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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Krimithriller mit Harrison Ford bei mäßiger Blu-ray Umsetzung
In den 80er Jahren war Harrison Ford zweifelsohne auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Nach Star Wars und den Indiana Jones Filmen war er einer der gefragtesten Darsteller auf dem Planeten. Da kommt es ganz gelegen, wenn neben den ganzen Blockbuster Produktionen auch mal eine unauffälligere, bodenständigere Produktion eingeschoben wird. 1985 war...
Vor 3 Monaten von Sascha Hennenberger veröffentlicht

versus
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Film, schlechte DVD
Es handelt sich hier um einen sehr guten Film mit wunderbaren Schauspielern.
Trotzdem muss ich sagen, dass die DVD einfach nur grottenschlecht ist. Auch wenn der Film etwas älter ist, ist das noch immer kein Grund ihn auf eine solche Art und Weise zu Präsentieren. Das Bild ist voller Artefakte und das nicht nur in den dunkleren Szenen. Jede VHS Kassette ist...
Veröffentlicht am 27. Februar 2004 von Mr. Anderson


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch ein wunderbarer Film, 7. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Einst kam der Rezensent aus dem Kino, ein dräuend-dunkler Abend, kalt und feucht, aber dennoch war er vollkommen verzaubert und der Ansicht, gerade den besten Film seines Lebens gesehen zu haben: "Witness - Der einzige Zeuge" von Peter Weir. Von der traurigen Geschichte über die Bilder bis zur phantastischen, weil ruhig-meditativen Musik von Maurice Jarre - alles an diesem Film hatte mir gefallen. Danach habe ich ihn immer mal wieder auf VHS oder auch im TV gesehen, der Zauber ging nie ganz weg. Und ihn jetzt auf DVD, nach längerer "Absenz", erneut zu entdecken und festzustellen, daß es immer noch funktioniert, verdeutlicht mir, wie gut dieser Film ist.

[SPOILER]
Die junge Witwe Rachel (Kelly McGillis) und ihr Sohn Samuel (Lukas Haas) - Angehörige der Amisch-People-Population Pennsylvanias - wollen nach Baltimore, bleiben jedoch wegen einer Zugverspätung in Philadelphia hängen. Während der Wartezeit wird Samuel Zeuge eines Mordes auf der Bahnhofstoilette. Der Ermittler John Book (Harrison Ford) bringt die beiden zunächst bei seiner Schwester unter. Am folgenden Tag entdeckt Samuel durch Zufall bei einem Rundgang durch die Polizeistation den Täter: Es ist ein hochdekorierter Beamter des Drogendezernats. John teilt seinem Vorgesetzten und väterlichem Freund Schaeffer (Josef Sommer) seine Entdeckung mit und weiß, daß er und die beiden Amischen in Gefahr sind, als er kurz danach von dem Verdächtigen Detective McFee (Danny Glover) überfallen wird. Nur Schaeffer kann McFee benachrichtigt haben. Er bringt die Frau und den Jungen heim zu deren Leuten und will sofort wieder weg, bricht aber am Steuer seines Autos zusammen: McFee hat ihn bei der Auseinandersetzung in einer Tiefgarage angeschossen. Die Lapps, mit Hilfe einiger Amischen, pflegen Book gesund, hoffend, daß er überlebt, weil sie Angst haben, daß sein Tod die Täter anlocken könnte und somit Lukas in Gefahr brächte. Book überlebt und findet sich zunächst als Mitglied der Amischgesellschaft ein. Da er über Kenntnisse der Schreinerei verfügt und sich nicht zu schade ist, bei den anfallenden Arbeiten zur Hand zu gehen, wird er zumindest oberflächlich akzeptiert. Doch sind die Regeln der Amischen streng und Book gelingt es nicht, sich immer zusammenzureißen. Er soll, er muß bei nächstbester Gelegenheit in "seine" Welt zurück. Während der Nachbar Daniel Hochleitner (Alexander Godunov) auf sehr zurückhaltende Art um Rachel wirbt, entfacht zwischen Book und ihr die Leidenschaft, die Auszuleben beide sich jedoch versagen. Bei einem Ausflug in die Satdt, wird Daniel von ein paar Jugendlichen provoziert und gedemütigt, was Book schließlich dazu verleitet, sein "Können", was Schlägereien angeht, zu zeigen. Diese Attacke bleibt nicht ohne Aufsehen. Schaeffer und McFee wussten, daß Book bei den Amischen ist, sie konnten ihn in dem riesigen Gebiet ohne Strom und Telefone und mit ähnlichen Nachnamen der Amischen jedoch nicht ausfindig machen. Nun erfahren sie, bei wem er untergekrochen ist. Sie machen sich auf, Book, den Jungen und die Frau in deren Heim aufzusuchen und unschädlich zu machen. Book muß sich schließlich in einem Showdown zur Wehr setzen.

