Kundenrezensionen


28 Rezensionen
5 Sterne:
 (18)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut und normalerweise auch sehr teuer
Hallo,
Phil Collins und seine Face Value zu beschreiben - na ja, ich glaube, nach vielen vielen Jahren kann man sich hier die Details sparen. Ich bin einer, der auf die 80er-Jahre steht und Phil Collins gehört für mich zum Pflichtprogramm. Es wäre ja jetzt auch nicht so, als hätte ich die Scheibe noch nicht - nein ganz im Gegenteil -...
Veröffentlicht am 9. April 2011 von Rounder6

versus
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Album super aber Sound grottig
Tja, da kommen schon Jugendgefühle hoch, wenn man die "Scheibe" hört.. dennoch entspricht der Ton nicht der Zeit.. darum nur 3 Sterne für ansonsten supi Musi...
Vor 20 Monaten von G. Zweig veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut und normalerweise auch sehr teuer, 9. April 2011
Von 
Rounder6 (Alpenrand, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,
Phil Collins und seine Face Value zu beschreiben - na ja, ich glaube, nach vielen vielen Jahren kann man sich hier die Details sparen. Ich bin einer, der auf die 80er-Jahre steht und Phil Collins gehört für mich zum Pflichtprogramm. Es wäre ja jetzt auch nicht so, als hätte ich die Scheibe noch nicht - nein ganz im Gegenteil - LP-Erstausgabe, Maxis in schwarz, die CD natürlich auch usw. usw.
Und nun diese Ausgabe hier ... und es hat sich gelohnt. Das neue Mastering von Audio Fidelity - in persona Steve Hoffmann - ist wirklich gelungen. Die "Originale" (LP/CD) klingen zwar sehr sauber aber auch sehr analytisch, vielleicht ein wenig flach - ganz typisch für eigentlich gutes Material aus den 80ern.
Und der Sound-Ingenieur versteht sein Handwerk. Er gibt dieser Ausgabe mehr Volumen. Das betrifft die tieferen Regionen und auch den Grundtonbereich. Phil's Stimme klingt nun gut 20kg schwerer :-) mir gefällt gerade diese Sektion des Masterings wirklich sehr gut. Im Bass wurde mit Bedacht etwas zugelegt und zwar ohne den Punch des Schlagzeugs zu verwässern, klar besonders gut zu hören bei "In The Air Tonight". Auch die oberste Etage wurde leicht überarbeitet; die hohen Töne sind etwas spritziger, sauberer in der Durchzeichnung. Ansonsten darf ich erwähnen, das der Durchschnittspegel zwar angehoben wurde ohne es aber zu übertreiben. Die CD-Erstausgabe ist schon sehr zurückhaltend.
Ausstattungstechnisch hat sich nix verändert. Die CD liefert bis auf die Goldauflage der Scheibe eigentlich nix neues - sehr sehr schade, meiner Meinung nach vertun hier die Macher, die viel Geld für so eine Variante haben wollen ihre eigentliche Chance. Genau deshalb auch von mir nur vier Sterne. Die CD selbst ist im übrigen auch sehr einfach gefertigt - auch das ist nichts besonderes.

Empfehlenswert für den Fan - ganz bestimmt. Für den Audiophilen ebenso.

Gruß, Rounder6
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das hatte man ihm nicht zugetraut, 27. Februar 2011
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
1981 erschien das erste Soloalbum von Phil Collins, dem damaligen Sänger und Schlagzeuger von Genesis. Produziert wurde es von ihm selber und Hugh Padgham, welcher damals auch Genesis produzierte. Der Bass wurde u.a. von John Giblin gespielt, Gitarre von Daryl Stuermer und bei einem Track sogar von Eric Clapton. Drums, Keyboards und Gesang wurden natürlich von Phil Collins übernommen. Dazu noch bei einigen Songs Streicher und die Earth, Wind & Fire-Horns.

"Face Value" schlug ein wie eine Bombe. Das lag natürlich auch an dem genialen Song und Riesenhit `In the air tonight`, welcher in vielen Ländern ganz vorne in den Charts stand. Es sind aber auch weitere gute Stücke enthalten, wie z.B. die beiden schönen Balladen `The roof is leaking` und `If leaving me is easy` und dem tollen Instrumental `Droned`. Dazu das bereits von Genesis bekannte `Behind the lines` und von den Beatles `Tomorrow never knows`.
Phil geht hier eindeutig weg von dem Genesis Prog Rock der 70er (das war aber bereits bei dem Album "Duke" vom Vorjahr zu spüren) hin zu einer ganz entspannten, relaxten Musik. Der Drumcomputer der Firma Roland ist ein markantes Merkmal nicht nur dieser Platte von Phil (ungewöhnlich für einen Drummer). "Face Value" war offenbar das rechte Album zur rechten Zeit. Auf jeden Fall wurde Phil damit zum Superstar.

Insgesamt gesehen ist "Face Value" auch aus heutiger Sicht noch ein gutes Stück Musik. Da aber bis auf `In the air tonight` weitere Überstücke fehlen, sind hier für dieses sehr persönliche Werk 4 Sterne angebracht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehre wem Ehre gebührt, 2. Dezember 2010
Von 
Raimund Eller (Innsbruck, Tirol Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Was Genesis angeht, gehöre ich ja eher zu den Fans der Gabriel-Phase. Und ich wurde auch nie ein wirklicher Phil Collins Fan, weil ich halt Pop weniger mag als Rock. Trotzdem finde ich es lächerlich - wie es manche sogenannte Fans immer noch tun - Phil Collins als den schnulzensingenden Gottseibeiuns darzustellen, der Gabriel aus Genesis rausgemobbt hat und mit dem es bei Genesis nur mehr bergab ging. Dagegen sprechen folgende belegbare Tatsachen: 1) Collins hat auf mehreren Alben von PG mitgewirkt und der stilbildende Schlagzeugsound der Achziger von PG III ist in Wahrheit ein Collins-Sound. 2) Einmal (Stichwort Womad) hat Collins PG den A. gerettet! Sie also immer gegeneinander auszuspielen ist wider die Tatsachen und obsolet. 3) Collins war unter Kennern und Wissern allseits anerkannt ab 1971 der mit Abstand beste Musiker (als Schlagzeuger) unter allen Genesis-Mitgliedern, ein begnadeter Background-Sänger auf den Alben bis Lamb und auch ein ausserhalb von Genesis auf sehr vielen unterschiedlichen "Hochzeiten" gefragter Sessionmusiker. Kein anderes Genesismitglied hat und hatte annähernd eine solche Bandbreite zu bieten. Und schliesslich gab es auch nach dem Abschied von PG noch 3-4 grenzgeniale Genesis-Alben! 4) Genesis haben sich nicht wegen Collins dem Mainstream zugewandt, sondern weil Prog Ende der 70er einfach tödter als tot war. 5) Zurück zu Gabriel und Collins: Es gibt unzählige Parallelen zwischen den Erstlingssolowerken der beiden: Kein roter Faden aber eine riesige Bandbreite an Ideen, nicht jedes Stück ein Volltreffer aber welch sprühende Kreativität!, die Alben sind nicht typisch für den jeweiligen späteren Stil der beiden aber auch viel weniger eindimensional und langweilig als spätere Werke. 6) Und was unterscheidet die beiden Alben? PG I war ein Versprechen für Großtaten, die noch kommen sollten. Face Value war ein unvergleichlicher Geniestreich eines hochtalentierten Musikers, als dieser noch unbeschwert von einem schielenden Seitenblick auf Charts sich von der Seele sang und spielte, was ihm gerade in den Sinn kam. Diese Leistung konnte schon deshalb nie mehr überboten werden, weil es eines der besten Alben aller Zeiten ist.

Nachtrag 2010: Welch ein "Zufall", beide bringen fast gleichzeitig ein Coveralbum heraus - ich liebes das von PG heiß, das von PC schätze ich, jedoch gebe ich gerne zu: Mit welcher unkomplizierten Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit tut PC nichts besonderes und erreicht mit seinem Talent doch ein besonderes Ergebnis. Hingegen merkt man dem Scratch-Projekt von PG den Schweiß, das Kopfweh, banal gesagt die Arbeit ganz deutlich an. Irgendwie war es auch bei den Erstlingswerken vor 30 Jahren schon so. PC küsst die Muse eben im Vorbeigehen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk - nie mehr erreicht!, 25. Mai 2011
Von 
T. Jacobs "Fortuna" (RheinMain) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Tut mir echt leid, aber wer dieser LP (ja, ich rede von dem schwarzen Vinyl-Teil, was man umdrehen muss und eine Abtastnadel aufsetzt) keine 5 Sterne vergibt, ist entweder von einem anderen Stern, nach 1981 geboren oder taub! Dieses Album gehört für mich zu den 3 Sachen, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde (okay, okay, keinen Plattenspieler, keinen Verstärker, keine Lautsprecher, keinen Strom....). Aber jetzt mal wieder ernst geschrieben: Was der kleine Lausbub Phil Collins da als erstes Solo-Werk abgeliefert hat, versetzt mich damals wie heute in Verzückung! JEDES, wirklich jedes Lied auf diesem Longplayer ist eine Wucht! Natürlich nicht zu 101% perfekt produziert, aber dieses Werk LEBT. Wie der Opener "in the air tonigt" so steigert sich die ganze Platte kontinuerlich, alles ist vorhanden: Drumsolos, Balladen, Kinderchöre, Bläser.

Ach, was soll ich in Worte fassen, was man nur hören (und dann spüren) kann: Wer dieses Werk (von mir aus auch als CD) nicht sein Eigen nennt, hat nicht alle Tassen... ähhh, Platten im Schrank!
Für mich DAS verkannte Filet-stück auf dieser Platte/CD: "Hand in Hand" - Gänsehaut garantiert, so einen schönen Chor gibt/gab es kein zweites mal.

6 von 5 Sterne
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Kaleidoskop, 4. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Kaum ein Mitglied einer berühmten Band war als Solokünstler derart erfolgreich und, zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt, derart umstritten und geradezu verhasst wie Phil Collins. Als er 1981 in einer schwierigen Lebensphase (Trennung von seiner Frau) sein allererstes Album veröffentlichte, war das jedoch noch nicht abzusehen.

FACE VALUE (zu Deutsch: 'Scheinbarer Wert') enthielt den heutigen Evergreen "In the Air Tonight", ein Stück, das seine Kollegen von Genesis aus unerfindlichen Gründen nicht aufnehmen wollten, weil es ihnen 'zu flach' erschien. Das waren Zeiten! Später wurden sie klüger und hatten mit ähnlich strukturierten Nummern wie "Mama" oder "No Son of Mine" große Hits.

Doch das war längst nicht alles, denn niemals danach deckte ein Album von Phil Collins derartig viele verschiedene Stilrichtungen und musikalische Einflüsse ab. Ein Kaleidoskop.

Da gab es das gelungene Beatles-Cover "Tomorrow Never Knows" (psychedelisch), das wunderbare, zutiefst traurige "The Roof Is Leaking" (eine Art akustischer Blues-Folk), das proggige "Behind the Lines" (schon bekannt von dem Genesis-Album DUKE), die rätselhaften und/oder verspielten Instrumentalstücke "Droned" und "Hand in Hand", den soul-poppigen Hit "I Missed Again" und so weiter und so fort. Schon damals waren leichte Ansätze der von ihm verehrten Sweet-Soul-Music der frühen Sixties und des Funk zu vernehmen, doch hielt sich das hier noch in starken Grenzen.

Auch wenn seine späteren Platten zum Teil sehr schöne Stücke enthielten, ist FACE VALUE doch bis heute mein liebstes Collins-Album. Und so geht es mir mit Phil Collins wie mit seinem ehemaligen Bandkollegen Peter Gabriel, dessen erstes Soloalbum von 1977 für meinen Geschmack sein mit Abstand Spannendstes geblieben ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Musik aus einer anderen Zeit ..., 7. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
1981 war eine Zeit, in welcher ein Musiker noch fern irgendwelcher Konventionen frei künstlerisch schaffend zu Werke gehen konnte und wollte. Es gabe noch keine Bohlens oder Stock, Aitken, Watermans, keine Boygroups oder RTL-Superstars. Die Instrumental-LP „QE2" von Mike Oldfield war im letzten Jahr bestverkaufteste LP in Deutschland. So mag es nicht verwundern, daß die erste Solo-Platte von Phil Collins relativ wenig mit dem zu tun hat was der Engländer heute so als „seine Musik" bezeichnet. Stilistisch klingt auf „Face Value" jedes Stück anderst und läßt vermuten, daß das Material über einen längeren Zeitraum hinweg angesammelt wurde. Frische, knackige Up-Tempo Nummern mit scharfen Bläsersätzen, zwei herrliche Instrumentalnummern, Balladen die unter die Haut gehen und der krönende Abschluß : „Tomorrow never knows" wie John Lennon es wohl gerne gemacht hätte. Gerade der Abwechslungsreichtum und die ständig wechselnde Instrumentierung lassen das Album zum Dauerbrenner im heimischen CD-Player werden. Der glasklare Sound unterstützt zusätzlich die Virtuosität der (Gast-)Musiker. So schön und groß kann das musikalische Universum sein !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phil Collins' meisterhaftes Erstlingswerk, 25. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Ein sehr persönliches Album mit tollen und kreativen Liedern. Hier hört man Phil Collins pur! Die Lieder sind nicht so "perfekt" wie in späteren Alben, aber gerade dadurch sehr sympathisch und ursprünglich. Nicht so gut zum Mittanzen geeignet wie beispielsweise "Dance Into the Light" oder "But Seriously", sondern zum Hinhören und Genießen. Sein bester Wurf!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Collins greift nach den Sternen, 24. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Man kann ihm vorwerfen, was man will. An Face Value kommt keiner vorbei. Wer immer mal wissen wollte, wie vielseitig Popmusik sein kann, der sollte mit Face Value anfangen. Collins hat diese Qualität auf späteren Alben nie mehr erreicht. Seine erste Single "In the air tonight" war bereits ein Geniestreich. Das Album ist gespickt mit Wendepunkten, etwa seine Version des Genesis-Knallers "Behind the lines" - oder eben die beiden Instrumentals. Abolsutes Highlight dürfte aber "You know what I mean" sein - seine wohl beste Ballade. Annähernd wohl nur erreicht durch "We fly so close" vom Both Sides Album. Collins legte ein Debut vor, das die Messlatte schon fast zu hoch hing. Als ob die Beatles Coverversion programm wäre: Tomorrow never knows.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Herz, Schmerz und Bläser - warum nicht?, 8. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Phil Collins erste Soloscheibe hat ihm viel Geld und damit großes Selbstbewusstsein eingebracht. Man gönnt es diesem Ausnahme-Drummer, der aus Genesis eine progressive Band machte oder sie zumindest in die richtige Furche brachte. Collins unglaubliche Beherrschung des Schlagzeugs ist zu besichtigen z.B. auf "The battle of Epping Forest" (Album: "Selling England"), wo er einen geraden 4/4 Takt mit einer Blues-Metrik gegenbürstet. Das kann keiner so wir er.

Seine Hobby-Band "Brand X" führte er bravourös in den Fusion-Bereich zwischen Rock und Jazz. Herausragende Fusion-Musk. Ein Tausendsassa.

Was er auf "Face Value" (zu Deutsch: "Offizieller Preis") macht, ist privatwirtschaftlich gesehen genial. Die Songs sind von teils schlichter Einfachheit in der Melodieführung, so dass man versteht, dass Tony Banks und Michael Rutherford dankend ablehnten, als er vielleicht "In the air tonight" für GENESIS vorlegte. Ich glaube nicht, dass Collins das tat. Aber einige glauben, dass das Material von "Face Value" Reste aus den Progzeiten bei GENESIS sind.

"In the air tonight" basiert auf einer absteigenden 3-er Ganztonfolge - bis zum Abwinken. Und das 5 Minuten lang. Das musste ein Erfolg werden. Einfacher geht es kaum. Aber eben genial, weil markttauglich. Der sparsame, einlullende Sound mit den bizarren Klangeffekten aus dem Vocoder machen es hier. Für mich der vielleicht schwächste Beitrag auf diesem Album - im direkten Vergleich.

Die anderen Songs sind ebenfalls eher Harmony-Diät. Teilweise mit 2 Harmonien kommt er aus. Da reichen sogar seine eigenen Klavierkünste aus. Aber so etwas kommt bei der Mehrheit gut an. GENESIS ist für viele einfach zu komplex gewesen.

