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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lärmgewordene Katharsis, 29. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Nur zu gerne hätte ich meinen Gesichtsausdruck gesehen, als ich zum ersten mal ein Stück von Converge hörte ('"The Broken Vow"' war das, glaube ich). Ich hatte damals weder Kenntnisse über extremen Metal/Hardcore noch Interesse daran, welche zu erlangen (jetzt habe ich zumindest Interesse :D). Doch 'Jane Doe' war anders als alles andere, was ich bis dato gehört habe. Nicht bloß Krieg, sondern atomarer Endsturm, nicht bloß Zerstörung, sondern unbändiger Wahnsinn. Lecker Gebräu aus Wut, Verzweiflung, Katharsis, Schmerz, Naturkatastrophe und einem Teelöffel Säure. Die Riffs, noch halbwegs als solche erkennbar, wirken entstellt, die Songs zersplittern, explodieren ' sind aber durchaus strukturiert, liegen gerade noch so an der Grenze zum nicht mehr Nachvollziehbarem. Die natürlich gehaltene und lärmbetonte Produktion setzt dieses erfrischenden Blutregen perfekt in Szene. Bannon kreischt die poetischen und ambitionierten Texte so hysterisch und geisteskrank heraus, als stünde er in Flammen, an den Instrumenten wird ebenfalls Großes geleistet. Verschnaufpausen werden einem nicht gegönnt, auch in den Dampfwalzen-Teilen steht 'Jane Doe' ständig unter Strom. Keine Zeit zu atmen, einen Weltuntergang erlebt man nicht alle Tage. Dennoch strahlt der unglaubliche Titelsong zwischen all den Scherben und Gliedmaßen fast schon so etwas wie Schönheit aus. Wie Phoenix aus der Asche entsteht aus diesem Trümmerhaufen ein kleines Stückchen Hoffnung, ein nicht totzukriegender Glaube an die Schönheit der Welt (ja, ich bin mir durchaus bewusst, wie unerträglich geschwollen das hier klingt), eine Melodie, die dem Hörer entgültig den Todesstoß gibt und in Sachen Epik jede Band, die von sich behauptet, 'epische' Musik zu machen, reduziert und bescheiden wirken lässt. "Jane Doe" hat mein musikalisches Weltbild kaputtgemacht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Meisterwerk, 30. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe [Vinyl LP] (Vinyl)
Selten gibt es ein Album das mich jetzt schon über so viele Jahre hinweg begleitet, dass nur mit einem Wort zu beschreiben ist: Meisterwerk. Doch eins nach dem anderen. Jane Doe erschien im Jahre 2001 und war das vierte Album dieser Mathcore Helden.
Schon bei dem ersten Song (Concubine) wird klar das dies kein leicht verdauliches Stück Musik wird. 15 Sekunden dissonante Gitarrenmelodien bevor das Inferno losbricht.
Mega talentierte Musiker, alle, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Und dann diese Stimme, eine Stimme die ich überall erkennen würde: Jacob Bannon. Sein Gesang scheint nicht menschlich, extremste Schreie, teils in den höheren Stimmlagen, verzweifelter Klargesang (hin und wieder), Hardcoreshouts etc..
Abwechslung wird hier großgeschrieben: größtenteils liegt das ganze Album in den hohen Geschwindigkeiten, teils aber wie bei Hell to pay so schleppend das man glaubt man wird über eine steinige Straße geschleift und Hardcore typisches Mid-Tempo (auch seltener).
Wirklich einordnen kann ich dieses Werk nicht, teils Grindcore, Hardcore,Mathcore und Punk. Extrem Fans werden ihre Freude haben.
Doch nicht nur für die härtesten würde ich eine Empfehlung aussprechen, nein sondern für alle die auf emotionsgeladen Musik stehen.
Denn genau das macht dieses Album so genial. Textlich geht es in diesem Konzeptalbum um eine in die Brüche gegangene Beziehung, bzw. wohl eher die Trümmer davon, aus der Sicht beider Beteiligter.
Die Texte sind alle poetisch und hoch emotional. Alle aus der Feder von Jacob Bannon, von welchem auch das gesamte Artwork stammt sowie die Booklet gestaltung.
Die Stimmung pendelt zwischen Angst, Hass, Wut, Trauer und Verzweiflung.
Besonders krass ist diese Mischung beim 12-minütigen Titelsong.
Das dieses Meisterwerk nicht einfach gut oder schlecht endet sondern den Schluss offenlässt versteht sich von selbst. Oder kann man wirklich nachdem eine Beziehung zerstört ist und es eigentlich nichts mehr zu sagen gibt, nicht doch sagen ,dass es nicht doch noch einmal umschlägt? Zum guten oder schlechten kann ich nicht beantworten.
Es empfiehlt sich die Texte mitzulesen um das gesamte Konzept zu verstehen, denn den Gesang kann man ohne Booklet sehr schwer deuten.

