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4,5 von 5 Sternen
Rio Bravo
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2009
Sehr schade, ausgerechnet der grossartige "Rio Bravo" hat es leider nur sehr schlecht auf HD geschafft. Das Bild ist teilweise erschreckend unscharf und selbst die besseren Szenen lassen all die Details vermissen die den HD Transfer des "Schwarzen Falken" so herrlich erstrahlen lassen.

Diese Version ist eine Entäuschung und ein Argument bei der DVD zu bleiben. Ob das Ausgangsmaterial so schlecht war oder das ganze mal wieder eine "Endlich auf" Murksaktion von Warner ist lässt sich nicht sagen.

Bei so einer "Qualität" kann man auch bei der ohnehin guten DVD bleiben.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2006
Alles, was ein Western braucht1 Da ist John Wayne in einer seiner Paraderollen, da ist Dean Martin als sehr überzeugender Alkoholiker - Deputy, der noch verdammt junge Ricky Nelson als schießwütige Unterstützung und natürlich der "Gefängniswärter" Stumpy, dargestellt von Walter Brennan. Diese vier unterschiedlichen Charaktere sind die Träger einer ansonsten vorhersehbaren und auch relativ unwichtigen Handlung - der Film lebt von diesen Schauspielern. Die Dialoge sind weltklasse! Selbst der Soundtrack mit dem Lied von Dean Martin (My rifel, my pony and me) ist klasse. Ein Film, der längst zur legende geworden ist...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2013
"Rio Bravo" (1959) ist Howard Hawks` Antwort auf Fred Zinnemanns "High Noon" (1952). Rein künstlerisch oder darstellerisch hatte Hawks an "High Noon" nichts auszusetzen. Ihm missfiel vielmehr die grundlegende Einstellung des Filmes.

Dass ein Gesetzeshüter, statt wie ein Profi einfach seinen Job zu machen und mit dem zurechtzukommen, was er nun mal zur Verfügung hat, in der Stadt herumwandern und sogar Zivilisten um Hilfe bitten muss, empfand Hawks als zutiefst unamerikanisch. Dass sich die Gemeinschaft von ihm abwendet und ihm am Ende seine eigene Ehefrau, eine Quäkerin, das Leben rettet, konnte und wollte Hawks ebenfalls nicht akzeptieren.

In John Wayne fand er schnell einen Gleichgesinnten und so taten sich die beiden nach ihrer sehr erfolgreichen Arbeit an "Red River" (1948) zum zweiten Mal zusammen.

Um es an dieser Stelle zu betonen: Ich selbst halte "High Noon" für einen absolut großartigen Film, bewundere aber auch die Western eines John Ford oder eben Howard Hawks. "High Noon" mit "Rio Bravo" zu vergleichen, halte ich, trotz einiger eindeutiger Parallelen zwischen den beiden Filmen, nur zum Teil für angebracht. Insgesamt sind die Unterschiede enorm. Beide Werke stehen auf ganz eigenen Beinen und sind, jedes für sich, Meisterwerke.

Nach dem Desaster mit seinem letzten Film, dem Monumental-Epos "Land der Pharaonen" (1954), übrigens Martin Scorseses heimlicher Lieblings-Film, zog sich Hawks für vier Jahre nach Europa zurück, wo er schnell das Fernsehen und seine Serienformate zu schätzen lernte. Hawks erkannte, dass die Zuschauer vor allem deshalb Woche für Woche einschalteten, weil ihnen die Figuren so ans Herz gewachsen waren. Der Plot der jeweiligen Folge war zweitrangig.

Als Hawks schließlich nach Hollywood zurückkehrte, hatten auch in Amerika längst Serien die Bildschirme erobert. Die meisten und populärsten dieser Serien waren Western. Hawks wandte sich mit seinen Plänen für einen neuen Kino-Film an Jack Warner, den Boss von Warner Brothers. Als der Regisseur durchblicken ließ, er wolle einen Western mit John Wayne in der Hauptrolle drehen, erhielt er schneller als erwartet grünes Licht. Als Drehbuchautoren wurden Leigh Brackett und Jules Furthman verpflichtet, die beide schon mit Hawks zusammengearbeitet hatten.

