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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Tod die Kundschaft abjagen und sich dabei verlieren.....
Frank ist ein Mensch der in einem der unwirklichsten Berufe dieser Welt arbeitet - er ist im Rettungsdienst, und das auch noch in New York...
Es ist ein Job ohne Netz und Doppelten Boden - Fehler werden sofort bestraft - und es ist die große Frage ab welcher Nähe zu Patienten diese als "Fehler" gewertet werden darf....
Der Film beschreibt...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2003 von Stephan Seither

versus
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2.0 von 5 Sternen Der Rettungssanitäter
Ein sehr subjektives Berufsbild von einem Rettungssanitäter (Nicolas Cage), der ausgebrannt ist, Alkohol und Drogen konsumiert und sich dennoch einen menschlichen Touch im Umgang mit den Hilfesuchenden bewahrt hat. Der Zynismus der Kollegen bestimmt die Kommunikation. Ist wohl ein Schutzverhalten, um in diesem Stress und inmitten des menschlichen Elends zu...
Veröffentlicht am 9. Juli 2011 von zopmar


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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dem Tod die Kundschaft abjagen und sich dabei verlieren....., 21. Dezember 2003
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Frank ist ein Mensch der in einem der unwirklichsten Berufe dieser Welt arbeitet - er ist im Rettungsdienst, und das auch noch in New York...
Es ist ein Job ohne Netz und Doppelten Boden - Fehler werden sofort bestraft - und es ist die große Frage ab welcher Nähe zu Patienten diese als "Fehler" gewertet werden darf....
Der Film beschreibt genau den Drahtseilakt zwischen Trost und Untergang mit Patienten und deren Angehörigen. Dieser Film offenbart uns Seiten (liebe Kollegen!) die sicherlich jeder schon einmal an sich entdecken durfte / mußte...
Der Film widmet sich der schönsten Droge der Welt - ein Leben zu retten und der größten Niederlage - eines zu verlieren!
Frank verfängt sich in den Leidensgeschichten seiner Patienten - wird eingeholt von der Kundschaft die er nicht dem Tod abjagen konnte. Nicolas Cage spielt diese Rolle wunderbar überzeugend, ist er doch in Vorbereitung zu diesem Film im New Yorker Rettungsdienst mitgefahren um an der Quelle zu sehen was er verkörpern soll...
John Goodman an seine Seite zu stellen war ein genialer Schachzug - die beiden wirken wirklich enorm realistisch!
Ist ein Kultfilm - in der Tat - und das nicht nur für mich und meine Kollegen aus dem Deutschen Rettungsdienst!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ambulance Driver, 28. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Der Film spielt in den frühen 90ern in einem New York, in dem Bürgermeister Rudi Giuliani die Broken Windows Theory und das Zero Tolerance Konzept noch nicht zur Maxime der Exekutive erhoben hat. Junkies, Penner, Straßenstrich - ein einziges Elend, durch das Frank und seine Sanitäter-Kollegen nächtens kurven und der Klientel harren. Die angespannte Langeweile wird mit Isopropanol und jener mit O-Saft gestreckt. Ein Job auf Abruf. Und der erfolgt natürlich immer zu spät, wenn die Kinderhure die Überdosis bereits intus hat, der Dealer schon auf dem Balkongitter aufgespießt ist oder die Reanimation nur noch eine Körperhülle am Funktionieren hält.

Ein Job also auch, in dem die privat organisierte Dienstleistung an der Gesundheit ihre eigene Ökonomie geltend macht. Leben retten bringt manchmal, den Tod verzögern auf jeden Fall, Geld. Franks Leid entstammt der Bodenlosigkeit und dem Fatalismus seiner Arbeit, sein Streben gilt einem sinnvollen Maßstab. Am Ende wird er den Tod akzeptiert haben. Und die Liebe.

