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86 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich war dabei
Als Stammgast der Diskothek SOUND von 1975 bis 1981 kann ich den Film nur vollinhaltlich bestätigen. Ein Detail an das ich mich gut erinnere, im Film aber nicht so gut rauskommt: die über dem Griff abgesägten WC-Türen. Das war am Anfang gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber eine wichtige, für Einige eine lebensrettende Maßnahme...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2006 von charly

versus
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von wegen restauriert
Über den Film selbst ist ja schon genug geschrieben worden. Ich beziehe mich hier speziell auf die Blu-Ray. Da ich auch die DVD besitze, konnte ich sehr gut vergleichen. Und was soll ich sagen,
die Bildqualität ist nur minimal besser wie auf der DVD. Ich behaupte sogar, wenn jemand den Film sieht kann er nicht unterscheiden, ist jetzt die Blu-Ray oder die...
Veröffentlicht am 21. Juni 2012 von Mr. Perfect


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86 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich war dabei, 17. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
Als Stammgast der Diskothek SOUND von 1975 bis 1981 kann ich den Film nur vollinhaltlich bestätigen. Ein Detail an das ich mich gut erinnere, im Film aber nicht so gut rauskommt: die über dem Griff abgesägten WC-Türen. Das war am Anfang gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber eine wichtige, für Einige eine lebensrettende Maßnahme. Drücker konnten dadurch rechtzeitig rausgeholt werden (siehe Film, ca. 0:11.00). Treffend dargestellt ist auch die Änderung im sprachlichen Bereich "Szene-Sprache", so wie das im "normalen" Leben auch ist (bei Computer-/Technik-/Auto-/Freaks, ...).
An Christiane Vera F. kann ich mich noch erinnern, im SOUND habe ich sie einige Male gesehen. Beim Abholen eines Bahnexpress Pakets am Bahnhof Zoo war ich sehr überrascht bekannte Gesichter aus Sound zu sehen. Vorher dachte ich die reden nur davon (vom auf den Strich gehen) um Eindruck zu schinden und ihre persönliche Entwicklung in Richtung Erwachsen-werden zu dokumentieren.
Hilfe für Süchtige gab es damals (außer im Krankenhaus, Bonhoeffer-Klinik) durch Entzugshilfevereine wie Narkanon (ein Ableger von Scientology Church, dort war Christiane, kommt im Buch vor aber nicht im Film) und Synanon. Synanon gibt es - nach massiven finanziellen Turbulenzen - noch immer. Die Erfolgschancen waren damals bei Synanon recht gut, ich würde auch heute noch Freunde oder nahe Angehörige Synanon anvertrauen. Ganz einfach deshalb, weil sie Freunden von mir geholfen/ihnen das Leben gerettet haben.
Mein Lieblingskapitel im Film ist "voll drauf", im Bahnhof Zoo relativ zügig gedreht mit Laienschauspielern und daher sehr authentisch.
Würde ich Leuten von damals begegnen, wie würde ich sie behandeln? wie Geschwister, wir waren ja so etwas wie eine Familie. Im Gegensatz zu den Anmach-Diskos (zB Flash-Point, ohne Mädels anmachen wäre man da gleich dem anderen Ufer zugeordnet worden) gab es im Sound einen eher geschwisterlichen Umgang.
Für mich ist das ein Dokumentarfilm und die Schilderungen sind keineswegs übertrieben.
Anmerkung für alle Kritiker: ich weiß...
...im Film fehlt einiges aus dem Buch - geht nicht anders, der Film würde sonst zu lang werden;
...im Buch fehlt einiges aus dem realen Leben - schon mal an ein Junkie-Begräbnis gedacht, mit ein paar wenigen gleichaltrigen Freunden und einer kleinen Abordnung aus dem SOUND?
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50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hart, schockierend, atmosphaerisch, 24. Juli 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
Christiane F. - Dies ist also die Verfilumg zum erschuetternden Buch aus den 70ern.

Nicht weniger erschuetternd ist auch der Film.

