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4.0 von 5 Sternen Kommerzieller Erfolg - Na und?
In der Musikrichtung Heavy Metal (und all seinen verschiedenen Spielarten) gibt es ein sehr interessantes Phänomen: sobald eine Band kommerziell erfolgreich wird, verliert sie einen Teil ihrer Fanbasis. Die ansonsten sprichwörtliche, unbeirrbare Treue der Anhänger ist oft doch nicht so groß, wie man denkt, wenn plötzlich überall lauthals...
Veröffentlicht am 15. September 2008 von Stefan T.

versus
36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang oder Ende?
Das "Black Album" wie "Metallica" oft genannt wird war sicherlich das erfolgreichste METALLICA Album und viele halten es für das beste, andere halten es wiederum für eines der schlechteren was am jeweiligen Standpunkt des Betrachters liegt.
Der melodische, kräftige aber nicht zu harte Mainstream-Metal den METALLICA hier spielen mag sicherlich nicht...
Am 29. Mai 2004 veröffentlicht


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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommerzieller Erfolg - Na und?, 15. September 2008
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
In der Musikrichtung Heavy Metal (und all seinen verschiedenen Spielarten) gibt es ein sehr interessantes Phänomen: sobald eine Band kommerziell erfolgreich wird, verliert sie einen Teil ihrer Fanbasis. Die ansonsten sprichwörtliche, unbeirrbare Treue der Anhänger ist oft doch nicht so groß, wie man denkt, wenn plötzlich überall lauthals "Ausverkauf!" gebrüllt wird (zumindest "offiziell", denn ich bin mir sicher, dass viele "Fans der ersten Stunde", die plötzlich nichts mehr mit der Band zu tun haben wollen, im stillen Kämmerlein auch die erfolgreicheren Sachen mit Begeisterung hören).

Nun bin ich ebenfalls Heavy-Metal-Fan (hauptsächlich Thrash, Power und Black Metal, auch ein wenig Death Metal und Industrial), und das nicht erst seit gestern oder - um beim Beispiel dieser Rezension zu bleiben - seit ich zum ersten Mal "Enter Sandman" gehört habe. Trotzdem stellte sich mir niemals die Frage nach der musikalischen Qualität des schlicht "Metallica" betitelten schwarzen Albums. Das hat für mich zwei Gründe: zum einen verstehe ich nicht, was es für mich als Fan für einen Unterschied machen soll, wie viele Leute meine Lieblingsband gut finden. Mir ist es herzlich egal, ob die neue Metallica-CD auf Platz 1 oder Platz 100 der Charts liegt. Und genau dieser Ansatz führt mich zum zweiten Grund: die Sturheit mit der manche darauf pochen, wie Metallica zu klingen haben. Ich selbst bin - wie schon erwähnt - u. a. Thrash-Metal-Fan. Mit Thrash hat diese Platte aber nicht mehr viel zu tun. Das stört mich aber überhaupt nicht, wenn das Songwriting stimmt. In so einem Fall gibt es für mich auch keine Genre-Grenzen mehr, Lieder die mir gefallen, gefallen mir eben, egal in welchem Stil sie geschrieben sind und wie viele Leute sie sonst noch mögen. Insofern habe ich kein Problem damit, die ersten 5 (!) Alben von Metallica als sehr gut zu bezeichnen. Die Phase danach ist eine andere Geschichte - aber ich empfinde sie ebenfalls nicht als so durchgängig mies wie manch anderer.

Natürlich ist es merkwürdig, wenn beim Metallica-Konzert plötzlich ein ganz anderes Publikum auftaucht, als man das erwartet. Und natürlich ist man als Heavy-Metal-Fan lieber unter seinesgleichen, das gebe ich unumwunden zu. Aber dieses "Problem" reguliert sich meist von selbst, spätestens wenn es den nächsten Trend gibt, bleiben wieder die wirklichen Fans übrig, die nicht nur dorthin gehen, weil es gerade angesagt ist.

Eine etwas lange Einführung, die aber vielleicht denen zugute kommt, die das Album bzw. die Band wirklich noch nicht kennen (soll's ja auch geben) und sich fragen, wie die vielen Rezensionen eigentlich zu verstehen sind.

