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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehen nicht mehr Sterne?
Das ist hier die Frage! Die eigentliche Kritik zu dem Album ULTRA schrieb ich ja bereits schon und brachte da zum Ausdruck, daß ich ULTRA als DAS beste DM Album betrachte. Aus diversen Gründen.
Aber die kann man hier selbst erleben! Die "neuen" Alben von DM gehören remastered zum Besten, was es zu hören gibt.
Ergänzt wird alles mit...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2007 von Thomas Czypionka

versus
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3.0 von 5 Sternen Musik toll - Surround Sound nicht
Musik wie immer toll! Surround Sound leider nicht ganz nach meinen Vorstellungen/Erwartungen! Hier ginge deutlich mehr in Sachen Effekte, etc.!
Veröffentlicht am 3. November 2010 von Nero


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehen nicht mehr Sterne?, 11. Oktober 2007
Von 
Thomas Czypionka (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ultra (CD+DVD Collectors Edition) (Audio CD)
Das ist hier die Frage! Die eigentliche Kritik zu dem Album ULTRA schrieb ich ja bereits schon und brachte da zum Ausdruck, daß ich ULTRA als DAS beste DM Album betrachte. Aus diversen Gründen.
Aber die kann man hier selbst erleben! Die "neuen" Alben von DM gehören remastered zum Besten, was es zu hören gibt.
Ergänzt wird alles mit einem Booklet im Schuber, soweit der Anfang. Was sich aber gerade auf der DVD verbirgt, ist einfach klasse und unterstreicht meine Begeisterung für das Schaffen von Depeche aus dieser Zeit.
Während die meisten Kurzfilme auf den jeweiligen Boxen ca. eine gute halbe Stunde dauern, bekommt man hier rund 45 Minuten. Und in diesen wird einem klargemacht, was für eine Bedeutung ULTRA eigentlich in der Diskographie von Gore und Co. hat. Der Titel "Das ist wohl das Ende der Band" (frei übersetzt) sagt schon eine Menge aus. Es wird nicht nur eingringlich verdeutlicht was für eine tragende Rolle Alan Wilder im Hintergrund hatte.
Das Album entstand nicht nach dem ultimativen Drogenabsturz von Dave Gahan, wie viele glauben, sondern sein Abflug geschah mitten während der Produktion!! Und so wird z. B. "Sisters of night" ein wesentlich bedeutender Song. Es wird auch erklärt, warum es zu ULTRA keine Tour gab und seltene Aufnahmen der beiden Promokonzerten in LA und London bekommt man zu sehen. Es werden die Gesichter verdeutlicht, die als Gastmusiker mit Bass, Drums oder Steelguitar diesem Album zu seiner einzigartigen Tiefe verholfen. Ebenso wird die unkonventionelle Produktionsweise per Röhrenverstärker (!) preisgegeben. Man muß die DVD glatt zweimal hintereinander sehen, in keiner wird soviel über DM gewahr.
Und als Superbonus gibt es neben drei Livetracks fünf der wohl unbekanntesten (Surrender), tollsten (Only when I loose..), teilweise instrumentalen (Slowblow, Painkiller, Easy Tiger) Tracks!
Superklasse und absolut Lohnenswert, für DM-Fans ein Muß!
Auch wenn ich zugeben muß, daß ich bei dieser Box nicht ganz objektiv bin...
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen karfreitag, 2. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
dieses album markiert die auferstehung der band von den toten. aber es klingt gar nicht österlich, sondern noch karfreitäglicher als der vorgänger. die hälfte der songs handelt (gefühlt) davon, wunden zu lecken - die andere hälfte davon, dass diese beim lecken nicht heilen, sondern nur immer wieder aufbrechen.

auch songs of faith and devotion war ein blutalbum, aber es begehrte auf gegen die verzweiflung, schlug um sich, kämpfte, biss. ultra klingt so abgrundtief deprimiert, dass sensible leute die richtige tabletteneinstellung wählen sollten, bevor sie es hören.

ultra beginnt unendlich spannend, die ersten vier songs gehören zu den besten liederstrecken, die dm je gelungen sind. nach hinten zu rinnt das album dann ein bisschen aus. auch die instrumentals klingen ein wenig nach zeitschinden.

beim sound merkt man, dass sie am suchen waren, alan wilder fehlte doch sehr. einerseits klingt vieles nach alten depeche mode, andererseits schieben die gitarren hier die musik doch sehr offensiv richtung rock, manche arrangements sind dann wieder sehr clubby und ein bisschen unterkühlt.

ein sehr spannendes album, nicht leicht zu hören, das gegenüber songs of faith and devotion songwriterisch nur leicht abfällt. "it's no good" übrigens ist ein echter dm-klassiker.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen melancholisches Gänsehautalbum, 2. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Als 1997 "Ultra" auf dem Markt kam, war ich Anfangs doch ein bisschen enttäuscht. Das Album war mir viel zu langsam, es fehlten richtige Hits - alles wirkte auf mich, wie ein leiser Abgesang auf heroische vergangene Tage. Jetzt fast 10 Jahre später muss ich feststellen, dass ich mich geirrt hatte. "Ultra" ist nicht lahm - es ist melancholisch und es ist vor allem kein Abgesang auf die Vergangenheit. Ganz im Gegenteil: Ultra klingt auch heute noch frisch, als wäre es erst vor Wochen produziert worden. Dabei ist es, wie eigentlich jedes Depeche Mode Album, völlig eigenständig in seinem Sound. Keine andere Band schafft es so unterschiedlichste Musikstile, wie Elektropop, Dance, Minimaltechno, Trip Hop, Rock oder Blues auf so souveräne Art und Weise zu verknüpfen. Auch die Qualität der Songs ist durchweg phantastisch. Für eine schüchterne Ballade wie "The Bottom Line" oder für "Freestate" mit seinen Steelgitarren würden sich viele hochgehandelte Songschreiber beide Hände abschneiden. "Barrel of a gun" ist ein spröder Knaller, der in der Indiedisco auch heute noch richtig abgeht. Dazu ein bisschen Oldshool-Depeche Mode mit "Its no good", dass poppige "Useless", der wunderbare Abschlußsong "Insight" oder auch Martins "Home" für mich der perfekte Depeche Mode Song überhaupt...

Ich könnte eigentlich Stunden so weiter machen.

Mein Fazit: Für mich gehört "Ultra", neben "Violator" oder "Songs of Faith and Devotion" klar zu den Top 3 Depeche Mode Alben. Die Rangfolge dabei ist eigentlich unerheblich. Ach ja, - ich bin übrigens auch einer dieser Depeche Mode Fans, die Martins Gitarrensounds lieben und die sich bei der Depeche Mode Party immer darüber aufregen, dass zu viel 80er Synthikram gespielt wird.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Licht am Ende des Tunnels., 30. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Schwierige Zeiten im Leben von Musikern lassen ihr musikalisches Werk zu höchster Pefektion und Schönheit reifen. Vielbemühtes Klischee, Zufall oder Wahrheit? Egal, mit "Ultra" liefern Depeche Mode neben dem noch etwas besseren "Songs of faith and devotion" ihr bestes Werk ab. Sie stehen plötzlich nur noch zu dritt da, Teile der verbliebenen Bandmitglieder machten eine üble Drogen- und Alkoholphase durch und trotzdem entsteht ein derart großartiges musikalisches Werk: ruhig, melancholisch, düster, finster aber auch aufwühlend und teilweise aggressiv. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums stehen die Jungs von Depeche Mode bereits wieder im Licht nach dem Ende des Tunnels. In Interviews zum Album kann man schon wieder Zuversicht und Pläne für die Zukunft der Band hören, so wird z.B. schon zu diesem Zeitpunkt ein GH-Album (Singles 86-98) angeküdigt, welches ein Jahr später auch erscheint. Und während sich das Video zur ersten Single "Barrel of a gun" mit der visuellen Aufarbeitung der schweren und finsteren Zeit von Dave Gahan beschäftigt, kann man im 2. Video zu "It's no good" schon wieder eine ordentliche Portion Humor und Selbstironie sehen. Die beiden Singles wurden übrigens vor Erscheinen des Albums veröffentlicht, fast könnte man meinen Depeche Mode wollten erst einmal testen, wie die neuen Songs ohne Alan Wilder ankommen, bevor sie das neue Album auf den Markt bringen.