Diesen bitteren Kern hat Scorcese in ein unbekümmertes Kaleidoskop expressionistischer Lichtorgien, schwelgerischer Musikeinfälle und überzogener Heroin-Chic-Allegorik aufgespalten. Ein verschlepptes 'Red, red wine' während Frank im Selbstversuch harte Drogen erprobt und in tiefroten Teppichen versinkt, ein hingerotztes 'I'm so bored with the USA' während er am Steuer brüllend vor Wahnsinn durch die Rotlichtviertel brettert, nur um dem ewig gleichen Penner ('The King of Stink, the Duke of Drunk') das Erbrochene aus der Luftröhre zu saugen. Dazwischen immer wieder Franks persönlicher Dämon, ein Mädchen, das er nicht retten konnte, das er nicht in der Routine des Jobs vergessen kann. Franks Geister verfolgen ihn. Sein Job ist seine Obsession, sein verzweifelter Versuch der Erlösung von dem Bösen um ihn herum. Doch es muss erst ein Engel in Form eines Ex-Junkies kommen, damit Frank seinen Frieden findet.

'Bringing out the Dead' ist ein großartiger Film, der mit Scorseses NY-Klassikern 'Mean Streets' und 'Taxi Driver' auf jeden Fall mithalten kann. Einer der besten Filme der letzten Jahre.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss - vor allem für Rettungsdienstinsider, 12. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Ich denke dieser Film ist für Szene-Insider wirklich ein erfrischender/komischer Film, aber auch ein Film der sehr differenzierte gesellschaftskritische Seitenhiebe in sich hat. Nicolas Cage spielt hier den ausgeburnten Paramedic Frank(eben keinen Sanitäter oder "Krankenwagenfahrer" wie das hier von anderen bezeichnet wurde - aber wir vergeben natürlich den Unwissenden)der in einem "problematischen" Viertel New Yorks Nachtdienste auf dem Rettungswagen verbringt. Zur Erheiterung tragen auch die echt schrägen Kollegen von Frank bei, die wohl durch den Dauerstress in New York alle ein mehr oder weniger großen Hau weg haben. Die Szenen/Einsätze am Rande der Gesellschaft dürften Insidern irgendwie bekannt vorkommen. Auf die notfallmedizinischen Details sollte man hier nicht so sehr achten, hier mußten wohl für die eigentlichen Ziele des Filmes Kompromisse gemacht werden. Alles in allem aber, meiner Meinung nach, eine gelungene Darstellung der Belastung von Menschen in diesem Berufsbild. Natürlich ist alles, für unsere Augen, New York-spezifisch überzogen. In einer deutschen Stadt wird man wohl seltener Einsätze mit mehren Schussverletzten haben. Aber es ist mit Sicherheit der Film zum Thema: Posttraumatisches Belastungssyndrom.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Rettungssanitäter, 9. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Ein sehr subjektives Berufsbild von einem Rettungssanitäter (Nicolas Cage), der ausgebrannt ist, Alkohol und Drogen konsumiert und sich dennoch einen menschlichen Touch im Umgang mit den Hilfesuchenden bewahrt hat. Der Zynismus der Kollegen bestimmt die Kommunikation. Ist wohl ein Schutzverhalten, um in diesem Stress und inmitten des menschlichen Elends zu überleben. In bestimmten Situationen nimmt Cage im Rausch Kontakt zu den Sterbenden auf. Das wird optisch umgesetzt, wie er die Toten wieder an die Oberfläche bringt. Eine predigende Nonne weist den Weg der Wiederauferstehung. Die letzte Einstellung wirkt demnach fast wie eine Pieta, wenn sich Cage an Patricia Arquette anschmiegt. Doch diese Religiosität wirkt etwas aufgesetzt. Eigentlich findet all das nur im Kopf von Cage statt, der von Toten heimgesucht wird, die er nicht retten konnte, und der durchaus nachvollziehbar an seiner Umgebung verzweifelt. In dieser hoffnungslosen Welt ist vielleicht die Flucht in einen religiösen Wahn ein möglicher Ausweg. Bedrückend realistisch und zugleich aber durch die Antennen zum Jenseits nach oben offen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Scorseses manisches Portrait eines Sanitäters am Rande des Nervenzusammenbruchs, 1. April 2014
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
"Bringing Out the Dead" war 1999 nach "Taxi Driver", "The Last Temptation of Christ" und "Raging Bull" die bereits vierte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Martin Scorsese und Drehbuchautor Paul Schrader. Die Parallelen zu ihrer ersten Kooperation "Taxi Driver" sind offensichtlich: Handlungsort ist New York Citys West Side, Handlungszeit ist zumeist die Nacht und Protagonist ist ein ausgebrannter, desillusionierter Mann, der diesmal anstelle eines Taxis einen Rettungswagen als fahrbaren Untersatz nutzt.

