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5.0 von 5 Sternen Der schwarze Falke - Blu-ray Version
Das epische Meisterwerk von John Ford, könnte als Technikdemonstration dafür dienen, was Blu-ray wirklich kann. Selten zuvor ist so deutlich geworden was es bedeutet, einen Klassiker zu restaurieren. In Vistavision gedreht, einem der aufwändigsten Aufnahmeverfahren der Filmgeschichte, welches Landschaftsaufnahmen mit fantastischer Tiefenschärfe...
Veröffentlicht am 20. März 2008 von Joss

versus
40 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Betrug?!
Die Verantwortlichen von WB gehören für diese DVD-Ausgabe mit einem nassen Handtuch durch die Straßen gejagt!
Zwar liegt die 16:9-Fassung auf der einen Seite der DVD wirklich in anamorpher 16:9-Auflösung vor. Das "Original"-Breitbild-Format des Films erhält man allein damit jedoch nicht: Erst wurde hier beim Scannen des Zelluloid-Kino-Prints...
Am 26. Mai 2004 veröffentlicht


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100 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der schwarze Falke - Blu-ray Version, 20. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Falke [Blu-ray] (Blu-ray)
Das epische Meisterwerk von John Ford, könnte als Technikdemonstration dafür dienen, was Blu-ray wirklich kann. Selten zuvor ist so deutlich geworden was es bedeutet, einen Klassiker zu restaurieren. In Vistavision gedreht, einem der aufwändigsten Aufnahmeverfahren der Filmgeschichte, welches Landschaftsaufnahmen mit fantastischer Tiefenschärfe ermöglicht, ist die Bildqualität wirklich atemberaubend gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Film über 50 Jahre alt ist. Niemand, der den Film nicht im Original im Kino oder nun auf Blu-ray gesehen hat, kann wirklich behaupten, ihn richtig gesehen zu haben. Anlässlich eines Warner Jubiläums Anfang der 90er Jahre wurde der Film aufwändig restauriert und zum Teil neu koloriert. Da die Farben des Masters stark verblasst waren, gilt "Der Schwarze Falke" nach seiner Restaurierung als eines der Vorzeigeprojekte von Warner und das mit Recht. Das American Film Institute wählte den Film 2007 auf Platz 12 der besten Filme aller Zeiten. Bei seiner Premiere war der Film zwar kein großer Publikumshit, spielte aber sein Geld wieder ein. Die begeisterte Rezeption des Films beschränkte sich zunächst auf Europa, bis ihn auch die Amerikaner Anfang der 70er Jahre neu entdeckten.

John Fords Einsatz filmischer Mittel um seine Geschichte zu erzählen, trägt ohne Frage die Handschrift eines Meisters. Besonders beeindruckend ist Fords Filmsprache, wenn er Gewalt und Brutalität schildert. Gerade durch die Art und Weise wie er uns etwas nicht zeigt, sondern das Geschehen allein in unseren Köpfen stattfinden lässt, zeigt sich seine Klasse. Niemals wird zu einem dummen oder plakativen Schockeffekt gegriffen, wenn das Kino so viele andere, intelligente und emotional ergreifende Ausdrucksmöglichkeiten bietet. "Der Schwarze Falke" ist ein Western ohne schablonenhafte Gut-Böse Auseinandersetzungen. Die Charaktere sind komplex, glaubhaft und werden durch die starke Besetzung zu Personen aus Fleisch und Blut. John Ford erzählt das menschliche Drama, das sich vor der grandiosen Kulisse des Monuments Valley abspielt, mit Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit. Winton C.Hoch, legendärer Kameramann und Partner von Ford und Wayne in etlichen Filmen, komponiert wundervolle Einstellungen von ungeheurer visueller Kraft und Tiefe, die perfekt auf die emotionale, komplexe und epische Geschichte abgestimmt sind und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Bildqualität ist phänomenal, wirklich eine Offenbarung. Warners neues digitales Remastering der 1991 restaurierten VistaVision Fassung, sorgt für ein gänzlich neues Erleben des Klassikers. Der verwendete VC-1 Codec liefert ein detailreiches, frisches und lebendiges Bild in voller HD-Auflösung von 1080p. Die Gesichter wirken lebensecht und natürlich, die Farben sind klar und exakt, schwarz ist deckend und kraftvoll. Kontraste und eine wunderbare Tiefenschärfe sorgen für ein fast dreidimensionales Landschaftserlebnis. Wie der Vergleich mit der 2006 erschienenen DVD-Special-Edition zeigt, wurde allerdings das originale Bildformat von 1,75:1 auf bildschirmfüllendes 1,85:1 gemattet, wodurch am unteren und oberen Bildschirmrand etwas fehlt. Die Blu-ray enthält sowohl den deutschen, als auch den Originalton in Dolby Digital 1.0. Im Gegensatz zur normalen DVD in der sich die Laufzeit aufgrund der PAL-Beschleunigung auf 113:57 Minuten reduziert, kann man den Film hier zum ersten mal in originaler Geschwindigkeit erleben, wodurch sich eine Gesamtlaufzeit von 118:47 Minuten ergibt. Vorraussetzung hierfür ist allerdings, das sowohl das Abspielgerät als auch der Fernseher die Bildfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde voll unterstützen. Insgesamt ist das Ergebnis auf einem Qualitätsniveau das auch mit aktuellen Filmproduktionen mithalten kann. Der schwarze Falke sieht auf Blu-ray einfach fantastisches aus und besitzt eindeutig Referenzqualität. An diesem Standard werden sich künftige Veröffentlichungen von Klassiker messen lassen müssen.

Als Extras enthält die Disk mehrere Originaldokumentationen und Making-Ofs (herrlich altmodisch und teilweise unfreiwillig komisch), außerdem eine 30minütige Würdigung des Films und seines Regisseurs durch einige Größen des Filmgeschäfts. Peter Bogdanovich, John Milius und Martin Scorsese schildern den Einfluss des Films auf sich und ihre Filme. Beschreiben Besonderheiten der Filmkunst John Fords und geben einen kenntnisreichen Einblick in eines der Meisterwerke des amerikanischen Films. Vervollständigt werden die Extras durch eine Einleitung von Patrick Wayne (John Waynes Sohn) und den sehr unterhaltsamen Audiokommentar von Peter Bogdanovich. Schließlich enthält die Blu-ray noch das Feature "Turning of the Earth", in dem Details zur Produktion und zur Person John Fords von Originalaufnahmen vermittelt werden. Ein Manko ist aber das die Extras nur in der Standardauflösung von 480p enthalten sind. Sie entsprechen bis auf einen der Trailer den Extras der normalen DVD.

Fazit:

"Der Schwarze Falke" ist eine sehr positive Überraschung auf Blu-ray. Es stimmt einfach alles, die einfallsreiche und visuell beeindruckende Cinematografie, die glaubhaften Dialoge und ein John Wayne, der nie besser war als hier. Seine Darstellung des entwurzelten Kriegsheimkehrers, der alles verliert, sich in Obsession, Rassismus, Rache und Hass verliert und am Ende doch seine Humanität wiedergewinnt, ist von berührender Intensität. Aus heutiger Sicht überraschend ist, dass der Film zwar über 50 Jahre alt ist, aber sowohl die inneren, als auch die äußeren Werte jung geblieben sind. Die visuelle Kraft und Schönheit des Westerns beeindruckt immer noch. Ein Pflichtkauf für jeden Filmfan, der sich auf eine Geschichte epischen Ausmaßes einlassen kann, die wunderschön gespielt, fotografiert und inszeniert worden ist.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strahlendes Juwel des Western, 22. September 2011
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarze Falke (DVD)
In Joe Hembus' "Western Lexikon" aus dem Jahr 1976 wird jeder aufgeführte Film entweder mit einem, zwei oder drei Sternen bewertet - je nach Güte bzw. dem Eindruck, den der Verfasser von dem jeweiligen Film hatte. Nur ein einziger Film, nämlich "The searchers" oder "Der schwarze Falke" wurde von Hembus mit einer Vier- Sterne- Wertung ausgezeichnet (Hembus 1976, S. 534). Aber auch in manch anderer Sekundärliteratur zum Western wird "Der schwarze Falke" als bester Western aller Zeiten beschrieben. Wie kommt das?

Da wäre zuerst einmal die Story, die alle, wirklich alle Elemente des klassischen Westernfilms in sich vereint: Ein entlegenes Bauernhaus in der Prärie wird von Comanchen überfallen, die Erwachsenen massakriert - und nur die kleine Tochter der Familie, Deborah (oder Debbie) überlebt, um vom Häuptling der Indianer (genannt "Schwarzer Falke") verschleppt zu werden. Debbies Onkel, ein ehemaliger Kavallerist der Konföderation namens Ethan Edwards (John Wayne), der zu spät kam, um das Unglück verhindern zu können, macht sich daraufhin auf die Suche nach ihr; zur Seite steht ihm der Stiefbruder Debbies, ein Halbblut namens Martin (Jeffrey Hunter; Hunter spielte ungefähr zehn Jahre später den ersten Captain des Raumschiffs Enterprise in dem [von der Produktionsfirma verworfenen] Pilotfilm "Der Käfig", bevor er im jahr 1969 an den Folgen eines Unfalls starb; die Rolle in "Star Trek" wurde nach seinem Ausscheiden an William Shatner vergeben). Ethan und Martin irren daraufhin fünf lange Jahre durch die Weiten des Westens, immer auf der Jagd nach dem "Schwarzen Falken", doch als sie ihn schließlich stellen können und Debbie (Natalie Wood) bei ihm finden, kann Martin Ethan nur mit äußerster Mühe davon abhalten, dessen nunmehr zur Comanchenfrau herangereifte Nichte zu erschießen. Doch erneut haben die beiden Cowboys die Spur des Stamms verloren - und die Suche beginnt von neuem...

Die Suche - wonach auch immer - ist ein zentrales Element des Westernfilms. Man sucht nach Schätzen, sucht nach Gold, nach entlaufenen Banditen - hier wird nach einer jungen Frau gesucht, die schließlich in Person Natalie Woods wiedergefunden und wieder in den Kreis der westlichen Welt aufgenommen wird. Niemals in der Geschichte des Westerns wurde aber eine Suche so kraftvoll, so spannend und - vor allem - so entbehrungsreich, voller Strapazen und so realistisch gefilmt wie hier. Auf ihrem Weg begegnen Ethan und Martin vielen Menschen, die ihre Geschichte erzählen, ebenso wie Halunken, Gaunern und Betrügern; sie durchstreifen großartige, bildgewaltige Landschaften im Sommer wie - toll in Szene gesetzt - auch im Winter.

An psychischen Grenzsituationen hat der Film vieles zu bieten - viel mehr als ein "normaler" Western, insbesondere viel mehr als ein normaler John Ford- Western. Der Zuschauer wird mit von Indianern entführten Weißen konfrontiert, die von ihren Erlebnissen tief traumatisiert und halb wahnsinnig sind; er bekommt aber auch die Strenge und Unerbittlichkeit der US- Armee zu spüren, die ohne Mitlied Indianerdörfer auseinandernimmt, die Männer tötet und Frauen und Kinder in Reservate treibt. John Ford war und ist nach wie vor für seine barbarische, reaktionäre Sicht der Ureinwohner Nordamerikas bekannt, doch hier, in diesem Film, wuchs er über sich selbst hinaus und legte ein differenziertes, klischeefreies Porträt der Grenzregionen zur damaligen Zeit (ca. 1870- er Jahre) vor.

Daneben begeistert der Film mit Szenen menschlicher Wärme. Die kleine Debbie (Lana Wood), die vom Pastor gefragt wird, ob sie denn schon getauft ist, und die, nunmehr ganz verlegen, antwortet: "Entschuldigung, ich weiß wirklich nicht", rührt beinahe zu Tränen, ebenso die Frühstücksszene im Hause der Edwards, an der der Pastor und die Mitglieder der Bürgerwehr teilnehmen. Ford und seine Drehbuchautoren bau(t)en auf diese Weise eine häusliche Idylle auf, die dann, in einem großen Knall, beim Überfall der Comanchen zerplatzt wie eine Seifenblase. Wie ein Schock wirken danach die traurigen Ruinen des Edward- Hauses auf den Betrachter; jener Ort, an dem soeben noch Gemütlichkeit und Kameradschaft zu Hause waren, ist nun vernichtet.

Die Schauspieler, allen voran Hunter und Wood als ungleiches Geschwisterpaar, begeistern. Hunter gelangte, aufgrund seines frühen Todes, nie zu Starruhm, doch sein Mitwirken in diesem Film, an der Seite von John Wayne, setzte ihm ein ewiges Denkmal. Wayne selbst wächst über sich selbst hinaus und bringt es fertig, seiner immer gleichen Rolle (konservativer, harter Bursche) eine depressive, einsame und verbitterte Note beizumischen, so dass aus Ethan Edwards der wohl dem Western am angemessensten erscheinende Charakter dieses Filmgenres wird. Und nicht zuletzt stellt Henry Brandon mit Häuptling "Schwarzer Falke" (im Original "Chief Scar", also "Häuptling Narbe") den charismatischsten Indianerhäuptling seit Winnetou (Pierre Brice) dar.

Tja, um zur Beantwortung der eingangs gestellten Frage zu kommen: Warum ist dieser Film der beste aller Western? Ganz einfach: Er ist der mitreißendste, originärste, typischste Western; der Western, in dem alle Motive dieses Genres zur damaligen Zeit wie in einem einzigen Kristallisationspunkt vereinigt wurden. Darüberhinaus ist "Der schwarze Falke" aber auch der mitfühlendste, wärmste, herzlichste und menschlichste aller Western. Ein Juwel der Filmgeschichte - und zu Recht von Hembus mit vier Sternen prämiert, obwohl nur drei zu vergeben waren.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Bild - Großartiger Film, 30. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Falke [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich hatte den Film schon lange Zeit auf DVD. Der Edelwestern ist einer der besten, der je gedreht worden ist. John Wayne in einer seiner besten Charakterrollen. Dies ist mit Sicherheit ein Film, den man sich öfter ansehen kann.

Wenn ich aber doch schon die DVD habe, warum dann noch die Blu-ray?
Ganz einfach: Das wirklich atemberaubende Bild. Noch nie hat dieser Film so auf mich gewirkt. Die Aufarbeitung des alten Filmmaterials (der Film ist über 50 Jahre alt) ist den Herstellern außerordentlich gut gelungen. Ein absolutes Referenzbild, das locker mit den neuen Filmen mithalten kann. Der Ton liegt in Dolby 1.0 (Mono) vor. Natürlich kann man hier deshalb keinen Referenzsound erwarten. Jedoch ist der Ton dem Alter des Filmes angemessen. Die Dialoge sind sehr gut verständlich.

