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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk
Über 3 Stunden, dazu ein Intro, das etwa 20 Minuten dauert.
Kein Wunder war der Film nie so erfolgreich, wie er hätte sein sollen.
Das Problem des Filmes ist sein unglaublicher Tiefgang. Das hat man so, gar noch nicht gesehen, und deswegen ist der Zuschauer schlicht überfordert. Dabei ist der Strang des Filmes so klar, wenn man ihn denn mehrmals...
Veröffentlicht am 20. Februar 2012 von Micky

versus
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erweckungs-Kino in Überlänge
Die Botschaft des Films ist eigentlich sehr einfach: Alles was wir tun, hat Auswirkungen auf uns und alles andere. All die Oberflächlichkeit, Ignoranz und das ganze Streben nach Erfolg und Anerkennung fallen auf uns selbst zurück. So schreibt jeder das Drehbuch seines Lebens selber. Es muss ein Wunder geschehen, damit die Menschen aufwachen und das endlich...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2006 von abraxas


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 20. Februar 2012
Von 
Micky (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Über 3 Stunden, dazu ein Intro, das etwa 20 Minuten dauert.
Kein Wunder war der Film nie so erfolgreich, wie er hätte sein sollen.
Das Problem des Filmes ist sein unglaublicher Tiefgang. Das hat man so, gar noch nicht gesehen, und deswegen ist der Zuschauer schlicht überfordert. Dabei ist der Strang des Filmes so klar, wenn man ihn denn mehrmals gesehen hat und die nötige Geduld und das nötige Wissen besitzt, um die Bilder richtig zu deuten.
Sind die (schlechten) Dinge die geschehen Zufall? So lautet die Eingangsfrage. Und am Ende meint einer der Protagonisten, dass selbst ein Regen mit Fröschen zu den Zufällen gehört, die "einfach so" passieren. Der unkundige Cineast steht in Gefahr, das für die Aussage des Films zu halten. Dabei sagt der Film die ganze Zeit, dass nichts zufällig geschieht.
Da stirbt ein Mann, wie (s)ein Hund. Da steht im Zentrum eine Kindershow und die Protagonisten sind vornehmlich Kinder (wenn auch meist bereits Erwachsene), welche alle auf ihre Art die Sünden ihrer Eltern tragen.
Alle Konflikte spitzen sich zu auf einen monumentalen Regen, der alle Akteure zum Innehalten zwingt. Es regnet Frösche. Um dieses Bild zu verstehen, müsste man das Buch Exodus, welches im Film zitiert wird, nicht nur kennen, sondern auch den Sinn der 10 Plagen in diesem Buch verstehen. Für den Unkundigen versucht der schwarze Junge in seinem Rap die Bedeutung zu entschlüsseln.
Alle halten inne. Und die Meisten beginnen zu lernen. Für einen ist es zu spät zum lernen. Er ist tot. Ein anderer versteht nichts und lernt nichts (Vater des Wunderkinds). Und der Zuschauer? Wenn er die Zusammenhänge nicht im Film erkennt, wird er sie auch im Leben nicht erkennen, wird alles für Zufall halten. Aber wenn er die Zusammenhänge erkennt, wird er ganz viel lernen.
Ein Meisterwerk, das es Wert ist, bis auf den letzen Satz und auf das letze Bild zu analysieren und zudem noch ein Genuss für alle Sinne.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn nichts und am Ende doch sehr viel passiert, 15. April 2007
Von 
Tilo Gorek (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Es gibt Verletzungen, welche niemals ganz verheilen. Man trägt sie in sich und ein jeder geht mit ihnen so um, wie er am besten mit ihnen leben kann. Dabei geht es nicht darum, ob dies richtig oder falsch ist. Man wird einfach von diesen Verletzungen geleitet, auch wenn man denkt, daß dem nicht so ist. Und irgendwann bricht alles heraus, wie bei einer Vulkaneruption...

Ein herausragender Film über zwischenmenschliche Beziehungen, mit einem Tom Cruise in der Rolle seines Lebens und bei dem man nach drei Stunden Spielzeit die Zeit aus den Augen verloren hat. Und dies ist auch mal gut.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und plötzlich fängt es an zu regnen ..., 6. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Nach "Boogie Nights" hat sich Regisseur Paul Thomas Anderson mit "Magnolia" selbst übertroffen. Dieser Film ist einfach perfekt. Die Leistungen der Schauspieler sind durchweg phänomenal, Tom Cruise als aalglatter sex-Guru darf endlich zeigen was er so draufhat. Anderson lässt seinen Darstellern Zeit und Raum sich zu entfalten, oft füllt minutenlang das Gesicht eines Schauspielers die Leinwand. dabei zuzusehen ist faszinierend und nie langweilig. Die fast drei Stunden, die der Film dauert, verfliegen im Nu. Zu erwähnen ist auch die wunderbare Musik von Aimee Mann, die als Inspiration für Regisseur Anderson diente und perfekt in die Handlung des Films einbezogen ist. Als sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen fängt es plötzlich an zu regnen ... Ein ungewöhnliches Ende für einen ungewöhnlichen Film
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch Bücher mit sieben Siegeln können schön sein..., 13. Januar 2007
Von 
Lux Aeterna - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Zunächst einmal:
Man muss nur einen Blick auf die sehr stark divergierenden Bewertungen hier auf Amazon werfen um zu sehen, dass sich an diesem Film die Geister scheiden wie an kaum einem anderen. Die einen Rezensenten preisen ihn als "den besten Streifen der Neunziger Jahre", die anderen wünschten sich, ihn nie gesehen zu haben.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich Schwierigkeiten hatte, "Magnolia" zu bewerten - denn obgleich ich ihn nun schon mehrere Male gesehen habe, drängt sich mir dennoch die Ahnung auf, seine Vielschichtigkeit nach wie vor noch nicht vollends durchdrungen zu haben.

Worum geht es?
Regisseur und Drehbuchautor Paul Thomas Anderson entfaltet in dem episodisch erzählten Drama ein - anfangs beinahe verwirrend vielfältiges - Bouquet einzelner Handlungsstränge: Der Zuschauer lernt neun Menschen kennen, die zunächst, obgleich allesamt in Kalifornien lebend, in keiner besonderen Verbindung zu einander zu stehen scheinen. Sie alle werden jedoch, wie sich alsbald zeigt, von (unterschiedlich schweren) Belastungen gepeinigt - sei es in Form gravierender gesundheitlicher Probleme ihrer selbst oder eines ihnen sehr nahe stehenden Menschen, sei es infolge familiärer Konflikte oder auch aufgrund allgemeiner zwischenmenschlich-sozialer Schwierigkeiten der Betreffenden.

Erst ganz allmählich kristallisiert sich heraus, dass alle diese Menschen damit sehr wohl etwas gemeinsam haben; dass ihr Handeln - so autark es ihnen subjektiv auch erscheinen mag - dennoch Auswirkungen auf die jeweils anderen Figuren des Streifens hatte und nach wie vor hat.
Zunehmend verbindendes Element sind hierbei weniger die Wirkungsweisen des Zufalls, der die Wege der Charaktere im Verlauf der Handlung in bisweilen verblüffender Weise kreuzen lässt, sondern vielmehr die Frage nach individueller Schuld. Diese tritt im Zusammenhang mit einzelnen Verfehlungen ganz unterschiedlicher Art mehr und mehr zutage, beginnend etwa bei Betrug und Diebstahl, weitergehend über eheliche Untreue bis hin zu möglichem Missbrauch der eigenen Tochter. Die im Film dargestellten Figuren haben unter derlei schlaglichtartig dargebotenen Impressionen unterschiedlich drastischer Abgründe menschlichen (Fehl-)Verhaltens und den hieraus resultierenden Wechselwirkungen im Umgang mit ihrem persönlichen Umfeld massiv zu leiden - und zwar sowohl die jeweiligen Opfer als auch die mutmaßlichen Täter.