Doch die Ähnlichkeiten enden hier auch im Grunde, "Bringing Out the Dead" ist tonal ein ganz anderer Film wie Scorseses ikonisches Meisterwerk: Es ist ein Film, der sich auch stark über seine dichte, nächtlich-urbane traumartige Atmosphäre definiert, aber auf dramatischer und charakterlicher Ebene bei weitem nicht so packend ist wie "Taxi Driver". Das liegt daran, dass die Hauptfigur an sich nicht allzu interessant ist und sich auch nicht wirklich entwickelt. Das ist natürlich alles so von Schrader und Scorsese so beabsichtigt, aber der Mangel an Vorwärtsdrang des Films bewirkt, dass der Film nicht so sehr involviert. Man wird eher von der Atmosphäre aufgesogen, verbringt ein paar Filmtage Zeit mit den Charakteren, schlüpft - für Scorsese typisch - in ihre Schuhe, sieht, was sie sehen, kommt in ihren Stimmungszustand.

Im Mittelpunkt steht Frank (Nicolas Cage), ein Sanitäter, der einfach nicht mehr kann, der sogar verzweifelt darauf hofft, von seinem Chef (Arthur J. Nascarella) gefeuert zu werden. Doch diesen Gefallen kann er ihm nicht tun, denn es gibt einfach zuviel Arbeit auf New Yorks Straßen und zu wenig Personal. Die Krankenhäuser sind chronisch überfüllt, überall tummeln sich hoffnungslose Junkies und Alkoholiker, die sowohl bei den Sanitätern als auch bei den Ärzten schon längst bekannt sind, da sie immer wieder irgendwo auftauchen. Dem können die Charaktere nur noch mit purem, den eigenen Verstand erhaltendem Zynismus begegnen. Die Situation, die in "Bringing Out the Dead" präsentiert wird, ist eine meist verzweifelte und hoffnungslose, die aber mit schwarzem, galligem Humor gebrochen wird.

Letztlich passiert in "Bringing Out the Dead" nicht viel mehr, als dass man ein paar Nächte mit den am Rande des Wahnsinns stehenden Charakteren durch die düstere, urbane, traumartige Nacht-Zwischenwelt mit all seinen skurillen Gestalten von New York düst. Cages Protagonist ist dabei in einem Zustand der immer zwischen Lethargie, Überdrüssigkeit und Manie schwankt, während er von den Geistern der Nichtgeretteten verfolgt wird und eine vampirartige Existenz lebt. Der episodenhafte Film ist ebenfalls in einem merkwürdigen Zustand zwischen hyperaktiv-dynamischer Hektik und traumartigen Schwebezuständen geprägt, womit sich der irrationale Rhythmus des portraitierten Milieus gut auf den Zuschauer überträgt. Besonders beachtenswert ist die einfallsreiche, oft entfesselte, mit dem typischen Robert Richardson-Überstrahlen ausgetattete Kameraarbeit und der wilde Soundtrack (ein passender, bluesiger Score von Elmer Bernstein, gepaart mit Songs von R.E.M., The Clash, UB40 und Van Morrison u.a.).

