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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es war kaum etwas anderes zu erwarten.
A Perfect Circle heißt die neue Band um Tool-Sänger Maynard James Keenan und 4 weitere Größen der Alternative Musik Szene. Komponiert und produziert wurde das Werk von Billy Howerdel, d.h. A Perfect Circle ist eigentlich sein Projekt. Ganz besonders ist dafür natürlich, daß er den Ausnahmesänger schlechthin dafür gewinnen...
Am 22. Juni 2000 veröffentlicht

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schallplattenpressung ist leider nicht gleich Schallplattenpressung
Den Tonträger habe ich schon etliche Jahre auf CD im Regal, aber um meine Sammlung zu vergrößern, habe ich nun bei der Vinyl Version zugeschlagen. Lieferung war perfekt, da kann man nix gegen sagen.
Amazon Pappe aufgerissen, LP Cover rausgenommen und ab mit der Folie. Den Tonträger aus dem Inlay genommen und zum Vorschein kam eine ->wohl...
Vor 8 Monaten von Weltfrieden veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es war kaum etwas anderes zu erwarten., 22. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
A Perfect Circle heißt die neue Band um Tool-Sänger Maynard James Keenan und 4 weitere Größen der Alternative Musik Szene. Komponiert und produziert wurde das Werk von Billy Howerdel, d.h. A Perfect Circle ist eigentlich sein Projekt. Ganz besonders ist dafür natürlich, daß er den Ausnahmesänger schlechthin dafür gewinnen konnte. Die Texte stammen auch von M.J. Keenan, was man als Tool Fan sofort bemerkt. Schon der Opener "The Hollow" holt tief aus und überrollt dich dann geradewegs mit seinem bestechenden Refrain und ist somit auch der Hit des Albums. Die Titel erreichen nie die Überlängen von Tool Songs und sind somit auch viel eingängiger geworden. Trotzdem hat "Mer de Noms" auch experimentelle Passagen wie das geniale "Rose" beweist. Die erste Single "Judith" wird hauptsächlich durch einen Killerriff beherrscht, das Video wurde übrigens von David Fincher gedreht. Das überaus schöne Design der CD rundet den positiven Eindruck erst recht ab. Darum 5/5 Punkten. So könnten Nebenprojekte von bekannten Namen ruhig öfters aussehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A perfect day with A Perfect Circle, 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Also eins mal vorweg: A Perfect Circle wird zwar gerne, aber sollte nicht mit Tool verglichen werden. Gern wird APC als Tool fürs Radio, Tool für Kuschelrockliebhaber, Tool für was-weiß-ich-was, oder gar als halbgares Experiment zur Überbrückung des nächsten Tool-Album bezeichnet. APC sind nicht Tool, brauchen sich überhaupt nicht hinter ihnen zu verstecken und klingen nur sehr bedingt (und das auch nur dann wenn's härter zur Sache geht) nach Tool und außerdem ist es kein Tool- oder Maynard James Keenan-Nebenprojekt, sondern ein Billy Howerdel-HAUPT-Projekt, denn aus seiner Feder stammen die genialen Kompositionen! Also an alle, die noch mal APC als radiotaugliches Tool-Nebenprojekt bezeichnen wollen: Bitte schenkt doch A Perfect Circle und vor allem Billy Howerdel den Respekt, den sie verdienen, denn so ein Eigenständiges Album hat die Welt schon viel zu lange nicht mehr gehört.
Das beweist schon der Opener. "The Hollow" ist wohl die Hymne des Albums, wobei das Wort Hymne hier völlig neu definiert wird, denn obwohl dieser Song nur knappe drei Minuten dauert, steckt hier mehr drinnen als auf manchen Alben. Geniale Riffs, die gesamte Bandbreite von Maynards Können hinter dem Mikro und gleich zwei wundervolle Refrains. Dieser Song macht gleich deutlich, dass dieses Album etwas schafft, was schier unmöglich scheint: Denn obwohl man es hier mit drei- bis vier-Minuten-Songs zu tun hat, bekommt man hier einige der vielschichtigsten und progressivsten (!) Rock-Nummern der letzten Zeit geboten.