Insofern verlangt "Magnolia" seinem Zuschauer sehr, sehr viel ab.
Es ist definitiv kein Streifen, den man anlässlich eines geselligen DVD-Abends mit Freunden schauen sollte; ein entsprechender Versuch meinerseits endete denn auch eher desaströs.
Der Film giert regelrecht nach der uneingeschränkten Aufmerksamkeit des Zuschauers, gesteht diesem keinen noch so flüchtigen Augenblick der Ablenkung zu, denn jede scheinbar noch so beiläufig gesprochene Textzeile, jede noch so nebensächlich erscheinende Geste der Charaktere, jede noch so zufällig wirkende Kameraeinstellung dieser multiplen Charakterstudie ist derart bedeutungsschwanger und inhaltlich geladen, daß man sofort Gefahr liefe, den Anschluss an die zahlreichen Erzählfäden zu verlieren, wenn man auch nur einen kurzen Moment lang gedanklich abschweifte.

Das mag sich nun übertrieben lesen, trifft aber tatsächlich zu; nicht zuletzt einige der hiesigen negativen Bewertungen machen mit ihren Ausführungen anschaulich deutlich, dass es mitunter sehr schwerfallen kann, die obig beschriebene, dringend benötigte Aufmerksamkeit über gut drei Stunden unentwegt und ohne kleinste Abstriche aufrecht zu erhalten, insbesondere aufgrund der streckenweise ausgesprochen dialoglastigen - und damit vermeintlich handlungsarmen - Struktur des Streifens.

Auch emotional muss der Zuschauer einiges leisten.
"Magnolia" funktioniert nur, wenn der Rezipient willens und in der Lage ist, sich auf den Film einzulassen. Das klingt leichter, als man es umsetzen kann, denn der Streifen ist weitgehend von solch tiefgreifender Wehmut und Verzweiflung gezeichnet, daß er den Zuschauer in immer quälendere Abgründe von Hilflosigkeit hinabreißt; einige meiner Bekannten waren davon schlicht überfordert oder gerieten aufgrund ihrer eigenen Bewegtheit dermaßen in Verlegenheit, dass sie sich weigerten, den Film bis zum Ende zu schauen.
Wie schmerzhaft er mitunter in latent vorhandenen Wunden bohren kann, lässt sich wohl auch an der Tatsache anschaulich ablesen, dass er gerade von jenen meiner Bekannten in Bausch und Bogen abgelehnt wird, deren persönliche und/oder familiäre Situation den im Film thematisierten Konflikten erschreckend nahe kommt.

Doch macht so etwas den Streifen zu einem schlechten Film?
Dürfen nur Dokumentationen auf "Arte" oder Beiträge in der "Zeit" halbwegs anspruchsvoll sein? Darf ein Kinofilm seinen Zuschauer nicht bis an dessen individuelle emotionale Grenze bringen?

Ich denke doch, er darf - und deshalb kann ich mich den teilweise harschen Verrissen hier auch nicht anschließen.
Dennoch möchte ich "Magnolia" auch nicht gleich im Umkehrschluss, wie andere Rezensenten es getan haben, zum "mit Abstand besten Film aller Zeiten" küren, denn natürlich hat auch er seine Schwächen.

So erscheint mir der Themenkomplex "Krebs" zu stark vertreten; gleich zwei der handelnden Charaktere leiden an verschiedenen Formen der Krankheit, von weiteren Menschen, die an Krebs verstorben seien, ist die Rede - das erscheint mir überladen. Mag sein, dass Anderson hier eigene Traumata verarbeitet hat; eine derart einseitige Schwerpunktsetzung solch vieler Krebserkrankungen auf engstem Erzählraum ist der Glaubwürdigkeit aber eher ein Stück weit abträglich.

