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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker verlieren nie ihren Reiz
"Witness" (Originaltitel) ist und bleibt einer der besten Filme, die je gedreht wurden.

Regisseur Peter Weir schaffte in den 80ern mit diesem Film, sowie mit "The Mosquito Coast", die beiden denkwürdigsten Werke in Harrison Fords Karriere-Laufbahn, und kreierte mit ihnen Meilensteine der Filmgeschichte.

Weirs vollkommenem Verständnis...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2006 von DocCovington

versus
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Film, schlechte DVD
Es handelt sich hier um einen sehr guten Film mit wunderbaren Schauspielern.
Trotzdem muss ich sagen, dass die DVD einfach nur grottenschlecht ist. Auch wenn der Film etwas älter ist, ist das noch immer kein Grund ihn auf eine solche Art und Weise zu Präsentieren. Das Bild ist voller Artefakte und das nicht nur in den dunkleren Szenen. Jede VHS Kassette ist...
Veröffentlicht am 27. Februar 2004 von Mr. Anderson


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker verlieren nie ihren Reiz, 7. Dezember 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Witness" (Originaltitel) ist und bleibt einer der besten Filme, die je gedreht wurden.

Regisseur Peter Weir schaffte in den 80ern mit diesem Film, sowie mit "The Mosquito Coast", die beiden denkwürdigsten Werke in Harrison Fords Karriere-Laufbahn, und kreierte mit ihnen Meilensteine der Filmgeschichte.

Weirs vollkommenem Verständnis fürs filmische Schaffen ist (leider?) auch die Tatsache zu verdanken, dass diese DVD-Edition nur eine "Deleted Scene" aufzuweisen hat. Weir weiß eben, was in einem Film funktioniert und was nicht, deshalb muss man vermutlich auch nachträglich nicht viel an seiner Arbeit herumschnippseln. ;)

Zu dieser Special Edition lässt sich sagen: Ein echtes Must-have! Allein schon die aktuelle, fünft-teilige "Behind the scenes"-Featurette, in welcher die Mitwirkenden nach 20 Jahren nochmal ausführlich über den Film reflektieren und viele interessante Hintergrundinformationen zu berichten wissen, ist jeden Cent wert.

Auch wenn das Front-Cover m.E. etwas missraten ist, tut das der Freude am Inhalt keinen Abbruch.

Thumbs up!!
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Krimithriller mit Harrison Ford bei mäßiger Blu-ray Umsetzung, 22. März 2014
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge [Blu-ray] (Blu-ray)
In den 80er Jahren war Harrison Ford zweifelsohne auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Nach Star Wars und den Indiana Jones Filmen war er einer der gefragtesten Darsteller auf dem Planeten. Da kommt es ganz gelegen, wenn neben den ganzen Blockbuster Produktionen auch mal eine unauffälligere, bodenständigere Produktion eingeschoben wird. 1985 war dies der Krimi Thriller "Der einzige Zeuge".
Regisseur Peter Weir hat dabei nicht nur nach einem Drehbuch von William Kelley, Earl W. Wallace und Pamela Wallaceeine hervorragende Kriminal Geschichte auf die Leinwand gebracht, sondern parallel die
starken Kontraste zwischen der hektischen und emotionslosen Stadt und den ländlichen, techniklosen Amish dargestellt. Doch gerade dieser Konflikt der zwei Kulturen ist das Salz in der Suppe dieser Geschichte. Wie auch schon in "Gallipoli", "Der Club der toten Dichter" oder "Master & Commander – Bis ans Ende der Welt" zeigt der Filmemacher dabei neben der eigentlichen Handlung auch einige soziologische Themen, die dennoch nie den roten Faden aus dem Auge verlieren lassen. Der Hauptplot ist allgegenwärtig, wobei nicht einmal die kleine Liebesgeschichte am Rande dabei aufgesetzt sondern stets natürlich erscheint.
Ergänzt durch eine hervorragende schauspielerische Leistung von Harrison Ford, Kelly McGillis, Josef Sommer, dem damals noch sehr jungen Lukas Haas ("Inception", "Contraband"), Jan Rubes, Alexander Godunov ("GEschenkt ist noch zu teuer"), Danny Glover ("Lethal Weapon" Reihe), Brent Jennings oder Viggo Mortensen ("Der Herr der Ringe" Reihe, damals in seinem Leinwanddebut) ist "Der einzige Zeuge" ein Film, der dank seiner zeitlosen Geschichte nicht nur für 80er Jahre Fans geeignet ist.