"Bringing Out the Dead" gehört letztlich bei weitem nicht zu den besten Werken von Scorsese, beachtlich ist der Film jedoch allemal. Scorseses Filme sind immer interessant und einmalig, er kreiert hier eine fantastische Atmosphäre und schafft ein in seiner manischen Gefühlswelt dargestellten authentisches Portrait des Sanitäterlebens in New York City. Eine Wiederholung von "Taxi Driver" in einem anderen Milieu ist das letzten Endes sicher nicht.

Als Extras gibt es leider nur ein kurzes Making-Of (10:59 Min.), Bild und Ton der DVD gehen voll in Ordnung.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New York, New York, 30. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
"Jemanden das Leben retten ist wie sich verlieben.

Die beste Droge der Welt! Wenn es gut läuft

kannst du stolz auf dich sein, aber wehe es läuft anders."

New York, Anfang der 90-Jahre, in der Pre-Giuliani-Ära, ausserhalb Manhattans ein Sumpf aus Kriminalität, Drogen und Prostitution.

Frank Pierce ist Rettungssanitäter, Nachschicht, der Job ist hart.

Am Anfang kamen sie nur im Schlaf, jetzt aber erscheinen sie ihm auch im Wachzustand, die Visionen der Ungeretteten, die Seelen der Toten. Und immer wieder dieses Mädchen, das in seiner Obhut starb.

Seit geraumer Zeit hat ihn das Glück verlassen, und er kann niemandem mehr das Leben retten.

Ein Teufelskreislauf.

Unter Halluzinationen leidend, trinkend und schlaflos, befindet er sich am Rande eines Nervenzusammenbruchs.

Zu Schaffen macht ihm die Konsequenz seines stressigen Jobs.

Natürlich rettet er nicht nur Leben, nein, er bringt quasi auch den Tod, und fühlt sich schuldig.

Zudem ist er Zeuge eines kapitalistischen, maroden amerikanischen Gesundheitsystems.

Überlastete Spitäler, überarbeitete, korrupte Angestellte und stupide Pflegemassnahmen.

Als er Mary, eine ebenfalls vom Schicksal Gebrochene, eine Seelengefährtin, kennenlernt, keimt wieder sowas wie Hoffnung ihn ihm auf. Beide rastlos, können sie sich einen Moment der Ruhe, der Geborgenheit und des Friedens schenken.

Schlussendlich geht die Sinnsuche auf, Frank akzeptiert den Tod, ....und auch das Leben.

Einen dramatischen, komödiantischen, halluzinogenen und hypnotischen Neontrip durchs nächtliche, nimmermüde New York offenbart uns hier Regisseur Scorsese.

Zurück also in seiner Stadt, ....und somit auch zu alter Stärke.

Mit von der Partie Paul Schrader, ebenfalls schon Drehbuchautor von "Taxi Driver" und "Wie ein wilder Stier".

Eine meisterliche visuelle Umsetzung von Robert Richardson, einen mitreissenden Soundtrack und ausgezeichnete Schauspieler.

Nicolas Cage in seiner wohl besten Rolle.

Für mich definitiv ein Scorsese-Highlight.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein klassischer Scorsese, aber trotzdem ein sehr guter, sehr reifer Film!, 22. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Vorab:
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Eines der Hauptprobleme von Scorsesefilmen die nach 1995 gedreht wurden, ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass sein einstmaliges Genre in letzter Zeit mehr als nur stiefmütterlich behandelt worden ist. Vorbei ist die Zeit der 70er und 80er Jahre, als sich die Leute nach Kunst und handwerklichem Geschick sehnten, wenn sie sich einen Film im Kino ansahen. Heutzutage braucht ein Film ja mindestens drei Explosionen, vier Sexszenen und mindestens ein Dutzend Hollywoodschönlinge, um die Produktionskosten zu decken.

Die Zeit, der Scorsese entspringt, war diesbezüglich aufgeschlossener und zu einem gewissen Grad auch intellektueller. Niemand interessiert sich mehr für Randexistenzen der Gesellschaft und daher locken die Filme von Scorsese auch beinahe niemanden mehr hinter dem Ofen hervor (The Departed war zwar ein Erfolg, aber den Vergleich mit Filmen wie Casino oder Taxi Driver hält er nie im Leben stand). Die Kurzlebigkeit des heutigen Zeitgeistes bekommt es einfach nicht gebacken ihre Aufmerksamkeit auf ein Kunstwerk zu richten.

