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Kundenrezensionen

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am 9. Juni 2012
Ich kann nicht fassen, dass die negativen Rezensionen sich tatsächlich größtenteils darauf stützen, dass der Film weniger lustig wäre als die Serie. An all jene, die so argumentieren (und dann auch noch betonen, was für riesen M*A*S*H Fans sie sind): MASH war zuerst ein Buch! Und zwar eines, das sehr eindrücklich den harten Alltag der oft noch sehr jungen MASH-Ärzte beschreibt, die ihren Galgenhumor hauptsächlich dazu benutzten, im Kriegschaos, zwischen Schwerverletzten und weit weg von ihrer Familie, nicht durchzudrehen. Darauf basiert der Film. Dass er nicht so vollgepackt mit Gags und Klamauk ist wie die später entstandene Serie ist klar. Die Serie ist Familienunterhaltung. MASH ist ein Antikriegsfilm. Also: Buch lesen, Film nochmal schauen, und getrennt von der Serie betrachten. 5 Sterne übrigens, weil der Film für Fans des Romans wirklich gut umgesetzt ist :-)
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TOP 1000 REZENSENTam 21. April 2012
Wenig Respekt, dafür aber viel Blut: So in ungefähr der Zustandsbericht es bei der 4077 Einheit des Mobile Army Surgical Hospital aus, ein Lazarett irgendwo in Korea - ungefähr 3 Meilen von der Front entfernt
Die dort praktizierenden Chirurgen Captain Benjamin Franklin Pierce (Donald Sutherland), von allen Hawkeye genannt und der eher konservative, aus den Südstaaten stammende Captain Augustus Bedford Forrest (Tom Skerrit), genannt Duke, verrichten dort ihren anstrengenden Dienst.
Dabei stehen die Chirurgen ständig Soldaten sterben und darüberhinaus vor dem Problem, junge Soldaten wieder so zusammenzuflicken, dass sie wieder für die Front taugen.
Dazwischen flirten sie immer mal wieder recht derb mit den Schwestern, treiben subversive, derbe Streiche mit ihren Kameraden und halten sich mit Sex und Alkohol in guter, zynischer und sarkastischer Laune.
In dieser Hölle muss sich fast zwangsläufig eine Art Anarchie ausbreiten, damit man diese traumatischen Ereignisse, die Alltagsroutine sind, einigermassen ertragen kann und man nicht daran zerbricht.
Der Galgenhumor fungiert als Selbstschutz.
Ein Dorn im Auge ist ihnen der gläubige Arzt Frank Burns (Robert Duvall), der entweder Gott oder einem anderen die Schuld gibt, wenn eine OP daneben geht. Hawkeye und der Duke liegen ihrem Vorgesetzten Colonel Blake (Roger Bowen) , der auch keinen echten Plan hat und die Eskapaden seiner durchgeknallten Chirurgen mitträgt, ständig in den Ohren, dass sie Verstärkung brauchen.
Die kriegen sie dann auch und zwar in Form von "Trapper" John McIntyre (Elliot Gould), ein bärtiger unheimlich wirkender Spezialist, der aus einer rennomierten Bostoner Familie stammt, zur Freude von Hawkeye ebenso begeisterter Golfspieler ist und stets mit einem Glas Oliven ausgerüstet ist, damit der Martini besser schmeckt.
Ebenso neu im Lazarett des Grauens ist die überperfekte Schwester Major Margaret O'Houlihan (Sally Kellerman), die stets die zügellosen Zustände im Camp anprangert.
Inzwischen laufen die zahlreichen wohltätigen, subversiven oder vor allem irre verrückten Aktionen weiter, immer vonre mit dabei sind die Chirurgen. Höhepunkt wird ein Footballspiel mit einer anderen Armee-Einheit, wo die Hauptregel lautet, die geltenden Regel zum Vorteil der eigenen Mannschaft zu beugen...
Robert Altmans Militärsatire "MASH" enstand 1970, zur gleichen Zeit als neben diesem mit schwarzem, fiesem Humor durchtränkten Antikriegs-Potpourri auch epische Kriegsfilme wie "Tora Tora Tora" oder "Patton" enstanden.
"MASH" kam zur rechten Zeit, das Publikum dieser Zeit war extrem daran interessiert progressiv zu denken und daher schlug "MASH" an der Kasse wie eine Bombe ein und machte Robert Altman, der sogar von seinen Schauspielern Sutherland und Gould für extrem verrückt und durchgeknallt angesehen wurde, mit einem Schlag weltberühmt.
Es sollten ihm im Laufe der nächsten Jahre viele weitere Klassiker wie "Mac Cabe & Mrs. Miller", "Buffalo Bill und die Indianer", "Nashville", "Eine Hochzeit" oder "Short Cuts" gelingen.
Dabei ist eines der Markenzeichen Altmans in "MASH" ziemlich ausgeprägt: dieser überlappende Dialog, der für eine große Authentizität des Geschehens sorgt.
Die einzelnen Episoden im Lazarett werden von einem Lautsprecher begleitet, der einen japanischen Radiosender überträgt oder in dem ein Militärsprecher Infos durchgibt.
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am 22. Februar 2003
Lieben Sie das Absurde, schwarzen Humor bis an die Grenzen der Belastbarkeit und erstklassige Schauspieler ?
Dann ist dieses Meisterwerk von Robert Altman die richtige DVD für Sie. Auch nach so vielen Jahren hat dieser Film nichts von seiner Wirkung verloren, vielleicht auch weil er (leider) wieder so aktuell ist.
Wie sich die Protagonisten, die alle zum Dienst zwangsverpflichtet wurden, durch den Koreakrieg bewegen ist einfach grossartig in Szene gesetzt, Elliot Gould, Donald Sutherland, Robert Duval und Tom Skerritt tragen ihren Teil dazu bei. Einige Extras auf der DVD runden das gute Bild ab.
An dieser Stelle noch ein Wort zur Fernsehserie, die diesem Film folgte. Auch diese erreichte Kultstatus, sie brauchte einige Folgen um in den USA akzeptiert zu werden, da vieles, das Robert Altman im Fim drastisch zeigte, für die TV-Ausstrahlung gemildert werden musste. Heute ist sie durchaus sehenswert, die Serie wird ebenfalls durch sehr gute Darsteller getragen.
MASH ist Kult und gehört in jede DVD - Sammlung.
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am 14. Dezember 2012
Beim Durchsehen der vorhandenen Bewertungen stellt sich aufdringlich die Frage, ob dieser Film für einen Serienfreund sehenswert ist oder eben nicht.