Das Bild:
Der Blu-ray Transfer lässt zwar eine deutliche Verbesserung zur mäßigen DVD erkennen, ist aber noch ein gutes Stück weit von Bestwerten entfernt. Die Schärfe erreicht bestenfalls gutklassige Qualität bei immerhin recht hohem Detailgrad. Die Farben sind stets natürlich wenn gleich auch ein wenig matt. Der Kontrast ist nicht optimal und könnte mitunter ausgewogener sein. Dasselbe gilt für den Schwarzwert, der stellenweise kräftiger sein müsste und dabei auch in einigen Elementen in der Durchzeichnung Probleme macht indem Details verschluckt werden. Das Filmkorn ist ständig präsent, verleiht dem Film aber einen authentischen Look. Rauschen fällt nur selten und schwach auf. Immerhin ist der Transfer sehr sauber und lässt so gut wie keine Spuren erkennen.

Der Ton:
Der deutsche Ton hat es lediglich in Dolby Digital Stereo auf die Blu-ray geschafft, während das englische Original in Dolby TrueHD vorliegt. Die deutsche Abmischung kann am besten als zweckdienlich bezeichnet werden. Die Balance ist ausgewogen bei solider Dynamik. Die Stereoseparation ist ok, könnte aber noch weiträumiger abgemischt sein. Bässe sind kaum erkennbar. Immerhin ist die Tonspur rausschfrei. Darüber hinaus sind auch die Dialoge stets klar zu verstehen.

Extras:
Wie bei Katalogveröffentlichungen von Paramount nicht selten üblich wird auch in diesem Falle auf das sämtliche bereits von der DVD Fassung bekannte Bonusmaterial verzichtet. Das ist in diesem Fall u.a. eine merteilige Zwischen zwei Welten: Das Making of "Der einzige Zeuge", eine entfernte Szene sowie ein Interview mit Regisseur Peter Weir. Immerhin ist ein Wendecover vorhanden.

