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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz große CD
Fricsays Aufnahme von 1958, eine der allerersten der Deutschen Grammophon Gesellschaft in STEREO, hat mir Anfang der 60er Jahre die erste Bekanntschaft mit Beethovens Neunter vermittelt.
Der Eindruck war überwältigend, und auch heute, nach mehr als 40 Jahren, ist dieser noch nicht verblaßt. Es mag ja sein, daß ein erster Höreindruck so...
Veröffentlicht am 10. März 2006 von K.H. Friedgen

versus
1 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht herausragend
Diese Aufnahme ist sehr gut digital restauriert, aber für mich keine Referenzaufnahme, da mir im 4. Satz bei Herrn Fischer-Dieskau in "Freunde, nicht diese Töne..." das Klangvolumen fehlt
Veröffentlicht am 16. Oktober 2010 von Sandra M.


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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganz große CD, 10. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Fricsays Aufnahme von 1958, eine der allerersten der Deutschen Grammophon Gesellschaft in STEREO, hat mir Anfang der 60er Jahre die erste Bekanntschaft mit Beethovens Neunter vermittelt.
Der Eindruck war überwältigend, und auch heute, nach mehr als 40 Jahren, ist dieser noch nicht verblaßt. Es mag ja sein, daß ein erster Höreindruck so prägend ist, daß man ein Werk dann in einer ganz bestimmten Form im Ohr hat und alles, was danach kommt, dann damit vergleicht und ein wenig ungerecht gegenüber nachfolgenden Interpretationen ist. Aber das ist glaube ich nicht der Fall. Karajans 1962er Einspielung, die Deutungen von Furtwängler, Klemperer, Solti, Bruno Walter u.a. haben alle ihre Meriten und werden von mir hochgeschätzt. Aber diese hier scheint mir ganz besonders liebenswert: Der leider allzu früh verstorbene Dirigent bringt hier eine so eindringliche Darstellung zustande und hat solch großartige Künstler wie Irmgard Seefried, Ernst Haefliger und Dietrich Fischer-Dieskau an seiner Seite, dazu den damals unvergleichlichen Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin, von der Berliner Philharmonikern ganz zu schweigen, daß man noch heute überwältigt ist von der Pracht dieser Aufnahme. Klanglich sind zwar kleine Abstriche zu machen, aber jeder weitere Einwand verstummt angesichts der herausragenden Gesamtleistung.
Fricsay wollte einen kompletten Beethoven-Zyklus in Stereo aufnehmen; leider ließ seine Krankheit ihm nicht die Zeit dazu.
So sind nur die vorliegende Einspielung sowie Aufnahmen der Eroica und der 5. und 7. Symphonie fertiggestellt worden, die ebenfalls hervorragend gelungen sind und bei ihrem ersten Erscheinen von der internationalen Kritik mit hohem Lob bedacht wurden. Warum die DGG diese nicht längst auf CD überspielt hat, ist mir ein Rätsel. Ebenso harrt noch Beethovens 3. Klavierkonzert mit Annie Fischer am Flügel (zusammen mit den beiden Mozart-Rondos) der Auferstehung auf CD, auch diese in guter Stereo-Klangqualität und exquisiter Interpretation.
In diesen Tagen veröffentlicht man Fricsays Mono-Einspielungen der Rossini-Ouvertüren in der Reihe "Originals", sicherlich begrüßenswert, doch ich meine, daß eine Wiederauflage seiner Beethoven-Aufnahmen vorzuziehen gewesen wäre. Aber vielleicht geschieht ja eines Tages noch ein Wunder. Alle Fricsay-Fans, und das sind nicht wenige, warten darauf. Schon im voraus: Danke DGG!
P.S. (23.10.06): Die weiter oben reklamierten Symphonien Nr. 3, 5 und 7 sind inzwischen bei DGG France auf einer 2 CD-Box erschienen, zusammen mit der alten Mono-Einspielung der 8. Symphonie von 1953, alle tadelsfrei überspielt und damit höchst empfehlenswert. Das Album ist bei Amazon erhältlich.
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig-Sternstunde der Musik-Referenzaufnahme, 23. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Es gibt kaum Superlative, mit denen man diese Aufnahme unter Fernc Fricsay beschreiben kann.
Ich bin immer wieder fasziniert von den vielfältigen Schattierungen des Orchesters. Von der Wucht des gesamten Orchesters bis zum kammermusikalischen Gestus, vor allem des dritten Satzes. Auch wenn die Aufnahme nun fast 50 Jahre alt ist, ist sie für mich die Referenzaufnahme der 9. Sinfonie schlechthin. Nur schade, daß viele weitere Aufnahmen durch den viel zu frühen Tod des Dirigenten verhindert wurden. Ein MUß zum selberhören, weiterverschenken und weiterempfehlen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "O Freunde, nicht diese Töne!", 13. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Die Einspielung der Neunten von Ferenc Fricsay mit den Berliner Philharmonikern ist eine wunderbare Alternative zur Interpretation von Furtwängler und das nicht nur weil diese Aufnahme mit vokalen Solisten wie Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton) und Irmgard Seefried (Sopran) hervorragend besetzt ist, sondern weil sie auch jederzeit auf virtuose Weise die stilvolle Balance auf dem Weg aus dem Dunkel des verstörenden Allegros ins erlösende Licht des berauschenden Finales wahrt und die Partitur mit einer sehr expressiven Tonsprache füllt, die jederzeit der fein ziselierten Anmut genügend Raum neben der immanent wuchtigen Dramatik einräumt und den Beethovenschen Ton in seiner ganzen spektralen Breite auffächert, um dann die Kraft der Musik in konzentrierten Punkten zu bündeln und so ihren essenziellen Kern zum Vorschein zu bringen. Was sehr schwierig ist, denn die Neunte ist eine Symphonie der Kontraste, die ständig zwischen Bestürzung und Begeisterung, Verzweiflung und Freude, Wut und Leidenschaft, gewaltiger Härte und zerbrechlicher Zärtlichkeit in der Schwebe hängt. Eine innere Zerrissenheit, die sich auch auf das Publikum überträgt, das seit jeher in seinem Urteil gespalten ist. Für die einen stellt gerade der erste Satz das Nonplusultra der Musik dar, während für andere wie Verdi das Finale nur ein schlecht ausgearbeitetes Potpourri für Gesangsstimmen war.