Hawks wollte mit "Rio Bravo" einen kommerziellen Spielfilm drehen, in dem er seine persönlichen Wertvorstellungen von professionellem Verhalten, Vertrauen und Freundschaft zum Ausdruck bringen konnte. Stilistisch sollten sich die Zuschauer an eine Fernsehserie erinnert fühlen. Der vermeintliche Haupt- Plot des Filmes, die Konfrontation mit den von außen agierenden Schurken, ist gar nicht so wichtig, vielmehr enthält Rio Bravo mehrere sogenannte Subplots, Handlungsstränge, die es dem Publikum ermöglichen sollen, die Figuren lieb zu gewinnen und die, jeder für sich, auch Episoden einer TV-Serie hätten sein können.

Sheriff John T. Chance (John Wayne) hat den Bruder des reichen, mächtigen Nathan Burdette wegen Mordes inhaftiert. Burdette, der das Geschehen in der Stadt kontrolliert, will seinen Bruder notfalls mit Gewalt aus dem Gefängnis holen. Chance stehen nur zwei Gefährten zur Seite: der alkoholkranke Deputy Dude (Dean Martin) und der alte, hinkende Stumpy (köstlich: Walter Brennan).

Das Office mit dem Gefängnis wird gewissermaßen zu einer Art Alamo-Stellung. Hier harren Chance und seine Freunde der Ankunft des Marshalls.

Howard Hawks lässt die Geschichte absichtlich in klar definierten Grenzen spielen. Dies gilt auch für die räumliche Ausdehnung der Ereignisse. Die Stadt Rio Bravo wirkt wie ein ganz eigener Mikrokosmos, fast abgeschnitten von der Außenwelt.

Als Pat Wheeler (Ward Bond), ein alter Freund von Chance, nach Rio Bravo kommt und ihm Hilfe anbietet, lehnt Chance ab. Er will keine Amateure an seiner Seite, selbst wenn sie es noch so gut meinen. Profis, selbst wenn sie ihre Schwächen haben, sind ihm lieber. Schon gar nicht will er unbeteiligte Zivilisten in Gefahr bringen. Das ist Howard Hawks pur.

Das Gespräch zwischen Chance und Wheeler bringt es auf den Punkt: "A cripple and a drunk, that`s all you got?" Darauf antwortet Chance: "That`s what I got". Der Held ist bei Hawks ein absoluter Profi und lässt sich nicht beirren, und das soll auch für diejenigen gelten, von denen er sich gegebenenfalls helfen lässt.

Wenig später wird der redselige Wheeler auf offener Straße erschossen. Sein junger Schützling Colorado (Ricky Nelson) bleibt in der Stadt und will Chance dabei unterstützen, die Mörder zur Verantwortung zu ziehen.

Zusätzlich muss Chance sich mit der jungen, höchst attraktiven Feathers (Angie Dickinson) herumschlagen, die im Hotel abgestiegen ist, das der Mexikaner Carlos (Pedro Gonzales) mit seiner Frau betreibt. Chance hält Feathers zunächst für eine Betrügerin, eine Falschspielerin. In gewissem Sinne ist sie wirklich auf der Flucht, doch sie ist keine Gaunerin. Sie ist heimatlos, wird irrtümlich steckbrieflich gesucht. Eine junge Frau, die unabsichtlich in den Kampf gegen Burdette hineingezogen wird.

Eine Frauenfigur, die den männlichen, coolen Helden ganz schön ins Schwitzen bringt und die viel mehr ist als bloßes Augenfutter, weil sie ihre Standpunkte hat und sich zu behaupten weiß. Das kennen wir spätestens seit "Haben und Nichthaben" (To have and to have not, 1944), als Lauren Bacall Humphrey Bogart mit Pfiff um den Finger wickelte. Auch das ist Howard Hawks pur.

