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5.0 von 5 Sternen Überragender erster Wurf, 7. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Howlin Wind (Audio CD)
1976 - das war das Jahr der Queens und der Genesisse, das Jahr eines Alan Parsons, der Bostons und der Eagles. Aber es war eben auch das Jahr einer Patty Smith und der Ramones - und sogar der Modern Lovers. Und Pub-Rock hatte sich definitiv nicht durchgesetzt, war eine Minderheitenmusik, durch Punk in seiner Existenz bedroht. Selbst die namhaftesten Vertreter dieser englischen Kleinclub-Spezialität - Brinsley Schwarz - waren grade mit Auflösungerscheinungen befasst....und Soul hieß jetzt Disco.

1976 - kommt einer daher, dem vorher nichts gelungen ist, tut sich mit den Köpfen der Brinsleys zusammen, die sich jetzt The Rumour nennen und nimmt etwas auf, das er selbst als einen Mix aus Blues, Soul, Ska, Rockabilly, Rock'n'Roll, R'n'B und sonstwas bezeichnet und nimmt diese LP auf, ziemlich freihändig seinem einzigen Vorbild Van Morrison nachfolgend - und doch völlig anders klingend. Nun gibt es zwar all die aufgezählten Einflüsse auf Howlin' Wind, doch was Nick Lowe daraus mixt ist schon sehr dicht am Pub-Rock der eigenen Band und am R'n'B und Soul angelehnt, dafür sorgt dann auch der massive Bläsersatz, der alles irgendwie in Richtung Memphis und Muscle Shoals verschiebt. Soli spielen hier keine Rolle, selbst wenn Dave Edmunds einmal seine Art des Rockabilly darf. Sound, Gruppensound in knackig kurzen Songs ist alles was zählt. Auch Balladen der schmusigen Art stören da nur - Rasiermesserschärfe im Ganzen ist angesagt.

1976 - das ist auch das Jahr von Black & Blue, einer der unterbewertesten Aufnahmen dieses Jahres. Wie sehr sie unterbewert ist, erkennen und würdigen auch Parker und Lowe, wenn sie in Soul Shoes die Riffs Richards zitieren.

Gehst Du heute also alleine auf Deine Insel, wirst Du neun Deiner großen Vorlieben mitnehmen - die definitiv weder Boston noch Trick of the Tail heißen, vielleicht aber Black & Blue. Doch die zehnte das wird ziemlich sicher Howlin' Wind sein. Sie fasst das gesamte Gefühl einer Periode in ein paar knappe Noten, sie hat dieses Lebensgefühl supertiefgefroren erhalten, so dass sie in Deinen Ohren auch vierzig Jahre nach ihrem Entstehen immer noch saucool klingt - als so ziemlich einzige Aufnahme dieser Periode....neben Black & Blue.
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Howlin Wind
Howlin Wind von Graham Parker (Audio CD - 2001)
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