Als Fazit kann ich nur sagen, wer einen wirklich tollen Film auf Blu-ray sehen will, sollte sich "Der schwarze Falke" nicht entgehen lassen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Verlorene, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Falke [Blu-ray] (Blu-ray)
"The Searchers" erzählt die Geschichte von Mord und Raub und Vergewaltigung und Hass. Und erzählt die Geschichte zweier Familien, der Edwards und der Jorgensens. Die Eine ist englischer Abstammung, die Andere schwedischer. Die Besiedlung des Landes ist erst grade im Gange. Mr. Jorgensen spricht englisch sogar noch mit Akzent. Noch sind die Menschen hier, "a texican (..) out on a limb", es ist ein Land im wunderschönen Nirgendwo, ein Ort, an dem man den Erhalt von zwei (!) Briefen, als regen Briefverkehr ansieht. Ein Land auch, wo die Familie Jorgensen den Tod des eigenen Sohnes nicht sonderlich beweint. Denn es sind harte Menschen, denen der "pursuit of happiness" Einiges abverlangt hat. Und wo man gewillt ist, Opfer zu bringen. Denn es gibt die Hoffnung einer neuen, paradiesischen Gesellschaft, "a Jerusalem on the hill", die sich hier einmal bilden soll und wird, wenn der Mensch die Natur bezwungen hat und die Zivilisation Einzug halten wird. (Und sich selbst bezwungen hat?)
Die beiden Häuser dieser entfernten Nachbarn liegen im tiefsten Westen, umgeben nur von rauher Natur. Und Indianern. Weiter westlich ist nur noch Kalifornien, das Meer also, die Küste, die Grenze. Wo der Trek, die Reise ins Gelobte Land ein Ende hätte. Hier aber, im Monument Valley, sind die Siedler abgeschnitten von jeglichen Outposts der USA. Sie sind selbst der letzte Outpost. Unsere kleine Farm liegt nicht in der Nähe eines kleinen Städtchens, wo Recht und Ordnung herrscht, hier im Monument Valley befinden sich Weiße in Indianerland, im Land der Comanchen, daß einst denen gehörte und, das ihnen jetzt von weißen Europäern geraubt worden ist.

Ethan Edwards, die Hauptfigur des Films, kehrt als ehemaliger Soldat der Konföderierten "nach Hause" zurück. Der Krieg ist zwar seit Jahren aus, aber er irrte und wanderte weiter durchs Land, stahl sogar Geld (Münzen, die er seinem Bruder gibt sind nicht benutzt:"its fresh minted") und kehrt jetzt zum Haus seines Bruders Aaron zurück, der wiederum Ethans große Liebe Martha geheiratet und mit ihr eine Familie gegründet hat. Diese Liebe erzählt Ford nur andeutungsweise, aber hier, wie auch in der Liebesgeschichte zwischen Marty, der zweiten Hauptfigur des Films, und Laurie, der Tochter der Jorgensens, veranschaulicht Ford den Gegensatz zwischen Nomade und Siedler, zwischen Unrast und Dynamik auf der einen Seite, und Statik und Domestizierung auf der anderen. So sind jegliche Hochzeiten in dem Film, die zwischen Martha und Aaron, Ethans Bruder, der Farmer wurde, und die zwischen Marty und der Squaw Look, "falsche Hochzeiten". Auch die bevorstehende Hochzeit zwischen dem Tölpel MacCorrie und Laurie wäre eine solche falsche Vermählung. Es ist die Spannung dieser zwei Pole der Nichtsesshaftigkeit und des sich Niederlassens, die die Gesellschaft prägen. Der Narr Mose Harper spricht auch, wie Narren es eben so tun, den Wunsch des Ankommens, des Nachhausekommens für sich und die anderen Nomaden des Films aus. Er wünsche sich nichts sehnlicher, als "a rocking chair by the fire". Ethan, der Obernomade, der Irre(nde) sieht auch zu Beginn, sieht John Wayne bei seiner Ankunft im Haus seines Bruders richtig wild und gefährlich aus. Die Suche nach Debbie, die folgen wird, ist ja nur eine fortgesetzte Wanderschaft. Die eigentliche Suche, wie der Titelsong erzählt, ist auch viel eher die nach seiner, nach Ethans Seele.

Schon in den ersten Minuten des Films ist Fords meisterhafte Komposition zu bewundern. Die gesamte Familie Edwards stellt er uns vor, wie sie einer nach dem Anderen, aus dem Hause treten und raus auf die Veranda kommen, um den näherreitenden Ethan zu begrüßen. Martha erhält einen Kuss auf die Stirn, und darauf führt sie Ethan teils unterwürfig, teils mit einem verführerischen Lächeln ins Haus, indem sie ihm in keiner Sekunde den Rücken zudreht.
Die nächste Hauptfigur ist Martin Pawley, in dessen Adern das Blut der Cherokee fließt, und von den Edwards adoptiert wurde, nachdem seine Familie von "Indianern" massakriert worden sind. Das Cherokee-Blut muss auch von einer Vergewaltigung herkommen. Oder nicht? Auch Marty, ein Kind der Gewalt. Dieses rauhe Land (aber, oh, mein Gott, wie schön es ist), dies Land mag rauh und schroff und unendlich groß und weit sein, aber brutal und furchtbar ist es für Alle, die es bewohnen. Die Comanchen rächen sich nur für das Unrecht, das ihnen angetan worden ist. Und zum Schluß sind es die Verbitterten, die Erniedrigten und Beleidigten, die "Scars" (Scarface) dieser Welt, die bösen Männer auf beiden Seiten, Ethan und Scar, die sich gegenüber stehen. Und den Krieg fortsetzen. Vielleicht hat Scar, die Narbe, die sein Gesicht ziert von genau solch einem Säbel, wie Ethan ihn mit sich rumschleppt? Die Comanchen sind nicht nur die bösen Wilden, für die man sie in der ersten Hälfte des Films halten kann, sondern Entrechtete und Gedemütigte und Opfer des weißen Mannes, die ihren Schmerz wiederum in die Häuser derer tragen, die ihnen ihr Land und ihre Kinder raubten. Auge um Auge, Zahn um Zahn.
So kommt es, daß das Haus der Edwards überfallen wird, die Mädchen geraubt, Martha vergewaltigt und getötet wird, und Aaron und sein einziger Sohn auch umgebracht werden. Die Suche beginnt. The search. Nach den beiden Mädchen, Lucy und Debbie. Lucy wird geschändet und ermordet von Ethan in einem Canyon gefunden, nur Debbie wird von den Comanchen am Leben gelassen und von Scar zur Frau genommen. Ethans Begehren Marthas gegenüber überträgt sich nach ihrem Tod auf Debbie, wird er doch bei der Suche nach ihr immer obsessiver. Der eigentliche Plan, das Kind zu retten, verändert sich aber irgendwann dahingehend, daß Marty befürchtet, Ethan würde Debbie töten, wenn er sie fände. Wäre ihr Tod eine Art Ehrenmord? Quasi unter dem Motto: besser tot, als rot. Aber viel mehr spricht dafür, daß sich hier ein Rassismus der ganzen, weißen Gesellschaft ausdrückt. So sagt Laurie zum Schluß des Films, daß Martha selbst es lieber hätte, wenn jemand Debbie eine Kugel in den Kopf jagen würde, als daß sie weiter unter Comanchen lebte. Dieser Rassismus ist sozusagen der Virus an dem die Gesellschaft krankt. So ist es auch Marty, der Held der neuen Zeit, der Mischling, der zum Ende der Heldenreise den bösen Scar tötet und verhindert, daß Ethan Debbie tötet. Trotzdem schafft es Ethan Marty abzuhängen und Debbie in eine Schlucht zu jagen, wo sie befürchtet von ihm zur Strecke gebracht zu werden. Die Indianerhure. Die Verräterin, die vorher sagte, die Comanchen seien jetzt ihre Leute. Aber Ethan hebt sie hoch, wie er sie zu Anfang im Haus der Edwards hochgehoben hat, als sie noch ein kleines Mädchen war. Jetzt ist sie eine Frau. Er hebt sie hoch und trägt sie auf den Armen, wie ein Bräutigam seine Braut trägt, wenn er sie über die Schwelle ins Haus bringt. "Let's go home, Debbie!" Aber für diesen Odysseus gibt es kein Zurückkehren zu seiner Penelope. Debbie ist nicht Martha.

