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Kundenrezensionen

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am 5. Juni 2003
Aimee und Jaguar ist für mich einer der besten Filme, vielleicht sogar der beste Film, den ich jeh gesehen habe. Denn der Film hat mich im Innersten berührt, und mich tagelang zum nachdenken angeregt. Es liegt einfach an der Story, wenn sie nicht wahr wäre, würde ich sie nicht glauben. Eine Story die einen mitnimmt und lange Zeit nicht wieder loslässt, so geht es mir zumindest. Und ich kann mir wirklich keine bessere Besetzung für die beiden Hauptcharaktere vorstellen, als Maria Schrader und Juliane Köhler. Sie haben dem Film auf atemberaubende Weise Leben eingehaucht, und auch die Nebendarsteller waren bis in die kleinste Rolle perfekt besetzt. Dieser Film lebt von seinen Gesichtern, man kann den Horror auf den Gesichtern sehen, genauso wie das pure Glück. Ein Film der so unter die Haut geht ist verdammt selten, wenn er überhaupt existiert. Ich kann diesen Film nur empfehlen. Auch wenn es einige Schwachstellen in der Umsetztung des Filmes gibt, daher nur die vier Sterne, kann die Story und ihre Darsteller hundertfach darüber hinweghelfen. Sehen sie sich diesen Film an, und sie werden sehen, was ich meine, dieser Film ist eben einfach nur mitreißend.
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am 6. Juli 2003
Ich glaube zum Film selber muss man hier nichts mehr sagen. Es ist einfach einer der wenigen deutschen Filme, der Anspruch, Ästhetik, Tragödie und Humor miteinander verbindet. Aus dem Sumpf der primitiven, deutschen Komödien hebt sich dieser Film zusammen mit wenigen anderen hervor.
Diese DVD ist wirklich etwas für das Auge. Denn neben den zahlreichen Interviews, sind es die Hintergründe (mit den warmen Farben und wunderschönen Bildern) im DVD Menü, die diese DVD auszeichnen.
Aber auch das Bonus - Material ist einfach nur Klasse. Vom Making Of, über Aufnahmen von „Hinter den Kulissen" bis hin zu Interviews mit den Schauspielern und Lilly Wust ist wirklich alles vorhanden, was das interessierte Zuschauerherz begehrt.
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am 7. November 2002
Ich finde, dass "Aimée und Jaguar" ein sehr beeindruckender und dramatischer Film ist, den sich wirklich jeder ansehen sollte. Die Schauspielerinnen, insbesondere natürlich Maria Schrader und Juliane Köhler, sind einfach brilliant und derartige Leistungen bekommt man wirklich nur selten zu sehen. Zum Glück wurden die beiden Hauptdarstellerinnen mit Preisen ausgezeichnet, denn wohl kaum jemand anders hätte das so verdient wie sie. Trotz meines Lobs muss ich "Aimée und Jaguar" leider nur vier Sterne geben, denn um perfekt zu sein, fehlt es dem Film meiner Meinung nach an Tiefgang. Darum empfehle ich unbedingt, auch das gleichnamige Buch von Erica Fischer zu lesen, indem man die "echte" Geschichte der beiden nachlesen kann. Wenn man Buch und Film miteinander vergleicht, wird man feststellen, dass die Beziehung zwischen Lilly und Felice wesentlich inniger und zärtlicher war als im Film gezeigt wird. Im Film erhält der Zuschauer den Eindruck, dass sich die beiden zwar lieben, aber sich nicht so bedingungslos vergöttert haben wie in Wirklichkeit. Besonders der Charakter von Felice ist meiner Meinung nach zu oberflächlich dargestellt. Im Film scheint es, als wäre Lilly nur eines ihrer vielen Abenteuer, das ihr vielleicht noch ein bisschen mehr bedeutet als die anderen zuvor. Dass Felice Lilly aber mindestens ebenso geliebt hat wie Lilly sie, davon bekommt der Zuschauer bei dem Film meiner Meinung nach eher wenig zu spüren. Auch war Felice nicht ganz so unbeherrscht und "zickig", im Buch von Erica Fischer bekommt man einen viel liebevolleren und weicheren Eindruck von ihr. Ich finde es schade, dass der Regisseur seinen Film etwas oberflächlich inszeniert hat, da die Story einiges mehr an Gefühl hergegeben hätte. Jedoch will ich auch nicht zu viel meckern, da der Film sonst wirklich super ist, vier Sterne muss er schon haben! Wie schon gesagt, alleine wegen der schauspielerischen Leistung lohnt es sich, den Film zehnmal zu sehen. Jedoch bitte auch das Buch lesen, sonst bekommt man womöglich einen etwas falschen Eindruck!
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am 18. November 2010
Ich gebe zu, das Buch Aimée & Jaguar: Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943 nicht gelesen zu haben. Was ich eher als Vorteil empfinde, denn sollte man nicht fähig sein, beides unabhängig voneinander zu bewerten?
