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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glanzleistung, 28. Februar 2010
Von 
Christoph Dorn "Mohr" (Plochingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - L'Africaine [2 DVDs] (DVD)
Ein absoluter Höhepunkt an Operndarstellung, wie vom Komponisten vorgegeben im 15ten Jahrhundert. Ob man nun die Stimmen, schauspielerische Leistung, Regie, Kostüme, Kulissen bewerten will, alles verdient mehr als 5 Sterne! Verret stellt wirklich eine Königin dar, Domingo zwischen den Frauen liebt absolut glaubwürdig. Der Kontrast zwischen der blonden Europäerin und der exotischen Königin könnte nicht besser dargestellt werden. Selbst die Nebenrollen begeistern durch Perfektion. Leider wird diese Oper so selten präsentiert und wenn im Opernführer steht, dass Meyerbeer allein durch diese Oper Weltruhm erlangt hat, so kann ich dies nur bestätigen. Meine Bewertung ist die eines konservativen Opernfans, der alle modernen Versuche, die Vorgabe des Komponisten umgestalten zu wollen entschieden ablehnt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswerte Aufzeichnung des selten gespielten Werkes, 24. November 2001
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - L'Africaine [2 DVDs] (DVD)
Eine wirklich gelungene großartig besetzte Aufführung dieser eher selten gespielten "Grand Opera", eher für Liebhaber der guten alten Art einer Operninszenierung. Stars in Bestform!
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5.0 von 5 Sternen Grandiose sängerische Leistungen in einer "Märchenstunden"- Inszenierung der Kostüm opulenten Statik, 20. Mai 2014
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - L'Africaine [2 DVDs] (DVD)
Was wollen sogenannte traditionsorientierte Opernseher wirklich, die sich als konservativ bezeichnen und die auf einer angeblich authentischen Umsetzung des Librettos bestehen? Sie möchten nicht etwa, dass ein Inszenierender die Handlung ernst nimmt und sie möglichst realistisch umsetzt, sie möchten eine Märchenstunde nur der schönen Bilder sehen und bezeichnen das dann als authentisch. Sie möchten ihre eigene Erwartungshaltung an ein Libretto bedient sehen und verwechseln ihr Bedürfnis nach schönen Bildern mit dem Libretto - Inhalt, der ja oft massiv brutal ist.
In dieser Folklore Inszenierung wird genau diese Vorstellung bedient, unrealistisch stolziert eine Gefangene, ein Schiffbrüchige, eine dem Taifun Entkommene, eine Gerettete und Versklavte in vollem, optischen Königinornat durch die Landschaft. Zudem werden optisch so ziemlich alle Klischees vom Hinduismus bedient, die auch das 19. Jahrhundert beherrschten. Ganz zu schweigen vom Ballett, das den klassischen europäischen Tanz in indischen Folklore Kostümen zeigt. Aber alles das sei verziehen, es ist auch Zeitgeist der Inszenierungsvorstellungen, wenn auch symptomatisch für die amerikanische Opernlandschaft der 1980er Jahre. Auch an der Met wurde überwiegend plüschig hausbacken inszeniert.
Wobei ich nichts gegen historisierende Umsetzungen habe, im Gegenteil, können diese oft überzeugender sein, als andere Konzepte, vorausgesetzt, die Personenregie stimmt, man beschränkt sich nicht, wie hier, auf Gesten und vor allem den schönen Schein.

Die andere Seite der Medaille bei dieser Inszenierung ist die sängerische Seite und die ist schlicht großartig. Deshalb bezieht sich im Opernbereich meine Wertung auch oft ausschließlich auf diesen Aspekt, den ich bei Opern immer den Vorrang einräume.

Placido Domingo als Vasco da Gama, schlicht grandios, die berühmte Arie , " O paradis", gesungen mit Grandezza der Stimme.
Erstklassig der Mezzo von Shirley Verrett als Selika. Eine der großen Sängerinnen des 20. Jahrhunderts.
Auch die Ines von Ann Swenson hervorragend in ihrem Sopran-Silberklang.
Justino Diaz Bassbariton als Nelusko, herausragende Klasse.
Alle anderen Besetzungen aller erste Klasse, keine Frage.

Maurizio Arena dirigiert.

Insgesamt fulminante sängerische Leistungen bei bieder, hausbackener Inszenierung, der nur schönen Bilder im Zeitgeist.

Immer wieder liest man von einer konservativen Haltung gegenüber Inszenierungen und betont, nur die traditionelle Inszenierung würde dem Librettisten, dem Komponisten gerecht. Stellt sich die Frage, wollten die schaffenden Künstler eine die Realität kaschierende Folklore Darbietung oder wollten sie ernst genommen werden. Von letzterem kann man eigentlich unter künstlerischer Perspektive ausgehen, denn Kunst ist nicht Kunsthandwerk, also die künstliche Traumperspektive. Auch die rein emotionale Ankoppelung an Handlungen schließt eine realistische Umsetzung nicht aus. Das Problem liegt nicht darin, was ein Künstler mal wollte, als reine Fiktion in den Raum gestellt, das Problem liegt bei einem Publikum, das nur die Märchenstunde liebt als Beglückungsmoment.
Große Gefühle und realistische Inszenierung schließen sich nicht aus, ganz im Gegenteil, ein immer wieder gelesener Vorwurf zu großer Verkopfung von Inszenierungen greift insofern nicht oder selten. Solche Vorwürfe rekrutieren aus einer reinen Schutzhaltung vor realistischen Inszenierungen, die die Inhalte so brutal umsetzen, wie sie nun mal sind. Der traditionelle Opernseher möchte auch noch emotional, nur schöngeistg kaschiert, beglückt werden, wenn das Blut im Libretto vom Messer spritzt. Solche Inszenierungen wurden und werden den Werken in ihrer Substanz und mehrdimensionalen Ebenen wenig gerecht, genauso wie es fragwürdige Inszenierungen gibt, die eine zu große denkstrukturelle Überformungsebene kundtun.
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Meyerbeer, Giacomo - L'Africaine [2 DVDs]
Meyerbeer, Giacomo - L'Africaine [2 DVDs] von Lotfi Mansouri (DVD - 2001)
EUR 34,99
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