Fazit:
Das Fehlen jeglichen Bonusmaterials lässt manch einen über einen Upgrade der DVD nachgrübeln. Dafür spricht die erkennbar bessere Bildqualität, auch wenn bei diesem HD Transfer keine Bäume ausgerissen werden. Der Film ist aber über jeden Zweifel erhaben und wirklich empfehlenswert.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher Ford-Klassiker, 10. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Mit "Der einzige Zeuge" hat Harrison Ford wohl seinen entscheidenen Schritt in die Richtung Filmheld gemacht, vor allem in der Rolle als Polizist.
Der Film beginnt damit, dass eine alleinstehende Mutter einer Amish-Gemeinde einen Ausflug mit ihrem kleinen Sohn unternimmt, der damit endet, dass der Junge auf einer öffentlichen Toilette Zeuge eines brutalen Mordes wird und als einziger Zeuge unter polizeilichen Gewahrsam genommen wird. Er hat den Mörder gesehen und nun geht es darum, diesen ausfindig zu machen. Dies passiert an unerwartendster Stelle: auf dem Polizeirevier, wo der Junge den Mörder auf einem Foto wiedererkennt. Doch ist dieser Mann kein Krimineller, sondern ebenfalls auf polizeilicher Ebene tätig und dort von höchster Position. Als der ermittelnde Polizist (Ford) damit an seine Vorgesetzten treten möchte, ist auch sein Leben plötzlich in Gefahr. Er schafft es, die Mutter und ihren Jungen, wieder sicher zurück in ihre Amish-Gemeinde zu bringen, wird aber auf der Flucht angeschossen. In der Gemeinde wird er wieder gesund gepflegt und in das einfache Leben der Leute integriert. Natürlich gibt es einige Spannungen und viele Unterschiede. Eine kleine Romanze darf natürlich auch nicht fehlen und noch weniger das spannende Ende.
"Der einzige Zeuge" ist kein gewöhnlicher Kriminalfilm, wie ich finde. Zwar sind die Mordtat und die dazugehörigen Ermittlungen wichtig, doch vordergründig sind auch andere Themen, z.B. die kulturelle Näherbringung des Amish-Lebens, in das man als Zuschauer wirklich sehr gern abtaucht und ihre Einfachheit und Lebensfreude einfach auf sich wirken lassen kann. Die einzelnen Charaktere sind sehr sorgfältig bearbeitet wurden und werden uns durch gute Schauspieler sehr sympathisch vorgestellt. Dabei sind die meisten von ihnen eher unbekannt, mit Ausnahme von Harrison Ford und Danny Glover, die aber beide zum damaligen Zeitpunkt auch noch nicht die Top-Namen von heute waren.
Besonders schön sind die Kameraaufnahmen aus der Amish-Gemeinde. Das funktionierende Gemeindeleben wird perfekt eingefangen und lebhaft wiedergespiegelt. Dennoch werden auch die negativen Apsekte dieses Lebens aufgezeigt, z.B. die Engstirnigkeit der Ältesten und ihre Striktheit in manchen Regeln. Das sorgt für eine weitere Ausbreitung des Charakter-Sprektrums und für mehr Intensität in der Geschichte. So ist dieser Film nicht eine bloße Kriminalgeschichte, sondern vielmehr auch ein Gesellschaftsbild mit schönen Aufnahmen, guten Schauspielern und einer Handlung, die nicht langweilig wird aufgrund ihrer Vielseitigkeit und die dennoch von vorn bis hinten zusammenpaßt.
Der Film ist ein Klassiker und Pflicht für jede Filmesammlung.
Die DVD ist trotz des Alters des Filmes ziemlich gut gelungen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Welten begegnen sich: Amish-people und korrupte Polizei, 4. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Manchmal passiert es - zumindest bei mir - dass ein Film ein paar Jahre lang im Regal ein Schattendasein fristet. Und dann wird er, aus welchen Gründen auch immer, von mir "neu entdeckt".
So ging es mir jetzt mit dem Film "Der einzige Zeuge".
Der achtjährige Amish-Junge Samuel (von Lukas Haas erstaunlich natürlich gespielt) ist mit seiner Mutter Rachel (Kelly McGillis) auf Reisen. In einer Bahnhofstoilette wird er zufällig Zeuge eines Polizistenmordes.
Und damit gerät er zwangsläufig in einen Teufelskreis von Verfolgung und Gewalt, in den letztendlich seine gesamte Amish-Gemeinde hineingezogen wird. Samuel wird zusammen mit seiner Mutter unter den Schutz des Kriminalbeamten John Book (Harrison Ford, der für diese Rolle eine Oskar-Nominierung erhielt) gestellt. Doch bald werden zwangsläufig die Rollen vertauscht, und John Book ist es, der - lebensgefährlich angeschossen - auf den Schutz der Amish-Leute angewiesen ist, bei denen er Unterschlupf und Pflege erhält.
Um nicht zu spoilern, sei hier zu der spannenden Handlung nicht mehr verraten.
Dem Regisseur Peter Weir (Truman Show u.A.) ist es vortrefflich gelungen, den Zuschauer in die Welt der Amish einerseits und die Korruption der oberen Polizeiränge andererseits zu "entführen", und dies bei nicht abreißender Spannung. Er erhielt für die Regie ebenfalls eine Oskar-Nominierung.