Im Kopfsatz lässt Fricsay aggressiv die klanglich "leeren" Quinten in den Streichern niederfallen, die den Beginn der Schöpfung markieren, ehe sich die brüchigen Fragmente sinnstiftend zu einem stimmigen Gewebe zusammenfügen, aus dem sich dann ganz allmählich das heroische Hauptthema herauskristallisiert. Mit einem düsteren Hagel aus donnernden Pauken und grimmigen Bässen obsiegt in der Conclusio vorerst die zerstörerische Vernichtungskraft des Nichts und scheint mit aller Macht die emanzipatorischen Ideale der Eroica zu revidieren. Mit einem Knalleffekt der Pauke wird der zweite Satz eingeläutet, in dem die kantable Melodik des Scherzos in einem von zirkulierenden Schleifen aus fortwährender Bewegung geprägten Verlauf durch den Raum mäandert, bis sie von spontan einfallenden Paukenwirbeln unterbrochen wird und irrlichternd nach vorn tritt, um sich dann doch wieder dezent zurückzuziehen und nahtlos in das tänzerische Molto-Vivace-Motiv überzuwechseln. Mit pathetischer Traurigkeit richtet Fricsay sanft den nostalgisch verklärten Blick des resignierenden Adagios auf die in Trümmern versunkene Vergangenheit des ersten Satzes. Noch bevor das Adagio friedlich und leise ausklingt, brechen zwei stolze Bläserfanfaren in der Coda kurz die Melancholie und sind mahnende Vorboten des brüskierten Weckrufs des Baritons (O Freunde, nicht diese Töne) im darauf folgenden Finale.

