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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast perfekt
Nach dieser Aufnahme war eigentlich jede neue Einspielung überflüssig - so gelungen ist sie, so perfekt besetzt in fast jeder Rolle:
Allen voran Elisabeth Grümmers Elsa: Sensibler, inniger, herzzerreißender, intelligenter und schöner wurde die Rolle nie auf Platte gesungen - natürlicher als Schwarzkopf, inniger als Lotte Lehmann,...
Veröffentlicht am 18. Mai 2003 von vully

versus
9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn nur das Rauschen nicht wäre...!
Bin ich eigentlich der einzige Mensch auf Erden, der diese Aufnahme klangtechnisch nicht optimal findet?
Ich habe die rauschenden Kritiken gelesen, war aber zunächst vom Preis der Vorgänger-Ausgabe etwas abgeschreckt. Nun kam dankenswerterweise diese remasterte CD zum Sonderpreis heraus, bei der ich sofort zugriff, da ich ja, wie mir sämtliche...
Veröffentlicht am 7. September 2003 von dimane


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast perfekt, 18. Mai 2003
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Nach dieser Aufnahme war eigentlich jede neue Einspielung überflüssig - so gelungen ist sie, so perfekt besetzt in fast jeder Rolle:
Allen voran Elisabeth Grümmers Elsa: Sensibler, inniger, herzzerreißender, intelligenter und schöner wurde die Rolle nie auf Platte gesungen - natürlicher als Schwarzkopf, inniger als Lotte Lehmann, weniger statisch als Janowitz, menschlicher als Studer...
Schon allein ihr "Einsam in trüben Tagen" ist die ganze Einspielung wert.
Eine kongeniale Gegenspielerin ist Christa Ludwig, die die Ortrud als kluge Intrigantin singt, in der die Wut immer unterschwellig schwelt - dadurch entgeht sie der Gefahr, wie viele andere Interpretinnen der Rolle zur keifenden Furie zu werden. Dazu verfügte auch die Ludwig über eine unübertroffen schöne Stimme.
Das Duett der beiden Sängerinnen im zweiten Akt sollte jeder junge Sänger sorgfältig studieren als Beispiel dafür, wie man mit rein musikalischen Mitteln perfekt interpretiert.
Dietrich Fischer-Dieskau ist ein ungewöhnlich kluger Telramund, Gottlob Frick ein würdig-kraftvoller König Heinrich.
Ausgezeichnet auch Jess Thomas als Lohengrin - im Gegensatz zur restlichen Besetzung aber nicht sensationell: Seiner angenehmen, technisch gut geführten, aber etwas fahlen Stimme fehlt es am letzten Ausdruck - wegen seines leichten, aber hörbaren amerikanischen Akzents hatte ich den Eindruck, der Tenor buchstabiere die Rolle, statt sie zu leben. Da waren etwa Völker, der junge Windgassen, natürlich auch Melchior und der junge Siegfried Jerusalem ausdrucksvoller.
Ausgezeichnet auch Chor und Orchester. Dieses großartige Ensemble wird zusammengehalten von dem sehr uneitlen Dirigenten Rudolf Kempe - einem Kapellmeister im besten Sinne. Da stimmt jedes Tempo, jede dynamische Nuance.
