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43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the Very Roots of American Music
Den Film "O Brother, Where Art Thou?" kenn ich (noch) nicht -- aber dieser Soundtrack ist einmalig! Eine Querfeldein-Tour durch die Wurzeln der amerikanischen Musik -- die Musik der kleinen Leute: Worksongs der schwarzen Landarbeiter, oft noch mit lebhaften Erinnerungen an die Sklaverei; Spirituals; die Musik der weißen Sharecropper, die oft genug von der Hand in...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2006 von weiser111

versus
3.0 von 5 Sternen Cd zum gleichnamigen Film - wirkt ohne die Bilder des Films nur noch 1/2 so schön
Ich habe mir die CD gekauft, nachdem ich seit langer Zeit den Film mal wieder gesehen habe und dabei sofort wieder von der tollen Musik gefangen war. Leider musst ich feststellen, dass die CD ohne den Film nur noch maximal 1/2 so gut ist. Es fehlen einfach die wunderschönen Bilder (und Typen) aus dem Film, die die Atmosphäre der Südstaaten einfach perfekt...
Vor 17 Tagen von Nasen Bär veröffentlicht


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43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the Very Roots of American Music, 14. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Den Film "O Brother, Where Art Thou?" kenn ich (noch) nicht -- aber dieser Soundtrack ist einmalig! Eine Querfeldein-Tour durch die Wurzeln der amerikanischen Musik -- die Musik der kleinen Leute: Worksongs der schwarzen Landarbeiter, oft noch mit lebhaften Erinnerungen an die Sklaverei; Spirituals; die Musik der weißen Sharecropper, die oft genug von der Hand in den Mund lebten; die Songs der Kettensträflinge; aber auch Tanzmusik der europäischen Einwanderer... Diese atemberaubende Tour de force führt einen durch alle möglichen Facetten von Bluegrass, Blues, Spiritual, Folk und frühem Country. Traditionals vom Feinsten kriegt man hier so authentisch zu hören, wie's authentischer nimmer geht -- und das, obwohl es sich bei den meisten Tracks um Neueinspielungen zeitgenössischer Musiker handelt. Allerdings ist hier die Crème der Szene beteiligt (u.a. Alison Krauss, Norman Blake, Chris Thomas King, Gillian Welch, Emmylou Harris, die Stanley Brothers und Ralph Stanley solo), die ihre Klasse nicht zuletzt durch bewundernswertes Einfühlungsvermögen in diese Traditionals beweisen.

Hinzu kommen noch einige wenige Originalaufnahmen, etwa Harry McClintocks unbekümmertes "Big Rock Candy Mountain" von 1928, oder, gleich als erstes, ein Worksong der Art, wie sie von Kettensträflingen gesungen wurden: "Po Lazarus" von James Carter mit Gefangenen. Nicht nur einfach gut, sondern ehrfurchtgebietend gut...

Erwähnenswert ist auch ein Überraschungseffekt der etwas anderen Art, nämlich die Peasall Sisters mit einem weiteren Carter-Family-Klassiker: "In the Highways" von unbekümmerten Kindern gesungen...Im ersten Moment gewöhnungsbedürftig... Aber diese drei Mädels, die sich absolut nix scheren, sind auf ihre Art hinreißend. Jelängerjelieber...

Aber die wahren Juwelen liegen woanders; dieser Soundtrack jagt einem einen Schauder nach dem andern den Rücken hinunter. Jeder Song ist einfach phantastisch -- schwer zu sagen, was aus diesem musikalischen Hochgebirgsmassiv besonders hoch emporragt... Ich versuch's mal:

Sicher gehört Alison Krauss' a capella "Down to the River to Pray" zu den allerbesten Songs dieser CD; ein ergreifendes Highlight... Sie singt diesen Spiritual dermaßen eindringlich, dass man nur die Augen schließen muss, und schon befindet man sich mitten im tiefsten verzweifelten Süden der 1930er Jahre. In Höchstform präsentieren sich auch Alison Krauss, Gillian Welch und Emmylou Harris bei "Didn't Leave Nobody but the Baby" -- drei stimmgewaltige Sängerinnen, die sich auch zurückzuhalten wissen, machen nahezu a capella diesen Spiritual zu einem Ereignis. Das einzige Instrument im Hintergrund ist -- eine "singende Säge"; vermutlich das erste und einzige Beispiel in der Musikgeschichte dafür, dass dieses Instrument seine Berechtigung hat.

