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HALL OF FAMEam 7. August 2002
Irgendwann 1978 hatte Marius die Nase voll vom überproduziertem, viel zu glatt klingendem Peter-Hesslein-Sound der ersten drei Alben (Das erste Mal, Bittersüß, Ganz allein krieg ich's nicht hin). Für einen deutschen Musiker hatte er damit zwar beachtlichen Erfolg gehabt, aber er wollte, dass die Plattenfirma ihn nicht mehr bevormundete. Also ging er nach eigenen Angaben zu seinem Manager und nahm ihn sich zur Brust: „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, entweder ich hör auf, oder ich krieg von euch 'nen Wisch wo drinsteht: Totale künstlerische Freiheit." Wie wir alle wissen, bekam er den neuen Vertrag und einen neuen Produzenten (Lothar Meid). Dann ging es für wenige Tage ins Studio und heraus kam eine ungehobelte Rock 'n' Roll LP in einer regelrecht rotzigen Atmosphäre. Sie ist ein authentisches Dokument und war letztlich Marius' richtiger Durchbruch. So locker sie auch klingt, so weiß nur Marius alleine, wie viel Mühe verwendet wurde, um das Album natürlich und mühelos erscheinen zu lassen.
Westernhagen war unheimlich schlau bei der Auswahl seiner Songs. Er hatte jetzt die geforderte künstlerische Freiheit, die er nutzte, indem er sich ganz bewusst eine kreative Beschränkung auferlegte, was durchaus kein Widerspruch ist. Denn je kleiner die Welt, desto vollständiger das Wissen des Künstlers und desto größer daher seine schöpferischen Auswahlmöglichkeiten. Er erfand eine begrenzte Welt und Anzahl an Figuren (passen im wesentliche alle auf das Cover), die er dann intensiv und mit breiter Kenntnis besang. So kann man noch nach 100mal hören und fast 25 Jahren mit dieser hervorragenden und ehrlichen Platte emotional mitgehen und sich herzlich über coole Songs wie „Dicke", „Willi Wucher" oder „Margarethe" vor Lachen ausschütten. Pfefferminz ist eben einmalig und weitestgehend frei von Klischees, was eine Rarität ist und ihm die Fans in Scharen zutrieb.
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am 29. Mai 2014
Sein viertes Studioalbum machte Westernhagen 1978 über Nacht zum Star und Teenageridol. Seine Texte waren bissig, kreativ, erzählten vom "wahren Leben" und hatten immer Abgründe. Dies garniert mit einer ordentlichen Portion Rock machten auf lange Jahre seine Alben aus. Und auf "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" gibt es die Blaupause dafür. Und außerdem kümmert er sich nicht um gängige Klangdiktate. Er röhrt hier die Lieder runter und knarzt ins Mikro, dass es schon bewundernswert ist, wie selbstbewusst er hier ein Album "runterrotzt". Das war nach Lindenberg wahrscheinlich das erste Album im Mainstream aus deutschen Landen, dass sich mit sovielen Ecken und Kanten durch die Gehörgänge "gequängelt" hat. Schon der erste Song "Mit 18" ist ein Klassiker und rockt gewaltig drauf los. Ein autobiographischer Song über seine Zeit als Sänger in 'ner Band in Düsseldorf (Harakiri Whoom). Weitere Klassiker sind natürlich der Rock 'n' Roll vom Titelstück, das böse, hart rockende "Dicke" und der letzte Song "Johnny W." Über diese 4 Lieder muss man nicht mehr viel schreiben. Diese Stücke kennt jeder über 25, selbst wenn er sich in keinster Weise mit Westernhagen beschäftigt. Aber auch die anderen Songs sind bärenstark. Das funk- beeinflusste Stück "Willi Wucher", der Rock 'n' Roll von "Oh, Margarethe", die Balladen "Alles in den Wind" und "Giselher" oder das Lied "Grüß mir die Genossen" welches sich mit RAF-Deutschland auseinander setzt. Vorallem die Texte sind schlicht genial. In 10 Songs werden 10 Themen aufgegriffen dessen Figuren sich alle auf dem Plattencover wiederfinden. Und ob ernste Themen oder Klamauk, hier findet alles seinen Platz. Und obwohl das schon der künstlerische Gipfel ist, konnte er das Niveau die nächsten Jahre sogar noch halten. Meilenstein deutscher Popkultur.
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am 17. September 2007
(Diese »Rezension« ist mit der meines Generationskollegen »sofasoftie« zusammenzulesen, die man so wirklich nicht stehenlassen kann.)