Das "Schwarze Album" selbst bietet in meinen Ohren eine sehr ausgewogene Mischung aus Härte und Melodie - zwei Faktoren, die für die Musik von Metallica schon immer bestimmend waren. Wenn man sich die musikalische Entwicklung der Band bis 1991 ansieht, kann man den Prozess recht gut erkennen, der zu "Metallica" führte. Die unkontrollierte Rasanz und Härte gab es meiner Ansicht nur auf dem Debüt "Kill 'Em All", alles was danach kam verschob sich doch eher in Richtung Kontrolle und Melodie (natürlich angereichert mit mal mehr, mal weniger Härte). Vor allem am Gesang ist das gut zu beobachten.

"Metallica" beginnt mit "Enter Sandman", einer Hymne sondergleichen, an der sich bereits die ersten Geister aus oben genannten Gründen scheiden. Nichtsdestotrotz habe ich bei einem Metallica-Konzert noch niemanden gesehen, der bei diesem Lied nicht mitsingt oder sogar so konsequent ist und die Halle verlässt, wenn das ach-so poppige Mainriff angestimmt wird. Ähnliches gilt für das Groove-Monster "Sad But True" und für die typische Halbballade "The Unforgiven", die sofort ins Ohr gehen und dort auch hängenbleiben. Auch "Wherever I May Roam", "Don't Tread On Me" (mit seinen "West-Side-Story"-Anleihen und kritischem Text) und "Of Wolf And Man" können auf ganzer Linie überzeugen, von Radiotauglichkeit kann ich hier jedenfalls nicht allzu viel erkennen. Ebenfalls gut gelungen sind "The God That Failed" und "My Friend Of Misery", einer der wenigen von Jason Newsted mitgeschriebenen Songs. Immerhin guter Durchschnitt sind die im Gesamtkontext etwas untergehenden "Holier Than Thou" und "Through The Never".

An Ausfällen bzw. Füllern kann ich lediglich "The Struggle Within" und vor allem "Nothing Else Matters", die einzige "richtige" Ballade von Metallica ausmachen (dieses Lied dürfte wohl den größten Anteil am "Ausverkauf-Geschrei" ausmachen, ich persönlich finde es im Vergleich zu den klassischen Halbballaden einfach langweilig, obwohl es live ganz gut Stimmung macht).

Alles in allem eine Platte, die sich sehr schnell erschließt, im Gegensatz zu "wirklicher" Radio-Pop-Musik aber dennoch nicht nach dem dritten Mal hören langweilig wird. Damit ist "Metallica" ein krasser Gegensatz zu seinem Vorgänger "...And Justice For All", der wesentlich schwerer zugänglich (aber trotzdem beileibe nicht schlechter) war.

Für mich wären das 4,5 Sterne, die ich nur deshalb auf 4 abrunde, weil mir die ersten drei Alben (jedes auf seine Weise) doch um ein Stückchen besser gefallen.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang oder Ende?, 29. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Das "Black Album" wie "Metallica" oft genannt wird war sicherlich das erfolgreichste METALLICA Album und viele halten es für das beste, andere halten es wiederum für eines der schlechteren was am jeweiligen Standpunkt des Betrachters liegt.
Der melodische, kräftige aber nicht zu harte Mainstream-Metal den METALLICA hier spielen mag sicherlich nicht schlecht sein, so richtig anfreunden kann ich mich damit jedoch nicht da ich METALLICA als schnelle,harte Speed/Thrashband kennen und lieben gelernt habe. Mit dem Sound von "Kill 'em All" bis "Master of Puppets" hat dieses Album jedoch nicht mehr viel gemeinsam. Statt wütender Shouts gibts "richtigen" Gesang zu hören, statt krachender Riffs in Lichtgeschwindigkeit eher Midtempo orientierten Metal. Ich denke ab diesem Album spaltete sich das METALLICA Fan-Lager in zwei Hälften. Da sind die alten Fans die nicht verstehen können das die Band plötzlich so soft geworden ist (im Vergleich zu den frühen Tagen), und die neuen Fans die METALLICA vielleicht erst seit dieser Scheibe kennen. Ich persöhnlich finde die Scheibe hörbar aber chanchenlos im Vergleich zu den ersten Scheiben. Wenn du melodischen, gut produzierten Metal magst der nicht zu heavy ist bist du hier richtig, solltest du jedoch auf nackenbrecher Riffs stehen solltest du dich an die ersten drei Alben halten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bläst einen weg!, 5. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Metallica [Deluxe Limited] [Vinyl LP] (Vinyl)
Nach der Wiederauflage der ersten vier Metallica Alben wurde nun endlich auch das legendäre "Black Album" neu gemastert und in einem sehr schönen Karton in 45 U/Min herausgebracht. Während die ersten Alben aufgrund der z.T. schlechten Aufnahmequalität in der Neuauflage weniger überzeugten, bläst einen das "Black Album" schlicht an die Wand. Ich bin seit 25 Jahren Metallica Fan, habe das Album so jedoch noch nie gehört!! Unglaublich gut. Nach einem Direktvergleich zwischen CD und dieser 45er Platte auf einem LP 12 kann die CD Version wirklich einpacken. Also, wer einen guten Plattenspieler hat und ein ganz neues Metallica Feeling erleben will, dem sei diese Platte wärmstens ans Herz gelegt!