Die beiden Instrumentals "Droned" und "Hands in Hand" sind Kleinode des repetitiven Rhythmusfreaks Collins, die gegenüber dem Rest der Scheibe aber schon fast progressiv klingen. Da tobt er sich mal aus. Das klingt teilweise nach Peter Gabriel und Hawaii ("Droned"). Das atmosphärisch gelungene "Hand In Hand" entwickelt sich nach mehrmaligem Hören zu einem saugenden Ohrwurm. Die Bläsersektion von Phenix Horns liefert mit ihrem Stakkato fast schon so etwas wie Drums ab. Ein Kinderchor verleiht dem ganzen eine sehr fröhliche Atmposphäre. Insgesamt eine exstatische Einlage, die Collins Gespür für Sounds bestätigt.

Man spürt bei einem Großteil der Songs, dass Collins für Motown schwärmt. Vor kurzem legte er ja eine Platte im Motown-Stil vor. Damals war er also schon ein großer Fan dieser Musik. Und seine Phil Collins Big Band (mit Quincy Jones am Pult) zeigt, dass er Jazz im Blut hat.

Einige der Songs sind traurige Liedeslieder. Sie gehen schon unter die Haut, wenn man Collins Scheidungsarie von seiner ersten Frau kennt.

Die CD endet mit einem BEATLES-Song. Collins kupfert den Song im Prinzip einfach nur ab. Nichts Neues, nicht einmal die Möwenschreie sind anders. Für mich ein Eingeständnis der Bewunderung für eine der größten Rockgruppen der Welt. Das ehrt Collins.

"Face Value" zeigt nicht ganz den "reellen" Wert von Collins. Aber es kommt schon sehr nahe ran. Ein nettes Pop-Album, das wie ein Chamäleon wirkt. Collins Stimme kann sehr angenehm und dennoch traurig klingen. Das macht das Album auch zu einem Sängeralbum. Es ist nicht nur der Drummer Collins, der hier Kurzweilliges bietet.

(Wertung nach einer weiteren Woche Anhörung auf 3 Sterne erhöht).
(Wertung nach einer weiteren Woche Anhören auf 4 Sterne erhöht. Es gibt trotz Einfachheit dennoch viele kleine Details, die einen mitnehmen).

jojim
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Hammer, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Face Value (Audio CD)
Das Solo-Debut des damaligen Genesis-Frontmanns,-Sängers und -Drummers kann man nur als Kreativ-Explosion bezeichnen.
Zwar hatte er bei seinem Genesis-Einstieg ab "Nursery Cryme"(1972)das Schlagzeug und nach dem Peter Gabriel-Ausstieg Mitte der 70er auch noch den Gesang übernommen;beim Songwriting stand er jedoch immer im Schatten des genialen Tony Banks,der ganz klar für Symphonic/Artrock stand.Collins,der mit "schwarzer" Musik kokettierte,mehr Wert auf rhythmische Elemente in der Musik legte,als seine Mitstreiter,hatte diese zwar von Album zu Album immer mehr in "seine Richtung"geführt(bei "Abacab"schon deutlich zu hören),sich damals aber noch nicht durchsetzen können.
Hier,bei seinem ersten Solo-Album, konnte er nun zeigen,ob er das Zeug hatte,hochklassige Kompositionen mit seinem Stil zu verbinden und das ganze mit dem richtigen Sound zu garnieren-und wie er das konnte!
Das gesamte Album enthält nicht ein mäßiges Stück.Auf das Cover "Tomorrow never knows"(Beatles)und die vor Spielfreude fast berstende Interpretation von "Behind the Lines"(Genesis) hätte man verzichten können(aber nicht müssen).
Der Rest ist eine Ansammlung von gefühl-und stimmungsvollen Traumstücken auf starkem Niveau;man freut sich beim Hören schon auf das nächste Stück.Mich nimmt die Musik auch heute noch gefangen.Augen zu und träumen....
Nur der Nachfolger"Hello,I must be going" hat dieses Niveau noch mal erreicht.
Die Klangqualität ist sehr hoch;es gibt(gab)zwar eine limitierte Gold-CD von Atlantic,die von Ted Jensen (Sterling Sound)hervorragend remastert worden war(sehr druckvoll,untenrum voller)und eine Gold CD von Audio Fidelity(die hab ich nie gehört)aber selbst die "normale" CD von Atlantic klingt so gut,daß der Wunsch nach klanglicher Überarbeitung sich in Grenzen hält.
Sollte es wirklich noch jemanden geben,der "Face Value" nicht kennt:Volle Empfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen