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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen35
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Welchem Genre soll man diesen Film zuordnen: Drama, Thriller, Liebesfilm? Es passt alles und auch nicht, denn es ist ein Wim Wenders Film. Der geniale Filmemacher wollte in erster Linie einen Film über das Million-Dollar-Hotel machen und das ist ihm gelungen. Kein Mainstreamkino also. Eher etwas für Leute mit einer Affinität mit dem fremden, vertrauten Amerika.

Zur Handlung: Im Jahr 2001 leben im heruntergekommenen alten Zentrum von L.A. im "Million Dollar Hotel" schräge Gestalten, Gestrandete, Verrückte, Junkies und Outcasts. Der kindliche TomTom (Jeremy Davies) liebt die Prostituierte Eloise (Milla Jovovich), die emotional nur überleben kann, weil es Bücher gibt. Ein sehr bizarres, unglaublich anrührendes Paar. Niemand interessiert sich für die von der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen, bis der Junkie Izzy (Tim Roth) vom Dach des Hotels fällt. Er ist der Sohn eines Medienmoguls und dieser möchte wissen, wie und warum sein Sohn ums Leben kann. Er ist ein Mann, der immer Antworten auf seine Fragen möchte und normalerweise auch bekommt. FBI-Agent Skinner (Mel Gibson in einer wunderbaren Mischung aus Frankenstein und Supermann parodiert sein übliches Filmimage hier subtil selbst) wird auf den Fall angesetzt.......

Aber wie schon eingangs gesagt, um die Handlung geht es in diesem Film gar nicht wirklich. "The Million Dollar Hotel" will gar nicht verleugnen, dass es auch ein Song hätte werden können, wie es im Bilderbuch zum Film ("The Heart is a Sleeping Beauty") so schön gesagt wird. Der Hauptdarsteller dieses zweistündigen Werks, das mit sehr umfangreichen Zusatzmaterial auf einer zweiten Scheibe zu einem günstigen Preis auf DVD zu haben ist, ist das alte Luxushotel aus dem Jahre 1917. Da stand es im Mittelpunkt des schicken Zentrums von L.A., war das höchste Gebäude der Stadt und alles was Rang und Namen hatte (oder das wenigstens von sich glaubte) verkehrte hier. In den 20er Jahren hatte auch Charlie Chaplin sein Büro im Haus.

Auf dem Dach des Hotels ragt der Schriftzug in verrosteten Lettern über die Stadt. Im Film darf er nachts dank moderner Filmtechnik wieder leuchten, in der Realität wird er das wohl nie mehr. Ein magischer Ort, der die Lust weckt, selbst einmal dort zu stehen und über die Stadt der Engel zu schauen. In Sichtweite das sogenannte moderne Zentrum dieser Stadt, die eigenlich keine ist; prächtig, hoch, kalt, ohne Raum für Phantasie. Auf diesem Dach beginnt und endet der Film auch. Es ist die Zeit der "Blauen Stunde" zwischen Tag und Nacht, in Amerika nennt man sie "magic hour". Das Licht Kaliforniens, das einst die Filmemacher dazu bewog, New York zu verlassen und sich hier anzusiedeln, ist zu dieser Zeit besonders schön und auch in L.A. zu genießen, sofern nicht der Smog über der Stadt liegt. U2-Frontmann Bono, ein Freund von Wim Wenders, drehte bereits in den Achzigern einen Videoclip auf diesem Dach ("Where the streets have no name") und war von der Atmosphäre so begeistert, dass er den eigentlichen Anstoß zu diesem Film gab.

Heute leben in diesem abgewrackten Hotel, das sich nun "Frontier-Hotel" nennt, wirklich psychisch kranke Menschen, Junkies,Prostituierte, arme Einwanderer und und und....Ca. 800 Menschen sollen es sein, die hier für eine sehr günstige Monatsmiete von 300 Dollar ein Zimmer oder Appartement bewohnen. Das soziale Netz hat in den Staaten ja bekanntlich mehr Löcher als Maschen und so kann man ganz schnell ganz unten landen. Besonders in Kalifornien, wo der Lebensrhythmus gnadenlos schnell und hart ist. Es gibt keine Studioszenen im Film. Er wurde wirklich in diesem Hotel und in den Straßenzügen in der Nähe gedreht. Auch der Buchladen, in dem sich Eloise so gerne flüchtet, ist ein realer Ort. Der letzte Buchladen in meiner Stadt, der so heimelig war wie dieser, hat schon vor einigen Jahren geschlossen. Die Lobby des Hotels ist offensichtlich so groß, dass für den Film eine kleinere einfach hineingebaut wurde. So konnten die Bewohner problemlos das Hotel betreten und verlassen, auch wenn gefilmt wurde. Einige fanden die Filmerei ganz interessant und das Filmteam musste wohl viel Geduld aufbringen. Das Gebäude ist laut Wenders auch von Ratten und anderem Ungeziefer verseucht und würde in Deutschland vermutlich sofort geschlossen werden. In USA dürfen Gebäude auch langsam sterben. Es gibt genug Platz, man zieht einfach weiter. Vielleicht fällt dieses Haus einmal einem Feuer zum Opfer.