Fazit: Jeder der ein anspruchsvolles, aber auch verdammt schwer verdauliches stück Musik hören möchte, oder offen für neues ist, sollte sich diese Götterscheibe besorgen. Jeder der schon einmal eine Trennung hinter sich hat kann diese tragische Geschichte nachvollziehen. Jeder der auf ungeschönte, verdammt ehrliche Musik ohne jegliches Klischee und hochemotionale Texte die zum nachdenken anregen und so fesseln, dass es selbst nach dem 30. Durchlauf nichts, absolut nichts von seiner Kraft verliert ist hier willkommen. 45 Minuten pure Emotion. Mehr muss ich nicht sagen, dass alles erklärt vielleicht warum dies mein absolutes Lieblingswerk ist. Keine Note zuviel, kein Wort zu wenig, einfach Genial.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brachialgymnastik und Brechstangenmetaphorik, 29. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Irgendwo zwischen Chaoscore, Mathgefrickel, Grindgebolze und Screamo haben Converge ihr Reich errichtet, indem sie wüten wie kein Herrscher ihrer Art zuvor. Schon Concubine walzt mit einer Härte und Brutalität nach vorne, dass einem der Atem stockt. Kanalisierter Hass, geformt zu einer gigantischen Feuerwalze. Wer muss schon atmen um zu leiden?

Wer muss schon sehen, um zu verstehen? Jacob Bannon, Frontmann und Schreihals des Boston 5ers, schert sich nicht um Kompromisse. Gnade ist Schwäche, Vergebung eine Sünde. Fault and Fracture setzt dort an, wo Concubine aufhörte, der Orkan bewegt sich unaufhörlich nach vorne, Richtung Hirnrinde des Hörers. Es gibt keine Barrieren, die sie nicht durchbrechen könnten. "You were my last great war, You were my heaven ablaze, Riddled with faults and fractures" keift der verlorene Bannon. Distance and Meaning nimmt ein wenig das urgewaltige Tempo raus, verlagert sich dafür in die Breite und zieht den Strick zu, den sie um dich gewickelt haben. Numehr hilflos ausgeliefert knallt auch der Rest von Jane Doe über dich. Achterbahnfahrt. Tempo, Noise und phobisches Geschrei. Converge polarisieren wohl wie kaum eine Band. Entweder man lehnt ihren bombenartigen Krachteppich ab oder ist fasziniert von der Zerrissenheit und dem vertonten Schmerz, den die existenzialistischen Fragen in die Leiber der Suchenden bohren. Converge sind Suchende, Verirrte und doch Kontrollierende. Sie ziehen unsagbar viel Energie aus der Hilflosigkeit und der ziellosen Existenz ihres Menschseins. Vertonte Angst, aus Klangwelten geformte Verzweiflung. Katharsis. Reinigung, die nur durch den steinigsten aller Pfade erreicht werden kann. Die unentwegte Auseinadersetzung mit den ständig unterbewusst präsenten Urängsten. Converge und ihre Jünger folgen diesem Pfad. Offenbahrung. Doch allzuviele wenden sich ab. So wird es Converge wohl so ergehen, wie den meisten großen Herrschern. Sie bleiben unverstanden. Doch genau das verleiht ihnen einen Teil ihrer Größe.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und danach war die Welt eine andere, 20. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
12 Jahre ist es nun her, dass Converge dieses Album veröffentlicht haben. Eigentlich sollte man annehmen, dass genügend Worte zu "Jane Doe" geschrieben wurden. Und dennoch habe ich den Drang, mich zu diesem Album zu äußern, denn ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass kein anderes Stück Musik einen so hohen Stellenwert in meinem Leben genossen hat wie diese 12 Lieder.
Dabei wirkt das im Rückblick auf die Entwicklung meines Musikgeschmackes relativ ironisch. Mit Converge habe ich schon in jungen Jahren Bekanntschaft gemacht, und ich habe die Band als vollkommen fürchterlich empfunden. Jahre später dann habe ich aufgrund von sehr viel Lob doch noch genauer in die Band reingehört und konnte auch durchaus Gefallen daran finden. "You Fail Me" war dann das erste Album, welches ich von Converge komplett gehört habe. Danach kam dann "Jane Doe", und danach war die Welt eine andere.