Barrel of a gun - Schräg, ruppig und schroff erscheint der Sound beim ersten Hören. Die Melodie ist ebenfalls nicht einfach für die Ohren, für DM-Vehältnisse kracht's hier ordentlich. Doch bereits nach wenigen Durchläufen hat sich der Opener zum regelrechten Ohrwurm gemausert. Die verzerrten Gitarrenelemente, die sich durch den ganzen Song ziehen sind richtig geil. Genial und nie langweilig.

The love thieves - Ein langsamer Schleicher ist der Sound hier, doch Vorsicht teilweise klingt's ziemlich düster und bedrohlich. Daves Gesang schwebt ruhig und gelassen über der elektronischen Soundkulisse, das ist auch noch der Fall als die Musik im Hintergrund sich bedrohlich auftürmt. Ohne Sound wär's eine verträumte Ballade, so ist's Depeche Mode in Höchstform.

Home - Andrew Fletcher sagte in einem Interview, dass er den Song mag, er gäbe ihm ein geborgenes Gefühl von zu Hause (von mir frei interpretiert), während Martin Gore (der Schreiber des Titels) meinte, dass der Titel vom Tod handelt. So unterschiedlich kann man Dinge sehen. Musikalisch erstklassig, herrlich ruhig und melancholisch. Der elektronische Synthiesound vom Anfang wird nach und nach von einem orchestralen Streichersound übertönt, dazu gibt's dann noch ein herrliches E-Gitarrensample, alles wurde perfekt untereinander vermischt, der lange Ausklang des Titels ist beispiellos und wunderschön. Fast gerät der Gesang und die Melodie ein wenig zur Nebensache.

It's no good - Der Sound von "It's no good" klingt eingängig und vertraut. Ein wenig spannen DM hier einen Bogen in die Vergangenheit und geben den Fans vertraute Klänge auf die Ohren. Dave singt toll, die Strophen in erhöhter Tonlage, den Refrain routiniert abgespult, irgendwie cool. Die Melodie passt und der Rhythmus lädt zum mitwippen ein. Eigentliches Highlight ist das dazugehörige Musikvideo: DM als tingelnde drittklassige Provinzband in Glitzeranzügen, urisch und saukomisch.

Useless - Auch wenn der Song ordentlich rockt, so klingt der Gitarrensound zeitweise doch sehr behebig. So richtig blüht der Titel ohnehin erst beim Refrain auf, davor tümbelt er etwas vor sich hin. Richtig geil wird's dann im Zwischenteil: ein cooles Gitarrensolo von feinsten, das am Ende noch mal den Finalrefrain verstärkt.

Sister of night - Dies ist das Highlight des Albums. Eine megastarke Ballade, melancholisch, schmerzbetont mit wunderschönem Gesang von Dave und einer erstklassigen Melodie. Die wahre Stärke ist aber der Sound. Elektronische Synthieklänge vom Feinsten, mal ruhig und gelassen oder auch wie im Zwischenteil: laut, fordernd und bedrohlich. Die Soundkulisse beim langen Abspann ist atemberaubend schön.

Freestate - Und gleich noch einen Hammersong hinterhergeschoben. Hier bestimmen schöne Gitarrenklänge weite Teile der Musik, die elektronischen Klänge treten ein wenig in den Hintergrund. Der Spannungsaufbau von den Strophen über den Refrain bis zum instrumentalen Gitarrenhauptsample ist großartig. Und auch hier wieder ein wunderschöner und langer Ausklang des Titels.

The bottom line - Nach so viel Bombast wirkt dieser Titel ein wenig unscheinbar, dabei ist er gut gelungen. Der ruhige aber etwas düstere Synthiesound ist einfach konstruiert. Hier liegt das Augenmerk auf dem Gesang. Unaufgeregt und entspannend schön.

Insight - "Insight" überzeugt vor allem durch den schönen zweistimmigen Gesang von Dave und Martin, der über weite Teile zu hören ist. Die Strophen sind im Vergleich zum Refrain im Tempo und Sound etwas zurückgenommen. Ein schöner und würdiger Schlusstitel.