Ähnlich überzeugend: "I'm a Man of Constant Sorrow", gleich zweimal von den Soggy Bottom Boys (zusammen mit Dan Tyminski, dem Sänger von A. Krauss' Union Station) -- diese Bluegrass-Version sticht sogar die von Bob Dylan aus... Eindrücklicher geht's schier nicht. Beeindruckend sind aber auch die Instrumental-Versionen: Zum einen besticht die des Gitarristen Norman Blake, und John Hartfords einsame Fiddle ruft der ganzen Menschheit Jammer ins Bewusstsein.

Chris Thomas Kings "Hard Time Killing Floor Blues" gehört sicher auch zu den aller-allerbesten Songs dieses Albums -- er zeigt hier, welches musikalisches Potential bereits im scheinbar schlichten Country-Blues steckt.

Wunderschön ist auch "Keep on the Sunny Side of Life" der Whites, ganz auf den Spuren der Carter Family.

Ein ähnlicher Höchstkaräter wie Alison Krauss' "Down to the River to Pray" schließlich ist Ralph Stanleys "O Death" -- die verzweifelte a-capella-Klage eines alten Mannes, der dem Tod noch einen Aufschub abhandeln will. Man muss das gehört haben, wie der große alte Mann Ralph Stanley hier seine brüchige Stimme einsetzt! Fast schon gespenstisch.

Stilistisch wieder ganz anders, aber nicht minder hinreißend sind ein weiteres Mal die Soggy Bottom Boys, diesmal mit Jimmie Rodgers' Klassiker "In the Jailhouse Now" -- mit Jodeleinlagen, wie sie auch Rodgers auf Lager hatte... Auch ein Must-Hear..

Und dann die Fairfield Four mit "Lonesome Valley" -- ein Einblick in die Ursprünge des Spiritual. Ein archaisches Monument des Chorgesangs -- ich konnte es nicht glauben, dass das keine historische Aufnahme ist, sondern neu eingespielt wurde. Unglaublich...

Keine Folk-, Blues-, Spiritual-, Bluegrass- oder Country-Sammlung kann ohne den Soundtrack von "O Brother, Where Art Thou?" vollständig sein. Wer ein wenig über die Ursprünge der gegenwärtigen Musik wissen will, sollte sich diese CD ebenfalls nicht entgehen lassen.

Und wer mit Sammlungen und Musikgeschichte nichts am Hut hat, sondern "nur" ganz einfach gute Musik hören will, dem sei dieser Soundtrack ganz besonders an Herz und Ohr gelegt.
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54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut Soul auf einem Country Sampler, 13. März 2002
Von 
Peter Müller "meoda" (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Von klassischem Violinen getragenen Südstaaten Country über Balladen Gospel, zu tiefschwarzem Acapella Blues, der "O Brother, Where Art Thou?" Film Soundtrack ist ein Country Sampler der besonderen Art.
Abwechslungsreich und in verschiedenen Stilrichtungen präsentieren sich 19 Musiktitel wie sie unterschiedlicher, überraschender und unterhaltsamer nicht sein können.
Handelt es sich hierbei nun um den Country Song der Soggy Bottom Boys "I Am A Man Of Constant Sorrow (selten so eine virtuose Blues Guitar gehört), welcher gleich in 4 völlig unterschiedlichen Versionen vorliegt (wobei hier sogar die beiden Instrumentalversionen ein Genuß sind), oder aber der vielstimmige Gospel "Down To The River To Pray" der einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt.
Die absoluten Knaller sind allerdings "Hard Time Killing Floor Blues" von Chris Thomas King und „O Death" von Ralph Stanley. Letzterer ein tiefschwarzer Solo Acapella der das Prädikat Soul Song mehr als verdient und einen das leiden des Interpreten förmlich spüren läßt.
Alles in allem ein wunderbares Soul, Blues, Gospel, Country Album welches 100% Glaubwürdig nach Südstaaten Musik der "einfachen Leute" in den 30er Jahren klingt.
Das besondere hierbei im Gegensatz zu sonst üblichen Aufnahmen ist, das auf dem "O Brother, Where Art Thou?" Sampler, die schwarze Musik der unteren Gesellschaftsschicht ebenso vertreten ist wie die Country Musik des "einfachen Weißen", der mit "Negermusik" eigentlich nichts zu tun haben wollte.
Wer genau hinhört wird sich wundern wie nahe sich die Stilrichtungen eigentlich sind, obwohl an Gesellschaftlichen Berührungspunkten dieser Zeit wohl kaum etwas vorhanden war.
Noch ein kleiner Tipp zum Schluß: Achten Sie mal auf das Instrument im Hintergrund des vermeintlichen "Acapellas" Didn't Leave Nobody But The Babe". Und dann soll noch mal einer sagen mit einer "Singende Säge" kann man keine Musik machen ;-)
Für mich eines der empfehlenswertesten Alben der letzten Zeit!
-- Peter Mueller --
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne diese Musik wäre die Welt ärmer, 1. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: O Brother,Where Art Thou? [Vinyl LP] (Vinyl)
Am Anfang waren die Coen Brüder. Sie schufen einen Film, der nicht zuletzt durch die Hauptrolle von George Clooney in der Welt berühmt wurde.

