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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!
Endlich gibt es diesen Western in Deutschland auf DVD! M.E. das erste mal, sieht man von den Importveröffentlichungen ab.
Dies ist einer meiner Lieblingsfilme überhaupt. Er hätte auf jeder "all-time-favourite"-Liste einen der ersten 5 Plätze. John Wayne, über den man denken mag, was man will, liefert hier seine erste (und vielleicht einzige -...
Veröffentlicht am 7. Februar 2012 von Gavin Armour

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Gelegenheit den Bach runter gegangen
Tim Dunson (John Wayne) kommt mit spärlicher Begleitung und nur einer mageren Kuh in Texas an, um sich dort in einer neuen Existenz zu versuchen. Als er die mexikanischen Landbesitzer verscheucht hat, lässt er sich nieder. Einen elternlosen, aber unerschrockenen Jungen, der ihm zuläuft, nimmt er auf. Jahre später hat Dunson eine grosse Herde. Seine...
Veröffentlicht am 29. Januar 2012 von Matthias Haas


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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 7. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
Endlich gibt es diesen Western in Deutschland auf DVD! M.E. das erste mal, sieht man von den Importveröffentlichungen ab.
Dies ist einer meiner Lieblingsfilme überhaupt. Er hätte auf jeder "all-time-favourite"-Liste einen der ersten 5 Plätze. John Wayne, über den man denken mag, was man will, liefert hier seine erste (und vielleicht einzige - was Ethan Edwards in "Der schwarze Falke" angeht kann man geteilter Meinung sein) große Charakterrolle ab. Und das macht er auch noch wirklich gut. Hawks hat später gern die Geschichte erzählt, wie er Wayne überreden musste, einen "Unsympathen" zu spielen und dies tat, indem er ihn auf sein Alter hinwies und daß es schwieiger werden würde, angemessene Rollen zu finden.

"Red River" erzählt von einem der ersten großen Rindertriebe. Der Rancher Tom Dunson, der 15 Jahre zuvor einen Treck und damit auch seine Braut verließ, um in Texas gutes Weideland zu finden, will nun seine 10.000 Tiere umfassende Herde in eine der großen Verladestädte weiter nördlich treiben. Dabei stehen ihm v.a. sein alter Kumpel Grood und sein Ziehsohn Matt zur Seite. Letzterer lief Dunson und Grood zu, als der Treck, den die beiden verlassen hatten, den Indianern zum Opfer fiel. Dabei starb auch Dunson Verlobte. Nun brechen die Cowboys auf und Dunson, eh schon ein "harter Hund", entwickelt sich im Verlauf der Reise zu einer Art Diktator, dessen Methoden zur Disziplinierung der Männer immer brutaler und auch unangemessener werden. Schließlich meutern die Cowboys unter Anleitung von Matt und setzen Dunson praktisch in der Prärie aus. Während die Herde weiterzieht, jetzt mit einem neuen, wohl realistischeren Ziel, sinnt Dunson auf Rache. Es kommt zum Showdown, der von einer Dame beendet wird, die Matt liebt und Dunson an seine tote Braut denken läßt.

Man könnte Seiten über Seiten füllen zu diesem Film. Nur soviel: Für Hollywoodmaßstäbe hat man es hier mit einer Art "Moby Dick" des Films zu tun. Dunsons Besessenheit, sein Zorn auf sich und die Welt, seine unbedingter Wille, allen Widrigkeiten zu trotzen und seinen Traum eines Trails von Texas in die Viehstädte zu realisieren, die Weite des Landes als sein Wal, der zu bezwingen ist - all das erfüllt schon die Bedingungen einer großen Tragödie. Fast klassisch.