Das Album startet mit "Concubine" und "Fault & Fracture" unglaublich aggressiv und wütend, Rücksicht wird hier definitiv nicht auf den Hörer genommen. Trotz meiner Liebe zu diesem Album kann ich es vollkommen verstehen, wenn viele Menschen das Album schon nach den ersten 30 Sekunden wieder aus dem CD-Player schmeissen. Und auch mit dem nächsten Song, "Distance And Meaning", lassen sich Converge nicht von ihrem Kurs abbringen. Dissonante Klänge in Hochgeschwindigkeit und dazu das unglaublich intensive Gebrüll von Jacob Bannon prägen diese Stücke. Nie zuvor hat Wut so authentisch geklungen.
Eine Verschnaufpause gibt es dann mit "Hell To Pay", ist dieses Lied im Vergleich mit den meisten anderen Liedern des Albums eher ruhig und im Tempo langsam. Doch auch hier verspürt man all die Wut und Aggression, das Lied hat eine unglaublich dichte Atmosphäre und eine intensiven Spannungsaufbau.
Mit den nächsten 4 Liedern, "Homewrecker", "The Broken Vow", "Bitter And Then Some" und das großartige "Heaven In Her Arms" liefert die Band dann wieder astreine Hardcore / Grindcore Geschosse ab, die alles niedermähen.
Besonders gelungen finde ich den Übergang von "Heaven In Her Arms" zu "Phoenix In Flight". Ich kann kaum in Worte fassen, wie intensiv dieser Übergang von dem brachialen Outro zu dem wohl atmosphärischsten Songs des Albums ist. Absoluter Gänsehautmoment!
Mit "Phoenix In Flames" folgt dann der Knüppel schlechthin. Bannon und Drums geben sich hier die Ehre und zertrümmern in lediglich 42 Sekunden alles, was noch steht.
"Thaw" geht zwar auch in eine sehr aggressive Kerbe, baut aber vor allem noch weiter Spannung auf, bis es dann in das Finale übergeht.

Und dieses Finale ist dann auch der Grund, warum dieses Album überhaupt erst das ist, was es ist. Es hätte genau so gut alles mit "Thaw" enden können, doch würde meiner Meinung nach dieses Album nicht als der Meilenstein gelten, wenn es nicht mit dem 11minütigem Titeltrack enden würde. Die ersten 7 Minuten sind unglaublich zähflüssig, fast schon quälend. Das vollkommen unverständliche Geschrei mit den kurzen klaren Gesangseinlagen zwischendrin vermitteln eine unglaublich wütende, aber auch verzweifelte Stimmung. All die Spannungs, die im Laufe des Albums aufgebaut wurde, wird hier auf die Spitze getrieben. Erst hier wird klar, wie sehr die Musik im Einklang mit dem lyrischen Konzept steht. Eine Geschichte, zu der fast jeder Mensch unserer modernen Gesellschaft einen Zugang zu findet. Die Aggression und Wut, die man vorher gehört und gespürt hat war eigentlich nur ein Deckmantel für die Verzweiflung, Trauer und Depression, welche die Texte versprühen. Erst in den letzten 4 Minuten wird der wahre Charakter dieses Albums offenbart.
Es ist still, verzerrte Gitarren setzen ein und begleiten einen Jacob Bannon, der ruhig und zurückhaltend mit einer absolut zerbrechlichen Stimme die letzten Zeilen seines Konzeptes vorträgt. Dieser Part gewinnt zunehmend an Intensität, wird immer lauter, immer düsterer, bis dann ein Schrei die letzten Augenblicke dieses Albums einleitet. Man muss nicht die Hintergrundgeschichte dieses Albums kennen um zu merken, wie viel Schmerz in diesem einzelnen Schrei liegt. Hierbei ist dann auch noch die Instrumentierung ein absolut essentieller Faktor. Mächtige Powerchords gleiten über in ein effektgeschwängertes Crescendo. Immer weitere Instrumentenspuren kommen hinzu, die Intensität steigt bis das Album dann langsam ausklingt.