Hier freut sich jeder Freund anspruchsvoller Rockmusik über geniale hymnische Riffmonster wie "Judith", "Magdalena" oder "Thomas", subtilen, psychedelischen Alternative-Rock ("Rose", "Sleeping Beauty), melancholischen Gänsehaut-Rock wie "Brena" und "3 Libras", oder völlig entrückte Momente ("Renholder" und das abschließende minimalistischst gehaltene "Over"). Bei aller Progressivität und Vielschichtigkeit, wirkt dann das längste Stück des Albums, ein gerade mal 4:47 langer/kurzer Song, wie ein 10-Minuten Epos. "Orestes" ist für mich auch der absolute Höhepunkt des Albums, da es der schönste und ergreifenste Song ist, den ich seit langem gehört habe. Maynard leidet hier in nahezu göttlicher Form, sei es im ersten, melancholisch-ruhigen, oder im abschließenden Teil, welcher an emotionaler Intensität einem Vulkan-Ausbruch gleicht!
Heraushebenswert ist auch das Können der einzelnen Musiker, seien es die subtilen Keyboards von Troy Van Leeuwen, die genialen Rhythmen von Drummer Josh Freese, die großartigen Basslinien der mittlerweile leider nicht mehr zur Mannschaft gehörenden Paz Lenchantin (man höre nur mal das geniale "Thinking of You"!), die bereits erwähnten einzigartigen Gänsehaut-Vocals von Maynard James Keenan und seine gewohnt großartigen Lyrics, oder die mega-genialen Gitarren-Riffs und -Melodien von Mastermind Billy Howerdel selbst, den ich hier noch mal als das neue Songwriting-Genie hervorheben will! Abgerundet werden die 12 Stücke von einem tollen, eigenständig und auf die Songs maßgeschneidert produzierten Sound, wofür- wie könnte es anders sein- abermals Billy Howerdel verantwortlich ist.
Fazit: Billy Howerdel und co. kreieren schon mit dem Debüt-Album einen völlig eigenen Stil und liefern uns ein großartiges, abwechslungsreiches Rock-Album mit viel Seele und ungeheurer Langzeitwirkung (in der heutigen Rockmusik leider eine Rarität), das ich hiermit allen, die auch nur ansatzweise auf eigenständige, intelligente und leidenschaftliche Rockmusik stehen, wärmstens empfehle. Damit sind natürlich auch die Tool-Fans angesprochen...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hier ist NICHT Tool!, 5. Juli 2006
Von 
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Das hier sind "A Perfect Circle", meine Lieben. Eine Allstarzusammenstellung von Musikern, die die Liebe zu verschrobenen, oft melancholischen und manchmal schlicht zynisch-resignierten Klängen zu verbinden scheint. Denn eben diese hören wir auf "Mer De Noms". Natürlich macht man zunächst vieles an der Stimme des Sängers fest, die man bisher nur aus dem Tool Kontext kannte. Man darf nun allerdings nicht den Fehler machen, von der Stimmfarbe und -führung, die bei Keenan stets irgendwo kurz vor oder schon kurz hinter dem Schritt zum Übermenschlichen liegt, an die Musik die gleichen Ansprüche zu stellen wie an Tool. Diese Erwartungshaltung scheint ein Grunddilemma von A Perfect Circle zu sein, der Beweis: Viele nennen die Band "Tool light". Für mich ist das Quatsch, denn "Mer De Noms" ist eigenständig und schräg genug und erinnert mich selten wirklich an Tool- eher an eine düstere, verzweifelte Version der Smashing Pumpkins komischerweise. Die Sache hier ist ausgereift und eigenständig, und wem verschrobene, sentimentale und doch manchmal hoffnungsschimmernde Nummern wie "The Hollow", "3 Libras" oder "Judith" da nicht als Beweis reichen, der soll halt weiter Tool hören.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöne Überbrückung zum AENIMA nachfolger, 29. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Dieses Album wirkt wie ein kreativer Output von Maynard J. Keenan, um sich für einen Moment von der Komplexität der TOOL Werke zu entspannen. A PERFECT CIRCLE klingen wegen der Stimme wie TOOL, aber die Musik ist eigenständig genug, um sagen zu können, daß es ein Album einer neunen Band ist. Anders als "Aenima" wirkt "Mer de Noms" recht leicht, es gibt Refrains, die Titel sind relativ kurz und trotzdem ist es kein 08/15 alternative rock Album. Es muß doch für viele Bands deprimierend sein, wenn Herr Keenan mit einem Nebenprojekt so ein geniales Album aufnimmt, quasi nebenbei, was andere kaum mit ihrer regulären Band schaffen. Wer TOOL mag, wird mit A PERFECT CIRCLE nie daneben liegen. Alle anderen sollten es sich anhören, weil A PERFECT CIRCLE wie geschrieben nunmal nicht TOOL sind.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Formvollendeter Rock in einzigartigen Gefühlswelten, 13. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
A Perfect Circle sind zwar bis dato noch ein "Nebenprojekt", doch nicht nur seinen Aussagen entnimmt man es Billy Howerdel, dass er es wirklich ernst meint und mit aller Leidenschaft komponiert und textet. Mittlerweile hat sich das Ensemble etabliert, wenn auch die Band nun ganz andere Gesichter beinhält als noch zu Zeiten dieses Debuts. Doch damals wie heute verstehen die Musiker natürlich ihr Handwerk, und ein hervorragend anmutender Maynard James Keenan setzt mit seinem gefühlsorientierten und stimmungsunterschiedlichen Gesang dem Ganzen noch die Krone auf. Eigentlich würde ich sagen, dass dies das bemerkenswerteste Album das Star-Truppe darstellt, ist doch der Nachfolger zu unkonstant und eMOTIVe zu uneigenständig und zu zielgerichtet und dadurch wenig frei in den Ideen (aber trotzdem sehr lobenswert!). Mer de Noms jedenfalls erscheint aufgrund des breiten musikalischen Spektrums sehr abwechslungsreich und stellt viele Referenznummern in diesem Genre.