Schön sind auch die Szenen, die in einem leerstehenden Diner, ganz in der Nähe des Hotels gedreht wurden. Hier zeigt sich, wie so häufig in diesem Film, dass das visuelle Vorbild für etliche Szenen Bilder des großen amerikanischen Maler der Leere und Einsamkeit, Edward Hopper, war.

Wer nun Lust bekommen hat, sich den Originalschauplatz des Films einmal selbst anzuschauen, muss etwas Mut und Vorsicht im Gepäck haben. Die Gegend von L.A., in dem das Million-Dollar-Hotel steht, ist für Touristen nicht ungefährlich. Es gibt einige Stadtteile, die man meiden sollte. Es reicht schon, nachts in dem endlosen Straßengewirr als überforderter europäischer Autofahrer die falsche Ausfahrt zu erwischen und hinter fest verschlossenen Autofenstern den Hinterhof des amerikanischen Traums unfreiwillig zu besichtigen....

Danke also an Wim Wenders und dem ganzen Team, dass ich mir ein Stück amerikanischer Architekturgeschichte ganz gemütlich und ungefährlich auf dem heimischen Sofa ansehen darf. Danke auch für den Kommentar, mit dem der ganze Film unterlegt ist. Ich fand ihn genauso interessant wie die Geschichte.

Nicht weit entfernt, in einer alten Feuerwache, drehte Wenders einen weiteren, wundervollen Film: "Land of Plenty". Aber das ist eine andere Geschichte.
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am 19. Juni 2002
Milla Jojovich und Mel Gibbson als Stars wecken sicherlich falsche Assoziationen/Erwartungen, denn dieser Film ist zweifelos der außergewöhnlichste, in dem die beiden mitgespielt haben. Wenders zeigt wieder einmal seine außerordentliche Begabung in der Arbeit mit den Schauspielern - und hier besticht vor allem Jeremy Davis als TomTom (und nicht so sehr die großen Stars). Sicherlich, die Story ist nicht konsistent, auch sind nicht alle Charaktere gleich gut gezeichnet, und doch: in diesem Film gibt es (wie eigentlich in allen Wenders-Filmen) Momente von solch überwältigender Intensität, die einem wieder in Erinnerung rufen, was Kino eigentlich sein könnte ...
Beinahe besser noch als der Film sind die Extras, die sich auf der dt. DVD-Ausgabe finden! - und das ist tatsächlich eine absolute Ausnahme. Das 'One-Dollar-Diary' - eben kein lieblos zusammengeschustertes 'Making off', sondern ein zweistündiges Film-Tagebuch des Filmemachers - war das beste, was ich in dieser Hinsicht seit langem gesehen hab!!!
Hoffentlich gibt es bald mehr von Wenders auf DVD - mit entsprechendem Bonusmaterial!
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am 21. Dezember 2010
Ein ebenso tiefgreifender und vielschichtiger wie melancholisch-witziger Film mit grandiosen Darstellern, toller Musik und einer wirklich ergreifenden Handlung!