Peter Weir hatte bis dahin hauptsächlich Filme in seiner australischen Heimat gedreht. "Witness" (so der Originaltitel) war seine erste echte Hollywoodproduktion. Harrison Ford hatte bis dato vor allem Action- und Abenteuerfilme gedreht und war als "Han Solo" aus "Star Wars" und natürlich als "Indiana Jones" zu Ruhm gekommen. Außer der Rolle als "Blade Runner" hatte er nicht im ernsten Fach reüssiert. So wurde dies ein Film, dessen Erfolg für die weitere Karriere aller Beteiligten sehr wichtig war.

Weir war bekannt geworden als Regisseur eher leiser und differenzierter Filme. Er konnte Atmosphäre schaffen und Spannung erzeugen, ohne die ganz große Effektmaschine anzuwerfen. Das sieht man diesem Film nahezu perfekt an. Weir findet wunderbare Bilder, sei es der Wind, der das hohe Steppengras bewegt, durch das die Amischen zur Arbeit auf den Feldern gehen, sei es die beeindruckende Darstellung der "großen Stadt", repräsentiert durch den Bahnhof in Philadelphia, sei es der dräuende Himmel über Pennsylvania und der Amischgemeinde. Und natürlich - vielleicht mehr als alles andere, vielleicht als Mittel- und Höhepunkt des ganzen Films - die wunderbare Szene, in der eine Scheune gebaut wird und dies, nicht zuletzt durch die Musik Maurice Jarres, zu einer Szene orgiastischen Schaffens wird, geradezu eine Feier des Gemeinsamen, des Miteinanders, ein Hohelied der Gemeinschaft und des Zusammenhalts, möglicherweise der Freundschaft, wie es das vielleicht seit den Tagen John Fords nicht mehr im amerikanischen Kino gegeben hatte.

Doch sind es noch mehr die Zwischentöne, die Weir setzt, die den Film zu einem Ausnahmewerk machen. So ist der Ausgangspunkt der Geschichte zwar die Amischgemeinde, doch Weir maßt sich nicht an, diese wirklich zu verstehen. Man merkt, wie vorsichtig er ist, wie er Distanz hält und bloß niemandem zu nah treten will. Wenn Book in die Handlung eintritt und wir vieles der Gemeinde ab da durch seine Augen betrachten, kann Weir befreiter auf diese Kultur zugehen und sie zeigen, hat er nun sozusagen einen Stellvertreter im Film, dessen Augen er sich und damit uns, den Zsuchauern, leiht. Dafür hat er im Übrigen schwere Kritik seitens der realen Amischen bekommen, die sich im Film dann doch nicht wirklich repäsentativ wiedergegeben fanden. Doch muß man - ohne zu vergessen, daß man es eben immer noch mit einem Hollywoodfilm zu tun hat - feststellen, daß der Film sich sehr bemüht, die Amischen neutral (schlimmstenfalls) bis freundlich zu zeichnen. Book istv es, der sich wandelt, der vom ironisch-gelangweilten Cop zu einem differenziert Wahrnehmenden wird. Es gibt durchaus auch kritische Töne hinsichtlich der Rolle der Frau, der Engstirnigkeit einiger Gemeindemitglieder, der Religiosität, doch im Großen und Ganzen läßt Weir die Kultur der Amischen so stehen, wie Book sie vorfand und arbeitet anhand dieser Liebesgeschichte ohne Erfüllung die Unterschiede und kulturellen Gräben heraus, die die Amischen von den "Engländern" oder "Yankees" (wie alle Nichtamischen genannt werden) heraus. Und dabei tappt er nicht in die Kitschfalle: Die Liebe zwichen einer amischen Witwe und einem amerikanischen Polizisten hat keine Chance und sowohl Rachel als auch Book wissen das. Einen Kuß läßt Weir zu, einen einzigen Kuß, den wir sehen. Aus dieser Szene blendet er aus und bei der nächsten Aufblende ist der Morgen da und mit ihm Schaeffer und McFee mit Unterstützung. Ob es eine Liebesnacht zwischen Book und Rachel gegeben hat? Weir läßt dies unkommentiert und der Zuschauer darf frei interpretieren.

Weir setzt auf einen leidlich spannenden Thrillerplot, den er komplett aufgibt zugunsten dieser interkulturellen Begegnung und allen Auswüchsen, die sie mit sich bringt. All das, was Spannung im herkömmlichen Genresinne ausmacht, spart er aus: Wir erfahren von dem, was sich daheim tut nur durch Books Partner, der schließlich selber Opfer der Intrigen seiner Vorgesetzten wird. Der Showdown dann wird zwar spannend und nicht ganz unblutig erzählt, die Auflösung jedoch schafft Book/Weir ohne Blutvergießen, also im Sinne der Amischen: friedlich-pazifistisch.

Was also ist dieser Film? Ein Krimi? Eine Liebesgeschichte? Ein Drama? All das und irgendwie mehr, viel mehr.

Es ist ein sehr vorsichtiger, sehr ruhiger, sehr kontemplativer Film, ein Film, der sich Zeit nimmt, ein Film, der seine Protagonisten ernst nimmt, ein Film, der sich fast Unmögliches vornimmt, wenn er eine Gemeinschaft wie die Amischen zeigen will und der dabei niemals denunziatorisch, verwässernd oder gar gehässig wird, indem er die fremde Kultur dem Spott Preis gäbe. Im Gegenteil: Wenn Book Daniel Hochleitner verteidigt und den prolligen Jugendlichen zusammenschlägt, mag der Zuschauer einen Moment lang Genugtuung empfinden. Doch genau diese Situation ist es schließlich, die die Häscher auf Books Spur führt - Weir denunziert die Gewalt. Immer. Sie ist keine Lösung. "Witness" transportiert diese Einsicht sehr subtil und hintergründig, nahezu ohne spürbaren didaktischen Ansatz. Und auch dadurch wird er außergewöhnlich, dieser Film.

Last but not least ist noch einmal gesondert auf die Musik Maurice Jarres einzugehen: Diese Sphärenklänge, schwere Synthesizersounds, die an die Musik von Tangerine Dream u.a. aus den 70er Jahren erinnern, mögen heute abgeschmackt wirken. Hier, im Kontext dieser Bilder und Kamerabewegungen, ist es der perfekte Soundtrack. Der Zuschauer möchte sich momentweise von der Paarung der Bilder und dieser Musik hinforttragen lassen. Wunderbar.

Nein, "Witness - Der einzuge Zeuge" hat von seinem Zauber und auch seiner Melancholie nichts eingebüßt. Ein wunderbares Beispiel dafür, daß das so oft verfemte Kino der 80er Jahre große, große Momente hatte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gut!, 21. März 2010
Ich hab "Der einzige Zeuge" vor über 20 Jahren im Kino gesehen, und heute hatte ich die Freude, diesen Film nochmals zu sehen. Und er hat mich genau wie seinerzeit begeistert und und von Neuem gefangengenommen. Die Geschichte einer unmöglichen Liebe ist toll in Szene gesetzt und Harrison Fords und Kelly McGillis Spiel berührt ungemein. Ford war nie mehr so gut wie in der Rolle von John Book und McGillis gibt ihrer Rachel eine unschuldige Sinnlichkeit, die ihresgleichen sucht! Es ist ein Genuss, den beiden zuzuschauen!