Das temperamentvolle Finale ist ein wildes Sammelsurium, in dem Beethoven alles auffährt, was das Komponistenrepertoire zu bieten hat: Kantate, Sonatenform, Rezitative, Variationen, dynamische Steigerungskurven und eine Doppelfuge, die von dem elegisch intonierten "Seid umschlungen, Millionen" feierlich eingerahmt wird. Fricsay interpretiert das alles sehr ausgewogen und treibt das Orchester von den echoartigen Einwürfen des Beginns bis zur ausufernden Ekstase der berauschenden Schlussakkorde auf die Spitze prosperierender Opulenz. Nachdem sich einige Zitate der ersten drei Sätze eindringlich zurück ins Gedächtnis rufen, bricht die Morgendämmerung an und die einzelnen Instrumentstimmen verbünden sich im Reigen der exponierten Freudenhymne. Schließlich tritt Schillers vertontes Wort in die kosmische Sphäre der Musik, wenn Fischer-Dieskau die Grenzen der orchestralen Vorstellungskraft überwindet und den Hörer das Unfassbare fühlen lässt. Und wenn der himmlische Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale beschwörend mit sakraler Aura "Ahnest du den Schöpfer, Welt?" intoniert, trifft das selbst den pragmatischsten Denker tief in der Seele, bis seine rationale und emanzipierte Weltauffassung zu wanken beginnt, weil man in diesem zauberhaften Moment der Musik die einzigartige Kraft des übersinnlich Metaphysischen spürt, die den Geist harmonisch mit der Natur versöhnt. Die Akkordrepetitionen der Holzbläser erschüttern uns respektvoll, das Tremolo der Streicher lässt uns erzittern, bevor der Aufstieg in den flimmernden Sternenhimmel beginnt und der Traum von der Unsterblichkeit immer wirklicher erscheint. Während der erste Satz noch ein zutiefst misanthropisches Bild zeichnet, führt das Finale das Individuum in das vermeintlich prädestinierte Schicksal einer homogenen Gesellschaft zu, in der die trennenden Grenzen überwunden werden und alle Menschen sich verbrüdern. Man kann das zweifellos als utopische Auffassung interpretieren und so ein Denken mag heute vollkommen naiv, ja sogar weltfremd wirken. Aber warum soll man angesichts der bitteren Realität desillusioniert alle Träume aufgeben? Beethovens eigene Biographie war zu diesem Zeitpunkt von Krankheit und sozialer Isolation gezeichnet, der Adel um Metternich siegte über die zart aufkeimenden Demokratiebewegungen des Bürgertums. Es gab also auch für einen idealistischen Revolutionär wie ihn, der mit seiner kompositorischen Ästhetik der Musik einen humanistischen Ausdruck verlieh und von der höfischen Kultur befreite, kaum einen Anlass solche Töne zu spinnen. Doch selbst in seinen dunkelsten Stunden, als er sich in seinem Privatleben längst in introvertiertem Trübsinn von der Welt abwandte, öffnete er sein Herz euphorischen Wonnegefühlen und lässt das überschäumende Freudenthema in lebensbejahendem Optimismus kulminieren. Der triumphale Alla Marcia, ein farbenprächtiger türkischer Marsch, wird zum Ausdruck des Glaubens an einen bedingungslos voranschreitenden Fortschritt. Die Musik der Neunten ist somit ein Spiegel ihrer Zeit, der eine träumerische Zukunftsvision reflektiert, nach der sich Beethovens Jahrhundert so sehr sehnte.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine grosse Aufnahme mit bleibendem Wert - für mich DIE Neunte, 11. August 2003
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Ich habe viele Aufnahmen der 9. Symphonie erworben - auf der Suche nach DER EINEN. Hier habe ich sie gefunden.

Friscay dirigiert sie voller Dynamik und Wucht - ohne aber dick aufzutragen. Die Tempiwechseln sind faszinierend und exakt, die Linien der einzelnen Instrumentenstimmen klar und genau gezeichnet. Die ruhigen Stellen atmen kammermusikalische Intimität und Ruhe. Die Berliner spielen mit einer Spannung und Konzentration, die einen in ihren Bann zieht. Für mich einzigartig ist die Wiedergabe des vierten Satzes (der Schwachpunkt vieler sonst hervorragender Aufnahmen). Das Solisten-Quartett singt mit Wärme und Lebendigkeit, jede Stimme nah und gut zu hören - ohne das oft zu hörende eher steife Pathos. Der Chor klingt frisch und voller Sangesfreude - ein wahrer Genuss.

Das Alter der Aufnahme (1958) steigert für mich die Wirkung. Die (für das Aufnahmedatum sehr gute) Stereo-Aufnahme ist natürlich nicht so klar und perfekt wie neue Digitalaufnahmen. Aber gerade durch das nicht so hart-präzise Klangbild entsteht ein Hauch von Zeitlosigkeit - wie bei einem Bild eines alten Meisters.

Durch den frühen Tod von Ferenc Fricsay gibt es leider nicht so viele Aufnahmen von ihm - und noch weniger mit einem "grossen" Orchester. Diese ist für mich sein überragendes Meisterwerk, das zB. absolut gleichwertig in einer Reihe mit den großen Aufnahmen von Furtwängler steht.