Die Tontechnik tut ein übriges: Ein Vorteil der Studioaufnahme ist, dass die Sänger nicht zu brüllen brauchen, ohne dass das Orchester auf dynamische Ausbrüche verzichten müsste oder zu sehr im Hintergrund stünde.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lohengrin der Sonderklasse!, 27. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Im Harenberg Opernführer wird diese Aufnahme völlig zu Recht als Referenzaufnahme eingestuft. Rudolf Kempe zelebriert mit den Wiener Philharmonikern die Lohengrin-Musik mit delikatem, schlanken Klang, aber durchaus auch prachtvollen Steigerungen an den richtigen Stellen. Durch diese intelligente musikalische Aufffassung gelingt es Kempe alle Feinheiten der Lohengrin-Partitur auszuleuchten und zum Klingen zu bringen. Der Dirigent hat das Glück über Solisten zu verfügen, die höchtes Niveau des Wagner-Gesangs garantieren. Jess Thomas ist ein Titelheld, der durch müheloses Singen, schönes Timbre, und Gesangskultur überzeugt und den großen Vorbildern, wie Franz Völker und Sandor Konja nahe kommt. Einzige kleine Einschränkung ist sein doch hörbarer englischer Akzent. Ein wirklicher Traum ist die wundervoll träumerische Elsa von Elisabeth Grümmer. Sie singt mit perfekt durchgebildetem, jugendlichen Sopran nicht nur phantastisch, sie ist auch eine glaubwürdige Darstellerin, bei der die ganze Gefühlskala von der schwämerischen, liebenden bis zur zweifelnden Frau, auch auf Tonträger eindruckvoll erlebbar wird. Fischer-Dieskau - wie könnte es auch anders sein - gestaltet den Bösewicht Telramund intelligent. Allerdings muss er immer, wenn Dramatik gefordert wird, sängerisch und darstellerisch forcieren. Genau dies muss die ausdrucksstarke Christa Ludwig als Ortrud niemals tun. Sie verkörpert das "böse Weib" vollkommen , ohne alle vordergründigen Effekte aufgesetzter theatralischer Dämonie. Gottlob Frick steigert das Königsgebet zu einer grandiosen Anrufung. Phänomenal, wie der schwere, schwarze Bass, die gefürchteten Höhen dieser Partie mühelos zu voluminösen Strahlen bringt. Das Urteil, dass König Heinrich eine der maßstabsetzenden Partien des großen Bassisten sei, wird eindrucksvoll bestätigt. Der Heer-Rufer Otto Wiener behauptet sich in dieser illusteren Sängerriege souverän.
Insgesamt ist der Kempe-Lohengrin durch seine musikalische Realisation und die Leistungen der Ausnahmesänger -auch in den Ensemble-Szenen - die beste Gesamtaufnahme auf dem Markt, die auch von späteren ebenfalls
großartigen Einspielungen z.B. unter Claudio Abado nicht erreicht wurde.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lohengrin in Super-Besetzung, 3. August 2006
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Diese inzwischen fast 45 Jahre alte Aufnahme ist noch heute Referenz. Das hat gute Gründe: Rudolf Kempe, der leider allzu früh verstorbene Dirigent, hat hier Wagners Partitur auf eine wunderbare Weise zum Klingen gebracht. Er breitet seinen Sängern einen Klangteppich aus, wie er schöner einfach nicht sein kann. Diese wissen das zu würdigen und geben ihrerseits alles, um der Aufnahme weitere Superlative hinzuzufügen. Zunächst Elisabeth Grümmer: Sie singt die Elsa mit so sanftem und doch leuchtendem Ton, daß das Zuhören zum puren Genuß wird. Einzig Gundula Janowitz kann ihr (in Kubeliks Einspielung von 1971, DGG) von allen übrigen Rollenvertreterinnen das Wasser reichen. In der Titelrolle ist der Amerikaner Jess Thomas zu hören, mit tadelloser Höhe und strahlender Stimme, wenn auch mit etwas störendem englischen Akzent. Christa Ludwig gibt der Ortrud alles, was nötig ist für ein charakteristisches Porträt dieser doch überwiegend bösartigen Rolle. Aber auch die sanfteren Passagen werden von ihr überzeugend gestaltet. Dietrich Fischer-Dieskau als Telramund: Eine Spitzenbesetzung, von der man heute nur träumen kann. Auch Gottlob Frick als König Heinrich gibt eine seiner besten Rollengestaltungen in Opern-Gesamtaufnahmen. Otto Wiener als Heerrufer rundet das Ensemble wirkungsvoll ab. An der Leistung des Staatsopernchores Wien gibt es nichts zu kritisieren; die Wiener Philharmoniker schließlich zeigen sich in Höchstform und bleiben den Intentionen Kempes nichts schuldig. Eine Spitzenaufnahme!