Zugleich kann man diesem Film aber auch nahezu dokumentarischen Charakter attestieren. Es ist ein working-class-movie. Warum? Zum einen erzählt der Film von Arbeit. Er zeigt die Vorgänge einer Rinderzucht, eines Viehauftriebs, einer Ranch. Er läßt sich Zeit (allein die Exposition, bis wir in der eigentlich erzählten Zeit des Films ankommen dauert schon nahezu 30 Minuten) diese Dinge zu beobachten. Die Bilder der Wagen, die die Herde begleiten, des Staubes, den sie aufwirbeln, der Räder, die sich schlammige Uferböschungen hinaufwinden usw - Hawks ist nahezu verliebt in diese scheinbar nebensächlichen Details. Doch kann man diesen Film auch deshalb dokumentarisch nennen, weil er wirklich zeigt, wie diese Dinge passieren. Hawks ließ 5000 Rinder treiben, die Cowboys, die im Film zu sehen sind, sind eben genau das - Cowboys, keine professionellen Darsteller. Der Film erzählt also nicht nur von Arbeit, er ZEIGT auch Arbeit, er zeigt, wie gearbeitet wird. In Zeiten wie unseren, in denen Filme meist in Blue-Boxes entstehen und nur noch seltenst Massenszenen auch Massen zeigen, sondern meist computergenerierte Simulationen, ist es eben ein Dokument, wirklich zu sehen, wie eine Rinderherde getrieben wird. Das macht "Red River" u.a. außergewöhnlich.

Und filmhistorisch? Ich weiß, ich mache mich damit unbeliebt, aber ich sage auch hier, was ich privat nicht müde werde zu erklären: Meiner Meinung nach findet in "Red River" eine der aufregendsten und technisch versiertesten Kameraeinstellungen/schwenks statt, die die Filmgeschichte zu bieten hat:
An dem Morgen, an dem der Treck aufbrechen soll, sehen wir Wayne auf die Kamera zureiten, er kommt neben Matt zum Stehen und läßt dann den Blick langsam über die Herde schweifen. Die Einstellung wechselt nach einigen Frames, so daß wir die Bewegung seines Kopfes in diesem Blick über "sein Lebenswerk" noch wahrnehmen, bevor wir scheinbar seinen subjektiv schwenkenden Blick sehen, doch als die 180 Grad vollendet sind kommt wer ins Bild? Wayne! Unmerklich hat sich während dieses scheinbar subjektiven Schusses die gesamte Perspektive verschoben und nun scheint es Matts subjektiver Blick zu sein, den wir eingenommen hatten. Subtiler kann man Entfremdung und Perspektivwechsel zwischen Figuren kaum darstellen im Film. Und dann? Dann kommt diese von mir sooo geliebte Einzeiler: "Take 'em to Missouri, Matt!" und Montgomery Clift, der Matt spielt in seiner ersten großen Rolle, geht aus dem Sattel und stößt einen Schrei aus, der sich von Mann zu Mann fortsetzt, wir bekommen einmal von allen im Film wesentlichen Protagonisten eine Großaufnahme bevor dann Dimitri Tiomkins Musik einsetzt und - hochpathetisch - Chöre den Aufbruch besingen, während mehrere Totalen uns die Herde, die Cowboys und die Planwagen zeigen, die sich in Bewegung setzen.

Meine alte VHS ist an dieser Stelle derart abgenudelt, daß sie nicht mehr einsehbar ist. Einer DER Momente der Filmgeschichte, wie ich finde...

Allen, die den Film noch nicht kennen: VIEL SPASS!