Bei "Ultra" haben Depeche Mode auch wieder einmal ein paar instrumentale Lückenfüller eingebaut, ich bin zwar kein Freund davon, doch hier stören sie eigentlich nicht und sind eher unauffällig. Das Design des Albums ist Geschmackssache, düster, dunkle Farben und ein paar Fotos einer Band, die doch sehr ausgezehrt aussieht (um es mal vorsichtig auszudrücken). Die Songtexte sind alle gut lesbar abgedruckt, ein ordentliches Booklet wäre mir allerdings lieber gewesen als das dargebotene ellenlange Ziehharmonika-Faltblatt.

"Ultra" wird wohl immer zu meinen Lieblingsalben gehören, es ist zeitlos und schön und wohl auch ein Meilenstein in der Geschichte von Depeche Mode.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein düsteres Meisterwerk in einer langen Karriere, 24. August 2005
Von 
Andreas Wittenburg (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Ein gern bemühtes Klischee ist, das der Musiker, der richtig leidet, die besten Songs hervorbringt. Sicher möchte man keinem die Drogenhölle wünschen, durch die Dave Gahan offenbar gegangen ist, aber wenn so ein Album dabei herauskommt wie "Ultra", dann ist doch ein wenig für etwas gut.
Depeche Mode, die, ähnlich wie Talk Talk immer genug Brüche im Schniegel-Popper-Image hatten um interessant zu bleiben, haben sich tatsächlich von Album zu Album gesteigert. Nach den ersten Meisterwerken "Black Celebration" und "Music for the masses" haben sie in den Neunzigern zum nächsten großen Schlag ausgeholt - als es viele andere Achtzigerbands längst nicht mehr gab.
"Ultra" ist der große Triumph der Neunziger. Düster, elektronisch, von fast religiöser Schwere und mit wunderbar schwelgerischen Melodien, fesselt das Album vom ersten Ton an. Viele der neuen Impulse sind Produzent Tim Simenon zu verdanken, der einen sound kreiiert hat, der irgendwo zwischen "Nine Inch Nails" und "tricky" balanciert.
Schon der Opener "Barrel of a Gun" fasziniert mit schwerem Beat und sägenden Gitarren; "Home" legt einen melancholischen Streicherteppich unter die flehenden Zeilen, "It's no good" ist ein treibender Popohrwurm. Aber auch ruhige Songs wie das beschwörende "Sister of night" tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei.
Im Mittelpunkt aller Songs steht die Stimme von Dave Gahan, der mit fast religiöser Inbrunst jede Facette seines Leidensweges zu Gehör bringt, manchmal stark und aufbegehrend, manchmal gebrochen und schwach. Die Produktion nimmt den glatten synthetischen Ton früherer Alben zugunsten einer opulenten Breitwandproduktion zurück, die detailverliebten Soundsperenzien sind einem Wall-of-sound gewichen, der mit schweren Gitarren, massiven Drums und bratzigen Analogsynthies ganz auf große Gesten setzt und den boden bereitet für die mysthisch verschlüsselten Texte.
Dies ist sicher eines der vielschichtigsten Werke einer großen Band. Wie so oft durchbrechen sie gewohnte Hörmuster, erfinden sich neu, und erweitern den Horizont des Hörers - das schönste Kompliment, was man einer Platte machen kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik der SUPERLATIVE !!!!!, 15. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
eines der härtesten Album von "Depeche Mode". Von harter Musik (Barrel of a gun), bis zu wunderschönen, eine nicht mehr aus dem Kopf gehenden Songs (It`s no good). Dave Gahans Stimme wirkt auf diesem Album kräftiger und auch weicher als vom Vorgängeralbum. "Depeche Mode" zeigen, daß sie "Meister der Musik" sind. Steigerung von Album zu Album - "Ultra" - ein Klassiker, einer der besten Alben der Band, ein MUSS für Fans, aber auch andere Musikinteressierte kann man diese Scheibe empfehlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederauferstehung, 24. April 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Dieses Album ist einerseits wie eine Wiederauferstehung, andererseits das Ende einer langen Reise. Nachdem Ausstieg des Mannes der sich bei jeder Platte arrangementmäßig den A**** im Studio aufgerissen hatte, und der wirklichen Wiederauferstehung des (zumindest für kurze Zeit) toten Dave Gahans, wurde das eine hochinteressante sehr sehr gute Platte mit vielen Wunden, Rissen und Narben, die man ihr vielleicht anhört, die aber genau deswegen auch so intensiv ist.