Auch das Finale des Streifens lässt den Zuschauer eher hilflos und verwirrt zurück.
Das brachiale, metaphysisch eingefärbte Naturphänomen, welches plötzlich und regelrecht schockartig über die Handlungsstränge hereinbricht, soll nach Aussage des Regisseurs offenbar nicht, wie oft vermutet, eine Reminiszenz an die entsprechende alttestamentarische Plage sein. Ich hatte diese dramaturgische Zäsur des Films bislang so gedeutet, dass in diesem einschneidenden Ereignis der grundlegende Wandel zum Besseren versinnbildlicht wird, der für die einzelnen Charaktere gegen Ende des Streifens eintritt - doch analog zu der Äußerung Andersons soll dem wundersamen Regen wohl gar keine kathartische Wirkung beigemessen werden.
Was stattdessen? Das Spektakel geschieht einfach nur so, passiert quasi lediglich um seiner selbst willen?

Wie weiter oben erwähnt:
Auch wenn ich "Magnolia" nun schon mehrfach mit Begeisterung gesehen habe, kann ich nicht mit Bestimmtheit behaupten, inzwischen voll und ganz zu dem Streifen durchgedrungen zu sein. Er wirft immer noch viele Fragen auf, mit denen er den Zuschauer schließlich sich selbst überlässt.

Dennoch - oder gerade deshalb - verdient er, nicht zuletzt aufgrund der phänomenalen schaupielerischen Leistung ausnahmslos aller Darsteller sowie wegen seiner enormen atmosphärischen Dichte, seiner überaus gelungenen Dramaturgie und einem fulminanten Soundtrack, vier Sterne.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film - Zwangsuntertitel ausblendbar !!!, 4. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Großartig! Mein erster Gedanke, als ich die ersten 10 Minuten des Films gesehen hatte. Und unbeschreiblich, dass war mein Gedanke am Ende des Films. Der Film ist eigentlich eine Reise durch's Leben, die von verschiedenen Perspektiven aus beschrieben wird, die am Ende alle miteinander in Verbindung stehen. P. T. Anderson sagt auch immer wieder, dass er nicht neun verschiedene Geschichten in einem Film erzählt, sondern, dass er eine Geschichte in einem Film erzählt. Es hängt am Ende alles miteinander zusammen und das alles ist so feinfühlig und detailverliebt inszeniert, dass dieser Film volle 5 Sterne von mir bekommt. Man muss sich allerdings schon drauf einlassen: 3 Stunden beträgt die Spielzeit des Films und 3 Stunden wird man auch selbst gefordert. Kein Popcorn-Kino. Kein Mainstream. Und (was hier immer kritisiert wird): Keine Zwangsuntertitel. Jedenfalls funktioniert folgender Trick mit dem Pioneer 525/535. Wahrscheinlich geht's auch mit anderen Pioneer-Playern und vielleicht auch bei Playern anderer Hersteller, denn die Prozedur müsste theoretisch mit jedem Player funktionieren:
1. im DVD-Menü die englische Sprache auswählen
2. ENTER drücken
3. im Player-Setup Untertitel aussschalten (auch wenn sie schon auf "AUS" stehen!!)
4. Setup verlassen
5. direkt zum Filmanfang springen (einfach die 1 drücken, damit wird Titel1:Kaptiel1 gestartet)
6. Film in englisch ohne Untertitel genießen!
Dann ist auch der Preis absolut gerechtfertigt, denn ansonsten ist die DVD wirklich spitze. Ich glaube ca. 100 Minuten dauert das Making of ... , dass mal wirklich interessant ist!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "No, it's not going to stop...", 17. März 2006
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
„Magnolia“ ist einer der raren Erzählfilme, die den aufnahmebereiten Zuschauer emotional einfach wegpusten. Er entwickelt eine ungeheure Wucht und Dynamik, ist dabei so selbstbewusst und selbstverständlich, dass man ihm alles abnimmt: das Leiden, das Lachen, die Erlösung. Durchs Brennglas blicken wir auf eine Anordnung von Menschen, die an diesem einen Tag verzweifelt, gebrochen, erwartungsvoll, stolz, traurig und sehnsüchtig sind. Schuldige Väter und gequälte Söhne, hilflose Kinder und ebenso hilflose Erwachsene kreuzen einander die Wege - und für manchen steht am Ende etwas mehr Glück auf dieser Welt.
Schon allein die Besetzung verdient einfach einen Zungenschnalzer: Jason Robards, Julianne Moore, John C. Reilly, der gerade für den Oscar („Capote“) nominierte Philip Seymour Hoffman, William H. Macy, Tom Cruise... Und was diese Liste verspricht, löst der Film absolut ein. Es ist wirklich selten, einem solchen Film zu begegnen, der einfach eine ungeheure Lust am Filmemachen, am Einsetzen filmischer Mittel verrät, der Absurdes und Tragikomisches mit allzu Menschlichem so souverän und rührend vereint, der so viele einzelne Schicksale so wichtig nimmt. Da, wo alle Spannung zusammengezogen ist, wo Schmerz und Schuld und Trauer unerträglich geworden sind, singen alle Figuren zusammen Aimee Manns Song:
„No, it's not going to stop
Til you wise up
No, it's not going to stop
So just give up.”
Und das ist eine der brillantesten Szenen, die ich seit langem in einem Film gesehen habe. Man kann sich „Magnolia“ immer wieder anschauen, und man kann jedes Mal ein anderes Schicksal genauer unter die Lupe nehmen, neue Stärken entdecken - neue Faszination erkennen. „Magnolia“ sollte man nicht verpassen, und man sollte nicht allzu viel darüber schreiben, sondern einfach - schauen.
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50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein anspruchsvolles Meisterwerk mit Tiefgang, 24. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Magnolia ist ein unglaublich dichter emotionaler Film.
P. T. Anderson gelingt es von Anfang an, beim Betrachter eine einzigartige Stimmung auszulösen.
Der Film beginnt mit einer meisterlichen Sequenz über das Thema "Zufall und Bestimmung".
Danach werden die 9 Charaktere geschickt der Reihe nach dem Zuschauer nähergebracht. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich jede Person ganz deutlich von der anderen abhebt.
Nach dieser Exposition beginnt ein Handlungsgeflecht, das nicht mit dem anderer Filme vergleichbar ist.
Anstatt sich auf eine Hauptperson und ein paar Nebenfiguren zu konzentrieren, beleuchtet der Film anhand prägnanter Szenen neun Hauptpersonen. Es entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge. Der Zuschauer merkt jedoch schnell, dass Anderson diese scheinbar lose Aneinanderreihung von Einzelschicksalen schrittweise geschickt miteinander verknüpft.
Magnolia ist wirklich ein sehr anspruchsvoller Film mit faszinierenden schauspielerischen Leistungen und einer ergreifenden Musik.
Man muss jedoch 100% bei der Sache sein, wenn man diesen Film verstehen und ihm gerecht werden möchte. Ein Film fernab vom Popcorn-Kino à la "Charlies Angels" oder "American Pie".
Meine Meinung: EIN ECHTES MEISTERWERK!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seltene Perle, und Meisterwerk. Ganz, ganz großes Kino,, 15. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Von dem Film "Magnolia" habe ich nichts mitbekommen und bin nur zufällig darauf gestoßen, nämlich als Beilage einer Fernsehzeitschrift. Ich dachte mir, nehm ich's mal mit, ein paar Euro für eine DVD, warum nicht.
Heute ist mir klar, das ich auf den Film stoßen MUSSTE. Magnolia war eine Offenbarung, ein überraschend anspruchsvolles Werk in der ansonsten überwiegend nichtssagenden Filmlandschaft USA. Ich war erschüttert, habe gelacht, geweint, gelitten, und wollte nicht, dass der Film aufhört. Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehn, dass viele der Meinung sind, der Film sei zu lang. Natürlich muss man sich auf einen derartigen Streifen einlassen können. Für Blockbuster-Konsumenten ist Magnolia sicherlich ein Griff ins Klo. Weil der Fim nicht einfach wie ein Burger zu konsumieren ist. Weil er fordert.
Sogar Tom Cruise, den ich ansonsten ziemlich lächerlich bis unerträglich finde, hat mich überzeugt.Großartig auch die Musik, die die Einzelschicksale und Geschichten zusammenhält. Eine Symphonie der Bilder und Gefühle.
Schön ist das Ende. Es endet mit einem Lächeln. Ein zartes, ergreifendes Lächeln, zum heulen schön.
Danke für diesen wunderbaren Film!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnolia, 8. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Ich bin wahrhaftig kein Tom Cruise-Fan und Actionfilme wie Mission Imposible sind schon mal gar nicht meine Welt, aber in Magnolia ist er grandios. Ein Schauspieler, der den Verführer so auf den Punkt spielt, daß man glatt vergißt, daß er danach nur noch Actionfilme gemacht hat. Ich denke mal wegen des kommerziellen Erfolges.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fuliminantes Meinsterwerk, 17. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
"Magnolia" ist ohne Zweifel einer der besten, wenn nicht gar der beste, Film der vergangenen 10 Jahre.

Paul Thomas Anderson ist ein in jeder Hinsicht dynamisches Meisterwerk gelungen, dass einen dermaßen packt, dass über drei Stunden hinweg nichts anderes übrig bleibt als ungläubig den Atem anzuhalten und den Kopf zu schütteln:

"Magnolia" ist Kino der ekstatischen Überwältigung. So sehr, dass es bei anderen Regisseuren wohl als Pathos aufgestoßen wäre, doch da "Magnolia" vollkommen aus dem emotionalen Geflecht seiner Figuren funktioniert, die allesamt abseits einer pragmatisch rezensierbaren Realität in den Fängen ihrer selbst geschaffenen Realität (die sich im Fernsehen findet) an ihr vorläufiges Ende angelangt sind, gelingt Anderson das Kunststück es niemals zu übertreiben; uns immer wieder, wenn auch nur kurz, vor dem Absturz von diesem schmalen Drahtseil zu bewahren.

"Magnolia" lebt und atmet gewissermaßen im Takt eines kurz vor dem Tod stehenden Menschen, dem es nicht gelingen mag mit der eigenen, schuldhaften Vergangenheit abzuschließen:

Die Kamera dazu bewegt sich dermaßen schnell, dass es überwältigend ist, jede Einstellung will gelingen, erzählt immer wieder eine ganz eigene Geschichte, das Ensemble um Tom Cruise (die beste Rolle seines Lebens!) spielt nuanciert und eindringlich, die Dramaturgie und der Schnitt wirken wie in einem Fluss und die Musik von Aimee Mann wirkt gar wie eine eigenständige Figur, die zum unverzichtbaren Begleiter der Akteure wird.

Cineastisch gesehen ist "Magnolia" ein Paradebeispiel an Filmkunst und Filmhandwerk.

War "Boogie Nights" bereits bester Beweis dafür, dass Anderson wohl die legitime Nachfolge von Martin Scorsese antreten wird, so mag "Magnolia" endgültig dieses Erbe zementieren. War "Boogie Nights" der gelunge Studienabschluss, ist "Magnolia" wohl die Doktor-Arbeit.

"Magnolia" vereint virtuos die Qualitäten jenes New Cinema in sich, dass in den 70er und 80er Jahren von Scorsese, Coppola, Spielberg und DePalma geschaffen wurde und treibt es mit eigener Note bis zur Perfektion. Klassisches trifft hier auf Aimee Mann, Kubrick (das Strauss-Motiv aus "2001" spielt auch hier eine große Rolle) auf Kokain, Tom Cruise auf Sex..."Magnolia" ist ein Meisterwerk!! Und wenn es am Ende Frösche regnet, wissen wir, dass wir es mit dem Lebenswerk eines jungen Genies zu tun haben.
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Magnolia (2 DVDs)
Magnolia (2 DVDs) von Jason Robards (DVD - 2001)
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