Und dann war da natürlich die urwüchsige amerikanische Hinterwäldler Musik aus den Südstaaten, die homogen zur Gesamtatmosphäre des Filmes beitrug.
Für Viele, gerade in unseren Breitengraden, erschloß sich damit eine völlig neue musikalische Welt. So hatte noch kaum jemand die amerikanische Folkmusik gehört. Fernab von jedem radiotauglichen Western-Glamour-Kitsch und Cowboy Geschrammel.

Infolge des großen Erfolges des Filmes und des hier rezensierten Soundtracks stiegen die Verkaufszahlen von Bluegrass- und Oldtime Scheiben hierzulande beträchtlich.
Alison Krauss hatte ja auch vorher schon einen gewissen Bekanntheitsgrad bei uns, aber jetzt wurden auch John Hartford, Gillian Welch, Norman Blake, Ralph Stanley und einige andere ein Begriff. Bluegrass- und Oldtime Musik sind salonfähig geworden. Mehr als fünf Millionen Mal verkaufte sich der Soundtrack weltweit und wurde mit drei Grammys ausgezeichnet.

Und was wir auf dieser Scheibe zu hören kriegen, kann kaum schöner sein. Ländliche Südstaaten Musik, die in ihrer Schlichtheit, Schönheit und Ruhe ihresgleichen sucht. Herzerweichende Acapella Worksongs, warme Oldtime Country Songs, erdiger, ruhiger Bluegrass und ergreifender Bluegrass Gospel entführen uns in die dreißiger Jahre des amerikanischen Südens während der großen Depression. Wer den Film dazu gesehen und lieben gelernt hat, für den ist dieser Soundtrack natürlich unverzichtbar. Und alle Bluegrass und Oldtime Freunde haben dieses Album sowieso schon längst in ihrem Regal stehen.

Eingeleitet wird das Album von zwei alten Original Aufnahmen. James Carter & The Prisoners mit dem in den fünfziger Jahren aufgenommenen Worksong "Po Lazuras" und dem 1928 von Harry McClintock aufgenommenen humoristischen Oldtime Country Song "Big Rock Candy Mountain". Anschließend hören wir zeitgenössische Künstler wie Norman Blake, Alison Krauss, Gillian Welch, John Hartford, Emmylou Harris, The Cox Family, The Whites, Dan Tyminski, Ralph Stanley und The Fairfield Four. Aber alles so liebevoll und authentisch eingespielt, als befänden wir uns noch tatsächlich 70 Jahre in der Vergangenheit. Den krönenden Abschluß bilden die Stanley Brothers mit ihrem "Angel Band", eine Original Aufnahme aus den 50er Jahren.

Der Produzent des Albums ist T Bone Burnett. Ihm gebührt neben den Coen Brothers der größte Dank für diese großartige Arbeit. Ja, die Welt wäre ärmer ohne diese wundervolle Musik. Wenn ich nur drei Scheiben mit auf die einsame Insel nehmen dürfte, wäre diese auf jeden Fall dabei.