In "Rio Bravo" zitiert Howard Hawks sich praktisch selbst. Die sich entwickelnde romantische Beziehung zwischen dem viel älteren Chance und der jungen Feathers erinnert absichtlich an Bogart und Bacall. Sicherlich eine dieser typischen Männerphantasien, doch dank der leichtfüßigen Inszenierung und den wunderbaren Schauspielern funktioniert das alles.

Frauenfiguren wie sie Lauren Bacall, Rosalind Russell oder eben Angie Dickinson unter seiner Regie spielten, schätzte Hawks besonders, weil sie den Männern ebenbürtig gegenübertreten und sich nicht scheuen, ihnen Contra zu geben. John T. Chance trägt übrigens Züge des Regisseurs. Howard Hawks hatte auch während seiner insgesamt drei Ehen immer wieder Affären, besonders mit deutlich jüngeren Frauen.

Überhaupt spielt John Wayne hier eine seiner schönsten Rollen. Der Duke, bereits Anfang 50, ist hier ganz in seinem Element. Nie zuvor und nie wieder danach war er so cool wie hier. Er ist das Kraftzentrum in der Gruppe, für die er die Verantwortung trägt. Er macht die Ansagen, ist harter Hund und echter Kumpel in einem und er steht zu seinem Wort. Ein echter Leader, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann, der aber auch seine Grenzen kennt. Auf Colorados Frage, warum er sein Gewehr immer und überall bei sich habe, antwortet Chance, er habe herausgefunden, dass es Männer gibt, die mit einem Revolver schneller sind als er...

Eine Männerriege, in der eine absolut klare Hierarchie herrscht. John Wayne spielt wunderbar die für ihn so typisch gewordene Rolle des Patriarchen, der seinem Assistenten und gestraucheltem Kumpel Dean Martin wieder auf die Beine zu helfen versucht. Chance weiß um Dudes eigentliche Stärken und weigert sich, ihn fallen zu lassen. Walter Brennan gibt unnachahmlich die zänkische, gleichzeitig stets besorgte, sich nach Anerkennung sehnende Vater/-Mutterfigur. Die Kabbeleien zwischen diesen dreien verleihen diesem Film eine große Portion seines unverwechselbaren Humors.

Besonders beschwört Hawks seine Idealvorstellung von (männlicher) Kameradschaft in der Szene, in der die mittlerweile durch Colorado zum Quartett gewordenen Freunde im Gefängnis gemeinsam musizieren.

Angie Dickinson glänzt als Frau, die durch ihre herzhafte Art dem Anführer den Kopf verdreht und Ricky Nelson ist der junge Bursche, der zu der alt eingesessenen Männergruppe dazugehören will und seine Fähigkeiten auch später unter Beweis stellt, als er Chance mit der Hilfe von Feathers das Leben rettet.

In der zur Legende gewordenen Eröffnungssequenz des Filmes zeigt Hawks bereits seine ganze Meisterschaft als Regisseur. Über vier Minuten lang wird kein Wort geredet und dabei werden bereits mehrere Handlungsstränge etabliert, Figuren und ihre Beziehung zueinander werden vorgestellt. Vordergründig geht es um den Mord, den Joe Burdette (Claude Akins) im Saloon begeht, doch das erste, was wir sehen ist Dude, der die Kneipe durch die Hintertür betritt. Als er ein Geldstück aus einem Spucknapf klauben will, um sich damit einen Whisky zu kaufen, geht Chance dazwischen. Man achte hier besonders auf die Perspektive der Kamera...

Im weiteren Verlauf des Filmes wird immer klarer, dass Dude, dem die Mexikaner den Spitznamen "Borrachon" (Säufer) verpasst haben, die eigentliche Hauptfigur des Filmes ist. Die Figur trägt starke Züge seines Darstellers. Dean Martin hatte wie Dude nach einer unglücklichen Liebschaft selbst lange mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Martin spielt wirklich ganz stark! Neben einem Schwergewicht wie John Wayne und einem Veteranen wie dem dreifachen Oscar-Preisträger Walter Brennan nicht zu verblassen ist schon eine bemerkenswerte Leistung.

