Fashion Sale Hier klicken reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Eukanuba Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
4
3,8 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
3
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:90,42 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Dezember 2006
Wagners letztes Werk;das Bühnenweihfestspiel um den heilgen Gral und den erlösenden reinen Toren Parsifal unter Leitung Knappertsbuschs, der bedingungslosen Wagnerianern als der alleingültige Dirigent dieses Werkes galt und der in Bayreuth bereits die erste Nachkriegsvorstellung 1951 leitete (mit grossen Wagnersängern wie Mödl, Weber, Windgassen, London).
Hier die erste Stereoversion eines Livemitschnitts von den Festspielen 1962 mit sehr gutem Klangbild und den Knappertsbusch-typischen, extremen, breiten Tempi und der Betonung der atmosphärischen Tiefe-ja dem Pathos, an dem dem Dirigenten so gelegen war. Wagners Werk wird wahrlich weihevoll zelebriert.

Zu dem so gestalteten Grundton sind bei Parsifalaufnahmen die Sänger Anlass angeregter Diskussionen der Anhängerschaft und letztlich natürlich auch eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Auffassung wie die Rollen zu verstehen und zu besetzen sind.
Hans Hotter, zur Zeit dieser Aufnahme bereits über seinen stimmlichen Zenit hinaus und von Solti für dessen Ring-Einspielung mit den Wienern und Culshaw als Walküre-Wotan falsch gewählt, gibt hier einen durch und durch glaubwürdigen, involvierten Gurnemanz. Als der Erzähler, der alternde Ritter ist er geradezu ideal und eine denkwürdige und würdevolle Darbietung des grossen Sängers. Die Kundry Irene Dalis vereint durchaus alle Qualitäten einer zwiegespaltenen und verführerischen Figur. Jess Thomas überzeugt und singt den Titelhelden mit baritonal-gefärbtem, kräftigem Ton.
Gustav Neidlinger, der unerreichte Alberich in Soltis oben erwähntem Ring, ist wohl einer der besten Darsteller in der Partie des Zauberers Klingsor. Klingsor ist ja quasi der gefallene Engel in der Handlung und Neidlinger gelingt es einmal mehr das eindringlich zu verkörpern. Der junge, finnische Riese Martti Talvela gibt sein Bayreuth-Debut als sonorer, kraft-und gemütvoller Titurel mit sattem Ton und George London,zu jener Zeit bereits der Amfortas vom Dienst, gibt erneut den stimmgewaltigen und eindrucksvollen Amfortas. Eine epochale sängerische Darstellung des leidenden Thronfolgers.
London besass eine grosse Stimme, einen dunklen, noblen Bassbariton, in welchem das Leiden und die Verzweifelung des Amfortas von immenser Kraft und Würde getragen werden. Als Sängereinzelleistung unerreicht und eine beeindruckende Hörprobe für Ersthörer.

In der Gesamtheit, also der Summe seiner Teile, Orchesterklang, Sängerleistungen und vor allem dem sehr gedehnten Dirigat Knappertsbuschs, das auch sehr verständlicherweise Anlass zu Kritik bietet und für manche den Rahmen des Hinnehmbaren sprengt, hat dieser Parsifal etwas Monumentales. Wie auch immer man das für sich beurteilen mag. Zu den unbedingt empfehlenswerten Aufnahmen dieses kollossalen Bühnenstücks gehört dieser Mitschnitt ganz sicher.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Insgesamt bietet diese Aufnahme beachtliche Sängerleistungen (außer Hotter als Gurnemanz), allerdings scheint es, als arbeite der Dirigent gegen sie: Ein Ausnahmesänger wie George London muss in seiner Klage Atempausen einschieben, wo sie die Phrase zerstören, ebenso Irene Dalis in ihrer Verwünschung Parsifals am Ende des zweiten Akts. Gustav Neidlinger, vermutlich der beste Klingsor auf Tondokumenten, muss seinen Dialog mit Kundry in Zeitlupe halten. Dabei erzeugt Knappertsbusch durch diese extremen Tempi (jedenfalls in dieser Aufnahme) keineswegs eine Vergrößerung der Spannungsbögen (wie Otto Klemperer in seiner unübertrefflichen Holländer"-Aufnahme) sondern eher eine Zerstückelung. Dass diese Aufnahme lange Zeit als Referenz gehandelt wurde, kann in sofern nur "Traditions"-bedingt sein. Liebhabern langsamer Tempi seien die Aufnahmen unter Reginald Goodall (leider nicht mehr preisgünstig) und Thielemann empfohlen. Großartige Aufnahmen dirigierten (mit zügigeren" Tempi) Solti und Boulez.
Ein interessantes Detail am Rande: die Blumenmädchen-Primadonnen! Man erkennt unschwer an den Stmmen Anja Silja und Gundula Janowitz - vollkommen unterschiedliche Stimmtypen, kein Wunder, dass man sich über die Tempi etwas uneinig ist. Allerdings kommt hier Wieland Wagners Regiearbeit voll zum tragen und wird durch die langsamen Tempi (hier) wirklich unterstützt. Jedes Wort wird ausgedeutet (vgl. Schluss der Szene:[...] magst dich nicht getrauen du - Tor!).
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2002
Wie der "Tristan" von Furwängler (mit Flagstad und Suthaus) gehört diese Aufnahme zum eisernen Bestand jeder ernsthaften Wagner-Sammlung, obwohl die Sängerleistungen zwar sehr achtbar, aber nicht wirklich überragend sind. Einzig der Amfortas von George London verdient hier m.E. die Höchstnote. Exzeptionell wird die Aufnahme durch das spannungsvolle Dirigat, dem man sich vom Vorspiel zum 1.Aufzug an - trotz mancher Livegeräusche - nicht entziehen kann. Orchester und Chöre entfalten eine Klang-Aura, die man in den neueren Hightech-Produktionen kaum findet.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Dezember 2004
Das störende Geräusch verursacht die niedrige Bewertung.Niemand kann verneinen,dass bei Wagner Knapptzbusch Kaiser ist.Seine Erfahrung,unter Bürow und Siegfried Wagner einmal zu arbeiten,und sein Verständnis von Wagner kann niemand völlig übertreten.
Jemand hat gesagt,dass 1951 Version besser ist.Aber das ist Monorecording.Passen Sie somit auf die Tonqualität auf.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden