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5.0 von 5 Sternen Das Imperium schlägt zurück oder: Der Pate bittet zum Grunge
Wir schreiben das Jahr 1992. In der Abgeschiedenheit seiner Ranch im Norden Kaliforniens hockt Neil Young und grübelt. Draußen in der weiten Welt schlagen Musikkritiker seit einiger Zeit vor Begeisterung Purzelbäume angesichts einer "neuen" Stilrichtung, die man Grunge nennt. Aufrechte Jungs aus Seattle und Umgebung, die sich keinen Deut um...
Veröffentlicht am 22. Februar 2004 von Dirk Niedermowe

versus
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2.0 von 5 Sternen Interessante Musik, schlechte Produktion
Mag ja sein, dass die Musik von Neil Young und Crazy Horse mitreissend ist, wie es zuvor jemand schrieb. Leider merkt man das bei dieser gnadenlos schlecht produzierten CD nicht, denn der Sound ist hoffnungslos vermatscht. Noch schlimmer klingt übrigens die CD-Variante von "Everybody knows this is nowhere", dort herrschen aber die übersteuerten Hochfrequenzen...
Veröffentlicht am 26. September 2009 von Leser


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65 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Imperium schlägt zurück oder: Der Pate bittet zum Grunge, 22. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Wir schreiben das Jahr 1992. In der Abgeschiedenheit seiner Ranch im Norden Kaliforniens hockt Neil Young und grübelt. Draußen in der weiten Welt schlagen Musikkritiker seit einiger Zeit vor Begeisterung Purzelbäume angesichts einer "neuen" Stilrichtung, die man Grunge nennt. Aufrechte Jungs aus Seattle und Umgebung, die sich keinen Deut um Chartsplatzierungen scheren und ihre schlaksigen Oberkörper in karierte Flanellhemden hüllen, drehen die Verstärker auf. Neil, der sich von seiner letzten Plattenfirma getrennt hat, nachdem diese ihm wegen notorischer Unkommerzialität seiner Musik mit Klage gedroht hatte, stutzt: Agressiver Gitarrensound mit reichlich Feedback? Das hat er doch schon Ende der Sechziger gemacht! Und was die Flanellhemden betrifft: In so einem Ding wird er eines Tages begraben.
Was folgt, ist "Das Imperium schlägt zurück, Teil II". 1995 schnappt sich unser Mann, der in einigen Monaten seinen Fünfzigsten feiern wird, die sechs Jungspunde von Pearl Jam, die sich längst als glühende Bewunderer des fidelsten Althippies unter der Sonne geoutet haben, und marschiert mit ihnen ins Studio. Das Ergebnis, das Album "Mirrorball", wird ihm seinen größten Verkaufserfolg seit seinem Superseller "Harvest" (1972) bescheren und die geistige Urheberschaft der (vermeintlich) neuen Musikrichtung klarstellen. Als "Don Grungeone" oder "The Godfather of Grunge" wird Neil Young seitdem nämlich gefeiert. Los geht's mit "Song X". "Hey ho away we go/We're on a road to never..." wird da von einem rauen Shantychor die "Generation X" besungen. Das klingt wie sieben Mann auf des toten Cobains Kiste - und die Gitarren voll Feedback. Das nach vorne preschende "The Act Of Love" macht klar, dass sich auf diesem Longplayer gleich drei Gitarreros das Brett geben. Dieser Song behandelt zwar das Thema Abtreibung, es fallen aber Sätze, die in düsterer Vorahnung den 11. September vorwegzunehmen scheinen:"The holy war was slowly building heroes leaving for the great crusade/Seek reward in the ever after, ever after, ever after...". "I'm The Ocean" ist mein persönliches Lieblingsstück. Der Titel ist Programm: Nicht enden wollende Textfluten, begleitet von vorwärts treibenden Gitarren, branden über den Hörer hinweg, bis Neil nach sechs kurzweiligen Minuten zum Finale kommt: "I'm the ocean, I'm the giant undertow..." "Downtown" erweist den Größen der Sechziger die Reverenz - als auch Mr. Youngs lange Karriere begann: "Jimi's playin' in the backroom, Led Zeppelin's on stage/There's a mirrorball twirlin' and a note from Page..." Zugegeben: "Mirrorball" ist eine Neil-Young-Platte, die ausschließlich aus Neil-Young-Kompositionen besteht. Ein Titel wie "Throw Your Hatred Down" demonstriert aber eindrucksvoll, was hier anders ist: Während die Raubatze von Crazy Horse wie muskelbepackte Schwergewichtler daherstampfen, gehen Pearl Jam mit der Leichtfüßigkeit eines Sven Ottke zu Werke. Diesen Song mit seinen flinken Gitarrenläufen hätte Neil mit seiner etatmäßigen Band nicht einspielen können. So ist es leider kein Wunder, dass er all diese Stücke lediglich auf seiner 95er-Tournee, die er eben mit Pearl Jam - auf den Plakaten durften sie aus vertragsrechtlichen Gründen lediglich als "Neil Young & Friends" erscheinen - durchführte, live zum Besten gab.
"Mirrorball" ist ein Album, für das es nur fünf Sterne geben darf. Dies gilt jedoch nicht für die neunmalkluge SPEX-Rezension, die ebenfalls auf dieser Seite zu lesen ist. Nichts für ungut, aber "I'm an Aerostar, I'm a Cutless Supreme" mit "Ich bin ein Stern, ich bin das erhabene Wissen" zu übersetzen, zeugt bestenfalls von blühender Fantasie, lässt aber auch den wohlmeinensten Englisch-Leistungskurs-Lehrer zu seinem dicksten Rotstift greifen. Zur Information: "Aerostar" und "Cutless Supreme" sind amerikanische Oldtimer, von denen Neil mittlerweile einen ganzen Fuhrpark besitzt und die wohl als Metapher für die Dynamik von "I'm The Ocean" stehen. Aber wie bemerkte doch schon Ringo Starr im Rückblick auf die Beatles-Zeit: "So viele Leute interpretierten unsere Songtexte, dass wir zum Schluss selber nicht mehr wussten, was wir eigentlich damit sagen wollten..."
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffen der Generationen, 8. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Eine Gitarre wird eingestöpselt, Stimmen aus dem Hintergrund, dann geht's los: "Hey Ho away we go...". Die ganze Platte klingt wie im Proberaum aufgenommen, rauh, direkt, "ehrlich". Pearl Jam klingen zwar nie so "dreckig" wie Youngs angestammte Begleitband Crazy Horse (welche Band tut das schon?), dafür sind sie aber brillanter, spieltechnisch virtuoser.
Den Folk-Rock-Kompositionen (diesmal wieder mit der Betonung auf "Rock") Neil Youngs fügt das eine dezent andere Klangfarbe hinzu. "Song X" hat wirklich etwas von einem Shanty, "I'm The Ocean", die Öko-Hymne, ist mittlerweile schon fast zu einem Neil-Young-Klassiker geworden, "Downtown" ist wohl gemeint, wenn von den "Status Quo"-Qualitäten des Albums gesprochen wird, "Throw Your Hatered Down" ist eine Midtempo-Rocknummer allererster Güte und der Sound von "Scenery" hat fast ein wenig (ich sage: fast!) "Cortez"-Qualitäten.
Am Ende von "Downtown" sagt einer aus der Band: "We know that one." Und Neil Young antwortet:"That's funky!" Das könnte eigentlich für das ganze Album gelten.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Generationenübergreifender Grunge der Extraklasse, 21. September 2002
Von 
Der Kritiker (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Die Sensation war 1995 perfekt, als Neil Young nach dem hervorragenden „Sleeps With Angels" auf dieser Platte in hautnahen Kontakt mit den Grunge-Stars von Pearl Jam ging. Der Altmeister gibt hier den Ton an, während die nicht weniger prominenten Seattle-Rocker die Begleitband mimen. Und diese besondere Mischung macht die Faszination von „Mirror Ball" aus. Angestachelt durch die Direktheit der Jungen befreit sich Young von Schwermut und Introvertiertheit des Vorgängeralbums. Man merkt der Platte den Spaß beim Musizieren, die Spielfreude regelrecht an. Der Sound ist hart und ruppig, die Songs kommen stets lässig, unverkrampft und direkt daher. Wer auf Youngs exzessive Gitarrensoli und schneidende Feedbackorgien steht, ist hier goldrichtig aufgehoben. Für mich sind die Überflieger auf der Platte „Act Of Love" (bitte die Ohren festhalten...), „Downtown" und natürlich „Throw Your Hatred Down".
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der etwas andere Neil Young..., 21. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Noch gar nicht so alt, doch schon ein echter Klassiker ist dieses Neil Young - Album. Eines von Vielen, zugegeben, doch gerade in der auslaufenden Grunge - Phase war "Mirrorball" sozusagebn das "i-Tüpfelchen", der finale Schlussakkord. Young zeigte allen, was Grunge wirklich war: Eine Hommage an die Siebziger und ihre Bands. Neil Young selbst, ohne Zweifel einer der wichtigsten amerikanischen Songwriter überhaupt, war zwar nicht immer Hard'n'Heavy - kompatible Wege gegangen, doch die frühen Grunge - Bands bezogen sich fast alle auf sein musikalisches Werk. So waren es denn auch Pearl Jam, die den Meister bei "Mirrorball", einem der ganz wenigen Alben ohne seine "Stammband" Crazy Horse, unterstützten und die Instrumental - Parts übernahmen. Legendär schon die ersten Sekunden dieses Longplayers: Ein krächziges kaum hörbares Einstöpseln der Gitarre und dann die ersten hingerotzten Akkorde des Openers "Song X", einem fast Shanty-artigen Sing-along-Song in bester Neil Young - Tradition. Die typische nasale Singweise des "Godfather of Grunge" veredelte dann auch weitere Songperlen dieses Albums, so z.B. die eingängigen Hymnen "Act Of Love" und "I'm The Ocean". Bei "Downtown" ließ Young im Text sogar öffentlich nostalgische Gefühle aufkommen, zitierte die Hippiebewegung der ausgehenden Sechziger und seine Erinnerungen an Jimi Hendrix und Led Zeppelin. Keine Frage: Kult! Für alle Spät-Hippies, aber auch für jeden Rockfan mit Spaß an geschmackvoll arrangierter Rockmusik ist "Mirrorball" noch heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Sammlung. Darüber hinaus darf es getrost zu den besten Alben von Neil Young gerechnet werden, das auch seinen Klassikern aus den Sechtzigern, Siebzigern und Achtzigern in nichts nach steht. Zugegeben: Die Welt hat er mit "Mirrorball" nicht aus den Angeln gehoben (wie er es früher mit Songs wie "Like A Hurricane", "Helpless" oder "Rocking In A Free World" durchaus geschafft hatte), doch er zeigte 1995, dass mit ihm immer zu rechnen ist und dass in der Musiklandschaft von heute so einiges nicht stimmt. Warum kriegen eigentlich junge Bands nicht dieses pathetische Flair, diesen seidigen Schmelz, diesen herrlich schrulligen Gitarrensound hin? Denkt mal darüber nach...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alt Rocker meets Grunge, 3. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Das Neil Young auf diesem Album von Pearl Jam als Band unterstützt wird, war zu Anfang der primäre Grund diese Platte zu kaufen. Doch mit der Zeit erwies sich der Alt Rocker mit der rostigen Stimme jünger, als man für sein Alter erwarten würde. Die Texte der 11 Songs sind wirklich hervorragend gelungen, besonders der Song "I'm the Ocean" weiss zu überzeugen. Somit fragt man sich natürlich, wieso man sich vorher noch keine Musik von Neil angehört hat! Ich hätte ihm echt nicht soviel zugetraut, aber mit Pearl Jam im Studio muss es wohl ganz gut abgegangen sein. Leider singt Ed Vedder nur im Hintergrund, einige der Songs würden mit seiner Stimme sicherlich noch aufgewertet. Aber kein Wunder, dass sich Neil und die Band so gut verstehen, im Grunde könnte man ihn als Vater der Band bezeichnen. Diese Platte ist jedenfalls absolut hörenswert für alle Fans des Rock Genres. Zusätzlich sollte man sich auch noch die Single Auskopplung mit "I got ID" besorgen, ein klasse Song! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ich bin der ozean, 29. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
in großartiges, packendes, faszinierendes album, obwohl oder weil es so skizzenhaft, unfertig, im entstehen befindlich klingt, die performances ein wenig chaotisch sind, die vocals unsauber, und auch manche texte, äh, ein wenig wirr.

