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am 28. September 2005
Eigentlich ist dieser Film zu bewegend, um ihn auch nur annähernd in Worten zu beschreiben. Der Zuschauer bekommt die perfekt erscheinende Familie vorgeführt: Meg Ryan und Andy García mit ihren beiden süßen Filmtöchtern verkörpern ein Ehepaar mit einer Liebe zueinander, welche die meisten von uns vielleicht noch immer suchen. Und doch droht diese beneidenswert heile Welt, kontinuierlich aus den Fugen zu geraten und schließlich zu zerbrechen, als Alice (Meg) ihre Alkoholabhängigkeit nicht mehr unter Kontrolle hat...

Den Verlauf des Schicksals dieser Paradefamilie zu beobachten, ist eine emotionale Zerreißprobe; denn als Zuschauer fühlt man mit allen beteiligten Charakteren, sieht ihre Perspektiven und versteht daher, warum es ihnen so schwer fällt, nicht nur die Realität zu akzeptieren, sondern auch den plötzlichen Riß in ihrer Familie wieder zu kitten.
Mag der Film oberflächlich als "Liebe überwindet alle Grenzen"- Love-Story interpretiert werden, so zeichnet sich die eigentliche Botschaft doch viel subtiler ab, indem deutlich wird, daß niemand perfekt ist und wir alle im Leben unerwartet auf Herausforderungen stoßen, die wir nur überwinden können, wenn wir dies von ganzem Herzen wollen. Verzweiflung alleine hilft nicht. Kaum ein anderer Song als R.E.M.'s "Everybody hurts", der effektvoll in dem Streifen eingesetzt wird, könnte dies besser vermitteln. So wird das anfängliche Familienidyll des Films nicht nur relativ radikal in die Wirklichkeit verfrachtet, sondern die ganze Handlung läßt sich auch viel besser als Drama denn nur als Liebesgeschichte charakterisieren.
Meg Ryan gibt hier ihre vielleicht beste und anspruchsvollste Performance, Andy García verkörpert glaubhaft und überzeugend ihren liebenden und gleichzeitig verzweifelten Ehemann, aber beide werden im Grunde noch übertroffen von ihren Filmtöchtern Tina Majorino und Mae Whitman, die für ihr damals junges Alter eine unglaubliche Leistung abgeliefert haben.
Ein Film, der auch nach mehrfachem Ansehen zum Nachdenken anregt. Ein absolutes Highlight des anspruchsvollen Kinos! Uneingeschränkt zu empfehlen!
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am 20. März 2007
Dieser Film ist trotz des ernsten und traurigen Themas ein durchaus positiver Film, weil er den gelungenen Weg einer Familie aus der Alkoholabhängigkeit der Mutter schildert.

Meg Ryan in ihrer Rolle als Alkoholikerin, die am stressigen Alltag mit Kindern und Beruf (die alles besser wissende Schwiegermama gibt es natürlich auch) scheitert und heimlich zur Flasche greift, spielt ihre Rolle immer glaubwürdig. Und Andy Garcia nimmt man seinen Part als loyalen Familienvater und liebenden Ehemann ab, der die Probleme zunächst nicht wirklich realisiert.

Der Film schildert eindrücklich, dass ein Alkoholproblem nie nur das Problem eines Einzelnen ist, sondern die ganze Familie beeinträchtigt. Er zeigt aber auch, dass es Hilfe gibt und es wichtig ist, sie anzunehmen, egal welche Konsequenzen dies hat. Auch für Alice und Michael ändert sich einiges, als Alice bereit ist, einen Entzug zu machen. Doch als die "cleane" Alice wieder nach Hause kommt, fangen für die beiden die eigentlichen Schwierigkeiten erst an. Nun muss sich auch Michael den Fehlern, die er gemacht hat, stellen. Ob ihre Liebe diese Belastungsprobe aushält?