Absolute Kaufempfehlung! Ein Muß für JEDE Musiksammlung!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Constant Sorrow, 11. August 2002
Von 
Joerg Dittmann "joedittmann" (Sylt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Diese CD erhielt zurecht fünf Grammies, auch den für das Album des Jahres. Unabhängig davon, ob man den Film gesehen hat: Diese CD ist ein "Must" für Country-Fans, für Bluegrass-Fans, für Folk-Fans. Aber man kann durch diese CD auch erst zum Country-Fan werden! Als Einstieg ist diese CD nicht zu übertreffen.
Als Emmylou Harris die Stimme des betagten Dr. Ralph Stanley erstmals im Auto hörte, war sie so fasziniert, dass sie beinahe in den Graben gefahren wäre. Also Vorsicht!
Die kleinen Mädchen Sarah, Hannah und Leah Peasall schmettern ihr "In The Highways" so schnell und schwungvoll, das der Song nach kaum mehr als eineinhalb Minuten schon zu Ende ist.
Manche diser Lieder könnte man sich auch in einer Dorfkirche irgendwo in den Bergen von Kentucky vorstellen, alle sind scheinbar alltäglich und sprechen doch den Menschen aus der Seele: In Constant Sorrow...
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auch ein audiophiler Leckerbissen!, 9. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Neben den bereits erwähnten Beschreibungen der Musik an sich ist hervorzuheben, daß die CD auch ein audiophiler Leckerbissen ist. Aufgrund der hohen Musikalität und der gleichzeitig hervorragenden Aufnahmequalität eignet sie sich ganz famos für die Beurteilungen von Wiedergabeketten.

Gleich zu Beginn sorgt die Chaingang für einen Moment des Erschreckens, wenn unvermittelt das harte perkussive Geräusch aufschlagender Hämmer die Lautsprecher martert. Die Anlage muß in der Lage sein, jede einzelne Stimme des Chorgesangs darzustellen und nachvollziehbar zu machen. Hochauflösende Anlagen werden wegsplitternde Steinchen aufzeigen.

Das Aufnahmeteam hat sehr sorgfältig und liebevoll gearbeitet und läßt den Musikstücken die verdiente Ruhe: Die Stücke werden am Ende nicht einfach abgeschnitten oder ausgeblendet. Vor allem, aber nicht nur hier, läßt man auf Track 8 und 9 das Mikro offen bis die Saite ausgeschwungen ist.

Auf Track 13 fängt das Mikro nicht nur den Geigenton an sich auf, sondern auch das Streichgeräusch, das leichte Kratzen des Bogens auf der Saite. Feinauflösende Anlagen zeigen hier auf, wie sich Geige spielen definiert: Das Reiben eines Pferdeschwanzes an einem Katzendarm ;-)

Fast als Abschluß der CD (Track 18) ein a capella der Fairfield Four: Fantastische, eindringliche Stimmen, räumlich gestaffelt. Man sieht die Sänger geradezu ums Mikrofon versammelt vor sich.

Eine Anlage ist dann als gut zu bezeichnen, wenn sie die technischen Details dieser CD herausarbeitet und dabei - vor allem - in der Lage ist, auch die Emotion der Musik zu transportieren. Wem bei dieser CD der Taktfuß stillbleibt, sollte umgehend den nächsten HiFi-Fach(!)händler aufsuchen.

(gehört mit Mark Levinson 38s PreAmp, ML 36s/37 Wandler-Laufwerkkombi, Spectral DMA 250 Endstufe und HGP Fuga2 ST Lautsprechern).
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlung für Fans von Old Time Country Music und Bluegrass, 8. Juni 2001
Von Ein Kunde
Als Countrymusikfan verfolge ich ziemlich viele einschlägige Radiosendungen. Seit Herbst 2000 wurde die Musik vom Soundtrack 'rauf und 'runtergespielt und machte neugierig auf den Film, der allerdings nicht überall lief. Endlich ab Mitte April als Leih-Video erhältlich, das ich mir mehrmals nacheinander ansah. Habe mich lange nicht so amüsiert. Das Video machte neugierig auf das Soundtrackalbum. Das Album hat ein höchst interessantes Booklet, die CD selbst ist wie eine Miniausgabe einer Vinylscheibe gestaltet - auch sehr interesant und zu dem Soundtrack und zur Filmhandlung passend. Dazu die schönen alten Songs - leider wieder ohne Songtexte. Beim Hören des Soundtracks sehe ich wieder die Bilder des Films vor mir, denen jegliches Grün fehlt, alles wurde in warmen gelblichen Tönen gehalten. Ein schönes und interessantes Album, wenn man diese Good Ol' Country- und Bluegrassmusik mag. Sehr empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Bluegras/ Country Liebhaber, 14. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Im Grunde genommen ist meine Rezension (völlig) überflüssig.