Es machte ebenso Spass, in einer Nebenrolle einen jungen Spund namens Viggo Mortensen zu entdecken, der Jahre später als "Aragorn" in "Herr der Ringe" für Furore sorgte. Danny Glover als einmal böser Cop war eine Überraschung wie Alexander Godunov als guter Amish (hatte ich ihn doch vor allem als Bösewicht von "Die Hard 1" in Erinnerung).

Peter Weir ist es gelungen, die Welt der Amish in behutsamen, ruhigen Bilder umzusetzen und entstanden ist ein erstaunlich eigenartiger, spannender und faszinierender Blick in eine altertümliche Welt, in die plötzlich, unvermittelt und bedrohlich die Gegenwart hereinbricht.

Der "Thriller-Teil" von "Witness" kommt konventionell daher. Das spielt hier jedoch keine Rolle. Es ist das Ambiente an sich, in welches der Film eingebettet ist, das den Reiz der Geschichte ausmacht. Und so ist "Witness" beides - unterhaltsamer Thriller und eine berührende Liebesgeschichte. Gegenwart und Vergangenheit prallen aufeinander, 20. und 18. Jahrhundert begegnen sich und diese Begegnung hat es wahrlich in sich!

Kleine Abweichungen in bezug auf die Realität der Amish-People in Amerika (sprachliche Unkorrektheiten u.a.) darf man Weir verzeihen, da es sich beim "Einzigen Zeugen" um einen Spielfilm und nicht um eine Dokumentation handelt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 12. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Gerade in der heutigen Zeiten, die unterdurschnittliche Filme feiert ("Departed", "der ewige Gärtner" etc) wird man sich bewußt, was Film bedeuten kann, wenn man diesen Film anschaut und genießt. Atmosphärische Dichte, eine Story, die sich langsam entwickelt, Charaktere aufbaut, um eine einzigartige Spannung zu erzuegen.Ein Film mit wirklicher Sogwirkung und dessen Eindrücke immer bleiben werden. Ich denke hier nur an die Toilettenszene anfangs auf dem Bahnhof.

Fazitt: einzigartig und grandios
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Einzige Zeuge, 3. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Der Film "Der Einzige Zeuge" handelt von dem achtjährigen, amishen Jungen Samuel, der als einziger Zeuge einen Mord beobachtet und dadurch in Gefahr gerät. Der Polizist Book, gespielt von Harrison Ford, gerät bei seinen Ermittlungen selbst in die Schusslinie und muss untertauchen.

Der Film an sich ist gut gemacht und spannend, hat allerdings einige Längen und kann sicherlich nicht jeden begeistern. Harrison Ford spielt in diesem Film sehr gut und liefert eine seiner besten Arbeiten ab, was seine schauspielerische Leistung angeht. Dem Film an sich würde ich daher 4 Sterne geben.

Leider weißt die DVD Schwächen auf. Das Bild ist leider katastrophal. Schaut man sie sich auf einem LCD-Fernseher an, so fallen starke Artefaktbildung, Grieseln und ein starkes Rauschen auf. Die Bildauflösung ist sehr niedrig und die Farben wirken matt.
Ich vergleiche die Bildqualität mit der einiger anderer DVDs, die ich besitze und von denen einige ein wesentlich besseres Bild aufweisen.