Die Serie halte ich für gut, der Humor ist relativ leicht und trifft den heutigen Zeitgeist. Wer auch mit modernen Komödien und Serien mit Lachern im Hintergrund etwas anfangen kann, für den ist auch die Serie sehr gut geeignet.

Es klingt nun arrogant, und nicht sonderlich bescheiden, aber da nunmal beides auch auf den Film zutrifft: Dieser Film ist es auf keinen Fall. Es ist wohl traurige Tatsache, und ich verfalle jedesmal in tiefe Melancholie wenn ich es mir eigestehen muss, aber diesen Zeitgeist, den auch andere Filme aus dieser Epoche represäntieren, den gibts heute auf Celluloid nicht mehr zu sehen. Wenn man den unterschiedlichen Humor einmal ungeschminkt trennen will, könnte man zu einem traurigem Ergebnis kommen:

Der Film macht sich über Ereignisse und Personen lustig, welchen eine naturgegebene Ernsthaftigkeit und oft Tragik anhaftet, dass es im Endeffekt zum echten Nachdenken über Sinn und Sinnlosigkeit über ein Ereignis wie den Krieg anregen kann, und wohl auch soll. Abgesehen davon hat eine ganz große Portion Respektlosigkeit wohl noch wenigen geschadet. Diesen Film würde ich gerne auf dem Platz des himmlischen Friedens auf der Leinwand sehen.

Die Serie ist in ihrem Ansatz wie gesagt gut, aber sie geht bei weitem nicht so tief und weit, und zwar in jeder Beziehung, wie der Film. Die Serie setzt nunmal dort an, wo Laurel und Hardy aufhören: Dort wo es gehörig lustig ist, aber jeder mitkommt und sich keiner auf den Schlips getreten fühlt. Um es unverschämt zu sagen: Wer den Film im Verhältnis zur Serie abwertet, der hätte sich anstelle des Films lieber einen Tatort angesehen, der ist wenigstens spannend!

Denen sich der Film erschließt werden feststellen, dass sich dieser Film in eine sehr kleine Reihe ultra-derber Späße einreiht, welche absichtlich vor keiner Konvention und keinem Tabu halt machen, und wirklich anspruchsvolles und amüsantes Kino für Erwachsene und junge Erwachsene darstellen. In eine Reihe mit diesem Geist würde ich "Die Ausgebufften", "Stoßtrupp Gold", "Wege zum Ruhm", "Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben" setzen. Dritter Film ist wohl kein Spaß, aber die Absurdität und Doppeldeutigkeit sind beiden gemeinsam.

Diese Rezension erhebt natürlich rein gar keinen Anspruch auf Objektivität oder Qualität. Da ich aber nicht verstehe, wie man einen Film, zu dem man keinen Zugang findet, dann auch noch schlecht bewerten kann, wars mir ein Bedürfnis einen möglichen Blickwinkel zu zeigen.
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am 19. März 2001
Diesen Film muss man wirklich gesehen haben. Der Vorwurf, er käme nicht an die Fernsehserie ran, ist absoluter Blödsinn. Meiner Meinung nach ist er um vieles kultiger, ausdrucksvoller und verfügt über einen Soundtrack, der seinesgleichen sucht!
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am 10. Mai 2001
mash gegört zu DEN klassikern der kinogeschichte. der film diente vielen, damals noch unbekannten jungmimen (z.b. donald sutherland, und nicht zuletzt dem regisseur altman) als sprungbrett in wahnsinnskarrieren und ist daher alleine schon ein must-have-titel. ausserdem wunder ich mich immer noch darüber, dass dieser film eine amerikanische produktion ist bei soviel zynismus und einer absoluten anti-kriegsgeschichte... egal. nach dem film wurde auch die mash serie gedreht, wer diese mit dem film vergleicht ist selber schuld. zwei völlig unterschiedliche paar stiefel (die serie ist allerdings auchn knüller). ach ja, soundtrack top.
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Eine perfekte Komödie vor ernstem Hintergrund. Lockere und witzige Dialoge, gut ausgesuchte Schauspieler, die perfekt harmonieren. Der Film ist nie langweilig und die Gags bleiben immer auf einer intelligenten Ebene. Sehr gute Unterhaltung - und wer es eher poltisch sieht, dem steht es frei MASH als eine besondere Art von Antikriegsfilm zu sehen. Gesamturteil: Sehr sehenswert!
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am 9. Juni 2004
+++++++
M*A*S*H - ein Feldlazarett hinter der Front, welches Ärzten und Schwestern alles abfordert und sie an ihre Grenzen stoßen läßt. Der Film eines Regisseurs, der über Techniken wie den Einsatz von langen Brennweiten und Teleperspektive den Zuschauer zum Beobachter macht und hierbei den Eindruck von Realismus vermitteln will. Ein Film von Robert Altman, der hinter allem vordergründigem Klamauk und Sprücheklopferei doch noch in jedem Aspekt ein Korn Wahrheit hervorlugen läßt - ist nicht jeder Kriegsfilm auch ein Antikriegsfilm?
MASH kam 1970 in die Kinos. Die verwendete Sprache, und davon lebt der Film, koppelt diesen sehr eng an die Entstehungszeit; manch anderer Film ist hier "zeitloser". Auch ist zu bedenken, daß der Vietnam-Krieg noch nicht beendet war und die allseits bekannten, drastischen Folgen wenig Einfluß auf die allgemeine Stimmungslage des Films besaßen; zwischen den Zeilen stellt sich hier ein Lebensgefühl dar, welches im späteren Amerika in dieser Art kaum wiederzufinden ist.
Doch für den, der gar nicht in Tiefsinnigkeit verfallen will, steht das lose Mundwerk bei allen Akteuren klar im Vordergrund:
"Mann, super Plan, wirklich klasse - was sind das eigentlich für kleine Pfeile dort?"
"Ich habe hier eine Beschwerde mit Anschuldigungen, die ich so gar nicht glauben kann."
"Na, dann glaub' sie doch einfach nicht."
"Ok, wir lösen dies anders. Ich schlage ein Footballspiel vor."
"Kriterien für Erfolg sind Organisation, Disziplin und Teamwork."
"Sir, sollten wir uns nicht zunächst etwas lockermachen?"
Aus meiner Sicht nach wie vor sehenswert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Betrachter verschiedener Generationen (z.B. Mittdreißiger und "Wollmützenträger") auch den gleichen Eindruck erhalten.
DVD + Bonusmaterial: Die Bildqualität ist für heutige Verhältnisse ziemlich unterdurchschnittlich, aber dies wird wohl direkt mit dem Original zusammenhängen und nicht in einer Art Fehlpressung begründet liegen. Die Scheibe enthält glücklicherweise eine englische Sprachversion sowie ein ca. halbstündiges Making-of, in dem der Regisseur und die Hauptdarsteller zu Wort kommen und interessante Hintergründe beisteuern wie das Verhältnis zum Drehbuchautor, der einen Oskar erhielt, an dessen Vorlage sich aber niemand gehalten hat.
+++++++
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am 10. September 2009
Ganz grosses Kino von Robert Altman: Traumhaft gute Hauptdarsteller (insbesondere Gould und Sutherland), alltäglicher Wahnsinn im Kriegslazarett, Musik, Atmosphäre alles stimmig. Gehört auf jeden Fall zu den besten Filmen des damals "Neuen Amerikanischen Kinos" (Casavetes, Scorsese, Altman u.a.).
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am 30. April 2003
Wer auf Englischen Humor steht, und die Weißkittel auch nicht ganz Ernst nimmt, ist hier genau Richtig. Hier wird nicht nur Operriert sondern auch aus Reinigungsalkohol mal auf die Schnelle ein Coktail gemischt, oder über Potenzprobleme diskutiert. Wer hier eingeliefert wird stirbt nicht an Ärztepfusch wie es in manchen Kliniken der Fall ist, nein hier sterben sie höchstens an einem Professionellen Lachkrampfus.
Robert Altman gelang wirklich die Antikriegssatiere des Jahrhunderts und Donald Sutherland brilliert in seiner Rolle....
Ich sag nur eins K*A*U*F*E*N
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