Anfänglich wirkt das ganz mit "The Hollow" noch etwas unscheinbar, der Song ist wirklich gut anzuhören, alles richtig gemacht, aber er stellt noch nicht das Außergewöhnliche dar, wozu APC im Stande sind. Man kann sagen, es ist einfach ein schöner Rock-Song, wird er doch von "Magdalena" in Sachen Atmosphäre und Tiefe gleich mehrfach überrundet. Das nämlich hat eine wirklich eindrucksvoll bedrückende Grundstimmung zu bieten und wird durch den Gesang zur Vollendung gebracht.
"I'd sell my soul, my self esteem, a dollar at a time
For just one taste of you, my Magdalena"
Mit "Rose" wartet der nächste düstere Song über Liebe, ebenfalls einer der härteren des Albums, allerdings nicht annähernd so brachial wie "Judith", welcher sich textlich wie musikalisch durch seinen direkten kämpferischen Unterton vom Rest ein Stück abhebt und damit (zumindest unter den lauteren Liedern) der Beste ist.
"You're such an inspiration for the ways that I'll never ever choose to be
Oh so many ways for me to show you how the savior has abandoned you
FUCK YOUR GOD, your Lord and your Christ
HE DID THIS, took all you had and
LEFT YOU THIS WAY, still you pray, you never stray
NEVER TASTE OF THE FRUIT you never thought to question why"
Danach geht es erstmal sehr ruhig zu, "Orestes" ist eine eher konventionelle Rockhymne, während "3 Libras" etwas trauriger und tragisch anmutet, während "Sleeping Beauty" den erotischen Bogen fast schon ins Kitschige biegt, aber so ist es gerade noch recht und gut! "Thomas" fällt wenig auf trotz dichter mystischer Stimmung und heiterem Refrain. "Renholdër" wirkt ebenfalls sehr mystisch, kommt auch ohne Rockelemente und fast ohne Gesang aus und klingt insgesamt mehr wie ein Zwischenstück anstelle eines eigenständigen Liedes, obgleich sehr sehr ansprechend. Das ist auch der komplett entgegengesetzte wie gegensätzliche Song "Thinking Of You", bei dem die typischen Töne dunklen elektronischen und fast industriellen Klängen weichen, um dann im wohlgelaunten Refrain wieder etwas bekannter zu erscheinen. Die liebliche Balade "Breña" weiß auf wundervolle Weise zu berühren, das Outro "Over" hingegen nicht ganz so stark, nochmals ein sehr experimenteller Song, der aber trotzdem einen trüben Schlusspunkt beschreibt.
"Metaphor for a missing moment, pull me into your perfect circle"
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In einer Welt der Fantasie, 6. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
"Mer de Noms" - schon der Name und das Cover wirken kryptisch, aber mindestens genauso vielversprechend. "A Perfect Circle" sind nämlich alles andere als eine Band der zweiten Liga geschweige denn irgendjemandes Side-Projekt. Maynard James Keenan ist zwar die führende Stimme aber eigentlich ist die Band eine Idee von Billy Howerdel. Die Besetzung ist schon eine Erwähnung wert - solche Namen wie James Iha und Twiggy Ramirez (bei A Perfect Circle als Jeordie White aufgeführt) lassen großes ahnen. Soviel zum Drumherum. Kommen wir zum wichtigen Teil: Der Musik. Diese lässt für ein Debüt einer neuen Superband nur in den gröbsten Zügen erahnen was A Perfect Circle womöglich in späteren Jahren auf die Beine stellen werden. Die Instrumente werden gespielt als gäbe es keinen Morgen, jeder Ton ist eine neue Offenbarung - und das ist mein Ernst. Ein mörderisches Riff wird von einem wunderschönen gefolgt und das in einer Zahl von Variationen die selbst gestandene Musiker verblüfft. Jeder Song spielt mit der Fantasie des Hörers und lässt ihn in Welten versinken die einem im Alltag nicht eröffnet werden. Getragen werden die meisten der Stücke von Keenans unheimlich facettenreicher und einprägsamer Stimme. Es entsteht ein Gesamtbild, die die Frage aufwirft, ob dies wirklich ein Debüt ist - mehr Energie, Ruhe, Kraft und Kunst in einem kann ein Album kaum noch haben. Alles in allem eines der besten Alben des neuen Jahrtausend, und zweifellos ein Meilenstein der Rockmusik. Anspieltipps sind The Hollow, Judith, Orestes, Thomas und Brena, wobei jeder Song auf dem Album ein ganz neues Bild erzeugt. Namen werden genannt, und doch ist alles verschlüsselt - der wahrgewordene Traum.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A perfect day with A Perfect Circle, 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Also eins mal vorweg: A Perfect Circle wird zwar gerne, aber sollte nicht mit Tool verglichen werden. Gern wird APC als Tool fürs Radio, Tool für Kuschelrockliebhaber, Tool für was-weiß-ich-was, oder gar als halbgares Experiment zur Überbrückung des nächsten Tool-Albums bezeichnet. APC sind nicht Tool, brauchen sich überhaupt nicht hinter ihnen zu verstecken und klingen nur sehr bedingt (und das auch nur dann wenn's härter zur Sache geht) nach Tool und außerdem ist es kein Tool- oder Maynard James Keenan-Nebenprojekt, sondern ein Billy Howerdel-HAUPT-Projekt, denn aus seiner Feder stammen die genialen Kompositionen! Also an alle, die noch mal APC als radiotaugliches Tool-Nebenprojekt bezeichnen wollen: Bitte schenkt doch A Perfect Circle und vor allem Billy Howerdel den Respekt, den sie verdienen, denn so ein Eigenständiges Album hat die Welt schon viel zu lange nicht mehr gehört.
Das beweist schon der Opener. "The Hollow" ist wohl die Hymne des Albums, wobei das Wort Hymne hier völlig neu definiert wird, denn obwohl dieser Song nur knappe drei Minuten dauert, steckt hier mehr drinnen als auf manchen Alben. Geniale Riffs, die gesamte Bandbreite von Maynards Können hinter dem Mikro und gleich zwei wundervolle Refrains. Dieser Song macht gleich deutlich, dass dieses Album etwas schafft, was schier unmöglich scheint: Denn obwohl man es hier mit drei- bis vier-Minuten-Songs zu tun hat, bekommt man hier einige der vielschichtigsten und progressivsten (!) Rock-Nummern der letzten Zeit geboten.
Hier freut sich jeder Freund anspruchsvoller Rockmusik über geniale hymnische Riffmonster wie "Judith", "Magdalena" oder "Thomas", subtilen, psychedelischen Alternative-Rock ("Rose", "Sleeping Beauty), melancholischen Gänsehaut-Rock wie "Brena" und "3 Libras", oder völlig entrückte Momente ("Renholder" und das abschließende minimalistischst gehaltene "Over"). Bei aller Progressivität und Vielschichtigkeit, wirkt dann das längste Stück des Albums, ein gerade mal 4:47 langer/kurzer Song, wie ein 10-Minuten Epos. "Orestes" ist für mich auch der absolute Höhepunkt des Albums, da es der schönste und ergreifenste Song ist, den ich seit langem gehört habe. Maynard leidet hier in nahezu göttlicher Form, sei es im ersten, melancholisch-ruhigen, oder im abschließenden Teil, welcher an emotionaler Intensität einem Vulkan-Ausbruch gleicht!
