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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisches Paralleluniversum, 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Mit Magma ist es so wie im Leben. Entweder liebt man sie, oder man hasst sie. Und wenn man jemanden oder etwas liebt, ist man immer von der Einzigartigkeit der Sache überzeugt. Das geht sogar soweit, daß man eventuelle Schwächen sogar als Stärken interpretiert. Genauso ist es mit Magma. Die Musik kommt manchmal zähflüssig daher, man versteht den Text, der scheinbar eine Melange aus rückwärts gesprochenen slawischen Brocken ist, nicht, und trotzdem ist man elektrisiert von der ersten Minute an. Die vorliegende CD, als Platte seinerzeit eine Doppel-LP, beinhaltet sechs Stücke, die im Juni 1975 im Pariser Olympia aufgenommen worden sind. Schon im Innersleeve steht der bemerkenswerte Satz: The Music of Magma is like a mirror where everyone can see a reflection of who he is." Na wenn das nicht vielversprechend ist! Stück 1 und 2 ist die dargebotene Bearbeitung von Köhntark (im Orginal Köhntarkösz, 1974, A&M), wo anfangs im schleppendem Rhythmus mehrstimmig (tolle Leistung von Klaus Blsaquitz, wie merkt der sich nur diese Texte?) und Stella Vander, Frau von Mastermind Christian Vander) in der Kunstsprache Kobaia scheinbar über etwas lamentiert wird, um dann im zweiten Teil eine plötzliche, aber einschneidende Wendung zu bekommen: eine akkurate Lautstärken- u. Rhythmusänderung, wo ein aus dem Nichts auftauchender fetter Bass und der massive Heavy-Beat von Christian Vander den Geiger Didier Lockwood zu einem nahezu paranoid anmutenden, bizarren Solo hinreißen lässt, wo man im nächsten Moment glauben würde, er zerstöre wie weiland Jimi Hendrix and others sein Instrument. Es kracht und krächzt, schwirrt und zirpt wie in umnachteter Schönheit, die den Abgrund vor Augen hat. Ein fulminater, fast apokalyptischer Schluss läutet das Ende der Nummer, die gesamt immerhin über dreißig Minuten dauert, ein. Dann kommt eine für Magma erstaunlich funkige Nummer, Kobah, die perfekt instrumentiert ist und mit dem Gesang eine wirklich schöne Einheit bildet, sich steigernde Melodiekaskaden, eine rhythmische Orgel, der gewohnte fette Bass und last but not least, eine schräge, aber durchaus konstruktiv wirkende Gitarre. Danach folgt das etwas operettenhafte, aber melodiös ansprechende, langsame Stück Lihns, das wie eine Klage über einen Verlust wirkt, aber mit elegantem Pathos vorgetragen wird. Dann die Nummer Hhai, die mit einer zarten und schönen Keyboard-Melodie eingleitet wird, sich dann steigert,die zusammen mit einer majestätischen Gitarre, zu einem breiten Fluss wird, der sich in der (Musik)Landschaft ausbreitet. Was folgt ist das nahezu zwanzig Minuten dauernde Mekanik Zain, ein pulsierendes, lebhaftes, spannungsgeladens Stück, wieder mit einem fulminaten Geigesolo und einem dröhnend- bedrohlichen Baß, wo man meinen könnte, ein Tiefflieger hat es auf einem abgesehen. Hört man sich diese CD z.B. mit Kopfhörer in einem Stück an, hat man anschließend das Gefühl, man betritt eine neue Welt, so stark wird man von der bizarr-eklektizistischen Spielweise von Magma in den Bann gezogen. Für Freunde progressiver Musik ist Magma ohnehin ein Muß, für Neugierige ist dieses Livejuwel der beste Einstieg in das Paralelluniversum von Magma. Und wie das so bei Liebenden ist, man will mehr, bzw. alles, mit Haut und Haaren (bildlich gesprochen) oder man trennt sich und geht seinen Weg.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das bessere ist des guten Feind, 25. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Ich habe sie immer gern gemocht, mit ihrem mysteriösen Cover und dem genau so mysteriösen, für Magma eher untypischen Weichzeichner-Sound. Doch je mehr ich in den Rest der Magma-Diskographie eingestiegen bin, umso mehr fallen mir die störenden Elemente an dieser Platte auf, eins davon Didier Lockwood (Geige). Ein virtuoser Solist wird beim Prog-Publikum meistens wohlwollend aufgenommen, aber die besten Magma-Werke leben eher von diesbezüglicher Zurückhaltung.

