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am 12. April 2005
Eine Warnung zu Beginn: wer hier einen detaillierten Film über das Leben und Werk Goyas erwartet, der wird mit diesem Film nicht viel anfangen können. Carlos Saura, der große spanische Regisseur, vermeidet den Fehler, an denen viele (Künstler)biographien im/als Film gescheitert sind: zuviel erzählen zu wollen oder sich zwischen Werk und Leben entscheiden zu müssen.
Saura vermeidet beides und läßt den alten, sterbenden Goya auftreten und setzt ausgewählte Momente seiner bewegenden Biographie refektierend mit seinem jüngeren Ich in Szene. Und was für Szenen! Nicht nur die Kostüme sind eine Augenweide, auch die Licht und Bühneneffekte, (der Film ist, bis auf eine kurze Szene, komplett im Studio gedreht worden und es stammt nichts aus dem Computer!) die variabel und wie in einem Theater eingesetzt werden, lassen die Bildsprache Goyas oft wie einen Aufschrei erscheinen. Hier wechseln sich große Tableaus mit surrealen Traumbildern ab, in denen die Bilder und auch besonders die berühmten Radierungszylken buchstäblich lebendig werden. Die wunderbare Musik, den Einsatz von Tänzern (darunter auch die spanische Theatertruppe „La Fura dels Baus", die auch hierzulande Furore machte) machen den Film abwechslungsreich und lockern die Bilderuptionen dramaturgisch auf.
Dabei wird Goyas Aufstieg zum anerkannten Hofmaler ebenso plausibel wie seine schwere Erkrankung, seine Ertaubung (die mit Wahnvorstellungen und Kopfschmerzen begleitet war) und die politischen Wirren jener Zeit. Denn Goya, der von Kennern auch als der erste moderne Maler bezeichnet wird, war nicht nur glühender Vertreter der Aufklärung (und somit gegen die spanische Restauration) sondern auch ein politischer Querdenker, der sich viele Feinde schaffte. Goya wagte viel im Schatten der Inquisition. Seine Maxime, die Wahrheit zu malen (wie in den schrecklich realistischen Radierungen des Krieges zwischen Frankreich und Spanien, die im Vergleich mit den Bildern aus dem jüngsten Irak-Krieg beklemmende Parallelen aufweisen!) brachten den Bruch mit dem spanischen Hof und seiner Gesellschaft.
Neben der Beziehung zu der Herzogin von Alba, vermutlich die einzige Frau, die Goya wirklich geliebt hat, kommt auch Goyas Familienleben zum Zug, in dem er einerseits als Despot, aber auch als zärtlicher Vater und Lehrer auftritt.
Aus seinem Exil in Bordeaux, wo der Hauptteil des Films spielt, ist Goya nicht mehr nach Spanien zurückgekehrt. Er starb dort mit 82 Jahren.
Ein Film für Leute, die den Maler und sein Werk erfahren möchten und auch gerne bereit sind, der ungewöhnlich theatralischen Bildsprache zu folgen. Auch beim Film gilt das Zitat Goyas: "Man muss die Heiligen auf den Kopf stellen, damit sie funktionieren!"
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am 21. Januar 2005
„Goya in Bordeaux" - Ein Film von Carlos Saura
Die Rahmenhandlung spiel in Bordeaux, wo der spanische Maler Goya zusammen mit seiner Geliebten Leocardia und der gemeinsamen Tochter Rosarito im Exil lebt. Dort, auf seinem Sterbebett, erzählt er seiner Tochter Geschichten aus seinem bewegten Leben. In diesen Rückblicken durchlebt er noch einmal seinen Aufstieg zum spanischen Hofmaler unter Carlos IV., den Beginn seiner krankheitsbedingten Taubheit, die traumatischen Kriegserlebnisse sowie die Liebe zu Cayetana, der Duchessa d'Alba.
Der Film von Carlos Saura spielt auf mehreren Zeitebenen, die nicht nur lose aneinander gereiht sind, sondern z.T. auf surrealistische Weise durch die Nutzung halbtransparenter Wände Realität und Vergangenheit ineinander übergehen lassen.
In den Rückblicken lässt der Regisseur Goyas Leben mit dessen Bildern verschmelzen. Besonders beeindruckend sind die Sequenzen, in denen die Figuren seiner Bilder gegenständlich werden: etwa, wenn die fratzenhaften Gestalten der „Pinturas negras" dem Wandbild entsteigen, durch den Raum geistern und den Maler bedrängen; oder: wenn die Theatergruppe „La Fura dels Baus" die „Schrecken des Krieges" in einer einzigen langen Sequenz auf der Leinwand zum Leben erwecken.
Ein äußerst beeindruckender Film, nicht nur wegen der überwältigenden Präsens des Hauptdarstellers Francisco Rabal, sondern auch durch die Kraft der Farben und durch die Verbindung der Musik von Roque Banos mit der von Bocerini, Tschaikowsky und arabischen Klängen.
Sehr empfehlenswert !!!!
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am 16. November 2008
Goya, bedrängt von den dunklen Bildern, malte grundsätzlich in der Nacht.

Saura zeigt uns die Albträume, die der Maler auf Leinwand bannte.

Geschundene Kreatur, Nachtgerspenster, die den Menschen bedrängen.

Der gleiche Maler, der als Hofmaler ein langweiliges Porträt nach dem anderen produzierte.

Der Maler, der dieses Korsett nicht mehr aushalten konnte.

Ins Exil floh, weil er die Enge in seinem Land nicht aushalten konnte, daran glaubte, in Frankreich werde ein wenig von der politischen Utopie wahr, die er pflegte- er irrte sich.

Saura findet eindrucksvolle, beklemmende Bilder. Er zeigt uns den Künstler, wie ihn diese Bilder bedrängen.

Leider konnte Saura keine gute Lösung dafür finden, dass Goya Jahrzehnte taub war, im Film aber spielt, als gebe es diese Taubheit nicht.
Mich hat es gestört.

Ansonsten sind die Bilder aber sehr eindrucksvoll.

Ein Mensch, der zu seiner wahren Bestimmung findet, Chronist eines Zeitalters voller Schrecken zu sein.
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am 15. September 2001
Der Spielfilm vermittelt tiefe Einblicke in das bewegte Leben eines genalen Künstlers - im vorbeigehen wird noch jede Menge zeitgeschichte vermittelt. Und bei alledem bleibt der Film immer auch packend und unterhaltend - er hat sich gelohnt
0Kommentar15 von 21 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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