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377 Rezensionen
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Für den Preis zuschlagen!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (Limitierte Steelbook Edition) [Blu-ray] (Blu-ray)
So ich muss nun auch mal meiner Meinung kund tun. Lasst euch bloß von diesen pseudo Filmlienhabern dazu verleiten diesen Film wegen angeblicher schlechter Qualität nicht zu kaufen. Ich sage das die Bildqualität der Hammer ist und habe mich fast durch diese schlechten Rezessionen beeinflussen lassen.Mein Equipment: Sony KDL-46 EX 700 Sony BDP-S370 Blu-ray Player Onkyo HT-S3200 Heimkinoanlage So wie gesagt das ist zwar nicht das beste Bild was ich bisher sah aber das der Film von der Bildqualität her nicht 100 % mit Avatar-Aufbruch nach Pandora mithalten kann sollte jedem klar sein. Das Bild ist die meiste Zeit gestochen scharf und es kommt jederzeit absolutes HD-feeling auf, mich hat es fast vom Sessel gerissen denn der Ton ist auch erste Sahne. So und um mal kurz auf das Steelbook zu kommen: ist nicht mein erstes Steelbook, gehört aber zu meinen schönsten und sollte für diesen super Preis in keiner Filmsammlung fehlen, der FSK Aufkleber lässt sich problemlos entfernen. Ich hoffe ich konnte mit meiner ehrlichen Meinung einigen Leuten die Entscheidung erleichtern. Prädikat: unbedingt kaufen!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Saving Private Ryan" - kein Blümchenkrieg - BluRay Steelbook Edition,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (Limitierte Steelbook Edition) [Blu-ray] (Blu-ray)
GrüßeEines vorweg: Bei mir kommt auf jeden Fall *HD-Feeling* auf, wenn ich diese BluRay schaue - und darauf kommt es doch an. Ganz abgesehen vom ausgezeichneten Sound (besonders die Szene mit dem anrückenden Panzer an der letzten Brücke... fabelhaft!) - ist die Bildqualität vor allem bei Nahaufnahmen sehr gut. HD-typisch sind Haare etc detailreich dargestellt und Emotionen noch besser nachfühlbar. Ein Antikriegsfilm, der in dieser ungeschnittenen Version wirklich nichts für Kinderaugen ist und auf ganzer Linie überzeugen kann. Der künstlich auf *alt* getrimmte Film (Überbelichtung, wackelige *hautnah-dabei*-Aufnahmen, Farbblässe) wirkt dabei teilweise bestechend authentisch - besonders sämtliche Kampfszenen machen diesen Film zu einem Meisterwerk. Zusammen mit einem (gewohnt) brillianten Tom Hanks stehen die 5 Oscars für Filmgenuss erster Güte. "Saving Private Ryan" ist kein Film für Besserwisser, es handelt sich eben nicht um eine Doku mit historisch-korrektem Anspruch. Dafür bekommt man hautnah Action geboten, die - abgesehen vom Ende - nie in eine klischeehafte Sichtweise auf den amerikanischen Soldaten abdriftet. Ausgangspunkt ist dabei der GI und nicht der Deutsche. Auf massive Überzeichnung wurde verzichtet, stattdessen wird der nackte Krieg mit all seiner Brutalität sehr anschaulich und glaubhaft präsentiert. Soldaten sterben nicht nur, sie haben Ängste, Sorgen und Nöte. Genug gespoilert - dieser Film ist absolut sehenswert und auf BluRay gut wie nie umgesetzt! Für diesen Preis sollte er in keiner Sammlung fehlen. Schwach ist dabei nur der geringe Umfang dieser Steelbook-Edition, obwohl ich nichts vermisse. mfg Schmidt Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
77 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Film der nicht nur berührt...,
Von Sascha Hennenberger "sascha332" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [Blu-ray] (Blu-ray)
Einleitung:Das Leben eines anderen retten und dadurch das vieler riskieren. Kurz zusammengefasst ist das die Geschichte von "Der Soldat James Ryan", ein Film der sehr viele Zuschauer bisher berühren konnte und zugleich auch wieder in Erinnerung brachte, welche Grausamkeit und Brutalität sich am 06.Juni 1944 bei der Invasion der Normandie ereignete. Was lässt diesen Film aber so besonders werden? Alleine die Tatsache, dass Steven Spielberg Regie geführt hat? Nun, wenn der Erfolgsfilmer einen Film in die Hand nimmt, konnte er schnell große Erfolge feiern, siehe E.T. - Der Außerirdische (Remastered Version), Schindlers Liste (2 DVDs), Krieg der Welten [Blu-ray], Indiana Jones Quadrilogie (5 DVDs), Der weisse Hai (Special Edition), Jurassic Park Trilogy (3 DVDs) etc... . So war auch klar, dass wenn er sich dem Thema der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg annimmt, dabei kein Schnellschuß herauskommen wird. Die Story: Genre: Action, Drama, Kriegsfilm Altersfreigabe: FSK: ab 16 Jahre Spieldauer: 169min. 6.Juni 