Heraushebenswert ist auch das Können der einzelnen Musiker, seien es die subtilen Keyboards von Troy Van Leeuwen, die genialen Rhythmen von Drummer Josh Freese, die großartigen Basslinien der mittlerweile leider nicht mehr zur Mannschaft gehörenden Paz Lenchantin (man höre nur mal das geniale "Thinking of You"!), die bereits erwähnten einzigartigen Gänsehaut-Vocals von Maynard James Keenan und seine gewohnt großartigen Lyrics, oder die mega-genialen Gitarren-Riffs und -Melodien von Mastermind Billy Howerdel selbst, den ich hier noch mal als das neue Songwriting-Genie hervorheben will! Abgerundet werden die 12 Stücke von einem tollen, eigenständig und auf die Songs maßgeschneidert produzierten Sound, wofür- wie könnte es anders sein- abermals Billy Howerdel verantwortlich ist.
Fazit: Billy Howerdel und co. kreieren schon mit dem Debüt-Album einen völlig eigenen Stil und liefern uns ein großartiges, abwechslungsreiches Rock-Album mit viel Seele und ungeheurer Langzeitwirkung (in der heutigen Rockmusik leider eine Rarität), das ich hiermit allen, die auch nur ansatzweise auf eigenständige, intelligente und leidenschaftliche Rockmusik stehen, wärmstens empfehle. Damit sind natürlich auch die Tool-Fans angesprochen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maynard James Keenan is back, 29. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Nun nach einer langen Auszeit die sich Tool zu nehmen scheint,wundert es mich es nicht,(oder gerade deshalb schon?)dass der Sänger Maynard James Keenan ein Zweitprojekt ansteuert.Trotz alledem ist es wieder mal ein Meisterwerk, obwohl durchaus Parallelen zu Tool erkennbar sind. Mister Keenan zeigt wieder mal in alter Manier wie schön er singen und Lieder bzw. Texte schreiben kann.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gänsehaut-Atmospähre. Kaufen. Geniessen., 13. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Wenn sich Maynard James Keenan vom großen Mysterium Tool abkapselt, um ein Seitenprojekt zu starten, schaut die Musikwelt natürlich ganz genau hin. Und was einem da geboten wird, ist auch durchaus sehenswert, denn der charismatische Sänger schart hierzu keinesfalls irgendwelche No-Names um sich, sondern bedient sich durchaus rennomierter Künstler. Bezeichnet wird das Gebilde dann als "A Perfect Circle" und die erste Veröffentlichung "Mer de Noms" zeigt, dass der Name Programm ist.
Keenan ist dabei die Galleonsfigur, woran insbesondere die Medien durch ihre Fixierung auf ihn keinen Zweifel lassen. Er dürfte damit in diesem Fall aber keine sonderlichen Probleme haben, da es ihm bei dem Seitenprojekt mitunter auch um eine andere Darstellung seiner Person geht, d.h. eine andere Betrachtung. Durchaus ein Problem stellen für ihn dagegen die andauernden Vergleiche seiner Zweitband mit Tool dar, worauf er bei Auftritten mit A Perfect Circle durch das Tragen einer Perücke reagiert, um auch ja keine Missverständnisse zuzulassen. Weit wichtiger als das Präsentieren eines anderen Maynard James Keenan ist ihm jedoch das Ergründen neuen musikalischen Terrains und da kommt der zweite Ziehvater der Band, Billy Howerdel, ins Spiel. Als ehemaliger Gitarrenroadie der Nine Inch Nails mit dem Wunsch nach einer eigenen Band bringt er viel technisches Können und damit genau die richtigen Voraussetzungen mit, um den geistigen Kopf Maynard als musikalischer Lenker zu ergänzen.
Das Ergebnis sind 12 meist sehr harmonische und vor allem auch eingänige Tracks, die weitaus einfacher strukturiert und auch überschaubarer sind als alles, was man von Keenan zuvor kannte. Diese Schlichtheit gereicht dennoch, den Hörer mit schier grenzenloser Schönheit zu überschütten und wirkt dabei wahnsinnig verletzlich und zerbrechlich. Und immer mystisch. Doch wenn auch der Grundton ruhig und besänftigend klingt, lässt man es sich nicht nehmen, regelmässig die Krallen zu zeigen wie z.B. bei der Vorzeigesingle "Judith", die im Gegensatz zum Großteil des Albums eher durch schroffe Rohheit und Kraft überzeugt.
In dem Zusammenhang sorgen insbesondere die durch Troy Van Leeuwen (u.a.Coal Chamber) und Howerdel selbst bedienten Gitarren für Kontraste, da sie mit kruden Effekten oder extrem verzerrt oft doch sehr hart aus den Boxen dröhnen, was manchem zunächst vielleicht unpassend erscheinen mag aber auf die Dauer doch der Farbvielfalt dient und das Album besonders interresant macht. Immer wieder geben sie sich aber auch verspielt in hohen Tonlagen, wodurch die Stimmung angehoben und fast schon euphorisch wird. Um auf das Sehenswerte zurückzukommen, sei die hübsche Paz Lenchantin erwähnt, die mit ihrem Bass auf den Hüften meist als gefühlvolle Begleitung dient aber darüber hinaus auch sehr mächtig zu klingen vermag. Sie ist es insbesondere auch, die die Songs durch klassische Elemente wie die Violine oder Streicher-Arrangements anreichert und dadurch die erzielten Stimmungen verstärkt. Neben ihr sorgt vor allem auch Schlagzeug-Prominenz Josh Freese (Vandals) durch sehr präzise aber eher zurückhaltende Drums für den Flow und die Harmonie im Sound von A Perfect Circle. Es klingt wirklich alles sehr flüssig. Seine einzigartige Gänsehaut-Atmosphäre erlangt "Mer de Noms" dann endgültig durch Maynards aktiven Beitrag. Sein Gesang ist sehr klar und weniger kräftig, dabei immer gefühlvoll, mitreißend und so leidenschaftlich, dass er manchmal sogar Männer zum Weinen bringen könnte. Indem der Frontmann dann seine ihm eigene hypnotische Rhytmik in die Musik integriert, rundet er sie zusätzlich ab. Entsprechend dem Tenor beziehen sich seine Themen vermehrt auf das Schöne, auf Sehnsucht oder Liebe, aber auch auf Schattenseiten des Lebens wie geistige Blindheit oder Ohnmacht.
Zusammen funktionieren A Perfect Circle als echte Einheit, sodass man bei der sanften Mischung aus Rock und Metal wirklich fast von einem perfekten Kreis reden mag, weil es ja auch so schön passt. "Mer de Noms" übertrifft somit definitiv die Erwartungen an eine (nur) Zweitband, was auch zeigt, dass doch eine Menge Arbeit hinter dem von Billy Howerdel selbst produzierten Werk steckt.
Für mich ist dieses Album aufgrund der ihm eigenen Stimmung wirklich fast wie eine von mystischem Nebel umgebene vertonte Keramik zu betrachten, was sie in ihrem Wert unermässlich steigen lässt. Zusätzlich sei noch das extrem aufwändige Artwork erwähnt, für das Billy Howerdel eigens eine runenartige Schrift entwarf und welches als kleiner Leitfaden für das Album dienen kann.
Wer sich die CD kauft, kann nichts falsch machen. Einfach einlegen und vom ersten bis zum letzten Ton geniessen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meer von Mythen, 17. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Mer de Noms (Audio CD)
Tool-Fans werden durch Keenans Neben-(oder doch Haupt-?)Projekt auf ihre Kosten kommen, wenn sie vor allem die melodische Seite seiner Musik schätzen. A Perfect Circle kommt in weiten Teilen aber viel offener, sanfter, melodischer - und kommerzieller daher als Keenans ,Werkzeug'. Das erste Werk des Rock-Projekts überrascht nicht völlig, wartet aber mit musikalischer Raffinesse und einem Sound auf, der vielem von dem, was sich derzeit auf dem Markt tummelt, um Längen voraus ist.
,The Hollow', ,Orestes', ,Sleeping Beauty' oder ,Renholder' könnten gar gestandene Hippies von den Qualitäten der Band überzeugen. Da die Musik bei APC Billy Howerdels Aufgabe ist und Keenan vor allem Texte und Gesang beisteuert, klingen die Unterschiede zu Tool nicht erzwungen, sondern ergeben sich aus der Sache. Textlich schwelgt Keenan weiter in tiefsinnigen Grübeleien, immer um allgemein gültige Aussagen bemüht - darunter macht er es einfach nicht. Wer schwermetallene Ausbrüche mag, wird vor allem an ,Judith' oder ,3 Libras' Gefallen finden. Richtig fies wie Tool wird diese Zusammenstellung von Musikern allerdings nie.
Die Platte ist zunächst als Instrumentalmusik geplant gewesen, die Zusammenarbeit zwischen Howerdel und Keenan hat daraus ein Konzeptwerk über Mythen und Archetypen werden lassen, das schon jetzt ein intellektueller Meilenstein der neueren Rockmusik ist.
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