Hervorragend umgesetzt, nicht gerade mit einer immens hohen Spannungskurve, was aber auch nicht erforderlich ist, aber mit viel Gefuehl, trauriger, beaengstigender und gefaehrlich wirkender Atmosphaere und trotz ihres Alters erstaunlich guten Schauspielern.

Von denen ist natuerlich an erster Stelle Natja Brunckhorst (Christiane F. spielend) zu erwaehnen. Kaum zu glauben, dass ein so junges Maedchen so ueberzeugend ein Drogenabhaengige mit all ihren Problemen verkoerpern kann!

Man fuehlt richtig mit ihr und ist am Ende froh, dass man selbst nicht so ein Leben gefuehrt hat, vor allem, da diese Geschichte

eine wahre Begebenheit ist!

Deer ganze Film ist duester und trist gehalten, mit negativ auswirkender Filmmusik und vielen dunkelen Gestalten im Berlin der 70er und 80er Jahre.

Alles in allem eine Atmosphaere ohne Lichtblicke, von der man selber traurig und bedrueckt gestimmt wird.

Dazu traegt auch die nicht uebertriebene Gewalt, oft psychische aber auch aeusserst brutale (Sado-Masochistische Szenen, detailliert dargestelltes Injizieren von Heroin,...) Gewalt, bei.

Nich umsonst ist dieser Film in vielen Laendern restricted und ohne Jugendfreigabe!

Nachdem wir den Film in der Schule gesehen haben (10. Klasse), sind alle erstmal ein paar Minuten wie versteinert sitzengeblieben, weil dieser Film und die Geschichte einen wirklich mitgenommen hat!

Nichtsdestotrotz ein handwerklich sehr guter Film mit erstaunlich guten Akteuren und viel, viel Tragik und Gewalt!

