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5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Welt von göttlichen Klängen, 8. November 2000
Rezension bezieht sich auf: Second Nature (Audio CD)
Endlich sind sie wieder da, die schweizer Götter! Wenn man mal vom sehr ruhigen 97er side-project-Album "Heaven Deconstruction" absieht, hat es ganze fünf Jahre gedauert, bis das Trio mit "Second Nature" jetzt endlich wieder einen neuen Longplayer veröffentlicht hat. Und der hat es in sich. Gewohnt atmosphärisch und dennoch nicht allzu stark vom Boden losgelöst, wie übrigens schon das farbenfrohe Albumcover beweist, werden wir auf eine Reise in die wundersame Welt der zumeist etwas härteren elektronischen Musik mitgenommen. Wer den Begriff "Industrial" braucht, liegt zwar nicht ganz falsch, sollte aber darauf hingewiesen werden, dass The Young Gods für viel (und zwar sehr viel) mehr stehen als nur das. "Seond Nature" gehört definitiv zu jenen Alben, die so diversifiziert sind bzw. vor Kreativität nur so überschäumen, dass man es über Jahre hinweg immer wieder anhören kann und dabei jedesmal wieder etwas neues entdeckt.--Mit "Lucidogen" hat das Album einen würdigen ersten Track der uns auf seine direkte Art mit-, um nicht zu sagen umreisst. "Supersonic" ist ein Hammer auf den Kopf. "Laisser couler (le son)" lässt uns in ein Boot steigen und friedlich einen Fluss hinuntergleiten. "Astronomic" lässt uns abheben, aber eben immer nur ein bisschen, und man möchte mehr; logisch, dass da "Attends" folgen muss, ein Stück, das einen mit trägen, metallisch-dunklen Klängen wieder zurück auf den Boden, ja sogar bis unter die Erde bringt. "In the Otherland" bringt uns wirklich fast in ein anderes Land; die Rhythmik und Perkussion ist zwar von gewohnt metallischem Klang, aber gleichzeitig etwas afrikanisch angehaucht, so als hätte man altehrwürdige Kultur und industrielle Moderne in einer Symbiose vereinigt. "Stick Around" kommt da eher wieder sehr futuristisch daher. Der Song ist sehr experimentell und vermischt, wie auch anderswo, englisch- und französischsprachigen Gesang: genial. Und wenn ich an dieser Stelle sage, dass es zuweilen nach Nine Inch Nails riecht, ist das ein Kompliment! "The Sound in Your Eyes" ist wieder ein rhythmischeres und schnellers Stück; sehr tanzbar (wie übrigens vieles andere auch), trotz manch krasser Geräuscheinlagen, die der ganzen Sache ein interessantes Gesicht verpassen. "Toi du monde": (sehr) leichter, technomässiger Beat. Schliesst man die Augen und taucht dann in dieses Soundgefilde ein, so kommen einem Bilder à la H.R. Giger in den Sinn; oder Filme wie Alien, Abyss und wie sie alle heissen... Im letzten Stück, "Love 2.7", hat man das Gefühl irgendwo in einem Park auf einer Wiese zu liegen und die Vögel zwitschern zu hören; dann, nach und nach, ein paar Stimmen und andere Geräusche, die mal an zirpende Grillen, mal an zerknirschendes Geäst erinnern. Da würde man am liebsten sich strecken, einschlafen und ein Nickerchen machen, was durch den Fade-out am Schluss nur noch bestärkt wird. Taucht ein die Träume der Young Gods. Es lohnt sich.
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