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!!!, 2. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Viele Leute behaupten, Metallica haben mit diesem Album und allem, das sie später produzierten ihre echten Fans verraten und sich dem Mainstream angepasst. Das Album sei kein Thrash-Metal mehr wie früher, sondern nur noch Kommerz-Mist. An all diese Leute: Überlegt mal, was ihr da von euch gebt, denn...
Fakt ist:
1. Das Album IST komplett anders als die alten. Aber wieso ist das ein Problem? Kein Metallica Album ist gleich wie das das andere. RTL war beispielsweise komplett anders als KEA. MOP war wieder anders und AJFA ist wieder anders. Aber jedes ist für sich ein in sich geschlossenes Meisterwerk.
2. Die Songs sind zwar kürzer, einfacher, teilweise auch langsamer aber keineswegs weniger "Heavy". Wer behauptet, ein Song wie "Sad but true" sei nicht heavy, der hat wohl zu viele Pillen geschluckt. Und richtig schnelle Songs sind mit "Holier than thou" oder "Through the never" auch vorhanden.
3. Das Album war ein riesiger kommerzieller Erfolg. Warum? Metallica machten wie immer geniale Stücke. Und zum ersten mal wurden diese richtig gut produziert. "Justice" wäre ein absoluter Hammer gewesen, wenn nicht diese schwache Produktion wäre. Hier kommt alles 100% sauber rüber. Die Gitarren, der Bass, Drums und der Gesang sind perfekt eingespielt.
4. Man schaue sich nur mal die Menge an hervorragenden Tracks an:
- Sandman: Wer kennt diesen Hammer nicht? Einfach genial!
- Sad: Heavier gehts nicht! Sogar noch schwerer und dunkler als der Kult-Song "The thing that should not be"
- Unforgiven: Geniale Ballade mit einer Melodik, die man nie mehr vergisst. Ähnlich gut wie die früheren Meilensteine "Fade to Black" und "Sanitarium"
- Roam: Ein Klassiker! Typisch Metallica! Langsames, bedrohliches Intro, dann gehts richtig ab mit einem groovigen, fetten Heavy-Midtempo Song.
- Nothing: Kennt jeder! Gibt es eine bessere Ballade?...
- Wolf: Einfach nur cool! Dazu hätten sie ein Wahnsinns-Video machen können...
- Misery: Geniale Bass-Melodie! Sollte ursprünglich das Instrumental der Scheibe werden, was ich ganz ehrlich gesagt, auch besser gefunden hätte. Der Refrain ist nämlich leider nicht der Ober-Hammer. Dafür ist der Mittelteil mit dem depressiven Bassspiel und den leise wispernden Gitarren-Klängen so was von genial, dass mir jedes mal Schauer über den Rücken laufen.