Das ehemals luxuriöse Million-Dollar-Hotel ist genauso heruntergekommen wie seine Mieter. Jeder einzelne Bewohner stellt eine aus ganz unterschiedlichen Gründen gescheiterte Existenz dar. Aber auch diese zerbrochenen Persönlichkeiten haben Träume und Hoffnungen, die der naive und intellektuell zurückgebliebene TomTom als Erzähler auf seine eigene einfältige Weise so treffend und empathisch schildert, dass gerade im Gegensatz zwischen der tiefen Wahrheit seiner Erkenntnis auf der einen Seite und der einfachen und deswegen teilweise auch komischen Erzählweise auf der anderen Seite eine solche Poesie mitschwingt und eine philosophische Tiefe entsteht, wie sie sonst kaum ein anspruchsvoller Film zu erzeugen vermag. Dabei fühlt man sich als Zuschauer von der Handlung nie erdrückt, sondern wird in einer unterhaltsamen und atmosphärischen Weise einfach mitgerissen. Wim Wenders und Bono gelingt in dieser Geschichte über Liebe und Leid, Freundschaft und Schuld, Schein und Wahrheit ein echtes Meisterwerk. Die Handlung dringt wie Musik direkt in die emotionale Ebene vor, ohne den Umweg über den Verstand zu nehmen. Die Bilder sind wie Poesie. Und die nicht unerhebliche Gesellschaftskritik ist mit soviel Humor verpackt, dass der Zuschauer von einer Welle horizonterweiternder Kurzweil einfach davongetragen wird.

Ein sinnliches Erlebnis nicht nur für den kopflastigen Filmfreund.
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am 8. Februar 2011
Dass der Film 5 Sterne verdient und etwas ganz besonderes ist, ist keine Frage.

Ich wollte allerdings diejenigen warnen, die sich die Filme gern im Original ansehen und das ist hier leider nur mit NICHT AUSSCHALTBAREM Untertitel möglich!!

Manch einer mag es ganz hilfreich finden, da die Charaktere vieles vor sich hin nuscheln ;)
Doch hat man sich dann an den Untertitel gewöhnt, so ist dieser ab etwa der Hälfte des Films kaputt und läuft auf einmal so schnell durch, dass man nicht mehr mitlesen kann.
Das ist sehr schade, ist doch sonst diese 2-Dvd-Version wirklich toll!
Aber ich finde es nicht in Ordnung, dass nicht angegeben ist, dass der Untertitel nicht ausschaltbar ist.
Dies kann man erst ersehen, hält man die Dvd selbst in der Hand - auf der Hülle hinten steht es drauf!

Die deutsche Synchro finde ich persönlich untragbar, aber das ist ja meist so, wenn man sich die Filme im Original anschaut, da möchte man die Synchronisation nicht mehr hören!
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am 22. Mai 2009
In einer Zeit, in der viele Filmkonsumenten einen Film als langweilig abtun, wenn er nicht 5 Szenenschnitte pro Sekunde und ordentlich Action hat, sind Meisterwerke wie "The Million Dollar Hotel" selten geworden. Ein Film auf den man sich einlassen muss, der einen dann aber mit einer teilweise geradezu unglaublichen Intensität gefangen nimmt. Bildsprache und Musik sind schlicht ganz großes Kino. Es ist ein echter Wim Wenders Film. Zur Handlung muss ich hier nicht viel sagen, haben schon genug andere ausführlich beschrieben.
Hinweisen möchte ich vielmehr auf die grandiose Extra DVD. Im Grunde ist die allein schon den Kaufpreis wert. Das Filmtagebuch von Wim Wenders ist ein vielschichtiger und authentischer Einblick in den Prozess des Entstehens eines Films, den sich jeder Cineast nicht entgehen lassen sollte.
Erwähnen möchte ich noch die schauspielerische Leistung von Mel Gibson, der eine der schwierigsten Rollen, die man sich denken kann (er selbst sagt, schwieriger als Hamlet) mit einer sehr starken Präsenz und Glaubwürdigkeit ausfüllt.

Fazit: Dieser Film gehört mit seiner feinen Komik der Melancholie und der Intensität von Bild und Musik zu meinen absoluten Lieblingsfilmen.

5 Sterne
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am 7. November 2011
Diesen Film habe ich zuerst im Fernsehen gesehen, zufällig mal reingeschaltet. Ich fand diesen Film damals wirklich erstaunlich. So viele ganz besondere Charaktere mit untypischen Merkmalen und Besonderheiten. Das sieht man nicht oft.
The Million Dollar Hotel ist wirklich ein Film, der mich berührt hat. Vor allem Tom Tom, seine Situation, seine Gedanken und sein Handeln und besonders die Umgebung, in der er sich befindet.
Das einzige, was mich doch ein wenig gestört hat: Gott verdammt, warum reden die so leise?! Ohne Witz, als ich mir die DVD geholt hab, hab ich den Film das erste Mal mit Untertiteln angeschaut, weil ich so vieles einfach nicht gehört habe. Dafür den einen Stern Abzug.
Ansonsten kann ich diesen Film nur empfehlen.
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am 13. August 2006
Nicht ganz unberechtigt ist "The Million $ Hotel" von Kritikern der Vorwurf gemacht worden prätentiöses Kunstkino sein zu wollen. Und im Grunde stimmt das auch.