Die Veränderung von Ethans Paradigmenverschiebung bei der Suche nach Deborah, vollzieht sich langsam aber stetig. Lucys Auffinden nur eine Episode, die Ethans Hass schürt, der Besuch einer Krankenstation der Army, die von Comanchen misshandelte Frauen beherbergt, eine Andere. Aber viel eher hat es wohl mit der Zeit zu tun, die vergangen ist. Debbie ist mittlerweile eine junge Frau geworden und Scars Ehefrau. Sie wurde demnach "beschmutzt". Scar hat sich alles das genommen, was Ethan gerne gehabt hätte, wenn man Scar, als böses Alter Ego Ethans lesen möchte, wie das viele Interpreten dieses Films getan haben. Er beseitigt die Männer der Edwards-Familie (den lästigen Bruder vor Allem) und raubt bzw. vergewaltigt die Frauen. Scar unterdrückt seine Libido nicht, so wie Ethan es in Bezug auf Martha tut oder tun muß.
Der Entschluß, Debbie dann doch zu verschonen und sie auf den Armen nach Hause zu tragen, wie der Ritter auf dem weißen Pferd, kommt für den Zuschauer jedoch überraschend. Vielleicht, weil Scar tot ist, und damit auch Ethans Scham getilgt wurde. Darum muss Debbie nicht mehr sterben.

Marty ist ein Außenseiter, eine Grenzexistenz, kein Weißer, kein "Indianer", ein Junge mit einer Identitätslücke. Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Doch auch Ethan ist solch eine Grenz-Existenz. Er verachtet den christlichen Glauben, hasst die "Injuns", kennt aber ihre Sitten und Gebräuche aus dem Eff-Eff. "You speak pretty good american," sagt Ethan zu Scar fast zu Ende des Films. " Somebody teach ya?" Scar "retorts": " You speak pretty good comanche. Somebody teach ya?" Ethans Kenntnis der "indianischen" Kultur ist so immens, das man sich fragt, ja, woher? Er gehört keiner Kultur an, er ist ein Mann des Krieges, der auf Seiten des Südens kämpfte (quite a stretch: Yellow Sky). Aber sind es nicht immer die Außenseiter und Grenzgänger gewesen, die in Ford-Filmen im Mittelpunkt standen?(Stagecoach)