Mal kurz zu den Stücken:
- Köhntark (aka Köhntarkösz) hat auch hier seine eigene Magie, die aber nicht an die Studio-Version mit ihrer verwirrenden Orgel und dem schroffen Minimalismus heranreicht. Abzüge vor allem für den B-Teil (ab ca. 5 min), der im wahrsten Sinne des Wortes etwas vergeigt wird.

- Emehnteht-Re (nur auf der 2CD-Ausgabe): Ein Ausschnitt aus der Eröffnung gleichnamiger Suite, die erst 2009 endgültig fertiggestellt und veröffentlicht wurde. Geht über in einen uninspirierten Jam, der zum Glück später wegfiel. Hier eindeutig noch im Wurstel-Stadium.

- Hhai: Netter Vander-Sologesang über repetativen Klavierpatterns, später steigt die Band ein und macht das ganze rund. Nur dummerweise ebenfalls mittlerweile als Teil von Emehnteht-Re in 20mal besserer Version zu hören.

- Kobah (aka Kobaia): Mal eine andere Version, mal wieder für Geige aufgepeppt, dafür ohne das markante Gitarrenriff (hmmm) und einem weniger von Breaks zerhackten Refrain (ok). Der Gesang ist etwas schwülstig, insgesamt halt mal was anderes.

- Lihns: Das einzige Stück, das es nur auf dieser Platte gibt - auch wenn es mit seinem 'kling-klong-kling-klong' als Vorbild für 'Felecite Thosz' (2011) gedient haben könnte. Sehr ruhig.

- Der Rest ist ein Ausschnitt (Schluss) von Mekanik Destruktiv Kommandöh. Es darf gefiedelt werden, angesichts von mittlerweile 4 vollständigen und besseren Live-Versionen (Concert 1976 Opera de Reims, Retrospektiw I & II, Theusz Hamtaahk la Trilogy, Concert 1975 Theatre du Taur) auch nicht unbedingt ein Kaufgrund. Auf der Doppel-CD sind es noch etwa 6 Minuten mehr.

Zusammengefasst hat man also fast alles in besseren Versionen auf anderen CDs, aber es gibt auch ein paar Eigenheiten (Sound/Arrangements), die man nur hier kriegt; und wer auf wildes Solieren steht, könnte hier sogar seine Lieblings-Magma-Platte finden. Sammler benötigen natürlich die Doppel-CD-Ausgabe (wieder erhältlich!), vom musikalischen Gehalt tut's auch die einfache.
Ich tendiere persönlich eher zu 3 Sternen, aber aus alter Liebe lege ich noch einen drauf. Und wenn einem neue Platten einer Band besser gefallen als die alten Klassiker, ist das eigentlich ein gutes Zeichen und bei 40 Jahre alten Bands nicht gerade der Normalfall.