Wenn Taxi Driver in diesem Jahr heraus käme, würde er einer der größten Flops des ganzen Kinojahres. Und aus dem gleichen Grund wird Bringing Out The Dead auch als Flop bezeichnet. Es liegt weder am Film, noch an den Darstellern - es liegt an den Zuschauern.

Zum Film:
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Wie auch bei Taxi Driver, war bei diesem Film wieder Paul Shrader als Drehbuchautor am Werk. Darüber hinaus mimt N. Cage einen desolaten und entwurzelten Notfallsanitäter, der sich in einer persönlichen Krise befindet: Alle Menschen, die er zu retten versucht, sterben und das über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Den emotionalen Gegenpart erledigt P. Arquette, deren fiktiver Vater ebenfalls ein Notfallopfer von N. Cage ist und der den gesamten Film über im Niemandsland zwischen Leben und Tod schwebt.

Der Film handelt von Alltäglichkeiten genauso wie von der Such nach einem verborgenen Sinn, der allen Dingen die geschehen, eine Berechtigung gibt. Der Protagonist wird dabei zum Werkzeug, seine Geschichte ist die Geschichte von Tausenden Menschen und er dient nur als exemplarische Projektionsfläche, als Karikatur sozusagen. In diesem Punkt unterscheidet sich der Film sehr von Taxi Driver, obwohl er oft mit ihm verglichen wird. Während bei Taxi Driver ein Soziopath langsam in den Abgründen seiner entwurzelten Existenz versinkt und seiner inneren Dunkelheit immer mehr und mehr nachgibt, versucht sich der Protagonist in Bringing Out The Dead aus eben diesem Teufelskreis zu befreien. Er hat Angst davor den Verstand zu verlieren, während Travis Bickles geistige Gesundheit die Pointe eines ganzen Filmes darstellte (ist er gesund oder ist die Gesellschaft krank, die ihn umgibt).Um eben diesen Kampf dreht sich die Handlung in Bringing Out The Dead.

Kein Hollywoodkino, dafür aber ein handwerklich einwandfreier Film: Tolle Kameraeinstellungen und eine sehr ausgereifte Kameraführung, ein guter Schnitt und eine drückende Atmosphäre, in welcher der Protagonist gefangen ist, wie in einem Gefängnis.