Überhaupt ist die Oskar-Liste von 1986 für "Der einzige Zeuge" erstaunlich lang:
Oskar für das beste Drehbuch
Oskar für den besten Schnitt
Oskar-Nominierung für den besten Film
Oskar-Nominierung für die beste Regie (Peter Weir)
Oskar-Nominierung für den besten Hauptdarsteller (Harrison Ford)
Oskar-Nominierung für das beste Szenenbild
Oskar-Nominierung für die beste Kamera
Oskar-Nominierung für die beste Filmmusik

Bei all den Oskars und Nominierungen möchte ich die schauspielerischen Leistungen von Kelly McGillis und dem kleinen Lukas Haas (Solarfighters, Die phantastische Reise ins Jenseits ' Lady in White) extra hervorheben.
Der Film ist 108 Minuten Spannung pur. Leider wurde für die DVD am ursprünglichen Format 3:4 herumgepfuscht und das Bild oben und unten beschnitten, um es unbegreiflicherweise auf 16:9 zu trimmen! Das ist eine unverzeihliche "Vergewaltigung" des Films. Weil der Film aber in Handlung, Regie und schauspielerischer Leistung spitze ist, will ich dies nicht in meine Beurteilung einfließen lassen. 5 Sterne.
eboku
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch ein wunderbarer Film, 7. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Einst kam der Rezensent aus dem Kino, ein dräuend-dunkler Abend, kalt und feucht, aber dennoch war er vollkommen verzaubert und der Ansicht, gerade den besten Film seines Lebens gesehen zu haben: "Witness - Der einzige Zeuge" von Peter Weir. Von der traurigen Geschichte über die Bilder bis zur phantastischen, weil ruhig-meditativen Musik von Maurice Jarre - alles an diesem Film hatte mir gefallen. Danach habe ich ihn immer mal wieder auf VHS oder auch im TV gesehen, der Zauber ging nie ganz weg. Und ihn jetzt auf DVD, nach längerer "Absenz", erneut zu entdecken und festzustellen, daß es immer noch funktioniert, verdeutlicht mir, wie gut dieser Film ist.

[SPOILER]
Die junge Witwe Rachel (Kelly McGillis) und ihr Sohn Samuel (Lukas Haas) - Angehörige der Amisch-People-Population Pennsylvanias - wollen nach Baltimore, bleiben jedoch wegen einer Zugverspätung in Philadelphia hängen. Während der Wartezeit wird Samuel Zeuge eines Mordes auf der Bahnhofstoilette. Der Ermittler John Book (Harrison Ford) bringt die beiden zunächst bei seiner Schwester unter. Am folgenden Tag entdeckt Samuel durch Zufall bei einem Rundgang durch die Polizeistation den Täter: Es ist ein hochdekorierter Beamter des Drogendezernats. John teilt seinem Vorgesetzten und väterlichem Freund Schaeffer (Josef Sommer) seine Entdeckung mit und weiß, daß er und die beiden Amischen in Gefahr sind, als er kurz danach von dem Verdächtigen Detective McFee (Danny Glover) überfallen wird. Nur Schaeffer kann McFee benachrichtigt haben. Er bringt die Frau und den Jungen heim zu deren Leuten und will sofort wieder weg, bricht aber am Steuer seines Autos zusammen: McFee hat ihn bei der Auseinandersetzung in einer Tiefgarage angeschossen. Die Lapps, mit Hilfe einiger Amischen, pflegen Book gesund, hoffend, daß er überlebt, weil sie Angst haben, daß sein Tod die Täter anlocken könnte und somit Lukas in Gefahr brächte. Book überlebt und findet sich zunächst als Mitglied der Amischgesellschaft ein. Da er über Kenntnisse der Schreinerei verfügt und sich nicht zu schade ist, bei den anfallenden Arbeiten zur Hand zu gehen, wird er zumindest oberflächlich akzeptiert. Doch sind die Regeln der Amischen streng und Book gelingt es nicht, sich immer zusammenzureißen. Er soll, er muß bei nächstbester Gelegenheit in "seine" Welt zurück. Während der Nachbar Daniel Hochleitner (Alexander Godunov) auf sehr zurückhaltende Art um Rachel wirbt, entfacht zwischen Book und ihr die Leidenschaft, die Auszuleben beide sich jedoch versagen. Bei einem Ausflug in die Satdt, wird Daniel von ein paar Jugendlichen provoziert und gedemütigt, was Book schließlich dazu verleitet, sein "Können", was Schlägereien angeht, zu zeigen. Diese Attacke bleibt nicht ohne Aufsehen. Schaeffer und McFee wussten, daß Book bei den Amischen ist, sie konnten ihn in dem riesigen Gebiet ohne Strom und Telefone und mit ähnlichen Nachnamen der Amischen jedoch nicht ausfindig machen. Nun erfahren sie, bei wem er untergekrochen ist. Sie machen sich auf, Book, den Jungen und die Frau in deren Heim aufzusuchen und unschädlich zu machen. Book muß sich schließlich in einem Showdown zur Wehr setzen.

Peter Weir hatte bis dahin hauptsächlich Filme in seiner australischen Heimat gedreht. "Witness" (so der Originaltitel) war seine erste echte Hollywoodproduktion. Harrison Ford hatte bis dato vor allem Action- und Abenteuerfilme gedreht und war als "Han Solo" aus "Star Wars" und natürlich als "Indiana Jones" zu Ruhm gekommen. Außer der Rolle als "Blade Runner" hatte er nicht im ernsten Fach reüssiert. So wurde dies ein Film, dessen Erfolg für die weitere Karriere aller Beteiligten sehr wichtig war.

Weir war bekannt geworden als Regisseur eher leiser und differenzierter Filme. Er konnte Atmosphäre schaffen und Spannung erzeugen, ohne die ganz große Effektmaschine anzuwerfen. Das sieht man diesem Film nahezu perfekt an. Weir findet wunderbare Bilder, sei es der Wind, der das hohe Steppengras bewegt, durch das die Amischen zur Arbeit auf den Feldern gehen, sei es die beeindruckende Darstellung der "großen Stadt", repräsentiert durch den Bahnhof in Philadelphia, sei es der dräuende Himmel über Pennsylvania und der Amischgemeinde. Und natürlich - vielleicht mehr als alles andere, vielleicht als Mittel- und Höhepunkt des ganzen Films - die wunderbare Szene, in der eine Scheune gebaut wird und dies, nicht zuletzt durch die Musik Maurice Jarres, zu einer Szene orgiastischen Schaffens wird, geradezu eine Feier des Gemeinsamen, des Miteinanders, ein Hohelied der Gemeinschaft und des Zusammenhalts, möglicherweise der Freundschaft, wie es das vielleicht seit den Tagen John Fords nicht mehr im amerikanischen Kino gegeben hatte.

Doch sind es noch mehr die Zwischentöne, die Weir setzt, die den Film zu einem Ausnahmewerk machen. So ist der Ausgangspunkt der Geschichte zwar die Amischgemeinde, doch Weir maßt sich nicht an, diese wirklich zu verstehen. Man merkt, wie vorsichtig er ist, wie er Distanz hält und bloß niemandem zu nah treten will. Wenn Book in die Handlung eintritt und wir vieles der Gemeinde ab da durch seine Augen betrachten, kann Weir befreiter auf diese Kultur zugehen und sie zeigen, hat er nun sozusagen einen Stellvertreter im Film, dessen Augen er sich und damit uns, den Zsuchauern, leiht. Dafür hat er im Übrigen schwere Kritik seitens der realen Amischen bekommen, die sich im Film dann doch nicht wirklich repäsentativ wiedergegeben fanden. Doch muß man - ohne zu vergessen, daß man es eben immer noch mit einem Hollywoodfilm zu tun hat - feststellen, daß der Film sich sehr bemüht, die Amischen neutral (schlimmstenfalls) bis freundlich zu zeichnen. Book istv es, der sich wandelt, der vom ironisch-gelangweilten Cop zu einem differenziert Wahrnehmenden wird. Es gibt durchaus auch kritische Töne hinsichtlich der Rolle der Frau, der Engstirnigkeit einiger Gemeindemitglieder, der Religiosität, doch im Großen und Ganzen läßt Weir die Kultur der Amischen so stehen, wie Book sie vorfand und arbeitet anhand dieser Liebesgeschichte ohne Erfüllung die Unterschiede und kulturellen Gräben heraus, die die Amischen von den "Engländern" oder "Yankees" (wie alle Nichtamischen genannt werden) heraus. Und dabei tappt er nicht in die Kitschfalle: Die Liebe zwichen einer amischen Witwe und einem amerikanischen Polizisten hat keine Chance und sowohl Rachel als auch Book wissen das. Einen Kuß läßt Weir zu, einen einzigen Kuß, den wir sehen. Aus dieser Szene blendet er aus und bei der nächsten Aufblende ist der Morgen da und mit ihm Schaeffer und McFee mit Unterstützung. Ob es eine Liebesnacht zwischen Book und Rachel gegeben hat? Weir läßt dies unkommentiert und der Zuschauer darf frei interpretieren.

Weir setzt auf einen leidlich spannenden Thrillerplot, den er komplett aufgibt zugunsten dieser interkulturellen Begegnung und allen Auswüchsen, die sie mit sich bringt. All das, was Spannung im herkömmlichen Genresinne ausmacht, spart er aus: Wir erfahren von dem, was sich daheim tut nur durch Books Partner, der schließlich selber Opfer der Intrigen seiner Vorgesetzten wird. Der Showdown dann wird zwar spannend und nicht ganz unblutig erzählt, die Auflösung jedoch schafft Book/Weir ohne Blutvergießen, also im Sinne der Amischen: friedlich-pazifistisch.

Was also ist dieser Film? Ein Krimi? Eine Liebesgeschichte? Ein Drama? All das und irgendwie mehr, viel mehr.

Es ist ein sehr vorsichtiger, sehr ruhiger, sehr kontemplativer Film, ein Film, der sich Zeit nimmt, ein Film, der seine Protagonisten ernst nimmt, ein Film, der sich fast Unmögliches vornimmt, wenn er eine Gemeinschaft wie die Amischen zeigen will und der dabei niemals denunziatorisch, verwässernd oder gar gehässig wird, indem er die fremde Kultur dem Spott Preis gäbe. Im Gegenteil: Wenn Book Daniel Hochleitner verteidigt und den prolligen Jugendlichen zusammenschlägt, mag der Zuschauer einen Moment lang Genugtuung empfinden. Doch genau diese Situation ist es schließlich, die die Häscher auf Books Spur führt - Weir denunziert die Gewalt. Immer. Sie ist keine Lösung. "Witness" transportiert diese Einsicht sehr subtil und hintergründig, nahezu ohne spürbaren didaktischen Ansatz. Und auch dadurch wird er außergewöhnlich, dieser Film.

Last but not least ist noch einmal gesondert auf die Musik Maurice Jarres einzugehen: Diese Sphärenklänge, schwere Synthesizersounds, die an die Musik von Tangerine Dream u.a. aus den 70er Jahren erinnern, mögen heute abgeschmackt wirken. Hier, im Kontext dieser Bilder und Kamerabewegungen, ist es der perfekte Soundtrack. Der Zuschauer möchte sich momentweise von der Paarung der Bilder und dieser Musik hinforttragen lassen. Wunderbar.

Nein, "Witness - Der einzuge Zeuge" hat von seinem Zauber und auch seiner Melancholie nichts eingebüßt. Ein wunderbares Beispiel dafür, daß das so oft verfemte Kino der 80er Jahre große, große Momente hatte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellent!, 15. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Witness [UK Import] (DVD)
When I first read the plot of his film I thought "An ordinary thriller with a love story - typical". Then, I watched this film and was really stunned:

In the story the modern world collides with the Amish people. It begins on an Amish settlement in Pennsylvania where for 200 years a religious community has been living which is a group of outsiders, hasn't got any technology (only gas lanterns) and lives a rural lifestyle. Horses and carriages are like cars of the people in the modern world for them.

The next scene shows us a funeral. An Amish man died. The widow, named Rachel (played by Kelly McGillis) and her son, named Samuel leave on a train journey . In the train station in Philadelphia, Samuel witnesses a murder. A police officer, named John Book (played by Harrison Ford) takes care of the case and also of Samuel and Rachel.

When it turns out that the police department itself is implicated in the killing, John decides to drive with Samuel and Rachel to the Amish lands of Pennsylvania because their lives are all in danger.

At this point, in my point of view, the story really begins. The viewer gets to know the Amish lifestyle and is caught in the story: Now it turns into an intelligent love story connected with the conflict between the two worlds which are crashing together and also connected with a little amount of suspense and thrill.

The viewer starts to feel with the characters. The unreachable love between John and Rachel builds up tension: The viewer knows that this special relationship between the two would not make any sense because their worlds are too different but in everyone of us, there is this romantic sense and hope. What thing counts more than true love for us?

The dialogues change from short dialogues (for action scenes) to really well developed dialogues. This combination keeps the film flowing and implicates the viewer directly into the film, into the story and the two different worlds. At the end, when they two are kissing, the viewer can feel the passion and special connection between them. It's some kind of relief for the viewer.

Harrison Ford perfectly fits into his role. He is very charismatic and manly. Kelly McGillis also plays a perfect role: On the one hand she plays a shy and religious Amish woman on the other hand, she is a very attractive woman who just wants to do what she really wants.

The director, Peter Weir makes this film to a masterpiece which should be seen by everybody. It's stunning, thrilling and sweeping.

This film is the evidence that also bloodless films can be very suspicious and intelligent at the same time!
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisches Meisterwerk, 26. Februar 2001
Von 
Volker Hartung - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Verkauft wurde "Der einzige Zeuge" damals offenbar als Polizei-Thriller. Möglicherweise haben sich die Kinobesucher dann gewundert - enttäuscht waren sicher nur wenige. Es gehörte Mut dazu, einen so ruhigen Film zu drehen, sich ganz auf seine Bilder zu verlassen und auch auf die naheliegenden bedeutungsschweren Dialoge weitgehend zu verzichten. Welch ein Glück, daß der Australier Peter Weir in seiner ersten Hollywood-Arbeit ein entsprechendes Selbstvertrauen noch hatte - in späteren Jahren ging er doch manchen Kompromiß in Richtung Mainstream ein. Trotzdem ist dies ein ungeheuer spannender Film - die Spannung nährt sich jedoch eher aus der Entdeckung der für den hartgesottenen Polizisten neuen Welt und der von vornherein zum Scheitern verurteilten Liebesgeschichte als aus äußerer Dramatik. Harrison Ford war nicht nur wegen seiner Ausbildung als Zimmermann eine Topbesetzung für die Hauptrolle, nur im "Blade Runner" war er noch besser. Kelly McGillis ist der ideale Gegenpart - wie lange muß man in Hollywood wohl gesucht haben, bis man eine Schauspielerin fand, die auch ungeschminkt eine solche Schönheit ausstrahlen konnte...
Die DVD-Ausstattung ist etwas enttäuschend, aber Bild- und Tonqualität (Original in 5.1) sind besser, als so manche Kritik vermuten ließ. Das Interview mit Peter Weir ist hochinteressant, aber viel zu kurz (ca. 10 Minuten).
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der bsten Filme, die ich kenne, 8. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Der einzige Zeuge: Diesen Film finde ich sehr empfehlenswert. Er zeigt das Zusammenprallen zweier Welten, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite Polizei-Captain John Book, auf der anderen Seite Rachel, eine Amish. Beide kommen zusammen durch Rachels Sohn Samuel, der einen Mord beobachtet hatte. Nach Verschwörungen, Hetzjagden ... gelangt John Book in die Welt der Amish und lernt die Sitten und Gebräuche kennen. Mit einem lachenden und weinenden Auge sieht man das sich Näherkommen der beiden. Einerseits freut man sich, dass sie zueinander finden, andererseits weiß man, dass es kein Happy end geben kann. Ein Happy end kann es nur geben wenn einer der beiden seine Welt verlassen würde.
Neben der Schilderung der Amish mit ihren Problemen mit der heutigen Welt, Sitten und Gebräuchen zeigt der Film eine ziemlich verstrickte Kriminalgeschichte mit vielen Wendungen.
Neben der Story punktet der Film mit seinen Kulissen und Musik.
Ich weiß nicht, ob dieser Film der erste Film ist, der die Amish zu Thema hat. Ich finde ihn sehr gelungen und besser als andere Versuche in Serien wie 'Macgyver' oder 'Für alle Fälle Amy'. Damit erhält er 5 Sterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk!!!!!, 26. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der einzige Zeuge (DVD)
Jaaaa, hier hätte H.Ford seinen Oscar verdient!

Die Geschichte des Film ist ja hinreichend bekannt....die beiden Welten die aufeinander prallen und die unmögliche Liebe die sich in ihr entwickelt.
Harrison Ford zeigt hier eine derart reife und sensible Leistung....zum Glück hat Peter Weir sich für ihn entschieden.
Das Mittelstück dieses Films gehört für mich zum Besten was es in diesem Genre gibt, einfach grandios!! Der Aufbau der Scheune (besonders reizvoll auch, weil ja H.Ford gelernter Schreiner ist), diese Musik, die Blicke zwischen den Darstellern....die Szene am Abend als John die Amish-Frau beim Waschen beobachtet....ganz, ganz grosses Kino!
Selten hat man einen Action-Film gesehen, der soviele verschiedene Genre in sich vereint. Das ist wohl DIE Kunst, wenn man all das in einen Film packen kann.
Ich habe den Film schon ganz oft gesehen und er packt mich jedes Mal....DANKE an alle, die hier ein Meisterwerk geschaffen haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gut!, 21. März 2010
Ich hab "Der einzige Zeuge" vor über 20 Jahren im Kino gesehen, und heute hatte ich die Freude, diesen Film nochmals zu sehen. Und er hat mich genau wie seinerzeit begeistert und und von Neuem gefangengenommen. Die Geschichte einer unmöglichen Liebe ist toll in Szene gesetzt und Harrison Fords und Kelly McGillis Spiel berührt ungemein. Ford war nie mehr so gut wie in der Rolle von John Book und McGillis gibt ihrer Rachel eine unschuldige Sinnlichkeit, die ihresgleichen sucht! Es ist ein Genuss, den beiden zuzuschauen!

Es machte ebenso Spass, in einer Nebenrolle einen jungen Spund namens Viggo Mortensen zu entdecken, der Jahre später als "Aragorn" in "Herr der Ringe" für Furore sorgte. Danny Glover als einmal böser Cop war eine Überraschung wie Alexander Godunov als guter Amish (hatte ich ihn doch vor allem als Bösewicht von "Die Hard 1" in Erinnerung).

Peter Weir ist es gelungen, die Welt der Amish in behutsamen, ruhigen Bilder umzusetzen und entstanden ist ein erstaunlich eigenartiger, spannender und faszinierender Blick in eine altertümliche Welt, in die plötzlich, unvermittelt und bedrohlich die Gegenwart hereinbricht.

Der "Thriller-Teil" von "Witness" kommt konventionell daher. Das spielt hier jedoch keine Rolle. Es ist das Ambiente an sich, in welches der Film eingebettet ist, das den Reiz der Geschichte ausmacht. Und so ist "Witness" beides - unterhaltsamer Thriller und eine berührende Liebesgeschichte. Gegenwart und Vergangenheit prallen aufeinander, 20. und 18. Jahrhundert begegnen sich und diese Begegnung hat es wahrlich in sich!

Kleine Abweichungen in bezug auf die Realität der Amish-People in Amerika (sprachliche Unkorrektheiten u.a.) darf man Weir verzeihen, da es sich beim "Einzigen Zeugen" um einen Spielfilm und nicht um eine Dokumentation handelt.
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Der einzige Zeuge von Peter Weir (DVD - 2006)
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