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30
4,5 von 5 Sternen
Pictures At An Exhibition
Format: Audio CDÄndern
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63 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. April 2001
Mit Pictures at an exhibition schufen ELP Ende 1971 quasi aus Versehen einen Klassiker in der Geschichte der Rockmusik. Die Rockfassung von Mussorgsky's gleichnamigem Klavieropus gehörte bereits 1970 zum Live Repertoire der Band, die das Werk zunächst nicht veröffentlichen wollte - aus Angst, auf die Classic Rock Schiene festgelegt zu sein. Ende '71 erschien Pictures schließlich doch als eine Art Bonus für treue Fans - ein Live Album zu einem günstigen Preis. Doch die Qualität der Musik sorgte dafür, dass Pictures den Verkaufszahlen der anderen ELP Alben in nichts nachstand und im Laufe der Jahre zu einem echten Klassiker wurde. Im Gegensatz zu den Classic Rock Versuchen anderer Interpreten handelt es sich hier um eine völlige Neuinterpretation. Emerson Lake & Palmer bereiten die Themen von Mussorgsky neu auf und mischen sie mit ihrem eigenen Material. Emerson's wildes Keyboardspiel (z.B. im Baba Yaga Zyklus) wechselt sich ab mit Lake's lyrischem Gesang (The Sage) und Palmer's virtuosem Drumming (The Gnome). Noch heute, dreißig Jahre nach der Erstveröffentlichung, hat die Produktion kein Stück Patina angesetzt. Die Musik ist nach wie vor zeitgemäß.
Diese aktuelle Ausgabe enthält ein Faltblatt mit ausführlichen Hintergrundinfos sowie teilweise unveröffentlichten Fotografien. Ferner ist als Bonustrack die gekürzte Studiofassung der Pictures at an exhibition enthalten, die ELP für die 1993 erschienene Best of Box The Return of the Manticore in Dolby Surround aufnahmen.
Der (erneute) Kauf dieser Ausgabe lohnt sich auf jeden Fall, nicht zuletzt auf Grund der digitalen Überarbeitung.
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieses Album ist sicherlich ein Meilenstein - und vielleicht jenes Werk, das ELP dereinst am längsten vor dem Vergessen retten und ihre Musik zum Klassiker machen wird.
Nach diversen kürzeren Klassikadaptionen wagte sich das Trio hier an die gleichnamige Piano-Suite Pictures at an Exhibition des russischen Komponisten Mussorgsky, die schon von seinem Kollegen Maurice Ravel zum Orchesterstück gemacht worden war. ELP übernahmen das Konzept einer Wanderung durch eine Ausstellung (dargestellt durch ein immer wiederkehrendes musikalisches Motiv), die zu verschiedenen Bildern hinführt - und damit zu verschiedenen Songs. Das Ganze dauert etwas über 30 Minuten und gelangte nur als Liveversion zur Veröffentlichung.
ELP interpretieren das Original erwartungsgemäß sehr frei - das Leitmotiv ist das Gleiche, einige der musikalischen Themen/Bilder - wie z.B. das Schlußstück The Great Gates Of Kiev oder The Hut Of Baba Yaga werden übernommen und variiert. Zwischendrin ergänzen ELP das Stück durch eigene Einschübe - hier eine kurze Gesangseinlage Lakes (The Old Castle), dahinter eine schöne dynamische Blues Variation, in der Keith Emerson (wieder einmal) zeigt, was für flinke Finger er hat.
Obwohl - wie bei allen Alben ELPs - auch Pictures At An Exhibition stilistisch so uneinheitlich daherkommt, daß es manchen aus der Bahn werfen mag, hilft auf der anderen Seite das Gesamtkonzept, die drei egozentrischen Musiker bei der Stange zu halten. Zu ausgedehnten solistischen Einlagen kommt es entsprechend nicht. Die Liveatmosphäre ist recht enthusiastisch, und ich rechne es ELP hoch an, daß sie mit solchen Werken vielen Rockfans gezeigt haben, daß die Wurzeln des ProgRocks eben auch in der E-Musik zu finden sind. Als Zugabe wird nach einem vom Publikum natürlich kreischend mit Yes! beantworteten "Want some more music?!" eine dreiminütige Rockadaption des Nußknacker-Motivs aus dem gleichnamigen Tschaikowsky-Ballett geboten, die für mich persönlich zu den kraftvollsten Momenten ELPs zählt.
Alles in allem: das Album MUSS man nicht mögen, aber es ist eine der sicherlich besten frühen ernstzunehmenden Begegnungen aus Rock und Klassik, von wahren Könnern mit Begeisterung umgesetzt. Der Sound erscheint mir dabei etwas weniger verwaschen als bei "Welcome back...", obwohl man auch hier durchaus bemerkt, daß die Bühnentontechnik 1973 bei der Musik ELPs an ihre Grenzen stieß. Leider ist das Album nicht sehr lang, aber wer es deswegen nicht kauft, verpaßt 37 der besten Minuten, die man von ELP zu hören bekommen kann.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
zufällig, wie andernortes behauptet wird, ist diese live-aufnahme sicherlich nicht entstanden. zumindest kann ich mir auch bei musikern vom format eines keith emerson, eines greg lake und eines carl palmer nicht vorstellen, dass diese so den mussorgsky-hit "bilder einer ausstellung" so locker auf drei instrumente herunterbrechen (mehrere passagen lassen den schluss zu, dass als grundlage auch ravel's ochesterpartitur herangezogen wurde), das war sicher ein haufen arbeit!

