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5.0 von 5 Sternen Die Hugenotten im geteilten Berlin
Dem Regisseur John Dew gelang es den Opernerfolg des 19. Jahrhunderts in dem geteilten Berlin zu präsentieren, so daß man meinen könnte , der in Berlin geborene Meyerbeer schrieb es für seine Stadt. Der beste Beweis wie zeitlos Oper sein kann.
Veröffentlicht am 16. März 2001 von FreeFriday

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grand Opera: hier mehr für's Auge als für's Herz
Diese DVD bietet eine Aufzeichnung der damals viel beachteten Aufführung von Meyerbeers "Hugenotten" in der Inszenierung John Dews an der Deutschen Oper Berlin aus dem Jahre 1991. Zeit zu überprüfen, was uns Meyerbeer zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch zu sagen hat.
Eines vorweg: John Dew hat in seiner modernistischen Inszenierung das Stück...
Veröffentlicht am 9. Februar 2006 von Wolfgang Stroebl


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grand Opera: hier mehr für's Auge als für's Herz, 9. Februar 2006
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten (DVD)
Diese DVD bietet eine Aufzeichnung der damals viel beachteten Aufführung von Meyerbeers "Hugenotten" in der Inszenierung John Dews an der Deutschen Oper Berlin aus dem Jahre 1991. Zeit zu überprüfen, was uns Meyerbeer zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch zu sagen hat.
Eines vorweg: John Dew hat in seiner modernistischen Inszenierung das Stück sicher nicht zertrümmert. Mit postmodernen Versatzstücken erzählt er eine durchaus politische Geschichte, die in der Personenführung konventionell, aber schlüssig geraten ist. Auch die reichlich auftretenden Chormassen hat er im Griff; der dritte Akt, der eigentlich nur eine einzige Chorszene ist, bleibt problematisch. In mancher Äußerlichkeit verfremdet, ist doch die Thematik gerade heutzutage brennend aktuell: der blinde, destruktive Hass zwischen Religionen - hier wird er in eindringlichen Bildern sichtbar gemacht.
Sängerisch hat man für die drei Protagonisten gute bis hervorragende Besetzungen, in den kleineren Rollen tönt es nicht immer erfreulich. Meyerbeers Oper hängt in ihrer Länge auf eigenartige Weise immer wieder durch. In grandioser Uneinheitlichkeit bietet sie knallige Aufmärsche, Chöre, virtuose Soloszenen, aber auch verinnerlichte, oft geradezu spröde begleitete Gesangslinien. Auf jeden Fall aber widersetzt sich Meyerbeers Musik dem sie seit Jahr und Tag begleitenden Vorurteil, sie sei seicht und nur auf den Effekt getrimmt. Sie ist gut gearbeitet; dass ihr bisweilen die nötige Stringenz fehlt, ist eher dem Genre Grand Opera an sich anzulasten. Die musikalische Umsetzung durch das Opernorchester unter Stefan Soltesz scheint adäquat.
Scribes Libretto (hier auf Deutsch) räumt der für die persönliche Identifikation notwendigen Liebesgeschichte reichlich Platz ein, dennoch geht die Geschichte leider nicht zu Herzen.
Kuriosum dieser DVD: eine französische Oper wird auf Deutsch gesungen. Untertitel auf Deutsch gibt es daher nicht... (Zur Not muss man auf den französischen Originaltext oder auf eine englische Übersetzung zurückgreifen! )
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Hoch auf die Subvention, 13. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten (DVD)
Wenn subventioniertes Theater so aussieht, sage ich streicht die Subvention. Nicht nur das Äußere dieser Oper wurde mit vielen Mäzchen (Poolparty mit Gummiball) zwangsmodernisiert, sondern John Dew streicht den dritten Akt nach eigenen Gutdünken zusammen. Der Akt dauert normalerweise eine knappe Stunde, nachdem der Regiesseur drübergerutscht ist, bleiben noch knappe fünfzwanzig Minuten. Der Regisseur mag ja lustige Ideen haben (ob das in eine ernste Oper passt sei mal dahin gestellt)gleichzeitig beweist er aber auch, daß er die Gattung Grand opera noch nicht einmal im Ansatz verstanden hat.
Meyerbeer mag die deutschsprachige Fassung abgesegnet haben, ob er auch mit dieser Verstümmlung zufrieden wäre, bleibt wohl eher fraglich.
Wer sich mit der Renaissance der Grand Opera beschäftigen und ebenfalls das Gefühl haben möchte vom Regisseur ernstgenommen zu werden, sollte hier die Finger davon lassen.
Denn hier strahlt mal wieder ein Regisseur der sein Publikum schön für dumm verkauft und sich ins Fäustchen lacht während er ein Hoch auf die Subvention singt.
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Hugenotten im geteilten Berlin, 16. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten (DVD)
Dem Regisseur John Dew gelang es den Opernerfolg des 19. Jahrhunderts in dem geteilten Berlin zu präsentieren, so daß man meinen könnte , der in Berlin geborene Meyerbeer schrieb es für seine Stadt. Der beste Beweis wie zeitlos Oper sein kann.
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3.0 von 5 Sternen Religiöser Fundamentalismus im Grand Opera Unterhaltungsformat, 17. November 2014
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten (DVD)
War die Grand Opera in Paris im 19. Jahrhundert so etwas wie das Unterhaltungstheater, bei dem die Erwartungshaltung des Publikums fest umrissen war, so war Meyerbeer der Servierer, der Zubereiter für diese Kost.
Die Rollen seiner Opern schnitt er oft auf den jeweiligen Bedarf zu, auf die Möglichkeiten einzelner Sänger. So auch bei dieser Oper mit teilweise extrem hoher und anspruchsvoller Tessitura.
Die Oper existiert in den unterschiedlichsten Fassungen und Unterfassungen. Diese Aufführung dauert ca. 2.20 Std, die Hälfte der Dauer der Uraufführung, folglich ist das ein Substrat des Librettos, der Partitur. Meyerbeer selbst veränderte das Libretto von Scribe gegen dessen Willen.
Der deutsche Text, ohne deutsche Untertitel, tendiert gelinde gesagt, eher in die alberne Richtung.
Die Inszenierung versucht das Thema mit einer auch im Libretto vorgegebenen, eher trivialen Liebesgeschichte, in einer Art Revue-Charakter erscheinen zu lassen, die Berliner Mauer und Anspielungen auf die Judenverfolgung als Ansatzebenen der Intoleranz gegenüber Überzeugungen, Religionen, sind optische Assoziationspunkte. Der religiöse Fundamentalismus wird zwar zentriert, aber eben doch eher als Beiwerk. Eben Grand Opera, kein Musikdrama der Themenzentrierung.

Richard Leech singt den Raoul, schwierige Höhenlage, stupend umgesetzt.
Lucy Peacock überzeugt als Valentine wie Angela Denning als Marguerite. Koloratur Arien hoher Schwierigkeit.
Hartmut Welker grundiert als Comte.
Ansonsten eher Solidität im Ensemble.

Orchestral überzeugend.

Insgesamt eben der gewisse "Gemischtwarenladen" Grand Opera mit einer begrenzt überzeugenden Inszenierung. Das deutsche Libretto ist für mich der absolute Negativaspekt, während die weiblichen sängerischen Leistungen auf hohem Niveau sind. Rein musikalisch viel "Leerlauf" - subjektiv- in der Struktur der Musik.
Einen wirklichen Eindruck des Werkes bekäme man eher von einer kompletteren Umsetzung in historisierender Form.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Ansehen schmerzt, 24. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten (DVD)
Eine musikhistorisch wie musikalisch interessante Oper wird hier in einer sogenannt "zeitgemässen Interpretation" buchstäblich durch den Kakao gezogen. Als Abkömmling einer Hugenotten-Familie finde ich eine derartig unsensible und das Sujet verzerrende Darstellung als peinlich. Leider gibt es auf DVD zur Zeit nichts Besseres. Wieso andere Rezensenten zu einer Bewertung mit 5 Sternen gelangen kann ich nicht nachvollziehen.
Musikalisch und technisch ist die Aufnahme akzeptabel aber auch nicht begeisternd.
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Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten
Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten von John Dew (DVD - 2001)
EUR 30,99
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