Fazit:
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Keine Explosionen, dafür aber ein Film, der voll gepackt ist mit Dramaturgie und ergreifenden Bildern. Scorsese eben, wenn auch kein klassischer. Trotzdem: Absolute Kaufempfehlung!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend und wichtig! Ein perfektes Psychogramm, 7. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Nicolas Cage spielt hier einen ausgebrannten New-Yorker Rettungsassistenten, der von den Bildern an verlorene Patienten verfolgt wird. Es werden 3 Nächte im Leben dieses Menschen gezeigt, in denen man die menschlichen Abgründe und seelischen Zerrissenheiten, die aus dem täglichen Umgang mit dem Tod und Leid folgen, hautnah zu spüren bekommt. Der Film ist an vielen Stellen stark überzeichnet, aber nie übertrieben. Es ist Hollywood, was uns hier gezeigt wird, nicht die Realität. Aber eben die lässt sich künstlerisch (hier filmisch) kaum exakter darstellen. Was hier geliefert wird, ist ein Psychogramm. Und zwar ein hervorragendes. Der Protagonist weist alle klassischen und typischen Symptome einer Burn-Out-Erkrankung auf, so dass diese Darstellung (wenn man die überzeichnete Hollywood-Komponente ausblendet) ein äußerst gelungener Versuch ist, einen Einblick in die kranke Psyche plastisch darzustellen. Dieser Versuch ist zu 100% gelungen. Mir ist kein Film (oder Buch) bekannt, durch das so intensiv und treffend dieser Aspekt aufbereitet ist. Daher nutze ich selbst diesen Film, um angehenden Rettungsdienstlern den Themenkomplex "Psychologie" näherzubringen und plastisch darzustellen. Hier finden sich alle Aspekte der menschlichen Psyche (Stress, PTBS, Burn-Out, Ethik und Moral, etc) in hervorragender schauspielerischer Leistung durch Nicolas Cage dargestellt. Allein durch Lehrbücher kann man diesen (wichtigen) Themenkomplex kaum anschaulich erklären und diskutíeren. Hier hilft dieser Film ungemein! Allerdings rate ich jedem davon ab, der hier lediglich einen guten Actionfilm sucht, denn darum geht es in diesem Film nicht!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk oder unschlüssige Romanverfilmung ?, 19. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung (DVD)
Ich weiß ehrlich gesagt nicht , was ich ich von Scorseses "Bringing out the dead" halten soll .Einerseits überzeugt das Werk durch skurille Charactere , optischer Brillanz (z.B Franks Trips mit Tom dem Vitnamveteranen)) und eigenwilligen Humor (Franks Versuch gefeuert zu werden oder Noel der Frank darum bittet im Krankenhaus getötet zu werden) andererseits fehlt mir ein roter Faden , der die Story kontinuierlich weiter bringt.Oft hatte ich den Eindruck , Herr Scorsese wußte nicht so recht in welche Richtung die Romanverfilmung sich bewegen sollte .Trotz allem ein durchaus sehenswerter Film (unbedingt in Englisch angucken , da die deutsche Übersetzung leider oft nicht die Qualität des Originals erreicht und durch die übercoolten Synchronstimmen von Cage und Rhames einiges an Charme und Autenzität einbüßt). Die Extras sind keinerlei Erwähnung würdig (nur Making-of , das nur 10 Minuten lang ist ).Bild und Ton sind exellent .
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tod und Rettung in New Yorker Nächten, 24. September 2004
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der Film begleitet Frank Pierce, Rettungssanitäter in New York, während drei Nachtschichten, die er mit unterschiedlichen Kollegen teilt. Er ist ausgebrannt von den Nächten auf der Straße und dem Kampf mit dem Tod, den er oft genug verloren hat, und wird verfolgt von den Gesichtern derer, die er nicht retten konnte.
Ich habe den Film gesehen, nachdem ich zuerst das Buch gelesen hatte. In diesem Fall handelt es sich um eine werkgetreue Verfilmung, die natürlich stärker strukturiert ist als das Buch, allein schon wegen der Zusammenfassung auf drei Tage. Während es im Buch vor allem Beklemmung und Verzweiflung sind, die Frank empfindet und durch die er immer tiefer in seine ausgebrannte Situation rutscht, liegt beim Film der Hauptaugenmerk auf dem Stress. Durch zwei Stilmittel vor allem wird der Zuschauer mit aufgeputscht: Die Lichter der Nacht, ein ständiges Blinken nicht nur des Rettungswagens und die Spiegelung, also Verdopplung auf dem nassen Asphalt, und durch die Musik; es gibt keinen Moment der Stille und des Innehaltens, und dadurch ist das zu spüren, was Frank brauchte, aber auch, wodurch er in die Krise geraten ist: Dass der Beruf allgegenwärtig ist, dass er keinen Platz lässt um ruhig zu werden und sich auf andere Dinge im Leben zu konzentrieren.
Eine weitere Frage, die der Film aufwirft und unbeantwortet lässt: Was ist Rettung? Wird ein Menschenleben gerettet, bloß damit das Herz weiterschlägt? Wir ein anderer aus dem Drogenrausch geweckt, damit er sich den nächsten Schuss setzt? Und wem dient die Rettung, wenn der Retter selbst nicht zu retten ist?
Eine Lösung gibt es für Frank auch am Ende des Film nicht, nur einen Moment der Ruhe.
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Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung
Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung von Martin Scorsese (DVD - 2001)
EUR 7,99
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