das ist zwar ein stück sehr gefälliger klassik, nichts desto trotz aber ganz schön schwierig und man muss schon ein wenig das tasteninstrument beherrschen um das packend rüberzubringen.

ELP machen hier aber noch viel mehr! es ist eine lange rocksuite geworden, die (auf weniger reduzierten) einzelparts sind wie das original von einem sich ändernden thema, der "promenade" verbunden. dazwischen hört man, was damals mit der monophonen synthesizertechnik möglich war und wie lässig man so einen gassenhauer des klassikgenres auf drei instrumente und eine stimme verteilen kann.

emerson lässt seine synth's gurgeln, grummeln, knurren und quietschen (zb "the gnome"), palmer trommelt sich einen weg und lake macht eine "promenade" die er solo nur mit seiner pathosgeladenen stimme vorträgt, zu einem ganz neuen erlebnis.

großartig sind überhaupt die mit akkustikgitarre begleiteten gesangsstellen gelungen, besonders "the great gates of kiev" - richtig erhebend, wie das daherkommt, wuchtig, majestätisch, schön!

selten wurde einer klassischen vorlage so schlüssig, so selbstverständlich ein ganz neues gewand verpasst!

der "nutrocker" (das jedermann bekannte "nussknacker"-thema von tschaikowski) mit hohem tempo und im hammond-sound als zugabe vorgetragen hält nicht ganz das niveau, war aber für die, die dabei gewesen sind zu dieser zeit und an diesem ort sicher genau richtig, wie an dem nachher tobenden publikum eindeutig festzustellen ist.

das remaster kommt gegenüber dem original in deutlich verbesserter tonqualität - es gibt übrigens auch ein in 180g gemastertes vinyl - daher, audiophil ist trotzdem anders. warum dies ein klassiker geworden ist, ein meist unüberwindlicher prüfstein für noch folgende klassikadaptionen, ist dennoch mühelos zu erhören.

einfach klasse. muss man haben!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2013
In den meisten Rezensionen zu diesem Album ist bereits alles gesagt bzw. geschrieben worden. Ich schreibe diese kleine Rezension nur noch, um diesem Klassiker der Rockgeschichte auch meine Ehre bei Amazon zu erweisen.
"Pictures At An Exhibition" von ELP wurde 1971 veröffentlicht. Wieder einmal war es mein vier Jahre älterer Bruder, der sich die LP 1971 vom Christkind hat schenken lassen und mich mit dem ELP Bazillus angesteckt hatte. Damals war 13 Jahre alt. Ein paar Jahre später habe ich mir dann zunächst auch die LP gekauft und wieder ein paar Jahre später auch die CD angeschafft. "Pictures At An Exhibition" ist eine freie Bearbeitung von Modest Mussorgskis Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung. Diese klassische Klavierversion musste ich dann natürlich auch haben. Da habe ich dann als Jüngling erkannt, wie genial die Urfassung durch Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer umgesetzt wurde. Auch heute, nach all den Jahren, höre ich dieses Ausnahmealbum dieser exzellenten Musiker immer noch gerne und oft, denn es ist absolut zeitlos und von jedem Modetrend befreit. Nicht nur Freunde der Rockmusik, Progressivrock Musik, sondern auch Klassikfreunde haben an dieser außergewöhnlichen Interpretation ihre Freude. Auf dem Album sind die folgenden ineinander übergehenden Songs zu hören:

Promenade (Mussorgski) – 1:58
The Gnome (Mussorgski/Palmer) – 4:18
Promenade (Mussorgski/Lake) – 1:23
The Sage (Lake) – 4:42
The Old Castle (Mussorgski/Emerson) – 2:33
Blues Variation (Emerson/Lake/Palmer) – 4:22
Promenade (Mussorgski) – 1:29
The Hut of Baba Yaga (Mussorgski) – 1:12
The Curse of Baba Yaga (Emerson/Lake/Palmer) – 4:10
The Hut of Baba Yaga (Mussorgski) – 1:06
The Great Gates of Kiev/The End (Mussorgski/Lake) – 6:37

