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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernachlässigter Meister hinreißend gespielt, 1. Oktober 2001
Von 
Marcel Bartnik (Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Charles-Valentin Alkan: Sinfonie für Soloklavier (Audio CD)
Auf seiner dritten CD mit Solo-Werken von Charles-Valentin Alkan wendet sich Marc-André Hamelin nun einem weiteren Hauptwerk des monumentalen Etüden-Zyklus op. 39 zu - der Symphonie für Klavier solo. Wie der Name schon vermuten läßt, dachte Alkan bei diesem Werk orchestral, so daß dieses Stück auch eher im Stile einer Transkription als einem typischen Klavierwerk komponiert ist. Die Umsetzung der Klangpalette eines gesamten Orchesters auf einen Konzertflügel ist aber bemerkenswert gut gelungen und läßt sich sicherlich etwa mit den Transkriptionen der Beethoven-Symphonien durch Liszt vergleichen, den Alkan ja auch persönlich kannte. Auch die Anforderungen an den Pianisten sind ähnlich immens und verlangen nicht nur eine klare Stimmführung innerhalb der komplexen Partitur und die Fähigkeit, einem so umfangreiches Werk auch die nötige Struktur zu geben, sondern darüber hinaus eine Technik, die über alle Zweifel erhaben sein muß. Wenn Alkan hier auch die Schwierigkeiten nicht so gigantisch auftürmt wie im Konzert für Soloklavier, so sind sie immer noch am oberen Ende der pianistischen Skala anzusiedeln; dies wird insbesondere im ersten und letzten Satz deutlich. Daß der kanadische Pianist damit ohne weiteres umzugehen weiß, ist schon lange kein Geheimnis mehr; er wagt es auch regelmäßig, das Werk in seine Konzertprogramme aufzunehmen. Die vorliegende Studioaufnahme ist vom Tempo her im Vergleich zu seinen Konzertauftritten etwas gemäßigter, was dem Stück aber durchaus zugute kommt. Hamelin entlockt mit seinem auch in schwierigsten Passagen leichtfüßig wirkenden Spiel der Symphonie eine Schönheit, die den Vorwurf, es handele sich nur um leeres Virtuosengeklingel, endgültig entkräftet. Natürlich ist Alkan im Vergleich zu Chopin oder Schumann nicht so reich an einprägsamen Melodien, obwohl auch diese nicht selten sind. Dafür kann man aber auch nach mehrmaligem Hören immer wieder etwas Neues entdecken und sich an der interessanten Rhythmik erfreuen, die in ihrer pulsierenden Motorik vor allem im Schlußsatz einen Prokofiev schon vorausahnt.
Auch die restlichen Stücke würden es verdienen, nicht weiter im Dunkel der Vergessenheit zu ruhen. "Salut, cendre du pauvre!" ist ein Trauermarsch-ähnliches Stück mit dramatischem Mittelteil, während "Alleluja" einen hymnisch-exaltierten Ausruf kompositorischer Freude darstellt. "Super flumina Babylonis", eine Vertonung des 137. Psalms, beginnt ruhig, schließt aber mit einem Alkan-typischen Ausbruch höchster Virtuosität, dem in diesem Fall jedoch nicht ganz so viel musikalischer Gehalt gegenübersteht. Anders bei den letzten drei "Souvenirs": dem lyrischen, aber pianistisch sehr anspruchsvollen "Aime-moi" folgt das unheimlich-chromatische "Le vent", bei dem man sich wie auch im Schlußsatz der 2. Chopin-Sonate einen über Gräber heulenden Wind vorstellen könnte. Dazu paßt auch das letzte Stück "Morte", ein Trauergesang, in dem auch das oft aufgegriffene Dies irae-Thema vorkommt; kompositorisch so kühn wie etwa Liszts Spätwerke und in seiner harmonischen Eigenart fast verstörend originell. - Das verhältnismäßig umfangreiche Booklet und das sehr gute Klang runden das exzellente Gesamtbild positiv ab.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne musik!!!, 15. April 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Charles-Valentin Alkan: Sinfonie für Soloklavier (Audio CD)
Wir haben uns jetzt schon dreimal die Symphonie angehört, jedes mal finden wir sie immer schöner. E.& P. von Bonsdorff
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3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Ehrenrettung Alkans?, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Charles-Valentin Alkan: Sinfonie für Soloklavier (Audio CD)
Ausnahmsweise kann man Marc-Andre Hamelin nur 4 Sterne zuerkennen, und das ist schade. Sein ehrenvoller Versuch, die Symphonie als eines der großen Werke zu etablieren, ist nicht ganz gelungen. Bereits zu seiner Zeit war Charles-Valentin Alkan höchst umstritten - Liszt bekundete sein positives Interesse, Schumann schrieb einen mehr als bissigen Verriß.
Hamelin spielt wie immer phantastisch souverän und technisch wie musikalisch ohne jede Schwäche. Alkans Grundmaterial kann allerdings nicht überzeugen. Die große Symphonie - ich habe sie nun viele Male gehört - hinterläßt schlicht und ergreifend keinen bleibenden Eindruck. Wo sich Liszts Sonate h-moll noch nach Tagen "im Ohr" befindet, der 4. Satz aus Schumanns op. 14 immer wieder in die alltäglichen Gedanken drängt, bleibt bei Alkan - nichts.
Man kann den Ausnahmepianisten nicht für sein Spiel kritisieren. Allerdings bleibt mein Eindruck, daß er sich ausnahmsweise im Repertoire vergriffen hat und ein Werk interpretiert, das eines Hamelin nicht würdig ist.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dramatik pur!, 25. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Charles-Valentin Alkan: Sinfonie für Soloklavier (Audio CD)
Mögen auch Marc-André Hamelin hier und da interpretatorische Schwächen nachgesagt werden, insbesondere infolge seines wummernden und damit gelegentlich deplazierten Klaviergegrolles - hier, bei Alcan, ist er in seinem Element und zieht alle Register. Ergebnis ist eine Zusammenstellung, die nicht nur Freunden der Romantik eine Wonne sein wird. Einzig das überaus zuckersüße Alleluia überspringe ich gern. Trotzdem: Volle Punktzahl!
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