Dean Martin, der auch den Titelsong singt, spielt einen Mann, der seine Würde, seine Selbstachtung zurückgewinnen und die Zweifel an seinen eigenen Fähigkeiten überwinden muss. Er muss wieder lernen, der Profi zu sein, der er war, bevor er anfing zu trinken und sich den Respekt der Gemeinschaft wieder erarbeiten, doch ohne Hilfe schafft er es nicht.

Howard Hawks inszenierte diesen Klassiker mit einer entwaffnenden Lässigkeit. Er lässt sich Zeit, konzentriert sich auf die Figuren und schafft so magische Momente mit Szenen, in denen vordergründig eigentlich rein gar nichts passiert. Die Kamera-Arbeit ist exquisit und kommt ohne Mätzchen aus. Die Musik von Dimitri Tiomkin erklingt ebenfalls angenehm dezent. Selbst bei Actionszenen sieht der Regisseur offenkundig keine Veranlassung, ein besonders hohes Tempo anzuschlagen. So steuert die Geschichte auf einen Showdown zu, in dem auch der wegen seiner Behinderung zurückgewiesene Stumpy, der mit den Burdettes noch eine alte Rechnung offen hat, einen großen Auftritt haben wird...

Die mexikanische Melodie, die Burdette spielen lässt, um seine Gegner einzuschüchtern, wurde übrigens eigens für diesen Film komponiert. John Wayne gefiel das Stück so gut, dass er später in seinem eigenen Film "The Alamo" (1960) eine Variation davon für den Soundtrack verwendete und Dimitri Tiomkin als Komponisten verpflichtete.

Rio Bravo gilt heute als wichtigstes, persönlichstes Werk von Howard Hawks, der der Lieblings-Regisseur von Quentin Tarantino ist. Dieser bezeichnete Rio Bravo einmal als vielleicht besten Kumpel-Film, der je gedreht wurde. Der Film war seinerzeit zwar ein großer Kassenschlager, seinen Status als Meisterwerk erlangte er aber erst viel später.

Howard Hawks filmisches Gesamtwerk fand erst die ihm gebührende Anerkennung, als der Regisseur seine Karriere längst beendet hatte. Erst wenige Jahre vor seinem Tod erhielt er einen Oscar für sein Lebenswerk.

Die hier vorliegende 2-Disc Special Edition bietet auf Disc 1 den Film in voller Länge im Bildformat 1:85/ 16:9 anamorph. Auf einem entsprechend kompatiblen und eingestellten Fernseher kann man ihn nun im Vollbild ohne störende Balken genießen. Bei einem großen Flachbild-Gerät wäre man etwas näher am Kino-Erlebnis. Das Bild wurde sorgfältig restauriert und ist für einen Film dieses Alters wirklich ausgezeichnet.

Der Ton ist ebenfalls sauber aufbereitet und liegt auf Deutsch, Englisch und Spanisch vor. In der deutschen Fassung handelt es sich um die Original-Synchronisation der Kinofassung.

John Wayne und Dean Martin werden nicht von ihren üblichen Sprechern synchronisiert. Trotzdem passen die Stimmen zu den Figuren. John Wayne wird von Ernst Konstantin gesprochen, dessen Stimme der von Heinz Engelmann ähnelt, der Wayne in den 50er Jahren sehr oft sprach. Dean Martin wird hier von Holger Hagen synchronisiert, der deutschen Standard-Stimme von Richard Burton, und Walter Brennan wird auf deutsch geradezu genial von Hans Hessling zum Leben erweckt. Alles in allem ist die Übertragung der Dialoge ins Deutsche gut gelungen, wobei ich das amerikanische Original, vor allem wegen der herrlich flapsigen Sprüche, trotzdem vorziehe.

Es gibt jede Menge Untertitel, aber leider nicht für den sehr informativen Audio-Kommentar, den Filmkritiker Richard Schickel und Regisseur John Carpenter zusammen sprechen.

Die restlichen Extras befinden sich auf der zweiten Scheibe. Ein Rückblick mit einigen echten Howard Hawks-Experten, u.a. Peter Bogdanovich auf die Entstehung und den späteren, bis heute anhaltenden Einfluss des Filmes, in dem unter anderem Angie Dickinson, die einzige Überlebende der Ur-Besetzung auf die Dreharbeiten zurückblickt und auch archivierte Tonband-Aufnahmen von Howard Hawks zu hören sind, ist ebenso enthalten wie eine kürzere Doku über das legendäre Studio Old Tuscon, in dem neben zahllosen Episoden von TV-Serien auch die Außenaufnahmen von Rio Bravo gedreht wurden.

Das dritte große Extra ist eine schon etwas ältere Dokumentation in Spielfilmlänge von Richard Schickel aus der Reihe "The Men, Who Made The Movies" über Leben und Karriere von Howard Hawks. Der Meister, der in so vielen verschiedenen Genres unvergessliche Filme schuf, äußert sich auch persönlich. Sydney Pollack führt als Erzähler durch den Film.

Das Grundmuster von "Rio Bravo" variierte Hawks später mit "El Dorado" (1966) und "Rio Lobo" (1970), jeweils ebenfalls mit John Wayne in der Hauptrolle. Wayne spielt darin natürlich nicht mehr Sherriff Chance sondern andere Charaktere, aber aufgrund der Parallelen bilden diese drei Western eine Art inoffizielle Trilogie.

Rio Bravo ist ein Klassiker von legendärer Coolness. Lässig, unaufdringlich und voller Weisheit. Der Film ist durch die Bank toll gespielt, geschrieben und inszeniert von einem, der es einfach drauf hatte. Genau das Richtige für echte Western-Fans und solche, die es werden wollen. Auf jeden Fall der perfekte Film für eine Clique guter (Männer-)Freunde.