Nutrocker (Tschaikowski, Fowley) – 4:26

Natürlich muss ich auch darauf hinweisen, dass "Nutrocker" eine verrockte Version von Tschaikowski Nussknacker ist.
Auch möchte ich ein paar Anspieltipps meine Lieblingspassagen des Albums benennen:
"Promenade" ist ein sehr ruhiges Stück, welches von Greg Lake unter spärlicher Orgelbegleitung sehr gefühlvoll dargeboten wird.
Nahtlos geht es weiter mit dem Song "The Sage". Auch hier singt Lake in leisen Tönen, nur von seiner akustischen Gitarre begleitet. Einfach nur traumhaft schön. Es folgte eine Schlagzeug und Synthesizer Orgie. Man bedenke dabei, dass diese Musik 42 Jahren das Licht der Welt erblickte. "Blues Variation" ist ein von Emersons Orgel dominiertes Stück. Mit "Promenade" wird das Eingangsstück des Konzertes wieder aufgegriffen. Auf "The Curse Of Baba Yaga" kommt der uns allen bekannte ELP-Sound voll zum Tragen. Ein geniales und heftiges Rockstück! "The Great Gates Of Kiev" ist zum Dahinschmelzen schön. Greg Lake's Stimme kommt wieder sehr sauber und klar herüber. Es ist das große Finale von "Pictures At An Exhibition".

Emerson Lake & Palmer haben mit "Pictures At An Exhibition" Rockgeschichte geschrieben. Es gehört zu den Alben die in keiner guten Musiksammlung fehlen sollte. Es gehört zu den besten Alben dieser Rockgiganten. Schön, dass ich diese Band vor Jahren selbst einmal live erleben konnte. Dieser Abend bleibt für mich ein unvergessliches Musikerlebnis.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Und immer noch WOW! Ich besitze ca 19 Aufnahmen der legendären Bilder einer Ausstellung und bin mit dieser Version seit 1978 engstens vertraut. Und immer noch, immer noch läuft dieses Werk - früher auf dem Plattenspieler, heute auf dem CD-Player oder dem miniDisc im Ohr für unterwegs. ELP sind für mich zweifelsohne eine Säule im Prog, zusammen mit Gentle Giant und Van der Graaf. Ein Pictures at the Exhibition so darzustellen ist einmalig, die 3 Musiker geben alles, um den Hörer auch noch merken zu lassen, dass es letztendlich ein klassisches Klavierwerk war/ist, dass hier bearbeitet wird. Durchaus lasse ich auch neuere Live-aufnahmen von ihnen gelten, ich finde es nur gerecht, dass ELP ihren "Hit", der für mich stärker wirkt als Lucky Man, öfter aufgenommen haben. Neben "Brain Salad Surgery" ist "Pictures at an Exhibiton" für mich die beste ELP. Wer die beiden hat, sich ggf noch mit "Welcome back.." anfreundet, der hat alles, was das ELP-Herz braucht.
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am 6. März 2014
Was ELP zu beginn der Synthesizer-Ära bereits für Effekte erzeugte, kann einen nicht kalt lassen. Ich bin im Schulmusikunterricht damit groß geworden und es hat meinen Musikgeschmack geprägt. War ich zu Beginn nur vom ELP-Sound begeistert, so hat mich der "alten Meister" der interpretiert wurde, mit den Original überzeugt.
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am 21. Dezember 2014
Das Original von Modest Mussorsky ist schon gut. Obwohl er es nur in einer Klavierform geschrieben hatte. Als Orchesterstück stammt es in einer Bearbeitung von Ravel. ELP hat Anfang der 70er eine gute Adaption abgeliefert, die sich vor allem mdann erschließt, wenn man das Original ebenfalls hört.
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am 7. Mai 2012
Zu den "zeitlosen" Musikstücken gehört dieses Werk unbedingt dazu.
Das erste mal im Schulunterricht in den 70ern gehört,
ist diese Musik auch ein Genuss im 21sten jahrhundert.
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am 17. Dezember 2014
Mein Vater wollte diese CD und ist total begeistert davon.
er würde sie nicht mehr her geben und wird seine Sammlung sicher auch noch um mehrere erweitern.
Qualitativ top
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am 7. April 2014
Wer Emerson Lake & Palmer mag, wird auch die Pictures at An Exhibition mögen, die Improvisationen zu einem berühmten Thema. Andere Stücke ergänzen die CD. Hörenswert!
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