Allen andern: Wie immer VIEL SPASS!!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Red River, 12. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Red River [UK Import] (DVD)
"Red River" war Howard Hawks'erster Western, und John Wayne soll ziemlich skeptisch gewesen sein wegen der "Unerfahrenheit" von Hawks und ob er die Rolle des Tom Dunson wirklich spielen sollte. Hawks gab Wayne eine passende Antwort, sinngemäß etwa: "Du wirst älter! Es wird Zeit, daß du den Quatsch nicht mehr drehst (Wayne hatte in den 40er Jahren nur in einer Reihe von mittelmäßigen B-Western mitgewirkt) und eine echte Charakterrolle spielst!" Angelehnt an die wahre Geschichte des ersten großen Viehtrecks auf dem "Chisholm Trail" nahm Hawks Motive aus "Moby Dick" und "Meuterei auf der Bounty" und versetzte sie in die Prärie. Tom Dunson ist der "Kapitän Ahab" des Westens, der geradezu manisch getrieben und unter allen Umständen seine riesige Rinderherde über tausende von Meilen durch Dürre, Wind und Wetter und unter Bedrohung durch Indianer nach Missouri bringen will um sie dort gewinnbringend zu verkaufen. 14 Jahre hat er dafür geschuftet, hat sich eine Ranch aufgebaut, eine der größten Viehbestände im Westen angehäuft, um dann festzustellen, daß er durch den Krieg pleite ist und für seine Rinder keine Absatzmärkte findet. Obwohl bald heraus ist, daß es im wesentlich näheren Abilene eben einen guten Markt gibt (und eine Bahnlinie), hält der monomanische Dunson an seinem Plan fest das unter wesentlich strapaziöseren Bedingungen und weiter entfernte Missouri zu erreichen. Besessen treibt er seine erschöpften Männer voran, Meuterer werden erschossen, Widerspruch duldet er nicht. Als er zwei Männer, die sich nachts mit Vorräten aus dem Staub gemacht hatten und von dem Revolvermann Cherry wieder eingefangen wurden, hängen lassen will, erhebt sich auch sein geliebter Ziehsohn Matthew Garth gegen Dunson, entwaffnet ihn und läßt ihn zurück. Matt führt den Treck nach Abilene, wissend, daß sich Tom Dunson schnell Männer suchen wird um sich die Herde zurückzuholen... und um Matt zu töten wie er geschworen hat.
Und jetzt bringt Hawks Poesie und diejenige Frau ins Spiel, die Tom Dunson läutern und die Geschichte zu einem guten Ende bringen wird. Tess Millay verliebt sich in Matt und erfährt von Toms altem Partner Groot (Walter Brennan - der die ganze Geschichte im Stil einer Tagebuch-Chronik erzählt) viel über das Verhältnis von Matt und Tom und warum Tom Dunson "eben so ist wie er ist". Dunsons Besessenheit basiert auf einem furchtbaren Fehler, den er sich selbst nie verziehen hat: Die Frau, die er einst geliebt hatte, ließ er vor 14 Jahren mit einem Treck weiterziehen, obwohl sie ihn anflehte bei ihm zu bleiben und seine Ranch mit aufbauen wollte. Nur wenige Tage später wurde besagter Treck von Komantschen überfallen und am Arm eines getöteten Indianers findet Dunson das Armband, das er seiner Geliebten Fen zum Abschied geschenkt hatte. Dieses Armband wandert als Leitmotiv immer weiter: Dunson gibt es dem jungen Matt, der für ihn wie ein leiblicher Sohn wird, Matt reicht es weiter an Tess, und die konfrontiert bei ihrer Begegnung mit Tom Dunson eben jenen mit dieser schmerzhaften Schuld. Mit aller Macht versucht Tess Dunson davon abzubringen sich an Matt zu rächen, weil sie erkennt, daß sich Dunson und Matt wie Vater und Sohn lieben...
Hawks setzte das Happy End gegen die Produzenten durch. Die wollten, daß Dunson im finalen Duell von Matt tödlich verwundet wird. Matt und Tess sollten in der ursprünglich geplanten Schlußszene den sterbenden Dunson an die Ufer des Red River führen... aber Hawks mochte so ein tragisches Ende nicht, weil er seine Figuren liebt, lotet die Seele des im Grunde positiv angelegten Charakters von Tom Dunson aus und läßt Tess als starke Frau die Versöhnung von "Vater" und Ziehsohn nach einer finalen Schlägerei herbeiführen.
