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am 9. Juni 2007
Außerhalb einer engeren Bach-Gemeinde ist das "musikalische Opfer" heute kaum noch bekannt. Das hat Gründe. Zwar gilt das Spätwerk als kammermusikalisches Vermächtnis Bachs, in dem der Meister aus Anlass einer Huldigung an den damaligen preußischen König noch einmal alle Register seiner Kompositionskunst zieht. Wem Bach in diesem Werk jedoch mit Sicherheit nicht huldigt, ist der musikalische Zeitgeist seiner Epoche. Dieser hatte sich längst neuen Ufern zugewandt. Bach galt Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, zur Entstehungszeit des "Opfers", längst als "altmodisch", was den hochbetagten, fast blinden Komponisten, so heißt es, wenig störte.

Dennoch glaubt man eine stille Melancholie aus der Musik herauszuhören, so als hätte der Meister der Fuge geahnt, dass seine Zeit unwiederbringlich vorbei war. Von der Heiterkeit und Musizierfreude der "Brandenburgischen Konzerte" ist in dem eher schwerfälligen musikalischen Material nichts mehr zu spüren, abgesehen vielleicht von der wunderschönen Triosonate für Flöte, Geige und Cembalo, die den vergleichsweise "modernen" Höhepunkt des ansonsten eher altertümlichen Werks darstellt. Auch diese konnte jedoch nicht verhindern, dass Bach wenige Jahre später so gut wie vergessen war. Bis zu seiner "Wiederentdeckung" sollte es über ein halbes Jahrhundert dauern.

Angesichts des ohnehin etwas anachronistischen Charakters des "musikalischen Opfers" ist die Verwendung historischer Instrumente durch Jordi Savall und seine Mitstreiter nur begrenzt hilfreich. Salopp formuliert: Wenn Altes noch älter klingt, erleichtert das nicht unbedingt die Rezeption. Dennoch gebührt dem Concert des Nations Lob, sich überhaupt an diesen schwierigen Stoff gewagt zu haben. Mit großen Umsatzziffern war kaum zu rechnen. Savalls Truppe musiziert mit der gewohnten Klarheit und Detailfreude, die Aufnahmequalität ist brillant. Wirklich empfehlen kann ich diese CD allerdings nur eingefleischten Bach-Fans und Freunden der historischen Aufführungspraxis.
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