"Million $ Hotel" hat in sich so viele Schwächen wie er Stärken hat und vielleicht ist es ja gerade das, was ihn für mich zu einer meiner ewigen Lieblingsfilme macht.

Die schwelgerisch romantischen Bilder höchster suggestiver Kraft von Phedon Papamichael, die furiose Besetzung des kindlich-liebestollen Pärchens Milla Jovovich und Jeremy Davies, die obskuren Figuren, das mitleidvoll gezeichnete Armen-Millieu, die hervorragende weil unvergessliche Anfangs- und Endsequenz auf dem Dach des Hotels und zuletzt die mal überhaupt nicht nervige Musik von Bono (die er übrigens live vor einer Leinwand performt hat)...all das macht "Million Dollar Hotel" zu einem raschhaften Trip, zu einem hoch-poetischen Kiffermärchen, dass einem vor lauter Schönheit den Atmen anhalten lässt.
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am 2. Oktober 2007
Regisseur Wim Wenders: "Der Film spielt an einem einzigen Ort, innerhalb eines einzigen Straßenblocks, und handelt von der bedingungslosen Liebe zweier junger Leute."

Der Ort ist das Million Dollar Hotel in Downtown Los Angeles, Ecke 5th Street/Main, die jungen Leute heißen Tom Tom (Jeremy Davies) und Eloise (Milla Jovovich). Den Film einem Genre zuzuordnen, fällt schwer. Wenders selbst spricht von "Slapstick-Tragödie", wenngleich auch das der Geschichte nur annäherungsweise gerecht wird.

Das Hotel selbst ist eine Parabel für Abstieg und Verfall. Einst logierten Hollywood-Stars und Präsidenten in ihm, heute ist es eine 11-Dollar-Absteige für Gestrandete aller Art, deren Leben ebenso in die Brüche ging wie das Interieur der vormaligen Nobelabsteige.

In Wenders Film wird es von skurrilen Persönlichkeiten wie Dixie, der glaubt, der 5. Beatle zu sein, oder von Geronimo, einem selbsternannten Navajo-Häuptling, bewohnt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Tom Tom, dem 'Butler der Bettler', der in jedem nur das Gute sieht und ewig Kind geblieben ist. Sein bester Freund, der Teer-Künstler Izzy Goldkiss (Tim Roth), stürzte vom Dach des Hotels. Unfall, Selbstmord, Mord? Das versucht FBI Special Agent Skinner (Mel Gibson) herauszufinden. Um Tom Toms Vertrauen zu gewinnen, führt er ihn mit der verehrten Mitbewohnerin Eloise zusammen. Eine sehr subtile Liebesgeschichte ohne Kitsch und Pathos ist die Folge. Wenders gelang es, diese Zweierbeziehung in all ihrer Schrägheit und Empfindlichkeit zu erzählen. Hut ab!

Die Grundidee zum Film stammt von U2-Frontmann Bono Vox, der während eines Musikvideo-Drehs auf dem Dach des Million Dollar Hotels mit seinem Bandkollegen The Edge eine halsbrecherische Wette abschloss (mehr auf der Extra-DVD). U2 steuerte natürlich auch zum Soundtrack wesentliche musikalische Beiträge (wie z.B. den Song "The Ground Beneath Her Feet" mit einem Cameo von Salman Rushdie!) bei.

Die drei Hauptakteure sind brillant: Jeremy Davies wirkt authentisch, gar nicht überzeichnet, ebenso Milla Jovovich, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke facettenreich changiert. Für Mel Gibson war es sicher eine seiner besten Rollen. Der von ihm verkörperte Agent Skinner karikiert sich auf eindrucksvolle Weise selbst: anfangs der supercoole Hightech-Sonderermittler (ständig was von 'Code Blue' flüsternd), dann der einfühlsame Mann mit dem dritten Arm, selbst ein Outcast. Besonders witzige Idee: in einer Nebenrolle spielt - fast nicht wiedererkennbar Bud Cort -, der makabre Junge aus dem 1970er-Klassiker "Harold and Maude".

