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am 19. Mai 2003
Atemberaubend. Wenn es nur ein Wort zu "Unsound Methods" sein soll: atemberaubend.

Sinister. Düster, unheilsschwanger - ein Album das zeigt, dass Genie und Wahnsinn offenbar nahe beisammen liegen, was aber, bei der Betrachtung des Ergebnisses, nicht schlecht ist.

"Unsound Methods" ist m. E., auch gegenüber dem Nachfolger "Liquid", das beste Album, das Alan Wilder unter dem Projektnamen Recoil bis dato veröffentlicht hat. Musik nahe am erlebbaren Soundtrack für Psychopathen, Voodoo-Fanatiker und andere 'Symapthieträger' die eher in die Geschlossene gehören als vors Mikrophon.

Vielschichtig arrangiert - verstörend, betörend, alles zugleich.

Alleine der Opener "Incubus", die Vertonung eines Textfragmentes aus Francis Ford Coppolas "Apokalypse now", macht die Dichte des Longplayers deutlich: es geht in die Abgründe (in die TIEFEN!) der menschlichen Seele, in die Ecken des Kellers, in die man selbst mit Licht nicht gerne geht, weil da irgendwo die handtellergroßen Spinnen lauern...

"Unsound Methods" bietet elektronische Musik, Hand in Hand mit traditionellen Arrangements und Jazz bis zum Trip-Hop. Dieses Album ist subtil und intelligent, beinahe ein Horror-Hörspiel.
Schwüle Südstaatenatmosphäre ("Red River Cargo") wechselt mit laszivem Großstadtflair ("Stalker", "Missing Peace"), Gospel ("Last Breath") oder der unpersönlichen Einsamkeit eines Rangierbahnhofes ("Shunt").

Viel zur intensiven Stimmung tragen die Gastvokalisten bei, u.a. Douglas McCarthy (Nitzer Ebb, mit herrlich manischen Timbre), Maggie Estep als eindringliche Rezitatorin oder Hilia Campbell als mächtige Gospel-Stimme. Sie alle sind eindruckvoll, individuell und morbid in Szene gesetzt.

Wer "Unsound methods" also das erste mal hört und sensibel ist, sollte dies nicht nach Sonnenuntergang, alleine im Dunkeln tun... wer weiß, wer von der Musik gelockt wird...?
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am 26. Mai 2002
Mit unsound methods verdeutlicht das ehemalige Mitglied von Depeche Mode, daß sein Weggang von DM nicht sehr förderlich für deren Weiterentwicklung war. Unsound methods beeindruckt durch eine unglaubliche Vielfalt und Kreativität. Dieses Album ist nicht für den Charthörer, sondern für die, die Spaß an ausgefallene und experimentale Musik haben. Das einzige Stück, das deutlich abfällt ist Shunt. Meine Favoriten sind Drifting, Luscious Appartus. Ich hoffe, daß Dave Gahan auf seinem geplantem Soloalbum die Hilfe von Alan Wilder in Anspruch nehmen wird.( so zumindest die Gerüchteküche) Bitte Alan komme wieder zurück zu Depeche Mode und produziere die geniale musikalischen Ideen von Martin Gore zu Ende. Unsound methods ist meiner Meinung nach das Beste von Recoil, obwohl die anderen Alben auch sehr empfehlenswert sind.
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am 23. Februar 2006
Diese CD ist meine absolute Liebelings CD von Recoil/Alan Wilder!Dieser Mann ist ein wunderbarer Musiker, ja wirklich, er ist immer noch der Soundgott, wie früher bei Depeche :-)!!Diese CD ist ein Muss für jeden Depeche Fan!! Danke Al!!!
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am 23. August 2002
Alan Wilder continues the expansive, loop- heavy sound of his previous releases to create a disturbing multi- layered masterpiece about primitive lust and psychological betrayal.
This would perfectly fit the next David- Lynch- flick.

Listen to it at night...
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