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TOP 1000 REZENSENTam 27. Dezember 2010
Wie auch bei uns so war im Leipzig zur Zeit Johann Sebastian Bachs Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres. Als tiefgläubiger Christ komponierte der Thomaskantor nicht zuletzt in der Adventszeit einige seiner schönsten Kantaten. Während diese von Vorfreude durchglüht sind, genießen die Weihnachtskantaten uneingeschränkte Heiterkeit und festen Glauben. Vier Weihnachtskantaten Bachs sind auf dieser CD zusammengestellt, die im Rahmen der sogenannten "Bach Cantata Pilgrimage" 1998 in London aufgenommen wurden. BWV 133 liegt als Liveeinspielung vor. Ausführende sind der Monteverdi Choir, die English Baroque Soloists unter John Eliot Gardiner und die Solisten Ann Monoyios (Sopran), Sara Mingardo (Alt), Rufus Müller (Tenor) und Stephan Loges (Bass) sowie in BWV 133 Katharine Fuge (Sopran), Derek Lee Ragin (Kontertenor), Julian Podger (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass). Die Aufnahmequalität ist hervorragend.

Für den ersten Weihnachtstag bestimmt ist die umfangreiche Kantate "Christen, ätzet diesen Tag" BWV 63. Dieses üppige, festliche Stück betont seine Ausgelassenheit durch den Einsatz von Blechblasinstrumenten sowie die zwei für eine Kantate sehr langen Choräle am Anfang und am Ende. Auch die zwei erlesenen Duette verkünden Lob und Preis für den Höchsten, der den Menschen an diesem Tag so wunderliche Zeichen gegeben hat.
Die gesangliche Leistung des Monteverdi Choirs zu loben, ist überflüssig. Aber auch die weniger bekannten Solisten glänzen durch schöne Stimmen und saubere Intonation. Das fällt besonders in BWV 121 "Christum wir sollen loben schon" auf. Diese Kantate, die für den zweiten Weihnachtstag geschrieben wurde, eröffnet mit einem düsteren, leisen Choral, der in dieser Darbietung dennoch absolut klar und deutlich bleibt. Dass die Solisten nicht nur eine Rolle erfüllen, sondern ihren Part devot beleben, zeigen die beiden pittoresken Arien dieser Kompositionen.
Die anderen beiden Kantaten sind für den dritten Weihnachtstag komponiert. In BWV 133 "Ich freue mich in dir" gefallen unter anderem die beiden geschmackvoll instrumentierten Arien, die im Gegensatz zu den anderen, ausschweifenderen Teilen innig und intim gehalten sind.
Die English Baroque Soloists machen auch diese Kantaten zu einem unverwechselbaren Erlebnis. Man höre sich nur an, welche vollkommene Transparenz und Differenziertheit sie in BWV 64 "Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget" produzieren. Hinzu kommt Gardiners gewohnt straffes, charakteristisch flottes Dirigat, das keine überflüssige Larmoyanz zulässt. Farbige Nuancen, warme Akzente - all das trägt dazu bei, dass der Vortrag vor allem dieses Stückes, das sich mit der Lasterhaftigkeit irdischer Güter befasst - ein beliebtes Thema Bachs -, unglaublich spannend und packend erscheint.

Fazit: Herausragende Einspielung zeitloser Musik! Macht das Weihnachtsfest ein bisschen wärmer und nahbarer...
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