weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Kamera16 Learn More madamet Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen7
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. August 2005
Musikalisch wie dramatisch stellt "Tristan und Isolde" einen Wendepunkt in der Musikgeschichte dar. Geplant war ein Werk, das keiner Bühne größere Aufführungsschwierigkeiten bereiten und dessen Thema, die Liebe, aller Völkern der Erde gleichermaßen verständlich sein sollte. Wie so oft bei Wagner kam es anders.
Unter dem Eindruck der Liebe zu Mathilde Wesendonck, die, wohl auch durch den Reiz des Verbotenen gestärkt, außerordentlich tief gewesen sein muß, gestaltete Wagner den hochmittelalterlichen Ritterroman des Gottfried von Straßburg auf ureigene Weise. Der Liebestrank löst bei ihm nicht die Liebe zwischen Tristan und Isolde aus, vielmehr setzt er lange unterdrückte Gefühle frei. An die Stelle einer quasi unter Zwang entstandenen Liebe tritt eine Leidenschaft, deren höchste Erfüllung nur noch im völligen ineinander Aufgehen, in der Auflösung ins Nichts, im Tod gefunden werden kann.
Zu diesem für die Zeit unerhörten Thema schrieb Wagner eine Musik, die alle damaligen Konventionen überschritt. Mit Ausnahme des langen Duettes im zweiten Akt und dem Liebestod der Isolde hat die Musik über die ganze Dauer des Werkes keinen Ruhepunkt, befindet sich in ununterbrochener Bewegung und stellt plastisch die innere Aufwühlung der handelnden Personen dar. Die Musik stößt ins Seelische vor, läßt Träume und Sehnsüchte aufblühen, negiert die "reale" Existenz. Sehr lange Zeit schreckte jedes Theater vor der unmöglich scheinenden Aufführung des Werkes zurück.
Als diese Aufnahme entstand, führte der "Tristan" allerdings bereits seit beinahe 90 Jahren ein lebendiges Bühnendasein. 1952 sah Wilhelm Furtwängler endlich "den Augenblick gekommen, in dem man Schallplatten machen kann." Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er es als unmöglich erachtet, sein musikalisches und zeitliches Empfinden mit den Gegebenheiten einer unorganischen technischen Aufzeichnung in Einklang zu bringen. Der legendäre Produzent Walter Legge schaffte es, den Dirigenten mittels neuester Aufnahmetechnik zu überzeugen, womit diese einzigartige Einspielung zu einem Großteil auf sein Konto geht.
Allein schon das berühmte Vorspiel rechtfertigt die Anschaffung . Natürlich gibt es mittlerweile technisch perfektere Versionen, aber was die musikalische Auslotung betrifft, gelingt allein Carlos Kleiber eine ähnlich erhebende und erschütternde Interpretation. Und Kleiber hatte bei weitem nicht so gute Sänger.
An erster Stelle ist da Kirsten Flagstad zu nennen. Diese war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 57 Jahre alt, ist somit natürlich keine jugendlich-leidenschaftliche, sondern eine an mehreren Stellen geradezu weise Isolde. Daß sie nicht mehr auf dem Höhepunkt ihrer stimmlichen Leistungsfähuigkeit ist, bemerkt man nur im ersten Akt, wenn ausschließlich die beiden Frauen zu hören sind. Hier ist die einzige Schwachstelle dieser Aufnahme, da auch Blanche Thebom als Brangäne etwas überfordert ist und das Orchester teilweise überlaut spielt, was sehr zu Lasten der Textverständlichkeit geht. Mit der Liebestrank-Szene erreicht die Einspielung jedoch Weltniveau. Das lange, spannungsvolle Schweigen des Liebespaares, spärlich und doch unglaublich intensiv untermalt, die ausbrechende Leidenschaft im Kontrast mit dem Jubelgesang der Schiffsleute, der geradezu überirdische zweite Akt mit dem wohl längsten Duett der Operngeschichte, schließlich der Liebestod - eine rundere Darstellung der Isolde ist für mich nicht vorstellbar.
Auch Ludwig Suthaus war 1952 nicht mehr der Allerfrischeste. Er ist alles andere als ein jugendlicher Held, vielmehr verströmt seine Darstellung vom ersten Augenblick an eine tiefe Melancholie, die sich nach der Leerung des "bittern Kelches" in größte Leidenschaft und Todessehnsucht wandelt. Seine stärksten Momente hat auch er im zweiten Akt, sowie in den gewaltigen Ausbrüchen des todwunden Helden im dritten Akt. Anders als sehr viele seiner Vorgänger und Nachfolger in der Rolle bewältigt er diese Passagen von höchster Schwierigkeit durchgehend singend, verfällt nie in Gebrüll oder Sprechgesang. Für mich ist er insgesamt der Überzeugendste von allen Tristan-Darstellern.
Von den Nebenrollen sticht vor allem Dietrich Fischer-Dieskau hervor. Er stand damals noch ziemlich am Anfang seiner großen Karriere und singt den Kurwenal als jungen Kämpfer von einfachem Gemüt ohne intellektuelle Verbrämung, ist noch meilenweit entfernt von Mätzchen späterer Zeiten und der traurigen zweiten Einspielung dieser Rolle unter Carlos Kleiber.
Josef Greindl ist zwar nicht der ideale König Marke, da stehen Martti Talvela, Kurt Moll und Gottlob Frick vor ihm, doch vermag er mit seiner etwas brüchigen, rauhen Stimme die Enttäuschung und die Trauer des betrogenen Königs sehr überzeugend darzustellen.
Nicht ganz glücklich bin ich mit der Brangäne von Blanche Thebom. An einigen Stellen kämpft sie stark mit der Sprache, ist im ersten Akt hörbar überfordert und gerät zeitweise ins Schreien. Sie steigert sich jedoch im zweiten Akt enorm, ihr Gesang vom Turm herab gehört zu den schönsten Stellen dieser Aufnahme.
Abgerundet wird das Ensemble von Rudolf Schock als junger Seemann und Hirt, der diesen kleinen Rollen ein lyrisches Eigenleben zu verleihen mag.
Dies ist nicht die ideale Tristan-Aufnahme, die gibt es nicht und wird es wahrscheinlich niemals geben. Doch kommt sie in ihrer Gesamtheit der Idealvorstellung dieser Mutter aller Liebesdramen ziemlich nahe.
Sie sollte in keiner Klassiksammlung fehlen, es sei denn natürlich, man mag keinen Wagner.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Als Ergänzung von "vully" und Martin Resch nur noch zur Klangqualität ein paar Worte:
Tatsächlich warte ich noch auf eine endlich dem Potenzial der Originalbänder angemessene CD-Veröffentlichung, denn diese bieten wesentlich mehr als alle bisherigen CD-Ausgaben!
Ich besitze die LP-Box (deutsche Pressung) aus der Reihe DACAPO von EMI. Wenn man diese Schallplatte hört, glaubt man klangtechnisch eine völlig andere Aufnahme vor sich zu haben: Klar, präsent, hell, nicht verfärbt, ganz natürlich - ein viel direkteres klangbild! Wenn die CDs nach gefühlten "Anfangvierzigern" klingen, so empfindet man den Klang der LP als absolut aktuell - halt mit minimalem Rauschen und in Mono...
Vielleicht tut sich bei der EMI ja endlich mal was bezüglich Remastering. Die VÖs der letzten Jahre waren so oft qualitative Flops - besonders das unsensible einsetzen von Frequenz- und Rauschfiltern bin hin zu den unschönen Digitalisierungseffekten, wie sie Überspielungen von Biligfirmen wie "Documents" o.ä. hervorbringen.
Wie schade - EMI! Bei diesem Archiv an Sternstunden der interpretatorischen Musikgeschichte...!