»Hymne für den Alkoholkonsum«? Im Gegenteil, »Johnny W.« gibt in die traurige Psyche von Versagern Einblick, die nur im Alkohol ihren Trost finden (»Johnny, du lachst mich auch nie aus«). Ebenso wie »Alles in den Wind« schafft das Lied es, Sympathien zu wecken, ohne nach Mitleid zu heischen; abzuschrecken, ohne belehrend zu sein. Wirklich kluge Texte von einem, der das Problem Alkohol mit Sicherheit aus seinem Umfeld kannte. Dazu Melodien, denen man sich nicht entziehen kann. Ungaublich.

»Margarethe« ist ein flotter Rock'n'Roll, der sich gerade gegen eine verklärte Puffromantik wehrt, die manche Männer wohl zugunsten ihres Gewissens erfinden müssen. Die Aussage ist knapp: die Mädchen werden von maßlosen Zuhältern ausgebeutet -- keine Spur von »Prostitutionsverehrung«. (Und »Skandal im Sperrbezirk« von der SMG macht sich übrigens über Telephonsex lustig, was offenbar auch nicht jeder merkt.)

»Grüß mir die Genossen« ist in Schily- und Schäuble-Zeiten wieder hochaktuell, »Giselher« ein für die damalige Zeit mutiges schwules Liebeslied, "Zieh' dir bloß die Schuhe aus« eine eindringliche Warnung, die Fehler unserer Eltern nicht zu wiederholen. Durch die Bank sehr kluge Texte, auch wenn man das damals beim Gröhlen nicht immer gemerkt hat. Selbst "Mit 18" ist ja voller Selbsterkenntnis über den Konflikt, unter dem der »späte Westernhagen« immer noch leidet. Nur das Titellied des Albums ist ein richtig hirnloser Rocksong, aber das tut zwischendurch ja auch gut. Heute noch faszinierend, wie jemand so viel große Musik auf ein Album packen konnte.

