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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste CD von KC!, 31. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Larks' Toungs in Aspic [REMASTERED] (Audio CD)
Lark's Tongues ist meine persönliche Lieblings CD von KC und das nicht ohne Grund:
Auf dieser CD finden sich die dichtesten und intelligentesten Songs dieser eigenwilligen Gruppe. Die kompositorische Kraft von King Crimson ist auf dieser Scheibe so groß, wie vorher und nachher nicht, wenn man einmal von dem kongenialen Nachfolger "Red" mit dem wirklich einzigartigen "Starless" absieht. Aber die treibende Kraft von "Larks tongues Part 1+2" , "Exiles" oder "Easy Money" ist so ziemlich das beste, was in der advangardistischen Popmusik überhaupt zu Papier gebracht worden ist.
Besonders der Song "Easy Money" ist ein musikalisches Abenteuer sondergleichen: Versucht mal herauszufinden, ob denn nun das Schlagzeug oder der Bass den Rhythmus bestimmt, die spielen nämlich contrapunktisch, bzw. entgegengesetzt. Und trotz einigen hundert Malen, die ich den Song gehört habe seit 1974 :): Ich weiss es immer noch nicht genau und entdecke bei jedem neuen Hören neue Aspekte dieser großartigen Musik. Für Freunde anspruchsvoller Rockmusik sollte der Kauf dieses Meisterwerks Pflicht sein, hier findet man zeitlose, intelligente Musik!
Für mich ist " Lark's tongues in Aspic" ein ungeschliffener Diamant der Rockmusik, die noch nichts mit Kommerz und Charts zu tun hatte.
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30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwere Kost , aber es lohnt sich, 26. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
Dies ist wohl das mit Abstand am schwierigsten anzuhörende King Crimson Album. Das liegt an der Besetzung . Hier haben sich 5 Voll Profis zusammengefunden die wenn sie erst mal in's Jammen kommen vor wirklich nichts zurückschrecken. Wer meint "21st Century Schizoid Man" sei schon heavy wird hier auf Teilen vom Titeltrack nur noch den Oberkiefer runterklappen. Grund dafür ist neben den extrem harschen und kompakten Riffs Robert Fripps, David Cross Violine, die sich zusammen mit der Gitarre so dramatisch in die Gehörgange bohrt, dass einem bei größerer Lautstärke wirklich körperlich unwohl werden kann. Ich spreche da aus Erfahrung, habe ich schliesslich 1973 das Vergnügen gehabt King Crimson in eben dieser Besetztung im edlen Düsseldorfer Rhein-Gold Saal erleben zu können. Durch den überall aufsteigenden Cannabis Rauch eh schon mächtig beeindruckt kamen mir die Violin Passagen vor als hätte man mir Saugnäpfe am Körper befestigt, um mir eine elektrische Massage nie gekannten Ausmasses zu verpassen. Ich mußte glatt die bestuhlte Halle verlassen und im Foyer Platz nehmen.So intensiv war das.
Selbst heute kommen mir diese Effekte noch in den Sinn bei manchen Passagen; doch da muß man durch : um wahre Schönheit zu erleben muß man auch Schmerz in Kauf nehmen. Bill Bruffords mächtige Drums erden die kakophonischen Ausbrüche immer wieder auf präzise oder gegebenenfalls auch brachiale Weise. Die melodischen Passagen sind wohl bei keiner anderen Art Rock / Psychedelic Band so fragil und betörend. Auf "Lark's Tongue In Aspic" auch von erotischen Untertönen geprägt. Der beste Song ist eindeutig EASY MONEY. Der eröffnete die B-Seite des Vinyls und handelt von den Künsten der Geliebten des Sängers reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen um ihnen angenehme leichte Wochen zu verschaffen.
Erstaunlich ist die rhythmische und melodische Dynamik des Songs. Das hat was zeitloses und ist hervorragend arrangiert. Trotz 7 Minuten Länge hat der Song das Potential von vielen Leuten gemocht zu werden.
Auch die beiden anderen Vocal Tracks sind durchweg gut. Das kurze zweite Stück hat durchaus Pop Appeal und Track 3 verbindet musikalische Härte mit wunderschönen Passagen und prima Gesang.
Robert Fripp's Musik hatte schon immer einen Touch von E Musik und entsprechend sollte man sich auf "Lark's Tongue In Aspic" einstellen. Dafür wird man dann auch mit spannenden Songs, zeitlosen Melodien und unglaublich intensiven Instrumental Passagen belohnt
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frisch und spannend 1972, 19. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
LTIA ist die erste Platte der neuen Inkarnation von King Crimson in den Siebzigern gewesen. Von allen bisherigen Besetzungen war nur Gitarrist Fripp übrig geblieben, er holte sich John Wetton (Später Asia und UK) für Bass und Gesang, Bill Bruford (den Yes Drummer), und einen unbekannten Perkussionisten sowie einen solchen Geiger.
Die Musik ist eine Mischung aus Heavy Metal, Jazz und Flowerrock. Die Hälfte der Stücke ist instrumental, und hier wird Platz geboten, sich auf den Instrumenten mit viel Improvisation auszutoben, und da ist jeder der fünf Musiker ein spannendes Element. Besonders Jamie Muir als Perkussionist bekommt viel Platz mit exzentrischem Klangarsenal, aber auch Fripps schnelle verzerrte Gitarren sind sehr präsent.
Auf den gesungenen Songs geht es eher etwas sehnsüchtig zu, während das Titelstück, besonders Part II, kracht und schmettert, was das Zeug hält. Hier scheint Fripps Vision von KC erstmalig aufgetaucht zu sein: LTIA ist ein Stück, dessen Spirit sich in späteren Phasen immer wieder findet - Fracture, Red, Vrooom, Level Five...
Das ist beachtliche Musik, die immer noch interessant ist und vor allem deshalb Staunen macht, da sie 1972 entstand. Aus dieser Phase gibt es ein deutlich reiferes Gesamtbild auf dem Album RED von 1974, so dass LTIA hier einfach mal vier Sterne bekommt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen in the middle..., 2. Juli 2009
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
vorweg: king crimson bedeutet für mich von "in the court of the crimson king" bis "red". das nachher heißt nur mehr so, tönt völlig anders und hat mit den ersten sieben alben nicht viel zu tun.