Diese Aufnahme wurde übrigens von Stanley Kubrick in seinem Film "Clockwork Orange" (Uhrwerk Orange) verwendet, der viel zur Popularität von Beethoven in unserer Zeit beigetragen hat. Und dies ist bei den hohen Qualitätsansprüchen von Kubrick sicher eine ernstzunehmende Referenz.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kontrollierte Extase, 9. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Diese Einspielung der Neunten von Beethoven überzeugt durch den emotional-kontrollierten Zugang des Dirigenten zu diesem Werk. Die Intention des Dirigenten wurden vom Orchester, den Solisten und dem Chor hervorragend umgesetzt. Man kann die Innenspannung förmlich spüren, die dieses Werk zusammenhält und auch der Schlusssatz kann im Gesamtkontext dieses Niveau (fast) halten. Das Sängerquartett überzeugt und der Chor ist relativ gut durchhörbar. Die Klangqualität ist für eine 50 Jahre alte Aufnahme mit kleinen Abstrichen erfreulich gut.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schön, 13. August 2007
Von 
T. BERGMANN (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
5 Aufnahmen der 9. Symphonie von Beethoven kenne ich. Diese hier ist meine liebste Einspielung.
Ferenc Fricsay holt aus den Berlinern viel heraus. Sie spielen unter seiner Leitung einen mitreißenden und spannenden Beethoven. Ich halte sie für eine überzeugende Aufnahme.
Der Grund für den Erwerb dieser Aufnahme war allerdings Dietrich Fischer - Dieskau. Mich hat interessiert, wie er den Bariton - Part gestaltet. Ich finde, er singt ihn sehr gut. Seine Stimmführung ist gut. Auch seine Aussprache ist klar.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine erste LP, 7. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Was soll ich sagen, ich wurde zu dieser Rezension aufgefordert. - Zweifellos eine Sternstunde der Schallplatte. - Mit 15 Jahren (1959) bekam ich diese LP geschenkt. Allein die Ausführung (rote Leinenkasette mit Goldaufdruck) faszinierte mich. Von der Interpretation hatte ich keine Ahnung. Noch nie hatte ich "Die Neunte" live oder auf LP gehört. Wer war Ferenc Fricsay? Ich betrat Neuland. Von nun an hörte ich so oft wie möglich jeden erreichbaren Sender, der Klassik brachte. Sparte mein Taschengeld, um in der nahegelegenen Großstadt (Aachen) das eine oder andere Konzert zu besuchen. Dann kam die Oper, Liederabende usw. usw. usw. hinzu .... Zufällig entdeckte ich beim Stöbern auf amazon.de diese CD. Meine LP hörte sich inzwischen grauenvoll an, die (Original-)Hülle hängt heute, als Schmuck neben meinen CD-Regalen. Beethoven-Aufnahmen nehmen einen großen Platz in meiner Sammlung ein. Wieviel Gesamt- oder Einzelaufnahmen der Werke dieses genialen Komponisten, mit den verschiedenen Interpreten, in meiner Sammlung stehen, kann ich bald nicht mehr ad hoc aufzählen. Ebenso geht es mit Bach, Mozart, Bruckner, Mahler, Wagner und vielen anderen ..... Aber diese CD nimmt einen,ausgesprochen besonderen, Platz ein! Jedem "Neuling" darf ich diese CD empfehlen - und mit anderen Interpretationen vergleichen. CD einlegen, zurücklehnen, anhören und - genießen!!!!!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolle Aufnahme, 29. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Diese CD bietet eine wundervolle Aufnahme der Egmont Ouvertüre und der 9. Symphonie. Speziell der letzte Satz der 9. ist phantastisch! Leider kann die Aufnahmequalität nicht ganz mithalten. Es ist eine Stereo Aufnahmen von 1958, die klangtechnisch nicht mit neueren Aufnahmen konkurieren kann. Wer sich davon abschrecken läßt, verpaßt aber eine der vielleicht schönsten Beethoven CDs überhaupt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exorbitant, 1. Mai 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Ludwig van Beethovens neunte Sinfonie in d moll op. 125 stellt den Gipfelpunkt der Musikgeschichte, ja, der Kunstgeschichte dar. Vorher wie nachher wurde kein besseres, bedeutenderes und emotionaleres Werk geschaffen. Was Wunder, dass Aufführungen desselben vornehmlich für Festtage vorbehalten sind. Für jeden Dirigenten ist es eine Bewährungsprobe, dieses Stück zu Gehör zu bringen. Nicht nur technische Anforderungen machen es zu einem schwierigen Stück, sondern auch die Tatsache, dass der Dirigent den Kern des Oeuvres treffen muss. Frenc Fricsay ist das in den späten 50ern mit den perfekt spielenden Berliner Philharmonikern gelungen.

Der Einbruch des Schicksals im ersten Satz ist packend, fesselnd und zutiefst bestürzend. Fricsay trifft das Tempo genau; er spielt weder zu gehend, was dem Ganzen den Ernst rauben würde, noch zu langatmig, was die Wirkung des dargestellten Schicksalsschlages abschwächen würde. Jede Nuance ist getroffen, Gänsehaut garantiert. Der Klang der Bläser ist bestechend. In der Coda schafft es Fricsay wie kein anderer, die Dringlichkeit, die Unaufhaltsamkeit des Schicksals zu betonen, zu nuancieren und unmissverständlich zu verdeutlichen.

Das Scherzo ist perfekt. Was für ein dämonischer Ritt! Welten scheinen über dem Hörer zusammen zu brechen. Mit unerbittlichem Impetus fährt das Unglück durch die Welt, nur selten durch einige Dur Akkorde aufgelockert. Das Trio hingegen scheint schon einen erfreulichen Ausblick auf den Freudentaumel des Finals geben zu wollen.

Besondere Hervorhebung verdient der langsame Satz. Es ist heute leider eine Untugend entstanden, die diesen Satz fast gedankenlos schnell wegmusiziert. Dabei hatte Beethoven es durchaus im Sinn, diesem erhabenen Adagio sehr viel Zeit zu lassen, damit die Balance des Werkes nicht kippt respektive des monströsen Finals. Diesem genialen Satz, dem bei Beethoven nur noch das Adagio der Hammerklaviersonate und der Heilige Dankgesang des 15. Streichquartetts gleichkommen, lässt Fricsay genug Zeit, um Ruhe, Liebe und Linderung des Schmerzes zu gewähren.

Aber dann das Finale: Schneidende Akkorde der tiefen Streicher verkünden Unmut darüber, dass noch keine Lösung gefunden worden ist. Allmählich entwickelt sich das Freudenthema, das dann im ganzen Orchester zu hören ist: eine Sternstunde! Ein letztes Mal schneiden die tiefen Streicher, dann beginnt das Rezitativ. Insbesondere der gesanglichen Leistung von Irmgard Seefried (Sopran), Maureen Forrester (Alt), Ernst Haefliger (Bariton), Dietrich Fischer Dieskau (Bass) sowie des Chores der St. Hedwigs Kathedrale Berlin ist es zu verdanken, dass der schönste Teil des Finals, das Andante maestoso, und der Schluss des Freudentaumels dem Hörer unendlichen Dank, unendliche Freude angedeihen lässt. Es rührt immer wieder zu Tränen.

Es gibt Dinge, auf die Menschheit Stolz sein muss. Beethovens Neunte ist die Essenz des Stolzes.

Vor diese grandiose Aufnahme ist Beethovens beste und bekannteste Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel "Egmont" geschoben, quasi eine fünfte Sinfonie in klein. Welche Trauer im Anfang, welches Pathos im Aufbegehren, welche Ekstase im Finale! Auch diese Ouvertüre wird etwas sein, was bleibt.

Für eine Aufnahme dieses Alters ist die Klangqualität sehr lobenswert.

Fazit: Wie immer sind The Originals eine sichere Bank beim Einkauf. Besonderes Lob verdient die sehr gelungene Zusammenstellung der Titel. Eine CD, die bleibenden Wert hat und gewiss immer einen Sonderstatus genießen wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich ein "Legendary Original", 8. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie No. 9 (Audio CD)
Mit Beethovens Neunter ist es so eine Sache - es existieren zahllose Aufnahmen, doch eine rundum herausragende Interpretation zu finden, gestaltet sich äußert schwierig. Mal ist das Dirigat nicht mitreißend, mal das Orchester nicht auf Weltklasseniveau, mal fallen einige der Solisten ab, mal liegt es auch mal Chor, der etwas "schlapp" singt bzw. schlecht vom Tonmeister herausgearbeitet ist oder letztlich ist die Aufnahme "historisch", was zumeist die euphemistische Beschreibung für verrauschte Mono-Aufnahmen ist. Nun soll ausgerechnet eine nicht gerade taufrische Aufnahme aus dem Jahr 1958 die in der Summe gelungenste Gesamtinterpretation uad CD darstellen? Um es kurz zu machen: erstaunlicherweise Ja! Zumindest ist mir keine überzeugendere Darstellung bekannt. Weder Karajans Einspielung aus dem Jahr 1963 (nicht so mitreißend, dazu keine herausragenden Sänger) noch modernere (z. B. ist Zinmans Einspielung mit "Origninaltempi" trotz der erstaunlichen Generalpause im letzten Satz aus Beethoven "vorletzter" Partitur bei weitem nicht so überzeugend). Bei Fricsay passt einfach alles, daher kann ich allen auf der Suche nach eine herausragenden Aufnahme der "Neunten" diese CD - bis auf kleinere klangliche Abstriche einer frühen Stereoaufnahme - sehr ans Herz legen!
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Sinfonie No. 9
Sinfonie No. 9 von Ferenc Fricsay (Audio CD - 2001)
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