Weiterhin weist die DVD keine weiteren Special Features auf. Dies bewerte ich allerdings nicht als negativ, da ich dies vorher wusste. Lediglich die schlechte Bildqualität empfinde ich als sehr störend, weshalb ich der DVD an sich und nicht dem Film nur 2 Sterne gebe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein von 1985, ein Thriller und Copfilm der ganz eigenen Art, 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Über die Filme gewisser Epochen habe ich mich in einigen meiner Rezensionen schon ausgelassen, gerade über die 70er und 80er Jahre. Es waren Zeiten im Filmgenre, die Zeichen der ganz eigenen Art gesetzt haben. Es gab besondere Filme in allen Bereichen, auch Trash und wirklichen Schrott, durch die Filmmusik, die Mode und Stilmittel jener Zeiten immer ihrer Epoche angehörend und für Cineasten gut zu erkennen.
"Witness", Englisch für Zeuge, daher die deutsche Ableitung des Titels: "Der einzige Zeuge", ist einer von den Klasse-Filmen aus den 80ern, der unvergessen bleibt. Harrison Ford ist ein Schauspieler, der Geschichte geschrieben hat mit seinen Rollen, Han Solo in "Star Wars" und Indiana Jones in der Reihe "Jäger des verlorenen Schatzes". Er hatte noch andere große Auftritte, siehe die des Rick Deckard in "Blade Runner". Dort war er eine Art Detektiv, der künstliche erzeugte Menschen, sogenannte Replikanten, aufspüren und eliminieren sollte. Von Seiten seiner Kollegen hatte er keine Freunde, eher auch nur Feinde, dieser Aspekt spielt hier in diesem Film auch eine Rolle.
Harrison Ford spielt John Book, einen Polizisten in Philadelphia. einen guten loyalen Cop, der aber auch mal "gut zulangen" kann, wenn er es für nötig hält. Der kleine Samuel ist mit seiner Mutter mit der Bahn unterwegs zu Verwandten und sie machen Zwischenstation in Philadelphia. Samuel und seine Mutter gehören zu den Amish-People, einer deutsch-stämmigen Sekte, die zwischen 1600 und 1700 nach Amerika auswanderte. Diese Menschen lehnen den Fortschritt kategorisch ab und fahren noch mit Pferdekutschen, haben keinen Strom, bauen ihre (Holz-)Häuser ohne Maschinen und bezeichnen die übrigen US-Bürger tatsächlich noch als "Engländer"! Das nur als kleine Info, denn der Umstand dieser Menschen und ihrer Lebensweise macht einen großen Teil des Reizes von diesem Film aus. Eine Bahnfahrt ist für diese Leute fast so etwas, wie für unsereins eine Reise auf dem Raumschiff Enterprise. Der kleine Samuel sucht die Toilette auf und beobachtet dort einen besonders gewalttätigen Mord. Er ist nun ein wichtiger Zeuge, der einzige Zeuge, für den Polizisten John Book(Harrison Ford), der Samuel und seine Mutter Rachel(Hinreißend Kelly McGillis) nun natürlich nicht mehr weiterfahren läßt. Für die heile Welt der Amish ist der Umgang mit Gewalt und der Polizei so etwas wie der Weltuntergang, wobei es eher Rachel allein belastet. Samuel staunt, kommt aber mit der Situation zurecht, zumal sich zwischen ihm und Book eine Beziehung, eine ganz vorsichtige Art Freundschaft aufbaut. Samuel und seine Mutter erleben die Arbeit der Polizei, Vernehmungen und sogar die etwas harte Befragung einiger Verdächtiger. Durch einen unglaublich simplen Zufall, sieht Samuel ein Bild vom Täter, es ist ein Polizist von John Books Department! Book kennt den Mann und vertaut sich seinem Vorgesetzten an, ohne zu wissen, dass dieser mit dem Mordfall und dem mordenden Polizisten verstrickt ist. Es wird ein Attentat auf Book verübt, dass dieser schwer verletzt überlebt. John Book weiß nun, er steht allein und muß Samuel und Rachel beschützen, in Philadelphia ist dies unmöglich. Also bringt er Samuel und Rachel per Auto nach Hause, muß aber selbst da bleiben, weil er aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr weiter fahren kann. Die Amish pflegen den "Engländer" gesund und versuchen mit ihm umzugehen. Ihre Welt ist aus den Fugen, ein fremder Mann mit Pistole bei einer Witwe(Rachel), ihrem Sohn und ihrem Schwiegervater. Und Samuel Zeuge eines Mordes! John Book und Samuel vertiefen immer mehr ihre Freundschaft, mit Rachel kommt es zu erotischen Spannungen, welche sich auch noch entladen. John Book lebt bei und wie die Amish-People und arbeitet sogar bei ihnen. Es scheint fast, als würde er einer von ihnen. Die quasi mittelalterliche Lebensweise erweist sich auch noch als hilfreich. Die Amish haben kein Telefon und sind nirgendwo richtig registriert. Der Polizeiapparat ist unfähig Book, Samuel und Rachel aufzuspüren, was dem Film sogar eine recht humorige Note verleiht. Books Kollegen, die mit dem