Nur bei »Dicke« stimme ich der Analyse zu: das war schon damals politisch unkorrekt, ehe es diesen Ausdruck überhaupt gab. Und ich finde es immer noch großartig, obwohl meine Waage schon lange nicht mehr »dürrer Hering« zu mir sagt ... dann schaue ich mich halt im Spiegel an uns sage »na, du fette Sau!«
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am 28. Juli 2005
Ein Deutschrock-Gigant, der die Meßlatte zu hoch schraubt für all die Grönemeyers und Lindenbergs... und natürlich auch für Marius selbst, der immerhin in der Folge noch einige gute Scheiben (insbesondere die textlich ebenbürtige 'Sekt oder Selters') und jede Menge Hits bringt.
Hier sind nicht nur die Reisser gut, 'pfefferminz', das sensationelle 'mit 18' und natürlich das Trost spendende 'dicke' ("mit Kohle ist man auch als Dicker gefragt...").
Vielmehr finden sich hier mehrere heimliche Highlights mit sensationell guten Texten... und das ohne erhobenen Zeigefinger (sieht man einmal vom dennoch starken 'genossen' ab). das wunderschöne, ruhige 'giselher' ist eine nahezu perfekte symbiose zwischen text und melodie, und auch 'klaus', der sich immer brav die Schuhe auszieht, bei der Firma Gott&Sohn arbeitet, und dessen Eltern ihm Sabine aussuchten... ...zeugt von Müller's ausgeprägter Beobachtungsgabe. Und natürlich nicht zu vergessen der Mitsinger 'Johnny W.', immer braungebrannt...
Eine Scheibe nahezu ohne Schwächen (bei 'magarethe' reißt es der recht witzige Text heraus).
Andere Deutschrockplatten kann man... diese muß man haben!
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HALL OF FAMEam 16. August 2002
Irgendwann 1978 hatte Marius die Nase voll vom überproduziertem, viel zu glatt klingendem Peter-Hesslein-Sound der ersten drei Alben (Das erste Mal, Bittersüß, Ganz allein krieg ich's nicht hin). Für einen deutschen Musiker hatte er damit zwar beachtlichen Erfolg gehabt, aber er wollte, dass die Plattenfirma ihn nicht mehr bevormundete. Also ging er nach eigenen Angaben zu seinem Manager und nahm ihn sich zur Brust: „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten, entweder ich hör auf, oder ich krieg von euch 'nen Wisch wo drinsteht: Totale künstlerische Freiheit." Wie wir alle wissen, bekam er den neuen Vertrag und einen neuen Produzenten (Lothar Meid). Dann ging es für wenige Tage ins Studio und heraus kam eine ungehobelte Rock 'n' Roll LP in einer regelrecht rotzigen Atmosphäre. Sie ist ein authentisches Dokument und war letztlich Marius' richtiger Durchbruch. So locker sie auch klingt, so weiß nur Marius alleine, wie viel Mühe verwendet wurde, um das Album natürlich und mühelos erscheinen zu lassen.
Westernhagen war unheimlich schlau bei der Auswahl seiner Songs. Er hatte jetzt die geforderte künstlerische Freiheit, die er nutzte, indem er sich ganz bewusst eine kreative Beschränkung auferlegte, was durchaus kein Widerspruch ist. Denn je kleiner die Welt, desto vollständiger das Wissen des Künstlers und desto größer daher seine schöpferischen Auswahlmöglichkeiten. Er erfand eine begrenzte Welt und Anzahl an Figuren (passen im wesentliche alle auf das Cover), die er dann intensiv und mit breiter Kenntnis besang. So kann man noch nach 100mal hören und fast 25 Jahren mit dieser hervorragenden und ehrlichen Platte emotional mitgehen und sich herzlich über coole Songs wie „Dicke", „Willi Wucher" oder „Margarethe" vor Lachen ausschütten. Pfefferminz ist eben einmalig und weitestgehend frei von Klischees, was eine Rarität ist und ihm die Fans in Scharen zutrieb.
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Auch wenn Westernhagen aus kommerzieller Sicht erst Jahrzehnte später seinen Karrierehöhepunkt hatte - rein qualitativ hatte er ihn schon Ende der Siebziger...und zwar mit diesem Album, das nicht einen einzigen schwachen Song aufweist (und seien wir ehrlich: Marius hat hin und wieder ein Faible für schwache Songs). Nein, hier stimmt alles, auch die Mischung aus Humor und Gefühl. Der Kracher "Mit 18" und der Titelsong gehen ab wie ein Zäpfchen. Die Homo-Ballade "Giselher" und die Säufer-Ballade "Alles in den Wind" stellen alles in den Windschatten, was Marius vorher an Balladen gemacht hat. Eigentlich schade, dass jemand so früh so gut war und danach allmählich abgebaut hat.