Nachtrag: Einige, die sich diesen Film auf Bluray zugelegt haben, scheinen mit der Bild-und Tonqualität der blauen Scheiben gar nicht glücklich zu sein. Ich wollte mir Rio Bravo ursprünglich ebenfalls in der High Definition-Version zulegen, habe aber, nachdem ich einige negative Reviews gelesen hatte, davon Abstand genommen. Vielleicht sind die Mängel der Bluray bei neuen Pressungen ja inzwischen beseitigt worden. Ansonsten kann man bei der "normalen" Doppel-DVD meines Erachtens bedenkenlos zugreifen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2003
Mein Lieblingswestern. Schauspieler, wie geschaffen für das Genre, eine Geschichte nach Westernart, die ewige Männerfreundschaft. Natürlich der damaligen Zeit entsprechend, und dem Regisseur gemäß, ein wenig macho, was die Rolle der Freauen angeht, aber doch ein 'sehr gut besetzter und gespielter Film, den man sich immer wieder ansehen kann.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2006
Gut - ja. Western sind nicht jedermans geschmack. Aber Filmfans und Westernfans dürfen diesen Film weiß Gott nicht verpassen. Howard Hawks - der fast jedes Genre mit Meisterwerken bereichert hat (z.B. Scarface), leistete hier ganze Arbeit. Mit einer Traumcast (John Wayne, Dean Martin, Angie Dickinson, Ricky Nelson, Walter Brennan) verwirklicht er seine Version von "High Noon"
Selbiger Film inspirierte ihn auch -Hawks´ empfand es als beleidigung, wie der Sheriff in "High Noon" um unterstützung bettelte. Dementsprechend ist John Wayne in "Rio Bravo" mehr als nur souverän - und die unterstützung (ein Säufer und ein behinderter alter mann) mutet lächerlich an.
Das Thema der Männerfreundschaft zwischen Dude (Martin) und dem Sheriff (Wayne) steht im Vordergrund der Geschichte.
Die DVD selbst ist ausreichend bestückt (Deutsch, O-Ton, UT in üblichen sprachen und ausblendbar bei O-Ton) leider aber ohne Bonusmaterial... (mit ausnahme des Trailers, der aber standart ist)
Sicher hätte man an der DVD-umsetzung einiges Besser machen können, aber für den Film gibt es 5 Sterne ohne zu zögern...
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2003
Was soll man nach Wörtern suchen um diesen Western zu beschreiben, wenn es doch so einfach ist zu sagen: Unschlagbar gut, genial trotz einfacher Geschichte dank den einzigartigen Charakteren und deren Schauspielern. John Wayne als Chance ist der knorrige Man for Law and order in seinem besten Western; Dude der saufende Deputy meisterhaft verkörpert von Dean Martin (musste wohl nur sich selbst spielen) und Walter Brennan als Krüppel Stumpy (Das war ein Guter...). Auch heute noch stets sehenswert. Howard Hawks' Masterpiece im Western Genre dank den brillanten Figuren und der packend erzählten Geschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Film ist ein Klassiker, muss man nichts dazu sagen. Aber die Bearbeitung für das 16:9 Format bildfüllend ohne schwarze Ränder ergibt einen ganz neuen Eindruck. Die Titelmusik muß man natürlich auch erwähnen (Tiomkin). Auch ein Klassiker.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2000
Rio Bravo sollten selbst hartgesottene Westerngegner sehen. John Wayne in einer Paraderolle, Dean Martin, Ricky Nelson und Walter Brennan komplettieren das Team um den Sheriff Chance (John Wayne), das sich mit einem reichen und skrupellosen Rancher anlegt. Der Kampf ist spannend, amüsant und dermaßen unterhaltsam, daß man sich wünschen möchte, der Film dauerte noch ewig.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2008
Es gibt ja viele sehr gute Western, aber fünf Sterne würde ich nur wenigen davon geben, weil auch ein Gutteil der großen Filme dieses Genres viele Klischees bedient. "Rio Bravo" ist eine erfrischende Ausnahme, zumindest was die Protagonisten betrifft. Und das, obwohl er durchaus zu den "klassischen" Western zu zählen ist.
John Wayne ist John Wayne, aber dafür lieben wir ihn ja auch.
Walter Brennan spielt einen verkrüppelten Sheriffsgehilfen, der für einiges an Witz sorgt. (Ist zwar ein Klischee, aber so gut gemacht, dass es einfach schön ist.)
Dean Martin spielt einen Freund von Sheriff Wayne, einen Trunkenbold. Er spielt ihn so überzeugend, vor allem mit all den hässlichen Seiten eines Trinkers, wie man ihn im Western selten sieht.
Angie Dickinson hat die weibliche Hauptrolle, und sie lässt den alten Wayne in ihrer Unbekümmertheit oft herrlich unbeholfen wirken.
Ricky Nelson ist überraschend gut als der - im Western durchaus übliche - Youngster, der aber, im Gegensatz zu den jungen Männern in den meisten anderen Western, kein Heißblut ist, sondern ein besonnener Kerl, der seinen Teil zur Aufgabe beiträgt.
Die "Aufgabe" in diesem Film ist die Inhaftierung und vor allem die Fluchtverhinderung eines Mörders, dessen Bruder ein mächtiger und gewaltbereiter Rancher im Einzugsgebiet von Waynes Stadt ist. Alle Charaktere tragen ihren Teil zur Story bei, jeder hat seine Momente. Es tut gut, dass keiner der drei Begleiter nur mitspielt, damit den Westernkonventionen ("du brauchst einen Trinker, einen jungen Hitzkopf und einen lustigen Alten") genüge getan wird.
Mehr zu verraten wäre unfair; für mich war der Film bis zum Schluss spannend und er hat - achtung, sehr subjektiv - das gewisse Etwas, das ihn von der Mehrzahl seiner "Genrekollegen" abhebt.
Wer Western mag, dürfte von diesem nicht enttäuscht sein (hat ihn aber wahrscheinlich ohnedies schon), und auch für Menschen, die Filme einfach nur genießen wollen, ist er ein heisser Tipp.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2007
Im allgemeinen war John Wayne in den Filmen am besten, in denen er durch das Drehbuch gefordert wurde, gegen sein eigenes Klischee zu spielen, also beispielsweise in "Red River" und "The Searchers". Jedoch - keine Regel ohne Ausnahme. In "Rio Bravo" ist er ohne Einschränkung großartig, obwohl er hier John Wayne, John Wayne und nichts als John Wayne spielt. Will heißen: als Sheriff John T. Chance ist er der typische harte Bursche mit weichem Kern, unerschrocken, besonnen, integer und prinzipientreu und mit praktisch jeder positiven Eigenschaft versehen, die ein Westernheld überhaupt haben kann, und außerdem mit jener Prise Humor und Selbstironie, die verhindert, dass die Sache sich ins pathetische versteigt. Wayne gibt, kurz gesagt, den sympathischsten Charakter, der jemals in einem Western zu sehen war. Hier ist er nicht nur John Wayne, sondern der beste aller möglichen John Waynes.