"Red River" ist einer jener Hollywood-Filme, die man in jeder Hinsicht als makellos und zeitlos bezeichnen kann. Es wirkt alles so echt und authentisch wie es tatsächlich auf dem gigantischen Viehtreck von 1885 zugegangen sein muß. Die riesige Rinderherde, das Filmen an Originalschauplätzen und die geradezu poetische Szene im Morgengrauen, als Tom Dunsons Treck aufbricht, lassen den Aufwand und die Strapazen erahnen, die das Filmteam bei den Dreharbeiten annähernd wie die echten Protagonisten von damals durchmachen mußte. Es läßt auch den Pioniergeist dieser Cowboys erahnen, die den ersten großen Rindertreck in den Osten brachten und einen Grundstein für die Fleischindustrie großer Städte wie Chicago oder Boston legten.Atemberaubende Szenen wie eine Rinder-Stampede oder die Überquerung eines Flusses bleiben haften in diesem epischen Western-Klassiker, der mit bärbeißigem Humor durchsetzt ist und durch den "Beobachter" und "Chronisten" Groot eine geschickte Erzähler-Perspektive gefunden hat, die die Motive und Handlungsweisen von Matt und Tom umso mehr verdeutlicht und greifbar macht. Groot, der treue Freund und Partner Dunsons, ist es auch, der Tom immer wieder an die Folgen seiner Handlungsweisen erinnert: "That was wrong, Mr. Dunson", sagt er als Tom seine Fen mit dem Treck weiterziehen läßt, und er sagt diesen Satz immer wieder... Warum es diesen Film (der übrigens hervorragend synchronisiert ist) immer noch nicht in einer adäquaten DVD-Fassung gibt, ist ebenso rätselhaft wie die Frage warum er denn nicht in Farbe gedreht wurde. Dies vielleicht um den Realismus und die Authetizität dieses einzigartigen Films noch zu verstärken.
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wann endlich auf deutsch und restauriert!!! an alle labels!!!, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Red River [UK Import] (DVD)
dieser überaus gute western von john wayne wartet immer noch auf eine gute deutsche veröffentlichung - warum geht kein namhaftes label diesen film mal an. es ist eine schande und unverständlich nach all den vielen guten bis sehr guten veröffentlichungen rund um john wayne, nur " RED RIVER " ist und bleibt dem deutschen markt vorenthalten, warum? genauso wäre eine veröffentlichung der langen version von " ALAMO " die es nur in den staaten auf video gab mal pflichtprogramm - MGM was ist los? wäre auch was für KOCH-MEDIA!!! EMS!!! gebt diese veröffentlichungen endlich den fans!!! wir warten!!!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann endlich gibts "Red River"?, 28. Mai 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
Ich frage mich, nach welchen Kriterien Filmverleiher entscheiden, ob ein Film es "wert" ist, digitalisiert und auf DVD verkauft zu werden? Einen der wichtigsten und besten Western überhaupt suchen Fans bisher vergeblich: Red River. Da gab es eine verhunzte, farbige Kurzfassung auf "Premiere" und dann gibt es die Original-Fassung als UK-Import. Und wir hier? Wann endlich wird es "Red River" auch in Deutschland auf DVD geben? Ich könnte mir vorstellen, dass es eine große Fangemeinde gibt (John Wayne, John Ford, Western überhaupt). Jeder Quark und Ballermist ist in technisch brillianten Kopien zu haben - so mancher Klassiker verschwindet in staubigen Kisten. Ein Jammer. Nu macht mal hinne!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mein definitver Lieblingswestern, 24. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
subjektiv gesehen, aber auch objektiv ein Genrevertreter, wie er klassischer nicht sein kann.
Es sind alle Zutaten vorhanden: der starrköpfig, unbeirrbare, rücksichtslose und am Ende geläuterte Held, der jugendlich, edle Widerpart, die episch erzählte Geschichte eine Pioniertat, gewürzt mit dem üblichen Faktotum, und fast etwas zu kurz gekommen- eine Liebesgeschichte und Indianer. Es fehlt eigentlich nur der echte Bösewicht, aber den deckt John Wayne in seiner grandiosen Darstellung des Tom Dunson irgendwie gleich mit ab.
All diese Klischees werden durch die Personendarstellung wunderbar überhöht -fast schon so, wie bei Melville im Thrillergenre- im Gegensatz zum anderen großen Hawks-Wayne Klassiker, Rio Bravo 10 Jahre später, wo die reichlich vorhandenen Klischees ironisiert werden.
Insgesamt ist der Film ein wunderschön stimmig-ausgewogenes Gesamtkunstwerk und wenn das märchenhafte Happy-End auch nicht so geplant gewesen sein soll, anders ist es nicht mehr vorstellbar.