Aus all diesen Gründen kann ich dieses Album uneingeschränkt jedem empfehlen, der auch nur ein bisschen was für Rock und Metal übrig hat. Leute, die euch davon abraten, achten eben nur auf Äusserlichkeiten und hören nicht der Musik zu. Und darum gehts doch: Um die Musik. Und auf dieser CD findet ihr einige musikalische Meisterstücke.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metallica am Scheideweg, 31. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Metallicas warscheinlich erfolgreichste Platte, ob wohl ich persönlich die Justice for all besser finde. Auf dieser Scheibe schlagen sie einer eher Rock und Songorientierte Richtung ein, allerdings muß man zugeben, daß die Technik des Riff an Riff reihens auf besagter Vorgängerplatte bereits bis an die Grenzen ausgereizt wurde. Auch wenn die darauffolgenden Metallicaplatten für meinen Geschmack dann wirklich zu glatt ausgefallen sind, sind auf diesem Werk ein paar wirklich gute Songs zu finden, so z. B. Enter Sandman, oder Nothing Else Matters. Außerdem ist auf dieser Platte die Band erstmals in dem Sound zu hören, denn sie schon von Anfang an verdient hätte. Das Schlagzeug klingt richtig fett und satt, die Gitarren ebenso, und wenn Kirk Hammet das Wah - Wah benutzt fragt man sich, warum er das nicht eigentlich schon viel früher getan hat, und James Hetfield entdeckt zum ersten Mal, daß er bei Bedarf auch richtig singen kann und bereichtert die Band so um eine weitere Farbe. Auf jeden Fall reinhören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das letzte große Metalkapitel, 19. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Das bekannteste Album von der größten Band schlechthin. Über 40.Millionen verkaufte Exemplare. Der letzte große Baustein des Metallica Denkmals. Wer kennt nicht "Enter Sandman", "Sad But True" oder "The Unforgiven".
Metallica machte nach ihrem "Justice" Album wieder genau das was keiner erwartet hat. Sie wischen leicht vom puren Heavy -Metal ab und bauten melodische Rockmelodien ein die bis heute wohl jeder kennt. Ein weiterer Hinweis darauf das wohl niemals eine andere Band das Niveau von Metallica erreichen wird.
Enter Sandman: Es gibt kein Metallica Album ohne perfekten Opener. "Sandman" macht da keine Ausnahme. Die Melodie ist weltweit bekannt und die Lyriks vom Refrain kennt jeder. (5/5)
Sad But True: Dieser Song fehlt seit er geschrieben wurde bei keinem Metallica Konzert. Wenn man ihn sich an hört weiß man warum. Stampfend, explodierendes Feuerwerk das lyrisch zum besten von Metallica gehört. (5/5)
Holier Than Thou: 'tallica nimmt sich eine kleine Auszeit ehe es so richtig losgeht. Der Song ist auf keinen Fall schlecht, aber für das was noch kommt zu schwach. (4/5)
The Unforgiven: Wieder einer dieser Übersongs der Band. Megaballade mit unbeschreiblichen Refrain und prima Solo. (5/5)
Wherever I May Roam: Welch ein Intro! Wieder gigantisch was Metallica hier auf die Beine gestellt hat. Der leicht orientalische Song hat ein phänomenales Riff und ein richtig guten Mitgröll Refrain. (5/5)
Don't Tread On Me: Prima Song, der zwar erst nach mehrmaligen hören endlich im Ohr bleibt aber trotzdem überzeugt. (5/5)
Through The Never: Das schnellste und härteste Stück des Albums, das an härtere Zeiten erinnert und auch sonst ein Hörgenuss ist. (5/5)
Nothing Else Matters: So close no matter how far... Ohne Worte (5/5)
Of Wolf And Man: Toller Song! Klasse Refrain und noch bessere Strophen. Auch hier ist die Band wieder top. (5/5)
The God That Failed: Hätte man sich das hier gespart wäre das Album nahezu perfekt. Die Strophen erinnern schwer an "Sad but true" und der Refrain klingt auch irgendwie nicht neu. Trotzdem ganz gute Lyriks. (3/5)
My Friend Of Misery: Was ein Bass-Intro. Jason Newsted zeigt was er drauf hat. Der Song ist etwas dunkler als die anderen und wirkt melancholisch und zählt durch diese Atmosphäre zu den absoluten Highlights des Albums. (5/5)
The Struggle Within: Noch einmal ein bisschen Fahrtwind aufnehmen. Zum Abschluss drückt Metallica nochmal aufs Tempo und das wie immer optimal. (5/5)
Metallica: (57/60)
Metallicas letztes großes Metalwerk? Hoffentlich nicht, aber leider bis heute schon. Vor den mehr als gescholtenen "Load/ Haare ab" Zeiten schreiben Hetfield, Ulrich, Newsted, Hammett eben nochmal Musikgeschichte.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 20. Juli 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Es gibt kaum ein umstritteneres Metallica-Album als das fast schon legendäre „Black Album" anno 1991. Viele Fans sind der Ansicht, dass Metallica mit diesem Album den Schritt in eine völlig falsche Richtung machten, Experten meinten sogar, dass Metallica den Metal mit diesem Album verraten haben.