Ergänzung vom 19. August 2013:

In Japan (erhältlich bei HMV-Japan oder Japan-CD) gibt es eine Überspielung, die endlich der technischen Qualität der Aufnahme gerecht wird - wenn auch sehr teuer, so doch unbedingt empfehlenswert!

- - - - -

Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen! Lesen Sie gern auch andere meiner weit über 200 Klassik-Besprechungen mit Schwerpunkt "romantische Orchestermusik" (viel Bruckner und Mahler), "wenig bekannte nationale Komponisten" (z.B. aus Skandinavien), "historische Aufnahmen" und immer wieder Interpretationsvergleiche und für den Kenner bzw. Interessierten meist Anmerkungen zum Remastering!
22 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 31. März 2014
Fast schon sagenhaft kann man Wilhelm Furtwänglers Studioproduktion von Richard Wagners "Tristan und Isolde" nennen. Die legendäre Referenzaufnahme mit dem Philharmonia Orchestra von 1952 gilt vielen Musikliebhabern im direkten Vergleich mit anderen erstklassigen Einspielungen als primus inter pares – als Erste unter Gleichen. Doch was macht diesen Tristan so besonders?

Ein Exkurs: Stilwandel

Im Krieg hat Furtwänglers "Konzert-Tristan", also Vorspiel und Liebestod, noch ganz anders geklungen. Doch der Krieg und die Nachkriegsjahre haben den Dirigenten verändert. Seine Interpretationen waren nun weniger pulsierend, dafür um so menschlicher. Sein Musizieren war fortan weniger Ausdruck von momentaner Anspannung oder emotionaler Last. Es verlagerte sich vielmehr auf eine andere Ebene, auf die der Humanität, als wollte Furtwängler mit seiner Kunst die höchsten Ideale der Werke aufzeigen – Musik als Ausdruck universeller Menschlichkeit. Es ist ein wenig zu vergleichen mit dem Unterschied zwischen dem zweiten und dem Finalsatz von Beethovens neunter Sinfonie.

Der Studio-Tristan: Die Musik

Der zuvor beschriebene Wandel wirkte sich ebenso auf den Tristan von 1952 aus. Zunächst fallen die getragenen Tempi auf, die gelegentlich bemängelt werden. Aber den Kritikern sei entgegengehalten: Wo sind diese Tempi Selbstzweck? Nirgends! Im Gegenteil, Furtwängler füllt die Musik mit einer unbeschreiblichen Intensität, die manch ein Kollege nicht einmal mit rasanten Tempi erreicht. Wo wirken sich die Tempi ungünstig auf das Drama aus? Nirgends! Im Gegenteil, sie verhelfen dem Drama zur vollen Entfaltung. Die Gefühle, die Zwänge, alles Unterschwellige entsteht hier ganz von selbst, ganz natürlich bis in die Spitzen.

Diese Natürlichkeit zeichnet Furtwänglers Tristan vor allen "Konkurrenten" aus. Vollkommen organisch und ganz wie von selbst entwickelt sich das Drama mit einer unerschütterlichen Konsequenz, daß es mir beim Hören schon oft den Atem verschlagen hat. Besonders die Innerlichkeit kommt bei Furtwängler einzigartig zur Geltung. Schafft man sich die richtige Atmosphäre zum Hören dieser Aufnahme, läuft man schnell Gefahr, von ihr gefesselt und vollkommen entrückt zu werden.

Die Sänger

Noch einmal kann man die großartige Kirsten Flagstad in einer ihrer Paraderollen erleben. Ob ihr Elisabeth Schwarzkopf bei den hohen Tönen (aus)helfen mußte, ist für mich letztlich egal, denn Flagstad bietet eine ausnahmslos durchdringende Isolde. Ihre Stimme ist noch immer von der angenehmen Wärme dunklen Goldes und die Isolde der 56jährigen ein ausnahmsloser "Ohrenschmaus". Ihr steht ein glänzender Ludwig Suthaus zur Seite. Der 45Jährige erinnert stimmlich an strahlendes Gold. Er besticht durch einen runden Klang und große Intensität. Beide mögen kein jugendliches Paar mehr sein, aber ein sich innig liebendes allemal!

In den "Nebenrollen" überzeugen Blanche Thebom als Brangäne, die neben Flagstad eine gute "zweite Geige" spielte, Dietrich Fischer-Dieskau als kraftvoll ungestümer Diener Tristans und Josef Greindl als solider Marke. Ebensogut sind die übrigen Rollen besetzt. Dem Chor des Royal Opera House (Covent Garden) könnte man einzig vorhalten, daß es gelegentlich mit der deutschen Aussprache etwas hapert. Damit wäre dann schon sprichwörtlich das Haar in der Suppe gefunden.

Primus inter pares

So erinnert mich Furtwänglers Tristan an einen behutsam geschliffenen Bernstein, den man gegen die Sonne hält: eine weiche Oberfläche, ohne Ecken und Kanten, aber dafür von einer essentiellen Wärme und edler Ausstrahlung. Keine Künstlichkeit, keine unnötigen musikalischen Abenteuer, sondern nur gleißend gelbraunes Licht, das dem Hörer in den unterschiedlichsten Schattierungen entgegenströmt und durchtränkt ist von bedeutungsvoller Tiefe. An seinen Rändern, wo der Stein die Sonne nicht ganz verdeckt, brennt und sticht es auch mal ganz ordentlich. Furtwänglers Tristan bleibt ein Drama von großer Intensität.