Fazit: Volle 5 Sterne für die "Software"

Zur "Hardware":

Au weh! Das Fehlen der (am Cover angekündigten!) deutschen Untertitel ist da noch das geringste Ärgernis, wenngleich völlig unverdständlich. 1 Punkt Abzug
Ton: dem Alter entsprechend o.k., die Synchro ist die originale.
Ganz schlimm kommt es dann aber beim Bild. Die Unterschiede zu meiner alten VHS-Aufnahme müssen als marginal bezeichnet werden.
Im HD-Zeitalter fast schon ein Affront, insbesondere wenn man an andere sehr alte Filme wie z.B. Quo Vadis denkt.
Dass es sogar mit dem vorhandenen Material besser geht zeigt die UK-DVD von Red River.
Weitere 3 Punkte Abzu, schade!

Gesamturteil: 5 Punkte für den Film, 1 Punkt für die DVD, sind rechnerisch 3 im Schnitt + 1 persönlicher Bonuspunkt von mir.

Aber: Da geht viel mehr!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yihaa!, 26. Januar 2014
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
Durch John Fords “Höllenfahrt nach Santa Fe“ mit John Wayne wurde 1939 das Westerngenre erwachsen. Knapp 10 Jahre später konnte sich Wayne in Howard Howks’ “Red River“ erstmals als Charakterdarsteller profilieren. Der von ihm verkörperte Thomas Dunson ist zwar die Hauptfigur des Filmes um den ersten großen Viehtransport quer durch den Wilden Westen, ein Held ist er aber noch lange nicht. Ein kurzer Prolog schildert, wie Dunson die Liebe seines Lebens bei einem Indianerüberfall auf einen Wagentreck verlor und den einzigen Überlebenden, den kleinen Matthew Garth, als Pflegesohn adoptierte. 15 Jahre später ist Thomas Dunson ein verbitterter Mann, der seine Ranch in Texas mit eiserner Hand führt. Auch bei einem langwierigen und sehr gefährlichen Vieh-Trail zur Eisenbahnlinie nach Missouri nimmt Dunson wenig Rücksicht auf seine Männer. Dies schmeckt Matthew überhaupt nicht und er rebelliert gegen seinen Stiefvater, den er eigentlich bewundert...

Lange bevor James Dean in “Denn sie wissen nicht was die tun“ oder “Jenseits von Eden“ gegen seine Väter aufmuckte, sollte Montgomery Clift in seinem ersten Kinofilm dem übermächtigen John Wayne auf seine ruhige besonnene Art Paroli bieten. Doch “Red River“ wäre heute nicht der große Westernklassiker wenn er nur einen Vater-Sohn-Konflikt erzählen würde. Mit beeindruckenden Naturaufnahmen, realistischen Einblicken ins harte Cowboyleben, der legendären in “City Slickers“ zitierten Yihaa!-Aufbruchsszene, seiner wilden Stampede mit Tausenden von Rindern und einer kernigen alles bereinigenden Schlägerei gelang Howard Howks ein Meisterwerk des Westernkinos. Lange hat es gedauert bis der Film endlich auf DVD vorliegt, wenn auch anscheinend nur eine deutsche TV-Ausstrahlung als Master diente und die DVD-Edition nur Textbeiträge als Bonusmaterial bietet. Der Süddeutsche Zeitung Cinemathek, die in ihrer Western-Reihe als weitere DVD-Premiere “Mit stahlharter Faust“ herausbrachte, kann gar nicht genug dafür gedankt werden.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Red River in deutscher Sprache, 8. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
Es ist so schade dass dieser Artikel in deutscher Sprache und in schwarz-weiss Aufnahme nicht lieferbar ist Ich und ich nehme an noch mehr Fans von John Wayne bedauern dieses es würde mich freuen wenn dieser Artikel demnächst lieferbar wäre
mgf Roland Lenz
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Western, 19. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Red River [UK Import] (DVD)
Unwahrscheinlich mitreißender und tiefgehender Western um die Hass-Liebe eines starrköpfigen und verhärteten Viehtreibers (John Wayne) und sienes Adoptivsohnes (Montgomery Clift). Im Gegensatz zu den meisten Western stehen hier keine wilden Schießereien der Guten gegen die Böden im Mittelpunkt, sondern es geht um menschliche Emotionen, um Ehrgeiz, Verbitterung, Liebe von Menschen, die durch ihre rauhe Umgebung ständig Extremsituationen ausgesetzt sind.
Fesselnder Film mit zwei phantastischen Hauptdarstellern!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Western gehört in jede Sammlung!, 28. April 2011
Von 
Baumgartner Werner "Baumes1968" (Untereisesheim, Baden-Württember) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Red River [UK Import] (DVD)
Ohne "Red River" ist keine John Wayne-Sammlung komplett! Warum dieser Film nicht in deutscher Sprache erscheint ist mir ein Rätsel. Zur Zeit erscheinen viele Filme von John Wayne aus den 30er und 40er Jahren auf DVD. Dies ist zwar gut gemeint, aber unnötig. Lieber diese Kosten einsparen und das Geld vernünftig investieren!

In Red River prägt John Wayne die Grundzüge "seines" Westernhelden, wie er in vielen seiner späteren Filme (Rio Bravo, El Dorado usw.) gezeigt wird. Darum, liebe Labels, ich möchte auf diesen Film nicht mehr lange warten müssen. Sicherlich wird es doch nicht so schwer sein, die Rechtefrage abzuklären.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Möglicherweise der beste Western der Filmgeschichte, 2. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Red River (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Süddeutsche Zeitung GmbH(ALIVE AG). ASIN: B0053UBN62
Deutscher Titel: Red River. Früherer deutscher Titel: Panik am roten Fluß. Originaltitel: Red River
Produktionsland: USA. Premiere: 1948
Mit: John Wayne, Montgomery Clift, Joanne Dru, Walter Brennan, John Ireland, Noah Beery Jr., Harry Carey Jr., Chief Yowlachie, Paul Fix, Hank Worden, Harry Carey Sen., Ray Hyke, Wally Wales, Mickey Kuhn *, Wally Wales, Richard Farnsworth, Coleen Gray ** u. A.
Regie: Howard Hawks. Drehbuch: Borden Chase und Charles Schnee. Musik: Dimitri Tiomkin. Kamera: Russel Harlan
Genre: Western
Bild: gut / SW / 4:3. Sprache: englisch. Synchronisation: nur deutsch (gute alte Synchronisation). Untertitel: keine
Filmlänge: 126 Minuten und 48 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials: keine

Spoiler-Elemente.
Red River ist einzigartig und zeitlos.
John Wayne als Tom Dunson ist nicht nur ein mutiger Held, sondern von Anbeginn auch ein Versager. Er ist verhärtet und stark, weil er es in einem kurzen Moment seines unverrückbaren Starrsins verabsäumte, seine Zukünftige vor dem Tod zu bewahren. Dieses Stigma macht ihn in Folge zu einem fatalistischen, unbarmherzigen Schinder und Schleifer seiner selbst und aller seiner Cowboys. Er verlangt von keinem, was er sich nicht selber abverlangt. Aber diese Härte geht bis an die Grenze der Zumutbarkeit.
Die Großartigkeit des Films beginnt schon mit der Musik, die mit dem Film so verwachsen ist, wie der Cowboy mit seinem Pferd.
Der Beginn allein ist wuchtig und romantisch, wie wenige Werke. Dunson trennt sich von dem Wagentreck und geht eigene Wege. An dieser Wegscheide wirft sich ihm die außerordentlich hübsche Coleen Gray mit Blicken wie Sternefunkeln um den Hals mit Worten, die den härtesten Granit zum Schmelzen bringen würden - allein John Wayne nicht. Sie offenbart ihm, wie stark sie ist, um mit ihm zu ziehen in das unbebaute Land, um ihm als Frau und Freund beizustehen in Allem. Und er küsst sie, hängt ihr das Band seiner verstorbenen Mutter um den Arm und dreht ihr den Rücken zu, ohne sich umzudrehen und sie jemals wiederzusehen. Denn sie wird getötet im Zuge eines Überfalls der Indianer (im Film nicht zu sehen). Etwas später sichtet Dunson mit seinem unzertrennlichen Kumpanen Walter Brennan schwarzen Rauch, aus der Richtung des Trecks, den sie zuvor verließen. In der Nacht werden die Beiden von Indianern überfallen und können sie besiegen. An der Hand eines der getöteten Indianer erkennt Dunson den Armring von Coleen Gray, zu deren indirektem Mörder er wurde, da er ihr den Rücken zukehrte und allein ließ. So hat sich Coleen Gray, die 1922 geboren wurde und immer noch unter uns Lebenden weilt, unvergesslich eingebrannt in das tragische Herz Dunsons und auch das unsere. Aus der Asche der Toten erhebt sich ein Jüngling, der das Massaker überlebte, von Dunson zur Buße adoptiert wird und zu dessen zweitem Ich emporwächst. Obwohl John Wayne in überirdischer Tragik strahlt, so Montgomery Clift nicht weniger in seiner jugendlichen Unaufhaltbarkeit. Red River war seine erste Filmrolle, denn er kam vom Theater. Unverkennbar ist seine Ähnlichkeit mit Tom Cruise. In diesem Film erkennt man sehr gut, welch monumentale Größe in diesem Mann steckte, vor seinem tragischen Unfall im Jahre 1956.
Worum es bei dem Film geht: um das Treiben einer Viehherde auf dem Chisholmtrail von Texas nach Kansas.
Im Eigentlichen geht es um viel mehr. Es geht um die visuelle Beschreibung des schweren und naiven Cowboylebens. Und zum Beispiel um den banalen Umstand, dass klirrendes Geschirr eine ruhige Viehherde im Nu in eine rasende Stampede versetzt mit Todesfolge für Mensch und Vieh.
Es geht auch um die schmerzliche Metamorphose eines unnachgiebigen Patriarchen, der im letzten Moment die Notwendigkeit erkennt, loszulassen, auszuatmen, nachzugeben. Und das ist ein sehr guter Moment. Es ist nicht in erster Linie eine Boshaftigkeit Dunsons, seine Männer zu quälen und zu bestrafen, sondern die Unmöglichkeit, angesichts der Härte des Landes, weich werden zu dürfen. Darin aber ist ein Fehler und eine Verkennung der Wirklichkeit. Sich Muße und des Abstandes zu sich selbst zu verbieten, entbehrt einer nötigen Selbsterkenntnis und erzwingt Starrheit. Diese Elemente verpackt Howard Hawks in diesen Film unnachahmlich und bis zur letzten Konsequenz. Natürlich brilliert John Wayne in dieser abgrundlos tragischen Rolle außergewöhnlich. Es ist sehr denkwürdig, ihn dabei zu verfolgen, wie er seine Unnachgiebigkeit geradlinig zelebriert, um im entscheidenden Augenblick von seinem eigenen Adoptivsohn gestoppt zu werden. Und dieser Paradigmenwechsel geschieht nicht am Ende des Films. Montgomery Clift übernimmt die Initiative, weil er flexibel ist, weil er die objektivere Übersicht über die Gesamtlage hat. Das kann ihm Dunson zunächst nicht verzeihen und verdammt ihn zu seinem Erzfeind. Er duldet keine Autorität neben der seinen und kann mit Ebenbürtigkeit nicht umgehen, bis er vom Gegenteil überzeugt wird.
Im Finale findet Dunson seinen gehassten Erzfeind, seinen geliebten Sohn, sein zweites Ich. Er schlägt auf ihn ein, um selber auf die Schnauze zu kriegen. Und er bekommt reichlich zurück, was er stets gesät hat.
Und als Joanne Dru wahrnimmt, dass sich zwei Männer schlagen, die sich eigentlich lieben, weil es sich dabei um Vater und Sohn handelt, schießt sie ihnen fuchsteufelswild um die Ohren und verwandelt deren unreifen Dialog in ein einträchtiges, erlösendes und endgültiges Lachen.
Erwähnenswert ist der psychologische Umstand, dass Montgomery Clift in der Rolle des Ziehsohnes im Laufe der Handlung einer jungen Frau das Leben rettet, als sie mit dem Siedlertreck von Indianern überfallen wird. Er begleicht damit quasi die Schuld seines Adoptivvaters, der früher einen Siedlertreck mit siner Verlobten fast schäbig im Stich ließ, um seine persönlichen Interessen zu verwirklichen. Der Regisseur ermöglicht somit eine Korrektur, eine historische Änderung des Verhaltens in der Verkörperung des Sohnes und seinem heldenhaft-selbstlosen Verhalten.
Absurderweise gibt es in einigen TV-Fassungen geschnittene Szenen des finalen Duells zwischen Wayne und Clift. Die hier vorliegende Fassung ist ungeschnitten.
Ein Film, der beweist, dass John Wayne ein sehr guter, ausdrucksstarker und vielseitiger Schauspieler war.
Einer der besten Western der Filmgeschichte (wenn nicht der beste) und einer der besten Filme aller Zeiten überhaupt.

Noch lebende Schauspieler (letzter aktueller Stand 29.10.2014):

*) Mickey Kuhn (geb. 1932), der in dem Film den jugendlichen Adoptivsohn von Tom Dunson spielt.

**) Coleen Gray (geb. 1922) in kurzer Rolle am Anfang des Filmes als die Verlobte von John Wayne, spielte in bedeutenden Filmen, wie Der Scharlatan, Kuss des Todes, Father is a Bachelor, The Sleeping City u. a.

Mladen Kosar
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