Mord zu tun haben, suchen fieberhaft nach den dreien. Books Freund und Partner, der über die Angelegenheit Bescheid weiß, stirbt bei einem "fingierten Einsatz". Book selbst macht dann einen Fehler, der ihre Deckung auffliegen läßt. Ein paar junge Rowdys unter den Touristen, die sich die Amish-People gerne ansehen, benehmen sich schwer daneben. Book rastet aus und verprügelt einige von ihnen. Das hat eine Anzeige zur Folge und jetzt machen sich die "kriminellen" Kollegen von der Polizei auf den Weg. Es gibt ein äusserst spannendes Finale mit einem ungewöhnlichen Schluß, gerade für Thriller jener Zeit. Am Ende verläßt John Book die Amish-People, Samuel und Rachel, was dem Schluß einen betrüblichen Nachgeschmack gibt.
Der Film ist ein tolles Zeit-Kolorit, vor allem für diejenigen, welche die 80er und ihre Filme life miterlebt haben. ein wirklich starker Film mit einem grandiosen Harrison Ford, einer bezaubernden Kelly McGillis und einem Lukas Haas(Samuel), der für seine Rolle sogar ausgezeichnet wurde. Eine Empfehlung für alle, die gute 80er Thriller zu schätzen wissen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Übertragung eines Resümees von Judy Lind (USA):, 16. Juli 2005
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
"Der einzige Zeuge" ist wahrscheinlich Harrison Fords bester Film, und als er herauskam, zeigte er eine verblüffend neue Facette eines begabten Schauspielers, der bis dahin nur eingefleischten Kinogängern bekannt war durch "Star Wars" und als Indiana Jones. Im "Einzigen Zeugen" spielt Ford den Kriminalbeamten John Book, der beauftragt ist, einen geschockten kleinen Jungen zu verhören, der innerhalb der vom üblichen amerikanischen Leben stark abgetrennt lebenden Gemeinschaft der "Amish People" aufgesucht werden muss. Der achtjährige Samuel Lapp (Lukas Haas) lebt bei seiner sehr früh verwitweten Mutter Rachel (Kelly McGillis). Ein verdeckter Ermittler ist ermordet worden in einer Bahnhofstoilette, und Samuel, zitternd verborgen in einer Kabine nebenan, ist der einzige Tatzeuge. Samuel ist zunächst nicht in der Lage, den Mörder zu identifizieren im üblichen Aktenberg aller Tatverdächtigen; aber plötzlich erkennt er ihn wieder auf einem Foto, das stolz am Schwarzen Brett des örtlichen Polizeireviers präsentiert wird: es zeigt einen mit etlichen Preisen dekorierten Dogenfahnder. Als John Book (Harrison Ford) seine Entdeckung dem örtlichen Polizei-Chef mitteilt, landet er unversehens in einer Klemme, in welcher er selbst zur Zielscheibe wird, auf die geschossen wird. Der dubiose lokale Behördenchef, zweitens der des Mordes nun frisch verdächtige Drogen-Fahnder und ein dritter korrupter Polizist feuern auf ihn, Book benötigt überlebensnotwendig einen Platz, an dem er sich von seinen Verwundungen erholen kann, und was gäbe es da für einen besseren Ort als einen im Hause Lapp, mitten im abgetrennt liegenden Gebiet der Amish People? Der Kontrast zwischen der mit Stolperfallen randvollen städtischen Polizeibehörde und der bukolisch-rustikalen, außerhalb unserer Gegenwart liegenden Amish-Gesellschaft ist einer der frappierendsten Ideen dieses Drehbuches. Ford, angezogen mit einem blauen groben Leinenhemd und jenen einige Zentimeter zu kurzen schwarzen Amish-Hosen ist ein Bild für die Götter - er sieht aus wie der sprichwörtliche Fisch auf Landurlaub. Mit einem plötzlichen Paukenschlag ist man wie zurück-verhext ins 18. Jahrhundert, keine Elektrizität, keine Autos, kein Fernsehen oder Computer. Man kommt sich vor wie auf einem anderen Planeten. Und das archaischen Leben der Amish-Gemeinde, welches sich konserviert heute noch in Pennsylvania auf die gleiche Weise erhalten hat, prallt auf den Kriminalbeamten Book wie eine Invasions-Meute vom anderen Stern (nicht nur die Benzin- und Radiolosigkeit, auch die bedrohliche moralische Engstirnigkeit der Clan-Führer und ihre zwanghaft-dominante Regelsucht tun das ihre). In anderen Bereichen sind sie wohltuend sanft, pazifistisch bis auf die Knochen, körperlich hart arbeitend und bewundernswert konsequent darauf bedacht, die verdorbene amerikanische Gegenwartswelt nicht in ihr Leben hineinspülen zu lassen. Sie sind voller tief verlässlicher Nachbarschaftshilfe, bis zur Selbstaufgabe kooperativ. Das gemeinschaftliche, auf die gleiche Minute terminierte Aufrichten einer auf der Erde liegenden Scheunen-Balken-Konstruktion an geschickt gelegten Leinen, eine uralte Zimmermannstradition, ist wahrlich des Anschauens wert. Wir fühlen Sympathie für diese ruhigen, bescheidenen Menschen, wenn die Welt da draußen rücksichtslos auf sie überspringt, wenn sie versuchen, sich durchzumanövrieren mit ihren Pferdewägelchen auf einer mit modernem Verkehr vollgepfropften Bundesstraße. Ford liefert die besten Filmszenen mit der Art, wie er versucht, sich zurecht zu finden in dieser Welt. Er macht mit beim gemeinschaftlichen Hausbau, erledigt archaische landwirtschaftliche Arbeiten - dennoch: die Amish-Gemeinde hält ihn, so sehr sie auch seine Fähigkeiten respektiert, armlang auf Abstand. Einerseits, weil er sich in die junge Witwe Rachel Lapp verliebt (die seine Gefühle erwidert). Andererseits, weil seine Anpassung nur oberflächlich erscheint. Während einer erneuten Stippvisite in der nächstgelegenen Stadt, als eine Gruppe Vorstadt-Lümmel Amish-Leute provoziert, mischt sich Book mit einem Boxhieb ein - und kassiert seinerseits dafür eine blutige Quittung. Sein beruflich notwendiges passives Versteckspiel war auf eine zu harte Probe gestellt worden. Die örtliche Polizeiwache samt korruptem Chef und mordverdächtigem Drogenfahnder bekommt somit rasch Wind davon und geht darauf zu, ihn in seinem Versteck aufzustöbern und ihn endgültig zu erschießen - und den schweigsamen Zeugen Samuel gleich mit. Im Kontrast zu den eindimensionalen Darstellungen in den "Star-Wars"-Filmen und als Indiana Jones zeigt Ford hier eine viel nuanciertere Leistung; er ist einerseits knallharter Großstadt-Polizist und andererseits täppischer Flüchtling, der sich nicht ganz zurecht findet. Lukas Haas ist sehr effektiv als achtjähriger Junge Samuel, offenen Auges und mit wachen Ohren; und Kelly McGillis ist exzellent in der Rolle der Mutter, hin- und her-gerissen zwischen ihren Gefühlen für Book und ihren Bindungen an die Gemeinschaft der Amish-People. Vor Augen hat sie die Drohung, für den Rest ihres Lebens ausgeschlossen zu werden aus der Gemeinschaft und somit den Kontakt zu allen Menschen zu verlieren, die sie kennt - wenn sie Book heiratet. Es gibt übrigens einige weitere erwähnenswerte schauspielerische Leistungen, besonders die von Alexander Godunov, des heimlichen Verehrers der Witwe Lapp, dessen angeborene Höflichkeit es ihm verbietet, allzu starke Ressentiments zu äußern gegen die Anwesenheit von Book; Danny Glover als der mordskalte korrupte Drogenfahnder macht seine Sache ebenfalls gut. Peter Weirs sensible Regieführung schält den Kontrast zwischen der "Ungleichzeitigkeit" der zivilisations-spezifischen Orts- und Zeit-Verankerungen gekonnt hervor und es gelingt ihm, die so entstehende Spannung den gesamten Filmverlauf über zu halten. "Der einzige Zeuge" ist kein üblicher Abenteuer- oder Aktion-Knüller wie viele andere Streifen, aus denen Ford das diesbezügliche Image bezieht, der Film benötigt wahrlich keinerlei pyrotechnische Kniffe, um aufzufallen. Es ist ein handwerklich hervorragend gedrehter, perfekt schauspielerisch ausgefeilter, außerordentlich zufriedenstellender Film.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Klassiker ! Ein wirkliches Muss für Filmfans!, 17. Mai 2005
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Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Trotz der technisch bescheidenen DVD-Umsetzung ist dies einer der besten Filme der 80er Jahre. Top Spannung, Romanze und Anschauungsunterricht (Lebensweise der Amish in unserer Zeit!). Peter Weir ist ein Meister seines Faches und die Besetzung erweist sich als perfekt für den Plott.
FAZIT: Ein ABSOLUTES MUSS!
a really MUST-HAVE-MOVIE!!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Symbiose aus Romanze und Thriller, 29. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Ein ungewöhnliches Setting, gepaart mit einigen sehr schönen Genre-Elementen, das macht für mich "Der einzige Zeuge" aus. Thematik und Sets der Amish wirken unverbraucht und bilden eine schöne Abwechslung zum film noir typischen Großstadt-Szenario. So ist es sehr angenehm, dass statt grieseliger Unterwelt-Metropole die ruhigen Landbilder und die Sympathie/Antipathie mit den Amish einen großen Teil des Filmes ausmachen.
Die Chemie zwischen Book und Rachel, die mit dem Setting sehr viel zu tun hat, ist ebenso besonders intensiv und angenehm aufgebaut.
Interessanterweise rückt von Mitte bis Ende des Films die eigentliche Thematik des Polizei-Thrillers in den Hintergrund ohne den Faden völlig fallen zu lassen, gibt so aber Platz für die Romanze. Dennoch wird die eigentliche Thematik des Polizistenmordes und des Jungen als einzigen Zeugen nie fallen gelassen oder "vergessen", rückt einfach etwas in den Hintergrund.

Einzig etwas unbefriedigend fand ich das Ende:
SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER
Denn die Tatsache, dass Rachel und Book wieder in ihre Welten zurückkehren, kann die knisternde Spannung zwischen ihnen nicht befriedigend lösen. Ein Ende bei dem Beide vereint sind, wäre zwar natürlich kitschiger, aber meiner Meinung nach auch sehr passend gewesen.
SPOILER ENDE SPOILER ENDE SPOILER ENDE

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen, dass "Der einzige Zeuge" die Mischung aus Thriller und Romanze sehr gekonnt funktionieren machen kann und beide Elemente nicht zu kurz kommen. Die Romantik ist sehr schön aufgebaut und in der Interaktion der Figuren verpackt, einzig der Thriller-Aspekt erhält leider nicht diese Form an Dynamik und Spannung, wird aber nichtsdestotrotz gut umgesetzt und aufgelöst.

Für mich bietet "Der einzige Zeuge" eine schöne Transformation vom Polizistenthriller zu Romanze und wiede rzurück und weiß vorallem durch Setting, Schauspieler und stimmigen Score zu begeistern.

Lediglich die etwas antiquierten Dialoge (vor allem im Deutschen) und die Tatsache, dass die Thriller-Thematik gegen Mitte abnimmt und am Ende zwar gut, aber nicht ausfüllend behandelt wird, sind Kritikpunkte des Films.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne für Thema und Inhalt........, 22. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Für meine private Sammlung, um sie bei Bedarf abzuspielen, da ich im offiziellen Fernsehen trotz eingetriebener Gebühren ungefragt durch Werbeeinschaltungen genötigt "dicke Kabeln bei der Halsschlagader" von Ärger bekomme!
Da ich "meine" Filme immer wieder gerne sehe, es aber nicht nötig habe, mich wegen illegaler Kopien rechtfertigen zu müssen, leiste ich mir diesen Luxus!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar bewegend, 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
seit diesem film verbringe ich meine freie zeit mit der recherche über die amish people, tolle schauspieler in authentischer kulisse.
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Der einzige Zeuge von Peter Weir (DVD - 2006)
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