Die Geschichte ist von rührender Schlichtheit (um nicht zu sagen Einfalt): Mit einer Handvoll Getreuer verteidigt Chance das Gefängnis, in dem er den Mörder Joe Burdette gefangen hält, gegen eine Bande von dessen Bruder Nathan gedungener Revolvermänner, rettet nebenher seinen aus unglücklicher Liebe zum Säufer gewordenen früheren Hilfssheriff Dude (Dean Martin) aus der Gosse und erlebt eine etwas spröde Liebesgeschichte mit der Pokerspielerin Feathers (Angie Dickenson). Das Geschehen bewegt sich geradezu rituell zwischen den Schauplätzen Gefängnis - Straße - Hotel; das Glück wechselt hin und her, aber am Ende behalten - natürlich - die Guten die Oberhand. Zentral für den Film sind die vielen Szenen zwischen Chance, Dude, dem alten Stumpy (Walter Brennan) und dem jungen Colorado (Ricky Nelson), die trotz vieler kleiner Reibereien zu einer verschworenen Gemeinschaft werden und als solche der feindlichen Übermacht trotzen können. Das wird von den vieren so wunderbar ausgespielt, dass sie einem richtig ans Herz wachsen. Dabei ist der Grundton des Films vergleichsweise leicht und humorvoll und vermeidet mit großem Geschick sowohl Pathos als auch Klamauk - die vier Helden agieren überzeugend nach der Devise: die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Und selbst die berühmte musikalische Einlage von Dean Martin und Ricky Nelson ("My rifle, my pony and me") hat Stil und fällt nicht aus dem Rahmen. Stilsicherheit, das zeichnet diesen Film von der ersten bis zur letzten Minute aus.

Bekanntlich hat Howard Hawks "Rio Bravo" als Gegenentwurf zu "High Noon" gedreht, dessen todernste, pathetische Grundhaltung ihm ein Greuel war. Für meine Begriffe ist "Rio Bravo" der um Längen bessere Film. Zwar erreicht er nicht die dramatische Geschlossenheit und Stringenz von Fred Zinnemanns Klassiker, aber auf die hatte es Hawks auch gar nicht abgesehen, der stattdessen ein viel differenziertes Bild der Personen und ihrer Beziehungen entwirft. Außerdem ist bei Hawks das gute Ende als Erfolg der "verschworenen Gemeinschaft", die sein Film feiert, logisch und folgerichtig, während das Happy End in "High Noon" unlogisch und inkonsequent ist: da es Gary Cooper dort nicht gelingt, die Menschen der Stadt als Helfer zu gewinnen (was während des ganzen Films als zwingende Voraussetzung für den Erfolg vorausgesetzt wird und neunzig Prozent der Handlungszeit ausmacht), dürfte er den Kampf am Ende nicht gewinnen oder zumindest nicht überleben, sondern müsste sein Leben opfern. Wayne, Martin, Brennan und Nelson dagegen lassen zwei Stunden lang keinen wirklichen Zweifel daran, dass sie das Ding schon schaukeln werden. Man gönnt es ihnen von Herzen.

Fazit: "Rio Bravo" ist einer der schönsten, wenn nicht der schönste Western. Wer sich diesen Film nicht ansieht, hat selber Schuld.
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