Liebhaber oben genannter Musik, auch Blueser, werden diese Werk schon besitzen oder mögen.
Von ruhig bis witzig, von Dramatisch bis Heiter ist alles hier auf diesem Tonträger vorhanden.

Die Lieder sind schon so gut arrangiert, dass gefährlich nahe an Populärmusik heran reicht. Diese aber bei weiten übertrifft, meiner Meinung nach. Die Künstler sind in der Szene zudem bekannt für ihre Qualität, z.B. Alison Krauss oder auch Dan Taminski

Ansonsten, nicht (viele) Rezension lesen, sondern CD erwerben und im Schaukelstuhl liegend genießen...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen O Brother ... da läufts Dir kalt den Rücken runter, 25. Juni 2009
Von 
Rounder6 (Alpenrand, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
Zugegeben, ich habe lange gezögert obwohl ich in diesem Genre zuhause bin.

Es gibt Sountracks, die werden produziert, weil man ein Geschäft machen will, den vielleicht schlechten Film aufpeppen will - ist ok. Dieser Sountrack soll auch Kohle machen, macht den Film zum Genuss aber lassen wir das alles mal beiseite und stellen uns vor, wir hätten hier eine Scheibe vor uns und legen sie in den Player und kennen den Film gar nicht und ... und ... und ......... dann haben wir einen Mix aus zum Teil tief-schwarzer Musik, Blues, Bluegrass und echtem Soul (ich meinen den, der dem Sänger aus der Seele kommt!) und Gospel und damit eine "Farbenpracht" echter Südstaatenmusik, wie sie nur ganz selten zu finden sein dürfte.

Da wird auch gar nix "geschönt" und von wegen aal-glatt produziert. Ganz im Gegenteil. Stücke wie "Lonesome Valley" zeigen, dass das Stück vermutlich sogar nur einmal aufgenommen wurde, teilweise stimmt der Einsatz nicht, da pennt einer der alten Herren könnte man sagen - und genau das ist es aber, was die Authentizität der Stücke zum Teil zumindest ausmacht. Dieser einfache Acapella ist für mich das Sahnestück, das hört man heute eben in dieser Form nicht mehr, schon gar nicht in Europa. Ich würde mich sehr freuen, da mal mitten drin sitzen zu dürfen um zu lauschen, das bekommen wir "Weißen" nie und nimmer so hin.

Natürlich finden sich auch sagen wir mal größere Namen, für Genre-Freaks wie mich natürlich nicht unbekannt. "Down In The River To Pray" ist sicherlich einer der bekanntesten Songs und wer auch nur einen Hauch christlichen Lebensgefühl hat, wird spätestens beim dritten Mal anhören anfangen mitzusingen. Für den der es das erste mal hört, dem wird's schon ein wenig kalt den Rücken runter laufen, soviel Kraft hat dieser einfache Acapella - Alison Krauss hat dafür auch die notwendige Stimme.

Auch einigermaßen bekannt dürfte noch "I am a Man of constant Sorrow" sein. Ein Song auf den die Genre-Freaks so richtig abfahren, ein Mitbrüller sozusagen, auch dadurch bekannt, dass es diverse Versionen gibt. Alleine hier sind vier verschiedene Versionen zu finden und wir haben es hier ganz bestimmt eher mit Variationen zu tun und weniger mit Wiederholungen. Die mit Dan Tyminski gefällt mir zwar am besten aber auch die Instrumentals sind wirklich alles andere als langweilig oder gar schlecht.

Ich könnte nun tippen und tippen und - nein, ein wenig will ich dem zugeneigten Hörer noch selbst die Spannung lassen. Man sei allerdings gewarnt: der Höhepunkt der Erkenntnis und des Feelings stellt sich erst beim mehrmaligen Hören ein und ist ganz bestimmt nix zum Nebenbeihören.

Es gibt kein schlechtes Stück auf der Scheibe.

Das Album ist natürlich für den interessant, der den Film gut findet. Darüber hinaus darf ich anmerken, dass diese Scheibe einen echten Repertoirewert hat und eigentlich in keiner guten Sammlung fehlen darf. Weder beim Genre-Freak noch bei dem, der sich für Weltmusik interessiert und eben hier in den Südstaaten vorbeikommt. Für jeden anderen ist es in jedem Fall eine echte musikalische Erfahrung.