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am 31. Januar 2001
Diese CD, ist so gut, wie sie alt ist. Für mich neben den Live-Alben das beste, was er jemals auf den Markt gebracht hat; mit dem Vorteil des nicht vorhandenen Komerzgedankens.
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am 6. Februar 2016
Ohne zu übertreiben kann man die Behauptung aufstellen, daß das vorliegende, in der Mitte des Jahres 1978 im Musicland München aufgenommene und im selben Jahr veröffentlichte Album ein Stück deutscher Rockgeschichte darstellt. Nahezu jeder Fan deutscher Rockmusik kennt dieses Werk oder zumindest Teile davon. Und ebenfalls kann man behaupten, daß diese Scheibe in der Beliebtheitsliste der Fans ganz oben rangiert, wenn es auch nach reinen Verkaufsstatistiken nicht den ersten Platz einnimmt, aber der Kult, den "Mit Pfefferminz Bin Ich Dein Prinz" innehat, kann kein davor oder danach herausgegebenes noch so gut produziertes und topverkauftes Hitalbum von Marius für sich beanspruchen. Jeder der hier vertretenen 10 Songs ist eine musikalische und textliche Klasse für sich (sieht man mal vom Nonsens-Text des Titelliedes ab; es beweist allerdings auch wieder Klasse, soviel gekonnten Nonsens in so ein kurzes Stück zu packen...) und mit "Johnny W.", dem polarisierenden "Dicke", dem bereits erwähnten Titeltrack, sowie dem Eröffnungs-Hammer "Mit 18" stehen 4 "Alltime-Classics" des Künstlers zu Buche. Was das pralle Leben in einer Stadt oder auch anderswo so bereithält, wird hier authentisch, hintergründig und leicht provokant lyrisch verarbeitet. Dazu passen die stets an den Blues bzw. Bluesrock angelehnten musikalischen Ergüsse von Marius und seinen Mitstreitern (u.a. Jean Jacques Kravetz -Keyboards-, Jean Paul Zimbris -Schlagzeug-, Karl Allaut -Gitarre-, Lothar Meid -Baß und Produktion-) wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Die Frontcoverabbildung zeigt die Protagonisten aus den einzelnen Stücken. In den deutschen Albumcharts erreichte "Pfefferminz" seinerzeit Platz 19, aber über die Jahre hat es inzwischen Doppelplatin-Status erreicht (Stand: Januar 2016). Die hohe Authentizität und Beliebtheit dieses Klassikers werden noch für allerhand weitere Verkäufe sorgen, dessen bin ich mir sicher. Ist es möglich, eine andere Wertung als 5 Sterne zu vergeben? 5 Sterne "+" sollten gehen... Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Udo Lindenberg "Original Album Series (Box-Set mit 5 Alben aus der Zeit von 1973-1981)", Scorpions "Fly To The Rainbow"
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am 4. Oktober 2009
Die CD wurde 1978 veröffentlicht und ist damit 6 Jahre älter als ich selbst.
Sie ist eine der besten CDs in meiner Sammlung.

Die Texte und die Musik sind hervorragend. Wer ein Fan von Westernhagen ist, muss diese CD haben.
Neben den bekannten Stücken (Mit 18, Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz, Johnny W.)
wissen auch die weniger bekannten Titel absolut zu überzeugen.

Wer diese CD noch nicht hat ==> kaufen !

Einziges kleines Manko: Mit 39 Minuten gesamter Spiellänge ist die CD nicht gerade sehr lang. Dafür ist der Preis angemessen.

klare 5 Sterne !
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am 23. Februar 2007
bin zwar selber etwas kräftiger gebaut, mir macht der "dicke"-song

aber trotzdem nichts aus. "mit 18" ist einer der geilsten

deutschrock songs und "johnny W." eines der schönsten liebes-

erklärungen an den den besten freund des mannes (neben dem Hund und

des mannes *glied*).

die 70`er und 80`er waren die glanzzeiten des krautrock , wenn man an

so interpreten wie Grönemeyer, Bap und eben Westernhagen denkt.

wenn man heutzutage an deutsche interpreten denkt , dann kommen einem nur

sachen wie "aggro berlin", "lemon ice" und natürlich "tokio hotel" in

den kopf . armes Deutschland......................................
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