auch innerhalb dieser zeit gab es zum teil gravierende personaländerungen, zb den abgang von greg lake, der hier durch john wetton ersetzt wurde, der ab sofort king crimson auch ein unverwechselbares bassfundament spendieren sollte. lake's pathosgeladene stimme hat mir immer gefallen, aber wetton weiß auch zu überzeugen und seine stimme passt besser zum sound von KC.

auch bill bruford stiess dazu, zudem hören wir hier den geiger david cross, der sein instrument mehr zersägt als spielt und damit die harmlösen flötentöne von "islands" vergessen macht.

das album ist das instrumentalste, gesangsärmste und gitarrenriffreichste der großen sieben.

lediglich "book of saturday", das großartige "exiles" und das am ehesten hitverdächtige "easy money" (offenbar musste damals immer am beginn der seite zwei so ein song sein) beinhalten gesangsparts.

der rest ist instrumental, aber alles andere als langweilig. fripp's kantige, automatenhaft gespielte gitarrenriffs sind schon mal alleine das hinhören wert. "the talking drum" ist ein sich langsam steigerndes rhytmusstück (unglaublich treibende drums und diese darüberschwebende sich immer höher schraubende violine!), das dann nahtlos in das großartige finale übergeht.
wenn der letzte ton von "lark's tongues in aspic, part two" verklungen ist, kann man nur mehr sagen "wow, was für ein trip!" (oder auch "wow, was für ein fripp!")

die derzeitig erhältliche CD ist meines wissens ein remaster. die original island-pressungen lieferten ganz ordentlich tonqualität ab, die remasters sind more crispy, durchhörbarer und dynamischer im sound. nicht audiophil, aber sehr ok und bei der qualität dieser musik, dieser musiker, ist das ja sowieso zweitrangig.

10 sterne!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen King Crimson - "Larks' Tongues In Aspic" (1973), 7. September 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
Liebe Hörerin, lieber Hörer,
King Crimson veröffentlichte 1973 nach ca. zwei Jahren Pause das fünfte Studioalbum.
Der Titelsong "Larks' Tongues In Aspic" ist in zwei Teile gesplittet und macht den ca. 25 Minuten aus. Die anderen vier Tracks sind etwas kürzer - unter 10 Minuten. Am anspruchvollsten sind der zweigeteilte Titeltrack, der kaum merkbare Melodie enthält und "The Talking Drum", ein weiteres Instrumentalstück, in dem sich der Ex-Yes-Schlagzeuger William Bruford austobt. Mel Collins Flöte wurde von David Cross' Violine ersetzt und sorgt für neue Klangdimensionen. Die Texte, die nicht mehr aus der Feder von Peter Sinfield stammen sind nicht mehr so bildreich und mystisch, sondern weitaus direkter.
Anspieltipps: "Larks' Tongues In Aspic" (Part One), "Book Of Saturday" und "Exiles"
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Fazit: Ein Album, welches heute mit Sicherheit noch immer innovativ wäre. Ein Stück moderner Klassik auf der Basis von Rock und Jazz. Alleine wegen des Gitarrensolos von "Larks' Tongues In Aspic" (Part One) sollten King Crimson-Fans dieses Album in der Sammlung haben. Wahrscheinlich das schwierigste Album der 1970er-Crimson, das viele Hördurchläufe benötigt. Diese Kompliziertheit gefällt nicht jeden, trotzdem ein gutes Album.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes, berauschendes Epos, 13. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
Heftig, heftig: "Larks tongues in aspic Part 1" klingt wie ein Angriff in das tiefste emotionale Innenleben eines Menschen: Leicht esotherisch angehaucht, beginnt der Song extrem langsam, doch kurze Zeit später kommt schon der "Break". Klampfen entzünden und Drums drücken jegliche Leichtigkeit einfach weg. Es wird augenblicklich düster/rhythmisch. Nach einem powervollen Mittelteil, in dem Schlagzeug/Percussion dominieren- leitet es nach zehn Minuten eine Vervollständigung ein - eine Auflösung aller Disharmonien, mit vollkommen anderer Melodie, sprich: Es geht wie in orangefarbiges, gleißendes Licht über... Im Anschluss an diese gruselige, aber schöne Force, folgt das helle, warme Stück "Books of saturdays", der wie ein Kontrast zu dem Vorgänger ist. Der charmante, melancholische Gesang stammt hier übrigens zum ersten Mal bei King Crimson von John Wetton - Danach brüten 1/2 Minuten dunkle, finstere Geräusche den Beginn zu "Exiles" aus, das sich wie ein Kampf zwischen der Unterwelt und der irdischen Welt herschleppt, bevor eine Flut harmonischer, fröhlicher Violinen den Zuhörer wie mit Sonne umschließen. "Exiles" ist Poesie. Für mich eines der schönsten Songs aller Crimson-Titel; ein strahlender Höhepunkt ihrer Karriere. Der Auftakt zu "Easy Money" klingt dann ein bisschen wie Pink Floyd und Yes zusammen. Es ist rhythmisch sehr schnell und hitzig, allerdings finde ich, passt es nicht ganz so in das Konzept dieses Albums hinein. Dafür ist es - wohl - zu fröhlich... Bei "The talkin drum", dem zweiten Instrumentalstück, kommen wir zu einem typischen Lückenfüller, doch im positiven Sinne. Es beginnt wie ein orientalischer seichter Tanz und bleibt konstant monoton, mit melodiös immer wiederkehrendem Grundschema, das mit der Zeit mehr und mehr an Power und Tempo zunimmt. Trotz allem besitzt es dennoch einen ziemlich interessanten Groove. Das Stück findet zum Ende einen sehr schnellen, berstenden Abschluss. Der letzte Track ist "Larks tongues in aspic Part 2", wieder instrumental. Hier erkennt man deutlich eine Verbindung zum ersten Teil. Im Gegensatz zu Part 1 bedient sich das Stück jedoch einem locker peppigem Tempo. Die Violinen erzittern, John Wettons Bassgitarre schlägt wunderbar in die Melodie mit ein, bis der Violinensound eine abrupte Unordnung gestaltet, mit heftiger schräger Kakophonie, die dem Stück einen Höhepunkt der Superlative beschert. Das Album flaut schwerfällig, Energieentladend ab,
als würden alle Beteiligten ko zu Boden sinken.
- - - Insgesamt ein interessantes, meisterhaftes Rockwerk der frühen berauschenden Siebziger...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lerchenzungen in Aspik, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
"Larks tongues in Aspic" erschien 1973 nach einer zweijährigen Pause der Gruppe King Crimson, und wurde in der Formation: Robert Fripp (Guitar, Mellotron), David Cross (Violine, Bratsche, Mellotron), Bill Bruford (Drums), John Wetton (E-Bass, Vocals) und Jamie Muir (Percussion) eingespielt

"Larks Tongues in Aspic" in mit Sicherheit eines der unterschätztesten Alben der Gruppe um Mastermind "Fripp" und seiner ständig wechselden Besetzung, mitunter aber auch eines DER Scheiben schlechthin. Das auffallendste Merkmal dieser starken Platte sind die vertrackten Gitarrenläufe, die Intrumental-Passagen, und das filigrane, sich kammheimlich anschleichende Schlagzeug Bruford's sowie das sehr zarte Bassspiel von Wetton. Nach den progressiveren Vorgängerwerken stand der Rythmus und die filigranere Herangehensweise wieder mehr im Mittelpunkt, und genau DAS macht diese Scheibe so stark, obwohl die Platte eigentlich fast vollständig auf unnötige Elemente verzichtet hatte, die Jahre zuvor (und teilweise auch später) ein wichtiger Essenzpunkt der Musik des kaminroten Königs aus England waren bzw. noch sein sollten. Die Untermalung des Mellotrons spielte ebenfalls wieder eine wichtige Rolle, was zuvor nicht mehr unbedingt der Fall gewesen war, hier hielt man sich ebenso eher im Hintergrund zugusten einer progressiveren Spielweise. Zwei Songs die gleich zu Beginn unter Beweis stellen, weshalb die Instrumentalpassagen des Albums (oder vielmehr der neu dazugewonnen Erfahrung der Gruppe) eine wichtige Rolle spielen sind "Larks Tongues in Aspic, Part One" sowie das Album beschließende "Larks Tongues in Aspic, Part Two". Diese Songs könnte man quasi als Konzept verstehen, da sie erwartungsgemäß zusammengehören und auch nur paarweise "funktionieren". Einen sehr schönen, unterhaltsamen Gleichwert hatte bereits "In the Wake of Poseidon" zum Abschluss des Werkes erfahren, hier nur als kleine Reminiszenz, kam "In the Court of the Crimson King" aber dennoch mehr zu Gute, als das irgendwelche positiven Eindrücke davon zerstreut würden. "The Book of Saturday" bietet an zweiter Stelle auf "LTIA" eine schöne Rythmik, wird doch gleich klargestellt, wie die "neuen" Crimson klangen. So auch bei dem sehr progressiven "Exiles" und dem starken "Easy Money". Diese beiden Tracks muss man einfach zusammen nennen, da sie scheinbar konform in DEN Höhepunkt der Scheibe "The Talking Drum" überleiten, das nochmal den ganzen Mut und die gut nachvollziehbare Neugewinnung an elementarischen, fortan wichtigen Bausteinen des Musikwesens der Gruppe ausmachte. Sicherlich eines DER Stücke der großen sieben Alben von Crimson.

Ingesamt hatte die Gruppe also ein weiteres Mal bewiesen, dass man trotz überwiegend filigranerer Arbeit (die Progressivtät war natürlich nach wie vor mehr als deutlich zu spüren) doch voran kommen kann, ohne unnötig in der Entwicklungsphase stehen zu bleiben. Ganz starke Momente sind meiner Meinung nach "LTIA, Part One (und Two)", "Easy Money" sowie das genannte "The Talking Drum". Was dieses Album so unterschätzt macht, sind die weicheren Klänge, diese werden aber wirklich beeindruckend mit einer selten dagewesenen Spielfreude verbunden. Klasse!

Die 30th Anniversary Edition ist gelungen, das Remaster ist knackig frisch, die Dynamik zu Genüge vorhanden, und weiters gibt es auch ein Booklet mit interessanten, sogar mir bisher verborgen gebliebenen Informationen inklusive Stellenansichten aller Bandmitglieder, mit Ausnahme von Jamie Muir, da sich das Personal-Karussell erneut drehte, und er die Gruppe direkt nach Abschluss der Aufnahmen verließ.

Fazit: Ein Höhepunkt im King Crimson-Katalog. 5 Sterne!
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5.0 von 5 Sternen Das beste Crimson Album der 70er, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
Diese Rezension bezieht sich auf die 30th Anniversary Edition.

Ich bin immer sehr skeptisch, was Remastering angeht. Ich habe früher die Platte in meinem Beistz, habe mich aber trotzdem entschieden, diese Remastering-Ausgabe auszutesten. Was für ein wunderbarer Klang! Alles klingt so präsent, frisch und transparent! Mir fallen Sachen auf, die mir noch nie aufgefallen sind! Ich höre Parts, die ich gar nicht wusste, dass sie existieren!

Das Album an sich ist natürlich ein Bahnbrecher in Crimsons Karriere. Die musikalischen Richtungen, die hier angenommen wurden, werden den Stil und den Klang dieser Band bis in die 2000er hinein prägen (und in der Tat kommt der abschließende "Larks' Tongues in Aspic, Part IV" im im Jahre 2000 erschienenen Album "The ConstruKction of Light" vor).

Für diejenigen, die sich mit King Crimson der mittleren 70er Jahre noch nie auseinandergesetzt haben, ist es vielleicht ratsamer, bei Red (1974) anzufangen, welches viel zugänglicher ist. Wer sich aber mit diesem harten, ja sogar groben Stil bereits vertraut gemacht hat, wird dieses Album von Anfang bis Ende genießen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Experimental Rock(?) und lyrische songs, 13. Juli 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
,Larks'' gilt gemeinhin als das schwierigste Werk von KC bis 1974, und beim ersten Hinhören wird dieser Eindruck bestätigt, doch nach mehreren Durchläufen sticht eigentlich nur der opener ,Larks' Pt. 1 als schwerzugänglich heraus, weil in diesen 13 Minuten Experimental Rock einfach so viele unterschiedliche Parts verschraubt wurden, dass man dem nur schwer folgen kann.

Faszinierend ist das natürlich allemal, aber auch schon schwer akademisch, denn all die lauten und leisen, schrägen und lyrischen Passagen dieses Auwsuchses sollten wohl in erster Linie die Plattform für die damals neue Besetzung sein, sich zu präsentieren und zu positionieren.

,Book Of Saturday' und ,Exiles' faszinieren - obwohl lyrisch und melödiös, da eigentlich fast mehr, denn einerseits schafft Wetton das Kunststück, diese mittelalterlichen Fripp Melodien so unkitschig und zeitgemäß zu singen, wie das kein anderer Crimson Sänger zusammengebracht hat, und andererseits dominieren hier Fripps Gitarre und die Violine von David Cross und die reichen aus um diese songs wunderschön erstrahlen zu lassen - ganz ohne Orchester und Pomp.

Bei ,Easy Money' verbindet Fripp wieder Rock und Grooves und es ist - nicht zuletzt wegen Wetton's vocals - einer der coolsten songs KCs. ,The Talking Drum' schliesslich ist ein 7 minütiger anschwellender Jam, der sich aus den percussions entwickelt - ein Lehrstück in Sachen Steigerung, aber von einer Komposition kann man hier eigentlich nicht reden.

Bleibt noch der closer Larks' Pt. II, wieder ein Instrumental, aber mit Abstand der faszinierendste Track hier, denn er macht klar, dass Fripp zwar gern in ungeraden Takten spielt, aber diese Musik weder Rock noch Jazz wirklich zuordenbar ist; sie ist eigenständig völlig neu und kraftvoll, und bezieht ihre Faszination aus den eigentlich schrägen Harmonien und Riffs die aber recht bald hängen bleiben. Am ehesten vergleichbar ist das mit manchen instrumentals die Zappa zu dieser Zeit mit den 2ten Mothers aufnahm.

Tolle Musik, eine beeindruckende Platte, trotzdem geht hier nicht alles auf, aber der Mut und die ständige Erneuerung und Suche der Band nach neuen Wegen rechtfertigt 5 Sterne allemal
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - eines meiner Top Five Alben, 2. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Larks' Tongues in Aspic (Audio CD)
Keine Ahnung, wie ich dieses Album am besten beschreiben und schmackhaft machen soll, aber versuchen muss ich es doch, denn es ist einfach ein geniales Werk und eines meiner absoluten Lieblingsalben. Natürlich kann man die Platte einfach in die Ecke Artrock&Psychedelic stellen - ja - da gehört sie schon hin - aber nein: trotzdem sollte nicht nur der Progger oder Artie reinhören, überhaupt sollte man besser zu- als reinhören, denn hier erhebt sich die Musik ganz einfach über das Genre in eine neue Dimension, deren Sphären klingen und klirren, wenn die Musiker von King Crimson ihre Töne mal zum schweben bringen, dann wieder mit brachialer Gewalt die Melodie eintrichtern oder mit überschüssigem Schalldruck unter die Schädeldecke pressen, wo die zusätzliche Energie sich in intensiven Schauern das Rückgrat hinuter entlädt, geerdet von einem Bass, desen Rhythmus sich ruhig treibend von zeitweiliger Kakophonie kaum beeindrucken läßt, um sich im entscheidenden Moment dem Flüstern der Zwischentöne von Geige, Percussion und Gitarre zu ergeben. Die gibt es reichlich, und weil hier nur Könner an den Instrumenten sitzen, lernen wir auf LTIA eine Menge Nuancen kennen, eingebunden in ein symphonisch anmutendes Werk, das jeder einmal hören sollte.

Also: Wenn ihr wirklich keine 40 Minuten Zeit habt, seid bitte so gut und spendiert den Musikern von King Crimson 7 Minuten und hört Euch wenigstens "Easy Money" an, dann habt ihr auch 33 Minuten mehr Zeit.
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