aber die zusammenarbeit mit pearl jam - und vor allem deren produzenten brendan o'brian trägt großartige früchte, hier wächst zusammen, was zusammen gehört. so dicht und massiv hat sich neil youngs sound niemals sonst angefühlt. wie immer bei herrn neil sind nicht alle songs geniestreiche der komposition, aber doch einige - und auch die weniger konzisen werden von der wilden freude der performance geadelt.

auffälligste titel: das grunge-seemannslied "song x", das faszinierend zähe soundgemälde "scenery", der sanftmütige hippie-spott auf "downtown" (unwillkürlich fühlt man sich an danny whittens unernste drogen-geschichte "come on baby let's go downtown" auf "tonights the night" erinnert).

höhepunkt des albums - und einer der highlights in neils karriere - ist aber "I'm the ocean": über einen wirren, aber beeindruckenden wall of sound plärrt neil young seine selbstassoziationen und findet dafür eine seiner allerstärksten melodien und akkordfolgen ever.

obwohl das ein so aufregendes album geworden ist, macht es mich immer auch ein bisschen traurig. weil

- pearl jam aus lächerlichen rechtlichen gründen als partner nicht genannt werden durften

- neil und pearl jam nicht dazu kamen, gemeinsam songs zu schreiben und auszuarbeiten

- eddie vedder hier so wenig mitwirkt

- es bei diesem einmaligen versuch blieb - da wäre noch SO viel dringewesen.

stattdessen machte neil young als nächtes des deprimierend durchschnittliche album "broken arrow".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk, 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Neil Young, einer der wenigen Künstler, die Zeit ihres Lebens ihren Idealen treu geblieben sind und sich nicht durch Geld haben korrumpieren lassen, hat mit dieser CD sein Meisterwerk abgelegt. Selten war er so kraftvoll und energiegeladen zu hören wie auf dieser CD. Im Vergleich zu seinen letzten CD's merkt man, daß seine "Standard"-Begleitband "Crazy Horse" alt geworden ist. Ebenfalls Pearl Jam zeigen auf dieser CD ihre eigentliche Bestimmung. Weiterhin ist mit "Ocean" ein weiteres Stück entstanden, daß in einigen Jahren als Klassiker a la "Pocahonchas", "Hurrican" oder "Heart of Gold" gelten dürfte. Freunden dieser Platte sind noch seine Platten "Weld" und "Live Rust" ans Herz gelegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen People my age, they don't do the things I do, 7. Juni 2008
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Wer sich immer über das ganze Gerede über Neil Young als Godfather of Grunge wundert, dem empfehle ich Everybody knows this is nowhere, Rust never sleeps, Weld und Mirror Ball. Obwohl Neil Young Anfang der Siebziger in seinen Jeans, Flanellhemden und den langen Haaren offensichtlich das optische Vorbild für Kurt Cobain war, so ist die musikalische Ähnlichkeit nicht so eindeutig zu erkennen, trotz ebenso "schmutzigen" Gitarrensounds. Im Vergleich zu Siamese Dream, Nevermind oder Ten klingt Neil Young weniger aggressiv. Den dramatischen Wechsel zwischen langsamen und schnellem Tempo, Flüstern und Geschrei gibt es bei den Smashing Pumpkins und Nirvana zuhauf, aber nicht bei Young.
Mirror ball entstand schnell und spontan, nachdem Neil Young und Pearl Jam bereits einige Male aufeinander getroffen waren. Spontan und improvisiert klingt das Album auch. Als Nebenprodukt erschien die Pearl Jam Single Long road, auf der Young Gitarre spielt und Eddie Vedder singt.
Mirror ball ist ein Neil Young Album! Pearl Jam übernehmen die Rolle einer jüngeren Version von Crazy Horse. Eddie Vedder hält sich dezent zurück, es gibt also keine Duette Young & Vedder.
Überragenster Song des Albums und einer der besten Songs, nicht nur in Youngs Karriere, ist I'm the Ocean! Ein Song, der das Album genau so überstrahlt wie Cortez Zuma oder Ordinary People Chrome Dreams 2.
Die Verpackung der CD in einer, schnell abgegriffenen Papphülle gefällt mir optisch, aber praktisch ist sowas nie. Bin ich der einzige dem die CD's in solchen Verpackungen sofort zerkratzen? Ich hab sie zum Schutz in einer Plastik-CD-Hülle getan. Müllvermeidung gut gemeint, aber schlecht gemacht. Passt aber zum Alternative Rock der 90er.
Ein Gute-Laune Song ist Downtown. Anders als Danny Whittens Come on baby let's go downtown, ist es ein musikalisch UND textlich fröhlicher, ausgelassener Rocksong. Mithilfe von Musik und Phantasie auf Reisen gehen, wer braucht da noch was anderes?
Peace and Love dürfte für Pearl Jam Fans ein besonderes Highlight sein, da Vedder hier als Backgroundsänger besonders gut zu hören und seine Band in Spiellaune ist, ausserdem schrieb Vedder zusätzliche Lyrics zu dem Stück.
Etwas mehr musikalische Abwechslung hätte dem Album gut getan, ausser Downtown, Song X und I'm the ocean klingt alles sehr ähnlich, allerdings auch nicht schlecht! Anhören und staunen wie frisch ein Rock-Musiker mit 50 Jahren klingen kann, ohne dabei lächerlich oder langweilig zu wirken!

"People my age
They don't do the things I do
They go somewhere
While I run away with you
I got my friends
And I got my children too
I got her love
She's got my love too"

(I'm the ocean)

Anspieltipps: Song X, I'm the ocean, Downtown
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Supergeile Mucke, 8. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Ich stehe schon seit Jahren auf Musik von Neil Young, die sich anhört als hätte gerade jemand einen neuen Amp mit seiner alten Gitarre getestet und noch nicht so genau weiß was er spielen soll. Einfach genial weil so einfach.
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5.0 von 5 Sternen Super Scheibe!, 20. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mirror Ball (Audio CD)
Ich war 1995 in der Waldbühne, als Neil Young gemeinsam mit Pearl Jam diesen Kracher live demonstrierte. Hatte bisher nur die MC (!) davon.
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Mirror Ball
Mirror Ball von Neil Young (Audio CD - 2002)
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