Auch wenn das Buch mehr Details enthaelt - bei einer Laufzeit von 135 Min kann man micht von zu knapp erzaehlter Story sprechen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krass..., 22. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
...und teilweise schon widerlich entwürdigend...aber das ist wahrscheinlich genau das, was Drogenjunkies selbst aus sich machen...Der Anfang vom Film hat mich wenig begeistert, ich habe Zusammenhänge nicht richtig verstanden...z.B., wie ist sie zu den Drogentypen überhaupt gekommen? Und wo war eigentlich ihre Mutter? Vor allem zweifelte ich an der 16er Freigabe und dachte mir: naja, damals vielleicht, aber heutzutage gibt es schlimmeres, was ab 12 Jahren freigegeben ist?! Jedenfalls hat der Film nach einem guten Drittel dann doch eine Drehung gemacht und kippte teilweise wirklich ins Extreme ab. So sieht man Junkies, die sich Spritzen in den Hals verpassen, blutiges Besteck in der Toilette spülen, zusammen entziehen und sich da gegenseitig auf Deutsch vollkotzen usw....und das alles passiert einer 13jährigen und das sieht alles wirklich echt aus!!! Natürlich kennt man diese Situationen aus diversen Dokumentationen und ab einem gewissen Punkt hatte ich wirklich das Gefühl, ich gucke eine Doku grade... für die Zeit, aus der der Film stammt hätte ich das nicht erwartet!!! Fazit ist, ich habe mir nun das Buch gekauft, um, wie ich gelesen habe, einige Logiklöcher des Films noch zu klären, trotzdem bekommt er von mir 4 Sterne und den Hinweis, ihn doch vielleicht früher freizugeben und an Schulen standardmässig zu zeigen!!!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutscher Klassiker, 26. November 2000
Von 
Volker Hartung - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
Ein deutscher Klassiker, der das Wiedersehen lohnt. Drei Bemerkungen dazu:
1. Den Tatsachenbericht der Christiane F. zu verfilmen, war sicherlich ein Wagnis. Jegliche Auseinandersetzung mit dem Thema, die es nicht reißerisch ausnutzt, muß man einfach loben. 2. Entstanden ist eine fesselnde, deprimierende Schilderung des Milieus mit beeindruckenden Darstellern und gut gewählter musikalischer Untermalung von David Bowie. Um seine Zielgruppe zu erreichen, mußte der Film unterhalten, und das ist glücklicherweise auch gelungen. 3. Filmerisch gesehen gibt es etliches auszusetzen. Neben brillanten Szenen gibt es auch einige plakative Dialoge; nicht immer findet Edel eine Bildersprache, die sich vom Niveau eines Fernsehspiels löst. So sehr ich übrigens die Leistung der damals tatsächlich erst 14jährigen Natja Brunckhorst bewundere, halte ich es doch für bedenklich, ein so junges Mädchen den Strapazen einer solchen Rolle auszusetzen. Auf diesen Grad von Authentizität hätte man zu Gunsten einer älteren Schauspielerin verzichten sollen.
Zur DVD: Das Bild ist in Ordnung, wenn auch vom Kinoformat fast auf 4:3 aufgebläht. Der Dolby-Digital-5.1-"Remix" ist allerdings ein Witz. Ehrlicher wäre eine gute Stereomischung gewesen. Als Extras gibt es ein paar Texttafeln.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von wegen restauriert, 21. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Film selbst ist ja schon genug geschrieben worden. Ich beziehe mich hier speziell auf die Blu-Ray. Da ich auch die DVD besitze, konnte ich sehr gut vergleichen. Und was soll ich sagen,
die Bildqualität ist nur minimal besser wie auf der DVD. Ich behaupte sogar, wenn jemand den Film sieht kann er nicht unterscheiden, ist jetzt die Blu-Ray oder die DVD im Player. Den Vogel
schießt aber der Ton ab. Hier haben wir zwei deutsche Tonspuren (5.1 und 2.0). Als ich nun zwischen den beiden Tonspuren wechselte, konnte ich absolut keinen Unterschied feststellen. Also zur
Erklärung: man hört eigentlich sofort, ob zwei oder alle fünf Lautsprecher angesprochen werden. Und das Beste kommt zum Schluß: der Ton auf der DVD ist deutlich besser. Gerade die Passage wo
David Bowie singt kann man den Unterschied gut hören. Leider werden wir Blu-Ray Fans oft abgezockt, wo erstmal ein Film in minderwertiger Qualität und später noch mal in deutlich besserer
Qualität vermarktet wird. (Beispiele: Der Schatz im Silbersee, Total Recall, Zurück in die Zukunft) Ich kann jedenfalls nur vor dem Kauf warnen. Die Blu-Ray habe ich jedenfalls an Amazon
zurück geschickt. Alles lief problemlos, habe mein Geld bereits wieder auf mein Konto.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweitauflage von Arthaus gefällt durch gutes Coverdesign, 18. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...ohne Zweifel handelt es sich um einen hervorragenden deutschen Film.

Die Umsetzung von der Buchvorlage ins Visuelle ist Uli Edel in allen
Beziehungen gelungen und die ewig schlaue Kritikeraussage: -Das Buch ist
besser!- möge bitte verstummen.

Der Film wird hier in seiner zweiten DVD Veröffentlichung im schön
gestaltetem Booklet angeboten.

Wer in Anbetracht der DVD- Umsetzung jetzt auch eine digitale Meisterleistung
erwartet- der wird ziemlich enttäuscht sein. Denn das Umgesetzte hebt sich
in keiner Weise von der Erstauflage ab.

Die Farben sind in Anbetracht der Thematik blass und deshalb auch richtig gewählt.

Trotz der ganzen Anführungen möchte ich die Auflage von Arthaus empfehlen, da
diese sich mit einem sehr gutem Coverdisign weit von der Erstauflage abhebt.

Der FSK Buttom kann leider nicht entfernt werden.

Extras werden keine angeboten.
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5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser "Klassiker", 2. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
DVD-Version, über die ich hier spreche: "Original-Version", nicht die überarbeitete Fassung.

Zunächst muss ich sagen, dass ich meine Rezension in zwei Teile spalten möchte. Ein Teil soll sich auf die DVD und die Umsetzung des Films beziehen, der andere auf die Handlung und den Kontext (Spoilerwarnungen vorhanden, keine Sorge).