Ford zeigt Beide, Marty und Ethan im ersten Kapitel des Films, wie erst Einer alleine auf der Veranda sitzt und ins Innere des Hauses schaut, und Minuten später der Andere, Ethan, der mitansieht, wie seine Liebe, Martha, mit Aaron ins gemeinsame Schlafzimmer geht. Der Unterschied zwischen beiden Einstellungen jedoch besteht schon hier darin, daß wir Marty ins Haus hineingehen sehen, während Ethan "draußen" bleiben muss. Aber Beide kommen von außen.
Schon bei seiner Ankunft, begrüßt die Familie Ethan skeptisch. Viel später, fast zu Ende des Films, kommen Marty und Ethan von ihrem "search" zum Haus der Jorgensens zurück, während dort eine Hochzeit stattfindet. Auch hier wird Ethan ungerne willkommen geheißen. "Look, who's here", sagt Jorgensen betreten und schon ist die ganze Hochzeitsgesellschaft erstarrt. Ethan ist ein Wandernder, ein Irrender. Das Land, das er durchkreuzt, das Gebiet seiner Seele ist eine Einöde, ein No-Woman's-Land. Und im Western sind diese Männer, die nur Männer, als Gesellschaft kennen, die Monate, Jahre in Gesellschaft von Revolverhelden, Viehtreibern, Galgenvögel und sonstigem Männervolk verbracht haben, immer Irre (Lt. Col. Thursday, Dock Tobin). Oder zumindest "Wilde Kerle" (The Wild Bunch). Es ist immer die Frau (Clementine, Mike aus Yellow Sky z. B.), die den Mann zivilisiert. Ethan ist, ganz im Gegensatz zu Scar, kein "lady's man" (gut, Scar nimmt sich Frauen, die ihm "gehören", dieser Barbar). Aber immerhin hatte Scar Kinder. Ethan jedoch ist kein "fruchtbares" Mitglied der Gesellschaft.
Aber Ford lässt genialerweise die Vorgeschichte Ethans im Vagen, was dem Zuschauer die Aufgabe zukommen lässt, die Lücken zu schließen, die der Film offenlässt. Denn Ford begründet nicht, warum Ethan so ist, wie er ist, was ihn zu dem hat werden lassen, was er ist. Der Subtext der Figuren ist deswegen so ungeheuer komplex und erzählt mindestens genauso viel über das Amerika der Post-Bürgerkriegsjahre, wie über das Amerika der Nineteenfifties. Ford entwirft nämlich nicht nur das Psychogramm einer wilden, wütenden, psychotischen Hauptperson, sondern berichtet auch von einem Gezeitenwechsel. Menschen, wie Marty, einem "Mischling", der stellvertretend für den "melting pot" Amerikas, gehört die Zukunft. Während Ethan bezeichnenderweise zum Schluß "draußen" bleiben muss. Eine Szene, die es in den gesammelten Film-Kanon, als eine der berühmtesten und am häufigsten zitierten Kamera-Einstellungen geschafft hat. Und, die ein sehr gutes Beispiel abgibt, von Fords Meisterschaft, Dinge visuell zu erzählen (ein Veteran der Stummfilmjahre). Und es ist vielleicht genau solch eine Szene, die Godard dazu bewog, Fords Filme, als Bilderromane zu bezeichnen. Das alles geht natürlich einher mit den sozialen Umwälzungen der Jahre, in denen der Film gemacht worden ist. ROT kann hier in dem Zusammenhang durchaus SCHWARZ gelesen werden. Und auch als BETTER DEAD THAN RED, also als Studie einer Gesellschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Zur blu-ray-disc: alles wunderbar. Großartiges Bild! Schon die special edition von 2005 war große Klasse, aber was diese blu-ray dem Zuschauer offenbart ist ein Genuss an Genauigkeit und Detailschärfe. Die Extras sind die altbekannten, die es schon auf der dvd gab. Also, das making-of mit Gig Young, sowie eine Würdigung des Films durch Martin Scorsese, John Milius und Curtis Hanson. Dazu gibt es noch eine Special über Ford und Wayne.
Wer Lust hat Filme zu schauen, die von "The Searchers" beeinflußt worden sind, dem sei Taxi Driver [Blu-ray] von Scorsese, Schrader und de Niro ans Herz gelegt.
Auch Star Wars: The Complete Saga I-VI [Blu-ray] ist an Fords Film lose angelegt, geht es hier jedoch wiederum um einen Vater, der seine Kinder sucht, um sie zu töten. Lucas war auch inspiriert von Akira Kurosawa: Die verborgene Festung - The Hidden Fortress (DigiPack) von Kurosawa. David Lean wiederum war so überwältigt von der Art und Weise, wie "Der schwarze Falke" photographiert war, daß er die Landschaftsaufnahmen, als Vorbild für seinen Lawrence von Arabien (2 Disc - Restored Version) [Blu-ray] nutzte. So, das sollte reichen, was die Filmtitel angeht.
Zur Literatur sei Jim Kitses' [HORIZONS WEST] by (Author)Kitses, Jim on Aug-01-04 Jedem ans Herz gelegt. Und Hannes Boehringers Auf dem Rücken Amerikas. Eine Mythologie der neuen Welt im Western und Gangsterfilm, erschienen im Merve Verlag. Tag Gallaghers "John Ford and his films ist für Jeden, der sich mit dem Gesamtwerk auseinandersetzen möchte. Und wer immer noch nicht genug hat, dem sei Jim McBrides "Searching for John Ford" angeraten. Viel Spaß.
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vielleicht erste relativ realistische Western, 4. November 2004
Von 
realkenai & family (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Der Schwarze Falke (DVD)
Handlung (ohne zu viel zu verraten):
Texas 1868 - Als Comanchen die Gegend unsicher machen bildet sich eine Bürgermiliz um sie zu vertreiben. Bei ihrer Rückkehr stellt diese fest, dass eine Farm überfallen und ein kleines Mädchen (Später als Erwachsene: Natalie Wood) und deren ältere Schwester entführt wurden. Der Indianerhasser Ethan Edwards (John Wayne) und anfangs 2 Youngster (Jeffrey Hunter, Harry Carey Jr.) machen sich auf eine jahrelange Verfolgung, während der sie nicht nur mit Indianern aneinander geraten.
State (allgemein):
Trotz seines Alters ist "Der schwarze Falke" bis heute einer der besten Western, hat daher bisher als einziger mit John Wayne seinen Weg in unsere umfangreiche DVD Sammlung gefunden (Was nicht so bleiben wird). Die bis heute grandios anmutenden Naturaufnahmen, der spannende, für damalige Verhältnisse insgesamt logische Plot, die gute Besetzung, typischer John (Ford und Wayne) Hartemännerhumor („Sieht aus als ob sie dich eingekreist hätten" „Keine Angst, ich werde mich schon wieder auskreisen") und einer der bis heute besten Kauzigetypdarsteller (Hank Worden in der Rolle des alten Schaukelstuhlliebhabers Moose Harper) - all das kann immer noch überzeugen.
State (historisch gesehen):
Obwohl der Film in dieser Hinsicht eine Unmenge von Fehlern aufweist, so kann er doch für sich verbuchen als - soweit mir bekannt - erster (1956) Western um ein realistisches Bild der Zeit bemüht zu haben. Bis dahin galoppelten in den meisten Streifen die Westerner ständig und quasi Endlos durch die Lande - hier zeigt eine Schlüsselszene bei der Indianerverfolgung zu Beginn des Films das selbiges gar nichts bringt - im Gegenteil. Indianer werden nicht mehr nur (aber auch) als dudarfstjetztvompferdfallen Schießbudenfiguren dargestellt, sondern als stolze denkende Wesen, die durchaus ihren Willen artikulieren können. Erstmals wird auch in Frage gestellt ob sie wirklich die einzig Bösen und Schuldigen des WW waren. Zum Thema Entführung weißer Frauen durch die Comanchen gibt es übrigens im wirklich empfehlenswerten Buch "Texas" des Historikers und vielfachen Romanautors James A. Michener einige (wenige) interessante Passagen.
Jedoch muss ich andererseits auch der Rezension von "tiwa72" zustimmen. John Ford verschweigt schlussendlich wie Brutal Milizen und Armee bei Angriffen auf Indianerdörfer vorgingen. Bis heute zeigt tatsächlich nur die englische Produktion "Das Wiegenlied vom Totschlag" (unbedingt anschauen obwohl trotz anders lautender Werbung immer noch gekürzt) ein realistisches Bild dieser Massaker (und wurde prompt in Amerika noch nie in voller Länge gezeigt). Ein amerikanischer Film kann das nicht ohne dabei daheim finanziell "baden" zu gehen (Beispiel: Ciminos "Heaven's Gate"). Die Comanchen allerdings galten bereits vor dem Auftauchen der Weißen auch bei ihren indianischen Nachbarn als sehr brutales Volk.
Anmerkung: Wer realistische Western neueren Datums mag und sich Titel zu bekannten amerikanischen Personen/Ereignissen dieser Zeit anschauen möchte, sollte es mal mit folgenden Scheiben versuchen:
"Long Riders" und "American Outlaws" (James/Younger Bande), "The Broken Chain" (Irokesen), "Geronimo" (Apachen), "Ride with the Devil", "Gettysburg" und "Glory" (Bürgerkrieg), "Heaven's Gate" (Johnson-County-Weidekriege), "Hidalgo" (Frank Hopkins), "Wild Bill" (Wild Bill Hickock), "Tombstone" und "Wyatt Earp" (OK-Corral), "Buffalo Girls" (Calamity Jane). Drei dieser Filme sind auch gemeinsam als Western-Collection erschienen. Zum Zeitpunkt der Einsendung dieser Rezension waren die Titel alle bei Amazon erhältlich.
Die DVD:
Das Bild liegt in anamorphen Widescreen, Verh. 1.85:1 vor, entspricht nicht der vielfache gesendeten TV-Fassung sondern wurde nachkoloriert. Zuckungen, Blitze, dunkle Flecken - alles verschwunden. Natürlich entspricht auch das jetzige Bild nicht der heute übliche Qualität, aber was die Techniker nach über 50 Jahren aus dem Originalmaterial herauszauberten - Hut ab! (Auf der Rückseite der DVD findet sich übrigens die 4:3 Version.)
Die Tonspuren (deutsch, englisch, spanisch) verblieben in Mono, wurden ebenfalls überarbeitet, leider nicht mit so guten Ergebnissen wie das Bild, aber doch so weit zufrieden stellend.
Das sich die Arbeit, die sich die DVD Macher mit der Überarbeitung des Ausgangsmaterials machten definitiv gelohnt hat zeigte mir ein direkter Vergleich (zwischen Videoaufnahme und DVD hin und her schalten) eindrucksvoll. Es liegen (technische) Welten dazwischen.
Untertitel gibt es in 19 Sprachen, sowie in Deutsch und Englisch für Hörgeschädigte, letztere sind allerdings nicht koloriert und nur zeitweise mit den Namen der Sprecher versehen.
An Extras (auch hier können Untertitel zugeschaltet werden) finden wir:
--- Interview mit Jeffrey Hunter (4:03 Min.)
--- Interview mit Natalie Wood (7:00 Min.)
Beide Interviews zeigen auch Szenen von den Dreharbeiten
--- Dokumentation "Monument Valley" (6:48 Min.)
--- Dokumentation "Setting Up Production" (6:41 Min.)
Wie die Interviews stammen die Dokus aus einer damaligen TV Werbesendung. Lustig: Sogar die Zigarettenwerbung wurde drin gelassen und sogar untertitelt ;-)
Fazit:
Dieser für die DVD Veröffentlichung gelungen aufpolierte Klassiker ist Pflichtprogramm für jeden Western Fan.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exrem gute Restauration eines extrem guten Films, 12. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Falke [Blu-ray] (Blu-ray)
Der schwarze Falke ist wie schon in diversen Rezensionen erwähnt ein Klassiker. Um den Film ansich soll es mir hier auch nicht so sehr gehen. Sondern eher auf die technische Umsetzung auf Blu-Ray Disc.
Der Transfer ist vorzüglich gelungen. Man darf ein sehr scharfes Bild bewundern und zwar sowohl in ruhigen als auch actionreichen Szenen. Sowohl die Innenszenen, als auch die Passagen in den diversen wunderschönen Außen-Drehorten sind erstaunlich klar, kontrastreich und scharf. Das einzige Manko ist das relativ konstate Grieseln im Hintergrund. Doch dieses rührt sicherlich daher, dass der Film bereits so alt ist. Die Extras, welche aus einem Interview mit Jeffrey Hunter und einem mit Natalie Wood, sowie einem ausführlichen Behind-the-Scenes liegen in Schwarzweis und SD vor.
Alles in Allem kann man zusammenfassen, das der Film eine lohnende Investition ist. Auch wenn man die DVD eventuell schon sein Eigen nennt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Ikone des Western!, 25. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Der schwarze Falke [HD DVD] (HD DVD)
Westernregisseur Nr.1 John Ford und Westernstar Nr.1 John Wayne haben mit "Der schwarze Falke" einen der bedeutensten, wenn nicht den bedeutensten Western der Filmgeschichte geschaffen!

Ethan Edwards (John Wayne), der mit einigen anderen Farmern indianische Viehdiebe verfolgt, findet nach seiner Rückkehr seinen Bruder und dessen Familie ermordet vor. Edwards war erst kurz zuvor nach langer Abwesenheit zu ihnen zurückgekehrt. Indianer hatten das Vieh weggetrieben, um die Ranch ungestört überfallen zu können. Mit dem jungen Martin (Jeffrey Hunter), der bei einem früheren Überfall seine Eltern verlor und von Ethan aufgezogen wurde, nimmt er die Verfolgung auf, in der Hoffnung, die beiden Mädchen seines Bruders, die bei dem Überfall verschleppt wurden, retten zu können. Aber schon bald finden sie die Leiche der älteren Tochter Lucie, während sich von Debbie (als Kind: Lana Wood) jegliche Spur verliert.

Weiter streifen die beiden durch die gnadenlose Einsamkeit der wilden Landschaft von New-Mexico. Nach einem strengen Winter und erfolgloser Suche, kehren sie zu ihrer Nachbarschaftsfarm, den Jorgensens zurück. Dort versucht die reizende Laurie (Vera Miles), die sich in Martin verliebt hat, ihn von der weiteren Suche nach Debbie abzuhalten, aber Martin bleibt bei Ethan und sie brechen erneut auf. Immer tiefer reiten beide in das Gebiet der Komantschen. Sie finden Freunde, aber auch Feinde und mit jeder Begegnung, die keine Hoffnung bringt, mit jedem Tag vergeblicher Suche, wächst in Ethan unerbittlicher Haß und der unbeugsame Wille, die zu suchen, die das Leben und Glück seiner Familie zerstörten. Diese Suche wird für ihn zur Lebensaufgabe. Fünf Jahre reitet und reitet er, fünf Jahre voll Not und Haß, aber auch immer voll Hoffnung. Er wird reiten, bis er irgendwann einmal tot aus dem Sattel fällt...

Fünf Jahre mußten vergehen, bis er in einem Lager der Komantschen, in das ihn ein Händler führte, das Mädchen Debbie (als junge Frau: Natalie Wood) entdeckt. Fünf Jahre wurde sie als Indianerin aufgezogen, jetzt ist dieser Stamm ihre Heimat und sie steht auf der Seite der Komantschen, als diese Ethan angreifen. Er wird schwer verwundet von Martin mit knapper Not gerettet.

Aber es war nicht sein letzter Ritt. Übermächtig sind der Haß und der Wunsch nach Rache in ihm. Er will mit einer Kavallerieabteilung unter Capt. Clayton (Ward Bond) nochmal ins Indianerlager reiten um Vergeltung zu üben. Martin, der inzwischen Laurie geheiratet hat, folgt ihm nocheinmal auf seinem Ritt in die Wildnis, in der die Menschen in ihren Gefühlen und Taten so erbarmungslos sind wie die grandiose Natur, die sie umgibt.

Der Überfall auf das Lager gelingt. Martin tötet Häuptling Scar (Henry Brandon), den "schwarzen Falken" und bringt Debbie, die sich zuerst verzweifelt wehrt, dann aber Martin erkennt und mit ihm flieht in Sicherheit. Dann jagt Ethan, nachdem er Scar skalpiert hat, heran. Endlich steht er ihr wieder gegenüber nachdem er sie so viele Jahre gesucht hat. Sie soll sterben. Er schlägt Martin, der sich ihm in den Weg stellt, nieder und legt auf sie an - aber er kann nicht schießen. Zuviel ist in diesem Mädchengesicht, zuviel in diesen großen, klaren Augen, was ihn an die Menschen erinnert, die er vor Jahren liebte. Ethan kommt zur Besinnung, der Kampf ist vorbei...er nimmt Debbie in seine Arme und bringt sie nach Hause, wo sie mit Laurie und Martin wieder eine neue Heimat finden wird. Er aber reitet weiter - irgendwohin.
Vielleicht sucht er jetzt nach denen, die nicht mehr sind. Er bleibt ein "Suchender" und wird reiten, bis er irgendwann einmal tot aus dem Sattel fällt...denn er spürt, dass er nicht wieder durch diese Tür in die Zivilisation treten kann, die sich zu Anfang des Films für ihn geöffnet und zum Ende vor ihm geschlossen hat...

Allein ein Film wie "The Searchers" (Der schwarze Falke) von 1956 wäre es schon wert, John Wayne als Ikone des Western im Gedächtnis zu behalten. In diesem, John Fords bestem Western, wird die Heimat der Pioniere beschworen. Die Farm, der Planwagen, das Lagerfeuer, ein Fort, ein Dorf, eine Postkutsche, die Armee, der Square Dance, Tanz und Prügeleien. Das sind die Teile, aus denen sowohl Ford als auch Waynes USA bestanden. Und in diese romantisch-wehmütige Welt des 19.Jahhunderts ziehen in "Der schwarze Falke" erstmals Risse ein.
Waynes Darstellung des brachialen Bürgerkriegsveteranen Ethan Edwards war mehr als oscarreif. Er liefert hier die großartigste Leistung seiner langen Karriere ab, zeigt eine schauspielerische Bandbreite in einer Rolle, für die man ihm zehn Oscars hinterherschmeißen hätte müssen . doch natürlich gingen Film, Ford und er leer aus - Western waren auch 1956 immer noch Außenseiter - in der heutigen Zeit würde man ihm den Oscar auf einem goldenen Tablett nachtragen!
Aber als Heroe mit Herz, der nach langen Irrtümern zu seinen Familiengefühlen zurückfindet, war John Wayne sowohl ideal als auch ungewöhnlich besetzt. Denn hier spielte er zwar sein politisches Image des Indianer- und Fremdenhassers voll aus, nahm es in der klugen Regie von Ford aber gleichzeitig wieder zurück. Das Ergebnis ist ein vollendeter, sich wie selbst erzählender Film, eine gewaltätige Elegie auf eine ferne, vergangene, aber durch das Kino stets gegenwärtige Zeit.
Und John Wayne steht seitdem in der Landschaft des US-Heimatfilms wie ein Denkmal des zwiespältigen, aber bewundernswerten Helden.

Diese Rezension erfolgt nach Sichtung einer neuen digitalen High-Definition Abtastung von restaurierten Vista Vision der HD-DVD. Die Bildqualität ist so großartig wie dieser Ausnahme-Western und war vorher so noch nie zu sehen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der vielleicht beste John Wayne, 12. Mai 2007
"Der schwarze Falke" gilt als der beste Western von John Ford und als einer der besten Western überhaupt. Er erzählt die Geschichte zweier Männer - John Wayne und Jeffrey Hunter - , die über Jahre hinweg einen Komantschenstamm verfolgen, die ein kleines Mädchen verschleppt haben, nachdem sie den Bruder und dessen Frau von Wayne getötet haben.

Die Rolle des Indianershassers Ethan Edwards schien John Wayne auf den Leib geschrieben zu sein, jedenfalls ist es für mich seine beste Darstellung, denn Wayne ist natürlich kein Bösewicht, aber er hat einige Züge, die abstoßend sind. So sind Indianer und speziell Komantschen für ihn keine Menschen: "Ein Mensch reitet ein Pferd, bis es zusammenbricht, dann geht er zu Fuß weiter. Dann kommt ein Komantsche vorbei. Er nimmt das Pferd, reitet noch zwanzig Meilen auf ihm, dann frisst er es auf." Sein Hass auf Indianer geht soweit, dass er sogar die (inzwischen halbwüchsige) entführte Debbie erschießen will, weil er meint, dass sie keine Weiße mehr sei, sondern eine Komantschin.

Trotzdem ist dieser Ethan Edwards kein eindimensionaler Charakter. Man spürt seinen Schmerz, als er seine Schwägerin tot auffindet (der Film macht keinen Hehl daraus, dass er in sie verliebt war) und so nach und nach hat er Zuneigung für Jeffrey Hunter, dessen Figur immerhin "ein Achtel Cherokee" ist. Es ist zuletzt Hunter zu verdanken, dass Wayne Debbie (gespielt von Natalie Wood) zum Schluss in die Arme nimmt.

Überhaupt gibt es in "Der schwarze Falke" kaum eine eindimensionale Figur. Fast jede hat mindestens zwei Seiten. Am deutlichtsten ist das zu sehen in der Figur des Priesters (Ward Bond), der gleichzeitig Chef der Bürgermiliz ist.

"Der schwarze Falke" hat unglaublich starke Szenen. Berühmt wurde die Anfangs- und Schlusssequenz, bei der sich eine Tür öffnet bzw. schließt und der Zuschauer durch diese Tür ins Freie blickt. Wayne ist in diesen Momenten jeweils außerhalb der Tür, eine Metapher dafür, dass er ein Außenseiter ist. Ebenso spricht der Blick Waynes Bände, als er nicht sofort zur Farm zurückreitet, weil er weiß, dass sein Pferd das nicht mehr schaffen wird, ohne zusammen zu brechen. Sein Blick zeigt, dass er genauso gut weiß, was nun mit seinem Bruder und dessen Frau passiert. Dabei ist auch ein für alle Mal die Behauptung widerlegt, dass Wayne eigentlich nie ein Schauspieler gewesen sei.

Warum vergebe ich trotzdem nur vier Sterne? Nun, für meinen Teil hängt der Film in der Mitte durch. John Ford musste einen Zeitraum von mehreren Jahren überbrücken und benutzte dazu den Kunstgriff, die Geliebte von Jeffrey Hunter einen Brief vorlesen zu lassen, in dem dieser die zurückliegenden Ereignisse erzählt. Hier kommt für meinen Teil das Tempo des Films ins Stottern. Das mag nicht mal am Film selbst liegen, sondern an der deutschen Synchronisation, die teilweise fürchterlich statisch ist. Schlimmer noch, sie verfälscht an manchen Stellen. Das fängt schon beim Titel an. Sicher lässt sich der Originaltitel "The Searchers" schlecht eins zu eins in "Die Sucher" oder "Die Suchenden" übersetzen, aber "Der schwarze Falke", der sich auf den Komantschenhäuptling bezieht, ist einfach falsch, denn er macht zumindestens eine Textzeile unverständlich. Als Wayne und der Häuptling sich erstmals gegenüber stehen, macht Wayne eine Bemerkung zu dessen Namen und der Häuptling greift sich ins Gesicht. Das macht aber nur im Original Sinn, den im Original ist der Name des Häuptling Scar (Narbe). Bei der zweiten DVD wird "The Searchers" beim Bonusmaterial (das im übrigen sehr gelungen ist) in den Untertiteln mit "Die Verfolgung" übersetzt, was sicherlich nicht gerade ein reißerischer Titel ist, aber immerhin einen wesentlichen Punkt trifft.

Ein weiteres Mal schafft es die Synchronisation dann auch noch, einen Charakterzug Waynes zu verheimlichen. Wayne, Hunter, Bond und einige andere finden einen toten Komantschen und Wayne schießt ihm die Augen aus, weil der dann nicht in die ewigen Jagdgründe zurückkehren kann, sondern ewig zwischen den Winden wandern muss. Als an dieser Stelle Wayne von Bond gefragt wird, wozu das gut gewesen sein soll, antwortet er auf Deutsch: "Nach UNSEREM Glauben, nichts". Im Original heißt der Satz: "By What YOU Preach, None", ein Hinweis darauf, dass Wayne nicht unbedingt religiös ist.

Trotzdem ist "Der schwarze Falke" ein ungeheuer kraftvoller Western, bei dem es sich lohnt, ihn mehrmals anzusehen.

Kleiner Hinweis noch: Der geckenhafte Charlie McCorry, der Hunters Geliebte umwirbt, ist Ken Curtis, der später in der Westernserie "Rauchende Colts" als komischer Hilfssheriff Festus Haggen ("Du bist gar nicht so dumm, wie ich nicht aussehe") bekannt wurde.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Special Edition, 21. September 2006
Von 
Swissangel "Toni" (Schaffhausen, CH Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein John Wayne Fan war ich nie und Western mag ich ansonsten auch nicht. Aber dieser Western ist wirklich grossartig. Die Landschaftaufsnahmen vom Monument Valley gehören zum besten (in VistaVision) was je gedreht wurde. Das Bild wurde grossartig restauriert, man fühlt sich, als blicke man durch ein Fenster nach draussen.

Zum Bonusmaterial kann ich nur sagen: Warner Bros. hat, tief in den Archiven gegraben

- private Filmaufnahmen von Crewmitgliedern (zusehen in einem Doku),

- Gig Young's "Hinter der Kamera-Besuche" mit Jeffrey Hunter und Natalie Wood,

- Einleitung durch Patrick Wayne (The Duke's Sohn) der ebenfalls im Film mitspielte,

- ein John Ford Doku,

sowie ein Trailer zu einem neuen Film (über Jesse James) mit Brad Pitt, sowie ein Audiokommentar (NICHT DEUTSCH UNTERTITELT) mit Peter Bogdanovich.

Der Trailer ist meiner Meinung nach fehl am Platz. Stattdessen hätte man den Audiokommentar untertiteln können. Ebenso fehlt eine Fotogallerie.

Trotzdem: eine gelunge Edition!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum dies der beste Western von allen ist:, 20. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarze Falke (DVD)
Im folgenden möchte ich darlegen, warum ich diesen Western für den Besten von allen halte:
1. Handlung und Plot:
Basierend auf einem Buch, das wiederum auf wahren Geschichten aus dem Texas des Jahres 1836 bis 1868 basiert, wird ein 5-jähriger Rache- und Verfolgungszug zweier Männer gegen den Indianerstamm des Häuptlings "Scar" (deutsche Version: Schwarzer Falke) geschildert. Der jüngere der beiden -Martin Pawley ein achtel-Cherokee - muß sich dabei zwischen Heirat mit seiner Braut Laurie und Verfolgung bzw. Rettung seiner Schwester Debbie entscheiden, während der ältere (Ethan Edwards - ein Bürgerkriegsveteran gespielt von John Wayne) seine dunklen Seiten Rassismus, Entwurzelung und Schuldgefühle zugunsten Heimat und Familie überwindet. Diese Familien-Sehnsucht spiegelt sich gleich am Anfang, als er von Martha, der Frau seines Bruders mit "Willkommen zu Hause" begrüßt wird. Man ahnt in der Szene eine Romanze - eine Interpretation der intimen Blicke zischen ihm und ihr am Anfang wäre sogar, dass Debbie seine Tochter sein könnte - was zeitlich zu seiner An-/Abwesenheit passt.
Danach schließt sich Ethan statt seines Bruders Aaron zusammen mit Martin einer Gruppe Ranger an die Vieh-stehlende Indianer verfolgt. Der Diebstahl erweist sich als Trick - die Ranger wurden weggelockt - in ihrer Abwesenheit wird Aarons Farm überfallen und die Familie bis auf dieTöchter Lucy und Debbie ermordet. Die Ranger nehmen die Verfolgung auf und geraten in Gefechte mit den Indianern - danach bringt der Haupttrupp die Verwundeten zurück und Ethan und Martin und Lucies Verlobter verfolgen die Indianer um die Mädchen zu befreien. Daraus entwickelt sich die genannte 5 -jährige mit finalem Showdown über die ich für alle, die den Film nicht gesehen haben, hier nicht zu viel verraten will.
Der Film hat eine kleine Nuancierungs-Schwäche: Ab dem Auftakt zum letzten Drittel kippt er etwas zu sehr ins komödiantische (die Hochzeitsprügelei, der alberne Kavallerist) was wahnsinnig liebenswert ist, aber nicht ganz zum dramatischen Schluß paßt. Ohne etwas verraten zu wollen, ist die sonstige Aufteilung der Geschichte sehr gut konstruiert: Die erste Verfolgung, die abgebrochen werden muß - die einsame Suche Ethans und seiner Begleitung - der Zwischenhöhepunkt mit dem ersten persönlichen Treffen mit dem Häuptling - das große Finale. Dabei wird der Hass Ethans auf alles indianische so intensiviert, dass man ihm den Auftritt im Zwischenhöhepunkt, der einen der Wendepunkte im Film darstellt, als glaubwürdig abnimmt. Ab hier erfolgt nämlich ein zweiter Spannungsaufbau - neben die Frage: "Werden sie sie finden?" tritt die Frage "was passiert dann zwischen Ethan und Debbie?" Der Zwiespalt zwischen seinem Hass auf alles Indianische und seiner möglicherweise noch engeren Familien-Beziehung zu Debbie wird aufgelöst in seinem berühmten Satz //Achtung Spoiler: "Let's go home Debbie!" mit dem er Debbie am Schluß aufs Pferd hebt - welches Heim meint er wohl, er hat ja eigentlich keines?//

2. Landschaft/Bühnenbild:
Nie war Monument Valley und die Landschaft drumherum so wichtig für einen Film - es ist rotglühend dramatisch, wirft düstere Schatten und rahmt Bilder wie die Eingangsszene als John Wayne ins Bild reitet (Die Szene wird von David Lean zitiert, wenn er Omar Sharif ähnlich auftreten läßt und Lawrence und sein Begleiter ihm ähnlich angestrengt entgegen starren wie Aaron und Martha auf der Veranda der Farm.)

3. Kamera und Bildführung:
Wie schon erwähnt, sind einige Einstellungen kopiert worden, so genial sind sie. Doch nicht nur die Blickführung ist sehr gut -auch ihr zeitlicher Einsatz stimmt zum Plot. So wird die ungeheuer wirkungsvolle Platzierung der Kamera im dunklen Raum, wo sie durch eine Öffnung hinaus ins Licht blickt, genau dosiert eingesetzt: sowohl bei der Ankunft Ethans, dann wieder aus der Höhle am Wendepunkt des Films und am Schluss als klar wird, dass Ethan wohl "außen vor" bleibt. (Angeblich zitiert Steven Spielberg diesen Kniff in Saving Private Ryan - sowas kann natürlich auch immer Zufall sein, wenn die Szene nicht so eindeutig ist wie die beiden in Star Wars: schauen sie sich bitte Krieg der Sterne 2 und 4 (ja 4 ist der, den die älteren als ersten in Erinnerung haben). In vier kehrt der junge Skywalker zur brennenden Farm zurück -ein Bildvergleich mit dem Blick Jeffrey Hunters auf die brennende Farm in The Searchers lohnt. Noch krasser wird es bei Star Wars 2 und der Szene in der Annakin seine Mutter befreit - bitte daneben die Szene in der Hunter seine Halbschwester befreit anschauen, angefangen beim Herunterschwingen von der Felsenklippe (John Ford Point)- das ist minutenlang dieselbe Szene bis zum Eindringen Annakins in das Zelt. )

4. Darsteller:
Wayne ist schlichtweg grandios - wenn das keinen Oskar gab, kann es nur an noch besserer Konkurrenz in diesem Jahr gelegen haben. Ward Bond als Pastor Clayton ist auf Augenhöhe und Jeffrey Hunter spielt den jungen Wilden glaubwürdig - einzig Natalie Wood als erwachsene Debbie ist mir gar zu schön und herausgeputzt, da hat die Maske ihrer Glaubwürdigkeit geschadet. Der Rest passt so gut in dieses Setting, dass man glaubt diese Leute stellen einfach ihr hartes Siedlerleben an der Indianergrenze dar, das sie jeden Tag begleitet. Ausnahme: der erwähnte Kavallerietrottel -den hätte auch Jerry Lewis statt Patrick Wayne geben können, es wär nicht viel unglaubwürdiger geworden - klar ist er der "Comic relief", aber er ist den einen Tick zu klamaukig.
Erstaunlich was sie da mit John Waynes Sohn gemacht haben (die Rolle hätte wunderbar in "40 Wagen westwärts" gepasst).

Dialoge:
Angefangen bei dem oben erwähnten "Let's go home, Debbie" über das berühmte "That'll be the day" das Buddy Holly zu seinem gleichnamigen Hit inspirierte (im Ernst!) hat der Film jede gute "one liner" oder kurze Dialoge (Auch in Deutsch: scheint so als hätten sie dich eingekreist - ich werde mich schon wieder auskreisen!).
Auch die Dialoge zwischen Aaron und Ethan sowie Ethan und dem Pastor am Anfang sind in dieser Kategorie: "Ich gehe an seiner Stelle - Aber ich habe ihn schon eingeschworen - dann schwör ihn wieder aus!"

Ich will nicht zuviel verraten, aber ich hoffe, ich habe einen Einblick gegeben für die, die immer noch im Zweifel waren ob der Film ein klarer Kauf ist.

Für alle Fans hier noch ein paar Tipps: wen soll man sich anschauen, nachdem man diesen genossen hat und mehr in der Richtung will - was so natürlich eigentlich nicht geht ;-))
Also für die Rangerthematik vielleicht "Die Comancheros".
Für die Kavalleriethematik sicherlich "Der letzte Befehl" wobei der nicht im Indianermilieu sondern im Bürgerkriegssetting spielt und wiederum damit eine gute Einstimmung zum gebrochenen Bürgerkriegsveteran "Ethan Edwards" darstellt. In schwarz/weiß ist auch noch "Bis zum letzten Mann" und auch "Rio Grande" nennbar womit wir auch bei der
Indianerthematik wären - dazu ergänzend "Cheyenne" als Spätwerk des Regisseurs John Ford.
Das Thema Verfolgung (kleine Gruppe gegen Übermacht) erfährt eine interessante Interpretation in "Der letzte Wagen" mit Richard Widmark.
Und die Rinderzüchterthematik kann man sich in "Red River" und "Chisum" geben.
Und weil das alles in der schwarze Falke steckt und weil das da eben nicht wie eine hilflose Flickschusterei einzelner Themen sondern als ein großer genialer Spannungsbogen rüberkommt und dazu noch mit den besten Darstellern etc. (siehe oben) ist der schwarze Falke eben der beste Western von allen!

P.S.: Und wem das zuviel John Wayne ist, der sei an eine alte texanische Bauernregel erinnert:
Es gibt Western - und es gibt Filme ohne John Wayne ;-))
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Der Schwarze Falke
Der Schwarze Falke von John Ford (DVD - 2000)
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