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am 11. April 2009
Unter den genialen Komponisten für Tasteninstrumenten des Barock (Rameau, Couperin, Soler etc.) nimmt Scarlatti m.E. eine besondere Stellung ein, da seine Sonaten eine Komplexität und (duchaus moderne und richtungsweisende) Struktur aufweisen, die man vergleichbar so wohl nur bei Bach noch antrifft. Eben das aus diesen großartigen Stücken herauszuholen ist Aufgabe des Interpreten und, nachdem Horowitz eine gewisse Pionierarbeit geleistet hat, gibt es nicht viele auf der Welt, die es darin zu echter Meisterschaft gebracht haben. M. Pletnev ist (neben Christian Zacharias) sicher an erster Stellt zu nennen. Sein Scarlatti-Spiel weist eine Zartheit und individuelle Fracierungskunst aus und ist von solcher Noblesse, dass es einem zeitweise den Atem verschlägt. Gleich nach den ersten Tönen (so ist es mir zumindest ergangen) erschließt sich einem gewissemassen in ein eigenes musikalisches Universum, ein Art von musikalischer Schwerelosigkeit, die das Aufeinandertreffen von Pletnev und Scarlatti als wunderbare Symbiose und echten Glücksfall erscheinen lässt. Großartige Tonqualität und gutes Booklet ergänzen die Sache. Hervorragend!
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am 9. Juni 2010
Es bestand in den letzten fünfzig Jahren weiß Gott kein Mangel an großen Mozart-Pianisten: Serkin, Gieseking, Haskil, Schiff, Pires, Brendel, Perahia, Uchida und Annie Fischer, um nur einige zu nennen. Ein weiterer Name, der sich nicht vor diesen Interpreten verstecken müßte, ist heute als Mozart-Spieler fast in Vergessenheit geraten: Chirstoph Eschenbach (*1940) gewann 1965 den Clara-Haskil-Wettbewerb in Luzern, tritt heutzutage aber fast nur noch als Dirigent auf. Erstaunlicherweise war Mozart quasi der Grundstein seiner Karriere, aber unmittelbar nach dem Gewinn des Wettbewerbs sattelte er auf anderes Repertoire um (so begleitete er auch des öfteren Dietrich Fischer-Dieskau bei dessen Liederabenden) und ließ seinen geliebten Mozart erst einmal weiter reifen.
Das Ergebnis dieses Prozesses ist hinreißend: in diesen Ende der 60er-Jahre entstandenen Aufnahmen konfrontiert uns der Pianist mit einem Mozart-Bild, das nichts mit falscher Rührseligkeit oder verzärtelten Interpretationen zu tun haben will. Im Grunde genommen sind die Mozart-Sonaten undankbare Werke, da sie dem Pianisten ein Höchstmaß an Selbstbeschränkung auferlegen, voller technischer, aber akustisch kaum wahrnehmbarer Klippen sind und wenig Platz für große Gesten lassen. Trotzdem sind die in ihrer luziden Struktur so zerbrechlich wirkenden Sonaten Abbildungen menschlicher Leidenschaften - genau diesem Anspruch gerecht zu werden, ist oftmals das größte interpretatorische Problem, dem es sich zu stellen gilt. Eschenbach wird dieser Aufgabenstellung indes vollauf gerecht: sein Anschlag ist vergleichsweise hart, aber seine überaus feine Phrasierungs- und Anschlagskunst bereitet vor dem Hörer ein Kaleidoskop an verschiedenen Stimmungen. Eschenbach scheut keine Ecken und Kanten; in der düsteren a-moll-Sonate KV 310 gibt es unter ihm keine falsche Zurückhaltung, die dem Werk seine große Kraft rauben könnte. Das Finale flirrt unter seinen Fingern unruhig hin und entlarvt den scheinbar harmlosen und oberflächlich wirkenden Tonsatz als aufgewühlt und beklemmend. Erstaunlicherweise legt Eschenbach dennoch eine große Präzision und Texttreue an den Tag. Sein Spiel wirkt auch deshalb so wohltuend, weil es frei von den Eitelkeiten mancher heutigen Pianisten ist und dennoch eine individuelle Note beinhaltet.
Eschenbachs Mozart ist kein glatter und gefälliger Mozart; eine gewisse Eingewöhnungszeit an diese Aufnahmen ist wohl vonnöten, bis man ihre wahre Qualität anerkennt. Bei erfolgreichem Verlauf sollte dieser Prozeß indes die Erkenntnis zutage fördern, daß diese fast vergessenen Aufnahmen ohne weiteres neben konkurrierenden Interpretationen bestehen können, eben weil sie keine Kanten glätten und doch sehr plastisch und tief empfunden wirken. Die werkdienliche Bescheidenheit Eschenbachs sollte auch den jüngeren Generationen an Pianisten ein Vorbild sein, wenn sie sich dieser diffizilen Werke annehmen wollen.
Positiv hervorzuheben sind schließlich noch die tadellose Tonqualität und das sehr gelungene Essay von Klaus Geitel im Booklet, das sich mit dem Phänomen Eschenbach und seinem Zugang zu Mozart auseinandersetzt - eine würdige Abrundung einer wirklich gelungenen CD-Box, die man sich schnellstmöglich sichern sollte.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2010
Obschon der italienische Komponist Domenico Scarlatti (1685-1757) fast ausschließlich Klaviersonaten schrieb, prägte er die Musikwelt Italiens seiner Zeit wie kein anderer. Das vermittelt einen ungefähren Eindruck davon, als wie bedeutend seine rund 550 Sonaten anzusehen sind. Einen Auszug aus diesem unerschöpflichen, schwer zu klassifizierenden Kosmos liefert auf dieser Doppel CD der russische Pianist Mikhail Pletnev in lobenswerter Art und Weise. Auch wenn das Booklet etwas zu knapp ausgefallen ist, so bestechen die Aufnahmen doch durch ihre integre Tonqualität.

Es ist in der Geschichte der Sonate für Tasteninstrument beinahe beispiellos, wie vielseitig und uneinheitlich Scarlattis Kompositionen sind. Während manche Sonaten beinahe Etüdencharakter aufweisen, so zeichnen sich andere wiederum durch ihre ausdrucksstarke, fantastische Anlage aus. Wieder andere sind in strenger Sonatenform angelegt, wohingegen einige durchaus als rhapsodisch bezeichnet werden können. In jedem Falle aber legen sie umfassend Zeugnis über die kompositionstechnische Meisterschaft und die schier makellose Virtuosität des italienischen Komponisten ab.
Die vorliegende Anthologie kann sich dessen besonders rühmen, dass sie einen authentischen, abwechslungsreichen und facettenreichen Querschnitt durch Scarlattis Schaffen bietet, vor allem respektive dessen, dass Gesamteinspielungen aller Sonaten nach wie vor Mangelware sind.

Die Interpretation Mikhail Pletnevs ist absolut adäquat zur musikalischen und technischen Meisterschaft Scarlattis. Die erste Frage, die sich erhebt, ist freilich diejenige danach, ob es zulässig ist, statt des Cembalos, für die die Sonaten komponiert wurden, einen modernen Flügel für die Darbietung zu wählen. Durch Pletnevs zarten Anschlag, seine subtile Lyrik und die vollständige Entromantisierung seines Vortrags aber kann dem geneigten Hörer getrost versichert werden, dass seine Deutung in höchstem Maße authentisch ist. Es zeigt sich - wie auch bei den meisten Klavierwerken Bachs, Händels oder Haydns -, dass das Klavier die Ausdruckswelten der Kompositionen besser zu erfassen vermag. Alfred Brendel sagte einmal treffend, dass der, der Barockmusik "nur auf barocken Instrumenten gelten lassen will", diese "eigentlich auch nur in barocken Marmorsälen anhören" dürfte.
Ein weiterer Pluspunkt dieser Einspielung ist Pletnevs feines Gespür für den Gehalt von Scarlattis Sonaten. Er lässt sich bereitwillig auf die Klangwelten, den Facetten- und Kontrastreichtum dieser Perlen ein und erreicht so eine nachvollziehbare, transparente und gut durchhörbare Leistung.
Weiterhin ist sein Spiel stets nuancenreich und verzichtet auch nicht darauf, individuelle Akzente zu setzen, ohne dabei jedoch die Partituren zu verfälschen oder es an Demut vor dem Oeuvre fehlen zu lassen.

Fazit: Insgesamt handelt es sich hier um eine der besten Einspielungen des Pianisten Mikhail Pletnev, die ich jemals gehört habe. Nicht nur für Freunde barocker Musik für Tasteninstrumente eine bereichernde Erfahrung!
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am 17. August 2010
man sollte trotz so vorzüglicher aufnahmen wie dieser von pletnev und derer von horowitz
und pogorelich auf dem steinway nicht ignorieren, dass scarlatti seine clavierübungen auf
einem instrument seiner zeit ersann und niederschrieb, und ein scarlatti-maniac wie
scott ross so auch alle 555 sonaten auf div. cembali einspielte.
The Keyboard Sonatas
zudem gibt (noch wenige) auswahl-einspielungen, auch z.b. von gustav leonhardt,
die dem klangcharakter der zeit mit aller spielfreude nahekommen.
man sollte die eine oder andre originäre 'alternative' zumindest auch mal gehört haben.
Esprit/Cembalo Sonaten
pletnev bietet eine hinreichende auswahl der sonaten, die den ausdrucksradius der
scarlatti-klangwelt allemal wiedergibt, zumal mit seinem klavierspiel, das dynamisch
höchst subtil und weniger manieriert als pogorelich ausgefeilt ist, mit einer feinsinnig-
keit, die heutzutage wohl nur auf dem klavier unverzichtbar ist.
die silbrige klanglichkeit eines cembalos ist sowieso nicht transformierbar,
horowitz hat solches erst gar nicht versucht,
sondern eine agogisch-spielerisch-freie wie souveräne delikatesse geboten,
die auch einem pletnev nicht zu eigen ist.
jedoch allemal ein erstklassiges scarlatti-album.
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am 25. März 2013
Mikhail Pletnev ist für mich nur knapp der zweitbeste Domenico-Scarlatti-Sonaten-Interpret. Ich konnte wegen des kräftigeren Anschlages auf Mikhail Pletnev nicht verzichten und kaufte mir zusätzlich noch die beiden Mikhail Pletnev-CDs (ASIN: B009FCX6SW Sonatas und ASIN: B00BA7YZYE 16 Sonatas-Vol.2 ). Die beiden Mikhail Pletnev-CDs erschienen früher als Doppel-CDs unter den drei ASIN: B000002SQH Klaviersonaten , ASIN: B0012908WI Keyboard Sonatas und ASIN: B00005IA25 Klaviersonaten .

Christian Zacharias ist in meinen Augen der beste Domenico-Scarlatti-Sonaten-Interpret. Zwar fällt es schwer, auf den kräftigeren Anschlag von Mikhail Pletnev etwas kommen zu lassen, aber Zacharias spielt die Sonaten noch um eine kleine Nuance seichter und tänzelnder. Die EMI-Ausgabe mit 4 Christian Zacharias-CDs (ASIN: B0040UEI3G Klaviersonaten ) kann um eine ebenso lohnenswerte Christian Zacharias-Veröffentlichung beim CD-Label Dabringhaus und Grimm ergänzt werden, weil natürlich nicht alle 555 Sonaten auf den vier CDs vorhanden sind (als CD mit der ASIN: B00008MLVD Sonaten bzw. als SACD mit der ASIN: B0001HOXL4 Sonaten ).

Eine weitere Sonatenergänzung kann durch die CD mit Alice Ader erreicht werden, weil auf jener CD Sonaten ausgewählt wurden, die kaum auf den anderen erwähnten CDs enthalten sind (ASIN: B0043BNYOG Scarlatti: Klaviersonaten ).
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am 12. November 2014
Der Pianist dieser CD hat vorzugsweise die virtuosen Sonaten von Scarlatti ausgewählt und in die Tasten gehackt.
Damit hat er meinen Geschmack nicht getroffen. Die schönen Stücke der sinnlichen, zarten Art sind rar.
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