Als gute Alternative gäbe es noch Concert 1975 Theatre du Taur, in gleicher Besetzung kurz danach aufgenommen - dort gäbe es dann MDK komplett, dafür kein Lihns, ansonsten für meinen Geschmack bessere Versionen, allerdings in rauherem Sound.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitab vom Alltäglichen..., 2. Januar 2002
Von 
Reptoid (Mössingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Zuammen mit "Mekanik Destr.Kommandoeh" ist diese Live-Aufnahme von 1975 wohl das zentrale Werk von Magma. Die Gruppe wurde von Schlagzeuger Christian Vander gegründet, um etwas noch nie Dagewesenes zu produzieren - mit Erfolg. Auf 'Live' kann man die Hauptingredienzien der Magmaschen Musik ausgiebig genießen. Da ist zunächst das quasi rituelle Zelebrieren kleiner Einheiten, die unablässig wiederholt und dabei wenig variiert werden. Dies erzeugt eine schier unerträgliche Spannung, die sich gelegentlich in heftigen Ausbrüchen entlädt. Dann gibt es den theatralisch-opernhaften Gesang des Duos Klaus Basquiz und Stella Vander, der gelegentlich -wie auch die Musik- an die 'ernsthafteren' Versuche des Dous Flo+Eddie bei Zappas Mothers erinnert. Das Ganze wird in einer eigens für Magma erfundenen Sprache serviert und weckt im Verbund mit der rituell-monotonen Untermalung Assoziationen an heidnische Gesänge, Beschwörungen, Schwarze Messen etc. herauf - Magma machten Gothic lange bevor es dieses Genre gab und die Musik auf 'Live' ist unheimlicher, beklemmender und verstörender als die heutigen Versuche dieses Genres.
Das spektakuläre Gewand der Musik wird mit überragender Spiel- und Improvisationstechnik dargeboten. Insbesondere Geiger Didier Lockwood zeigt hier, warum er später in der internationalen Jazz-Szene als ganz große Nummer gehandelt wurde. Seine ausgedehnten Improvisationen sind von einer aberwitzigen Virtuosität und bieten großangelegte Spannungsbögen, die die Luft schier zum Knisteren bringen. Christian Vanders Schlagzeugspiel ist treibend, winkelreich, sehr virtuos und erinnert stark an den frühen Billy Cobham - kein Wunder, daß 'Magma Live' streckenweise nach Mahavishnu Orchestra klingt, insbesondere auf "Mekanik Zain", mit Endlos-Solo von Lockwood. Wer sich vorstellen kann, was herauskäme, wenn das Mahavishnu Orchestra auf Zappas Mothers mit Flo+Eddie träfe und sie versuchten Gothic zu machen, hat eine ungefährige Vorstellung davon, wie 'Magma Live' klingt. Muß man zumindest einmal gehört haben und dann entweder in die Ecke schmeißen oder gleich noch die um ein gutes Stück theatralischere "Mekanik Destr.Kommandoeh" kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MAGMA-LIVE, 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
dieses album gibt es in 2 versionen-als einfache(die hab ich) und als doppel-cd mit den beiden zusätzlichen stücken EMEHNTEHT-RE(8;10)&DA ZEUHL WORTZ MEKANIK(6:14)...1975 in der besetzung CHRISTIAN VANDER(drums),BERNARD PAGANOTTI(bass),DIDIER LOCKWOOD(violine),GABRIEL FEDEROW(gitarre),BENOIT WIDEMANN(keyboards),JEAN-POL ASSELINE(keyboards),KLAUS BASQUIZ(vocal)&STELLA VANDER(vocal) aufgenommen,bietet die scheibe klassisches MAGMAmaterial-KÖHNTARK(31:00)a.k.a.KÖHNTARKÖSZ/KOBAH(6:22)/LIHNS(4:53)/HHAI(8:48)/MEKANIK ZAIN(18:11)-ein auszug aus MEKANIK DESTRUKTIW KOMMANDÖH-in einer interessanten variante...zwar sind alle typischen trademarks der französischen kulttruppe vorhanden(die hypnotische rhythmik,das famose schlagzeug/bass-fundament,jazzige tasten,schräge gitarre,grandioser gesang&mächtige chöre,die endlossteigerungen,die spannung,das mystische,die düsternis,etc.),doch kommt das ganze um einiges verspielter&lockerer daher als in der studioversion,es gibt weniger "marschierenden" zeuhl-minimalismus&repetitiv-hämmerndes,dafür mehr prog,jazzrock&fusion-einflüsse sowie ausgiebigere soli-insbesondere LOCKWOODs wildes gegeige bringt eine ganz neue note in die kompositionen ein,das klingt dann manchmal fast wie eine mischung aus MAGMA&dem MAHAVISHNU ORCHESTRA...
diese platte war vor ewigen zeiten mein erster kontakt mit dem phänomen MAGMA&ich lege sie auch heute noch gerne auf-was entweder für die qualität des hier gebotenen spricht oder für meine musikalische inkompetenz...anyway,von mir gibt's 5 sterne...
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, 6. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Wahrscheinlich beste Live von Magma, mindestens "Köhntarkösz" war noch nie so agressive und schön gespielt. Für Magma-Anfänger ohne zweifel beste platz zu starten. Soundqualität ist sehr gut. Sehr empfehlenswert!!!
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2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kult, 6. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Bei Magma handelt es sich um eine französische Anvantgarde Rockband um Christian Vander, die im Laufe der Jahre Kultstatus erreicht hat.
Die Musik ist was für ausgeprägte Individualisten und keinem bekannten Genre zuzuordnen. Es passt gut ins Bild, dass Bandleader Vander in der Kunstsprache Esperanto singt.
Dieses Live Album aus den 70-er Jahren ist absolut gelungen und bietet auch Magma Neueinsteigern einen guten Querschnitt durch das Repertoire dieser Band.
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Live von Magma (Audio CD - 2011)
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