Es ist wahr, daß die Klangqualität auch nach digitaler Bearbeitung nicht ganz erstklassig ist (schließlich entstand die Einspielung 1963), aber bei der überragenden musikalischen Qualität ist das nur eine Randbemerkung wert. An der Präsentation gibt es nichts auszusetzen, da hat die EMI beste Arbeit geleistet. Das umfangreiche Textbuch enthält auch das vollständige Libretto in mehreren Sprachen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der schönste Lohengrin von allen, 7. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
"Lohengrin" ist bis heute Wagners poulärste und am häufigsten gespielte Oper und sie rettete auf lange Sicht ihrem Komponisten die Existenz. 1845 las er bei einem Kuraufenthalt in Marienbad die von dem Philologen Joseph von Görres herausgegebene Fassung der hochmittelalterlichen Sage vom Schwanenritter. Zurück in Dresden, wo Wagner damals Hofkapellmeister war, entstand neben einer ersten Prosafassung der "Meistersinger" auch die erste Textfassung für diese Krone der romantischen Oper. 1848 komponierte Wagner die Musik innerhalb von gerade einmal vier Monaten und übergab die fertige Partitur seinem Freund und Förderer Franz Liszt, den Leiter des Weimarer Musiktheaters. Wagner ahnte wohl schon, was auf ihn zukam. 1848 brach im immer noch in unzählige Kleinstaaten zerstückelten Deutschland die Revolution aus, für die sich auch der Dresdener Hofkapellmeister engagierte. Von der Polizei gesucht, floh Wagner zu Liszt, der ihn mit einem falschen Paß und Geld versorgte, so daß er in die Schweiz ausreisen konnte. Nachdem sich die Wogen ein wenig geglättet hatten, wurde am 28. April 1850 der "Lohengrin" unter Liszts Leitung zum ersten Mal in Weimar gegeben. Wagner verfolgte die Aufführung im Geiste von der Terrasse des Gasthauses "Zum Schwan" (wo sonst?) in Luzern aus.
"Lohengrin" verbreitete sich schneller als seine bisherigen Werke, so daß Wagner ironisch bemerkte, er sei der einzige Deutsche, der die Oper noch nicht gesehen hatte. Erst elf Jahre nach der Uraufführung sah er sein Werk in Wien zum ersten Mal auf der Bühne. Etwa zur gleichen Zeit besuchte der bayerische Kronprinz Ludwig eine "Lohengrin" - Vorstellung im Münchner Hoftheater und war so beeindruckt, daß er sofort nach seiner Thronbesteigung den heruntergekommenen Meister in seine Hauptstadt holte und ihn im Geiste des klassischen Mäzenatentums mit allen Kräften förderte. Ohne die Hilfe des "weltfremden" Märchenkönigs hätten wohl weder "Tristan und Isolde" noch "Die Meistersinger von Nürnberg" je den Sprung auf die Bühnen der Welt geschafft und Wagner hätte als seltsame Fußnote in den musikalischen Lexika geendet.
Musikalisch stellt "Lohengrin" ein Bindeglied zwischen Wagners frühen romanitschen Opern und seinen großen Musikdramen dar. Der Komponist arbeitet hier verstärkt mit Motiven, am bekanntesten das "Frageverbot" und malt ein Klanggemälde, welches die auf der Bühne handelnden Personen musikalisch bis in Letzte charakterisiert. So ist die Titelfigur stets von mystischen Klängen in der "hellen" Tonart A - Dur und hohen Geigenakkorden umflossen, was den Eindruck von strahlendem Licht, aber auch von erdentrückter Ferne, von der Welt des Grals erweckt. Mit dunklen, machmal brutal kontrastierenden Tönen zeichnet er das Charakterbild der Zauberin Ortrud, stellt musikalisch den Kampf zwischen unvereinbaren Gegensätzen, der düsteren, durch Ortrud und Telramund charakterisierten Welt des Aberglaubens und der durch Lohengrin und Elsa vertretenen Welt des Glaubens dar.