Das Bonusmaterial dauert insgesamt 200 Minuten (Musik-Video, geschnittene Szenen etc.). Sehr aufschlussreich ist das von Wenders erzählte "One Dollar Diary", ein filmisches Tagebuch über die Dreharbeiten.

Was die Bewertung angeht: Das "Million Dollar Hotel" ist filmisch ganz klar eine Fünfstern-Absteige!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. November 2002
In Hollywood mit Stars gedreht, mit Hollywwod Geld finanziert - und trotzdem hat "The Million Dollar Hotel" ausgerechnet in den USA keinen Verleih gefunden. Stattdessen lief der Film, der in Europa recht erfolgreich war, nur in wenigen Kinos der Vereinigten Staaten. Warum?
Vielleicht lässt sich der verworrenen Geschichte um den Mord an Israel "Izzy" Goldkiss der Vorwurf der Langeweile machen. Vielelicht sind die vielen bizarren Charaktere einfach zu abgedreht?
Wahrscheinlich sind sie einfach zu ungewöhnlich für den "normalen Popcorn-Kino Zuschauer" und damit viel zu anstrengend. Doch gerade das macht das Geheimnis des Filmes aus.
Die vielen verrückten Bewohner des Hotels, von dessen Dach Izzy fiel, leben alle in ihrer ganz eigenen, von der Umgebung abgetrennten, Welt. Gemeinsam haben sie nur eines: sie sind an der untersten sozialen Stufe angelangt - und sie wohnen in einer ehemaligen Luxusunterkunft, dem Million Dollar Hotel.
FBI-Agent Skinner (gespielt von Mel Gibson) versucht mit seinen ganz eigenen Methoden in dieser Herberge den Mörder aufzuspüren. Zur Seite steht ihm dabei der geistig etwas zurückgebliebene Tomtom (Jeremy Davies). Während er die Suche nach dem Mörder für ein lustiges Räuber und Gendram Spielchen hält, ahnt die verträumte Eloise (Mila Jovovich) dass von Skinner auch eine geballte Gefahr für das Zusammenleben im Hotel ausgeht.
Regisseur Wim Wenders und insbesondere sein Kameramann Phedon Papamichael haben dieses wunderbare Grostadtmärchen in grandiosen Bildern verfilmt, die dem Werk eine beeindruckende, manchmal auch beklemmende, Intensität geben. Gepaart mit fantastischen Schauspielerleistungen aller Beteiligten und einem passenden Soundtrack ist The Million Dollar Hotel ein Film, der jedem zu empfehlen ist, der im Kino nicht nur kurzweilige Unterhaltung sucht.
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am 27. September 2002
Als mel- gibson -fan war das Anschauen dieses Filmes erstmal nur Pflichtprogramm. Was dann folgte, war ein Filmerlebnis, wie es einem Filmfreak, wie ich einer bin, nur noch sehr selten vergönnt ist. Wie gebannt saß ich vor der Mattscheibe und sog einen Film in mich auf, von dem ich nach dem Abspann nicht eine Minute hätte erzählen können. Was hängen blieb, waren phantastische Wortduelle, verrückte Charaktere, glänzende Schauspieler, einzelne slow-motions, schräge Musik und ein Mel Gibson, in der Rolle eines Anti-Antihelden. Tagelang arbeitete der Film in mir, nächtelang hörte ich die Erzählerstimme von Tom Tom, sah ein Paar Stöckelschuhe auf einem Tresen liegen, hörte längst vergessene Beatles-Songs und wunderte mich noch immer, denn als ich versuchte, einer Freundin von dem Film zu erzählen, fing ich plötzlich an zu stammeln, mußte ihrer irritierten Blicken standhalten und hatte am Ende doch wieder nichts erzählt.
Dann, eines Nachts, schaute ich mir den Film noch einmal an, entdeckte Neues und stellte fest, daß nichts von der Faszination des ersten Schauens verlorengegangen war - im Gegenteil. Inzwischen läuft er alle paar Wochen mal in meinem Wohnzimmer, natürlich in der Originalfassung, denn in der Synchronisation verliert er leider sehr an Athmosphäre.
Ein typischer Wenders-Film? Ja. Ein typischer Gibson-Film? Nein.
Ein großer Film? Ja.
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