Schon der opener zeigt die Zerrissenheit von dm zu dieser Zeit (obwohl es in dem song aller Wahrscheinlichkeit um Gahans Heroinabhängigkeit gehen dürfte) in all seiner wütenden Verzweiflung. Und auch wenn es hier vielleicht mit 'The Love Thieves' und 'Insight' nach langer Zeit zwei schwächere Gore songs gibt, so hat der Rest durchaus viel zu bieten. 'Home' ist wieder eine dieser unwiderstehlichen großen dm Balladen, die mit jedem mal Hören besser werden; 'useless' hat trotz des chillout sounds (vielleicht einfach der Zeit geschuldet - Kruder und Dorfmeister remixten diesen song dann ja auch noch) eine ganz starke Melodie und 'It's No Good' gehört sowieso zu den besten dm songs überhaupt. 'Sister Of Night' zeigt Gahans Stimme zerbrechlich und ausdrucksstark wie nie und 'The Bottom Line' ist mit seinem - durch den Einsatz einer Steel Guitar - country vortäuschenden Anmutung auch was Neues im dm Kanon.

Man merkt es dem Album soundmäßig durchaus an, dass Produzent Tim Simenon die Lücke die Alan Wilder hinterließ nicht ganz schliessen konnte, denn manche songs klingen fast minimalistisch, aber in Ausdruck und Atmosphäre ist dieses Album sicherlich genauso dicht wie 'Songs Of Faith', nur daß hier keiner mehr kämpft, sondern alle lecken sich ihre Wunden. Bemerkenswert auch der Einsatz echter drums und der wiederum verstärkte Einsatz von Gitarren. Ein Album, das die Kritiker nicht mochten (was wissen die denn!), das aber mit der Zeit enorm wächst (auch an's Herz), und das den Endpunkt einer langen und abenteuerlichen 18-jährigen Reise 3er 20jährigen jungs dokumentiert die zwar gerade nochmal gut endete, von der Sie aber so manche Verletzung mitbrachten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtile Schönheit, 14. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Der erste Song auf "Ultra" mit dem Titel "Barrel of a gun" machte den geneigten DM- Fan 1997 glauben, dass es auf dem neuen Album wieder so rockig und aggressiv zugehen werde, wie auf dem Vorgänger "Songs of faith and devotion".
Dem war aber nicht so.
"Ultra" deutete an was vier Jahre später durch "Exciter" vollends entwickelt wurde: der Quantensprung zur Besinnlichkeit. Weg vom massentauglichen, aufgeblasenen Stadionpop, hin zu leisen Tönen fürs Wohnzimmer, die als Hintergrundberieselung laufen können, wärend es sich die Tante gerade mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht hat. Und damit will ich nicht sagen, dass "Ultra" langweilig klingt ! Ganz im Gegenteil: je öfter man Lieder wie "The love thieves", "Freestate" oder "The bottom line" anhört, desto besser gefallen sie einem. Was nicht für "It's no good" gilt, denn diese Nummer ist ein Ohrwurm, der bereits auf Anhieb für Gänsehaut sorgt. Und in "Home" findet der Hörer dann die obligatorische, bombastische Martin Gore- Ballade, ohne die fast kein DM-Album auskommt.
Nun aber zu den zwei alles überragenden Songs auf "Ultra".
Als ersterer wäre da "Sister of night" zu nennen. Eine melancholische Ballade, mit einem der brilliantesten Fade- outs der DM- Geschichte. Eine mystische, sphärische Melodie ist da zu vernehmen, die sich anhört als würde man Nachts im Wald eine unerklärliche Lichterscheinung sehen. Klingt vielleicht seltsam, genau aber diese Assoziation kommt mir an dieser Stelle immer. Das zweite Meisterwerk trägt den Titel "Insight" und bildet auch den krönenden Abschluss der Platte. Ebenfalls eine düstere Ballade, die aber gleichzeitig so voller Kraft und Hoffnung ist, dass man sich dannach wie innerlich erneuert fühlt.