Diese Aufregung entstand aus einem radikalen Stilwechsel, den die Band damals vollzog. Anstatt ihrem schnellen und verdammt harten Speed-Metal (oder wie man es auch nennen mag) produzierte die Band ein vom Tempo eher langsameres Album, längst nicht so hart und mit Balladen. Verglichen mit früheren Werken wie „Kill'em All" oder „Master Of Puppets" war das doch ein großer Unterschied.
Trotzdem kann man Metallica nicht vorwerfen, mit dem „Black Album" schlechte Musik abgeliefert zu haben. Das genial aufgebaute „Enter Sandman", der Live-Hammer „Sad But True" und „Nothing Else Matters" sind absolute Klassiker und gehören mit zum Besten, was Metallica je produziert haben. Genau so die zweite Ballade „The Unforgiven": gehört mit zum Besten, was ich je gehört habe, Gänsehaut pur. Auch „Wherever I May Roam" , „The God That Failed" und „My Friend Of Misery" sind gute Songs. Und die Spielzeit von über einer Stunde ist sehr üppig.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass das schwarze Album zwar kommerzieller und eingängiger ist, als andere Alben von Metallica. Trotzdem sind hier wirklich geniale Songs drauf, allein schon „Enter Sandman" und „Nothing Else Matters" rechtfertigen den Kauf. Da auch insgesamt die guten Songs überwiegen, gibt's an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung von mir.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch besser als gut!, 30. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Metallica [DVD-AUDIO] (DVD-Audio)
Was soll man zu dieser Aufnahme groß sagen? Bei Enter Sandmann kommt der Bass so prägnant, daß der Boden vibriert? Die Mischung von Nothing Else Matters ist so gut, daß man sich mitten im Konzertsaal fühlt?
Stimmt irgendwie alles und, bemerkenswert genug, ist der Rest der Aufnahme genauso klasse zu hören.
Wer Metallica mag, wird diese Surroundfassung mehr als zur lieben.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Metallica CD, 10. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Das schwarze Album ist für mich bis heute Metallicas bestes. Eine Hardcore Fans waren davon zwar nicht so begeistert, aber ich finde, Metallica hat sich damit in keinster Weise verraten. Vom dumpfen Sound der Anfangszeit hatten sie sich nämlich schon lange entfernt und so ist diese CD nur eine konsequente Fortsetzung des Weges, den sie mit "Master Of Puppets" eingeschlagen hat. Es ist auch nicht einzusehen, warum Metallica nicht auch mal ne Ballade machen sollten. Und "Nothing Else Matters" und "The Unforgiven" sind wirklich gelungen. Außerdem kann man sich bei Lieder, wie "Sad But True" oder "Of Wolf And Man" wirklich nicht über fehlende Härte beklagen. Am besten gelungen sind meiner Meinung nach aber die halbharten Songs, wie "Enter Sandman" oder "Wherever I May Roam". Insgesamt handelt es sich wahrscheinlich eher um eine Hard Rock, als eine Heavy Metal CD, aber was sollen schon diese blöden Abgrenzungen ? Im Grunde geht es doch nur um eins, gute oder schlechte Musik und das hier ist eindeutig gute, sogar sehr gute. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der größten Metalwerke aller Zeiten!, 11. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Als Metallica 1991 ihren insgesamt 5. Longplayer veröffentlichen, soll großes geschehen. Mit einem mal wird aus der etablierten Spped-Metal Band die größte Heavy Metal Band aller Zeiten und die Namen James Hetfield (Vocals, Rhythmus Gitarre)/Lars Ulrich (Drums)/Kirk Hammett (Lead-Gitarre)/ Jason Newsted (Bass) zementieren sich für immer im Rock-Olymp. Mit "Metallica", wie ihr 5. Werk offiziell heißt, gehen die 4 aus San Francisco weg von den derb-brutalen Speed-Metal Tiraden der 80er hin zu exzellentem und ausgefeiltem Songwriting erster Güte. Und gerade das zeichnet für mich eine gute Metalband aus: Flexibel sein. Ich finde es langweilig, wenn eine Band immer die selbe Musik macht und gerade deshalb ist es schön, dass Metallica mit "Metallica" und vor allem mit "Load" und "ReLoad" neue Wege einschlugen und zeigten, dass sie mehr können als nur blitzschnelle Riffs in die Welt knallen.