Seine Interpretation, verbunden mit den faszinierenden Sängern dieser Einspielung, hat einen Tristan von edler Natürlichkeit, ein Drama um seiner selbst willen, entstehen lassen. Und so ist diese klanglich großartige Mono-Aufnahme für mich diejenige, die die Spitzenaufnahmen von Karajan,Böhm oder Kleiber noch überragt, ein (musikalisch) strahlender Bernstein in (gesanglich) schimmerndes Gold gefaßt.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2006
Zu sagen bleibt mir nur, dass dies die beste Einspielung von Tristan und Isolde ist, und wahrscheinlich auch noch einige Zeit bleiben wird (und ich habe einige auf Platte, CD oder schon live gehört), und das wird einem schon in den ersten 2 Minuten des Vorspiels klar. Dies bleibt für mich die Referenz-Aufnahme, und es ist mir egal ob Elisabeth Schwarzkopf der damals immerhin schon 57jährigen Kirsten Flagstad einen ihr selbst nicht mehr zu Gebote stehenden hohen Ton "zugeschustert" hat.
Zu den Sängern muss man nicht viel sagen, auch auf sie trifft der Titel dieser Rezension zu. Zu Furtwängler muss man anmerken, dass er in erster Linie Musik mit dem Orchester machte, und wer stimmlich mit der von ihm produzierten Klanggewalt nicht mitzuhalten imstande war konnte keine Rücksichtnahme erwarten. Hier jedoch fügt sich alles perfekt zusammen, so eine Kombination gibt es, wie gesagt, so bald nicht wieder. Da tun mir die Leute leid, die sich nach dem Prinzip Mono=Bäh! keine alten Aufnahmen anhören.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2004
Bei den allemeisten Kritikern wird diese Aufnahme regelmäßig hymnisch bewertet. Das war auch der Grund, warum ich mir die Aufnahme angeschafft habe und ich muß sagen: Angesichts der darüber geschriebenen Hymnen bleibt ein Gefühl der Enttäuschung zurück. Auch das ist jedenfalls nicht die allein gültige Traumaufnahme des Tristan, die gibt es nämlich nicht! Wer auf Stereosound nicht verzichten kann, muß sowieso eine spätere Aufnahme wählen. Selbst Furtwängler als vielgepriesener Tristandirigent ist meiner Meinung nach nicht über Kleiber zu stellen, dafür hat dieser bestenfalls niedliche (Price) bis schwächliche (Kollo, der alte F-Dieskau) Sänger - ok. Kurt Moll ist Spitze!. Wer die Flagstadt auf dem Höhepunkt (und nicht als 57-jährige Oma) als stimmlich jugendliche Isolde hören will, muß sich die Covent-Garden-Live-Aufnahme 1936 mit Melchior besorgen. Wer Suthaus at his very best und damit unübetroffen hören will, der lege sich die konzertante Berliner-Aufführung des 3. Aktes von 1947 unter Furtwängler zu. Den insgesamt besten Tristan bietet ebenfalls die erwähnte Covent-Garden- Aufnahme aus 1936 mit Lauritz Melchior, nebenbei auch den meiner Meinung nach auf keiner Aufnahme übertroffenen Kurwenal von Herbert Janssen. Allerdings kommt bei dieser Aufnahme angesichts der prähistorischen Aufnahmetechnik der Klangphantasie des Hörers ein nicht unbeträchtliches Gewicht zu. Trotzdem: alle 3 Hauptprotagonisten erreichten 1936 mit rein sängerischen (!) Mitteln ohne die histrionischen Mätzchen von Lorenz (nicht ohne Faszination aber halt doch mehr ein TristanSchreier als ein TristanSänger), Suthaus (wenn die Stimme nur immer täte, was der Sänger will - aber trotzdem Respekt!), Kollo (wenn ich 85% der Oper nur flüstere, dann glauben die Leute bei den restlichen 15% womöglich glatt, ich hätte Stimme?)und unzähligen anderen Nachgekommenen eine immaginative und sängerisch nie mehr überbotene Aufführung.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2002
Auch oder gerade wenn diese Studioproduktion in der Regel hymnisches Lob findet, sei hier ein bißchen Granteln erlaubt. Nicht nur, daß das Studio dem "Tristan" ohnehin selten bekam: Hier sind zudem manche andere Abstriche zu machen. Das Philharmonia Orchester reagiert recht unempfindlich auf Wagners Dramatik, Furtwängler ist live erheblich inspirierter dokumentiert. Für Flagstad kommt die Isolde eindeutig zu spät, und zwar nicht wegen des angeblich ergänzten Spitzentons (wo?), sondern weil ihre überreife und nicht mehr problemlos ansprechende Stimme recht matronenhaft klingt. Zum Vergleich bieten sich die exzellente Grob-Prandl (Sabata 1950)oder Braun (Knappertsbusch 1950)an. Um so besser agiert Suthaus als Tristan mit vollendeter, wenn auch in der Höhe nicht immer glanzvoller Stimme (wie auch als Siegfried im Furtwängler-Ring von 1953) und Rollenauffassung (darin Treptow in der Kna-Aufnahme mit Braun von 1950 vergleichbar). Insgesamt ein wichtiges Dokument am Ende von Furtwänglers Laufbahn - und vor allem wegen Suthaus hörenswert. Ansonsten, trotz aller Hymnik: Es gibt besseres in Sachen "Tristan" (Knappertsbusch, Goodall, Busch uva.).
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. März 2001
Eine, zwar alte Aufnahme aber es gibt keine bessere auf dem Markt zu habende CD dieser Oper von Wagner. Ein MUßß!!!!!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

93,34 €
7,50 €