Ein Film, der unter die Haut geht mit einer erstklassigen Darstellerriege. Tina Majorino als älteste Tochter ist spitze!
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am 2. März 2001
Hier wird ein weiteres Tabu aufgegriffen, nämlich, dass es keine Männerdomäne "Alkohlismus" gibt, sondern auch Frauen in den Strudel der Alkohol-Sucht geraten. Meines Erachtens ein sehr guter Beitrag, um mit diesen Rollenklische`s aufzuräumen. Der Film zeigt darüber hinaus auch auf, dass die Verhaltensweisen des Umfeldes, also die der Co-Abhängigen, dazu beitragen, dass der Leidensweg der Betroffenen verlängert wird. Außerdem macht er klar, dass dieses Krankheitsbild eine systemische Erkrankung ist. Alle Beteiligten bedürfen der therapeutischen und menschlichen Unterstützung. Ich wünsche mir, dass es noch weitere Filme dieser Art geben wird und danke allen Darstellern für die hervorragende Interpretation dieses Themas.
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am 2. Juni 2008
Der Film beginnt mit einer der nettesten romantischen Filmszenen, die ich kenne. San Francisco, Cable Cars, aus einem davon steigt Michael (Andy Garcia) in Pilotenuniform und betritt einen Pub. In dem Pub sitzt bereits Alice (Meg Ryan) an der Bar und wehrt einen hartnäckigen Verehrer ab, bis plötzlich Michael neben ihr auftaucht und ebenfalls beginnt mit ihr zu flirten. Er möchte, dass sie für ihn eine Uniform in der Wäscherei abholt und bietet ihr dafür einen selbstgebackenen Kuchen an. Wie die Szene endet verrate ich nicht - selbst ansehen! Jedenfalls beginnt dieser Film, wo andere Filme gewöhnlich schon längst zu Ende sind. Mit einem Happy End!

Der Film malt zunächst ein wunderschönes Bild des Familienidylls einer amerikanischen Wohlstandsfamilie. Familie Green lebt in San Francisco in einem Stadthaus, kann sich für die zwei Töchter eine Kinderfrau leisten, Vater Michael fährt einen schicken Sportwagen und die beiden Ehepartner scheinen über beide Ohren ineinander verliebt zu sein. Doch bald schon erkennt man die Risse an der Hochglanz polierten Oberfläche: Alice feiert gerne und trinkt dabei entschieden zu viel. Nicht nur zum Hochzeitstag mit ihrem Mann, sondern auch im Urlaub und nach der Arbeit mit Kollegen. Darunter leidet auch das Familienleben. Die Situation eskaliert, als Alice sturzbetrunken nach Hause kommt und schliesslich die ältere Tochter schlägt, weil diese sie auf ihren Zustand anspricht. Spätestens jetzt ist die Idylle zerstört. Alice fällt kurze Zeit später unter der Dusche in Ohnmacht und wird mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Nur mit einer Entziehungskur fernab der Familie kann Alice ihre Probleme wieder einigermaßen in den Griff bekommen. Doch nach dem Klinikaufenthalt ist nichts mehr, wie es war, und Michael und Alice beginnen einen zermürbenden Kampf gegen die Sucht, die neuen Probleme des Alltages nach der Entziehung und den Zerfall ihrer Ehe.

Recht schonungslos beschreibt der Film den Abstieg einer Familienmutter, die trotz idealer sozialer Strukturen, einem erfolgreichen Berufsleben und einem liebendem Ehemann ihre Probleme im Alkohol ertränkt und in der Sucht selbst ihre Kinder vernachlässigt. Doch auch nach einer erfolgreichen Entziehung sind die Probleme längst nicht gelöst, sonder beginnen erst! Die Defizite in der Beziehung zwischen den Ehepartnern müssen schmerzhaft aufgearbeitet werden, Alice muß ihre Würde in Beruf und Privatleben wieder herstellen. Neue Strukturen und Personen(Selbsthilfegruppe, Psychologen) treiben eine immer größere Kluft zwischen sie und Michael, bis die Familie daran zu zerbrechen droht.

Ein unglaublich schöner Liebesfilm, weil er nicht die anfängliche Liebe mit "Schmetterlingen im Bauch" und "Himmel voller Geigen" beschreibt, sondern die dauerhafte Liebe zwischen Ehepartnern, die, in diesem Fall, das extreme Problem der Alkoholsucht und den drohenden Untergang des Familienglücks überstehen muß. Meg Ryan und Andy Garcia spielen ihre Rollen sehr überzeugend, wenn auch der körperliche Verfall einer Alkoholikerin nicht zum Ausdruck gebracht wird. Ryan sieht auch im Entzug noch zu gut aus.

Der Soundtrack zum Film paßt ideal zur Filmhandlung. Zum Heulen schön: "Everybody hurts" von REM und "When a man loves a woman" von Percy Sledge.