Die Songs des "Black album" in der Einzelkritik:
Enter Sandmn - Der erste Höhepunkt des Albums. Es gibt wohl kaum einen Metalfan, der diesen Song nicht kennt. Ungemein melodiös und trotzdem treibend.
Sad but true - Das Monsterriff schlechthin. Böse stampfend donnern die 5.22 Minuten durch die Anlage. Wütend schreit James Hetfield die exzellenten Lyics in die Welt hinaus. Ein weiterer Kracher!
Holier than thou - Von vielen unterschätzt. Schnelles Riff und insgesamt sehr flottes Tempo. Außerdem ein sympathisches Bass-Zwischenspiel. Mit 3.46 Min. kürzester Song der Platte.
The Unforgiven - Ein weiterer Klassiker und gleichzeitig die erste von zwei Balladen. Düster kommen die Strofen daher und münden in einem zerrissenen Refrain. Toller Titel!
Wherever I may roam - Orientalisch angehaucht. Eine der 5 Singles und straighter Refrain. Gefällt mir persönlich nicht so gut, aber trotzdem ein Klassiker.
Don't tread on me - Midtempo Song mit fast schon Stakkato-artigem Beat. Nicht der Übersong, aber gute Abwechslung zwischendurch. Hält konstant das hohe Niveau.
Through the Never - Mit der Schnellste und Härteste Track der CD. Ruft einige Headbang-Attacken hervor. Ein überbleibsel aus alten Zeiten.
Nothing else matters - der Bandhit überhaupt. Der vielleicht schlechteste Metallica-Text überhaupt, aber die Melodie ist überragend. Das Solo, so kurz es ist, halte ich für das Beste aller Zeiten! Eine tiefe Verbeugung für diesen Geniestreich!
Of wolf and man - wieder stampfend und hart. Klasse!
The God that failed - Auch für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, wirkt etwas fehl am Platze. Aber wenn man sich wirklich darauf einlässt, entfaltet der Song durchaus seine Qualitäten. Anders, aber trotzdem gut.
My friend of Misery - der Düsterste Song der LP. Ein brillantes Bass-Intro, das einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein schmerzverzerrter, bedrohlicher und sehr dunkler Song.
The Struggle within - Zum Abschluss wird noch einmal kräftig gebolzt. Eine fast 4 Minütige Speed-Metal Attacke beschließt ein mehr als gelungenes Album.
Abschließend ist zu sagen, dass "Metallica" dadurch glänz, dass es "anders" ist. Es ist Metallicas art, den Metal in die 90er zu bringen. Das tun sie mit 4-6 Minütigen, insgesamt sehr kompakt wirkenden Stadion-Rockern. Songs wie "Don't tread on me" oder "The God that failed" klingen für den "echten" Metalfan im ersten Moment recht seltsam, beinahe "soft". Aber was ist schlimm dabei? Warum darf sich auch die größte Heavy Metal-Band nicht auch ein Album mit 2 Balladen leisten? Und wer das Black Album als "Pop" bezeichnet, hat sowieso keine Ahnung von Musik. "Pop" sind die Pet Shop Boys, aber nicht Metallica.
"Metallica", das ist Heavy Metal Pur. Auch und gerade wegen der Balladen und dem tiefschwarzen Cover und weil sich Metallica auf diesem Album neu erfunden haben. Genau das macht sie zur größten Metalband aller Zeiten: Ihre Vielseitigkeit. Und deshalb ist jedes einzelne Album, egal in welche Richtung es geht, ein Meisterwerk für sich.
An diese Band kommt keine andere heran! Hut ab vor einem der größten Metalwerke aller Zeiten!
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