Nach meinem ersten Hören von diesem Teil war ich absolut überwältigt. Nie zuvor hat mir Musik so unglaublich intensive Gefühle bereitet, nie konnte ich solch eine Bindung zu einem Lied aufbauen. Converge haben mit diesem Album so ziemlich das geschrieben und veröffentlicht, was ich mein ganzes Leben lang in unzähligen CDs, die ich kaufte, gesucht habe ohne zu wissen, was ich suche. Ziellos wandelte ich durch Musiklandschaften, hab gedacht dass ich in technischem rumgefrickel die musikalische Erleuchtung finde, in ausufernden progressiven Kompositionen, in dramatischer Klassik oder in eingängiger Popmusik. Doch das was ich suchte war pure Emotion, in ihrer ehrlichsten Form. Ich kenne kein Stück Musik, welches mich auch noch nach zahllosen Durchläufen zu Tränen rührt, mich so sehr bewegt, mir kreative Schübe gibt wie dieses Album.
Converge haben mit "Jane Doe" mein musikalisches Verständnis komplett verändert, haben den Menschen verändert den ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue. Und dafür bin ich dieser Band unbeschreiblich dankbar.

Ich würde dieses Album mit in mein Grab tragen.
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5.0 von 5 Sternen Super!, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe [Vinyl LP] (Vinyl)
Pünktliche Lieferung, super Zustand meiner Platte und wie versprochen noch neu und verpackt. Alle Daumen hoch, ich bin begeistert und mich jetzt mal meinem neuen Schatz in meiner Plattensammlung erfreuen.
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5.0 von 5 Sternen Der Klassiker!!!!, 28. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe [Vinyl LP] (Vinyl)
Endlich ein RePress der Wahnsinnsscheibe... Doppel Vinyl, mit neuem dicken und sehr schickem Booklet. Habe Clear blue erwischt, genaue pressing Infos habe ich nicht aber die Farbe ist sehr schick.
Zur Musik selber muss man glaub ich nix mehr sagen. Einfach DER NewSchool HC/Metalcore Klassiker schlechthin und von keiner Band je erreicht. Jeder der die Scheibe kennt wird min. einen Lieblingssong haben, meiner ist definit Bitter and then some.

Wer die Scheibe noch nicht besitzt und von sich behauptet, Ahnung von Metal bzw HC zu haben sollte hier dringend zuschlagen;-)
Die Platte gehört in jeden Schrank.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modernes Kunstwerk, 19. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Converge stehen musikalisch gesehen erst einmal völlig für sich. Ich kenne keine andere Band, die mit ihrer Musik so stark polarisiert: Kompromisse gibt es nicht! Entweder man liebt Converge und findet sich in ihrem Wahnsinn wieder oder aber man schüttelt nur voller Unverständniss den Kopf und zweifelt sogar an, dass es sich bei diesen "Geräuschen" überhaupt um Musik handelt.

Ich will nicht behaupten, dass mir mir der erste Song den ich von Jane Doe gehört habe ("Concubine") wirklich gefallen hat - mehr hat er mich völlig fasziniert! Nie zuvor hatte ich etwas gehört, das derart chaotisch, brutal, verstörend und zugleich fragil und verletzlich wirkte. Denn bei Jane Doe wird klar, dass die Aggressionen aus Furcht und Verzweiflung entstehen. Es sind die Aggressionen, die frei werden, wenn man in eine Ecke gedrängt wird und trotz seiner aussichts- und hoffnungslosen Lage entscheidet sich mit allem zu wehren, das man hat und nicht aufzugeben...auch wenn man genau weiß, dass man am Ende untergehen wird. Und das erzeugt dann eben doch eine gewisse Form von Schönheit und Stärke aus der man Kraft ziehen kann.

Vielleicht kann man Converges Musik und insbesondere Jane Doe besser verstehen, wenn man es mit einem modernen Kunstwerk vergleicht: Die Qualität wird eben nicht an der ästhetischen "Schönheit" festgemacht, sondern an der Frage, ob das entsprechende Objekt etwas aussagt und dabei glaubwürdig ist. Und glaubwürdiger als auf diesem Album kann man Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit nicht darstellen. Und am Ende sind es eben doch Hoffnung und Schönheit, die übrig bleiben!