DVD:
Die Qualität ist - in Anbetracht des Alters des Films - völlig in Ordnung. Ich habe mit Absicht die "originale" Version gewählt (wobei sich natürlich bei einem Film von 1981, der vor dem Zeitalter der DVDs erschienen ist um den Begriff Originalität streiten lässt) und nicht die ebenfalls hier verfügbare überarbeitete Version. Daher kann und möchte ich mich in der Hinsicht nicht beschweren. Da ich die andere Version nicht kenne, fällt ein Vergleich an dieser Stelle leider weg. Meiner Meinung nach ist es aber keineswegs ein Nachteil für den Film, dass die Qualität nicht vergleichbar ist mit der heutigen. Die Handlung spielt schließlich in einer anderen Zeit und gerade durch die Elemente, die von vielen Menschen als Nachteil bei älteren Filmen angesehen werden, erlangt der Film mMn einiges an Atmosphäre und vor allem Authentizität, die er nicht hätte, wenn er erst vor ein paar Jahren in Bluray-Qualität gemacht worden wäre. Ganz abgesehen davon, dass die Schauplätze dann nicht mehr original gewesen wären.
Das Bonusmaterial ist - wie nicht anders zu erwarten war - mager. Offenbar hat man mit viel gutem Willen ein bisschen was zusammengekratzt, was annähernd etwas mit dem Film zu tun hat. (Wobei die paar Trailer für andere DVDs rausfallen, die haben wirklich überhaupt nichts mit dem Film zu tun.) Da es sich um einen deutschen Film dieses beachtlichen Alters handelt, habe ich aber auch kein Making Of erwartet. Soweit ich weiß, war das auch damals nicht üblich und ich bin froh, dass wenigstens etwas Material dabei ist. Schöner hätte ich allerdings ein Statement von Christiane F. zum Beispiel zu dem Film gefunden in Videoform, ein kurzes Interview. Das wäre ja auch nachträglich machbar gewesen, falls sie interessiert gewesen wäre.

Film (SPOILER VORHANDEN):
Ich habe zuerst das Buch gelesen - mehrmals - und mir dann den Film angeschaut - ebenfalls mehrmals. Die Geschichte ist für mich immer wieder mit einer traurigen Faszination verbunden. Ich komme aus einer anderen Generation und die mangelnde Aufklärung, die generelle Mentalität, die rechtlichen Umstände sowie die fehlenden Einrichtungen für Opfer solcher Drogen kommen mir jedes Mal aufs Neue suspekt vor. Ich finde, dass der Film mit dem Klischee deutscher Filme (die, wie ich leider sagen muss, meistens nicht meinen Geschmack treffen) grundsätzlich bricht (oder aber es liegt an seinem Alter, da ich keine anderen deutschen Filme aus der Zeit kenne, kann ich darüber schwer urteilen). Möglicherweise ist das auch einfach der Fall, weil es eine Buchverfilmung ist. Natürlich gibt es bei Buchverfilmungen immer das Problem, dass nicht alles reinpasst. Daher empfehle ich jedem, sich das Buch zusätzlich durchzulesen. Ich hätte mir zum Beispiel detailliertere Schilderungen über die Dreierkonstellation Babsi Stella Christiane gewünscht, mehr zum Strich-Alltag. Im Film wird hauptsächlich Detlef als Prostituierter gezeigt, wobei Christiane nur in wenigen Momenten aus Verzweiflung darauf zurückgreift. Im Buch ist die Situation aber noch verfahrener und extremer. Auch fehlen die mehreren Entzugsversuche, die zu noch größerer Resiginierung führen. Um das Ganze noch umfassender zu schildern, hätte man aber natürlich auch noch mehr Zeit gebraucht. Was ich damit eigentlich sagen will: Wer nur den Film guckt, dem fehlt noch einiges an Information und Hintergrundinformation zur Geschichte.

Insgesamt bin ich sehr zurfrieden mit der DVD und kann sie nur jedem ans Herz legen - aber bitte in Kombination mit dem Buch, wenn man nichts verpassen will! :)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was viele immer wieder zu vergessen scheinen...., 4. November 2007
Von 
Torment-Praxus - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
was viele immer wieder zu vergessen scheinen (diejenigen sind gemeint die nimmermüde werden zu bemängeln dass der film nicht zu 100% dem buch entspricht etc.)....

....ist die tatsache das "bücher" fast niemals "narbenlos" in einen film portiert werden können. zu grundverschieden sind sich beide genres: hier der (meist) einzelne schreiberling, der ohne rücksicht auf die zeit und nach lust und laune einfach drauflos kritzeln kann (sofern es sich nicht um einen "lohnschreiber" handelt der auf gedeih und verderb einen ablieferungstermin einzuhalten hat.)....

....dort oft eine ganze herschar an produzenten, drehbuchautoren, regieseuren, schauspieler, bühnenbildner, techniker, kameramännern/frauen, makeup-artists u.s.w. u.s.f. welche sich aber genau in diesen engen schranken, in diesen eng abgesteckten grenzen bewegen müssen.

von daher gesehen ist dieser film mit sicherheit als ein kleines meisterwerk der deutschen filmkunst der anfang 80ziger jahre zu betrachten.

selten wurde so tief und zugleich oberflächlich eine (meist) jugend-beherrschte subkultur aus ihrem wirkungskreis an die oberfläche gezerrt und einem breiteren publikum vor augen geführt.

natürlich musste es ein bisschen reißerischer sein als damals allgemein üblich - wusste man doch was mit vielen filmen geschah deren handlung "nur so dahin" plätscherte - in denen zwar oft alles angedeutet- selten aber etwas wirklich begeiflich dargstellt wurde. einige rezensoren hier meinen sogar das nur der monetäre gedanke bei der herstellung dises films im vordergrund gestanden haben kann, was ich aber so nicht gelten lassen will. damals war die "film (aber generell die kunstschaffende)landschaft" eine ganz adere als die heutige.

sehr viele filmprojekte wurden damals (oftmals ausschließlich) über fördergelder aus bund und ländern b.z.w./und aus den töpfen der öffentlichrechtlichen fernsehanstalten (auch in kooperation mit den Öff./Rech. fernsehanstalten österreichs und der schweiz) finaziert und realisiert. was dazu führte das eben nicht der kommerzielle gedanke eine zwingend federführende rolle einnahm.

eher würde ich dem heutigen verkauf des films auf DVD diesem askept, also "der reinen kommerziellen ausbeutung wegen", als den einzigen bewegenden leitgedanken unterstellen.

das alles sollte eine gewisse berücksichtigung finden wenn man viele der rezensionen (nicht nur hier bei amazon) durchliest und sich diesen film im anschluss daran ansieht.

natürlich ist nicht alles gold was glänzt - aber bei weitem ist es auch nicht alles so übel wie einige es weiszumachen versuchen.

was am ende bleibt ist ein stück deutsche filmgeschichte welches ein milieu be- und ausleuchtet wie es sich auch heute noch in der reallen welt (so oder so ähnlich) tausendfach wiederholen kann und mit bestimmtheit sogar, irgendwo auf der welt genauso wiederholt.

denn die "szene" von damals ist natürlich nicht mehr die gleiche wie die von heute (oder besser gesagt: die protagonisten innerhalb dieser sind nicht mehr die gleichen) - aber auf der anderen seite ist sie immer noch genauso gleich und schlimm wie alle drogenszenen auf der welt, und genauso gleich wie zu allen zeiten! genau noch so verkommen, erbärmlich, elend und widerlich. wenn nicht zwischenzeitlich sogar noch schlimmer und noch widerlicher als jemals zuvor.

viele behaupten die erde hätte sich seit damals ein paar mal gedreht und man könne alleine schon von daher nicht behaupten dieser film sei repräsentativ für heutige verhältnisse - aber ist das wirklich so? hat sich wirklich so viel verändert? oder ist es nicht eher so das sich hauptsächlich die perspektivische wahrnehmung der gleichen probleme geändert, verändert und verschoben hat.........?

darüberhinaus sollte man aber nicht vergessen das buch zu lesen. denn dies ist unabdingbar will man den film wirklich in seinen ganzen fassetten verstehen. man sollte "den film" als visuelle ergänzung "zum buch" verstehen denn als (wie viele meinen: "missglückte") umsetzung desselben.

das soll nur mal ein tipp am rande sein - denn dann tut man sich sehr viel leichter mit der materie.

in diesem sinne - viel "spaß" beim film ansehen (und evtl. beim nachdenken) - ich für meinen teil bin immer noch jedesmal berührt davon wenn ich ihn mir ansehe - war ich doch selbst viele jahre mal teil einer solchen, ähnlichen "szene". mit ein grund warum ich ihn empfehle. er dient mir selbst quasi als "therapeutikum" - immer wenn ich anfange zu vergessen - schmeiße ich mir den film in den player rein....und ruck zuck....schon ist das verlangen nach bewusstseinsverändernden mitteln für lange zeit gestillt!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz ganz großes Kino ...., 5. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DVD)
wird hier geboten.
Ganz kurz zum Inhalt : Christiane lebt in einer Betonsiedliung in Berlin und gerät durch Einsamkeit und hinterher Gruppenzwang in die Heroinabhängigkeit. Nach und nach muß sie miterleben wie Ihre Clique stirbt, kommt aber selber -den ernsthaften Willen kann man ihr wohl nachsagen- nicht davon los und muß über immer skurilere Wege das Geld für die Drogen anschaffen.
Zum Film : Hier wird zu keiner Zeit mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Handlung gegangen. Der Film hat ein wenig den Charakter der heutigen Reportagen auf xxl (Spiegel TV) und Co. Die Hauptdarsteller (allesamt Kinder und junge Jugendliche) spielen ihre Rollen mit einer Intensivität, daß man sich wundern muß, daß keine psychischen Schäden geblieben stind. Immerhin kommt hier jede Szene vor, die sich unsereins so von der (harten) Drogenszene vorstellt :
* Drogentote auf der Toilette
* Abhängige, die wegen zu vieler Blutspenden immer blasser werden.
* Anschaffen gehen mit allerlei perversen Zeitgenossen wie Stotter Max (steht auf Schäge)
* Männlichen Abhängigen bleibt nichts anderes übrig als sich homosexuellen 'hinzugeben'
Der Teufelskreis Anschaffen - Turkey - Beschaffung - Konsumieren wird in dem Film immer enger gezogen. Es beginnt mit einer kleinen Pille in der Disko und endet ... Man kann es echt nicht beschreiben. Auf jeden Fall geht mir der Satz aus dem Buch zum Film nicht aus dem Kopf. "Ich kenne niemanden der den 1. Druck nicht freiwillig gemacht hat" Das sollte zu denken geben. Auf jeden Fall ein (im positiven Sinne) schockierender Film, den vorallem die 30 - 35 jährigen unter uns vielleicht mal mit den Kindern schauen sollten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen härtester Film, den ich gesehen habe, 16. Mai 2014
Vorsicht! Dieser Film ist die ungeschönte, harte Realität, wie es sie bestimmt in anderer Form noch heute gibt. Die Kamera fängt diese abstossenden Badezimmerbilder schon fast mikroskopisch ein. Die fantastischen Jungdarsteller liefern besseres Kino ab als jeder große Name, dabei ultraauthentisch, man könnte meinen, sie hätten es nicht nur gespielt. Dass dabei die Szenerie in den 70ern stattfindet, tut der Handlung keinen Abbruch.
Ich kann verstehen, dass Rufe nach Pflichtvorführung in der Schule laut werden. In diesem Zusammenhang wird wohl jeder H sein lassen. Der Realitätsschock ist zu groß.
Härter als jedes US-Drama, oder -Actioner, den ich je gesehen habe!
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