Es ist ein Film, der einem buchstäblich das Herz zerreißt. Maria Schrader passt hunderprozentig in die Rolle der Felice und verleiht ihr einen unwiderstehlichen Glanz. Mir ging es zwar so (und ich habe es auch von anderen gehört), dass man sich beim ersten, vielleicht auch noch beim zweiten Ansehen eher wünscht, dass Felice mit Ilse zusammenkommt. Dies liegt aber nicht daran, dass die Rollen Lilly (Juliane Köhler) und Ilse (Johanna Wokalek) "falsch" besetzt sind - sondern daran, dass die Geschichte interessanterweise aus Ilses Perspektive erzählt wird (hier ein Bravo für die junge Wokalek!). Dann aber lässt man sich auf die einzigartige Chemie zwischen Köhler und Schrader ein.
Der Krieg und der Nationalsozialismus stehen gleichzeitig im Vordergrund und Hintergrund des Films. Sie besiegeln das Ende Felices und schaffen die allgegenwärtige Gefahrenatmosphäre - aber trotzdem wird versucht, sie nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Dies wird zuweilen bewusst sarkastisch überzeichnet. Etwa am Silvesterabend mit Musik, Tanz, ausgelassener Party. Ilse sagt: "Draußen wurde gestorben, und hier spielte die Musik dazu."
Dieser Film ist wirklich eindringlich hoch drei und ich kann ihn allen nur ans Herz legen. Es sei denn, man hat ein Problem mit der offenen Darstellung (weiblicher) Homoerotik.
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am 7. April 2006
ich habe diesen film einmal im fersehn gesehen. es war der erste film bei dem ich sehr weinen musste. dann habe ich ihn mir sofort bei amazon gekauft. ich schaue ihn mindestens drei mal im jahr an. die besetzung ist die beste die man sich vorstellen kann. maria schrader als felice und juliane köhler als lilly. besser geht es nicht. die beiden frauen drücken die einzig wahre liebe aus. ein muss für jeden romantiker und deutsche-filme-liebhaber!
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am 29. November 2005
Das die Geschichte im 2 Weltkrieg spielt ist wohl jetzt jeden klar, aber gerade dieses schwierige Thema und die Liebesgeschichte der Hauptdarstellerinnen stellt neuere Filme, wie die Luftbrücke genzlich in Schatten.
Auch wer sonst keine Filme schau, in denen es um zwei Frauen geht die sich lieben, sollte doch bei diesen Film eine Ausnahme machen. Zwar spielt die Geschichte von Aimee und Jaguar eine Zentrale Rolle, aber eher die brutale und unbeschönigte Wahrheit des 2. Weltkrieges lässt einen die Ader gefrieren.
Man kann Miterleben, wieviel Leid und Ängste Juden in dieser Zeit hatten und wie die Liebe die Einstellung der verschiedensten Menschen verändern kann.
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am 18. Dezember 2001
Es geschieht immer wieder, wenn nicht gar automatisch, dass wir uns in unserem Leben immer wieder Erinnerungen ins Gedächtnis rufen und Vergangenes imaginär reflektieren. Hervorgerufen wird dies nicht nur etwa durch Düfte, Geräusche, Melodien früherer Zeiten, sondern und besonders häufig durch das Wiedersehen alter Freunde und Feinde.
So ist es auch in diesem eindrucksvollen Film, in dem uns das Schicksal,der inzwischen im Altersheim lebenden Lilly Wust vor Augen geführt wird. Zurückgeführt in die Zeit des 2. Weltkrieges erleben wir, wie die in der Liebe (mit den Männern)enttäuschte und mit ihren Kindern beinahe überforderte Lilly das Glück doch noch erfährt als sie die rebellische, einer Widerstandsgruppe angehörende Felice kennenlernt. Aus dem anfänglichen gegenseitigen Interesse (was zumindest bei Lilly zunächst nur freundschaftliche Hintergründe hatte), entfacht schon bald trotz vieler Verwirrungen eine innige Liebe.
Dieser Film besticht nicht nur durch die Neuartigkeit des vorliegenden Themas (eine lesbische Beziehung zur Zeit des Nazi-Regimes) sondern auch durch seine einzigartige Umsetzung. Wir finden hier nicht das typische "Gemetzel" der anderen Kriegsfilme, denn dieser Film dient in erster Linie schließlich der Gefühlsdarstellung und nicht der Historiendokumentation. Es ist gerade die Darstellung dieser starken, gegensätzlichen Hauptfiguren, die einen an den Bildschirm fesselt und einem den Atem verschlägt, als Lilly, eine rechte Mitläuferin und Mutterkreuzträgerin erfährt, dass ihre Geliebte Jüdin ist.Durch diese Protagonisten treffen Naivität und Gerissenheit, Geborgenheit und Freiheit aufeinander, die sich vereinigen und letztlich doch am Lauf der Zeit scheitern.
Brilliant gemacht und besonders durch die Schauspieler (Maria Schrader, Juliane Köhler) und die Nebendarsteller, wie Detlev Buck und Heike Makatsch u.a. ein wahres Gefühlsbad.
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am 2. November 2006
Ein Film über Liebe und Leid im dritten Reich welcher so mitreißend ist,dass man oft fühlt

als sei man ein Teil von ihm.

In einer Zeit in der jegliche From der "Andersartigkeit" verfolgt und bestraft wurde verliebt sich die Jüdin Felice in die Hausfrau und Mutter Lilly Wust.

Es ist einfach herrlich anzuschauen wie die beiden sich trotz der Gefahren die sich ihnen eröffnen immer näher kommen und bereit sind ihr jeweiliges Leben für ihre Liebe zueinander aufzugeben.

Zudem ist dieser Film einer lesbischen Liebe auf einer wahren Begebenheit gestützt und man ist den Tränen nahe, wenn man die inzwischen verstorbene Lilly Wust in dem Extra der DVD in einem Interview sieht.

Aimee & Jaguar ist eine wunderbare aber auch sehr traurige Liebesgeschichte die zum Nachdenken anregt....
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am 21. Juli 2015
Lilly Wüst hat Tagebuch geführt , und erst spät war sie bereit, sich zu öffnen und aus ihrem Leben und über ihre erste und einzige Liebe zu erzählen.Von Erica Fischer erschien dann das gleichnamige Buch nach ihren Erinnerungen, Regisseur Max Färberböck hat daraus dann den Film gemacht, der für mich ein Ereignis in der Filmgeschichte darstellt. Sowohl der Film als auch die beiden großartigen Hauptdarstellerinnen Maria Schrader und Juliane Köhler sind mit Filmpreisen geehrt worden.

"Aimée & Jaguar" spielt in den Kriegsjahren 1943/44 . Liily Wüst (Juliane Köhler) ist eine Vorzeigefrau. Sie ist mit einem Bankangestellten verheiratet, während der Zeit Soldat, sie hat 4 Kinder, ihr steht ein Hausmädchen namens Ilse (Johanna Wokalek). zur Verfügung. Sie ist Ehefrau und Mutter ohne politisches Engagement, kulturell interessiert, sie begegnet erstmals im Theater Felice Schragenheim (Maria Schrader), einer selbstbewußte Jüdin, die im Untergrund arbeitet und bei der Presse angestellt ist, ihr Chef (Peter Weck) hält große Stücke auf sie.

Zum Freundinnenkreis gehören auch Lotte (Elisabeth Degen) und Klärchen (Heike Makatsch). Felice hatte sicher schon mehrere lesbische Beziehungen, sie flirtet mit Lilly, die von der selbstbewußten und weltgewandten Frau fasziniert ist. Auf einen ersten Kuss reagiert sie noch mit einer Backpfeife, geht aber kurze Zeit auf Felice zu, und es beginnt eine wunderbare Liebesgeschichte. Diese nimmt ein tragisches Ende , da Felice von der Gestapo, hier in Gestalt von Ulrich Matthes, gefaßt und deportiert wird. Ihre Spur verliert sich im KZ Theresienstadt.

"Aimée und Jaguar" ist ein Film mit einem Thema, das meines Wissens noch nicht verfilmt worden ist. Abgesehen davon, daß Jude und Arier im Dritten Reich ein Ding der Unmöglichkeit war, eine lesbische Liebe war ein Tabu im prüden Nazi-Reich. Und daß eine 4fache Mutter mit "Wurfprämie" bereit ist, Ehemann und Kinder zu verlassen, weil sie zum ersten Mal richtig verliebt ist, hätte bei Bekanntwerden einen Skandal erster Güte ausgelöst.

Der Film ist in fast allen Nebenrollen, in den wichtigeren sowieso, mit hervorragenden Darstellern besetzt. Neben den schon erwähnten Freundinnen und dem Hausmädchen sehen wir Detlef Buck als Ehemann, Rosel Zech als feine Dame im Theater, Desirée Nick, Dorkas Kiefer, Dani Levy ..... .

Ein Leinwandgroßereignis ist das Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen, Maria Schrader als Felice, eine Frau, von der Färberböck nach Lesen des Romanes sagt, daß er "vor ihrer Brillianz auf die Knie gegangen wäre", diese brilliante, selbstbewußte und im Untergrund tätige Jüdin, permanent in der Gefahr der Enttarnung und Verbringung in ein KZ lebend, die andererseits ungeheuer lebenslustig ist und aus Liebe sich ihren Mitverschworenen bei deren Flucht aus Sorge der Enttarnung nicht anschließt, weil ihre Liebe ihr wichtiger ist, diese bewundernswerte Frau wird von Maria Schrader so genial gespielt, daß man denken könnte, Felice sei aus dem Jenseits zurückgekehrt und in Maria Schraders Körper geschlüpft. Alle Facetten von Felices Persönlichkeit können wir ihrer Darstellung entnehmen: Lebenslust, vor Angst erstarrtes Gesicht, als eine Freundin von der Gestapo verfolgt wird, ein ganz diskret angedeutetes Lächeln, als Sie von ihrem Chef erfährt, Hitler sei bei dem Stauffenberg -Attentat ums Leben gekommen, ihr liebevoller zärtlicher Umgang mir der Geliebten beim ersten Sex, Leidenschaft, Ernst und Sicherheit bei konspirativen Treffen.

Juliane Köhler als Strohwitwe wirkt dagegen zunächst blasser, das änderte sich spätestens bei einer Szene, in der ein Liebhaber ihr sinngemäß erklärt, daß sie nur Lustobjekt sei, die Erschütterung und dann Empörung werden phantastisch mimisch vermittelt. Aus einem Heimchen am Herd wird eine Frau, deren Leben eine Wende um 180 Grad nimmt. Sie geht nach der zunächst durch Ohrfeige gezeigten Ablehnung auf Felice zu, phantastisch ihre Darstellung in der ersten Sexszene mit Felice, bei der in Julianes Gesicht eine ganze Reihe von Empfindungen widergespiegelt werden: Entsetzen über sich selbst, Scham, Ungläubigkeit, Überraschung und schließlich Lust und Ekstase. Ungläubigkeit und Überraschung, weil sie Lust vorher wohl nie empfunden hat, wie eine Szene zeigt, in der sie passiv und lustlos ihren "ehelichen Pflichten" nachkommt , sie über sich ergehen läßt. Auch sie nimmt das Heft jetzt in die Hand, als sie Felice eine heftige Szene macht, weil diese sich um sie zu wenig kümmere, das Gesicht wird zornig und Porzellan zerdeppert.

Die DVD enthält Extras, von denen die Interviews mit den Hauptdarstellerinnen und einigen Nebendarsteller/innen , dem Regisseur und der betagten, geistig sehr regen echten Lilly Wüst unbedingt auch angesehen werden sollten.

Filme , die mir sehr gut gefallen habe, gibt es einige, dieser Film ist einer der großartigsten, den ich bisher gesehen habe, er ist ein wahres MEISTERWERK und sicher einer der zehn Filme, den ich mir auf die vielzitierte einsame Insel mitnehmen würde. Ich finde ihn stärker als "Nirgendwo in Afrika" und "Die Augen der Anderen".

Beide Schauspielerinnen haben eine Glanztatleistung vollbracht, was auch einige Juries mit den gleichen Auszeichnungen für beide so gesehen haben. Von Maria Schrader werde ich mir sicher noch weitere Filme ansehen, Juliane Köhlers Fähigkeiten habe ich auch in Filmen wie dem Oscar-prämierten "Nirgendwo in Afrika", "Der Untergang", "In Sachen Kaminski", "Novemberkind" und zuletzt in dem Stasi-Drama "Zwei Leben" 2012 bewundert. Beide zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 33 Jahre alten Miminnen sind nicht so bekannt, gehören aber zu den großartigsten Darstellerinnen überhaupt.

Doc Halliday
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Dezember 2005
Zu Beginn des Filmes tauchen aus der Handlung heraus Fragen auf...

Wer sind die zwei Frauen, die sich im Treppenhaus eines Altenheimes lange nach Kriegsende begegnen?

Welcher gemeinsamen Wurzeln erinnert man sich, als man sich zufällig trifft, nach fast 50 Jahren Funkstille?

S C H N I T T

Ab hier liefert der sehr gefühlvolle Film die Antworten........ - alle Antworten?

Die junge Felice (Jüdin im Untergrund) verliebt sich in Lilly (Mutterkreuzträgerin und Ehefrau eines Nazisoldaten) - wie könnte es Felice nun gelingen, Lilly von sich und der ihr entgegengebrachten Liebe zu überzeugen?

Schauplatz dieser wundervoll in Szene gesetzten und für diese Zeit wohl sehr ungewöhnlichen Liebesgeschichte ist Berlin in den Kriegsjahren 1943/44.

Von oben drohen einem die Bombenangriffe der Engländer und Amerikaner umzubringen - unten, am Boden, lauert ebenfalls der Tod - überbracht von schnüffelnden Fanatikern / Anhängern des Nationalsozialismus.... - was würde wohl geschehen, würde Lilly entdecken, dass Felice Jüdin ist?

121 Minuten Film, die einem mehr als einmal nach Taschentüchern greifen lassen!

Wer diesen Film in Gesellschaft anschaut und während des Abspannes feststellt, dass der Besuch immer noch nicht geweint hat, sollte umgehend den Puls und Atmung seines Gastes kontrollieren - er/sie muss bei trockenen Augen bereits aus dem Leben geschieden sein, denn dieser Film drückt garantiert auf die Tränendrüse!

Das Buch zum Film steht (leider) immer noch ungelesen in einem meiner Regale - den Film jedoch, den hab ich mir heute zum fünften Mal angeschaut - und ich könnte ihn immer wieder laufen lassen!
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