss des Filmes, der meiner meinung nach etwas zu positiv und idealistisch (nicht nur, aber doch) ausgefallen sit. Bob Wakefield sieht ein, dass er in seinem Posten nicht weitermachen kann, solange er dabei gegen seine eigene Familie kämpfen muss, also tritt er kurzerhand zurück um seiner Tochter endlich zuzuhören und ihr somit aus dem Drogensumpf herauszuhelfen (wenn es nur so einfach wäre).
Ayala hingegen wird freigelassen, da Ruiz nicht mehr zu seiner Aussage kommt, dieser Sieg der Bösen wird jedoch dadurch wieder relativiert, dass es einem der californischen Cops gelingt, eine Wanze in dessen Haus zu schmuggel (wohin dies führt erfährt der Zuseher allerdings nicht mehr).
Rodriguez schliesslich sieht, nach dem Tod seines Partners, in Mexico keine hoffnung mehr sein Ziel zu erreichen und läuft, trotz aller Gefahr zu den Amerikanern über. Schliesslich gelingt es ihm und der DEA den mexicanischen Drogenbaron Salazar auszuschalten. Doch Rodriguez hat persönlich viel verloren.
Erwähnenswert sind auch die filmischen Mittel, die Traffic einen gewissen Touch geben. So sind zum beispiel alle Szenen, die in Mexico spielen in grobkörnigen, braunstichigen Bildern dargestellt, wohingegen die Szenen in denen Wakefield vorkommt, in einem sterilen, kühlen Blau gehalten sind. Dies zeigt stark die Athmosphäre, die in den jeweiligen Szenen herrscht. Dadurch, dass viele Szenen mit Handkamera aufgenommen wurden, bekommt Traffic einen dokumentarischen Einschlag, was klar macht, dass der Film nicht (nur) werten, sondern vor allem aufzeigen will.
Meiner Meinung nach ist Traffic einer der besten Filme, den es über das Thema Drogen gibt. Ich kann jedoch nicht beurteilen, wie real der Film wirklich ist, da ich noch nie selbst Erfahrungen mit dieser Thematik gemacht habe, aber dennoch denke ich dass er wenigsten der Realität sehr nahe kommt, Drogen weder verherrlicht noch schulmeisterlich moralisch auftritt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Athmosphäre, 20. März 2003
Von Ein Kunde
Soderbergh versteht es wie kein Zweiter, die Thematik, der er sich widmet, nicht nur zu erzählen oder zu schildern, sondern athmosphärisch brillant auf den Zuschauer einwirken zu lassen, da er es meisterlich versteht, Hintergrundmusik, Geräusche, Farbton ect. in Verbindung mit seiner eher unkonventionellen "Amateur-Kameraführung" exakt zu dosieren.
Auch die Wahl seiner Darsteller zeugt von äusserster Menschenkenntnis, so dass er es versteht, keinen der Schauspieler zu überfordern oder zu unterfordern; Alle Darsteller sind absolut glaubwürdig, jeder präsentiert sich in Höchstform, weil Soderbergh im Stande ist, alles aus den Akteuren herauszukitzeln.
Diesen Film kann man schwer schildern, man muss die Athmosphäre, die er vermittelt erleben. Wer dies bisher versäumt hat, sollte das schnell nachholen. Der Kauf dieser DVD ist für jeden Film-Fan anspruchsvoller Regiearbeiten, die mit quasi einfachen Mitteln und Methoden umgesetzt werden ein muß.
Gerade diese Einfachheit ist ausschlaggebend. Sie gibt dem Zuschauer erst die Chance, "mitzuerleben" und nicht bloss zuzuschauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 27 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Traffic - Macht des Kartells
Traffic - Macht des Kartells von Simon Moore (DVD - 2001)
EUR 4,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen