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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Optisch ein Traum !, 1. Februar 2011
Von 
Katze Grelly - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF Nikkor 300 mm/4,0 IF-ED Objektiv (Elektronik)
Die Optik wurde Ende der 80iger Jahre auf den Markt gebracht. Sie wurde in der Zwischenzeit von einem Modell mit AF-S abgelöst. Leider hat Nikon die "Volksfernlinse" immer noch nicht mit einem Bildstabilisator ausgestattet, möglicherweise auch, weil ihr die 70-300er VR-Zooms ziemlich den Rang abgelaufen haben dürften. Eigentlich schade........

Zu der hier angebotenen 4/300 AF-ED-Ausführung: Das 1,5 kg-Schwergewicht weist mechanisch die Solidität eines Panzers auf; um es zu zerstören, müßte schon ein solcher darüberfahren. Praktisch sind die ausziehbare Sonnenblende und der stabile drehbare Stativsockel, der allerdings nur dann im Schwerpunkt der Kamera-/Objektiveinheit sitzt, wenn das Objektiv an ein Kameragehäuse von mehr als 1 kg angeschlossen ist, was allerdings nicht heißt, daß leichtere Gehäuse daran nicht verwendbar wären. Die Entfernungseinstellung lässt sich für Autofokusbetrieb verriegeln; entriegelt man die Entfernungseinstellung bei Autofokusbetrieb, dreht sich der Ring mit. Zum manuellen Betrieb ist also die Objektivtaste zu entriegeln und die Kamera auf "M" einzustellen! Der Autofokus ist einer der ersten Generation, d.h. ein Spindelantrieb (was per se noch nichts Negatives ist), der sich "laaangsam" dreht: die Schärfenachführung bei Sport- oder Tieraufnahmen ist idR zu langsam und dynamische Aufnahmen sind sicher nicht die Domäne dieses Objektivs. Ein eingebauter Fokusbereichsbegrenzer mit einer etwas verwirrenden Funktion macht die Chose auch nicht nennenswert schneller. Praktisch ist der interne Filterhalter für 39er Filter (ein Filterglas wird mitgeliefert und muß auch immer eingesetzt sein). Trotzdem gibt es für Vorsätze oder zum Schutz der Frontlinse noch ein 82er Frontgewinde.

Wo liegen nun die Stärken des Objektivs? Erstmal in der traumhaften Abbildungsleistung: Schärfe, Kontrast und Farbe sind ein Genuß schon bei offener Blende. Abblenden zur Steigerung der Abbildungsleistung ist völlig unnötig. Keine nennenswerte Verschlechterung der Abbildungsleistung ergibt sich bei Verwendung eines 1,4 fach Konverters, wobei darauf hinzuweisen ist, daß bei der Verwendung von Nikon Teleconvertern von Hand fokussiert werden muß. Empfohlen sei hierfür der sehr gute und relativ preiswerte Kenko Teleplus 300 1,4x, der auch den Spindelautofokus überträgt (Autofokus damit gelegentlich etwas unsicher). Damit kommt man bei FX/KB zu einem 5,6/420 er Objektiv, bei DX gar zu einem 5,6/630 er Objektiv und das bei sehr guter Abbildungsleistung. Auch bei höheren ISO-Werten an der Digitalen empfiehlt sich unbedingt zumindest ein Einbeinstativ zu verwenden. Umwerfend sind mit diesem Objektiv auch Nahaufnahmen aus großer Entfernung bei Verwendung des stabilen 52,5mm-Zwischenrings PN-11 von Nikon (allerdings ohne Autofokus).

Zur Bewertung: Die optische Leistung des Objektivs verdient mehr als 5 Sterne, jedenfalls gemessen daran, wie auf diesen Seiten üblicherweise auch einfache Konsumlinsen bewertet werden. Gleiches gilt auch für die Stabilität des Objektivs. Nicht mehr zeitgemäß sind der langsame Autofokus und der fehlende VR bei dieser Brennweite. Hierfür muß ein Punkt Abzug von der maximal vergebbaren Punktzahl von 5 gemacht werden. Zum Schluss ist allerdings nochmals zu unterstreichen, daß das Objektiv bereits offen eine traumhafte Abbildungsleistung hat, die sich mit ganz teuren Objektive wie z.B. den Nikkoren 2,8/300 oder 2,8/400 durchaus messen kann, ohne daß hierfür der Gegenwert eines neuen Kleinwagens auf den Ladentisch zu legen ist. Die Abbildungsqualität des Nikkor 4/300 AF-ED ist bei sorgfältiger Arbeitsweise der, die mit den beliebten Objektiven Nikon 70-300VR, 80-400VR oder Sigma 120-400OS bzw. 150-500OS zu erzielen ist, weit überlegen. Die Farbtendenz der Linse ist im Vergleich zu der der modernen G-Objektive etwas kühler (m.E. zeichnen die neuen Nikkore zu warm). Eine Angleichung kann man durch Einschub des L1BC-Filters erreichen. Das Bokeh der Linse ist die reine Sahne.

Nachsatz: Inzwischen habe ich auch eine Rezension des o.g. Kenko Konverters eingestellt, den ich ebenfalls mit **** bewertet habe.

2. Nachsatz: Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß das abgebildete und mit der Bezeichnung "AF-Nikkor 300mm/4,0 IF-ED" versehene Objektiv nicht mit der technischen Beschreibung übereinstimmt, diese vielmehr zu dem neueren AF-S Nikkor 300mm/4,0 IF-ED" paßt. Ich betone, daß ich hier das ältere, in der Überschrift bezeichnete und abgebildete Objektiv beurteilt habe. Anzumerken ist, daß die neuere AF-S-Version zwar über eine Ultraschallscharfstellung verfügt, jedoch - im Gegensatz zu allen anderen langbrennweitigen Nikon-Objektiven - nicht über einen Bildstabilisator (VR), so daß auch die AF-S-Version von der technischen Ausstattung noch nicht als "das Gelbe vom Ei" anzusehen ist.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen feinzeichnendes Schwergewicht, 9. September 2012
Von 
A. Bracke (Greifswald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF Nikkor 300 mm/4,0 IF-ED Objektiv (Elektronik)
Ich berichte vom abgebildeten NIKKOR AF300/f4 IF-ED (nicht die neuere AF-S Version).
Ich habe mir dieses Jahr ein "gebrauchtes" 300f4ED gegönnt und freue mich immer wieder an der optischen Leistung. Ich habe seit einigen Jahren mit meinem 70-300VR nette Aufnahmen von freifliegenden Vögeln gemacht. Dabei gefiel die Möglichkeit, durch den VR auch bei beginnender Dämmerung noch frei Hand zu fotografieren. Das 300f4 erwarb ich, um es später mit Konverter zu verlängern. Ich benutze die Objektive an meiner D90 und nun auch an meiner F100. Beide Kameras sind mit Batteriegriff ausgestattet, das Objektiv ist damit dermassen gut im Gleichgewicht, dass es auf einem Stativ nicht kippt, selbst wenn man es (fast waagerecht) nicht fixiert; zum Tragen würde ich aber dringend zum Sunsniper Gurt (oder einem ähnlichen Produkt) raten, damit hängt es angenehm und belastet das Kamerabajonett nicht so stark. Das Objektiv stellt wunderbar frei, ist offen gut einzusetzen: der Schärfeverlauf ist beeindruckend, die Farbwiedergabe ausgeglichen. Angenehm ist die eingebaute Streulichtblende (kein Schrauben, kein Verlieren oder Vergessen) und die Möglichkeit die kleineren 39mm Filter zu benutzen. Der Stangen-AF ist tatsächlich deutlich langsamer als zB beim AF-S70-300 (die F100 stellt schneller als die D90), aber mit der Einstellhilfe der AF-Reichweite läßt sich zB auch ein davonfliegender Adler problemlos einfangen, bei fliegenden Schwalben ist allerdings der Vogel weg, bevor die Kamera ihn entdecken konnte-wenn man solch ein Ziel aber erst mal im AF gefangen hat, verfolgt auch das 300f4ED problemlos! (Auch wenn Ken Rockwell unter anderem deswegen schreibt: für Wildlife und birds ungeeignet...) Was aber nervt (an der ganzen Objektivserie und damals ein echter Kritikpunkt bei Nikon war) ist die umständliche Umschaltung zwischen AF und MF mit den beiden zu bedienenden (an der Kamera fummelig kleinen) Umstellhebeln - die Möglichkeit, jederzeit manuell in den AF einzugreifen, kann man bei der neueren Bauart geradezu geniessen. Die optische Leistung ein Knaller, haptisch eine Wucht: da hat man richtig was in der Hand und fühlt die Solidität! Ich hab die Linse diesen Sommer meinem Bruder für ein Wochenende ausgeliehen, er hat es an seiner D7000 benutzt und wollte es am liebsten hinterher nicht mehr abgeben. Gebraucht ist es zwar meist teurer als das AF-S70-300VR/f4.5-5.6 neu aber jeden Euro Wert!
Mittlerweile habe ich mir einen Kenko-Teleplus-Konverter AF2xMC7DG gekauft (als Reaktion auf die Empfehlungen, die hier zu lesen waren). Entgegen der Empfehlung von Nikon habe ich den 2x nicht den 1,4er erworben. Damit wird es erst recht wichtig, auf die Belichtungszeit aufzupassen, oder (besser) ein Stativ zu benutzen. Wie zu erwarten, leidet die AF-Ziel-Genauigkeit, und der AF arbeitet bei schönem Sonnenlicht zuverlässiger. Sehr erstaunt war ich, dass diese Kombination umwerfend scharfe Bilder bei 1/60s mit Blitz in Innenräumen ergibt!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nikkor 300mm f/4, alle Versionen, 28. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF Nikkor 300 mm/4,0 IF-ED Objektiv (Elektronik)
Ich habe im Laufe der Jahre die Versionen Nikkor 300mm f/4.5 IF-ED (manueller Fokus), AF Nikkor 300mm f/4 IF-ED (Stangenautofokus) und AF-S 300mm F4D IF-ED (Ultraschall Autofokus) besessen und stimme mit den Bewertungen meiner Vorredner im wesentlichen überein. Ich werde daher nicht bereits geschriebenens noch einmal wiederholen, sondern nur Einiges aus meiner Sicht ergänzen:

Von der manuell fokussierbaren Version rate ich ab. Damit war ich schon in den frühen 80ern nicht zufrieden. Insbesondere mit 1.4x Konverter sind chromatische Aberrationen und Purple Fringing für ein Objektiv dieser Preisklasse sehr hoch. Das AF ist hier deutlich besser, das AF-S geht noch einen halben Schritt weiter und erreicht Auflösungswerte, welche mit den extrem teuren Profilinsen mithalten können. Es schneidet auch besser ab als ein gebrauchtes AF 300mm f/2.8(D). Alle MF und AF 300mm f/2.8 _vor_ dem AF-S sollten um mindestens eine Stufe abgeblendet werden, um die Auflösungsreserven moderner DSLRs zu nutzen. Damit sinkt die nutzbare Lichtstärke auf f/4 und f/2.8 wird zur Notreserve für schlechte Lichtverhältnisse. Das AF-S 300mm f/4 liefert ab Blende 4 volle Schärfe. Damit ist es bei halbem Gewicht und kaum höheren Preis die deutlich bessere Wahl gegen eine hochlichtstarke ältere Gebrauchtlinse. Erst die Versionen AF-S und AF-S VR des 300mm f/2.8 sind uneingeschränkt offenblendentauglich und ziehen hier gleich bzw. vorbei, was man beim drei- bis vierfachen Preis ja auch erwarten möchte.

Filterseitig gefällt mir das AF-S am besten. Nikon Fotografen mit mehreren Objektiven haben heutzutage 77mm Filter, das ist der neue Profistandard. 82mm wie beim AF sind bei Nikon unüblich, allerdings bei Sigma häufiger bei deren Premiumlinsen. Die 39mm Filter des AF sind völlig exotisch, haben ein unübliches Gewinde und sind nur bei Nikon und nur in wenigen Versionen erhältlich, welche vorwiegend für die Arbeit auf Film interessant sind. Ein Polfilter im Drehrahmen wie für die modernen Lichtriesen kenne ich für das AF 300 f/4 nicht. Und selbst wenn, das wäre bei Nikon teurer als ein 82mm Polfilter von Hoya oder einem gleichwertigen Hersteller. Die manuell fokussierbaren 300er mit f/4.5 hatten alle 72mm Filter, was damals bei Nikon ein gängiges Maß war.

Der Stativanschluss des AF-S 300mm f/4D ist ein wunder Punkt. Derselbe Krempel wie beim AF VR 80-400mm und eine Goldgrube für Kirk, RRS, Burzinsky und anderen Herstellern von Austauschschellen. Der des AF 300mm mag etwas schlecht austariert sein, heute hat aber ohnehin jeder zweite Fotograf eine Schnellwechselklemme im Arca Swiss System. Hier schafft eine etwa 10cm lange Schiene genug Spielraum zum feinfühligen Austarieren. Die Austauschschellen diverser Hersteller sind ohnehin für Arca kompatible Klemmung vorgesehen.

Ein Vorteil ist bei allen Versionen die ausziehbare Streulichtblende. Die ist bequemer zu handhaben und braucht weniger Platz als die heute gängigen Plastiktrichter, die man immer abnehmen und umgekehrt aufs Objektiv fummeln muss, wenn man die Linse einpacken will. Beim AF-S ist sie zu leichtgängig und rutscht immer nach unten, wenn man das Objektiv senkrecht hält. Allerdings kann sie in ausgefahrener Position fixiert werden. Auch ist sie ein wenig länger als das kurze Stummelchen des AF 300mm f/4. Bei der AF-S Version gibt es auch einen ganz normalen Nikon 77mm Objektivdeckel. Detto bei den MF Versionen in 72mm. Die AF Version kommt mit einer Kunstlederhaube ähnlich den "Elefantenkondomen" der lichtstärkeren Superteles. Allerdings gibt es für 82mm auch normale Objektivdeckel, wenn man das Häubchen nicht will.

Noch ein Wörtchen zum AF 300mm f/4 IF-ED und Telekonvertern: Ich würde ehrlich gesagt heute davon abraten, für ein neues Objektiv dieser etwa ein Vieteljahrhundert alten Serie noch über 1000 Euro auszugeben. Gebraucht kann dieses Objektiv aber ein sehr interessantes Angebot sein. Wer es mit einem 1.4x Konverter ergänzen will, kann ohne Einschränkung auch den TC-14B verwenden, wenn der Preis ok ist. AF funktioniert wie schon gesagt auch mit dem TC-14E oder TC-14E II nicht. Auch mit Fremdkonvertern ist man mit diesem Objektiv schon sehr an der Zuverlässigkeitsgrenze des Autofokus. Der über 30 Jahre alte TC-14B und der aktuelle TC-14E II sind nicht baugleich, die Ergebnisse sind aber auch an Nikkoren der € 10.000 Preisklasse nicht voneinander zu unterscheiden. Hingegen konnten die einstigen Jahrgangskollegen TC-300 und TC-301 (Vergrößerungsfaktor 2x) trotz ihrer beeindruckenden Größe und ihres einst extrem hohen Preises schon auf Film nicht überzeugen. Davon muss man im Digitalzeitalter erst recht abraten.

Summa Summarum kann man derzeit (April 2013) das AF-S 300mm f/4 als die beste Wahl bezeichnen. Ein Objektiv ohne gravierende Schwächen, auch wenn man sich in dem einen oder anderen Punkt noch Verbesserungen erhoffen möchte. Uneingeschränkt verwendbar mit 1.4x Konverter, mit einer Stufe Abblendung und möglichen Einschränkungen beim AF auch mit 1.7x. Lediglich der Preis ist derzeit etwas hoch, aber vielleicht sorgt ja irgendwann ein AF-S VR 300mm f/4G oder ein Zoom AF-S 100-300mm f/4G für preisliche Entspannung bei der derzeitigen Version.
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Nikon AF Nikkor 300 mm/4,0 IF-ED Objektiv
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