1944 - D-Day an der Küste der französischen Normandie. Bei der Landung der US-Army werden diese von der deutschen Wehrmacht schwer unter Beschuss genommen. Binnen kürzester Zeit gibt es hunderte Gefallene; unter ihnen die beiden Brüder Ryan, deren dritter Bruder bereits die Woche zuvor in Neu Guinea ums Leben kam. Aus diesem Grund entscheidet der General Stab, das deren vierter Bruder Private James Francis Ryan sofort nach Hause zu dessen Mutter zu schicken. Den Auftrag zur Rettung von Private Ryan erhält Captain John H. Miller und seine Mannen, der nun alles daran setzt, den letzten der Ryan Brüder nach Hause zu bringen... Der erste Eindruck: Der zweite Weltkrieg bot schon oft genug Stoff für Filme, wie z.B. bereits in "Die Brücke von Arnheim", "Agenten sterben einsam", Pearl Harbor [Blu-ray] und so weiter. Mit "The longest Day" wurde auch bereits die Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sehr früh und sehr gut verfilmt, aber kein Film erreichte bis her eine annähernd bedrückende Stimmung und eindringliche Atmosphäre wie "Der Soldat James Ryan". Manch einer mag nun beim Betrachten der ersten halben Stunde denken, dass die Landung an der Küste zu brutal dargestellt wurde. Und auch wenn die Normandie schnell von den Alliierten erobert war, sollten an diesem Tag etliche 1000 im Sperrfeuer ihr Leben lassen. Der reale Hintergrund: Die Landung an den Küsten der Normandie lief unter dem Namen Operation Neptune und war lediglich ein Teil der Operation Overlord. Begonnen hatte diese Operation bereits im Januar selbigen Jahres mit Übungsmanövern in Britannien und endete am 30.Juni 1944. Operation Neptune beinhaltete dabei den Sturmangriff am Küstenabschnitt vor der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes. Des Weiteren war sie unterteilt in 17 weitere Operationen, deren unterschiedlichen Aufgaben z.B. waren Täuschung der deutschen Verteidiger, Nachschubflüge, Einfliegen der 82. US-Luftlandedivision oder der 101. US-Luftlandedivision zur Eroberung von deutschen Stellungen, U-Boote zur Einweisung der Invasionseinheiten, See- und luftgestützte Aktionen zur Auslegung von Minenfeldern, usw. Beteiligt waren dabei von allen beteiligten Nationen u.a. 6.900 Schiffe (Kampfschiffe, U-Boote, Landungsboote, Unterstützungsschiffe, Handelsschiffe), 11.000 Flugzeuge (u.a. 4.000 Jagdflugzeuge und 4.000 Bomber) sowie insgesamt etwa 170.000 Soldaten. Dem konnte die deutsche Wehrmacht nur wenig entgegen setzen, nämlich gerade mal 5 Divisionen sowie 2 Jagdflugzeuge. Zwar waren 3 Panzerverbände in relativer Nähe stationiert, welche aber nur auf ausdrücklichen Befehl Hitlers bewegt werden durften. Zudem waren alle anderen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 2 Tage zuvor ins Landesinnere verlegt worden. Filmfakten: Inspiriert wurde dieser Film von dem reellen Fall der Niland Brüder. Robert und Preston Niland fielen am 6. und 7. Juni 1944 bei der Invasion der Normandie, der dritte Bruder Edward kehrte von einem Einsatz in Burma nicht mehr zurück und wurde deswegen als tot gemeldet. Aus diesem Grund trat hier für den vierten Bruder Frederick 'Fritz' Niland (der auch wie James Francis Ryan bei der 101. US-Luftlandedivision war) die Sole Survivor Policy in Kraft, die besagt, dass zum einen Brüder nicht alle in der selben Einheit dienen durften und zudem der letzte von mehreren Brüdern sofort vom Kriegsdienst befreit und nach Hause geschickt wird, wenn alle anderen im Krieg gefallen sind. Eingeführt wurde diese Regelung durch den Fall der 5 Sullivan Brüder 1942 bei den Solomon Inseln, die im Kriegeinsatz auf dem Kriegsschiff Juno ihr Leben ließen. Meine Meinung: Steven Spielberg hat sich mit "Der Soldat James Ryan" sehr sensibel dem Thema "D-Day" genähert. Auf eindruckvolle aber bedrückende Weise wird vor allem die Landung an der Normandie Küste bei Omaha Beach geschildert. Gedreht wurde hier im irischen County Wexford hauptsächlich mit Handkameras, was die Geschehnisse noch authentischer werden ließ. Doch auch der Cast wurde hochkarätig mit hochklassigen Schauspielern wie Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Giovanni Ribise, Barry Pepper, Adam Goldberg, Vin Diesel, Jeremy Davis, Matt Damon, Paul Giamatti oder Ted Danson bis in die Nebenrollen besetzt. Zudem mussten alle Schauspieler eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen, bei dem sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und Kampftaktiken ausgebildet wurden. Diese Tatsache merkt man auch dem Schauspiel der Charakterdarsteller an, die