Trotz des komplizierten Konstsrukts von Hintergedanken, die prächtige Musik, die edle, schöne Sprache und die romantische Handlung haben "Lohengrin" zu Wagners beliebtester Oper werden lassen, die natürlich auch unzählige Male aufgenommen wurde. Obwohl die hier besprochene Einspielung bereits über vierzig Jahre auf dem Buckel hat, ist sie, nachdem ich schon einige andere Aufnahmen besessen und enttäuscht wieder verkauft habe, für mich der schönste von allen Lohengrins auf CD.
Das liegt zum großen Teil an den hervorragend spielenden Wiener Philharmonikern, die von Anfang an die Handlung konzentriert und höchst inspiriert begleiten, geleitet durch das unaufdringliche und uneitle Dirigat von Rudolf Kempe,der für seine Einspielung genau die richtigen Tempi gewählt hat, so daß die Oper weder zu schnell noch zu langsam erscheint. Die Wiener Philharmoniker machen hier ihrem Ruf als bestes Orchester der Welt alle Ehre.
Dazu bekommt man ein Sängerensemble geboten, das für die damalige Zeit zum Luxuriösesten zählte, was man erwarten konnte.
Die Titelrolle wird von Jess Thomas gesungen, der in den 60er und 70er Jahren als die Idealbesetzung für den Schwanenritter galt. Thomas ist ein sehr lyrischer Lohengrin, dem man die Herkunft "aus Glanz und Freude", aus der mystischen Welt des Grals, sofort glaubt. Er wirkt sehr sanft und erhaben, jedoch nie abgehoben, ist alles andere als der stahlharte Wagner - Held, der für diese Partie völlig ungeeignet wäre. Einige kleine Abstriche muß man bei ihm in der Textverständlichkeit machen, da er ein paar Mal ziemlich mit der Sprache zu kämpfen hat, wodurch er, was die Darstellung angeht, dem restlichen Ensemble etwas hinterher ist. Ein sehr guter, aber kein sensationeller Lohengrin, einen besseren findet man allerdings nur noch im jungen Wolfgang Windgassen (Bayreuth '53, konkurrenzlos).
Hört man die ersten Worte von Elisabeth Grümmer in der Rolle der Elsa, so ist man zunächst etwas befremdet. Wie ein junges Mädchen klingt sie nicht gerade und sie hat die Neigung, aus dem i ein ü zu machen (böse gesagt: ein Lieblingstrick von faulen Sängern). Allerdings steigert sie sich bereits im Laufe des ersten Aktes enorm und man hört ihre Erfahrung als Schauspielerin deutlich heraus. Mit zunehmender Dauer wird sie zur besten mir bekannten Elsa, so daß man ihr die kleinen Startschwierigkeiten uneingeschränkt verzeiht.
Ganz ausgezeichnet besetzt ist das Grafenpaar Telramund mit Dietrich Fischer - Dieskau und Christa Ludwig. Fischer - Dieskau hat offenbar die Rolle, die er nie auf der Bühne gesungen hat, sehr genau studiert und als einziger mir bekannter Telramund gemerkt, daß nicht von ihm, sondern von Ortrud der dämonische Zauber des Bösewicht - Paares ausgeht. So singt Fi - Di einen verblendeten, von den Einflüsterungen seiner Frau und falsch verstandenem Ehrenkodex geleiteten Mann, mit dem man eigentlich nur Mitleid haben kann. Sein Telramund ist kein Schurke, vielmehr ein willenloses Werkzeug und Opfer seiner hexenhaften Gattin.
Diese ist bei Christa Ludwig in den allerbesten Händen. Sie verleiht ihrer Ortrud mit rein stimmlichen Mitteln die nötige Dämonie und ist so der Hauptgrund, warum die Aufnahme bis zum letzten Moment nicht an Spannung einbüßt. Dabei ist sie erst am Ende die rachsüchtige Furie (viele Sängerinnen ziehen das die ganze Oper lang durch) und verstellt sich Elsa gegenüber mit großer Raffinesse. Gänsehaut und Kompliment.