"When a man loves a woman" ist definitiv mein Lieblingsfilm mit Andy Garcia. Er spielt den treusorgenden, bedingungslos liebenden Familienvater so überzeugend - und sieht dabei noch umwerfend gut aus!
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am 22. Dezember 2008
Zunächst scheint die heile Welt intakt. Das berufstätige Ehepaar Alice und Michael hat zwei liebenswerte Töchter und ist auch einander recht zugetan. Langsam, fast unmerklich, wird Alice zur Alkoholikerin mit all den damit verbundenen negativen Konsequenzen. Mehrere 'Goodwill'-Ansätze scheitern. Als Alice im Bad stürzt und ihre Tochter verängstigt den arbeitenden Vater anruft, scheint der Wendepunkt gekommen. Alice wird entgiftet, bekennt sich zu ihrer Krankheit und lässt sich therapieren. Ein langer Leidensweg für Alice und ihre Familie beginnt. Die Familie und insbesondere Michael stehen zu Alice und begleiten sie auf diesem harten, beschwerlichen Weg.

Die Protagonistin ist eine Alkoholikerin, die in ihrem Leben einen gravierenden Wendepunkt erfährt und ihre Krankheit anschließend bekämpft. Der Beistand ihrer Familie hilft ihr dabei sehr. Der Film zeigt die Höhen und Tiefen eines Lebens vor und nach dem Alkohol. Zahlreiche heftige und filigrane Dialoge zeichnen die Handlung aus. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.
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am 31. Oktober 2014
Als ehemalige Partnerin eines Alkoholikers habe ich beim Schauen des Films mit Wehmut viele Parallelen des Verlaufs der Krankheit feststellen müssen, bis hin zum totalen Kollaps der Beziehung. Der Film zeigt deutlich, wie einsam und hilflos sich beide Partner, jeder für sich, fühlen und wie ernüchternd die Tatsache ist, dass der Alkoholiker durch die Aufmerksamkeit während der Entziehungskur zum "Superstar" tendiert, zum Zentrum seiner Alkoholismus-Galaxie, um das sich alles dreht, neue ja so verständnisvolle Freunde findet und sich vollkommen vom Partner abwendet, ihn regelrecht eiskalt dastehen läßt. Eine Dynamik, die im Nachhein betrachtet, recht gängig zu sein scheint - nicht umsonst scheitern viele Beziehungen an genau diesem Punkt, ganz nach dem Motto "ich lerne laufen, ich kann auf meinen Beinen stehen - ich brauche keine Krücke mehr". Trotz meiner Unterstützung und meiner Befürwortung war ich schlußendlich die weggeworfene "Krücke" und durfte, ähnlich wie unser Pilot im Film, neue Chancen ergfreifen und nutzen - und eine Menge Selbsterkenntnis dazugewinnen. Das ist ein Riesengeschenk für den Rest meines Lebens und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.
An dieser Stelle vielleicht die Anmerkung, wie passend ich den Beruf "Pilot" im Film finde - ich selbst wurde vom Karussel geschleudert, ich wurde weggeworfen, ich flog raus. Und lernte zu fliegen!
Intressanterweise hielt "mein" Alkoholiker diesen Film inmitten seiner Kur für eine langweilige Schnulze, was mir verdeutlicht, dass die Gefühlswelt eines Mannes eben doch in einer harten Schale steckt (welcher "harte" Kerl erachtet Gefühle und Emotionen anerzogenerweise nicht als "schwul"?). Doch die Therapie führt an diesen nicht vorbei, es dauert seine Zeit - das besagte eine Jahr ordnet die Welt neu, daher die allgemeine Empfehlung für den Alkoholiker, vorerst keine Beziehungen einzugehen.
Mir bleibt der beste Wunsch, dass mein kranker exPartner es schafft, Tag für Tag trocken und seiner Selbsthilfegruppe treu zu bleiben (auch wenn er vermutlich keine Reden vorm Publikum halten wird). Und wer weiß, vielleicht gibt es nach einem oder mehreren Jahren der Trennung ein ähnlich gutes "Happy End". Oder es bleibt eben, was ich persönlich für viel wahrscheinlicher halte, doch nur eine Hollywood-Utopie. Hier tragen Traum und Realität noch einen unentschiedenen Kampf aus (den fünften Stern vergebe ich daher bei einem Happy-End, sonst ist der Film eben nicht realistisch genug...)
Ein sehr empfehlenswerter Film für alle, die sich mit dem Thema Alkoholismus konfronitieren lassen und befassen möchten. Ein Zuckerschlecken ist es nicht, doch er zeigt auch, dass es für beide Seiten Hilfe gibt, sofern man sich in ähnlicher Situation befindet.
Anmerkung: Meine Rezension beruht auf meinen eigenen persönlichen Erfahrungen, wie jeder eben Dinge für sich selbst interpretiert.
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am 10. Oktober 2002
Probleme einer jungen Familie... ein verständnisvoller Mann (Andy Garcia *seufz*), die junge Mutter, die ihre Probleme mit Alkohol wegspülen will...
Ein Sog, dem sie sich nicht mehr entziehen kann... Für Actionfans sicher nicht zu empfehlen. Aber ein Drama mit viel Gefühl und Liebe, das einem zeigt, wie schnell Alkohol Personen manipulieren kann, nicht nur die direkt betroffenen, sondern auch Partner/Freunde usw...
Gefühlsaufreibend, fesselnd!
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am 8. November 2010
Ein Hit Film über eine Seuche ist unbekannt, weiblich ist Alkoholismus, die häufig durch das Geheimnis in den Wänden Hausfrauen gesperrt ertrunken. Meg Ryan, die hier verlässt das Licht Ton seiner berühmtesten Interpretationen und Andy Garcia, perfekt in die Rolle des Mannes, die nicht finden kann der Schlüssel zur Wiederherstellung der Ehe, nicht die persönlichen Abstieg in die Hölle mit der Teilnahme zu erzählen. Aber ohne gleich in die pathetisch. Flankiert von zwei jungen Musiker, die alle die schmerzhafte Überraschung seiner Töchter zu machen, trotz ihrer vorzeitig auf die schwierigen Realitäten des Lebens Gesicht gedrückt.
Wenn ich schreibe auf Deutsch falsch ist, bitte entschuldigen Sie mich,
Dank.
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am 30. Dezember 2015
Eine ergreifende, mitreissende Inszenierung mit sehr anspruchsvoller Thematik. Dass die Handlung erst beim Höhepunkt der Alkoholsucht einsetzt und sich hauptsächlich mit den Erschwernissen des Entzugs und den sich daraus ergebenden Veränderungen und neuerlichen Schwierigkeiten beschäftigt gibt dem Film erst seine Besonderheit und gibt auch viele Denkanreize. Sehr gelungen ist auch die Darstellung der Geschichte aus der Perspektive der Angehörigen. Der Spielablauf hat viele Höhen und Tiefen, wird in keiner Minute langweilig. Ein perfekter Spannungsbogen lässt mit den Akteuren "mitfiebern". Leider driftet die Handlung mitunter auch etwas ins "Klischeehafte" ab, wohl um mehr publikumswirksame Stilelemente einzubringen. Das halte ich für den einzigen Kritikpunkt - der aber der Filmqualität absolut nichts nimmt. Die Besetzung der Hauptrollen ist mit Meg Ryan und Andy Garcia perfekt gelungen. Beide Protagonisten spielen sehr überzeugend und beeindrucken durch ihre Darstellungskünste.
Keine leichte Unterhaltung - aber...sehr, sehr sehenswert.
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am 11. Juni 2012
Hallo miteinander,-
habe gestern im TV den Film When a Man loves a Women gesehen und mir heute mal so die Kritiken angeschaut.
Von den einen wird er völlig zerissen,-von den anderen in allerhöchsten Tönen gelobt.
Ich fand den Film spitze und werde ihn mir vieleicht sogar zulegen.
Ich kenne Alkoholikerfamilien und deren Therapieversuche.
Der Film war durchaus realistisch,-wenn auch die Entgiftung,-Therapie fast völlig außen vor blieb.
Dennoch zeigt dieser Film sehr schön vor dem Entzug ist nach dem Entzug und beinahe geht die ganze Familie an der Therapie ebenfalls zu Grund,-weil niemand bereit ist Verantwortung zu übernehmen,-oder eben nur eine "Scheinverantwortung".
Meine Bewertung 5 Sterne durchaus sehenswert,-wenn es sicherlich auch realistischere Verfilmungen von der Erkrankung Alkoholismus gibt.
Aber man muss ja nicht immer alles mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen bekommen,-oder?
Gerdade seine subtile Art macht den Film so sehenswert.
Mein Urteil: Kaufen ;-)
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