glaubwürdig ihre Rollen verkörperten. Im Übrigen wird auf der zweiten Disc hierzu ein Special Feature geboten. Doch nicht nur das alleine, sondern auch die führende Hand von Regisseur Steven Spielberg als auch der herausragenden, nahezu poetischen Kameraarbeit von Janusz Kaminski ist es zu verdanken, dass "Der Soldat James Ryan" ein formidables Jahrhundertwerk, eine absolute Referenz seines Genres geworden ist. Und auch wenn die Schlachtsequenzen für manchen Zuschauer zu brutal und schonungslos sein mögen, wirkt dies dennoch zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt und übertrieben, denn hier wird nur vor Auge geführt, was sich damals an jedem 06.Juni des Jahres 1944 an den Küsten der Normandie wirklich ereignete. Dieser Film soll nicht nur unterhalten, sondern das Publikum bewegen, mitfühlen lassen und zum Nachdenken animieren. Mr. Spielberg, Aufgabe zu vollster Zufriedenheit erfüllt! Das Bild: HD-Widescreen (16:9, 1.85:1) Auf den ersten Blick scheint das Bild alles andere als in Ordnung zu sein. Es wirkt nicht nur sehr kühl, sondern auch sehr körnig und stellenweise zu hell. Allerdings sollte hier zwingend berücksichtigt werden, dass dieser Look gewollt so eingesetzt wurde. Kameramann Janusz Kaminski wollte dem Zuschauer kein glatt poliertes, sauberes Kinobild liefern, sondern vielmehr den Eindruck einer Kriegdokumentation vermitteln. Aus diesem Grund ließ er die schwarze Beschichtung der Kameraobjektive entfernen, was dazu führte, dass das Licht dadurch mehr reflektiert wurde und dadurch niedrigere Kontrastwerte und eine höhere Lichtempfindlichkeit entstand. Wie bereits vorhin erwähnt wurden beim Dreh zur Landung an der Normandie Küste Handkameras mit asynchron eingebauten Umlaufblenden einsetzen, was für wacklige und ungleichmäßige Aufnahmen sorgte und diesem Effekt noch mehr unterstütze. Zusätzlich wurde das gesamte Filmmaterial im Bleach Bypass Prozess (um genau zu sein ENR, erfunden von Technicolor) entwickelt. Bei diesem Effekt wird das Bleichen bei der Farbfilmentwicklung entweder komplett oder nur teilweise ausgesetzt. Dadurch wird das Farbbild von einem Schwarz-Weiß-Bild überlagert, demzufolge das Bild mit verminderter Farbsättigung daherkommt, was auch Einflüsse in Bezug auf erhöhten Kontrast und stärkeres Graining hat. In dem Zusammenhang ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gut ausgefallen. Der gewünschte Effekt entfaltet voll seine Wirkung und verleiht dem Film - auch dank eines optimalen Schwarzwertes - eine zusätzlich düstere Atmosphäre. Der Ton: Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1 Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch Leider liegt die deutsche Tonspur lediglich in Dolby Digital 5.1 vor. Nichtsdestotrotz wird hier eine gute Qualität geboten, der es allerdings ein wenig an Dynamik mangelt. Vor allem bei heftigen Explosionen vermisst man ein wenig den Druck der Bässe. Allerdings wird dennoch volle Leistung bei den Surroundkanälen abgeliefert. Insbesondere bei den Kampfszenen zu Beginn des Films wird im Heimkino der Eindruck erweckt man würde sich inmitten der Kriegsgeschehnisse befinden. Deutlich mehr wird indes bei der englischen O-Ton Spur in DTS-HD MA 5.1 gearbeitet. Die Dynamik wurde hier voll ausgelastet und auch die Bässe werden bei den entsprechenden Szenen voll ausgelotet. Hier wird stark an der Referenzmarke gekratzt. Das 24bit Encoding macht sich auf alle Fälle sehr gut bemerkbar. Unterstrichen wird dies mitunter auch von dem herausragenden Score von Steven Spielbergs Haus- und Hofkomponist John Williams, der zu jeder Szene auch die perfekte musikalische Untermalung findet. Special Features: (auf Disc 2) - Eine Einführung zum Film (2:35 min.) - Blick in die Vergangenheit (4:40 min.) - Miller und seine Einheit (8:23 min.) - Boot Camp (7:37 min.) - Die Produktion von Soldat James Ryan (22:05 min.) - Die Neuerschaffung von Omaha Beach: (17:57 min.) - Musik und Sound (15:59 min.) - Schlussgedanken (3:43 min.) - In die Bresche: Der Soldat James Ryan (25:01 min.) - Original Kinotrailer (HD) (2:10 min.) - Re-Release Trailer (HD) (1:59 min.) - Den Krieg filmen (88:05 min.) - Wendecover Das Bonusmaterial auf Disc 2 lässt keinen Grund zur Beschwerde aufkommen. Zwar befinden sich lediglich die Trailer in HD-Auflösung auf der Scheibe, aber auch in Standard Definition können die weiteren Features durchaus überzeugen. So findet man hier nicht nur zusätzliche Informationen zum Film wie z.B. bei den Dokumentationen "Miller und seine Einheit", "Die Neuerschaffung von Omaha Beach", "Die Produktion von Soldat James Ryan" oder "Musik und Sound", sondern auch ergänzende Auskünfte zum historischen Hintergrund. Hierzu befindet sich mit "Den Krieg filmen" ein sehr interessanter und mit knapp anderthalb Stunden Spielzeit ein sehr ausführlicher Bericht über Kriegsberichterstatter mit beim Bonusmaterial. Zusätzlich veranschaulicht "Blick in die Vergangenheit" die Recherche Arbeiten von Steven Spielberg und Drehbuchautor Robert Rodat zu "Der Soldat James Ryan". Hier wurde wirklich zu jedem nur möglichen Gebiet ausreichend Material geboten, um sich zusätzliches Wissen anzueignen. Resumee: Zu Recht hat der Film bei den Academy Awards Verleihungen insgesamt 5 Oscars u.a. für beste Kamera, beste Regie und besten Ton gewonnen. Des Weiteren war "Der Soldat James Ryan" hier in 6 weiteren Kategorien nominiert. Doch auch ohne diese Tatsache kann man unweigerlich das hohe Niveau erkennen, mit dem hier gearbeitet wurde. Und auch wenn viele wieder den Patriotismus in Kritik stellen wollen, wird hier eine wichtige Message vermittelt. Selten wurde der Krieg so schonungslos und rau dargestellt. Nichtsdestotrotz wurde allerdings kein Actionfeuerwerk zelebriert, sondern mit viel Liebe ins Detail und auf Originaltreue die Grausamkeit authentisch in Szene gesetzt. Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Steven Spielberg hier ein wahres Meisterwerk gelungen ist.Umso erfreulicher ist es, dass auch die technische Umsetzung auf das Medium Blu-ray sehr gut gelungen ist. Das Bild lässt, im Rahmen der beabsichtigten Effekte, keine Wünsche offen und auch der Ton liefert gute (deutsche Spur) bis herausragende (englischer Originalton) Werte. Abgerundet mit einer Masse an zusätzlichen Informationen durch die Special Features ist diese Blu-ray eine absolute Pflichtanschaffung für jeden Cineasten. Testequipment: TV: Toshiba 47Z3030D (47") BD-Player: Panasonic DMP-BD30 AV-Verstärker: Denon AVR-1602 Boxen: Magnat Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
114 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
US-Helden,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Wie gut, daß es wenigstens US-Filme gibt, um aus der Geschichte zu lernen. Denn sonst wüßte man nicht, wie toll amerikanische Helden waren. Immer knapp mit den Mitteln verstehen es diese schlauen US-Füchse, dem deutschen Feind eine Falle nach der anderen zu stellen und selbst aus den aussichtslosesten Situationen einen Sieg zu machen. Pfiffig wie Dampfkessel stopfen sie Sprengstoff in ihre Socken, wehren den Feind bei Munitionsmangel mit zielsicher geschleudertem Helm ab und sind nie um ihr Blendax gereinigtes Lächeln zu bringen. So ist es wohl auch zu erklären, daß der ins Militärhistorische umgesetzte Goony-Streifen von Spielberg bei Unkundigen den Eindruck erweckt, als sei die Katastrophe von Omaha so etwa in 20 Minuten mühevoll aber geschickt bereinigt gewesen. Tatsächlich steckten die US-Truppen den ganzen Tag dort fest und wurden zu Tausenden pausenlos abgemetzelt. Man erwog ernsthaft den Rückzug. Hier nicht, denn die Kampfkraft der US-Kämpfer ist wie immer schier unglaublich. Mit kaugummibefestigten Spiegeln am Bajonett tricksen sie sich aus der Affaire und liefern US Kaugummi-Produzenten neue Werbe-Ideen. Mit jedem sparsamen Schuß räumen sie mindestens drei bis fünf Deutsche ab, die oft wie Kegel auf der Bowling-Bahn spektakulär durch das Set purzeln. Manch andere Deutsche werden später im Film nach einem Gewehrschuß in ihren offenen Panzer als lebende Fackeln durch die Straßen geistern, wohl um einen Wassereimer zu suchen. Man kann nur staunen, was in ihren Stahlkisten da so alles brennen soll. Denn die Wehrmacht führte bei ihren Kampffahrzeugen wie andere auch aus gutem Grund den Sprit nicht in der Fahrgastzelle und Munition brennt nicht, sie detoniert (Granaten) oder explodiert (Treibsätze). Aber es sieht immerhin eindrucksvoll aus. In diesem Film entsteht über weite Strecken eine Schießbuden-Atmosphäre. Man wartet nur darauf, daß wieder ein paar Deutsche aus den Ecken springen, die dann wie der laufende Keiler in der Schießbahn abgeflitscht werden. Deutsche Deppen hingegen können kiloweise Munition auf einen US-Kämpfer abknattern und man kann sicher sein, daß sie zumindest nach Omaha nur noch selten treffen, sie haben es inzwischen wohl verlernt. Die ganz seltenen Fälle, wo dies doch einmal geschieht, sind eher Zufälle oder der Finger Gottes im Gang der Geschichte. Dankenswerterweise dürfen wir es in diesem Film variantenreicher Tode miterleben, wie einem der schon am Boden liegenden US-Kämpen von einem kampfesbeseelten Soldaten der Waffen-SS unter der mystischen Beschwörung "Ist besser so, hast´s schneller hinter dir !" der eigene Dolch millimeterweise in die Brust gedrückt wird, begleitet von bezeichnenden Knirsch-Geräuschen. Ähnlichkeiten mit Ritualszenen aus Indiana Jones könnten nur Böswillige entdecken. Das Erzählprinzip hat Hollywoodtradition: Ab dem 27. gekillten Deutschen darf ein US-Held seinen Heimgang inszenieren. Dafür sind mindestens 5 bis 7 Minuten Film zu spendieren wobei es auch nicht an besinnlichen und zitierfähigen Bemerkungen erschütterter Kameraden fehlen darf. Deutsche werden hingegen verheizt wie die Dummies im Crashtest, sie fliegen wie leere Cola- Dosen ins Gebüsch, die Kamera interessiert dies dann nicht mehr. Der aufwendige Film über die Rettung vom Leben des Bryan (englisch: Saving Private Ryan) aus Steven Spielbergs Filmschmiede ist nicht den historischen Fakten des Themas gewidmet, sondern der Selbstbeweihräucherung einer Nation, die sich in Filmphantasien ihre Vergangenheit selbst erfindet. So, wie dies weiland J.F. Kennedy tat mit seiner erfundenen Kriegsheldengeschichte aus dem Pazifik, in der aus seinem angeborenen Rückenleiden wunderbarerweise eine Kriegsverletzung wurde. Wird etwa die Realität der US-Geschichte heutigen Erwartungen so wenig gerecht, daß die Traumwelt einiger Filme dies kompensieren soll ? Dem Streifen von Spielberg, der offenbar solchem Konzept verpflichtet ist, gelingt die fragwürdige Kunst, sich von einem ausgezeichneten, stellenweise erstklassigen technisch-ästhetischen Standard über drei Stunden hinweg konsequent durchzuarbeiten bis zum musikdurchdudelten Nullpunkt, an dem abschließend das leichtwehende Tuch einer halbdurchsichtigen US-Fahne vor dem düsteren Götterhimmel von Manitous ewigen Jagdgründen lodert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Saving Private Ryan - Ein Meisterwerk ?,
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (Special-DTS-Edition, 2 DVDs) (DVD)
Nein, ein Meisterwerk ist der Film definitiv nicht. Eindeutig überdurchschnittlich, auf der anderen Seite allerdings mit zahlreichen Schwachpunkten versehen, die fünf Punkte nicht gestatten.Über die beeindruckende Anfangssequenz wurde genug geschrieben, faszinierend ist aber m.E., dass man bei dem Gedanken, eines der Landungsboote verlassen zu müssen, selbst als Zuschauer Angst bekommt. Eine solchermaßen das Publikum fesselnde Szene ist ein wirklicher Beweis für das handwerkliche Können eines Jahrhundert-Regisseurs. Was nach der Einführung kommt, ist leider nur noch Dutzendware. Zwar weist die Rettungs-Story, die ja bewußt kontrovers diskutiert werden will, noch einen interessanten Ansatz auf, dieser wird aber durch zahlreiche Klischees weitgehend dem Erdboden gleichgemacht. Spielberg hat keinen Anti-Kriegsfilm geschaffen, das wollte er sicher auch nicht. Vielmehr wird auch hier der heldenhafte Kampf von Gutmenschen gegen das Grauen in der Welt geschildert und dabei die Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens postuliert. Streng genommen hätte man das Szenario auch in den amerikanischen Bürgerkrieg oder die napoleonischen Kriege verlegen können, die Aussage wäre die gleiche geblieben. Diese Hauptausrichtung des Films macht es dann auch erforderlich, dass der Gegner zum einen als unfair - z.T. auch heimtückisch, man denke an die Szene, als das französische Kind gerettet werden soll - und zum anderen als dumm beschrieben wird. Dies ist vor dem Hintergrund der Grundauslegung des Films zwar folgerichtig, für den kritischen Zuschauer aber indiskutabel. Dass der Kampf gegen die deutschen Truppen in der Tat auch ein Kampf gegen das Böse war, ist unstrittig (wie sagte Henning von Tresckow, Mit-Initiator des 20. Juli: Hilter ist der Erzfeind der Welt). Das heißt aber nicht, dass alle Soldaten des Nazi-Staates ebenfalls bösartig - und in Spielberg's Film auch noch dumm - sind, sicherlich kann dies noch nicht einmal von der Waffen-SS pauschal behauptet werden. Vor dem Hintergrund, dass in zahlreichen Kriegsfilmen der Gegner als unfair und unfähig gezeichnet wird - man denke an die Briten in Emmerich's DER PATRIOT -, erscheint diese Problematik aber nicht weiter diskussionsbedürftig. Leider verwenden viele Hollywood-Kriegsfilme der letzten Zeit die Dummheit des Gegners und damit verbunden dessen exorbitante Verluste als Stilmittel. Spielberg's Film macht da leider keine Ausnahme. Ein wenig mehr Realismus hätte der Film durchaus vertragen. Als Beispiel, wie man es besser macht, ist hier Attenborough's DIE BRÜCKE VON ARNHEIM anzuführen. Das mit Abstand kritikwürdigste Element des Films wird dem Zuschauer aber am Schluss präsentiert: die Truppe um Tom Hanks nennt die Ruinen, in welchen sie sich verschanzen, "Alamo" - gewissermassen als Sinnbild für eine notwendige und angebrachte Selbstopferung. Unterirdisch. Alles in allem ein durchwachsener Film, bei dem es nur der Einstiegsszene gelingt, Kinogeschichte zu schreiben. Hintergründige Werke, die den Kampf zwischen Allierten und Deutschen zeigen und dabei das Kampf-gegen-das-Böse-Thema wesentlich geschickter aufgreifen gibt es nur wenige. Vilsmaier's STALINGRAD und Petersen's DAS BOOT zählen zu ihnen. Als Charakterstudie ist zusätzlich noch DIE JUNGEN LÖWEN mit Marlon Brando zu empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Auf der Suche nach dem realen Krieg?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Viele haben ihn im Kino gesehen, viele haben ihn auf DVD gesehen. Ich muss gestehen, ich habe beides getan. Schon damals war man wegen der realistischen Darstellung des Krieges schockiert. Viele sind es auch heute noch...Doch macht man hier nicht den Fehler, das voyeuriste Sterben aus der ersten Reihe als Realismus zu bezeichnen? Ist alleinig die Darstellung von Kugelhagel und Blut die Wahrheit der Grausamkeit des Krieges? Wie ich finde Nein! Die realistische Darstellung aus "Der Soldat James Ryan" zeigt doch einige Schwaechen und wird ihrem Anspruch nicht gerecht. Was so hoch gelobt wurde, hatten andere Filme schon wesentlich besser dargestellt und sind mit wesentlich weniger drastischen Szenen ausgekommen. Waehrend man ueber die ersten Minuten noch streiten kann, wieviel Realismus hier tatsaechlich verstanden ist. So driftet die Geschichte dann schnell ab. Ein Zug Soldaten soll hinter die feindlichen Linien um einen zu retten, der wahrscheinlich schon garnicht mehr lebt. Das ist der Stoff aus dem man tolle Geschichten macht. Mehr als eine solche ist es allerdings auch nicht. Wenn man die Geschichte der Invasion etwas kennt, dann weiss man auch um die Anstrengungen, die dafuer noetig waren. Ein Scheitern haette wahrscheinlich auch die Niederlage Englands bedeutet. Zu einer zweiten waere man nicht faehig gewesen. Doch anscheinend kann man auf eine ganze Gruppe verzichten. Und weil dann schon die Mission so wichtig ist, da nimmt man auch noch ein Maschinengewehrnest aus, fuer dessen Vernichtung man eine freie Flaeche ueberqueren muss. Ich bin davon ueberzeugt, dass 1944 eine solche Stellung auf diese Art nicht auszuheben war! Und so geht mehr und mehr der propagierte Realismus vor die Hunde. Spielberg hat einen Kriegsfilm gemacht, einen von vielen und damit hoert es auch schon auf. Interessanterweise werden auch Kriegsverbrechen der Allierten gezeigt. Doch es fehlt ihnen jegliche Verurteilung. Es wird dem Zuschauer einfach nicht klar, dass es nicht vertretbar ist, Menschen verbrennen zu lassen, Gefangene zu erschiessen oder ihre Todesangst laecherlich zu machen. Das es nicht geht, dass man das Sterben jeden Amerikaners ausweidet, minutioes sein leiden festhaelt und den Gegner in der grossen dunkelen Masse sterben laesst. Seinen Anspruch kann er nicht halten und gerade jemand mit der Geschichte Spielbergs sollte nicht so mit dieser Zeit verfahren! Schon garnicht nach einem Film wie Schindlers Liste!!! Ich empfehle Filme wie das Boot, die Bruecke, im Westen nichts neues, Platoon, the day after, der schmale Grat oder auch Stalingrad. Vielleicht ist es einfach ein Problem der US-Gesellschaft, den Krieg groesstenteils nie gesehen zu haben. Waehrend in Europa jeder ueber 20 jaehrige Grosseltern haben, die ihre Sicht der Dinge weitergaben, die Zerstoerung, das Leid und den Tod des Krieges selbst erlebten. Man geht hier einfach anders mit dem Thema um, versucht etwas zu vermitteln, dass ueber ein Heldenepos hinaus geht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Stevie S. und wie er die Welt sah,
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Als ich mir den Film vor einigen Monaten zum ersten mal ansah war ich anfänglich schwer beeindruckt. Die ersten ca. 20 Minuten sind ein Feuerwerk der Effekte und lassen kaum Zeit zum Luft schnappen. Den Namen Anti-Kriegsfilm trägt dieser Film zu Recht, dachte ich zu diesem Zeitpunkt.Kurz danach war aber leider schon wieder Sense mit dieser relativ realistischen Darstellung des Überlebenskampfes der Soldaten. Ein bißchen Pathos hier, ein paar markige Sprüche dort und zwischendurch werden auch mal ein paar Deutsche erschossen, die - nebenbei bemerkt - herumstehen und -laufen, als hätte man sie gerade erst von der Nabelschnur der Mutter getrennt. Es verwundert daher eigentlich nur, dass die amerikanischen Fallschirmjäger nicht direkt über dem Führerbunker in Berlin abgesprungen sind - so hätte man sich doch einiges an Zeit erspart. Kurz gesagt: Tolle Typen-Truppe läuft durch die Normandie auf der Suche nach dem Privat Ryan, kloppt Sprüche, erlebt Abenteuer und tötet hier und dort ein paar Wehrmachts- und SS-Trupps. Das stört nicht weiter, da die deutschen Soldaten alle aussehen, als kämen sie gerade von nem dreitägigen Störkraft-Konzert. Gegen Ende des Films wird James Ryan endlich aufgespürt. Aber welch unverhoffte Wendung: James möchte nicht zurück - obwohl seine Brüder alle getötet wurden - sondern für sein Land und die gute Sache weiter kämpfen. Daran ist ja auch an sich nichts weiter auszusetzen - aus heutiger Sicht jedenfalls - jedoch war der "einfachen" Bevölkerung in den U.S.A. zum damaligen Zeitpunkt keineswegs alles über die Greueltaten der Nationalsozialisten bekannt. Im Gegenteil - es gab in der amerikanischen Gesellschaft eine nicht unerhebliche Strömung, die gegen einen Krieg gegen Deutschland war und die sogar zum Teil mit der nationalsozialistischen Idee sympathisierte. Man muss natürlich nicht immer alles völlig korrekt darstellen und etwas Fantasie gehört ja auch zu einem Film - sonst wär es ja eine Dokumentation - aber trotzdem ist diese Darstellung der Kriegshandlungen so banal, dass von einer Ehrung der getöteten amerikanischen Soldaten durch diesen Film meiner Meinung nach nicht die Rede sein kann. Zum Schluss gibts dann endlich noch ein "Showdown" in einem ausgebrannten französischen Dorf, wo unsere charismatische Super-Bande noch einmal alles geben muss um zu überleben. Dies gelingt - natürlich gegen einen vielfach überlegenen Waffen-SS-Zug mit Panther V Panzer - jedoch nur zwei oder drei von Ihnen. Macht aber nichts, da alle wissen wofür sie gestorben sind, James überlebt und letztendlich wohlbehalten zu seiner Mutter zurück kehrt. Danke hierfür! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Überschätzt,
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Ich habe jetzt nicht alle Rezessionen gelesen, aber bezüglich der amazon.com Rezession .... Omaha Beach liegt nicht einmal in der Nähe von Dünkirchen.In Dünkirchen wurden die allierten Streitkräfte ( Briten und Franzosen ) 1940 eingeschlossen, und dann großteils in der Operation Dynamo evakuiert. Omaha Beach liegt etwa 200 km westlich in der Normandie. Ob es sich um den besten Film handelt, bleibt der subjekiven Meinung überlassen. Der Anfang ist der beste Teil vom Film. Ansonsten werden die Deutschen wie schon erwähnt als Idiotentruppe dargestellt. Mal abgesehen von einigen Ausnahmen ...etwa wenn Tom Hanks beim deutschen Scharfschützen sagt " Wir würden es genau so machen",aber zehn Sekunden später "erledigt" der amerikanische Scharfschütze dieses Problem mit dem ersten Schuss. Dieser Film folgt der guten ( amerikanischen ) Filmtradition die Deutschen als dumm und hinterhältig darzustellen. In diesem Sinne sei auf "Pearl Harbor " verwiesen , in diesem Film sagt Ben Affleck ,"sein Freund sei wie die Deutschen, die schießen einem auch in den Rücken" Nicht erwähnt hierbei wird, dass dies normale Luftkampftaktik ist. Erwähnenswerte Ausnahmen von diesem Schema sind : Im Westen nichts Neues ( Wobei ich die Version USA 1930s besser finde ) Der längste Tag One bridge to far ( Die Brücke von Arnheim ) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
69 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ein Kinoerlebnis, was ich niemals vergessen werde...,
Von Stevo (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Eins vorweg. Mein Großvater ist in Stalingrad Ende 1942 als vermisst erklärt worden und ist nicht mehr zurückgekehrt. Als mein Vater mir die Geschichte über den letzten Menschen, der seinen Vater lebend gesehen hat, erzählte, war das wohl einer der prägendsten Momente meiner Kindheit. So wurde für mich der 2. Weltkrieg und die damit verbundene deutsche bzw. Weltgeschichte zu einem Teil meines Lebens.1998 war "Full Metal Jacket" für mich bis dato (und heute) der einzig echte Antikriegsfilm (auch Wege des Ruhms, Das Boot, Im Westen nichts Neues und Platoon hatten ihre Schwächen). Wie lange habe ich auf einen Film über den 2.WK gewartet, der auch nur annähernd an die Qualität von Kubrick's Werk heranreicht? Und dann das! "Der Soldat James Rayn" wurde in der Presse fast gänzlich als bester 2.WK Kriegsfilm aller Zeiten angepriesen und für seine überaus realistische Darstellung des Krieges gelobt. Da musste ich natürlich rein. Ich hatte wirklich Herzklopfen, wie niemals zuvor, als der Film begann. Und was für ein grandioser Start: Die Soldaten nervös, als wenn sie auf den Weg zu ihrer Hinrichtung wären, die Klappen ihrer Landungsboote gehen runter und MG Feuer zerfetzt ihre Extremitäten, Organe und Gehirne. Man hatte wirklich das Gefühl, dabei zu sein. Ich war zu der Zeit selber bei der Bundeswehr und habe mit nahezu identischen Maschinengewehren Schießübungen mit scharfer Munition abgehalten. Genau so hätte ich mir das vorgestellt, ohne Deckung unter Beschuß genommen zu werden. Der völlige Kontrast zu den ersten 20 Minuten, ja fast schon ein Rechtfertigungsversuch für das Massensterben im 2.WK. Spielberg hat mit seiner Moralisierung dieses äußerst sensiblen und existentiellen Themas versucht, den Kampf der US Truppen gegen Nazideutschland zu rechtfertigen. Rechtfertigen kann man das aber nur politisch, aber definitiv nicht durch den Krieg selbst! Krieg ist eben nicht Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, Krieg ist eben nur Krieg, nichts anderes. Nicht umsonst befinden wir uns auch heute wieder in einer heißen Phase der Kriegsführung. Im Zuge einer jahrelang anhaltenden Bewusstseinsveränderung haben solche und andere Machwerke dazu beigetragen, daß heute wieder Militärs im Kosovo, Afghanistan und Irak etc. stehen! Fazit: Dieser Film hat in seiner Wirkung nicht nur vollkommen versagt, sondern genau die Kräfte gestärkt, die er eigentlich bekämpfen sollte... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
216 von 289 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Völlig überschätzter Film,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Auch nach mehrmaligem Anschauen, kann ich nicht begreifen, was an diesem Film so toll sein soll. Abgesehen von einer Sache: Der Landung in der Normandie am Anfang des Films!Gut, einige Sachen sind nicht 100% realistisch, so z.B. die Tatsache, dass den Alliierten am Omaha Sektor in Wirklichkeit erst mit der 3. Angriffswelle der Durchbruch gelang. Eigentlich hätten also schon massenweise Tote am Strand liegen müssen, als sich für Tom Hanks die Luken öffnen. Ausserdem wird nichts von der riesigen Schiffsflotte gezeigt, die die deutschen Verteidiger stundenlang unter Artilleriefeuer nahm. Das war in "Der längste Tag" besser dargestellt. Aber was die Erstürmung des Strandabschnitts betrifft, so ist es das realste Stück Kriegsfilm, das ich bisher sah. Grandios! Man spürt förmlich die Todesangst der unter Dauerfeuer liegenden Soldaten. Vorrücken ist Selbstmord. Dableiben ist Selbstmord. Zurück ins Wasser wäre ebenfalls Selbstmord. Diese Stelle des Films zeigt den Krieg, wie er wirklich gewesen sein muss. Brutalster Horror für alle Beteiligten. Wenn der Film auch nur 10% des Realitätsgrades der Anfangsszene behalten hätte, würde ich ihm mindestens 4 Sterne geben. Aber was nach dieser Szene kommt, ist nichts als billigster Ami-Pathos-Kitsch, der mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat. Die Deutschen sind charakterlose, dumme Schießbudenfiguren, die nichts zu tun haben, als scharenweise ins Gewehrfeuer unserer Superhelden zu rennen. Warum müssen sich die Amis immer so darstellen? Dasselbe Muster zieht sich durch fast alle Vietnam-Filme. Müssen sie etwas kompensieren? In amerikansischen Kinos wurde jedenfalls bei jedem abgeschossenen Deutschen in Saving Private Ryan gejubelt und wenn ich mir die Darstellung der kurzgeschorenen Krauts anschaue, ist das auch durchaus verständlich. Die Deutschen sind nämlich nicht nur dumm und feige in diesem Film, sie sind vor allem äußerst hinterhältig und gemein. (Beispiel: Tom Hanks gibt die Order einen gefangenen Deutschen (der sich vor Angst natürlich in die Hosen macht, ein Ami wäre da tapferer) freizulassen, anstatt ihn zu erschießen. Natürlich ist es genau dieser Soldat, der den guten Tom am Ende des Films feige abknallt. (Wenn man schon einem Deutschen hilft...) Ich frag mich wirklich, wie diese idiotischen Krauts den Weg nach Frankreich überhaupt gefunden haben und wie schlecht die anderen Armeen Europas wohl sein müssen, um von denen geschlagen worden zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der Soldat James Ryan (2 DVDs) von Steven Spielberg (DVD - 2003)
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