Fazit: "Ultra" ist ein Meisterwerk von subtiler Schönheit, das phasenweise die entlegendsten Stellen der Seele berührt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Empfehlung: Kaufen!!!, 28. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Dieses Album ist für alle echten Depeche Mode - Fans natürlich von überragender Bedeutung. Nach einer schier unglaublich langen Dürrezeit war dies ein neues Lebenszeichen. Diese Band existiert noch, oder besser gesagt, sie existiert wieder. Nachdem jedes einzelne Bandmitglied zum Untergang beigetragen hatte, ist die Besatzung nochmal auferstanden. Wir erinnern uns: Da war die Drogensucht von Dave Gahan, die Alkoholabhängigkeit von Martin Gore, die grosse Depression von Andy Fletcher während der 18-monatigen Welttournee und schliesslich der Weggang von Alan Wilder. 1995 existierte die Band nicht. Das gab Martin Gore offen zu. Wir machten weder Live-Shows noch waren wir im Studio tätig. Depeche Mode wurde auf Eis gelegt, weil jeder von uns mit sich selber beschäftigt war. So ungefähr resümierte der Songwriter in einem Interview 1997. Doch dann das Wunder: Dave wurde clean, Martin wieder gesund und auch Andy hatte den nötigen Abstand gefunden, um nochmal von vorne anfangen zu können. Lediglich Alan Wilder blieb stur, weil er ja schon lange mit seinem Projekt "Recoil" beschäftigt war. Dafür holten die übriggebliebenen Verstärkung. Vor allem "Bomb the bass" traten sehr auffällig in Erscheinung. Tim Simenon wurde als neuer Produzent vorgestellt, der ja selber ein eingefleischter Fan von DM ist. Ein Fan machte also das Album "Ultra". Sowas gibt es auch nicht alle Tage. Jemand, der in den vorderen Reihen von DeMo-Konzerten gestanden hat, durfte sich einen Traum erfüllen. Diese Band als Produzent zu unterstützen. "Ultra" ist für mich eines der besseren Alben, die DeMo bislang zustande gebracht hat. 'Barrel of a gun' ist einfach ein Knaller. Diesen Song habe ich mir wohl am häufigsten von allen DM-Songs angehört. Und bei jedem Mal Anhören, habe ich wieder eine neue Komponente entdeckt. Ginge es um ein Buch, würde man sagen: "Es steckt sehr viel zwischen den Zeilen." Er hat sehr viel Potential und vor allem Substanz. Dagegen ist "It's no good" ein fröhliches Liedchen, jedoch Radio-tauglicher. Die Leute wollen halt immer noch einfache Melodien hören und keine schwere Kost. "Barrel of a gun" entspricht Goethes "Faust" und "It's no good" eher Buschs "Max und Moritz". Beide Lieder sind okay, aber das erstere von beiden gibt einfach mehr her. (Diskussionsstoff oder einfach zum Nachdenken) Aber was ist sonst noch drauf? Nun, da wäre "Useless", der zweitstärkste Song des Albums, der mir immer wieder zu denken gibt. Ähnlich wie bei der Frage nach dem Sinn des Lebens ist es auch in diesem Fall schwierig, die passenden Antworten herzuleiten. Vielleicht gibt es keine Antworten. Dann wäre da noch "Home", ein Song, den Martin singt. "Wir fanden, dass meine Stimme eher zur Atmosphäre dieses Tracks passen würde als Daves", argumentierte Martin Lee. "Ja das war sehr lustig", meinte Andy, "wie uns Martin das Demo vorgespielt hat, sagte ich, dass es ein sehr heiterer Song ist. Ein Lied, das von der Heimat handelt und von freudigen Erinnerungen an vergangene Tagen. Doch daraufhin zeigte sich Martin etwas geschockt und erzählte mir, dass er dabei über den Tod geschrieben hatte. Daran sieht man mal wieder, wie universell unsere Texte verstanden werden können. Oftmals gerät man natürlich auch auf einen Irrweg." Des weiteren sind noch drei Songs hervorzuheben: 1) Sister of night, einfach herrlich, schon allein diese bombastische Dynamik zwischen Anfang und Ende 2) Freestate, grossartig, Dave hat sich wieder mal selber übertroffen nach "Condemnation"; perfektes Arrangement von Synthesizer und Gitarre 3) Insight, beinhaltet eine Botschaft, die alle Fans sehr gut aufgenommen haben; "The fire still burns" Das Feuer brennt immer noch, seht her, es ist noch nicht erloschen. Tja, Totgesagte leben eben länger. Diese Band hat es uns einmal mehr bewiesen.
Meine Empfehlung: Kaufen!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie Phönix aus der Asche, 28. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ultra (Audio CD)
Der totale Absturz und die Auferstehung der Band ist deutlich auf diesem Album zu spüren! Gleich der Opener "Barrel of a gun" gibt dem Hörer das Gefühl der völligen Zerrissenheit und den Wahsinn den die Band und besonders Dave Gahan durchlebt hatten! Zum Glück lassen die Songs "Home" und "Its no good" den Hörer ein wenig durchatmen und bescheren ihm wirklich tolle Melodien! Auch wenn die textlichen Inhalte des Albums nicht rosarot sind, schwebt doch immer ein Funken Hoffnung mit! Auf "Ultra" spürt man wirklich wie es der Band während den Aufnahmen ging! "Sister of Night" ist eine wundervolle Ballade, die soviel Schmerz und Hoffnungslosigkeit spüren lässt und gleichzeitig einen angenehmen Schauer verursacht! Diese Nummer stellt ganz sicher den Höhepunkt des Albums dar! Der letzte Song "Insight" wirkt sehr zerbrechlich und wird von einer wunderschönen Melodie durchzogen! Zwischen den Songs ist immer wieder zu spüren, wie den Jungs die Luft ausging, je mehr sich die Scheibe dem Ende nähert! Fast alle Kompositionen haben den typischen Güte-Siegel den von Depeche Mode erwartet wird! Jedoch wurden viele Songs mit einem quälend langsamen Tempo unterlegt, was allerdings auch "Ultra" auszeichnet! Der Future-Sound von "Ultra" zeigt das die Band trotz Atemlosigkeit gewillt war musikalisches Neuland zu entdecken ohne ihre alten bewährten Klänge aus den Anfängen ihrer Karriere zu vernachlässigen! Dieses Album hat wirklich eine Massage und ist wohl das schwärzeste Album der Band! Das ganze Werk klingt wie eine Gnadenfrist des Schicksals! Es klingt ehrlich, demütig, unverschönt und hinterlässt dem Hörer den Eindruck eines kommenden Abschieds der Band! Ist der letzte Ton verstummt, stellt sich ein Mitgefühl für die Band ein! Eine Band die sich bis auf die Socken ruiniert hatte! All die leidlichen Erfahrungen der eigenen Grenzen, des schmerzes und der Gebrochenheit verschmelzen auf "Ultra" zu einem Tiegel zusammen! Dieses Album hat ganz sicherlich einen hohen Stellenwert in der Geschichte von Depeche Mode! Nicht nur musikalisch, sondern auch als Mahnmal! Hatte die Band früher nur eine harmlose Vorliebe für dunkle Alben wie "Black Celebration", wurde diese dunkelheit mit "Ultra" nun bitterer Ernst! Trotz der schwierigen Situation, oder gerade deshalb hatte sich Martin Gore einige brilliante Songs aus dem Hosenbein geschüttelt! Dave Gahans Stimme klingt durchweg sanfter und Gefühlvoller wie auf allen vorherigen Alben, aber auch gebrochener und schmerzlicher!
Man muss dieses Album nicht als das Beste der Band bezeichnen, aber es sind genügend wirklich tolle Songs drauf um es zu lieben! So ein gehaltvolles Album hatte wohl niemand mehr von Gahan und Co erwartet!
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Ultra
Ultra von Depeche Mode (Audio CD - 2001)
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