Die CD selbst sieht übrigens aus wie eine Vinyl-LP - schick gemacht.

Absolute Kaufempfehlung - weniger als 5 Sterne wäre für mich "gehörlos".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Flucht vor der Welt, 1. März 2011
Von 
Stefan Schulz "stesh" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Südstaaten Volksmusik, wer hätte gedacht, dass ich so etwas mal hören werde. Mein musikalischer Geschmack kommt eigentlich aus einer ganz anderen Richtung.

Der Film hatte mich dermaßen in den Bann gezogen, so das mir die Filmmusik nicht mehr aus dem Kopf ging. Bei jedem Stück gehen mir die Filmszenen wieder und wieder durch das Hirn und die zum Teil grotesken Szenen des erstklassigen Films wirken mal zu mal gewaltiger.

Allein Ralph Stanleys reiner Gesangspart "Oh Death" schauert ein jedesmal und weiß man um die Filmszene, ist es schon fast belustigend, in was für Situationen die drei "Ausbrecher" jedesmal geraten.
Fast ein ähnliches Phänomen konnte ich bei dem Film "Crossroads" mit der Musik von Ry Cooder ausmachen. Wie ein Spielfilm doch den musikalischen Geschmack beeinflussen kann... (Oder war er schon immer da und man kannte ihn bisher noch nicht? How ever..)

"I Am A Man Of Constant Sorrow" ist zweifelsohne das Zugpferd des Albums, die anderen Stücke zweifelsfrei die Sahne der 40iger Jahre Südstaaten-Volk-Musik.
Alison Krauss kannte ich bisher nur in Zusammenarbeit mit Robert Plant, dem diese Musik wohl auch nicht mehr losläßt, zieht man das letzte Album "Band of Joy" heran.

Für mich persönlich ist -O Brother, Where Art Thou?- eine Flucht vor der hiesigen Welt, als Film und als Soundtrack und ich fühle mich wie die drei Akteure, die gerade die Ketten durchtrennt haben und durch die Welt wandern ohne wahrlich zu bemerken, was sie im Grunde alles bewirken.

Super Film, super Album.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diverse selection of old-time music, 27. Juni 2005
Von 
Peter Durward Harris "Pete the music fan" (Leicester England) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee (Audio CD)
The music here, like the film it provides the soundtrack for, is presumably intended to take us back to the thirties. Several songs from that era are featured along with traditional material that would have been popular then. Recorded mainly with state-of-the-art technology (except for some old recordings that are included and re-mastered), the sound quality is far superior to anything available in the thirties. Several different types of music can be found here - blues, gospel, country and folk - mainly performed by contemporary artists with a deep respect for tradition. I'll just pick out some of them although there are many excellent songs here.
Even Alison Krauss sticks firmly with tradition here - she often brings contemporary influences into her music these days but not here. Alison can be heard here on Down to the river to pray (as a solo singer), I'll fly away (providing harmony vocals for lead singer Gillian Welch) and Didn't leave nobody but the baby (joining Gillian and Emmylou in three-part harmony).
The inclusion of two Carter Stanley songs on a soundtrack such as this is predictable but welcome, with the Whites performing a superb version of the oft-recorded Keep on the sunny side, while the Peasall children (Hannah singing lead with Sarah and Leah providing harmony vocals) are in great form on In the highways. Children's recordings rarely impress me but this track does.
One song here that surprised me (though perhaps it shouldn't have) is Big rock candy mountain. It can be found on plenty of albums of children's songs, when it is invariably presented as an up-tempo song that children can (if they wish) sing along to. Here we get the original 1928 recording by Harry McLintock, who sings it at a more measured, reflective pace, showing that there is more to this song than I originally thought. I still prefer it as an up-tempo song generally but I'm glad I heard this version. I wonder what the Peasall sisters would have done with this song.
The Coen brothers clearly hoped that this soundtrack would provide a resurgence of interest in traditional music. While this soundtrack was a big commercial success, it seems that the majority of people who bought it (and continue to buy it) regard it as something of a novelty. Nashville record labels signed some traditional singers (Elizabeth Cook, though not featured here, is one that comes to mind) but they didn't get enough airplay on American country radio, so such artists were dropped and Nashville returned to its contemporary format. I'm sure that this soundtrack helped to win some new fans for traditional music, but not as many as the Coen brothers would like.
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