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Zephyre & la Guirlande
Format: Audio CDÄndern
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Mai 2001
Die französische Oper war schon immer etwas anders als die italienische. Mehr instrumentelle Zwischenspiele, sparsamer kolorierte Arien. Und der etwas sarkastische Satz von Hector Berlioz, dass französische Komponisten selbst in ein Stück über das jüngste Gericht, noch Tanzszenen einbauen würden, trifft wohl ganz gut den Kern. Auch die beiden Mini-Opern Jean-Philippe Rameaus sind - im besten Sinne des Wortes - gesungenes Tanztheater. Neben ariosen Gesangsstücken, stehen beschwingte Tanzeinlagen. Das macht das ganze kurzweilig und leicht verdaulich. Überraschend schön und nicht ganz so schwülstig: Die beiden Libretti. Fazit: Zwei wenig bekannte, aber von Les Arts Florisants höchst hörenswert interpretierte Werke Rameaus. Dinesh Bauer
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Dezember 2010
Dass sich "Miniopern" heute wie schon im Barock großer Beliebtheit erfreuen, sei es Dido and Aeneas (Purcell) oder Acis and Galatea (Händel), beweist die schier endlose Liste deren Einspielungen.
Wenig bekannt sind dagegen die beiden actes de ballets "La Guirlande" und "Zéphyre" von J.P. Rameau. Warum diese Werke ein Schattendasein fristen müssen, kann man bei den ungewöhnlich dichten musikalischen Qualitäten kaum glauben.
Besonders "La Guirlande" sprüht nur so vor genialen Ideen, emotionaler Tiefe und Charme. Rameau verführt uns in die schöne Welt Arkadiens, wo die Protagonisten Zélide und Myrtil einem Liebeskonflikt erliegen. Diese Dichotomie zwischen der göttlich-schönen Idealwelt Arkadiens und dem Menschlich-allzumenschlichen versteht Rameau geschickt mit Klangfarben und musikalischen Bildern zu suggerieren. Das kurze Drama wird immer wieder von Tanzsätzen unterbrochen, welche die Handlungsszenen reflektieren oder sinngebend verbinden. Rameaus kompositorische Genialität kommt in diesen Tanzsätzen besonders stark zur Geltung, die denen in seinen großen tragédies lyriques in keinster Weise nachstehen. Eher wirkt es so, als hätte Rameau in diesem Kurzwerk alle seine Ideen in einer besonders großen Dichte zusammenfügen wollen.
Mit Sophie Daneman und Paul Agnew in den Hauptrollen kann William Christie mit einer Idealbesetzung auftrumpfen. Besonders Daneman verzaubert mit ihrem jugendlichen Timbre und glockenklaren Höhen. Ausdrucksstark und souverän werden sie von der Cappella Coloniensis des WDR unterstützt, welche von der großartigen Emmanuelle Haim hinter dem Cembalo angeführt wird.
Auch "Zéphyre" ist ein gelungenes, eher kurzweiliges Werk, welches allerdings nicht den Zauber von "Lau Guirlande" entfaltet.

Schade, dass mein Vorrezensent nur 4 Sterne vergibt. Ich denke, dass wird dieser CD-Box nicht gerecht. Diese Einspielung ist ein wahres Kleinod und hat mindestens die Höchstwertung verdient.
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