Komplettiert wird das Ensemble durch zwei herausragende Bässe. Für Gottlob Fricks König Heinrich ist kein Lobeswort zu hoch. Seine mächtige Stimme, die um Gebet zum demütigen Flüstern herabzusinken in der Lage ist, führt einem ein vollständig glaubhaftes Portrait des väterlichen und kämpferischen Königs vor Augen. Frick ist wahrhaft die Idealbesetzung für diese Partie unf legt die Meßlatte für andere Sänger in fast unerreichbare Höhe.
Auch der gerne etwas vernachlässigte Heerrufer wird durch Otto Wiener beträchtlich aufgewertet. Die Rolle des Herolds singt er mit großer Ernsthaftigkeit, drängt sich nie in den Vordergrund.
Eine bedeutende Rolle im "Lohengrin" spielen die Chöre, welche beim Chor der Wiener Staatsoper in dem besten Händen sind.
Sollte es zu dieser Aufnahme etwas Negatives zu bemerken geben, so muß man ein wenig an der Tonqualität mäkeln. Die Einspielung stammt von 1964, die Stereotechnik war noch nicht ganz ausgereift und die Aufnahme hat ein recht starkes Grundrauschen, das man aber im Laufe der ersten halben Stunde komplett vergißt.
Uneingeschränkte Empfehlung.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Referenzaufnahme nach Dirigat und Besetzung, 7. September 2000
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Kempes uneitles Dirigat verhilft der Partitur zu freier Entfaltung. Der große Bogen stimmt, die Besetzung ist nahezu ideal, insbesondere die Grümmer (als Elsa) und die Ludwig (als Ortrud). Der 2. Akt wird einmal nicht geschrien, sondern entwickelt sich klar szenisch und kurzweilig. Aufnahmetechnik und digitale Aufbereitung machen angesichts zeitgenössischer Technik nachdenklich - so gut sind sie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spitzenensemble mit Ungenauigkeiten und Intonationsproblemen, 29. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Spitzenensemble mit Ungenauigkeiten und Intonationsproblemen

Nehmen wir es gleich vorweg: Lichtblick der Oper ist eindeutig das Ehepaar Ortrud (Christa Ludwig) und Telramund (Dietrich Fischer- Dieskau), welches durch stimmliche und interpretatorische Höhenflüge- vor allem Anfang des zweiten Akts - genialistisch auf sich aufmerksam macht: Der bereits geschlagene Telramund wird von seiner friesischen Gattin bezirzt, geködert und verhext, um erneut auf den rechtschaffenen Lohengrin loszugehen und seine verlorene Ehre zurückzugewinnen.
Elsa von Brabant wird von Elisabeth Grümmer eindringlich und ausdrucksstark dargeboten, Gottlob Frick verleiht König Heinrich männliche Züge in gewohnt stimmlicher Perfektion.

Zu den Schwachpunkten der Aufnahme gehört Jess Thomas als Lohengrin, der trotz schöner und ausdrucksstarker Stimme permanent mit Intonationsproblemen zu kämpfen hat (Beispiel Gralserzählung), sowie Dirigent Rudolf Kempe, der dem Orchester zu viel Spielraum lässt, was zu bisweilen erheblichen klanglichen Schwächen und rhythmischen Ungenauigkeiten führt (Beispiel Vorspiel zur Trauung, CD 3 Track 2 + 8).
Ein weiteres - völlig überflüssiges - Manko ist die komplette Untersteuerung der Aufnahme, welche zu einem störenden Rauschen führt. Vor allem bei leisen Passagen ist dies deutlich zu hören.

Alles in allem wird eine an sich fast geniale Ensemblebesetzung durch Unzulänglichkeiten in der Einstudierung und der Aufnahmetechnik negativ beeinflusst. Schade.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch aufnahmetechnisch sehr beeindruckend, 26. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Mehrere Rezensenten bemängelten die Aufnahmetechnik; lediglich P. Hofmann äußerte sich positiv über sie, doch eher lakonisch. Vielleicht spreche ich auch in seinem Sinne, wenn ich dazu folgendes ausführe: Diese Aufnahme ist für mich eine Offenbarung. Ich höre schlicht vielmehr die einzelnen Töne, verstehe vielmehr Text, höre vielmehr die verschiedenen Instrumente heraus als bei anderen Aufnahmen (z.B. der von Solti bei DECCA). Dies kann nicht allein auf die Leistung der Musiker zurückzuführen sein. Vielmehr ist, was da aufnahmetechnisch geleistet wurde, ein Meisterwerk gleich der DECCA-Aufnahme von Wagners "Ring" unter Solti oder den DECCA-Einspielungen der "Salome" und "Elektra" von Strauss, ebenfalls unter Solti. Man hört bei Kempes "Lohengrin" zwar ein Rauschen, doch dieses empfinde ich als moderat - schließlich folgt die Aufmerksamkeit ja dem musikalischen Geschehen statt dem gleichbleibenden Hintergrundrauschen. Auch klingt die Aufnahme wegen des von manchen Rezensenten beklagten Rauschens keineswegs belegt oder "muffig". Die Klangfarben der Instrumente und Stimmen kommen - für EMI typisch - offen und unverfärbt zur Geltung und überdies ausgesprochen sinnlich und vor allem in ihrer je spezifischen Eigenart. Was die Räumlichkeit anbelangt, so sind die Musiker klar an verschiedene Plätze des dreimensionalen Raumes gestellt, wodurch eine unerhörte Transparenz entsteht.

Da die Leistung der Musiker von den anderen Rezensenten bereits ausführlichst und zu Recht gelobt wurde, enthalte ich mich, dem etwas hinzuzufügen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tatsächlich eine der größten Aufnahmen des Lohengrin, 6. Februar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Der Dirigent Rudolf Kempe wird leider selten in seiner wahren Bedeutung erkannt und gewürdigt. Welche herausragenden dirigentischen Fähigkeiten er hatte beweist diese Lohengrin-Aufnahme nachdrücklich. Fabelhaft wie Kempe den lyrisch-schwelgerischen Grundton des Werkes mit den phantastisch spielenden Wiener Philharmnikern zum Klingen bringt. Lohengrin wird wie gefordert romantisch aber nie süsslich-kitschig interpretiert. Die Sängerbesetzung ist in ihrem Glanz kaum zu überbieten. Sei es die schwärmerisch jugendlich klingende Elisabeth Grümmer als Elsa, die prägnant, intrigant kontrastierende Ortrud von Christa Ludwig, der als Telramund stimmlich brillante und darstellerisch wie immer überzeugende Dietrich Fischer-Dieskau und der auch als König Heinrich überwältigende Gottlob Frick. Unnachahmlich wie er das Königsgebet zu einer gewaltigen, ergreifenden Anrufung steigert. Die Titelpartie wird von Jess Thomas mit männlich, markantem Tenor geboten. Auch darstellerisch wirkt er als Schwanenritter glaubhaft. Das Niveau der ganz großen Lohengrin-Interpreten, wie Franz Völker, Sandor Konja, Rene Kollo oder jetzt aktuell Peter Seiffert erreicht er allerdings nur teilweise. Störend wirkt auch der doch stark zu hörende englische Akzent. Alles zusammengenommen verdient diese Produktion tatsächlich die Bestnote, die ihr auch von der kundigen Opernwelt Redaktion verliehen wird.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 25. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Ein Lohengrin in erstklassiger Besetzung! Das fällt schon auf den ersten Blick auf. Aber hält diese Aufnahme auch das, was Namen wie Dietrich Fischer-Dieskau, Gottlob Frick und Christa Ludwig versprechen? Dass dem so ist, wird schon im ersten Akt sehr deutlich. So überzeugt hier Gottlob Frick als König Heinrich im durchaus als schwierig zu bezeichnenden Anfang des ersten Aktes mit leichter Höhe.
Dem steht Dietrich Fischer-Dieskau in keiner Weise nach. Wie man es von ihm gewohnt ist, liefert er ein erstklassiges Rollenprofil des Telramund ab. Besonders überzeugend ist sein Auftritt am Anfang des zweiten Aktes. Er lässt hier deutlich den Zuhörer seine aussichtslose Situation, in die ihn seine Frau gebracht hat, und die Wut auf diese, die hieraus resultiert, mitfühlen. Auch Christa Ludwig als seine Frau Ortrud setzt im zweiten Akt Glanzpunkte. Sie überzeugt durch eine erstklassiger Interpretation einer eiskalten Ortrud. Es lässt einen erschauern, wenn sie Telramund aufgrund seines Gottesglaubens auslacht.
Diese sensationelle Aufnahme rundet der wohl beste Lohengrin aller Zeiten ab, nämlich Jess Thomas. Durch ein unglaubliches Mezza voce gestaltet er diese Rolle in einmaliger Art und Weise.
Es handelt sich bei dieser Aufnahme um DEN Lohengrin schlechthin, was auch nicht zuletzt an der stimmigen Interpretation des Rudolf Kempe am Dirigentenpult liegt.
Eine erstklassige Aufnahme in jeder Hinsicht!!!
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5.0 von 5 Sternen Lohengrin für die einsame Insel, 17. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Lohengrin (Audio CD)
Rudolf Kempes Lohengrin aus dem Jahr 1964 verdient die Bezeichnung der EMI "Great Recording of the century". Kempe durchleuchtet alle Winkel der Wagnerschen Partitur, ohne bei den Tempi auch nur einmal auf falsches Pathos zu setzen. Die Wiener Philharmoniker folgen seinem Dirigat mit wunderschönem wenn auch manchmal etwas arg lautem Spiel, und auch der Wiener Staatsopernchor ist auf das Beste präpariert.
Bei den Sängern herrscht ebenfalls fast einhelliger Sonnenschein. Otto Wiener ist eine Luxusbesetzung für die doch eher kleinere Partie des Heerrufers. Gottlob Frick verleiht mit seinem mächtigen Bass dem König Heinrich großes Format und hat keine Mühe mit der für einen Seriösen Bass doch etwas hoch liegenden Tessitura.
Dietrich Fischer-Dieskau, das gebe ich ganz offen zu, gefällt mir selten als Operninterpret, weil er mir persönlich immer etwas zu "buchhalterisch" klingt. Als Telramund aber überrascht er mich mit einer breiten Ausdruckspalette und einer tiefgehenden Eindringung in die Rolle; vielleicht eine seiner stärksten Partien auf seinen Operneinspielungen.
Die Damen Grümmer als Elsa und vor allem Ludwig als Ortrud haben sich mit dieser Aufnahme jede ein bis heute gültiges Denkmal geschaffen. Elisabeth Grümmer klingt fraulich und hat lediglich in den Höhen einige Probleme mit der Durchschlagskraft ihres aparten Soprans. Da hätte Kempe vielleicht mit dem Orchesterklang etwas gegensteuern können.
Christa Ludwig gibt eine Ortrud aus dem Bilderbuch, klug durchdacht und nicht von vornherein nur auf Dämonie "gebürstet".
Jess Thomas schließlich singt den Lohengrin unangestrengt und mit satten Heldentenortönen, seiner Stimme fehlt mir aber der letzte Funken von tenoralem Glanz ein wenig. Das ist bei seiner ansonsten tadellosen Vorstellung aber kritisieren auf hohem Niveau.
Insgesamt ist da in den 60er Jahren eine Aufnahme entstanden, die bis heute nichts von ihrer Schönheit und Gültigkeit eingebüßt hat und der deshalb eine unbedingte Kaufempfehlung zu bescheinigen ist.
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