Kundenrezensionen

24
3,9 von 5 Sternen
Malcolm X [2 DVDs]
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Februar 2007
Ich bin wirklich positiv überrascht! Ich habe den Film das erste Mal gesehen und bin der Meinung, dass dieser ein abolutes Meisterwerk und sogleich auch das Beste Werk von Regisseur Spike Lee ist.

Denzel Washington brilliert als Malcolm X, den rätselhaften Prediger der radikalen "Black Moslems", der später die eigene Organisation kritisierte und deshalb erschossen wurde. Alles ist perfekt in diesem Film. Ich finde man hätte keinen besseren für die Rolle bekommen können. Besonders die Zeit nachdem er sich von der "Nation of Islam" trennte, hat mich tief beeindruckt. Danach wurde er zum wahren Freiheitskämpfer und Anführer der schwarzen Bewegung. Heute gilt er als einer der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Der Film ist in Deutschland leider relativ unbekannt. Das sollte sich ändern. Ich kann diesen Film nur allen weiterempfehlen!

Der Film selbst verdient 5 Sterne, einzig die miserable Umsetzung auf DVD erhält einen Punktabzug. Die Bildqualität des Films ist maximal auf VHS-Niveau. Die Extras auf der 2. DVD (DVD 5) sind mäßig und übermitteln dem Zuschauer wenig historische Informationen in den 45 Minuten. Wir hoffen auf eine Special-Edition von Warner, die in den USA den Film mit einer weitaus gelungeneren DVD geehrt haben. Nichtsdestotrotz ist dieser Film ein Muss für Cineasten und Fans des politischen Films.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2007
3 1/2 Stunden Filmlänge, und ich habe mich keine Minute gelangweilt. Exzellente Besetzung, tolle Filmmusik, spannende Umsetzung. Der Film hat alle Qualitäten, die man sich von einem guten Spielfilm erhofft, bleibt aber außerdem ganz nah an der Autobiographie von Malcolm X. Vieles, was mich bei dieser Lektüre beeindruckt und gefesselt hat, kommt im Film genauso rüber. Spike Lee verneigt sich gewissermaßen vor X's Integrität, seiner Unerbittlichkeit, seinem Mut, seiner Wortgewalt, seiner geistigen Schärfe wie vor seiner Spiritualität. Auch sein Sinneswandel nach der Pilgerfahrt nach Mekka wurde sehr gut dargestellt. Mich hat beeindruckt, wie ehrlich X mit sich und seinen Anhängern war, wie er unumwunden zugab, dass seine früheren Ideen zu sektiererisch gewesen sein könnten, und das niemals, um sein Ego zu streicheln oder sein Image zu reparieren, sondern immer mit den Gedanken daran, die SACHE voranzutreiben.

Allein der erste Teil erscheint mir im Film etwas zu heiter. Im Buch ist die Beschreibung von Vergnügungssucht, Kriminalität und Drogensumpf ungleich härter, die Flucht vor abgrundtiefer Verzweiflung, offenen Verletzungen und Demütigungen, dem nicht verwundenen (weil nicht vergoltenen) Verlust der Eltern und die Perspektivlosigkeit noch viel trostloser und dichter.

Geärgert hat mich der Auftritt Nelson Mandelas am Ende des Films. Ohne seine oder die Leistungen Martin Luther King's schmälern zu wollen, aber so zu tun, als hätte man ähnliche Ziele gehabt... Zu Lebzeiten haben sich andere Schwarzenführer von Malcolm X distanziert, weil er ihnen zu radikal (militant, unversöhnlich, rassistisch...) war, heute wollen dieselben Leute diese Radikalität für sich beanspruchen. Das finde ich unehrlich und anrüchig. Man mag es gutheißen oder nicht, aber ich denke, nur Malcolm X war zu seiner Zeit bereit, für seine Sache so weit zu gehen. Hat er nicht gesagt: "Wer nicht bereit ist, dafür zu sterben, sollte das Wort "Freiheit" aus seinem Vokabular streichen."?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 19. Dezember 2007
Nach langer Vorfreude habe ich nun endlich diesen großen, überaus wichtigen Film sehen können und ich bin schlicht sprachlos.

Spike Lee gelingt eine unglaublich kraftvolles, auch ungewöhnliches Biopic über eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte.

Er versucht dieser Person in allen Facetten gerecht zu werden, indem er wirklich versucht sein ganzes Leben und Wirken dem Zuschauer begreifbar zu machen. Der Film steigert sich kontinuierlich, man wohnt der Entwicklung dieses Charakters bei, der Wandel wird regelrecht spürbar und somit erstaunlich begreifbar.

Hier muss man Lee Tribut zollen, denn vielen Regisseuren gelang es nicht, bedeutende Charaktere wahrhaftig deratig begreifbar zu machen.

Einen großen Anteil daran hat selbstverständlich auch der geniale Denzel Washington, der mit seinem Charisma und seiner Überzeugungskraft die Vision seines Regisseurs meisterhaft unterstützt.

Man merkt dem Film das Herzblut an, das Spike Lee geopfert hat. Das Attentat auf Malcolm X raubt dem Zuschauer die Worte, man ist wirklich zutiefst und aufrichtig erschüttert, nachdem man 3 Stunden diese Person begleitet hat.

Spike Lee ist mit diesem leidenschaftlichen Werk ein wahrlich großer, wichtiger Wurf gelungen, der lange Zeit nachwirkt.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 2. April 2001
Ein hochinteressanter Einblick in ein Stück amerikanischer Geschichte, wenngleich deutlich zu lang und nicht immer auf den Punkt gebracht. Für Spike Lees Verhältnisse eine recht brave Verfilmung, die ein bißchen mehr Dramaturgisierung vertragen hätte; der Respekt vor der historischen Figur war wohl doch ein wenig zu groß, um den Mut zur Überspitzung aufzubringen. Die Schilderungen des jungen Kleinkriminellen dagegen wirken etwas gezwungen heiter und übertrieben (aber man achte auf die herrlich bunten Anzüge). Insgesamt doch recht fesselnd. Sehr gut (8/10).
Die DVD wartet zwar mit exzellentem (Original-)Ton und Bild auf, bietet aber keine (!) Untertitel. Die Extras auf der zweiten Scheibe wirken etwas wahllos zusammengewürfelt und in sich wiederholend. Der Hit wäre es natürlich gewesen, die Dokumentation von 1972 dazuzupacken. So ist die Ausgabe etwas enttäuschend, der inzwischen hohe Preis ist auch nicht ermutigend...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2003
Malcom X, der amerikansiche Bürgerrechtler, war zu Lebzeiten eine komplexe und umstrittene Persönlichkeit. Sein Werdegang vom Gangster zum gläubigen Moslem und Bürgerrechtler war sehr schwierig und strahlt bis heute eine faszinierende Wirkung aus.
Regisseur Spike Lee verfilmte sein Leben so vielfältig wie es war. So ist der Film temporeich und ruhig, witzig und spannend, traurig und verzweifelnd, hoffend und gütig, zornig und glücklich. Eines ist der Film jedoch niemals: langweilig. Denzel Washington garantiert eine hervorragende schauspielerische Leistung, die der glaubwürdigen Inszenierung noch mehr Authentizität verleiht.
Dieser Film regt zum Nachdenken und zum Diskutieren an, denn er widmet sich einer Person voller Widersprüche, Ecken und Kanten, einer Biographie, die alles andere als gradlinig verlief. Doch genau das macht die Faszination dieses Films aus, der man sich nur schwerlich entziehen kann.
Sicherlich einer der besten Filme, die Spike Lee je gedreht hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. April 2008
ein sehr ernst zu nehmender Film mit erschreckenden und doch wahren Bildern. Malcolm setzt sich für das schwarze Volk unter uns Menschen ein und wird von den eigenen Leuten ermordet. Ein sehr anspruchsvoller Film mit einem sehr gutem Schauspieler als Malcolm X (Denzel Washington). Dieser Film ist auch was für die Allgemeinbildung. Man sollte ihn sich wenigstens einmal ansehen. Ich finde den Film sehr interessant und spannend und natürlich am Ende sehr traurig.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Dezember 2008
Der Film ist absolut gelungen. Auch wenn die Handlung doch etwas von der Biographie abweicht. Es ist ja auch unmöglich ein ganzes Leben in einen einzigen Film zu packen, jedenfalls, wenn dieses Leben so turbulent verläuft, wie das von Malcolm X. Für gewöhnlich sind Filme im Vergleich zum Buch absolut enttäuschend. Spike Lee hat mit diesem Film allerdings bewiesen, dass er sich intensiv mit Malcolm und der Geschichte der Schwarzen beschäftigt - und so folgten von Lee weitere brilliante Werke zu dieser Thematik.

Denzel glänzt in dieser Rolle. Empörend, dass dieses große Werk nicht mit mind. einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Der Film wartet mit vielen ergreifenden Szenen auf, aber die Grabrede von Ossie Davis geht richtig unter die Haut. Eine treffendere Eulogy kann es kaum geben.

Die Musik wurde auch passend ausgewählt - zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Songs. Big Joe Turner und Sam Cooke - großartig.

Toll finde ich, dass als "Beilage" auch Schwester Betty zu Wort gekommen ist.

Für Leute, die nicht gerne lesen ist der Film eine tolle Möglichkeit um sich über das Wirken von Malcolm zu informieren, sollte aber nicht die einzige Quelle bleiben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Film ist unbestritten ein monumentales Meisterwerk der US-Geschichte in diesem Jahrhundert im Kampf um die Gleichberechtigung der farbigen Bevölkerung.
Washington brilliert und sieht dem "echten" Malcom X zum Verwechseln ähnlich. Seinen Ruhm hat Washington mit diesem Film begründet - aber auch dem Drehbuchautor, dem Regisseur und dem Kameramann sind hohe Lorbeeren zuzuschreiben.
Ein warer Klassiker und ein Muss in allen Video/DVD-Schränken.
Diese DVD enttäuscht jedoch dermaßen, daß man auf eine weitere "Special-Edition" hoffen darf.
Das Bonusmaterial ist spärlich - es hätte erheblich mehr Informationen zu der faszinierenden Person Malcom X parat, die man hier verewigen könnte.
Die technischen Details der DVD sind auch nicht gerade überzeugend (kein Untertitel für die englische Version !).
Daher: lieber abwarten - da kommt noch was !
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am 2. Februar 2014
Dieses Biopic mit Denzel Washington in der Hauptrolle basiert auf die Autobiografie des Bürgerrechtlers Malcolm X (1925-1965), die er in Zusammenarbeit mit dem Journalisten und Autor Alex Haley (1921-1992) verfasste.

Der Werdegang des Malcolm X, wie er als Malcolm Little zunächst eine kriminelle Karriere führt bis ihn der Aufenthalt im Gefängnis läutert und als Malcolm X zu einem engagierten Mitglied und Redner der Nation of Islam wird, ist packend dargestellt.
Seine hitzigen Reden richten sich gegen den Rassismus und der Tyrannei des weißen Mannes und das bringt ihn unter den afroamerikanischen Bürgern viele Anhänger und Befürworter, aber auch Kritiker.
Doch so populär er auch wird, es soll schon bald zu ziemlichen Differenzen mit dem Leiter der Nation of Islam Elijah Muhammad kommen.

Oscar-Preisträger Denzel Washington liefert einen tollen Auftritt als Malcolm X und man ist begeistert wie sehr der Film sich an die wichtigsten Fakten hält.
Angela Basset macht auch eine tolle Figur in der Rolle der Betty X (1936-1997), der Ehefrau des Malcolm X.
Al Freeman jr. (1934-2012) liefert in seiner Rolle des Elijah Muhammad (1897-1975) einen überzeugenden Auftritt.

Zugegeben, ich finde es etwas irritierend dass Denzel Washington nicht von seinem Standartsprecher Leon Boden gesprochen wurde, sondern von Randolf Kronberg (1942-2007), der deutschen Stimme von Eddie Murphy, aber da versuche ich nicht allzu kleinkariert zu sein.

Auf jeden Fall ein beeindruckendes Biopic über einen faszinierenden Mann der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lässt sich Historie in einem "Spielfilm" angemessen darstellen...?

...die klare Antwort ist ein deutliches NEIN! Nichtsdestoweniger lässt sich aber durch einen "Spielfilm" eine angemessene Botschaft, aus den historischen Ereignissen heraus, extrahieren und transportieren...

...Es ist niemals zu spät um die Augen weit aufzumachen! Um bestehende Standards und Halbwahrheiten zu hinterfragen. Um den Zuschauer anzuregen sich eingehender mit der Thematik auseinanderzusetzen. Um Nachdenklich zu machen.

Das schaft dieser Film mit Lockerheit...

...auch wenn er über weite Strecken fast ein bisschen zu sehr nach der Typischen Hollyblöd-Manier gestrickt scheint - so ist er Trotz dem noch ein guter Einstieg in den Ausstieg aus dem Gesellschafts-Politischem einerlei - welches durchaus von den Mächtigen dieser Welt so gewollt ist.

Auch hier in Deutschland!

Gerade auch wegen der Heute wieder einmal (in ersten Ansätzen) praktizierten Sündenbock-Politik welche z.Z. verzweifelt versucht den "Neuen Juden" zu definieren, mit dem weitergehenden versuch "gewisse" Menschengruppen pauschal Ihrer Herkunft, Hautfarbe und/oder Religion wegen zu Stigmatisieren und Auszugrenzen.

Dies ist ein Film welcher genügend Potenzial in sich trägt, auch den an politischer Historie nicht so sehr interessierten Zuschauer, zum Nachdenken anzuregen. Genug Potential, um vielleicht sogar den einen oder anderen dazu zu verführen über Parallelen im hier und heute nachzudenken - obwohl es nicht unsere (deutsche) Geschichte ist die hier erzählt wird.
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