Jane Doe ist die musikalische Apokalypse: Alles geht den Bach runter und genau darin liegt die Hoffnung auf eine bessere Welt, die danach kommen muss.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen No Hope, No Love, 22. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Schwarzer Schleim und dunkles Blut quillt aus den Boxen deiner Anlage. Nein es quillt nicht, es spritzt. Wilde Lärmeruptionen drücken dich an die Wand,unermüdlich wird auf dich eingedroschen. Irgendetwas, irgendjemand schreit da entmenschlicht, kotzt sich die Seele aus dem Leib,es um sein Leben und Tod das ist dir klar. Mächtige Wände aus Gitarre, Bass und den Drums türmen sich vor dir auf, verpassen dir Schläge direkt in die Magengegend. Zwischendurch wirds auch mal ruhiger aber nicht weniger intensiv...klaustrophobisch, chaotisch, schnell und abgrundtief böse. Du hälst es nicht mehr aus, robbst auf allen vieren zu deiner Anlage, reisst die CD aus dem Player und musst grinsen: Sie hat dich mal wieder gekriegt, diese "Jane Doe".
Anspieltipps: Hell to Pay, Phoenix in Flames, Jane Doe (der Titeltrack zur Apokalypse)
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krach für Musikliebhaber, 4. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Ja, die Überschrift is von Napalm Death geklaut ich gebs zu...
Aber zur CD: den Namen Converge in einem Musikmagazin glesen, Interesse bekommen, Videoclip zu "Concubine/Fault & Fracture" im Internet angesehen, neue Lieblingsband gefunden. Als dann endlich die CD da war stand ich mit offenen Mund eine dreiviertel Stunde in meinem Zimmer und lauschte. So etwas krankes und zugleich schönes hatte ich noch nie gehört. Mit "Hell To Pay" folgt ein ruhiger song, den aber wahrscheinlich auch nur ein kleiner Teil von Höhrern als schön empfinden würde. Ansonsten gehts immer so weiter wie in den ersten drei Songs. Bei Napalm Death ist es ja schon schwer die Texte zu verstehen, aber bei dem was Jacob Bannon aus seinen Lungenflügeön presst, braucht es selbst mit vorliegenden Text viel Fantasie um die worte die da nidergeschriben stehen auch zu hören (und das ist natürlich nicht negativ gemeint). Doch die Texte sind genial, ich würde sie sogar als kunstvoll beziechnen. Lest euch den Text zu "Heaven In Her Arms" durch!!!!!
Wer also wirklich harte Musik hören will, die aber auch Anspruch besitzt und von den meisten Leuten nur als kranker Krach abgestempelt wird muss einmal Converge probieren.
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5.0 von 5 Sternen Mehr als die Summe seiner Teile...., 10. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jane Doe (Audio CD)
Jawohl!!! Wenn die Jungs hier mal nicht alles richtig gemacht haben! Geiler Sound, Geile Songs, sogar ein Geiles Artwork (Damn!!) Hier ist das, was Converge mit jedem Werk celebrieren, ein Gesamtkunstwerk (Für Ohren, Augen, Kopf...) abzuliefern am besten gelungen!
Für mich stellt "Jane Doe" eindeutig (bis jetzt...) den Höhepunkt der Schaffensphase der Krachbrüder dar.
Meiner Meinung nach das Abwechslungsreichste Album, auch wenn die anderen Alben ("You Fail Me", "No Heroes", "When Forever...",...) auch echt geil sind!
Selbst der "Gesang" von J.Bannon, der ja von Album zu Album stets etwas anders klingt, und mir in der Vergangenheit fast schon zu durchgefreakt war, gefällt mir hier am Besten!
Mitunter ist Jane Doe das eigängigste Album (alleine schon der Titeltrack!) von Converge was auch daher kommt, das es vom Sound her wesentlich verträglicher ist als seine Vorgänger oder auch You Fail Me Beispielsweise, das im Vergleich um einiges verstörender daherkommt. Für Einsteiger in die Musik von Converge ist Jane Doe daher sicherlich bestens geeignet.
Zudem befinden sich einige echte Klassiker auf dem Album, z.B.:
- Concubine/Fault and Fracture
- Thaw (ich liebe diesen Song)
- Heaven in Her Arms
- The Broken Vow
- Homewrecker
Für mich einfach ein Meilenstein!
Pflichtkauf also für alle Krachliebhaber!!!
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Jane Doe
Jane Doe von Converge (Audio CD - 2003)
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